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Lüneburg spricht sich aus

Lüneburg. Sollten deutsche Innenstädte autofrei werden? Geht es den Deutschen heute schlechter als vor zehn Jahren? Können Muslime und Nicht-Muslime in Deutschland gut zusammenleben? Darüber kann man geteilter Meinung sein. Reden wir drüber ist das Motiv von „Deutschland spricht“. Auch im Landkreis Lüneburg, denn die Landeszeitung ist einer von zwölf Medienpartnern, die von heute an gemeinsam dazu aufrufen, sich mit einem politisch Andersdenkenden zu treffen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Schirmherrschaft über diese Initiative übernommen.

Das ist der Plan: Zehntausende Diskussionspaare mit möglichst unterschiedlichen politischen Ansichten sollen am 23. September überall in Deutschland Vier-Augen-Gespräche führen. Dafür können Sie sich ab heute hier anmelden. Sieben Fragen gilt es dann zu beantworten. Sie sind die Basis, um einen Gesprächspartner in Ihrer Nähe zu finden, der weitgehend anderer Ansicht ist als Sie. Anmeldungen sind in den nächsten fünf Wochen möglich.

 Mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet

Das Online-Portal „Zeit online“ hatte im vorigen Jahr den ersten Versuch gestartet. 12.000 Interessenten meldeten sich damals an und trafen sich am 18. Juni 2017 – Atomkraftgegner und Befürworter, Eurobefürworter und Skeptiker, Merkel-Gegner und Flüchtlingshelfer. Das renommierte Grimme-Institut hat “Deutschland spricht“ vor wenigen Tagen mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. „Ein Journalismus, der so der Polarisierung entgegenwirkt und den gegenseitigen Respekt politischer Gegner voranbringt“, urteilte die Jury.

Die Macher von „Zeit online“ haben für 2018 für dieses einmalige Projekt weitere Partner gewonnen. Neben Chrismon, Deutscher Presse-Agentur, Schwäbische Zeitung, Spiegel Online, Süddeutsche Zeitung Online, Südwest-Presse, Tagesschau und Tagesthemen (ARD aktuell), Der Tagesspiegel, Thüringer Allgemeine Zeitung und T-Online beteiligt sich auch die Landeszeitung. Mit internationalen Partnern hat „Zeit online“ zudem die Plattform „My Country Talks“ entwickelt, die von Google finanziert und einer Berliner Agentur umgesetzt wurde. Inzwischen gibt es Interessenten von Alaska bis Australien für dieses Gesprächsformat.

Anmeldungen sind bis zum 29. August möglich

Die Software von „My Country Talks“ wird dann auch dafür sorgen, dass in der Region Lüneburg Menschen mit unterschiedlichen Ansichten zueinander finden. Sie werden gegenseitig informiert, um sich für den Nachmittag des 23. September an einem öffentlichen Ort zu verabreden. Einige der Teilnehmer werden nach Berlin eingeladen, wo sie mit ihrem Diskussionspartner im Rahmen einer Veranstaltung in Anwesenheit des Bundespräsidenten diskutieren können.

Haben Sie Lust, jemanden zu treffen und auszutauschen, der ganz anders denkt als Sie? Anmeldungen für „Deutschland spricht“ sind bis zum 29. August möglich.

Von Marc Rath

Und hier geht es los…

26 Kommentare

  1. Norbert Kasteinecke

    Tolle Idee – ich bin total begeistert.

  2. ich schließe mich dem Kommentar von Herrn Kasteinecke voll an! 🙂

  3. Herr Marc Rath
    das kann die lz doch bestimmt auch organisieren, oder? ich wäre bereit mitzumachen. ernsthafte gegner hätte ich aber schon gern. schmunzel.

    • Guten Tag Herr Bruns,
      die LZ macht bereits mit. Oder was meinen Sie genau?
      Sie haben sich aber noch nicht angemeldet. Im Text wird genau erklärt, wie es funktioniert.

      MfG
      Elena Gulli
      LZonline

      • Guten Tag Frau Gulli
        und hier geht es los funktioniert nicht.

        • Herr Bruns,
          beantworten Sie die Frage, die sich gleich unter „Hier geht es los“ befindet….. So schwer ist es auch nicht.

          • welche frage? da steht nichts.

          • Sehen Sie das Fenster mit der Frage „Sollte Deutschland seine Grenzen strikter kontrollieren?“ nicht? Wenn nicht sollten Sie Ihren Browser aktualisieren…

          • Robin Williamson

            Moin Herr Bruns,

            wir vermuten, dass es mit Ihrem Browser zusammenhängt. Deinstallieren oder deaktivieren Sie am Besten sämtliche Ad-, Script- und Tracking-Blocker, die Sie installiert haben. Sollte das nicht funktionieren, installieren Sie Ihren Browser neu oder einen zusätzlichen, wie z.B. Google Chrome dazu. Damit sollte es dann funktionieren.
            MfG,
            Robin Williamson

    • Norbert Kasteinecke

      Gegner Klaus?
      Sie haben da etwas falsch verstanden, wie fast alle Linken dieser Republik.

      Gesprächspartner !

      • mein lieber Norbert
        ich weiß ja, worauf es hinausläuft. diskussionskultur ist leider nicht jedem gegeben. wer nicht mehr weiter weiß, wird oft persönlich. leider. in der sache sich streiten macht sinn. für unsinn bin ich nicht zu haben. was heißt übrigens linke?

      • Sie haben etwas falsch verstanden, Herr Kasteinecke – wie übrigens viele Ihrer Leidensgenossen.
        Wenn Sie sich selbst als konservativ bezeichnen, ist das Gegenteil nicht links ,sondern progressiv bis liberal!

        • so ist es.

        • Norbert Kasteinecke

          @Eratosthenes

          lieber Eratosthenes,
          Sie haben etwas falsch verstanden – wie übrigens viele Ihrer „progressiven“ Leidensgenossen, ich sprach hier nicht vom Gegenteil.

  4. Elena Gulli
    ich habe meinen antiwerbungsblocker deaktiviert und schon geht es. dumm nur, wer kein handy hat, kann auch nicht mitmachen. darauf sollte man hinweisen. die festnetznummer wird nicht akzeptiert. dumm ist es, wenn sie eingegeben wurde. schon wird alles gespeichert und wenn man dann eine handynummer eingeben will, ich habe eine, wird selten benutzt, dann braucht die anmeldung eine neue e-mailadresse. somit ist meine anmeldung gescheitert. ich werde es somit lassen. sms schicken ist mir zu langweilig. schmunzel.

    • Herr Bruns, haben Sie eine Handynummer oder nicht? Die braucht man NUR für die Anmeldung. Die Treffen finden in echt statt, nicht am Telefon (wie im Text erwähnt). Die Mobilnummer dient wirklich nur zur Registrierung. Ich gebe Ihnen noch eine Chance: ich habe Ihr Account jetzt gelöscht, melden Sie sich bitte nochmal an, sie kriegen per eMail NUR ein Bestätigungscode, nichts Anderes. Und schreiben Sie bitte unter „Man erkennt Sie an …“ etwas Vernünftiges… ohne Schmunzeln.

      • jetzt hat es geklappt, nur ihre information ist nicht ganz richtig. man bekommt per sms einen code aufs handy geschickt und diesen muss man dann am computer auf der e-mail bestätigen, sonst klappt es nicht. aber trotzdem, vielen dank für ihre mühe.

  5. Norbert Kasteinecke

    Popcorn, Cola, Gummibärchen.
    Das hier ist ja spannender als jeder Till der Schweiger Tatort.

    Lol…

  6. Hat Bürgermeister Dr. Gerhard Scharf sich schon angemeldet? Wie der mit dem sich windenden Friedrich von Mansberg in Anwesenheit des Bundespräsidenten vor Berliner Publikum über den Zusammenhang von Scheinheiligkeit, verkommener Sprache und unmittelbar dahinter lauernder Gewalt diskutiert, könnte ich mir sehr lehrreich vorstellen.

    Zum Einstimmen: Wer mit dem Fremdwort „Hypokrisie“ nicht sofort etwas anzufangen weiß, kann sich vor dem Nachschlagen im Fremdwörterbuch das berühmte Video von Hans-Herbert Jenckel noch einmal anschauen, auf dem ab Minute 6:30 mächtig mit fahriger Stimme und ruhelosen Händen gezittert wird:

    https://www.facebook.com/landeszeitung/videos/1849035028463446/

    • Norbert Kasteinecke

      Und wie ist es denn so mit Ihnen?
      Es wäre doch auch Interessant zu wissen, ob Sie sich bei Bento schlau gemacht haben.
      OT Bento: Was kann ich entgegnen, wenn mein rechter Onkel das sagt?

      • Weder Bürgermeister Dr. Gerhard Scharf noch Sie, Herr Kasteinecke, sind meine Onkel.

        Gott sei Dank!

        Aber (in der Hoffnung, dass Ansprache noch möglich ist) würde ich Herrn Dr. Gerhard Scharf und Ihnen gerne empfehlen, den Artikel „Hetzparolenindustrie“ von Dagmar Leupold auf Zeit-Online vom 11. Juli 2018 zu lesen und gleich anschließend ebenda (Zeit-Online, 13. Juli 2018) die Einträge im „Wörterbuch der Verschleierung“ von Kai Biermann und Martin Haase.

        Vorgestern hat Berthold Kohler (FAZ, 13. Juli 2018) unter dem Titel „Das Sagbare und das Unsägliche“ gewarnt: Es werde „ganz kalkuliert Unsägliches gesagt oder geschrieben, um Grenzen zu verrücken: nicht allein die des Sagbaren, sondern auch die des (später) Machbaren. In diesen Fällen sind Radikalisierung und Entgrenzung der Sprache nicht Ursache, sondern Folge einer Radikalisierung und Entgrenzung des politischen Denkens. Das ist bei der AfD so deutlich zu erkennen wie bei Donald Trump. Bis zur Radikalisierung des Handelns ist es dann nicht mehr weit.“

        Norbert Blüm konkretisierte diesen Gedanken am 12. Juli in der Süddeutschen Zeitung:

        „Die derzeit geführte Asyldebatte hat viele Facetten, die sprachliche stört mich bis zum ekelhaften Überdruss. „Asylanten“ sind keine Kartoffel- oder Mehlsäcke, über deren sachgemäße Lagerung man streitet. Es handelt sich bei den „Obergrenzen“ nicht um die Kapazitätsgrenze eines Kühlhauses für tropische Südfrüchte. Wir reden über Flüchtlinge wie über Sachen und verstecken den Skandal der Herzlosigkeit in kalten Statistiken.

        Es sind aber Menschen, um die es geht, Verzweifelte, die Zuflucht suchen und nicht Sachen, die gestapelt oder zurückgeschickt werden müssen. „Asyltouristen“ ist ein Wort des kalten Zynismus. War Aylan, das tote Kind, dessen Bild um die Welt ging, ein „Asyltourist“? Friedlich lag der kleine Aylan im Ufersand, ein rotes Shirt, neue Schuhe, seine Haare wie frisch gekämmt. Aylan, geflohen aus Syrien, war ertrunken. Das Schlauchboot war zu klein, die Wellen waren zu hoch. Aylan wollte mit Mutter und Vater dem Gemetzel in seiner Heimat Syrien entfliehen und bei der Tante in Kanada Zuflucht suchen.

        War jene Mutter, die nur eines ihrer drei Kinder so lange über Wasser halten konnte, bis das Rettungsboot sie auffischte, eine „Asyltouristin“? Waren die Flüchtlinge, die im Kühllaster erstickten und deren Leichen, darunter vier Kinder, an einer Haltebucht der Autobahn A 4 zwischen Budapest und Wien gefunden wurden, „Asyltouristen“? Und sind die Ärzte ohne Grenzen eine Filiale der „Anti-Abschiebungsindustrie“? Sie sind Lebensretter, die für das Versagen der Staaten einspringen. Die Zyniker, die aus der Flüchtlingsmisere politisches Kapital schlagen wollen, müsste man zwingen, in die Augen halb verhungerter Kinder zu sehen, und den Stammtischbrüdern sollte man erst erlauben, die nächste Mass zu bestellen, nachdem sie zuvor eine kalte Nacht in einem Flüchtlingslager im Zelt verbracht haben. Ich empfehle Lesbos.“

        Das, Herr Kasteinecke, sollte Ihnen und Bürgermeister Dr. Gerhard Scharf genügen, um die Beziehung zwischen infamer Rhetorik à la Gauland bzw. Seehofer und dem Heraufbeschwören von „Ausschreitungen gegen nationale, religiöse oder ethnische Minderheiten“ („Pogrom“ laut Duden) zu begreifen, über welche Georg Diez (Spiegel-Online, 8. Juli 2018) geschrieben hat:

        „Politik ist Sprache, und wenn die Sprache sich verändert, verändert sich auch das Wesen der Politik – die Verrohung durch Taten beginnt mit der Verrohung von Worten, die Abstumpfung, das Ressentiment, die Ausgrenzung, der Rassismus, die Kälte, die Kriminalisierung, schließlich der Tod, hingenommen oder geplant, all das, was mit Menschen gemacht wird, bereitet sich vor durch Worte.

        Wir erleben das gerade in einem Maßstab wie zuletzt vor 80 Jahren. Damals trafen sich Vertreter von 32 Staaten im französischen Kurort Évian, vom 6. bis 15. Juli 1938, um darüber zu verhandeln, wie 540.000 Juden aus Deutschland und Österreich verteilt werden könnten. Die Konferenz scheiterte. Ein paar Monate später wurden in den Novemberpogromen Juden ermordet, Geschäfte geplündert, Synagogen angezündet. Die Gemeinschaft der Völker hatte versagt.“

        Sieben Jahre später waren sechs Millionen Juden von Deutschen mit bürokratischer Präzision enteignet, ausgeraubt und ermordet.

        Aber wie es dazu lommen konnte, hat sich hinterher niemand mehr erklären können.

        Man sacht ja nix, man red‘ ja bloß.

        „Aber kommt, wie der Strahl aus dem Gewölke kommt, / Aus Gedanken vielleicht, geistig und reif die Tat?“

  7. Norbert Kasteinecke

    Das ist Bento in Reinsprech Herr Berg und klingt doch sehr nach professioneller grün/linker Argumentation.
    Es tut mir leid, aber wer in der Lage ist in so wenigen Zeilen soviel Unsinn zu schreiben, disqualifiziert sich für mich als Gesprächspartner.

    Die Migrationssitiuation mit dem systematichen Mord an Millionen Juden gleichzusetzen kann nur – es tut mir leid – (-zensiert-) einfallen.
    Klar auch, dass Sie sofort in die aktuell diskutierte Schiene „Evian“ springen.

    Die von Ihnen zitierten Presseorgane sind typisch für Ihre Filterblase.
    Gehen Sie mal an die Orte, an denen es etwas zu erleben gibt.
    Nach draußen gehen ist wie Fenster auf – nur besser.

    Auch ich gebe Ihnen einen Denkspruch mit auf den Weg:
    Besser Burkini als…..
    Besser getrennten Sportunterricht für Mädchen und Jungen als…
    Besser getrennte Mädchen- und Jungenschulen als….
    Besser die Scharia zusätzlich als….
    Besser den Islam als Staatsreligion als….

    Die Integration läuft!

    Mal sehen, wie es hier in 15 – 20 Jahren aussieht.

    Aber wie es dazu lommen konnte, hat sich hinterher niemand mehr erklären können.

    Man sacht ja nix, man red‘ ja bloß.

    • Norbert
      Deutschland spricht, heißt nicht, afd sorgt für stimmung. braun rechts, was soll da besser sein? als gast-engländer wissen sie doch, der brexit wird auch sie umhauen.