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Magen-Darm-Beschwerden – wenn es im Bauch rumort

Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall: Drei Viertel aller Deutschen leiden mindestens einmal im Jahr unter Magen-Darm-Beschwerden. Das Verdauungssystem ist Ziel vieler Krankheitserreger, reagiert aber auch empfindlich auf Umweltreize und Stress. So vielfältig wie die Ursachen sind deshalb bei Magen-Darm-Beschwerden auch die Optionen der Behandlung.

Wie äußern sich Magen-Darm-Beschwerden?

Das Verdauungssystem verursacht eine ganze Reihe verschiedener Symptome, die zum Teil das gesamte Organsystem, zum Teil aber auch nur bestimmte Bereiche betreffen. Haben Patienten zum Beispiel keinen Appetit, lässt sich das nicht auf einen bestimmten Abschnitt zurückführen. Andere Magen-Darm-Beschwerden sind da spezifischer.

Übelkeit und Erbrechen


Rund ein Fünftel aller Bundesbürger mit Magen-Darm-Beschwerden leidet unter Übelkeit und Erbrechen. Typische Keime, die diese Symptome auslösen, sind das Norovirus, aber auch Bakterien in Lebensmitteln wie Salmonellen und Listerien. Nicht immer sind es aber bestimmte Erreger, die das Unwohlsein verursachen. Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Vergiftungen können ebenfalls Übelkeit verursachen.

Daneben gibt es eine ganze Reihe organischer Ursachen, die sich unter anderem mit den genannten Beschwerden äußern. Manche sind harmlos. So können übermäßige Nahrungsmengen den Magen überfordern, der dann mit Übelkeit und schlimmstenfalls mit Erbrechen reagiert. Auch Reizdarm und Gastritis gehen mit diesen Magen-Darm-Beschwerden einher.

Mitunter steckt hinter diesen Symptomen aber auch eine ernsthafte Erkrankung wie ein akutes Abdomen, ein Magendurchbruch, eine Bauchfellentzündung oder ein eingeklemmter Leistenbruch. Werden die Magen-Darm-Beschwerden von starken Schmerzen und einem sehr schlechten Allgemeinbefinden des Patienten begleitet, müssen Sie sofort den Rettungsarzt verständigen.

Verstopfung und Durchfall


Bei Durchfall und Verstopfung spielt vor allem die Ernährung eine zentrale Rolle. Zum einen vertragen einige Patienten stark industriell verarbeitete Nahrung mitunter schlecht – vor allem, wenn sie sie regelmäßig konsumieren. Viele Zusatzstoffe und oft zu wenige Ballaststoffe führen dann zu Magen-Darm-Beschwerden.

Mitunter ist es führt zum Beispiel eine Unverträglichkeit bestimmter Bestandteile der Nahrungsmittel zu Durchfall und Verstopfung. Vor allem Kohlenhydrate wie Fructose und Laktose können problematisch werden.

Ähnlich wie Erbrechen ist vor allem auch Durchfall häufig Folge einer viralen oder bakteriellen Infektion. Urlauber kennen das als den berüchtigten Reisedurchfall. Mögliche Erreger dieser Magen-Darm-Beschwerden sind dann unter anderem Salmonellen und Listerien sein, aber ebenso bei uns eher unbekannte Keime wie Cholera-Vibrionen.

Wer immer wieder unter Durchfall oder Verstopfung leidet, sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Er macht sich auf die Suche nach anderen Ursachen neben etwa Nahrungsmittelunverträglichkeiten – beispielsweise chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Reizdarm und neurologische Erkrankungen.

Weitere Magen-Darm-Beschwerden


Neben den oben genannten Magen-Darm-Beschwerden können Betroffene auch unter Völlegefühl, Sodbrennen, Bauchschmerzen und Blähungen leiden. Hier sind die Ursachen ähnlich facettenreich. Sie reichen vom zu üppigen Mahl über Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln oder Zusatzstoffen und falsche Ernährung bis hin zu ernsthaften Erkrankungen wie einem Magengeschwür, verschiedenen Krebsarten oder chronischen Entzündungen im Verdauungskanal.
Auf die Spur kommen die Mediziner der Ursache in der Regel durch die Kombination der verschiedenen Magen-Darm-Beschwerden mit weiteren Symptomen.

Magen-Darm-Beschwerden – Hilfe bei gelegentlichen Symptomen

So vielfältig wie die möglichen Auslöser ist bei Magen-Darm-Beschwerden auch die Behandlung. Durch das Norovirus ausgelöste Erkrankungen können nur symptomatisch behandelt werden – das heißt, die Therapie richtet sich gezielt auf die Symptome und nicht etwa auf die Ursache. Das gelingt zum Beispiel mit Flüssigkeitszufuhr und Elektrolyten. Dagegen lassen sich bakteriell verursachte Verdauungsstörungen mit einem Antibiotikum bekämpfen.

Komplexer ist die Hilfe bei Magen-Darm-Beschwerden durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Hier hilft nur eine gründliche Suche nach den auslösenden Stoffen in der Nahrung, um diese dann zu vermeiden. Dabei sind Ernährungstagebücher eine sehr gute Unterstützung.

Verschwinden die Magen-Darm-Beschwerden nicht, ist das immer ein Fall für den Arzt. Den sollten Patienten beispielsweise dann aufsuchen, wenn Durchfall mehr als drei bis vier Wochen anhält. Hinter chronischen Symptomen können dann auch seltene und ernstzunehmende Ursachen stecken, die einer gezielt angepassten Therapie bedürfen.

Magen-Darm-Beschwerden – wann sofort zum Arzt?

Sofort zum Arzt sollten Betroffene gehen, wenn sie unter plötzlich einsetzenden oder sehr heftigen Magen-Darm-Beschwerden, starken Schmerzen und Kreislaufproblemen leiden. Je nach Zustand des Patienten sollten Sie sogar den Notarzt informieren. Das gilt vor allem bei starkem Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen und Durchfall, wenn sich Blut in Stuhl oder Erbrochenem befindet oder wenn zu Bauchschmerzen und anderen Verdauungssymptomen Fieber, Bewusstseinstrübungen sowie Atemnot treten.

Bildquelle:
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