- Sport
KSB-Beraterinnen helfen Vereinen, für die Zukunft fit zu werden
Es geht nur gemeinsam
saf Lüneburg. Gern klagt man in Sportvereinen darüber, dass einem die Mitglieder davonlaufen und sich niemand mehr ehrenamtlich engagieren mag. Konkret etwas dagegen tun können sie demnächst mit Hilfe des Kreissportbundes Lüneburg, der mit Anke Frommann und Susanne Pöss jetzt zwei ausgebildete Entwicklungsberaterinnen hat. "Wenn ein Verein nicht weiß, wohin die Reise geht, dann können wir helfen", so Frommann, die auch Richtung Clubvertreter betont: "Wir begleiten euch, aber wir wissen es nicht besser."
Ob Großverein in Lüneburg oder kleiner Dorfclub - die Sorgen ähneln sich: Die Leute sind mobiler geworden und können unter einem größeren Freizeitangebot wählen, man bindet sich nicht mehr lebenslang an den Verein, Kinder haben wegen Ganztagsschule und früherem Abitur immer weniger Zeit. "Eigentlich wissen viele Vereine ganz gut, was Sache ist und wo die Probleme liegen", so Pöss. Den nächsten Schritt können sie nun gemeinsam mit dem KSB angehen. Als Beispiele nennen die beiden Beraterinnen etwa die Angebotsüberprüfung, Kooperation und Fusion oder die Gewinnung neuer Übungsleiter und Mitarbeiter.
Gerade der letzte Punkt ist das A und O, meint Frommann: "Der Zug, immer mehr neue Mitglieder zu gewinnen, ist abgefahren. Vielmehr muss man gucken, dass die wichtigen Posten im Verein gut besetzt sind und sich viele Leute zusammenfinden, die engagiert sind." Wenn die gefunden sind, kann die Entwicklungsberatung konkret werden, etwa in einer Gesprächsrunde mit fünf bis acht Vereinsvertretern oder im Rahmen eines Workshops. Manchmal, das haben Frommann und Pöss in ihrer Ausbildung bei Projekten außerhalb des Landkreises auch gemerkt, haben die Vorsitzenden oft auch ganz andere Vorstellungen von Problemen und Perspektiven als ihre Mitstreiter im Verein. Frommann: "Da kann auch unsere Meditationsausbildung helfen."
Ergebnis- und lösungsorientiert soll die Arbeit sein. "Lösungen wollen wir gemeinschaftlich finden. Wir sagen nicht, dass ihr jetzt das und das zu machen habt", sagt Pöss. Falls zum Beispiel die Mitgliederzahlen in den Keller gehen: Kann der Sportclub nicht zu den Bewohnern eines benachbarten Seniorenheims gehen ? Oder kann er in die Schulen gehen, wenn die Schüler nicht mehr im Verein landen?
Die Beraterinnen sind ab 5. Januar 2012 wieder unter Tel.: 04131/7 57 35 90 oder info@ kreissportbund-lueneburg.de erreichbar, in einem ersten Gespräch kann dann das weitere Vorgehen besprochen werden. Grundsätzlich ist der ganze Service für Clubs im KSB Lüneburg kostenlos, sofern nicht auf Wunsch der Vereine externe Berater hinzugezogen werden. Frommann: "Wir sind aber auch zur Verschwiegenheit verpflichtet."
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