Aktuell


Der Newsletter aus der LZ-Redaktion zum Wochenende


 Moin!

der Schock sitzt tief, das Entsetzen ist groß: Der Anschlag auf die jüdische Gemeinde in Halle mit zwei Todesopfern überschattet diese Tage. Was das Geschehen in Halle angeht, konnten wir nur fassungslos zusehen. Ein Team unseres Partners für die überregionale Berichterstattung, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, war direkt vor Ort. So konnten Sie in der Landeszeitung Informationen und Einsachätzungen aus erster Hand lesen, um Attentat, Täter und Umfeld einschätzen zu können.

Machtlos sind wir indes nicht. Wehret des Anfängen – es geht darum, rechtzeitig im Alltag sich aufkeimendem Hass, Vorurteilen und Verunglimpfungen entgegen zu stellen. So wie der Sportverein MTV Handorf es nach Nazi-Vorwürfen gegen drei Jugendbetreuer getan hat. Mein Kollege Andreas Safft hat es in seinem Kommentar „Genau hinsehen“ so zusammengefasst: „Dass bekennende Rechtsradikale in der Jugendarbeit nichts zu suchen haben, auch wenn sie sich dort politisch zurückhalten, ist weit mehr als nur eine Frage der politischen Korrektheit.“

Während (nicht nur) Halle sich noch im Schockzustand befand, hat in Lüneburg Prof. Klaus-Peter Hufer am Mittwoch auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten Maret Bening über den Umgang mit Stammtischparolen referiert. Sein Tipp: Dagegenhalten – auch wenn es Überwindung kostet. „Es geht schließlich um Zivilcourage – und um die Verteidigung unserer Demokratie.“

Keineswegs um Stammtisch-Parolen, sondern um eine der wichtigsten Themen in unserer Region ging es bei unserem Projekt „Wem gehört Lüneburg?“. Mitte Mai hatten wir mit dem Recherchenetzwerk Correctiv Lüneburgs erste Bürgerrecherche gestartet. Mehr als 300 haben sich daran beteiligt. Dazu hat ein kleines Team um die beiden Projektredakteurinnen Anna Paarmann und Katja Grundmann über Wochen hinweg viele weitere Daten über den Wohnungsmarkt in der Hansestadt gesammelt und ausgewertet. Ende September haben wir die Ergebnisse auf mehreren Seiten und Artikeln präsentiert. Die wichtigsten Informationen gibt es zum Nachlesen auf www.wemgehoertlueneburg.de. Wie wollen wir leben? Diese Grundfrage wird bei uns weiter im Mittelpunkt stehen.

In unserer vorigen Sonnabendausgabe hatte unsere neue LZ-Landredakteurin Anna Petersen über den jungen Lüneburger Robert Uhlig berichtet, der sich nach einem schweren Verkehrsunfall aus dem Wachkoma zurück ins Leben gekämpft hat. Diese Geschichte hat uns in der Redaktion sehr berührt – und dann viele unserer Leserinnen und Leser. Nicht zuletzt auch, weil die Familie sich mit einem Grillfest bei Roberts Rettern – den Frauen und Männern der Freiwilligen Feuerwehr Bienenbüttel – bedankt hatte. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig dieses Ehrenamt ist – aber auch vor welchen menschlichen Herausforderungen die Wehrleute dabei stehen. Falls Sie den Text noch nicht gelesen haben, können Sie es HIER noch tun.

Seit Anfang des Monats bei uns im Team ist übrigens Lilly von Consbruch, die nach ihrem Studium jetzt bei uns ein Volontariat absolviert. Herzlich willkommen!

So viel für heute, genießen Sie das Wochenende. Es soll ja noch einmal ein richtig schönes werden.

Ihr

Marc Rath
Chefredakteur

Mein Bild der Woche

Lüneburg zu Pferde – die Hansestadt hat mit Gerd I. einen neuen Sülfmeister. Das Team der Markthändler setzte sich am vorigen Wochenende bei den Spielen durch und wählte aus ihren Reihen Gerd Bindernagel aus. Marktbeschicker ist der 63-Jährige seit 39 Jahren, nun musste er zum ersten Mal auf ein Pferd.

Mein Wochenendtipp

Wann waren Sie das letzte Mal in Reintorf? Die dortige Dorfgaststätte hat der Verein One World vor knapp zwei Jahren aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt. Seitdem gibt es dort ein vielfältiges Kulturangebot – es ist gewissermaßen schon längst mehr als ein Geheimtipp im Landkreis. Wenn Sie an diesem Wochenende mal vorbeischauen möchten:

Doppelkonzert am Sonnabend ab 20 Uhr: Das Hamburger Singer/Songwriterduo „Margins of april“ sowie „House on a Hill“, die Blues, Folk, Americana und Soul bedienen.

Am Sonntag präsentieren die Salty Shores ab 17 Uhr Celtic Folk – feurige Jigs und Reels sowie melancholische Lieder von Liebe, Abschied und Sehnsucht gehören zu ihrem Repertoire – realisiert mit Flöten, Geigen, Bodhrán, Bass, Gitarre, Gesang und sogar Stepptanz.

Zitat der Woche

„Dafür haben aber alle schnelle Augen, schnelle Beine und schnelle Arme“

SVG-Trainer Stefan Hübner hintergründig lächelnd auf die Feststellung von LZ-Volleyballexperte Holger Remus, dass im Team des Volleyball-Bundesligisten nur noch einer das Gardemaß von zwei Metern hat. Die Saison beginnt übrigens an diesem Sonnabend um 19 Uhr mit dem Heimspiel gegen den TV Bühl in der Reppenstedter „Gellersenhölle“. Restkarten gibt es noch an der Abendkasse.

Diese Woche im LZ-Netz

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