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Eintracht-Fußballer sind fast wie Zwillinge
Die Reineckes spornen sich gegenseitig an
re Lüneburg. Die SV Eintracht Lüneburg und die Reinecke-Brüder - das gehört seit Jahren untrennbar zusammen beim Fußball-Landesligisten. Felix und Alexander Reinecke: Egal, wo sie hingestellt werden, Verlass ist auf sie immer. Außer Vielseitigkeit und absolute Zuverlässigkeit eint die Leistungsträger aber noch viel mehr, wie bei einem gemeinsamen Gespräch auf einen Kaffee schnell klar wird.
Nur 13 Monate liegen die Geburtsdaten der Brüder auseinander, so ähneln sie sich auch in vielen Dingen fast wie Zwillinge und haben die meiste Zeit auch ihres Fußballlebens zusammen verbracht, teils selbst bei kurzen Abstechern in der Jugend. Der 26-jährige Alexander, den alle nur Alex rufen, wurde in der Saison 2004/05 aus der A-Jugend in den Kader der Ersten befördert und machte wenige Monate später die Rückkehr in die Landesliga mit. Da stieß dann auch der jüngere Felix nach einer Saison bei Teutonia Uelzen ("eine coole Zeit") dazu, nachdem er im letzten A-Jugendjahr beim MTV Treubund gespielt hatte.
So war ab 2006 die Familie wieder komplett - ein weiterer, älterer Bruder, Daniel, kickt in der Dritten, die kleine Schwester "Vicky" Victoria im Frauenteam. Auch der Vater spielte schon auf der Hasenburg. "Ich habe mich hier immer wohlgefühlt und immer früh zugesagt, zu bleiben. Das ist doch eine schöne Geschichte hier", begründet der oft umworbene Felix, warum er Angebote anderer Vereine seit Jahren ablehnt. Und Alex fügt an: "Es ist eben sehr familiär hier, warum sollte man da wechseln ? Man kann ja sogar mit dem Rad zum Training kommen."
Wenn man dann noch Highlights wie den Bezirkspokalsieg 2010 zusammen feiern kann, fühlt man sich um so wohler. Wäre da ein Aufstieg nicht die Krönung ? "Das wär' noch mal was", stimmt Alex zu. "Das wär's dann wohl für mich", entgegnet Felix dagegen. Denn der Berufssoldat, der in Munster Ausbilder ist, kann schon jetzt nur maximal zweimal pro Woche mittrainieren. "Da ist es schon nicht selbstverständlich, immer zu spielen - und erst Recht nicht, wenn in der Oberliga noch mehr trainiert würde."
Ohnehin sind sich bisher Beruf und Sport noch nicht allzu sehr in die Quere gekommen. Selbst von Verletzungen wurden die beiden, die am liebsten im Mittelfeld spielen, noch nicht sehr lange ausgebremst. Alex hatte in jüngerer Zeit zwei Kopf-Platzwunden, Felix als C-Jugendlicher mal zwölf Wochen lang Gips wegen einer Schleimbeutel-Entzündung.
Alex ist Schornsteinfeger, musste nur während der Zeit auf der Meisterschule etwas kürzertreten. Das wird sich auch nochmal wiederholen, da er den Meisterbrief noch nicht in der Tasche hat. "Im Moment habe ich auch einen idealen Bezirk mit kurzen Wegen", freut er sich, dass er es trotz vieler Arbeit immer gerade rechtzeitig zum Training schafft.
Felix hat mal Heizungs-Installateur gelernt. "Wenn ich meinen Meister habe, könnte ich ihn theoretisch sogar anstellen", schmunzelt Alex. Doch der jüngere Bruder wechselte dann zur Bundeswehr - mit der Folge, dass er irgendwann mal versetzt werden oder gar nach Afghanistan geschickt werden könnte. "Darum reiße ich mich bestimmt nicht. Aber wenn ich muss, dann muss ich eben. Deshalb habe ich mich auf zwölf Jahre verpflichtet, dafür bekomme ich mein Geld," ist dem 25-Jährigen klar, dass er irgendwann mal die Hasenburg wieder verlassen müsste. "Bei einer Versetzung hätte ich noch die Hoffnung, dass es Rotenburg wird. Das wäre auch nicht so weit", würde er dann weiter pendeln.
Denn die beiden Brüder, die sich gut verstehen ("meistens" schränkt Alex schmunzelnd ein), unternehmen auch privat einiges zusammen: bowlen mit Kumpels, zusammen Fußball im Fernsehen gucken, Playstation. Sonst bleibt aber für Hobbys wenig Zeit. "Nur Fußball", so Felix, "ich versuche eben, inklusive Spiel viermal in der Woche hier zu sein." Und Alex hat noch einen Labrador, um den er sich kümmern muss.
Und wenn der Beruf keinen Strich durch die Rechnung macht, wird das wohl auch im blau-weißen Trikot noch ein paar Jahre so weitergehen. Schließlich wetteifern die beiden auch immer, wer pro Saison mehr Einsatzminuten, Tore und Assists verbucht. "Aber mehr zum Spaß", sagt Rechtsfuß Alex lachend. Und wer ist schneller ? "Haben wir noch nie gegeneinander ermittelt", wundert sich Linksfuß Felix selbst, dass diese Frage noch nicht geklärt ist. Um grinsend anzufügen: "Ich bin aber mit Ball schneller."
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Kommentare
Judith Fischer??
(Gast) Sven
Heißt bitte schön Judith Fuchs; ansonsten aber...
mehr 15.11.2011--15:09
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(Gast) Saltcityrider
Super Ingo!! Wir gratulieren dir und wünschen uns...
mehr 10.08.2011--21:37
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Wir wünschen Anja und Uwe mit ihrem Team alles...
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