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Uli Meyer Stammgast bei Ärzten und Physiotherapeuten - Jetzt muss Fußball aber zurückstehen
Pech klebt an seinen Hacken
lüb Lüneburg. Es gibt Fußballer, die ihr Leben lang von schweren Verletzungen verschont bleiben. Und es gibt Spieler wie Ulrich Meyer, denen das Pech förmlich an den Hacken klebt. Die Krankenakte des 21-jährigen Kreisligakickers kann locker mit der eines 35-jährigen Bundesligaspielers mithalten. Derzeit erholt er sich von einem Schienbeinbruch, den er vor sieben Wochen erlitten hat. Fast genau ein Jahr zuvor hatte er sich den Fuß gebrochen.
"Inzwischen geht es mir wieder besser", erzählt Ulrich Meyer, den alle nur Uli nennen. "Die ersten zwei Wochen nach dem Schienbeinbruch waren hart, als ich komplett auf Hilfe angewiesen war. Im Vergleich dazu war der Fußbruch gar nichts." Ein 37 Zentimeter langer Nagel sitzt jetzt in seinem Unterschenkel, um das Schienbein zu stabilisieren - für ein Jahr. "Bis dahin werde ich mir auf jeden Fall eine Pause vom Fußball gönnen."
Am 20. November 2011 ereignete sich die verhängnisvolle Verletzung nach nur wenigen Spielminuten der Partie SV Ilmenau II gegen TSV Bardowick: "Ich habe mir den Ball zu weit vorgelegt und bin in den Gegenspieler hineingekracht." Wie schon bei seinem Fußbruch könne er dem Gegenspieler keinen Vorwurf machen: "Wir gehen beide zum Ball." Eher schon hinterfragt er sich selbst, denn seine Verletzungsmisere sei nicht ausschließlich Pech, wie er sich selbst eingesteht: "Es liegt zum Teil an meiner Spielweise. Manche nennen es Überehrgeiz. Ich spiele mit hohem Einsatz und gebe keinen Ball verloren."
Während seine Mitspieler die Partie trotz des Schocks noch erfolgreich zu Ende brachten, lag Meyer bereits auf dem Operationstisch. Und er blieb nicht der einzige Fußballer, der an diesem Tag ins Lüneburger Klinikum kam: "Ein Scharnebecker und ein Bleckeder Spieler waren auch noch da", erinnert sich Meyer. "Irgendwie haben die Verletzungen im Fußball stark zugenommen." Scharnebecks Nils Dankmeyer brach sich am gleichen Spieltag das Handgelenk, Bleckedes Wilko Sieder das Jochbein. Und zwei Wochen später verletzte sich Torwart Christian Köller von Dynamo Lüneburg. "So sieht man sich wieder", begrüßte ihn Meyer bei der Krankengymnastik. Denn Köller war einer der Sanitäter gewesen, die Meyer ins Klinikum gebracht hatten . . .
Schon als Jugendlicher hatte der Lüneburger das Pech gepachtet. Als 15-Jähriger rutschte er auf regennassen Fliesen aus und landete in einer Glasscheibe - Achillessehnenriss. "Seitdem ist mein Sprunggelenk an einer Stelle taub. Das kann beim Fußball ganz praktisch sein", sagt er grinsend. Als 18-Jähriger musste er wegen eines wachstumsbedingten Knorpelschadens operiert werden. "An mir haben die Ärzte schon gut verdient. Und der Physiotherapeut spricht mich nur noch mit dem Vornamen an."
Nach diesen vielen Rückschlägen will er nun seinen beruflichen Werdegang noch konsequenter in den Vordergrund stellen. Rund anderthalb Jahre dauert seine mit einem BWL-Studium gekoppelte Ausbildung zum Bankkaufmann noch. Solange soll der Fußball ein wenig zurückstehen.
Komplett vom Leder lassen will der erst 21-Jährige aber noch nicht. "Vielleicht fange ich bald einen Schiedsrichter-Lehrgang an. Und ich würde auch gern mal wieder eine Jugendmannschaft trainieren, wie ich das früher schon fünf Jahre lang beim MTV Treubund gemacht habe. Aber leider fehlt mir dafür die Zeit."
Die Rückrunde seiner Bardowicker Mannschaft wird er nun als Zuschauer verfolgen. "Auf einen guten Start nach der Winterpause kommt es an", sagt er und hofft, dass der TSV endlich den Aufstieg in die Bezirksliga packt. Seine Mitspieler und Freunde wünschen Uli Meyer in diesem Jahr nur eins: ganz viel Gesundheit.
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Kommentare
Judith Fischer??
(Gast) Sven
Heißt bitte schön Judith Fuchs; ansonsten aber...
mehr 15.11.2011--15:09
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(Gast) Saltcityrider
Super Ingo!! Wir gratulieren dir und wünschen uns...
mehr 10.08.2011--21:37
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(Gast) Ex-CoTurner
Wir wünschen Anja und Uwe mit ihrem Team alles...
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