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Triathleten auf Rollskiern unterwegs - "Ernstfall" Anfang Februar
Wintertraining der besonderen Art
saf Lüneburg. Die Schneemassen der beiden vergangenen Jahre gab es bislang nicht. Doch auch in einem schneearmen, fast grünen Winter kann man sich als Norddeutscher auf ein großes Ski-Ereignis vorbereiten, wie Frank Reimann, Dirk Meyer und Falk von Rechenberg vom Triathlon Team Lüneburg derzeit beweisen. Mit Rollskiern ist das Trio derzeit auf Lüneburger Straßen unterwegs, um für den König-Ludwig-Skilanglauf in Oberammergau am 4. und 5. Februar über 50 km gerüstet zu sein.
Auf die Idee kamen die Triathleten, als in den vergangen zwei Jahren Laufen und erst recht Radfahren angesichts der weißen Massen kaum möglich war. "Alles ist aus unserem Wintervergnügen entstanden", erzählt Meyer, "wir haben einen vereinsinternen Skilanglauf-Cup in Breetze ausgerichtet." Initiator war Dieter Schmidt - ausgerechnet der Bleckeder hat sich verletzt und muss auf die Reise in die bayerischen Alpen verzichten. Doch auch Reimann schwört seit Jahren schon auf den Skilanglauf als Wintervorbereitung: "Das ist das beste Training für Triathleten überhaupt, für die Beine wie die Arme. Nur mit Wettkämpfen hatte ich noch nichts am Hut."
Angesichts der bärenstarken Konkurrenz, angeführt vom norwegischen 50-km-Olympiasieger Petter Northug, gehen die drei Lüneburger ohne Druck und ohne Ambitionen an den Start. "Wenn wir mal beim Wasalauf antreten wollen, müssen wir das wenigstens nicht von ganz hinten", verrät Reimann weitere Pläne - der schwedische Klassiker über 90 km ist der krönende Abschluss der Worldloppet-Serie, deren einzige deutsche Station in Oberammergau ist. Gut 4000 Aktive werden erwartet.
50 km auf Skiern lassen sich von der Belastung her in etwa mit einem Marathon in Laufschuhen vergleichen. "Bei den Abfahrten kann man auch mal rollen lassen", so von Rechenberg. Meyer ergänzt: "Das geht nicht so auf die Sehnen und Bänder. Irgendwann brennen die Keulen aber auch." Vor allem dann, wenn sie verwachst haben und viele Minuten verlieren, was vor allem auf Kunstschnee leicht passieren kann: Alle haben nur ein Paar Skier im Gepäck.
Von Rechenberg startet am Sonnabend in Ettal in der freien Technik, tags darauf werden Reimann und Meyer die gleiche Runde im klassischen Stil bewältigen. Rund 600 Höhenmeter liegen vor ihnen - geradezu ein flacher Kurs. Und wer auf Rollskiern ordentlich trainiert hat, dem wird das Umsteigen auf die Bretter wie eine Erholung vorkommen. Vor allem das Anhalten im Training muss man erst einmal lernen. "Das geht nur mit den Stöcken", meint von Rechenberg, der im Winter Kondition für seine Ultraläufe tankt. Reimann visiert den Kult-Triathlon in Roth als Jahreshöhepunkt an. Meyer sitzt im Vorstand des Clubs und arbeitet unter anderem schon an der zweiten Auflage des Bibermanns in Bleckede: "Da werde ich in diesem Jahr sonst wohl zu keinen größeren Wettkämpfen antreten."
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Kommentare
Falschinformation
(Gast) Gast
"alle kamen heil wieder ins Ziel" stimmt so ja...
mehr 22.05.2012--13:58
Judith Fischer??
(Gast) Sven
Heißt bitte schön Judith Fuchs; ansonsten aber...
mehr 15.11.2011--15:09


