- Wirtschaft
IHK appelliert an Banken und baut eigene Informationskampagne aus
Staatshilfe kommt bei zu wenigen Unternehmen an
Lüneburg. Nach Angaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) werden die im Rahmen der Konjunkturpakete aufgelegten Programme zur Unterstützung der Unternehmensfinanzierung bislang kaum abgerufen. "Das liegt nicht zuletzt an den zu langen Entscheidungsprozessen bei der KfW", kritisiert IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert.
"Außerdem sind die Programme bei den Kreditinstituten teilweise noch zu wenig bekannt, die Rahmenbedingungen sind verbesserungsfähig. Unternehmen in wirklich angespannter Situation kommen an diese Mittel kaum heran", so Zeinert weiter.
Er appelliert daher auch an die regionalen Banken, den Zugang zur Förderung, dort wo es möglich ist, zu erleichtern. Mit Blick auf das heute stattfindende Spitzengespräch im Bundeskanzleramt zum Thema "Bad Bank" spricht sich die IHK für eine Lösung aus, die die Bankenbilanzen nachhaltig bereinigt. Die Banken müssten in die Lage versetzt werden, wieder aktiver in die Unternehmensfinanzierung einzusteigen.
Die IHK unterstützt ihrerseits betroffene Unternehmen durch eine Informations- und Beratungsoffensive. Den aktuellen Schwerpunkt bilden Informationsveranstaltungen über Förderprogramme, die Unternehmen in der Finanzmarktkrise zur Verfügung stehen sowie über die geänderte Kurzarbeitsregelung. Die nächsten Termine sind am 19. Mai in der Congress-Union in Celle und am 4. Juni in der Volksbank Braunschweig-Wolfsburg in Wolfsburg.
Die IHK informiert ausführlich zu diesem Thema unter http://www.ihk24-lueneburg.de/chanceninderkrise. Die IHK-Experten für Finanzierungsfragen bieten aber auch persönliche Beratungsgespräche an, um an die Mittel des Konjunkturprogramms heranzukommen.
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