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Die Präventionsstelle zum Erhalt des Wohnraums versucht, drohenden Wohnungsverlust abzuwenden. (Foto: Adobe Stock)

Damit die Wohnung gar nicht erst verloren geht

Hinter dem neunten Türchen stellen wir die "Präventionsstelle zum Erhalt von Wohnraum" vor. Sie hat im Februar 2021 ihre Arbeit aufgenommen und sorgt dafür, dass möglichst wenig Menschen in der Hansestadt ihre Wohnung verlieren. Doch das klappt nicht immer.

Lüneburg. Die "Präventionsstelle zum Erhalt von Wohnraum" hat ihre Arbeit im Februar 2021 aufgenommen und ihren Schwerpunkt in den Stadtteilen Kaltenmoor, Kreideberg und am Weißen Turm. Die Mitarbeiterinnen unterstützen Mieter dabei, ihren Wohnraum zu erhalten, indem sie unter anderem besprechen, wie eine Räumungsklage verhindert werden kann.

Ist es dafür zu spät, und die Räumungsklage ist bereits eingegangen, wird versucht, zwischen Mieter und Vermieter zu vermitteln, in persönlichen Gesprächen Probleme zu lösen und Hilfe anzubieten. Dabei stoßen die Mitarbeiterinnern jedoch häufig auf Hindernisse wie eine erschwerte Kontaktaufnahme, heißt es von der Stadt. Oftmals komme hinzu, dass das Verhältnis zwischen dem Vermieter und dem Mieter bereits so zerrüttet ist, dass keine Vermittlung mehr möglich ist.

49 Räumungsklagen in einem Jahr

So habe es im Jahr 2021 insgesamt 49 Räumungsklagen in der Hansestadt gegeben, mit 13 Mietern konnte dabei kein Kontakt aufgenommen werden. Bei drei Mietern konnte die Räumungsklage verhindert werden. In einigen Fällen wurden bereits in der Vergangenheit Mietschulden von einem Sozialleistungsträger, zum Beispiel dem Jobcenter, übernommen, berichtet die Stadt.

Eine erneute Übernahme kann allerdings erst nach Ablauf von zwei Jahren erfolgen, sodass dies nicht immer wieder eine Option ist. Einige Mieter wollen zudem keine Unterstützung von der Hansestadt Lüneburg in Anspruch nehmen. Betroffene Personen können unter der Telefonnummer 04131-3094144 Kontakt zur Präventionsstelle zum Erhalt von Wohnraum aufnehmen. lvc/lat

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