- Lüneburg
Am Ostersonnabend ruft ein buntes Bündnis zum Protest auf - Tausende wollen auf die Straße gehen
Lüneburg mag keine Neonazis
ca Lüneburg. "Neonazis und Rechtsextreme sind in unserer schönen Hansestadt nicht willkommen" - mit einem gemeinsamen Demonstrationsaufruf wenden sich Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Landrat Manfred Nahrstedt, Superintendentin Christine Schmid und Dechant Carsten Menges an die Lüneburger. Die sollen am Ostersonnabend aufstehen "gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Ausländerfeindlichkeit, Fremdenhass, Intoleranz und Ignoranz". Die Verwaltungschefs und Geistlichen fordern dazu auf, sich dem vom Bündnis gegen Rechtsextremismus initiierten Demonstrationszug unter dem Motto "Lüneburg ist bunt" anzuschließen.
Der Lüneburger DGB-Chef Hartwig Erb, einer der Initiatoren des Bündnisses, in dem sich mehr als 50 Organisationen zusammengeschlossen haben, rechnet mit mehr als 3000 Teilnehmern, die friedlich gegen die Rechten protestieren wollen. Im Vorfeld der Kundgebung seien Gespräche mit Stadt und Polizei in großem Einvernehmen gelaufen. Gegen 13 Uhr soll die Veranstaltung im Park Am Schifferwall enden: "Vermutlich gehen danach viele in die Stadt zum Eisessen, vielleicht am Sande."
Auch Polizeichef Hans-Jürgen Felgentreu ist vom friedlichen Protest des Bündnisses überzeugt. Allerdings rechnet er damit, dass militante Autonome anreisen könnten. Er hat Kollegen aus ganz Norddeutschland zur Unterstützung angefordert, dazu Beamte der Bundespolizei - es sollen weit mehr als 1000 Polizisten sein. Es werde an verschiedenen Punkten auch außerhalb der Stadt Vorkontrollen geben. Bekanntlich haben unter anderem Schüler angekündigt, zu versuchen, den Umzug der Rechten durch Sitzblockaden zu stoppen. Da die Polizei den Aufmarsch der Neonazis nach Gerichtsentscheiden schützen muss, appelliert Felgentreu, dies zu unterlassen: "Ich möchte nicht gegen Lüneburger vorgehen müssen."
Die Polizei setzt wie auch bei anderen Demonstrationen "Konfliktmanager" ein, die Beamten, durch rote Jacken zu erkennen, sind bereits heute in der Stadt unterwegs und informieren.
Derweil hat die Stadt gestern eine Schlappe vor dem Verwaltungsgericht erlitten. Sie wollte den Rechten ihren Umzug erst von 16 Uhr an gestatten. Dagegen hatte Demo-Anmelder Christian Sternberg das Verwaltungsgericht angerufen. Die Richter gaben Sternberg Recht: Er darf mit seiner Veranstaltung um 13 Uhr beginnen. Die Stadt prüft nun, ob sie heute gegen diese Entscheidung vor das Oberverwaltungsgericht zieht.
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Kommentare
Jammern auf hohem Niveau
(Gast) Maddis
Das Gejammere kann man ja nicht mehr ertragen...
mehr 08.02.2010--21:05
es wird doch gezahlt...
(Gast) misspingelig
Der Kreis und die Stadt zahlen also lieber die...
mehr 08.02.2010--20:15
Das ist eine Frechheit.
(Gast) Bleckede
Es ist unzumutbar uns Schüler überhaupt zur...
mehr 08.02.2010--19:23
Buskinder haben Glück
(Gast) Schüler ebenfalls
Samie? Ich kenne dich und weiß das du mit dem Bus...
mehr 08.02.2010--19:04
Ignoranz der Eigentümer
(Gast) Fussgänger & Radfa
Ich finde die Idee gut, für jeden ausgefallenen...
mehr 08.02.2010--15:03



