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Die Armlehne auf dieser Bank verhindert, dass sich obdachlose Menschen dort zum Schlafen niederlassen. Das nennt sich "Defensive Architektur". (Foto: Adobe Stock)

Architektur gegen Obdachlose?

"Defensive Architektur" ist eine Form der Gestaltung öffentlichen Raums, die wohnungslose Menschen aus der Öffentlichkeit verdrängen soll. Ob es das auch in Lüneburg gibt, erfahren Sie hinter dem zwölften Türchen.

Lüneburg. In einigen Großstädten werden öffentliche Plätze, Straßenecken oder auch Hallen so gestaltet, dass es obdachlosen Menschen unmöglich ist, sich dort niederzulassen. So werden etwa auf Bänken Armlehnen angebracht, damit sich darauf niemand ausstreckt, Ecken werden mit Kunstwerken bestückt, damit der Platz nicht als Schlafstätte dienen kann oder Hallen wie Bahnhöfe werden nachts durchgehend mit lauter Musik beschallt. "Defensive Architektur" nennt sich diese Form der Gestaltung des öffentlichen Raums – die in Lüneburg allerdings nicht zu finden ist.

Obdachlose sind Teil der Gesellschaft

"Öffentliche Plätze in der Hansestadt Lüneburg so zu gestalten, dass sie von Obdachlosen nicht genutzt werden können bzw. sie daran zu hindern, diese zu nutzen, wird von der Hansestadt Lüneburg abgelehnt", erklärt Stadtpressesprecherin Ann-Kristin Jenckel. "Im Gegenteil, auch obdachlose Menschen haben das Recht ein Teil der Gesellschaft zu sein und sollen auch als solcher behandelt und nicht von der Gesellschaft ausgeschlossen werden."

In der Hansestadt Lüneburg werden daher unterschiedliche Angebote zur Unterstützung von obdachlosen Menschen gemacht, einige davon haben wir in diesem Kalender schon vorgestellt. Am 13. Dezember soll es um den "Wendepunkt" gehen. lvc/lat

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