- Sport
Nahrendorferin ist Kunstturn-Landesmeisterin
Anuschkas Traum vom Olympiasieg
cr Lüneburg. Anuschka trägt ein mädchenhaftes Kleid, eine weiße Strumpfhose, ballerinaähnliche Schuhe, eine rosa Schleife schmückt ihr Haar. Die Sechsjährige wirkt sanft, fast wie eine Prinzessin. Doch ihre Eltern kennen sie besser und wissen, welche Erfolgsspuren schon an ihrem Körper zu sehen sind. "Von solchen Muskeln träumen die meisten Männer", sagt ihr Vater stolz, vielleicht sogar etwas neidisch. "Sie machen mir manchmal richtig Angst", sagt ihre Mutter.
Anuschka Maltzan aus Nahrendorf ist frisch gebackene Landesmeisterin im Kunstturnen. Zusammen mit drei weiteren Turnerinnen gewann sie die Meisterschaft für Hannover mit nur zwei Punkten Vorsprung und wurde zudem Beste ihres Teams. Aber auch alleine sammelt sie fleißig Urkunden und Pokale in den Disziplinen Sprung, Schwebebalken, Barren und Boden für ihren Verein, den TSV Buchholz 08, die sie zum Beweis auch immer wieder stolz vorzeigt, wie z.B. in diesem Jahr beim Elbcup in Hamburg, wo sie in der Altersklasse 8 den ersten Platz machte.
Altersklasse 8 ? Anuschka besitzt eine Ausnahmegenehmigung, die es ihr erlaubt, gegen die älteren Turnerinnen anzutreten. "Sie muss sich weiterentwickeln, in ihrer Altersklasse hat sie zu wenig Konkurrenz", erklären ihre Eltern. Die Anfänge ihres Erfolges liegen in Hamburg, wo Anuschka zunächst Rhythmische Sportgymnastik betrieb. In Buchholz steht nun vier Mal die Woche Training an. "Das ist schon anstrengend", sagen ihre Eltern, die ihre Tochter regelmäßg in die Nordheide fahren. "Wir haben extra einen Bus für Anuschka gekauft, in dem sie sich auf Wettkämpfen ausruhen oder wir auch kochen können", berichtet ihre Mutter. "Sogar ein Hochbett habe ich da", ergänzt ihre Tochter.
Sie hebt als schönste Erinnerung an ihre noch junge Karriere einen Pokal eines Turniers in Buchholz hoch. "Meine ganze Familie und auch mein alter Trainer haben da zugeguckt, das war toll." Die ganze Familie ist durch Anuschka vom Kunstturnen begeistert, da wird auch mal auf russische Sportsender ausgewichen. "Sonst wird ja immer nur Fußball gezeigt", beklagt die Mutter. Neben dem Sport zeigt Anuschka auch soziales Engagement. So nimmt sie Klavierunterricht und spielt mit ihrer Klavierlehrerin Stücke und Tänze im "Seniorenheim Johanneshof" in Dahlenburg vor.
Als Ziele hat sie sich einige schwierige Sprünge höherer Altersklassen gesetzt. Auch die deutsche Meisterschaft kann in ein paar Jahren ein Thema sein. "Das ist ein erreichbares Ziel", schätzt ihr Vater optimistisch. Anuschka selbst hat mehr eingeplant. "Ich will Olympiasiegerin werden."
Heute
11 - 23
Morgen
9 - 22
Suche
Magazine der Landeszeitung
- Flash ist Pflicht!
Kommentare
Falschinformation
(Gast) Gast
"alle kamen heil wieder ins Ziel" stimmt so ja...
mehr 22.05.2012--13:58
Judith Fischer??
(Gast) Sven
Heißt bitte schön Judith Fuchs; ansonsten aber...
mehr 15.11.2011--15:09



Sehr sympathisch!
Das läßt aufhorchen für die Zukunft.