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Jan Schröder mit seiner Hündin Shiva in der Bäckerstraße in der Lüneburger Innenstadt. (Foto: lat)

Ab 0 Grad wird es schwierig

Hinter dem zweiten Türchen des Adventskalenders stellen wir Jan Schröder vor. Er lebt mit seiner Hündin auf der Straße, hat keine eigene Wohnung. Der 41-Jährige erzählt, was er sich aktuell wünscht.

Lüneburg. Eine dünne Wolldecke schützt Jan Schröder vor der Kälte der Bodenplatten in der Bäckerstraße. Wirklich schwierig wird es bei Temperaturen um null Grad, sagt er. Dort, gegenüber von Tschibo, sitzt der 41-Jährige oft am Sonnabend zusammen mit seiner Hündin Shiva. Die alte Dame braucht regelmäßig Augentropfen. Und die kosten Geld. Vor den Beiden steht ein Miniatur-Holzwagen, in den Passanten ab und an einen Euro werfen. "An guten Tagen kommen vielleicht 30 oder 40 Euro zusammen. Aber dann gehe ich auch. Ich möchte mich ja nicht bereichern, sondern nur genug fürs Essen übers Wochenende haben", sagt Jan Schröder.

Er übernachtet häufig in der Herberge, der Unterkunft für Wohnungslose in Lüneburg. Dabei wünscht er sich vor allem "meine eigenen vier Wände". Aber auch einen Wunsch für andere hat er: "Ja, halt einfach Frieden. Und mehr Miteinander." In Lüneburg, sagt er, bleiben auch ab und an Leute stehen, um drei Worte zu schnacken. "Oft sind das die Älteren." Die meisten sind freundlich, findet er. Und ein kleiner Schnack kann auch dabei helfen, die kalten Stunden vorbeiziehen zu lassen. lat

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