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Welche Kreditkarten gibt es und welche ist die Richtige für mein Vorhaben?

Viele Menschen, die sich ein neues Auto, eine moderne Küche mit allen Extras, einen exklusiven Urlaub oder sogar ein eigenes Haus beziehungsweise eine schicke Eigentumswohnung leisten möchten, nutzen dazu nicht selten ein Darlehen, sofern das angesparte Geld nicht ausreichen sollte. Da spricht grundsätzlich auch nichts dagegen, allerdings gibt es mittlerweile derart viele verschiedene Kreditarten, dass man schnell den Überblick verlieren kann – und das kann unter Umständen richtig teuer werden. Sollte das neue E-Auto beispielsweise am besten über ein Ratendarlehen oder vielleicht doch besser direkt über einen speziellen Autokredit finanziert werden? Worin unterscheiden sich Dispo und Sofortkredit? Und was hat es eigentlich mit der sogenannten Umschuldung auf sich?

Möbelkredit, Wohnkredit, Konsumentendarlehen oder Küchenkredit samt Null-Prozent-Finanzierung – heutzutage gibt es überraschend viele Möglichkeiten, um Möbel und andere Einrichtungsgegenstände finanzieren zu lassen. Dass es sich bei all den genannten Beispielen in der Regel jedoch immer um einen klassischen zweckgebundenen Ratenkredit handelt, wissen nur die wenigsten Verbraucher – ganz zum Vorteil der verschiedenen Anbieter, deren Kreativität bei der Begriffsfindung ganz offensichtlich keine Grenzen kennt. Ganz ähnlich sieht es übrigens aus, wenn man sich ein neues Auto, ein aktuelles Smartphone oder andere, meist hochpreisige Produkte zulegen möchte. Aber wie viele unterschiedliche Kreditformen gibt es denn eigentlich genau? Welche Darlehensart passt zu welchem Vorhaben? Und in welchen Punkten unterscheiden sich die Kredite voneinander?

Ein kurzer Überblick über die wichtigsten/häufigsten Kreditarten

Bevor wir in der nun folgenden Übersicht etwas näher auf die unterschiedlichen Darlehensarten und ihre Anwendungsmöglichkeiten eingehen, möchten wir vorab noch einen Sonderfall etwas genauer unter die Lupe nehmen: den sogenannten Umschuldungskredit. Denn bei einer Umschuldung geht es zwar ebenfalls um eine Kreditaufnahme, allerdings ist dieses Darlehen ausschließlich zur Kreditoptimierung gedacht, indem ein oder mehrere bereits laufenden Darlehen durch einen neuen und in der Regel deutlich günstigeren Ratenkredit ersetzt respektive abgelöst werden. Dementsprechend ist der Umschuldungskredit nur für die Darlehensnehmer interessant, die beispielsweise alte und dementsprechend teure Bankdarlehen mit hohen Zins- und Tilgungsraten abzahlen müssen.

1. Der klassische Ratenkredit


Bei dem sogenannten Ratenkredit – der auch unter den Begriffen Privat- oder Verbraucherkredit bekannt ist – handelt es sich wie eingangs bereits erwähnt um die mit Abstand gängigste Darlehensform für Privatpersonen. Dementsprechend eignet sich der Ratenkredit auch für die verschiedensten Anschaffungen, sei es nun für die anstehende Traumhochzeit, einen ausgiebigen Urlaub in der Karibik oder eine neue Einbauküche. Dabei wird die zuvor aufgenommene Kreditsumme des Ratenkredites in stets gleichbleibenden monatlichen Raten (Tilgung) und mit einem festen Zinssatz an die Bank zurückgezahlt.

2. Der Dispokredit


Das Dispositionsdarlehen (oder kurz Dispo) kommt in der Regel nur dann zum Einsatz, wenn das (Giro-)Konto überzogen wurde. Durch diese sogenannte eingeräumte Kontoüberziehung ist es zum Beispiel möglich, anfallende Daueraufträge oder sonstige Lastschriften begleichen zu können, obwohl dafür eigentlich kein ausreichendes Guthaben zur Verfügung steht. Da die Zinsen eines Dispokredites jedoch deutlich höher sind, als es bei einem normalen Ratenkredit der Fall ist, sollte man definitiv nur dann auf ein Dispositionsdarlehen zurückgreifen, wenn es keine anderen Möglichkeiten mehr gibt.

3. Der Sofortkredit


Der Sofortkredit ist dem zuvor genannten Ratenkredit sehr ähnlich – sowohl in Bezug auf die Tilgungs- als auch Zinsraten – allerdings wird das Darlehen deutlich schneller bewilligt, sodass dem Kreditnehmer die gewünschte Summe auch in kürzester Zeit und ohne große Verzögerung zur Verfügung steht. Die Abwicklung erfolgt jedoch fast ausschließlich nur über das Internet und erfordert zudem eine Verifizierung per Videochat. Zudem sollte man sich vor der Aufnahme eines Sofortkredites ausreichend Zeit nehmen, um die zahlreichen Anbieter in Ruhe miteinander vergleichen zu können.

4. Der zweckgebundene Kredit


Neben den bereits genannten Kreditarten, die sich für die unterschiedlichsten Verwendungszecke eignen, gibt es darüber hinaus noch den sogenannten zweckgebundenen Kredit. Dazu gehören beispielsweise Autokredite, Studenten- und Ausbildungsdarlehen oder auch der anfangs erwähnte Küchenkredit. Das Ratendarlehen mit Zweckbindung muss zwingend für den zuvor bestimmten Zweck verwendet werden, ist dafür aber häufig auch etwas günstiger, als der normale Konsumentenkredit. Tipp: Auch hier kann sich ein ausführlicher Vergleich der verschiedenen Angebote im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt machen.

5. Der Immobilienkredit


Eine Baufinanzierung eignet sich sowohl für den Kauf und Bau, als auch für die Renovierung, Sanierung und Modernisierung einer Immobilie. Da es sich hierbei jedoch meistens um sehr hohe Beträge handelt, verlangen die Banken in der Regel eine ausreichende Sicherheit, um das Darlehen abzusichern, falls der Kreditnehmer die monatlichen Tilgungsraten nicht mehr aufbringen kann. Die gängigste Variante ist hierbei übrigens die Hypothek, bei der die Bank als Besitzer in das Grundbuch der betreffenden Immobilie eingetragen wird. Der Nachteil: Sollte man sich die Rückzahlung nicht mehr leisten können, hat das Kreditinstitut das Recht dazu, die Immobilie per Zwangsversteigerung zu verkaufen, um die ausstehenden Kreditschulden auf diesem Wege decken zu können.

Bildquelle:
Unsplash.com

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