Mittwoch , 28. September 2022
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Inge Peterson leitet den Kleiderkeller im Haus der Kirche. Wer mag, kann dorthin Kleidung spenden. Aktuell sind vor allem warme Männerklamotten knapp. (Foto: t&w)

Noch einen Schlafsack übrig?

Inge Peterson leitet seit rund 35 Jahren den Kleiderkeller. Sie erzählt hinter dem zehnten Türchen, welche Spenden besonders benötigt werden und worauf dabei zu achten ist.

Lüneburg. Wer in der kalten Jahreszeit ganz unmittelbar Menschen helfen möchte, die sich nicht so viel leisten können, kann zum Beispiel im Kleiderkeller der Diakonie (An den Reeperbahnen 1) Anziehsachen abgeben. Besonders groß ist der Bedarf an Männerkleidung. "Also Herrenjacken, -Pullover und -Hosen können wir wirklich gut gebrauchen", sagt Inge Peterson, die seit rund 35 Jahren den Kleiderkeller leitet. Für Personen mit geringen Einkommen, egal ob Menschen mit Fluchterfahrung, Personen, die Sozialhilfe empfangen oder Seniorinnen und Senioren, bei denen die Rente knapp ausfällt, bietet der gut sortierte Kleiderkeller gegen eine kleine Spende günstig Kleidung.

Sachen sollten in gutem Zustand sein

"Wer obdachlos ist, muss aber nichts bezahlen, das ist klar", sagt Inge Peterson. Sie bittet alle, die Kleidung spenden wollen, darauf zu achten, dass die Sachen in gutem Zustand und nicht zu alt sind. "Jeder möchte doch in Würde auf die Straße gehen und auch Sachen anhaben, die zum Zeitgeist passen, sauber und heil sind." Dringend benötigt werden gerade jetzt im Winter auch immer Schlafsäcke und Isomatten. Diese nimmt der Kleiderkeller ebenfalls entgegen, verteilt sie dann aber gegebenenfalls um. Etwa an die Bahnhofsmission, wo Menschen gerade wieder verstärkt nach Decken und Schlafsäcken fragen oder an die Herberge.

Geöffnet hat der Kleiderkeller immer Montags von 9 bis 11 Uhr und Donnerstags von 16 bis 18 Uhr. Wochentags können Schlafsäcke und Co. aber auch am Empfang vom Haus der Kirche abgegeben werden, in dem der Kleiderkeller seine Räume hat. lat/lvc

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