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		<title>Landeszeitung.de - Wirtschaft</title>
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		<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 10:08:18 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Zwei Millionen Euro auf Pump</title>
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			<description>dth Amelinghausen. Die jüngsten Investitionsprojekte der Samtgemeinde Amelinghausen bringen den...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">dth Amelinghausen. Die jüngsten Investitionsprojekte der Samtgemeinde Amelinghausen bringen den neuen Haushalt 2012 in eine schwierige Lage: Den Investitions-Einnahmen in Höhe von rund einer Million Euro steht die mehr als dreifache Summe auf der Ausgabenseite gegenüber. Die größten Brocken entfallen auf die neu gebaute Sporthalle (Restbetrag: 300 000 Euro), das Hilfeleistungszentrum mit Feuerwehrhaus (Rest: 440 000) und auf die kürzlich eröffnete Kinderkrippe (Rest: 325 000). Um den Finanzierungsbedarf abzudecken, wird die Samtgemeinde einen Kredit in Höhe von 2 077 900 Euro aufnehmen, das hat der Rat der Samtgemeinde Amelinghausen bei seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Kämmerer Frank Zunker sagt auf LZ-Nachfrage: &quot;Es ist ein enger Haushalt, aber er ist auch stabil und geordnet. Die jetzt noch abzurechnenden Kosten aus den großen Investitionen waren bereits 2011 absehbar.&quot; In seiner Haushaltsrede vor dem Samtgemeinderat sagte Zunker: &quot;Die Samtgemeinde hat zum 31. Dezember 2011 zirka 12,4 Millionen Euro an Kreditverbindlichkeiten veranschlagt. Das sind drei Millionen Euro mehr Kreditaufnahmen als im Wirtschaftsjahr 2011. Dem gegenüber stehen die Projekte Lopautalhalle, Hilfeleistungszentrum und die Kinderkrippe der Samtgemeinde. Diese Projekte sind für die Bürger und rechtfertigen somit die Aufnahme von Krediten für die kommunale Infrastruktur der Samtgemeinde. Zielsetzung war es, dass für die Mitgliedsgemeinden keine Neuverschuldungen notwendig werden.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">In die abschließende mündliche Beratung des Haushaltsplans platzte SPD-Ratsherr Wolfgang Marten mit einem mündlichen Antrag, er wollte diejenigen Mitgliedsgemeinden finanziell entlasten, deren Bürgermeister keinen Gemeindedirektor aus dem Amelinghausener Rathaus zur Seite stehen haben und die Verwaltungsgeschäfte für ihre Gemeinde in Eigenregie erledigen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Seinem Vorschlag nach hätte das 8000 Euro auf das Konto der Gemeinde Soderstorf bedeutet und 4000 Euro für die Gemeinde Rehlingen. Nach der Beratung in den Fraktionen während einer kurzen Sitzungsunterbrechung lehnten CDU/UWG, mit Unterstützung der Grünen, den Vorschlag Martens ab. Offenbar wollte Marten die CDU/UWG nur aus der Reserve locken, die immer wieder eine Stärkung der Mitgliedsgemeinden gefordert hatten. Unabhängig davon sind im Haushaltsplan insgesamt 29 000 Euro für den Posten &quot;Finanzausgleich für Mitgliedsgemeinden&quot; eingeplant. Später sagte Detlev Schulz-Hendel (Grüne), dass man nun die Debatte, die Samtgemeinde würde den Mitgliedsgemeinden die Spielräume nehmen, getrost beenden könne. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Samtgemeinde-Umlage bleibt mit 43 Prozentpunkten stabil, für 2012 werden daraus Einnahmen in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro für die Samtgemeinde erwartet. Die Schlüsselzuweisungen vom Land betragen rund 1,7 Millionen Euro. Auf der anderen Seite muss die Samtgemeinde 859 600 Euro als Umlage an den Landkreis weiterreichen. Für die drei Grundschulen erwartet Kämmerer Zunker 2012 ein Defizit von 350 000 Euro, die neue Kinderkrippe verursacht einen Zuschussbedarf von 180 000 Euro inklusive Abschreibungen und die Sportstätten inklusive Waldbad schlagen voraussichtlich mit einem Zuschussbedarf von 144 200 Euro zu Buche. Das Gesamtvolumen des Ergebnishaushalts liegt in Erträgen und Aufwendungen bei rund 6,2 Millionen Euro.</p>]]></content:encoded>
			<category>Landkreis</category>
			<category>Wirtschaft</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 10:45:38 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Auf zu neuen Tourismus-Ufern</title>
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			<description>dth Hamburg/Lüneburg. Diverse Gutachten und viele Mühen sind schon in der Elbe versenkt worden....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">dth Hamburg/Lüneburg. Diverse Gutachten und viele Mühen sind schon in der Elbe versenkt worden. Einen neuen Anlauf bei der gemeinsamen touristischen Vermarktung der norddeutschen Elbe-Region wagt jetzt die &quot;Metropolregion Hamburg&quot; unter Federführung des Landkreises Lüneburg: Den Startschuss für das Projekt &quot;Kurs Elbe - Hamburg bis Wittenberge&quot; gaben am Montagabend im Kaisersaal des Hamburger Rathauses rund 100 Vertreter aus Politik und Tourismus aus den fünf beteiligten Bundesländern. Ziel ist die Schaffung neuer und eine bessere Verkettung bestehender Angebote rund um Floß- bis Elb-Kreuzfahrt, von Fahrradhotel bis Artenschutzzentrum, von Biosphaerium bis Zollenspieker.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&quot;Wir wollen ein Pendant zur Lüneburger Heide schaffen&quot;, sagte Jens Kowald, Geschäftsführer der Flusslandschaft Elbe GmbH, und verwies damit auf den identitätsstiftenden Prozess der Heide-Region in den vergangenen Jahren, der schließlich zur Gründung einer zentralen Tourismusagentur und Dachmarke geführt hat. Ein ähnliches Kunststück soll nun der Elbe-Region zwischen Hamburg und Wittenberge gelingen. Die Koordination übernimmt die Flusslandschaft Elbe GmbH mit Sitz in Bleckede (siehe Text rechts) mit Unterstützung der Kölner Experten der &quot;ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH&quot;. Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt sagte: &quot;Die Entwicklung des Wassertourismus in und an diesem Flussabschnitt ist eine gute Chance, die Wertschöpfung in den ländlichen Bereichen spürbar zu erhöhen und neue Arbeitsplätze zu schaffen.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">In dem Projekt der Metropolregion Hamburg arbeiten zusammen die Landkreise Lüneburg, Harburg und Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen), Herzogtum Lauenburg (Schleswig-Holstein) und der Hamburger Bezirk Bergedorf sowie die Kreise Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) und Prignitz (Brandenburg). </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Als positives Beispiel für eine regionale Kooperation in der Wirtschaft präsentierten sich vorab beim Pressegespräch mit den Landräten Hubert Neubacher von &quot;Barkassen Meyer&quot; in Hamburg und Kapitän Andreas Heckert von der gleichnamigen Reederei mit Sitz in Lüchow-Dannenberg. Heckert: &quot;Bereits der Elbeschifffahrtstag hat gezeigt, welches Potenzial die 180 Kilometer lange Strecke von Hamburg bis Dömitz hat. Wir hatten so viele Gäste, die haben uns fast die Schiffe kaputt getreten.&quot; Barkassen Meyer bediente dabei die Strecke Hamburg-Lauenburg und Heckert die Strecke Lauenburg-Dömitz mit seinen Fahrgastschiffen auf zwölf Touren. Unabhängig vom Aktionstag haben die beiden Reeder nur noch sechs Touren erhalten. Neubacher sagte: &quot;Wir brauchen die Unterstützung der Politik bei der Vermarktung und dem Aufbau der touristischen Infrastruktur.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Kowald denkt schon weiter, spricht von &quot;Wasser-Ski auf der Elbe in wenigen Bereichen&quot;, oder dem Einsatz von Fluss-Kreuzfahrtschiffen. Zunächst stehe aber die Erstellung eines &quot;Pocketplaners&quot; an mit einer Übersicht aller Häfen und Anlegestellen. 300 000 Euro stehen für das Gesamtprojekt etwa aus Förderfonds der Metropolregion zur Verfügung, davon zahlt Hamburg nicht nur die Hälfte, sondern trägt auch Anteile für Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit. Kowald räumte ein: &quot;Rund 50 Prozent der Summe werden für die Verwaltung weggehen.&quot; Erste greifbare Ergebnisse soll es zur Internationalen Gartenschau 2013 in Wilhelmsburg geben.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Tourismus-Kooperation soll nicht nur Leitprojekt der Metropolregion sein. Das Projekt ist laut Staatsrat Andreas Rieckhof von der Hamburger Wirtschaftsbehörde gleichwohl das erste, das über die Grenzen der Metropolregion hinaus reicht. Lobend hob Rieckhof zudem die Universität Lüneburg hervor &quot;mit ihrem großartigen touristischen Fachbereich&quot;. Drei Studentinnen hatten ihre Masterarbeiten zu dem Thema geschrieben und zur Verfügung gestellt. Das Projekt hat es auch Naturfilmer Henry Makowski angetan, er bietet umfangreiches Filmmaterial zur Bewerbung der Region an.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Rieckhof: &quot;Besonders ist Hamburg daran gelegen, dass unsere gemeinsame Region national und auch darüber hinaus attraktiv für den Zuzug von qualifizierten Arbeitskräften wird.&quot; Eine &quot;lebenswerte Region&quot; sei ein wesentlicher Standortfaktor im zunehmend scharfen Wettbewerb der Metropolregionen&quot;, sagte der Staatsrat und ehemalige Bürgermeister der Stadt Stade. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Als ein gutes Omen wertete Rieckhof den Ort der Auftaktveranstaltung. Der Kaisersaal ist aufgeladen mit maritimer Symbolik, an der Decke prangt ein romantisches Gemälde des Künstlers Arthur Fitger, es zeigt den Triumphzug der Germania über die sieben Weltmeere, und über einem Türbogen reichen sich symbolisch Nord- und Ostsee die Hände in Erinnerung an die Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals 1895. Mit etwas weniger Pathos wandte sich Rieckhof an die Gäste: &quot;Schaffen Sie ein touristisches Produkt, das die Länder mit auf die Internationale Tourismusbörse nach Berlin nehmen können!&quot;</p>]]></content:encoded>
			<category>Landkreis</category>
			<category>Wirtschaft</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 10:38:51 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wie das Reich der Mitte tickt</title>
			<link>http://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg/news/artikel/wie-das-reich-der-mitte-tickt/</link>
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			<description>lz Lüneburg. Mercedes-Benz meldet 35 Prozent mehr Absatz in China - Rekord. Volkswagen hat dort...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">lz Lüneburg. Mercedes-Benz meldet 35 Prozent mehr Absatz in China - Rekord. Volkswagen hat dort 2011 erstmals mehr als zwei Millionen Autos verkauft - Rekord. Ohne den Riesenmarkt China sähe es trüber für die deutsche Wirtschaft aus. Aber wie tickt das Reich der Mitte? China-Kenner Frank Sieren erklärte es gestern Abend rund 200 Gästen der Sparkasse Lüneburg im Adendorfer Castanea: China tauscht Technologie gegen Markanteile. Haben wir bei der Technik nicht mehr die Nase vorne, ist es mit dem sagenhaften Markt im Fernen Osten vorbei. China stand im Mittelpunkt des vierten Sparkassen-Neujahrsgesprächs. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Mit dem Buchautoren (&quot;Der China-Schock&quot;), Dokumentarfilmer und Journalisten Sieren hatte die Sparkasse &quot;einen der maßgeblichen China-Kenner Deutschlands&quot; verpflichtet, wie die altehrwürdige Londoner &quot;Times&quot; über den 43-Jährigen schrieb. Sieren lebt seit 15 Jahren in China und war aus Peking zum Vortrag angereist. Sein Thema: &quot;Herausforderung China - wie die Weltmacht unsere Krise nutzt&quot;. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Zuerst aber ließ der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Karl Reinhold Mai, in seinem Grußwort das Geschäftsjahr 2011 Revue passieren: Die Sparkasse leide weder an Vertrauensverlust bei Kunden, noch an einer Kreditklemme. Das Geschäftsmodell mag nicht &quot;sexy&quot; sein, aber erfolgreich und stabil. Das unterstrichen die Zahlen. Die Kasse sei Unterstützer und Partner der regionalen Wirtschaft. Das erklärte Ziel heiße: &quot;Wir wollen eigenständig bleiben.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Und das Geldinstitut ist für die Region da: &quot;Mit einem Volumen von 2,2 Millionen Euro wurden 2011 mehr als 500 Projekte in den Bereichen Soziales, Jugend, Sport, Kultur und Bildung gefördert, die ohne unsere Unterstützung in weiten Teilen so nicht stattgefunden hätten.&quot; Künftig wird dieses Engagement in einer neuen Stiftung gebündelt. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">China als Thema des Abends liege ihm besonders am Herzen, bekannte der Sparkassen-Chef, der selbst von 1978 bis 1981 in Hongkong gearbeitet hat.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Frank Sieren verglich die Lage des Westens mit der des alten Adels vor mehr als hundert Jahren, als die Mehrheit der Bürger nicht mehr wollte, dass eine kleine Gruppe über sie bestimmt. &quot;Nur die Adligen, die sich auf diese neuen Verhältnisse eingestellt haben, konnten weiterhin mitmischen. Das, was sich einst auf nationaler Ebene vollzog, das passiert heute global - ein epochaler Umbruch, an dessen Anfang wir gerade stehen. Bisher, quasi die vergangenen 400 Jahre, konnten wir die Spielregeln bestimmen, doch diese Epoche geht nun zu Ende.&quot; Der wirtschaftliche Schwerpunkt neigt sich Richtung Asien - mit China als Epizentrum. &quot;China ist nicht mehr die Fabrik der Welt, sondern der größte Wachstumsmarkt.&quot; Und der sei stabiler, als im Westen gemeinhin angenommen, weil die Verhältnisse bei allen regionalen Problemen mit Korruption, Umweltverschmutzung und Protesten angesichts einer alten, funktionierenden Verwaltung stabiler seien. &quot;China wird wie ein Konzern geführt.&quot; Von Politikern, die in einer Frage keinen Spaß verstehen: &quot;Sind Ressourcen und Transportwege in Gefahr, greifen sie hart durch.&quot; Die Chinesen, so Sieren, hätten nur ein Ziel: &quot;Die wollen leben wie wir.&quot; Rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung hörten den Ausführungen des Experten im Castanea aufmerksam zu, darunter auch die beiden Landtagsabgeordneten Andrea Schröder-Ehlers (SPD) und Miriam Staudte (Grüne) </p>]]></content:encoded>
			<category>Lüneburg</category>
			<category>Wirtschaft</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 10:34:20 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Abschied von den roten Zahlen?</title>
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			<description>ml Lüneburg. Jürgen Wiegert hat wieder richtig Spaß an seiner Arbeit. Seit 1997 ist der 56-Jährige...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">ml Lüneburg. Jürgen Wiegert hat wieder richtig Spaß an seiner Arbeit. Seit 1997 ist der 56-Jährige verantwortlich für die Finanzen des Landkreises Lüneburg - und kämpft seitdem gegen die roten Zahlen. Eingetreten ist jetzt, was er schon fast nicht mehr für möglich gehalten hat: &quot;Wir haben eine realistische Chance, mittelfristig unsere Schulden abzubauen&quot;, sagt der Leiter Finanzmanagement beim Kreis.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Möglich gemacht hat diese Entwicklung eine vor gut drei Jahren noch nicht vorhersehbare Konstellation verschiedener Faktoren:</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"> Erstens hat die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 auch den Landkreis Lüneburg deutlich weniger hart getroffen als befürchtet. In der Folge hat das starke konjunkturelle Wachstum erheblich mehr Geld in die Kassen der Kommunen gespült.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"> Zweitens sorgt von diesem Jahr an der Bund für eine starke Entlastung der kommunalen Haushalte. Erstattete Berlin bislang nur 15 Prozent der Kosten für die Grundsicherung im Alter und der Erwerbsunfähigkeit, soll es bis 2014 die gesamte Summe sein. Bereits 2012 rechnet Wiegert mit 3,1 Millionen Euro mehr in der Kreiskasse.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"> Drittens hat der Kreistag im Dezember dem Zukunftsvertrag mit dem Land zugestimmt. Am 2. Februar wollen Innenminister Uwe Schünemann (CDU) und Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) das Papier in Lüneburg unterzeichnen. Wesentlicher Teil der Vereinbarung: Das Land übernimmt über den sogenannten Entschuldungsfonds Zins und Tilgung für 71,8 Millionen Euro Liquiditätskredite, die der Kreis für die laufende Verwaltung in den vergangenen Jahren angehäuft hat. Damit wird der Kreishaushalt um mehr als eine Million Euro jährlich entlastet. Im Gegenzug verpflichtet sich der Kreis zehn Jahre lang, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die positiven Wirtschaftsdaten werden sich bereits in der Jahresrechnung 2011 niederschlagen. Das endgültige Ergebnis steht zwar noch aus, doch rechnet Wiegert unter dem Strich mit einem Defizit von weniger als einer Million Euro. Zu Jahresbeginn war er noch von 10,5 Millionen Euro ausgegangen. Und der Trend setzt sich 2012 fort. Den Etatentwurf hat der Leiter Finanzmanagement der Politik jetzt vorgelegt. Demnach steigen die Einnahmen aus der Kreisumlage, die Städte, Gemeinden und Samtgemeinden zahlen, um fast zehn Prozent von 69,4 auf 75,8 Millionen Euro. Zusammen mit den zusätzlichen Millionen vom Bund und der Zinsersparnis errechnet Wiegert einen Überschuss von 129 000 Euro. Der Finanzplan 2011 hatte für dieses Jahr noch ein Minus von 7,8 Millionen Euro ausgewiesen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Und der positive Trend soll sich in den kommenden Jahren fortsetzen: 2,5 Millionen Euro Überschuss sollen es 2013 sein, 4,6 Millionen 2014. Geld, mit dem die Verschuldung abgebaut werden soll. 108,5 Millionen Euro Liquiditätskredite stehen laut Wiegert zum Jahresende 2011 in den Büchern des Kreises. Davon übernimmt 71,8 Millionen Euro das Land, beim Kreis verbleiben 36,7 Millionen. &quot;Bleibt die Konjunktur einigermaßen stabil, können wir diese Schulden innerhalb von zehn Jahren zurückzahlen&quot;, ist Wiegert sicher und gießt dennoch Wasser in den Wein: &quot;Bei einem starken konjunkturellen Einbruch geht diese Rechnung nicht mehr auf.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Doch noch herrscht Optimismus, zeigt sich Deutschland resistent gegen die aktuelle Euro-Krise. Bereits 2014 ist für Wiegert ein weiteres Schlüsseljahr. &quot;Dann sind alle Großprojekte abgeschlossen&quot;, sagt der Leiter Finanzmanagement. Das heißt: Der Kreis muss keine neuen Investitionskredite aufnehmen. Dickster Brocken ist das Schulsanierungsprogramm mit jährlich fünf Millionen Euro, aber auch Vorhaben wie die Lüneburger Museumslandschaft, der Umbau des Bahnhofsumfeldes und der Bau des Zentralgebäudes der Leuphana Universität belasten den Etat. Der weist allein 6,8 Millionen Euro neue Schulden für 2012 auf. Doch im Gegensatz zu Liquiditätskrediten werden damit Gegenwerte geschaffen, wird das Geld nicht einfach nur konsumiert. Nicht berücksichtigt hat Wiegert bislang den möglichen Bau der Elbbrücke Neu Darchau. &quot;Abwarten müssen wir das Ergebnis der geplanten Bürgerbefragung. Unabhängig davon ließe sich heute ohnehin nicht sagen, wann welche Zahlungen fällig werden.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Und was, wenn die Schulden eines Tages tatsächlich zurückgezahlt sein sollten? &quot;Dann können wir die Kreisstraßen komplett sanieren und die Kreisumlage deutlich senken, um die Kommunen zu entlasten&quot;, sagt Wiegert und fügt einen Wunsch an: &quot;Vielleicht lässt sich eine kleine Rücklage bilden. Denn das wirtschaftliche Auf und Ab geht sicher weiter.&quot;</p>]]></content:encoded>
			<category>Landkreis</category>
			<category>Wirtschaft</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 10:41:41 +0100</pubDate>
			
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