- Lüneburg
Fünf Puten im Vogelpark an der Dahlenburger Landstraße stibitzt - Verein hofft auf Hilfe
Hungriger Fuchs auf Beutezug
ahe Lüneburg. Der Fall erinnert unweigerlich an das bekannte Kinderlied "Fuchs, du hast die Gans gestohlen". Allerdings ist Adam Goldnik weder nach fröhlichem Singen zumute, noch kann er dem Dieb wie im Lied mit dem Jäger und dessen Schießgewehr drohen. Denn mitten in der Stadt macht sich eine Jagd nicht so gut. Dass es ein Fuchs war, der ihn und seine Vereinskollegen bestohlen hat, daran hat Adam Goldnik keine Zweifel. Zwar keine Gans, aber fünf Puten habe er sich binnen neun Tagen geholt.
Tatort ist der Vogelpark an der Dahlenburger Landstraße. Dort hat der Geflügelzüchterverein Lüneburg und Umgebung von der Stadt seit Anfang der 60er-Jahre ein etwa 7000 Quadratmeter großes Areal zu günstigen Konditionen gepachtet. Im Gegenzug verpflichtet er sich, das Gelände für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten. In elf Ställen und Volieren sowie auf drei Freigehegen präsentieren die Vogelfreunde Perl- und Zwerghühner, Pfaue, Goldfasane, Kanarienvögel, Wellensittiche, Rassetauben und noch einiges mehr. Das Areal ist ein beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänger, Familien kommen am Wochenende her, Kindergärten und Schulen machen regelmäßig Abstecher zum kleinen Naturparadies mitten in der Stadt, das die Züchter des rund 40 Mitglieder starken Vereins in vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit liebevoll pflegen.
"Es ist eine Riesenaufgabe, das alles in Schuss zu halten", sagt Goldnik, Vorsitzender des Vereins. Zumal er und seine Kollegen immer wieder Rückschläge erleiden mussten, zum Beispiel weil Volieren gebrannt haben oder - vor zwei Jahren - der Schnee dafür sorgte, dass die Dächer der Ställe einstürzten. "Da hat uns die Sparkasse finanziell geholfen, zehn der elf Ställe haben wir inzwischen wieder herrichten können", erzählt Goldnik. Doch nun beschert der diebische Fuchs das nächste Problem, indem er sich immer wieder Tiere packt. Deshalb sagt der Vereinschef: "Unser nächstes Projekt ist ein höherer Zaun ums Freigehege." Der aktuelle Zaun ist nur einen Meter hoch, für einen Fuchs keine allzu hohe Hürde. Da der Austausch nicht billig sei und das Geld dafür noch fehle, nennt er auch noch keinen konkreten Zeitpunkt. Der Verein hofft aber noch auf Unterstützung.
Das gilt auch in einem zweiten Fall, denn für die jährlichen Ausstellungen, bei denen die Züchter ihre Tiere und ihr Hobby präsentieren, fehlt noch eine entsprechende Halle. "Früher haben wir immer im Autohaus Anker ausgestellt", sagt Goldniks Vertreter Uwe Dunkel, "doch das gibt es ja nicht mehr. Seither sind wir auf Wanderschaft." Im vergangenen Jahr musste die Schau mangels Halle bereits ausfallen, doch die Geflügelzüchter sind für dieses Jahr noch guten Mutes, haben mit dem 24. und 25. November bereits einen festen Termin im Auge. Wer eine Veranstaltungshalle hat, dem Verein helfen oder sich über dessen Arbeit informieren will, erreicht Adam Goldnik unter Tel.: 8 55 61 20.
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Kommentare
Rekordpreise :-(
(Gast) Hele
Die Preise für Bauland sind alles andere als ein...
mehr 23.02.2012--10:16
Vergeßt die neuere Geschichte nicht
Lektor
Ich hege durchaus Sympathie für das Anliegen des...
mehr 22.02.2012--19:51
Im Westen nichts Neues!
(Gast) Bürger
Es ist ja unweigerlich zu erkennen, worauf das...
mehr 22.02.2012--11:10


