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Das System StadtRad wird überarbeitet, es soll einen Ausbau geben. Noch feilt man im Rathaus an der Ausschreibung. Foto: A/t&w

Abstrampeln für die Bewerbung

Lüneburg/Hamburg. Das System StadtRad stellt Nutzern jetzt 2630 neue Fahrräder zur Verfügung. Das berichtet der Info-Brief der Bahn mit dem internationalen Titel „Call a bike Newsletter“. Bekanntlich können sich Einheimische und Besucher, die sich bei dem Unternehmen angemeldet haben, die Räder ausleihen. In Hamburg können Interessenten losstrampeln, ohne etwas dafür zu bezahlen, heißt es. Auch Lüneburg beteiligt sich an dem Projekt. Hier soll das Angebot ausgebaut und neu ausgeschrieben werden.

Wie berichtet, hatte sich der Verkehrsausschuss im November dafür ausgesprochen, weiter auf das Angebot zu setzen, obwohl einige Fragen ungeklärt sind. So müsste die Stadt ihren Zuschuss von derzeit 46.000 auf 125.000 Euro erhöhen. Dazu will sie weitere Kooperationspartner finden, um die Summe auf 200.000 Euro aufzustocken. Genannt wurden damals städtische Gesellschaften wie die Salztherme Lüneburg, das Klinikum und die übergeordnete Gesundheitsholding. Zustimmungen erscheinen da wie eine Formsache. Kritiker hatten allerdings moniert, dass es keine zuverlässigen Erhebungen gibt, wer die Räder nutzt – mutmaßlich aber wohl Studenten. Gleichwohl wolle sich der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) nicht stärker finanziell engagieren, sondern seinen Anteil bei 25.500 Euro belassen.

„Im Sommer wollen wir starten“

Im Lüneburger Rathaus sagt Verkehrsdezernent Markus Moßmann auf Nachfrage: „Aufgrund des hohen Gesamtvolumens des Auftrags sind wir verpflichtet, die Vergabe des öffentlichen Fahrradvermietsystems europaweit auszuschreiben.“ Die Ausschreibung werde vorbereitet. Ein Augenmerk liege auf „einer hohen Qualität von Fahrrädern und Wartung, einem stetigen Ausbau des Systems sowie einer hohen Benutzerfreundlichkeit“.

Im Frühsommer wolle man voraussichtlich Verhandlungsgespräche mit Anbietern führen. Moßmann: „Im Sommer wollen wir starten. Sollte es zu Verzögerungen kommen, wird es trotz Auslaufen des Vertrages mit der DB nicht zu einer Versorgungslücke kommen – heißt: Bis ein neuer Anbieter gefunden ist, kann das bestehende System verlängert werden.“

Von Carlo Eggeling