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Diese Problemfaktoren könnten sich für Fans bei der WM in Katar ergeben

Im Jahre 2010 vergab die FIFA die Austragungsorte für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022. Nachdem es bei der ersteren Endrunde zahlreiche Probleme rund um den Wettbewerb gab, tun sich auch bei dem baldigen Turnier in Katar Probleme auf. Diese Hindernisse sind wie die Tipps für erfolgreiche WM Wetten von Overlyzer für das kommende Turnier im Auge zu behalten.

Apps für Fußballfans: Fans, die nach Katar reisen, sind dazu verpflichtet, zwei Applikationen auf ihren Smartphones zu installieren. Die erste heißt Ehteraz. Sie dient offiziell der Nachverfolgung von Coronavirusinfektionen, jedoch setzt man sich einem großen Risiko aus, wenn man sie installiert. Zum einen hat sie Zugriff auf sämtliche Daten, die sich auf dem Gerät befinden, kann zum anderen aber auch WLAN- und Bluetooth-Verbindungen ausforschen und den genauen Standort bestimmen. Dies ist jedoch nicht unproblematisch im Hinblick auf beliebige Überwachung der Bürger sowie Verletzung des Datenschutzes und der Privatsphäre der Fans. Es kann ausgelesen werden, wer sich mit wem trifft, wodurch es der katarischen Regierung leichtfällt, unliebsame Oppositionelle oder sonstige Personen oder Gruppen, die einem nicht in das Bild passen, zu verfolgen. Die zweite App heißt Hayya. Sie dient der Verwaltung der Hayya Card, die man sowohl für die Einreise in das Wüstenemirat als auch für den Stadionbesuch benötigt. Mit der App ist außerdem der öffentliche Nahverkehr kostenlos nutzbar. Das kritische an der Applikation ist ähnlich wie bei Ehteraz. Persönliche Daten können fast ohne Hindernis weitergegeben werden, der Standort kann ausgelesen und Netzwerkverbindungen überwacht werden. Des Weiteren muss man den Nutzungsbedingungen ausnahmslos zustimmen und kann einzelnen Punkten nicht widersprechen, wodurch man der App Rechte erteilt, die eigentlich gar nicht notwendig sind.

Alkohol: Da der Islam im Land im mittleren Osten die Staatsreligion ist, ist der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit verboten, was eine große Einschränkung für Fans, die sich beispielsweise vor dem Spiel versammeln, um gemeinsam ein Bier zu trinken, ist. Jedoch hat man die Regeln diesbezüglich für das Turnier teilweise gelockert. So wird in bestimmten Restaurants und Hotels sowie in für Fußballfans eingerichteten Bereichen Alkohol ausgeschenkt. Jedoch ist es verboten, Alkohol einzuführen, ihn außerhalb der offiziellen Veranstaltungsorte zu trinken oder ihn mit zur Unterkunft zu nehmen. In den Stadien wird allerdings nur alkoholfreies Bier verkauft werden. In einem Supermarkt kann man Alkohol nur kaufen, wenn man über 21 Jahre alt ist, eine Genehmigung erworben hat, sowie dauerhaft in Katar lebt, was auf die meisten Fußballfans nicht zutreffen sollte.

Homosexualität und LGBTQ: Diese Thematik ist wohl eine der größten und problematischsten bei der Weltmeisterschaft in Katar und wurde schon seit der Vergabe nach Katar 2010 breit in der Öffentlichkeit diskutiert. Homosexualität in Katar ist illegal und kann mit bis zu sieben Jahren im Gefängnis bestraft werden. Rechtlich existiert keine Anerkennung von Ehen mit gleichgeschlechtlichen Partnern oder eheähnlichen Lebensgemeinschaften. Die Veranstalter gaben jedoch an, dass man auch da das Auge ein wenig zudrückt. So soll es erlaubt sein, Regenbogenflaggen im Stadion und in der Öffentlichkeit präsentieren zu dürfen, solange man die örtliche Kultur respektiert. Außerdem soll es keine Strafen dafür geben, sich in der Öffentlichkeit zu küssen, die Hände zu halten oder als unverheiratetes Paar im selben Raum zu übernachten. Nichtsdestotrotz berichtete die internationale Menschenrechts- und Nichtregierungsorganisation Human Rights Watch von übermäßiger Polizeibrutalität in den letzten drei Jahren gegen Personen, die der LGBTQ+-Gemeinschaft angehören.

Unterbringung der Fans: Katar ist flächenmäßig das kleinste Land, das jemals eine Weltmeisterschaft ausgerichtet hat. Jedoch nehmen 32 Nationalmannschaften teil, die auch alle eine große Anzahl an Fans bedeuten. Manche Fans werden erst am Spieltag zum Match reisen, anderer nächtigen in Kreuzfahrtschiffen. Zudem soll es auch Fächerdörfer geben, in welchen die Anhänger in einer Hütte, einem Wohnwagen oder einem Zelt zu schlafen. Jedoch wird berichtet, dass viele dieser Unterkunftsstätten für Fans und auch andere Hotels noch nicht fertig gebaut sein sollen. Zwar geben die Organisatoren an, im Zeitplan zu liegen, doch dies kann man mit kritischen Augen sehen. Des Weiteren wird auch viel Kapazität für Funktionäre der FIFA, die Teilnehmerländer selbst und den Medien beansprucht. Um dem in bisschen entgegenzuwirken, haben die Veranstalter Kooperationen mit benachbarten Länder, zum Beispiel den Vereinigten Arabischen Emiraten, geschlossen. Die Fans können in diesen Ländern übernachten, werden aber zum Spiel hingeflogen.

Stadion: Beim sogenannten Lusail Super Cup, einer Testveranstaltung für die WM 2022 in der Lusail Stadion genannten Endspielarena, gab es etliche Probleme. So mussten Fans in bei über 35°C einen 45-minütigen Fußmarsch zurücklegen. Des Weiteren wurden ihnen ihre Getränke vor dem Stadioneintritt abgenommen, im Stadion konnten sie dann aber keine Getränke kaufen, da von diesen zu wenig da war. Des Weiteren taten sich Probleme mit der Klimaanlage und dem Soundsystem auf. Insbesondere ersteres wird, sofern nicht behoben, trotz der Austragung im Winter ein großes Problem für die Fans sein.

Bildquelle:
Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

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