- Sport
Training für Hawaii beim Radeln in der Sporthalle
Triathleten kommen schwer ins Rollen
saf Lüneburg. Sie treten rund drei Stunden in die Pedalen, unterbrochen nur von ein paar Laufeinheiten - und kommen doch nicht vom Fleck. Draußen hat Schmuddelwetter mit Regen und Sturm den ewigen Schnee abgelöst. In der Sporthalle haben die Triathlon-Cracks ihre Räder auf Rollen montiert, um in Form zu kommen. "Man kann sich nicht rollen lassen, auch Windschatten fahren ist nicht möglich", erklärt Henno Garbers, "so ist das Training sehr effektiv."
Garbers (33) hat wie sein Teamkamerad beim RSC Lüneburg, Frank Reimann (30), in dieser Saison einiges vor. Start bei der Duathlon-DM in Falkenstein, die Triathlon-EM in Frankfurt/Main - und natürlich winkt Hawaii, die Mutter aller Triathlon-Wettbewerbe. Garbers hat überhaupt erst einen Triathlon abgeschlossen, kam vor zwei Jahren in Frankfurt nach 9:42 Stunden ins Ziel. "Jetzt muss ich wohl eine 9:20 bringen, um nach Hawaii zu dürfen", tippt Garbers, "aber auf den Unterdistanzen bin ich schon deutlich schneller geworden. Ich habe doch stark vom Training mit Frank profitiert."
Reimann selbst geht am Main als Profi an den Start, was seine Chancen auf ein Hawaii-Ticket stark verringert: "Aber ich war schon oft genug auf der Insel. Und mich kotzt der Schwimmstart der Amateure im Riesengedrängel an. Wenn schon Hawaii, dann als Profi."
Beide Triathleten sind Lehrer - Garbers in Stelle und Reimann an der Wilhelm-Raabe-Schule in Lüneburg - können daher häufig gemeinsam trainieren. "Ich profitiere in jedem Fall davon, dass die Triathleten hier aus dem Boden sprießen. Ich spüre die Jungs an meinen Fersen", sagt Reimann. Seitdem sich das TriTeam Lüneburg vor einem Jahr dem RSC angeschlossen hat, verdoppelte sich die Zahl der Aktiven von dreißig auf jetzt rund sechzig.
Wer Ausdauersport betreibt, muss dazu im Winter an seinen Grundlagen arbeiten. Und da sorgten nicht nur die Schneemassen für Probleme: Nach der Sperrung des Lüneburger Hallenbads hat der RSC eine Schwimmzeit in Ebstorf organisiert, viele kraulen auch in Winsen. Laufen war zeitweise auch kaum möglich. "Wir haben uns zeitweise zum Skilanglauf in Breetze getroffen", erzählt Reimann, "das hat Laune gemacht, aber uns fehlt das Tempotraining." Den Wintervolkslauf in Amelinghausen ließen Garbers und Reimann aus Furcht vor dem rutschigen Geläuf sausen, nun wollen sie am 14. März beim Schiffshebewerklauf in Scharnebeck ihr Wettkampfdebüt 2010 geben.
Dreimal trafen sich die RSCler mittlerweile zum Trockenradeln, doch "wir wollen unbedingt bald auch mal draußen fahren", so Garbers. Spätestens in drei Wochen werden er und Reimann die Halle verlassen - dann fliegen beide ins Trainingslager nach Mallorca.
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Kommentare
Falschinformation
(Gast) Gast
"alle kamen heil wieder ins Ziel" stimmt so ja...
mehr 22.05.2012--13:58
Judith Fischer??
(Gast) Sven
Heißt bitte schön Judith Fuchs; ansonsten aber...
mehr 15.11.2011--15:09


