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Hawaii-Tagebuch von Frank Reimann
Ein Triathlet zeigt seine Trophäen
saf Lüneburg. Am kommenden Sonnabend misst sich Frank Reimann mit den weltbesten Triathleten beim Ironman Hawaii. Zuvor berichtet der Lüneburger über die Vorbereitungen und Erlebnisse am Wettkampfort. Im ersten Teil seines Tagebuchs geht's um den Flug Richtung Pazifik.
Toll an so einer Reise ist bereits der Hinflug. Warum? Na ja, wann sonst hatte ich in den letzten Wochen intensivsten Trainings voller Entbehrungen schon mal zwölf Stunden am Stück Zeit, einfach nichts zu tun? Also genug Zeit, ein oder zwei Bücher zu lesen oder Filme zu schauen. Dazu kann ein solcher Flug auch viel Witziges bieten. Besonders erheiternd wirkt dabei ein Blick auf die gemeine Spezies Triathlet, welche sich natürlich verstärkt auf einem Flug zu des Triathletens-Mekka Hawaii beobachten lässt.
Aber woran erkennt man ihn denn, den gemeinen Triathleten? Erstmal trägt er seine kürzlich erlegten Trophäen in Form eines Finisher-Funktionsshirts auf der Brust. Es kann auch passieren, dass er dazu noch eine Lauftight anzieht. Sicher ist sicher, so kann man auf dem Airport gleich noch eine Laufeinheit absolvieren, wenn es dann doch zu langweilig ist. Die moderne und stilbetonte Variante unseres Athleten steckt sich dann während des Fluges noch zwei Sonnenbrillen ins Haar. Eine mit aufhellender Funktion für trübes Wetter und die andere mit starker Verdunklung zum Schutz vor zu heftigem Gegenlicht.
Schutz, womöglich vor der kosmischen Strahlung, der man sich bei einem Transatlantikflug aussetzt, wird wohl auch der Grund sein, warum der Sportfreund seinen tollen Radhelm am Rucksack baumeln hat, um dann bei hektischen Drehbewegungen dem Hintermann den Kaffeebecher aus der Hand zu wedeln. Wozu gibt es eigentlich Koffer? Zum Glück gibt es aber auch noch normale Triathleten, mit Sicherheit die Mehrheit. Aber was ist schon normal?
Leider hat die Anreise dann doch ihre Längen, in denen man sich Unmengen von Cola zuführt, um nicht der Müdigkeit zu erliegen und damit dem Jetlag ein Schnippchen zu schlagen. Ein letzter Adrenalinstoß widerfährt einem, wenn man erstmalig amerikanischen Boden betritt und nicht durch Fingerabdruck und Augenscan als gemeingefährlicher Terrorist selektiert wird. Wen wundert's, hatte ich doch schon auf den Einreisepapieren ein dickes Kreuz bei Nein zur Frage: "Gehören Sie einer terroristischen Bewegung an ?" gesetzt.
Letztlich freue ich mich dann nach guten 24 Stunden immer auf die entspannte Ankunft auf Big Island. Man wird ganz traditionell mit einem Lei-Kranz auf dem Airport in Kailua Kona empfangen. Das ist übrigens der einzige Flughafen, den ich kenne, der fast ohne Dach auskommt. Und spätestens, wenn man den Fuß auf die Insel setzt, diesen typischen Geruch in der Nase hat und den warmen Wind fühlt, hat man es, dieses Gefühl, auf dessen Erleben man das ganze Jahr hintrainiert hat.
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Kommentare
Unglaublich.....nein das ist die Wahrheit
(Gast) Heike.Lemeter
Sie schreiben ,dass es unglaublich ist was Sie...
mehr 23.09.2009--14:07
Herrn Tjaden sei Dank
(Gast) neutral-skandal
Für viele mag es sich wie "Säbelgerassel"...
mehr 23.09.2009--12:58



