: Blog ansehen
- Blog-Einträge
- Blog ansehen
- Neuen Blog-Eintrag erstellen
Mit Auto und Rad nach Malle
17.02.10, veröffentlicht von monfelder in Freizeit
Zwar ist es schon ein paar Jahre her seitdem es mich beruflich von Winsen in das Schwabenland verschlagen hat. Noch immer pflege ich aber intensive Kontakte in meine Heimat und versuche die Freundschaften zu erhalten. Im Januar machte ich mit zwei alten Freunden aus Winsen eine Reise nach Mallorca. Diese Reise war insoweit ungewöhnlich, weil wir nicht wie gewohnt das Flugzeug benutzt haben, sondern mit dem Rad unterwegs waren. Leider sind wir alle nicht so gut trainiert, dass wir die lange Strecke bis nach Mallorca ausschließlich mit dem Rad (und natürlich Schiff) zurücklegen können, wobei es hier von Süddeutschland aus noch eher machbar wäre.
So fuhren wir denn auch mit dem Auto und drei Rädern auf dem Dach bis nach Südfrankreich. Die in diesem Jahr im Januar herrschenden eiskalten Temperaturen hätten eine Reise mit dem Rad nur schwer erträglich gemacht. Erst an der Mittelmeerküste ließ es sich bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad aushalten. Obwohl wir vorhatten gleich von Marseille aus in Richtung Spanien zu radeln, blieben wir fast zwei Tage in der Camargue hängen. Eine wunderschöne Gegend, die eigentlich schon für sich alleine eine Reise wert wäre. Vielleicht machen wir dies irgendwann noch einmal. Von dort brauchten wir bis zur spanischen Grenze zwei Tage, wobei wir angesichts des Regenwetters ein wenig schummelten und die Dienste der französischen Staatsbahn SNCF in Anspruch nahmen. Die knapp 150 Kilometer von der Grenze bis nach Barcelona sind wir dann aber tatsächlich geradelt.
Wir waren zuvor alle noch nie in Barcelona gewesen und es hätte sicherlich einen geeigneteren Tag gegeben als einen Wintertag im Januar. Dennoch macht die Stadt Lust auf mehr. Das geschäftige Treiben auf der Hauptflaniermeile La Rambla ist im Sommer bestimmt noch ausgeprägter und am Hafen herrscht dann vermutlich richtig Leben. Lediglich von der Kirche La Sagrida Familia waren wir etwas enttäuscht. Einerseits hat man das Gefühl, dass man auf einer Baustelle ist. Andererseits wirkt das Gebäude in den ganzen Reiseführern deutlich imposanter als in Natur. Dass ausgerechnet diese Kirche das Wahrzeichen von Barcelona sein soll, hat sie wohl ihrer außergewöhnlichen Architektur zu verdanken.
Dann wurde es auch schon Abend und Zeit für uns und unsere Fährräder, die Fähre nach Mallorca zu besteigen. Die achtstündige Überfahrt verbrachten wir vorwiegend schlafend. Erst am Morgen wurde es interessant als das Schiff die Westküste Mallorcas erreichte und wir an der unbewohnten Felseninsel Sa Dragonera vorbeifuhren. Nach unserer Ankunft am Hafen in Palma fuhren wir mit dem Rad erst einmal einige Kilometer zu unserem Hotel an die Playa de Palma. Dort hatten wir dann unseren ersten richtigen Hotelaufenthalt. Zuvor hatten wir häufig gezeltet, was allerdings teilweise recht kalt war. An der Playa de Palma sind die Hotels im Januar allerdings so billig, dass sich Zelten kaum lohnt. Insgesamt verbrachten wir dann noch eine knappe Woche auf Mallorca, wo wir ausgiebige Touren unternahmen. Man trifft derzeit übrigens viele Radställe auf Mallorca an, die sich dort auf die Saison vorbereiten. Zum Beispiel hat das Milram Team in Cala Millor Quartier bezogen.
Zurück sind wir dann nach Marseille zu unserem Auto geflogen. Das hatte nicht nur Zeit-, sondern auch Kostengründe. Eine Rückfahrt mit Schiff und Bahn wäre viel, viel teurer gekommen. Aus Umweltsicht nicht gerade toll.
Schön
Ich fahre im Sommer auf die Malediven :)