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Heiko Meyer und Pascal Lange zeigen die Tafel, auf der gezählt wird, wie viele Kaffee für Bedürftige gespendet wurden. (Foto: t&w)

Einen Kaffee für andere kaufen

Hinter dem sechsten Türchen versteckt sich ein besonderes Angebot: Wenn Sie zwei Kaffee bezahlen, aber nur einen selbst trinken möchten, können sie den zweiten für Bedürftige spenden. Wo das geht? Das verraten wir hinter dem sechsten Türchen.

Lüneburg. Auf der großen Tafel an der Wand vom Coffee House No. 1 in der Schröderstraße sind Anfang Dezember neun Kreidestriche zu sehen. Ein Kunstprojekt? Nein, hier haben Leute neun Kaffee im Voraus bezahlt, die andere später einlösen können. Das Prinzip des "Aufgeschobenen Kaffees" ist simpel: Ein Gast im Café bestellt sich vielleicht einen Cappuccino für sich – und einen für eine unbekannte Person. Der erste Cappuccino wird ganz normal direkt zubereitet. Der Zweite landet in Form eines Bons in einem großen Glas.

Kommt dann jemand herein, der es – aus welchen Gründen auch immer – gerade nicht so dicke im Portemonnaie hat, kann einer der Bons aus dem Glas eingelöst werden. Ohne, dass etwas dazu bezahlt werden muss. Pro eingelöstem Bon kommt natürlich ein Strich von der Tafel weg. Wer anderen in der Adventszeit und darüber hinaus eine kleine heiße Pause gönnen möchte, kann mit einem im Voraus bezahlten Kaffee dafür sorgen, dass die Tafel ihre Striche nicht verliert. Und so gesehen ist das Ganze vielleicht doch ein wenig Kunst – nämlich die der Großzügigkeit.

Auch Frühstücke können verschenkt werden

Für die nächsten Tage können im Rahmen unseres Adventskalenders sogar kleine Frühstücke im Voraus gekauft werden. Heiko Meyer, Betreiber vom Coffee House, hat schon einmal 24 Frühstücke zum Einlösen gesponsert. Die werden an Personen aus der Einrichtung Wendepunkt in Lüneburg gehen. Wer noch eins im Voraus dazulegen will, ist herzlich dazu eingeladen. Eingelöst werden die Bons dann Ende Dezember. lat

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