- Sport
Irrläufer muss Pokal wieder abgeben - Viel Lob für gut präparierte Strecke
300 kommen gut durch - nur einer nicht . . .
saf Amelinghausen. Nicht immer ist der Erste im Ziel auch der Sieger. Diese bittere Erkenntnis musste Abdullah Hammores beim Wintervolkslauf des MTV Amelinghausen machen - der 17-jährige Marokkaner flitzte bei seinem Deutschland-Debüt über 11,2 Kilometer allen davon, er war dummerweise aber für den Halbmarathon gemeldet. "Das ist sehr tragisch gelaufen", räumte der MTV-Vorsitzende Dr. Rüdiger Carlberg ein. Er musste Hammores den Siegerpokal wieder abnehmen, überreichte ihm als Trost eine Siegermedaille.
Ansonsten wagten sich gut 300 Aktive auf die Piste, alle kamen heil wieder ins Ziel. Die Helfer hatten am Vortag noch bis zum Sonnenuntergang gearbeitet, einen Großteil der Strecke freigeschaufelt und abgestreut. "Ich habe mir das schwieriger vorgestellt, aber die Strecke war wirklich gut präpariert", lobte die Adendorferin Julia Moysich, die in 50:07 Minuten die Frauenkonkurrenz vor Peggy Kleidon (RSC Lüneburg/51:04) gewann. "Ich war lange an Julia dran, aber irgendwann hatte ich einen Hänger", meinte die Triathletin, um grinsend anzufügen: "Da hat sie ihre Jugend voll ausgespielt."
Schnellster Mann war der Hamburger Peter Langfeld (43:55) vor dem Vierhöfener Frank Schulz (44:13) und dem Ochtmisser Dennis Ulbrich (46:07), doch sehr bald dahinter liefen auch reihenweise Fußballer des FC Hansa Lüneburg ins Ziel, allen voran Eugen Krasnikov auf Platz vier. "Am Berg waren wir doch immer ein bisschen schneller als die Läufer, da merkt man unser Krafttraining", stellte Torben Tutas fest. Auch sein Trainer Ralf Sievers ("für uns ist das eine tolle Abwechslung") platzierte sich im guten Mittelfeld, hängte noch sechs seiner Spieler ab.
Der Halbmarathon, wegen der unpassierbaren Schlussrunde "nur" 20,8 Kilometer lang, bot zwar nicht so viel Masse wie sonst, dafür Klasse: Gernot Breitschuh (Tangendorf) siegte in der starken Zeit von 1:18:29 Stunden und einem Vorsprung von 1:16 Minuten auf Dr. Michael Röhrs (Schneverdingen). Da staunte Dino Kuhn (Sport AS), der in 1:26:47 Stunden Dritter wurde: "Ich habe es als Trainingslauf gesehen, aber ein paar Leute sind wie wild angegangen - mit Bahnschuhen . . . " Schnellste Frau war Ute Deters (Eversen) in 1:47:55 Stunden.
Auch Unglücksrabe Hammores war mit seinem Schuhwerk und kurzen Hosen eigentlich gar nicht auf Winter eingestellt. "Es war ein bisschen rutschig, aber kalt geworden ist mir nicht", sagt der Athlet, dessen 10 000-Meter-Bestzeit auf der Bahn bei 29 Minuten steht. Und der sich gleich nach der nächsten Startmöglichkeit erkundigte: Die gibt's schon am 14. März beim Schiffshebewerk-Lauf der SV Scharnebeck. Dann hoffentlich ohne Irrlauf auf der falschen Strecke.
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Kommentare
Falschinformation
(Gast) Gast
"alle kamen heil wieder ins Ziel" stimmt so ja...
mehr 22.05.2012--13:58
Judith Fischer??
(Gast) Sven
Heißt bitte schön Judith Fuchs; ansonsten aber...
mehr 15.11.2011--15:09



5,2km
In den 5 er Rennen gibt es anscheinend keine bekannten Läufer, daß deswegen darüber nicht berichtet wird.
11,2
ein 17 jähriger der die 10000m in 29 min läuft? dann ist der ja weltspitze!!!???
5,2km
schade das mal wieder nichts über die kurze strecke berichtet wurde.