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Trump oder der Kater nach der Wahl

9. November 2016

Was für ein Morgen, was für ein Kater! Donald Trump wird also im Januar der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Der mächtigste Mann der Welt. Er, den in Deutschland die meisten als das größere Übel ansehen, der Milliardär, der eine Niederlage gegen Hillary Clinton gar nicht anerkannt hätte. Der Flegel, der mit den heftigsten verbalen Ausfällen in die Schlammschlacht zog, zu der dieser Präsidentschaftswahlkampf in den USA verkommen ist.

Nicht nur die Börsen zittern. Manche sprechen heute Morgen von einem epochalen Ereignis, einer Zeitenwende, und damit meinen sie nichts Gutes.

Es bleibt an diesem Morgen nur eine Hoffnung: Trump hat eine schrille Show abgezogen, die Medien perfekt bedient, aber das Amt erzieht ihn doch zu einem Präsidenten. Kurz, dass, wenn schon alle Dämme und Tabus gebrochen wurden in diesem Wahlkampf, doch wenigstens noch gilt, dass das Amt am Ende stärker ist als der Amtsinhaber. Wenn er es doch verbiegt, dann gute Nacht.

Und es bleibt die ernüchternde Erkenntnis nach diesem Wahlausgang:  Auch nach mehr als sieben Jahrzehnten transatlantischer Brüderschaft wissen wir von der Mentalität des anderen kaum etwas, geschweige denn wissen wir, wie der andere gerade tickt. Das ist brandgefährlich. Allemal, weil es für uns das Ergebnis eines 9. November ist – dem deutschen Schicksaltag.

Hans-Herbert Jenckel  

157 Kommentare

  1. Trump ist ein Menetekel. Der Primitivismus walzt auch in Deutschland und Europa voran – Hand in Hand mit der Medienmaschine.

  2. Lieber Herr Jenckel,

    der Schwerpunkt Ihres Blogs „liegt auf Lokalpolitik und Stadtleben, beim Blick über den Tellerand stehen die Auswirkungen auf Stadt und Landkreis Lüneburg“.

    Ich frage Sie:

    Was bedeutet der Wahlsieg von Donald Trump für Lüneburg und für Gunter Runkel?

    • Lieber Herr Müller,
      da habe ich heute Morgen, weil schon seit den frühen Morgenstunden zunehmend schockiert im Einsatz, etwas weit über den Tellerrand geschaut, ja, über den Atlantik. Aber ich dachte bei dieser Ausnahme an Fontanes Stechlin, nicht den Dubslav, sondern den See:

      Und doch, von Zeit zu Zeit wird es an ebendieser Stelle lebendig. Das ist, wenn es weit draussen in der Welt, sei’s auf Island, sei’s auf Java zu rollen und zu grollen beginnt oder gar der Aschenregen der hawaiischen Vulkane bis weit auf die Südsee hinausgetrieben wird. Dann regt sich’s auch hier, und ein Wasserstrahl springt auf und sinkt wieder in die Tiefe. Das wissen alle, die den Stechlin umwohnen, und wenn sie davon sprechen, so setzen sie wohl auch hinzu: »Das mit dem Wasserstrahl, das ist nur das Kleine, das beinah Alltägliche; wenn’s aber draussen was Grosses gibt, wie vor hundert Jahren in Lissabon, dann brodelt’s hier nicht bloss und sprudelt und strudelt, dann steigt statt des Wasserstrahls ein roter Hahn auf und kräht laut in die Lande hinein.«

      Stechlin Und wenn es in Java oder auf Island rumort oder der Geiser mal in Doppelhöhe dampft und springt, dann springt auch in unserm Stechlin ein Wasserstrahl auf, und einige (wenn es auch noch niemand gesehen hat), einige behaupten sogar, in ganz schweren Fällen erscheine zwischen den Strudeln ein roter Hahn und krähe hell und weckend in die Ruppiner Grafschaft hinein. Ich nenne das vornehme Beziehungen.«

      • Lieber Herr Jenckel, ich glaube auch an solche Korrespondenzen. Zweifle aber, dass sie immer „vornehm“ sein müssen. Sie wissen doch, der „Rote Hahn“ ist das Sinnbild von Feuer und Zerstörung. (Vgl.: Lied über Florian Geyer, Wir sind des Geyers schwarzer Haufen: „Setzt aufs Klosterdach den roten Hahn!“ bedeutet: „Brennt das Kloster nieder!“)

        Warmherziger als jeder Liberale spricht dagegen der alte Stechlin vom Fortschritt und von der neuen Zeit. Mit den einfachen Landarbeitern und dem Gesinde steht er auf so vertrautem Fuße, dass ihn der vom fernen Berlin aus agitierende Abgeordnete der Sozialdemokraten darum beneiden müsste, wenn er sich überhaupt einmal blicken ließe. So sind denn, je nach Gusto, höchst unterschiedliche Tendenzen aus dem Roman herausgelesen worden, und alle konnten in diesem vielstimmigen Werk prägnante Zitate und geflügelte Wendungen für sich verbuchen. „Lieber mit dem Alten, soweit es irgend geht“, pflegt etwa Dorfpastor Lorenzen zu sagen, „und mit dem Neuen nur, soweit es irgend muß.“ Was immer das bedeuten mag, es kommt dem stillen Konsens der Fontane-Gemeinde recht nahe – nicht als Meinung, sondern im Tonfall.

        Der „Stechlin“ ist aber nicht zuletzt darum ein prophetisches Werk, weil er das alte Preußen zu Zeiten seiner größten äußeren Pracht- und Machtentfaltung als dahinschwindendes betrauert. Nein, nicht betrauert, sondern öffnet und durchlässig macht für die kommenden Beben der Geschichte. Wie man weiß, bezeichnet „der Stechlin“ nicht allein den preußischen Gutsherrn, sondern auch sein Land und den angrenzenden See, in welchem die Erschütterungen und Revolutionen ferner Erdteile hohe Wellen schlagen. Der See und sein Roman sind mit einem seismographischen Gespür für den „großen Zusammenhang der Dinge“ begabt.

        Ist der Huldigungssaal im Rathaus und sein „Roman“ ähnlich seismographisch talentiert?

        Und dann, auf dem Stechlinschen Herrensitz ist zwar auch „alles schon ziemlich verschlissen“, am fadenscheinigsten aber die Flagge in den Hohenzollernfarben Schwarz und Weiß. „So lange ich hier sitze, hält es noch“, tröstet sich der Alte. In zweideutiger Voraussicht hindert er den Diener, die Preußenflagge zur Trikolore des wilhelminisch auftrumpfenden Kaiserreichs zu erweitern.

        Der Wink stammt von einem Skeptiker, der weder dem erstarkenden Nationalstaat noch seinen windelweichen Kritikern, den Praktikern des „Das-haben-wir-schon-immer-so-gemacht“ das märkische Stammland überlassen möchte.

    • Lieber Herr Jenckel

      „… im Fokus“ hatte ich in meiner vorigen Mail vergessen zu schreiben. So ist das mit dem Rüberkopieren.

      Aber bei der Gelegenheit kann ich meine Frage ergänzen: Glauben Sie, Herr Jenckel, dass die Anti-Establishment-Affekte, die von Leuten wie Trump und seinen kleinen Brüdern und Schwestern in Europa bedient werden (und die zum Teil sogar gut begründet, wenn nicht sogar berechtigt sind) auch Auswirkungen auf die Lokalpolitik in Lüneburg hatten (Grün-schwarze Anti-Mädge/Nahrstedt-„Koalitionen“) und weiterhin haben werden (Erstarken der radikal antiliberalen AfD)?

      MfG Dirk Müller

  3. pegida-anhänger freuen sich über trump. die wahl zwischen pest und cholera zeigt die zukunft der politik in den sogenannten demokratien. die usa ist im endstadium des kapitalismus. da ist der präsident nur nebensache. in einer sogenannten demokratie wählt der wähler seine henker nur selbst. bei uns werden dafür nur parteien gewählt in anderen sogenannten demokratien personen. das ergebnis wird am ende gleich sein.

    • Klaus Bruns, JEDER, der es nicht dabei belassen will, zu wehklagen und idiotischen Nonsens über das „endstadium des kapitalismus“ (Sie) oder über den „Untergang des Abendlandes“ (Ihre Freunde, „Klaus“, „Peter“ und „Andreas“, etc.) bei LZ-Online zu posten, kann sich „in den sogenannten demokratien“ von seiner Couch erheben und ein politisches Mandat anstreben. Wer das nicht tut und stattdessen immer nur Gründe aufzählt, die ihn hindern bzw. sein Streben beschweren, sollte aufhören, seine Mitmenschen mit düsteren Vorhersagen zu behelligen, denn ER, der Nichtstuer, Verweigerer und Sabbelheini ist das Problem (weil er zur Herde derjenigen gehört, die nur quatschen und glotzen und maulen und einen großen Zorn – im Grunde über sich selbst – in sich hineinfressen, anstatt sich zu beteiligen und sich zu kümmern) — und NICHT die immergleichen parteilich organisierten Alphatiere und die sie umschwirrenden korrupten Lobbyisten. Rufen Sie mal Frau Verlinden, Herrn Webersinn oder Herrn Pauly an und fragen, wie das geht, sich kommunalpolitisch engagieren und dadurch mithelfen, dass die Vernunft nicht mit Trumptypen wie Petry, Pretzell, Meuthen und Höcke den Bachmann runter runkelt.

      • Aus diesem Grund sind Petry, Pretzell, Meuthen, Runkel und Co. vom Sofa aufgestanden, um der Demokratie und Ihrem Heimatland einen Dienst zu erweisen und von ihm Schsden abzuwenden. Die Kurzsichtigkeit der aktuellen Politik, die dieses Land nachhaltig zerstören würde unter dem Deckmantel von falsch verstandener Liberalität und Toleranz wird beendet werden. Die Leute lassen sich nicht mehr verschaukeln, noch von der etablierten Politik noch von dem Journalismus, der sich als Lobbyist der herrschenden Politik sieht, anstatt seinem Job einer ausgewogenen Berichterstattung und Kommentierung nachzugehen.

        • „Die Leute lassen sich nicht mehr verschaukeln (…) von dem Journalismus, der sich als Lobbyist der herrschenden Politik sieht, anstatt seinem Job einer ausgewogenen Berichterstattung und Kommentierung nachzugehen.“

          Ist das eine kaum verhüllte Selbstcharakterisierung Ihres Schreibverhaltens, Klaus?

          Lassen sich „die Leute“ – wer immer das auch ist -, für die Sie den Klassensprecher geben, ohne darum gebeten worden zu sein, künftig eher von völkischer Propaganda nach Ihrem Geschmack, also von einem Journalismus, der sich als Lobbyismus herrscherlicher Politik sieht und das Wort „ausgewogen“ durch „deutsch“ ersetzt hat, in eine illiberale „Demokratie“ demagogischer Polizeistaatautokraten hineintreiben? Was meinen Sie?

        • Ganz recht, Klaus, „Petry, Pretzell, Meuthen, Runkel und Co. sind vom Sofa aufgestanden. Gerade DARUM müssen viele andere nun ebenfalls aufstehen, um DAGEGEN zu halten und den autoritären Versuchern zu widerstehen. Es mag sein, dass die Gesinnungsbraunen losgezogen sind, „um der Demokratie und ihrem Heimatland einen Dienst zu erweisen“. Aber sie erweisen beiden nur einen Bärendienst, wenn ich das richtig beobachte, also einen sehr, sehr schlechten! Denn diese Leute, ihr ebenso rüpelhaft verantwortungsloser wie, man kann es nicht anders sagen, geradezu krankhaft aufmerksamkeitsgeiler Agitations- und Propagandastil, der stets kalt kalkuliert riskierten Pöbeleien am Rande exzessiver Gewaltbereitschaft gleicht, und die Schreihälse, die sie mit solchem gefährlichen Gezeter mobilisieren, bedienen sich in dreistester Perversion der Freiheiten und Mittel der Demokratie, um sowohl jene wie diese letztlich abzuschaffen.

          Sie schreiben es selbst, Klaus: „unter dem Deckmantel vorgeblicher Liberalität und Toleranz“ eint die allermeisten AfD-Demagogen nur ihr zutiefst antiliberaler (ökonomisch auf einen rigoros zentralistischen Staatssozialismus zulaufender, politisch auf ein von schneidig eifernden Kaderfunktionären exekutiertes Kontroll-, Disziplinierungs- und Umerziehungsregiment zielender) Planungs- und Lenkungsswahn, der die moderne, pluralistische in eine vormoderne, homogen formierte Gesellschaft zurückentwickeln will.

          • @lars wolff

            zitat: „Denn diese Leute, ihr ebenso rüpelhaft verantwortungsloser wie, man kann es nicht anders sagen, geradezu krankhaft aufmerksamkeitsgeiler Agitations- und Propagandastil, der stets kalt kalkuliert riskierten Pöbeleien am Rande exzessiver Gewaltbereitschaft gleicht, und die Schreihälse, die sie mit solchem gefährlichen Gezeter mobilisieren, bedienen sich in dreistester Perversion der Freiheiten und Mittel der Demokratie, um sowohl jene wie diese letztlich abzuschaffen…….politisch auf ein von schneidig eifernden Kaderfunktionären exekutiertes Kontroll-, Disziplinierungs- und Umerziehungsregiment zielender) Planungs- und Lenkungsswahn, der die moderne, pluralistische in eine vormoderne, homogen formierte Gesellschaft zurückentwickeln will.

            Ich dachte ,Sie schreiben über linke Zeit-und Gesinnungsgenossen, mit Steinen und Flaschen bewaffnet, die ihrer Meinung nach demokratisch legitimiert sind( ACAB) und das Recht auf Deutungshoheit mit den o. g. materiellen Mitteln „einprügeln und werfen“ und deren einziges Heil der (etwas zurückgebliebene, vergangene ) antifaschistische Schutzwall ist.“
            Wie sich die Wahrnehmung heute ähnelt.Unglaublich.

          • Sie „dachten“, andreas? Und, haben Sie sich da nicht ein wenig viel zugemutet? Sind Sie hier im Blog nicht fürs nachbelfern von auswendig gelernten Flachwitzen zuständig? Schaue ich mir das eben von Ihnen Abgelieferte an, will mir scheinen, das Denken ist wohl eine Kulturtechnik, der Sie noch ein ganzes Weilchen den Hof machen müssen. Und selbst dann bleibt ungewiss, ob sie Ihr Werben jemals erhört.

          • @andreas

            Anstatt hier fortgesetzt trumpsche Donaldesken zu quatschen, sollten Sie sich das nationalpopulistisch staatssozialistische Grundsatzprogramm Ihrer Heimatpartei vielleicht erst einmal durchlesen. Dann wissen Sie auch, was Sache ist, und können mitreden, wenn Erwachsene sich unterhalten.

    • @Klaus Bruns

      Zitat: „die wahl zwischen pest und cholera zeigt die zukunft der politik in den sogenannten demokratien.“

      Ich stimme voll zu: Auf der einen Seite eine Koalition zum Mehrheits-und Machterhalt mit Politik ohne jegliche Bürgernähe und -auf der anderen linksgrüne Genossen mit Sprüchen wie „Deutschland verrecke“ oder „Deutschland ,Du mieses Stück Sch****!“

      • Andreas
        mit einem haben sie recht, egal aus welcher ecke was richtiges gesagt wird, es bleibt richtig.

        • @Klaus Bruns

          „mit einem haben sie recht, egal aus welcher ecke was richtiges gesagt wird, es bleibt richtig.“
          Dann sollten Sie diese schreckliche Land,daß anscheinend die AFD so furchtbar politisch,sozial und gesellschaftlich an den Abgrund gebracht hat, schnellstens verlassen. Das man sein eigenes Geburtsland als Abgeordneter hasst und „verrecken“ sehen will, ist also OK?
          Deutschland schafft sich ab-jeden Tag ein bisschen mehr. Langsam habe ich damit keine Probleme mehr.

          • andy
            ihr einfältiges weltbild scheint sie ständig zu verwirren, oder? sie lesen zwar scheinbar, verstehen oft aber nur bahnhof. liegt das etwa an der afd ? passt ihr weltbild immer nur dann, wenn sie etwas verstehen wollen, was weder so gesagt ,noch geschrieben wurde? hallo Klaus, was halten sie von der aussage unseres geliebten andy? er ist ein anhänger der afd der gerne anderen etwas unterstellt. hat das bei der afd methode? wenn ja, worin unterscheidet sie sich dann von anderen parteien und ihren anhängern?

  4. Der US-Milliardär Donald Trump gewinnt die Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten – lautet der satirische Aufmacher aller Medien heute. Trump gestern? Trump morgen?

    • Ja, und wie sein europäischer Vorgänger unter den schwerreichen Polit-Clowns, il Cavaliere nero Silvio Berlusconi, wird auch dieser Milliardär ganz sicher nichts Dringenderes zu tun haben, als die englischen Heerscharen von empörten Dummköpfen, und zukurzgekommenen Willy Lomans, die ihn gewählt haben, endlich zu stolzen Eigenheimbesitzern mit Pool, mexikanischer Putzfrau und sechsstelliger Jahresrente machen.

  5. Stimmen aus der Bäckerstraße

    Was Hansestadt-Shopper und Lüneburger Tagestouristen zum US-Wahlergebnis sagen:

    „WTF? Ich bin entsetzt! Warum haben die Amis nicht so gewählt, wie die Deutschen es ihnen vorgeschrieben haben?“
    Sigmar Gabriel, Deutscher

    „Trump hat vor allem bei den weißen Männern in karierten Unterhosen, bei den arbeitslosen Cowboys und bei den Grizzlybären ohne College-Abschluß gepunktet.“
    Jörg Schönenborn, ARD-Erklärbär

    „Wieso durfte dieser Irre Opdenhövel die Wahl moderieren? Und warum fiel ihm Mehmet Scholl nicht ins Wort?“
    Frank-Walter Steinmeier, Wahlbeobachter

    „Ich bin erleichtert, daß es nicht Horst Seehofer geworden ist!“
    Angela Merkel, Politikverdrossene

    „Diese fettärschigen kulturlosen Trottel-Amis! Wie kann man nur einen Populisten und Rassisten wählen?“
    Günther Oettinger, Diplomat

    „Wie jetzt, ‚Präsident‘? Und was macht man da so?“
    Donald Trump, Showman

    „Ach, das macht nichts. Als Rednerin verdiene ich sowieso mehr.“
    Hillary Clinton, Wallstreet-Insiderin

    „So a big Scheiße! Now, ick wandere in a liberal country aus – nach Austria!“
    Arnold Schwarzenegger, Österreicher

    „Ein Pfälzer wird US-Präsident… chrchrchr… ich bin sehr stolz… chrchrchrchr…“
    Helmut Kohl, Pfälzer

    „Herr Trump kann am Sonntag gerne in meine Sendung kommen.“
    Anne Will, Schleiereule

    „Demokratie heißt, dass ihr alle vier, fünf Jahre wählen geht, den Rest überlasst ihr Trump und mir.“
    Brigitte Mertz, wissenschaftliche Angestellte

    „Ich ziehe mich morgen in Onkel Doms Hütte zurück.“
    Mark Twain, Brausebrückenbanker

  6. Und das sagen Lüneburger Prominente:

    Diese Satire zur US-Wahl, gnadenlos lokalisiert, erreichte uns auch:

    „Die Universität macht einen Quantensprung, wenn das Audimax kommt. Ich werde immer im ganzen Trump Tower darauf angesprochen. Eher nebensächlich sind daher die Kosten, wichtiger die Bedeutung für die Reputation. Ob das Zentralgebäude jetzt nochmal fünf oder zehn Millionen Euro teurer wird, wollen Donald und ich nicht mehr diskutieren.“
    Ulrich Mädge, Stadtmarketing-Experte

    „Immer wenn endlich mal Gras über eine Lüge von Donald Trump gewachsen ist, kommt bestimmt irgendein Kamel daher und frisst es wieder ab. Das ist wahnsinnig unfair, finde ich.“
    Andreas Meihsies, Raubtierflüsterer und Entspannungstrainer

    „Interessant, dass der Trump anscheinend nur Politik für Männer machen will, bzw. sich anscheinend nur Männer für Politik interessieren. Hier wird einmal mehr ein Weltbild reproduziert, welches das Männliche zur Norm macht und Frauen ausschließt. Und dann wundert man sich in Lüneburg, warum unser Stadtrat so aussieht wie er aussieht und an der ,Spitze‘ fünf Patriarchen stehen….“
    Andrea Henkel, Inhaberin handfester Meinungen

    „Hach, der Donald, der hat so herrlich weiße Zähne.“
    Klaus Bruns, Lobbyist für Blendwerk und Bleaching

    „Trump wird dafür sorgen, dass wir, IHK, Region und Uni, international besser wahrgenommen werden. Ich bin überzeugt, jeder Euro, der in den Ausbau der A39 nach Washington D.C. investiert wird, zahlt sich am Ende aus. Wir müssen jetzt mal die Kurve kriegen.“
    Michael Zeinert, Schaufensterdekorateur, Kaufhaus Lüneburg

    „Donald Trump ist liberal und konservativ, er steht zum Grundgesetz.“
    Gunter Runkel, Fantasy-Romane

    „Wir brauchen mehr Kriegselefanten und sechspännige Sensenstreitwagen für unsere Ordnungsbeamten, um bei Trump-Besuchen auch für Menschen wie mich in den Lüneburger Fußgängerzonen ein subjektives Gefühl der Sicherheit zu erzeugen.“
    Niels Webersinn, Verfechter des Amerikanischen Fahrstils

    „Das Beste an Donald Trump — ist sein ,sozialer‘ Wohnungsbau.“
    Karlheinz Fahrenwaldt, Schöpfer satirischer Themenplakate

  7. Hallo Herr Jenckel,

    wir stellen am 9. November fest, dass wir nicht genau verstehen, warum die Amerikaner Trump zu ihrem Präsidenten gemacht haben. Ist es mehr als Zahlenmystik, wenn Sie uns daran erinnern, dass dieses Datum in den Geschichtsbüchern auch als „deutscher Schicksalstag“ bekannt ist?

  8. Mit Haut und Haar

    Das Verhältnis von Trump zu seinen Wählern (und ihres zu ihm) habe ich noch nirgends besser dargestellt gefunden als hier:

    https://c1.staticflickr.com/9/8205/29160592045_16476407c5_b.jpg

    lg, Verena

    • Ja, schönes Bild. Passt auch auf Petry, Höcke, Holm, Hampel und deren Lüneburger AfD-Kasper. Die Schafe und die Kälber, wählten ihren Metzger selber, weil er so viel klarer und unverfrorener lügt, als die professionellen Technokraten des Establishments. Und keinem ist eingefallen, dass Trump, wenn er „America first!“ brüllt, zuallererst gelöchert und beharrlich aufgefordert werden sollte, gefälligst zu erklären, wie er der „working class“, von der er am Wahlabend schwadronierte, die Nachteile des Weltmarkts vom Hals schaffen will, ohne dass sie dafür wirtschaftlich schlimmer bluten muss als selbst unter Obama. Soll die patriotische Familie amerikanische Waren kaufen oder billige? Bringt eine Mauer nach Süden ökonomische Autarkie? Sind Trumps Parolen, sobald man sie zu Programmen umrechnet, für Nicht-Millionäre nicht um ein Vielfaches teurer als die teuerste Staatspleite? Läuft also der ganze trumpsche Quatsch nicht auf einen Militär- und Polizeistaats-Keynesianismus hinaus, der als Gruselaussicht zum Beispiel den zwecklosen Anti-Trump-Widerstand klassisch konservativer Teile der republikanischen Partei erklären könnte, die sich jetzt vor einer Nacht der langen Messer fürchten müssen?

      • Sehr geehrter Herr Bunge,

        Joachim Zießler, dialogunwilliger Politik-Kommentator der Landeszeitung, hat Ihre sehr berechtigte Aufforderung, Trump möge bitte erklären, „wie er der ‚working class‘, von der er am Wahlabend schwadronierte, die Nachteile des Weltmarkts vom Hals schaffen will, ohne dass sie dafür wirtschaftlich schlimmer bluten“ muss als jemals zuvor, heute sehr schön ergänzt (Eine Frage, mit der man auch mal die gebleachten Parolenbeißer „unserer“ AfD-Blender „löchern“ sollte). Zießlers Überschrift („Sündenböcke auf dem Altar der Wut“) erinnert an eine Passage aus der gestrigen Replik von Konrad Janssen auf den Post von Ratsherr Rainer Petroll: „Das Vorgehen Trumps ist genauso klar wie das von Petry, Gauland, Höcke und Konsorten. Sie machen Immigranten, Lesben oder Schwule sowie Intellektuelle für das Unglück der Arbeiterklasse und des unteren Mittelstands verantwortlich und erzählen deren Angehörigen, dass es völlig in Ordnung ist, aufgestauten Hass – in Richtung dieser Sündenböcke – nach Lust und Laune auszuleben“. (https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/377207-377207#comment-73822)

        Immerhin, als Leser nimmt Joachim Zießler bei Blog.jj offensichtlich teil. Hier sein bemerkenswerter Text:

        „Obamacare? Hat auch gute Seiten. Hillary ins Gefängnis? „Nichts, worüber ich intensiver nachgedacht hätte.“ Dass Donald Trump anfängt, zentrale Wahlkampfversprechen zu kassieren, kann nur diejenigen überraschen, die verdrängt haben, dass Prinzipienlosigkeit zum Wesenskern von Populisten gehört. Nur auf eines kann man sich verlassen: dass Sündenböcke präsentiert werden.
        Bei den illegalen Einwanderern aus Mexiko hat Trump Hass gepredigt wie die Brexit-Befürworter zuvor gegenüber Zuwanderern aus der EU —und beide werden liefern. Es ist beängstigend, dass Paul Ryan (der Sprecher der Republikaner im US-Kongress) zu beruhigen versucht, indem er betont, dass bei der Ausweisung von drei Millionen Menschen nicht an „Massendeportationen“ gedacht ist.
        Allein dieses Dementi belegt, dass hier kein normaler demokratischer Machtwechsel vollzogen wurde. Was hätten die Hillary-Gegner empfunden, wenn Clinton gewonnen hätte? Wut, Empörung, Verachtung — aber keine Angst, dass sie nun als Freiwild gelten.
        Viele Latinos, Muslime und Schwarze hingegen spüren jetzt Angst, dass die Wut der weißen Trump-Anhänger durch die regierende Unbarmherzigkeit noch angestachelt wird.
        Wen wird Trump als Sündenbock anbieten, wenn er feststellt, dass er ohne die Millionen Illegale seine Infrastruktur-Bauprojekte nicht umsetzen kann?“

        Sehr gute Frage, finde ich. Vielleicht verbindet Trump ja zu dieser Zeit mit dem Namen Putin schon Genaueres und mit dem Namen Erdogan wenigstens irgend etwas? Vielleicht wird es das „Konzept“ sein, wie man eigenes Versagen dazu nutzt, um die eigenen Reihen von „Terrorsympathisanten“, „Defätisten“, „Saboteuren“ und „unamerikanischen Umtrieben“ zu säubern?

        • Peter Förster
          sündenböcke suchen, ist kein amerikanisches phänomen. sowas findet bei uns ständig statt. und dieses in der presse, an den stammtischen , in den parteien usw. alles hat nur ein ziel, von sich abzulenken. ist es verwerflich, oder doch nur menschlich? es wird einfach zu viel getrommelt. dabei ist es zu laut und keiner hört mehr hin, oder ist nicht mal mehr in der lage, bei diesem lärm es überhaupt zu tun. dieses wird ausgenutzt. unser wirtschaftssystem lebt deswegen nur noch. so mancher hätte es schon längst in die wüste geschickt. in den usa sehen wir unsere eigene zukunft. wir werden ohne eine systemänderung genau so enden ,wie die usa. die intelligenz beutet den rest aus. entsolidarisiert interessiert es niemand. ich finde den satz immer lustig: die starken schultern tragen mehr als die schwachen. was tun, wenn die träger der starken schultern es einfach nicht wollen? darauf hat die politik bis heute keine antwort. steuern sollen ja nie erhöht werden, die starken wissen es zu verhindern, oder es umzulenken. was ist ein superreicher? wer gehört zur mittelschicht? wer ist der mittelstand? diese allgemeinen plattitüden machen den lärm. gern von den medien und den parteien gemacht. warum wird sich so geäußert? man will nur ablenken. von wem wohl?

          • Mensch Herr Bruns, was machen Sie denn hier? Am 09.11 haben Sie mehrmals vollmundig verkündet, dass Sie das Forum für immer verlassen wollen (ein Beispiel):

            „Klaus Bruns 9. November 2016 at 15:51
            hallo leuphana-combo, ich möchte mich hiermit gern von euch verabschieden. kämpft für die freiheit des geistes.“

            Für immer ist bei Ihnen aber ein verdammt kurze Zeit! Kommt die Welt, insbesondere das Forum, Ihrer Meinung nach doch nicht ohne Sie aus? Oder haben die traurigen Massen Sie angebettelt, den Kampf gegen das Böse wieder vom Computer aus aufzunehmen?

          • Hallo Klaus-Detlev Behrens, was machen Sie denn hier? Am 11. und am 12.11 haben Sie zweimal vollmundig verkündet, dass Sie sich gerne im Forum „inhaltlich argumentativ“ mit mir und anderen über die Programmpunkte von Donald Trump auseinander setzen wollen. Ich hatte Ihnen zu einer solchen Diskussion ein kleines Angebot gemacht (ein Beispiel):
            http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/377207-377207#comment-73829 … doch Sie haben es nicht angenommen.

            Und anstatt darauf einzugehen, Klaus-Detlev, missachten Sie Ihre eigene dringliche Mahnung, doch bitte auf die „Debattenkultur“ zu achten und andere nicht „herabzusetzen“.

            „Statt sich mit der Meinung anderer (AfD, Trumpisten, Antifa, Grüne, etc….[ODER mit der Meinung von KLAUS BRUNS]) inhaltlich argumentativ auseinander zu setzen, wird oft [UND IN DIESEM FALL VON IHNEN, KLAUS-DETLEV] lediglich konstatiert [ODER SUGGERIERT, WIE SIE ES HIER HERRN BRUNS GEGENÜBER TUN], dass die anderen [oder der andere] primit[i]v, doof, ungebildet, radikal oder was auch immer [INKONSEQUENT ZUM BEISPIEL] sind, ohne auf den Inhalt [HIER DES TEXTES VON HERRN BRUNS] einzugehen. Das trägt nicht zur Debatte bei und verschärft den Ton, bis nur noch Beschi[m]pfungen ausgetauscht werden.“

            Double standards nennt der Amerikaner die Grundlagen Ihrer „Debattenkultur“, Klaus-Detlev Behrens. Der Hanseat spricht in so einem Fall von Doppelmoral.

            Double

        • Klaus Bruns,

          ich zitiere Sie: „wir werden ohne eine systemänderung genau so enden, wie die usa. die intelligenz beutet den rest aus.“

          „Die“ Intelligenz? „Das“ System? Wer ist „die Intelligenz“? Würden Sie Trump dazu zählen? Eher wohl nicht, oder? Aber ist nicht gerade er dafür bekannt, seine Mitarbeiter und Angestellten gnadenlos auszubeuten? — Wie war das mit den Pauschalisierungen, Herr Bruns?

          Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht nur fremdenfeindliche Sentiments, sondern auch antiintellektualistische Affekte ganz entscheidende Komponenten des gerade in Europa heraufziehenden neofaschistischen Nationalpopulismus bilden.

          Auch der Topos der „Entsolidarisierung“ (historisch: „Zersetzung“) begleitet die Rhetorik des Antiintellektualismus von Anfang an.

          Und, Herr Bruns, ein weiterer scheinbar harmloser Begriff enthält den Kern des Antiintellektualismus z. B. in der Weimarer Republik: der des „Systems“. Die Komposita Systempolitiker, -presse, -regierungen (heute zusätzlich die Kampfbegriffe: „Altparteien“, „Establishment“, „Political Correctness“, „Gesinnungsjournalismus“, „Lügenpresse“) dienten (und dienen auch heute) dazu, das liberale republikanische Verfassungswesen als geschichtlich überholte und „überwundene“ Epoche darzustellen.

          Das „System“ Weimar sollte seinerzeit für etwas bloß rational Konstruiertes, planmäßig Geordnetes und Künstliches stehen. Es galt als das absolute Gegenteil des „natürlichen“ völkischen Gemeinschafts- und Staatsverständnisses der Nationalsozialisten. Dem entspricht es, wenn Alfred Rosenberg im „Mythus des XX. Jahrhunderts“ den ganzen „blutlosen, intellektualistischen Schutthaufen rein schematischer Systeme“ fortgeräumt wissen will. Sein Kampf gegen die „dekadenten Hornbrillenwesen“ war begleitet von Attacken auf die Weimarer Republik, die ihm – hierin repräsentativ für die ganze NS-Bewegung – als „abstrakt, instinktlos, kalt, wurzellos und zersetzend“ galt. Schließlich war es Hitler selbst, der vor Verlegern und Journalisten im Jahre 1938 freimütig bekannte: „Wenn ich so die intellektuellen Schichten bei uns ansehe, leider, man braucht sie ja, sonst könnte man sie eines Tages, ja, ich weiß nicht, ausrotten oder so was“ (Zit. nach H. von Kotze/ H. Krausnick: Es spricht der Führer, Gütersloh 1966, S. 281).

          In der Rhetorik von Joseph Goebbels spielen bei seiner Version eines dezidierten Antiintellektualismus die Komposita mit „Asphalt“ eine große Rolle. Er spricht wiederholt von „Asphaltkultur“, „Asphaltmenschentum“, „Asphaltpresse“, „Asphaltdemokratie“ und „Asphaltintellektualismus“.

          Die anläßlich der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 veröffentlichten „Zwölf Thesen wider den undeutschen Geist“ sowie die beim Verbrennungsritual gerufenen Feuersprüche enthalten permanent wiederholte Aufforderungen zur Überwindung des Intellektualismus: „Wir fordern vom deutschen Studenten den Willen und die Fähigkeit zur Überwindung jüdischen Intellektualismus und der damit verbundenen liberalen Verfallserscheinungen im deutschen Geistesleben“ (These 10)
          „Gegen volksfremden Journalismus demokratisch-jüdischer Prägung, für verantwortungsbewußte Mitarbeit am Werk des nationalen Aufbaus …!“ (Zit. nach Joseph Wulf: Literatur und Dichtung im Dritten Reich Reinbek 1966, S. 44f., 49f.).

          Derartige Parolen bedürfen wohl kaum einer Interpretation. Sie symbolisieren exakt jene einst von Karl Kraus geprägte Kurzformel für den Faschismus: als „Aufstand der Phrase zur Tat“.

          Also Vorsicht mit Sätzen wie: „die intelligenz beutet den rest aus“, Herr Bruns!

  9. Herr Jenckel,

    Sie schreiben: „Auch nach mehr als sieben Jahrzehnten transatlantischer Brüderschaft wissen wir von der Mentalität des anderen kaum etwas“.

    Können Sie mir eine innige Lebens- und Liebesgemeinschaft nennen, Herr Jenckel, in der das anders ist? Fragen Sie mal die frisch geschiedenen Traumpaare Mädge und Meihsies, Spoun und Keller oder Manzke und Pauly, ob die immer Gewissheit darüber besaßen, wie der andere gerade tickte.

    Für weitaus beunruhigender halte ich ein vorgelagertes Problem. Der neu gewählte amerikanische Präsident ist nahezu vollständig das Produkt eines reinen Medienspektakels, aber nicht nur für alle anderen, sondern, wie ich im Einklang mit sehr vielen Beobachtern vermute, höchstwahrscheinlich auch für sich selbst. Vor zwanzig Jahren nannte der Fotokünstler Jürgen Klauke ein Bild seiner Person, aufgenommen von den Maschinen zur Gepäckdurchleuchtung am Flughafen, „Selbstfindung“. Was sagt eine Röntgenaufnahme über einen Charakter? Ich fürchte, nicht mehr, als Trump über seine eigenen Motive, Pläne und politischen Ziele bekannt ist. Wenig bis nichts nämlich. DAS ist brandgefährlich.

    Was denken Sie?

  10. Des Widerspenstigen Zähmung

    Heute kommentiert Joachim Zießler in der LZ:

    »In der Wahlnacht zerstob die Hoffnung, dass die Selbstreinigungskräfte des US-Wahlsystems den Kandidaten Trump stoppen würden. Das Gleiche droht der Hoffnung, dass das Präsidentenamt den Unberechenbaren einhegen möge.« (http://www.landeszeitung.de/kommentar)

    »Was wollen Sie denn!«, hält Franz von Papen, der Steigbügelhalter des eben gekürten Reichskanzlers, am 30. Januar 1933 seinen Kritikern entgegen. »Wir haben uns den Mann engagiert… Ich habe das Vertrauen Hindenburgs. In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, daß er quietscht!«

    Gepostet von Ludwig Garbers

    • Ja, sehr schwacher Kommentar. Faselt von Rückzugsgefechten des weißen Mannes, unterstellt Trump ein Rassist und Demagoge zu sein, fehlt nur noch Sexismus und Xenophobie, dann wäre der Kommentar komplett. Dazu kommt natürlich noch ein Hinweis auf die 30er und hier jetzt auf Papen und somit Hitler und schon ist das Gebräu komplett. Mal ehrlich, demagogischer kann man Kommentare nicht verfassen. Es wurde auch schon vielfach versucht ihn als dumm ab zu stempeln. Diese ganzen Beschreibungen gehen an der Wirklichkeit vorbei und dienen nur dem Zweck sich nicht mit den Inhalten seiner Ausführungen und den Problemen der Menschen des Landes auseinander zusetzen. Er soll einfach aus dem Rennen genommen werden, um den Politikbetrieb und seine Lobbyisten, die fürstlich in Clinton investieren nicht zu stören.

      Ich beschreibe ihn mal so, Trump ist intelligent, sehr gut ausgebildet, wirtschaftlich erfahren, mit allen Wassern gewaschen, musste sich nie unterwerfen, ist unabhängig, nimmt kein Blatt vor den Mund, war selten gezwungen Rücksicht zu nehmen, sich diplomatisch zu verhalten oder sich der political Correctness zu unterwerfen. Das hat ihn mitunter ungehobelt und direkt gemacht, es hat ihm aber auch ermöglicht einen Wahlkampf zu führen gegen übermächtige, finanziell und lobbyistisch überlegene Gegner in der eigenen Partei, dem politischen Gegner und den Medien. Nur so konnte er sich Gehör verschaffen und als unabhängiger Geist gewinnen. Was er jetzt, im nächsten Schritt, daraus macht bleibt abzuwarten. Ich halte ihn für sehr lernfähig und sehr Durchsetzungsstark und mit diesen Eigenschaften wird er die Welt fordern und sein Land erneuern und auf Trapp bringen. Er wird die Widerstände überwinden an denen Obama gescheitert ist. Auch er wird handwerkliche Fehler machen, aber er wird die Kraft mitbringen sie zu korrigieren. Er kann Druck standhalten und gesteht auch Fehler ein. Ich bin gespannt und zuversichtlich.

      • Klaus
        Warum glauben sie auf einmal der Presse? Trump hat sehr viele Geschäfte in den Sand gesetzt und überwiegend vom Staat gelebt. Er weiß, wie man den Staat melkt, sonst hat er nichts zu bieten, außer Zäune und ähnlichen Schwachsinn.

        • Gehn tut ois. Bloß wia halt, gell?

          Ein Fernsehbild zum Sonntag: Donnerstagnachmittag, der neu gewählte Präsident besucht den Kongress. Er sitzt neben Paul Ryan, dem republikanischen Sprecher des Abgeordnetenhauses, ein Mann der eigenen Partei. Ryan hat Trump mal einen „ekelhaft verlogenen und durchgeknallten Bilderbuchrassisten“ genannt und sich mehrfach vom Kandidaten losgesagt. Trump hat versucht, in Ryans Heimatstaat Wisconsin dessen Gegner zu unterstützen. Jetzt sagt Ryan, wie sehr er sich auf die Arbeit mit dem neuen Präsidenten freue. Und Trump sagt, man werde gemeinsam „fantastische Dinge“ tun.

      • „Trump ist intelligent, sehr gut ausgebildet, wirtschaftlich erfahren, mit allen Wassern gewaschen, musste sich nie unterwerfen, ist unabhängig, nimmt kein Blatt vor den Mund, war selten gezwungen Rücksicht zu nehmen, sich diplomatisch zu verhalten oder sich der political Correctness zu unterwerfen. Das hat ihn mitunter ungehobelt und direkt gemacht, es hat ihm aber auch ermöglicht einen Wahlkampf zu führen gegen übermächtige, finanziell und lobbyistisch überlegene Gegner in der eigenen Partei, dem politischen Gegner und den Medien. Nur so konnte er sich Gehör verschaffen und als unabhängiger Geist gewinnen.“

        Gratuliere Klaus, Sie haben das zentrale Propagandamärchen gefressen und bewähren sich als Distributionspapagei !

        Der Spitzenkandidat der AfD für die kommende Bundestagswahl dürfte dann ja wohl feststehen: https://www.welt.de/img/vermischtes/mobile156760763/6911356967-ci16x9-w1200/Robert-And-Carmen-Geiss-Open-Titan-Shop-In-Osnabrueck.jpg

        • Ich schmeiß mich wech. Der Geissen Robert als Bundeskanzler! Eine schrecklich glamouröse Vorstellung! Ist sein Spitzname nicht Uncle Sam? Sind seine Augen nicht blau, seine Haare blond und seine Ansichten zahlreich und schnell wechselnd? Und ist sein Beruf nicht Unternehmer und TV-Darsteller? Widmet er sich nicht vor allem der Entwicklung von Luxusimmobilien? Hat er nicht auch von Politik nicht den Schimmer einer Ahnung?

          Wenn er der AfD in 2017 über die Fünf-Prozent-Hürde hilft, wird Frauke Petry sicher schreiben: „Robert Geiss ist intelligent, sehr gut ausgebildet, wirtschaftlich erfahren, mit allen Wassern gewaschen, musste sich nie unterwerfen, ist unabhängig, nimmt kein Blatt vor den Mund, war selten gezwungen Rücksicht zu nehmen, sich diplomatisch zu verhalten oder sich der political Correctness zu unterwerfen. Das hat ihn mitunter ungehobelt und direkt gemacht, es hat ihm aber auch ermöglicht einen Wahlkampf zu führen gegen übermächtige, finanziell und lobbyistisch überlegene Gegner in der eigenen Partei, dem politischen Gegner und den Medien. Nur so konnte er sich Gehör verschaffen und als unabhängiger Geist gewinnen.“

          • Glückwunsch Denise, ihrem Kommentar kann ich entnehmen, dass ihre Wahrnehmung allumfassend ist, im Gegensatz zu meiner. Mein Realitätskontakt, soll auch nicht vorhanden sein. Aha. Sicher Ist der Realitätskontakt nur bei den etablierten Parteien und bei Obama und Clinton vorhanden, sicher nicht bei.den Wählern, sonst könnte Trump nicht gewinnen oder die AfD zulegen. Vielleicht überprüfen Sie mal ihren Realitätskontakt.

        • Regina, sie bezeichnen den ganzen Absatz als Propagandamärchen. Wenn Sie einzelne Punkte herausgegriffen hätten und diesen etwas entgegengesetzt hätten, hätte ich Ihren Kommentar eventuell ernst nehmen können. Aber so?
          Ganz im Ernst, Propagandamärchen habe ich auch im letzten Jahr über Trump in deutschen Medien nicht zu lesen und hören bekommen, eher das komplette Gegenteil. Da scheint es auch eine komplett andere Wahrnehmung (oder Wünsche) deutscher Leitmedien mit der Wahrnehmung der Amerikaner selbst über deren Zustand zu geben. Die Amerikaner haben z.B. Obama lange Zeit als schwächsten Präsidenten aller Zeiten erlebt. Wieso nur? Nach deutschem Medienkonsumen nicht nachvollziehbar. Nach deutscher Berichterstattung konnte ich auch nicht Glauben, dass die Amerikaner Trump wählen, es sei denn sie sind Geisteskrank. Nun ist er es plötzlich und sie sprechen von Propagandamärchen. Das
          Clinton es trotz Unterstützung der nahezu gesamten Medienwelt und der amerikanischen Finanzwirtschaft mit dem deutlich größten Marketingbudget nicht geschafft hat, sollte zu Denken geben. Eventuell wurde versucht die Realitäten eher zu übermalen, als sie zur Kenntnis zu nehmen und sich mit Ihnen auseinanderzusetzen. Da sehe ich übrigens Parallelen in Deutschland.

          • Wilhelm Hagemann

            Klaus, Klaus, Klaus,

            Sie faseln und faseln und faseln, aber auf konkrete Fragen, antworten Sie nicht. Selbst wenn Sie zuvor versucht haben, andere damit vom hohen Ross Ihres gesinnungsgefestigten Durchblickertums herunter in die Ecke der herumpupenden Doofis zu drängen: https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/377207-377207#comment-73816

            Wo lernt man nur, so ein dösbaddelig bräsiger Schnackefatt wie Sie zu sein, Klaus ?

          • Lieber Wilhelm, auch wenn sie sich ständig in Beleidigungen reinsteigern, und mir Fragen stellen wie ein Kind, was nicht bereit ist zu denken, möchte ich Ihnen und Sandra ein wenig auf die Sprünge helfen. Es wäre sicherlich einfacher ihre Fragen nach dem amerikanischen Warum einem Amerikaner zu stellen. Da ich unterstelle, dass Sie sich im Dickicht der deutschen Presselandschaft, die sich der Clintonschen Wahlkampfmaschinerie angeschlossen hat, nicht zurechtgefunden haben, um sich eine eigene Meinung zu bilden, gebe ich Ihnen ein paar Tipps mit denen Sie sich die Fragen sicherlich selbst beantworten können.
            Tipp Sammlung: Der Amerikaner sehnt sich nach besseren Zeiten zurück. Der Amerikaner sehnt sich nach einer Mittelstandsgesellschaft zurück, die Leistung honoriert, ausgeglichener ist, mit sicheren Jobs und steigenden Realeinkommen und einer Aussicht auf Renten mit denen man seinen Lebensstandard erhalten kann.
            Er sehnt sich nach Zeiten zurück ohne Millionen illegaler und krimineller Migranten. Er sehnt sich nach Zeiten zurück in denen die Menschen offen ihr Gesicht zeigen und mit Fleiß, dem Willen zur Bildung und legalen Mitteln, versuchen voranzukommen. Er sehnt sich nach Zeiten in denen Migranten auf legalem Wege ins Land migrieren. Nach Zeiten, in denen es selbstverständlich ist die Sprache des Landes zu sprechen in dem man lebt. Eine Zeit mit kulturellen Gewissheiten und Vertrauen und gesellschaftlicher Konsensfähigkeit. Eine Zeit in der man an den Früchten der Entwicklung Teil hat und sich soziale, ökonomische und ökologische Risiken teilt.
            Er hofft auf Zeiten, in denen man die Menschen anderer Länder ihre Probleme selbst lösen lässt. Er hofft auf Zeiten in denen man Menschen, die in ihrem Glauben oder in ihrem Inneren die Werte und die Kultur der Amerikaner ablehnen nicht ins Land lässt. Er hofft auf eine bezahlbare Krankenversicherung. Viele Amerikaner glauben, dass Trump die Eigenschaften, den Willen und die Fähigkeiten mitbringt ihm bessere Zeiten zu bringen und der Politik und dem Personal eine Abfuhr erteilt, die die derzeitige Situation im Land zu verantworten haben.

          • Wilhelm Hagemann

            Klaus,

            mit Verlaub, Sie sind ein aufgeplusterter Phrasendrescher.

            „Der Amerikaner sehnt sich nach besseren Zeiten zurück. Der Amerikaner sehnt sich nach einer Mittelstandsgesellschaft zurück, die Leistung honoriert, ausgeglichener ist, mit sicheren Jobs und steigenden Realeinkommen und einer Aussicht auf Renten mit denen man seinen Lebensstandard erhalten kann.
            (…) Eine Zeit mit kulturellen Gewissheiten und Vertrauen und gesellschaftlicher Konsensfähigkeit.“?

            Das alles mag so sein, Klaus. Wenn auch nicht ganz ausgeschlossen werden kann, dass all das nur der Inhalt dessen ist, was SIE für IHR „Sehnen“ halten und was SIE (nach gesinnungsgleicher Kameradschaft in Übersee verlangend) in „den Amerikaner“ hineindeuteln.

            Sie schwafeln immer wieder von „Werten“ und „Kultur“, haben aber schon mehrmals hier im Blog eingestehen müssen, dass Sie gar nicht sagen können, wovon Sie da reden. Könnte es nicht sein, dass die obsessive Betonung der „Kultur“, die Sie, wie viele andere AfD-Freunde, ständig beschwören, Teil einer Re-Nationalisierung ist, einer wütenden Abwehr von allem, was auch nur entfernt an die verhasste Globalisierung erinnert, an den Westen und an das Insistieren auf zivile Rationalität statt maßloser Empörung und aufwühlender ‚Emotionalität‘. Rechtes Denken ist Raumdenken, Klaus. Es setzt die konkrete nationale Kultur gegen die bedrohlich abstrakte Weltgesellschaft, gegen Massenmigration, Großkapital und islamistischen Terror. Deutschland, so war auf dem Stuttgarter AfD-Parteitag zu hören, sei ein ‚Weltkulturerbe‘, das gegen ‚Weltgemeinschaft und Weltstaat‘ verteidigt werden müsse.

            Und übrigens, wenn es eine Person gibt, die das derzeitige Elend schlecht oder gar nicht bezahlter, versicherter oder berücksichtigter Arbeiter und Angestellter in den Teilen der USA mit zu verantworten hat, die seine Hotels, Casinos und Mietshäuser bedecken, dann ist das Donald Trump.

          • Wilhelm, so wird das nichts. Jetzt beantwortet man Ihnen und Sandra ihre Frage nach dem Warum der Amerikaner und Sie springen schnell zum nächsten Thema. Wenn die Antworten nicht zu ihrer ideologischen Brille passen, schnell das Thema wechseln. Wie immer Huh AfD, Huh Re Nationalisierung Huh Papen Huh Hitler Huh, Huh, .., kann es vielleicht sein, dass sie die Welt nicht verstehen weil sie Ideologie getrieben sind und im vorvorgestern feststecken? Völlig rückwärtsgewandt aber leider nicht im Gestern einer … ausgleichenden Mittelstandsgesellschaft…mit kulturellen Gewissheiten… sondern im Vorvorgestern. Wo sich kommunistische und nationalsozialistische Weltanschauungen bekämpft haben und die ganze Welt beglücken wollten durch ideologische und nationale Expansion. Wilhelm kommen Sie mal raus aus aus ihrem vergangenem Sumpf.
            Es braucht niemand zu Re Nationalisieren, wir leben in Nationalstaaten und Amerika hat ein nationalen Präsidenten gewählt. Ich verrate ihnen noch etwas, egal wer dort Präsident wird, er wird die nationalen Interessen der USA und seiner Bürger vertreten und dort Verträge und Bündnisse schließen, wo es der USA nützt und ihrem Machterhalt dient. Wenn sie ihrer Kultur und Werte nicht sicher sind Wilhelm, ihr Problem, wenn sie über die AfD, Parteitage diskutieren möchten, bitte aber nicht über den Umweg Trump. Fragen sie nicht nach dem Amerikaner, wenn Sie über die AfD reden möchten.

      • @ Klaus

        Den Kommentar von Herrn Bunge sollten Sie schon noch lesen: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/377207-377207#comment-73755

        Dass Ihre Wahrnehmungen selektiv sind, um es einmal milde auszudrücken, Ihre Kenntnisse dürftig und Ihre Vorstellungen meist ohne jeden Realitätskontakt, ist hier von sehr vielen Kommentatoren ja immer wieder hervorgehoben und belegt worden.

  11. Ein einmal geglaubtes Denkmuster ist bei vielen Menschen sehr schwer wieder auszubauen, da helfen bei den meisten auch keine Argumente. Die leben wirklich nach dem Motto „meine Meinung steht fest, verwirre mich nicht mit Tatsachen“ Dann kommt es zu kognitiver Dissonanz, und der Denkprozess endet noch bevor er begonnen hat. Dann merken diese Menschen nämlich, dass ihre Meinung gar nicht ihre ist, sondern ihnen von Medien, von Freunden oder wem auch immer untergeschoben wurde. Die haben dann keine Argumente um ihre Meinung zu untermauern, sondern nur Parolen die keiner sachlichen Diskussion standhalten. Deshalb brechen sie das Gespräch oft ab, oder reagieren gereizt. Wenn die eigene Meinung das Ergebnis des eigenen Denkens und Erlebens ist, hat man auch genügend Argumente. Außerdem ist unsere Sprache durch verbalen Kampfsport (Rhetorik) so verbogen, dass die Wähler gegen ihre eigenen Interessen wählen ohne es zu merken. Eigentlich bräuchten wir ein Reinheitsgebot der deutschen Sprache, aber das gibts leider nur für Bier.

    • Kann es vielleicht sein, dass die Menschen gar nicht dumm sind, sondern genau wissen, was sie wählen? Und je häufiger sie man als ungebildet und dumm bezeichnet eher noch mehr genau das wählen, was von denen abgelehnt wird, die sie als dumm bezeichnen?
      Man muss ja weder die AfD noch Trump mögen oder deren Programm (wenn es denn eins gibt) billigen, aber wäre es nicht sinnvoll sich damit wirklich auseinander zu setzen? Persönlich finde ich die momentane Entwicklung auch nicht schön, aber reicht es wirklich, alle, die nicht meiner Meinung sind, einfach herabzusetzen? Ich fürchte, so kommen wir nicht weiter…

      • Hallo Detlev Behrens,

        ich fürchte, so kommen wir nicht weiter. Deshalb habe ich zwei Fragen, für deren Beantwortung ich Ihnen dankbar wäre.

        Sie schreiben:

        „Man muss ja weder die AfD noch Trump mögen oder deren Programm (wenn es denn eins gibt) billigen, aber wäre es nicht sinnvoll sich damit wirklich auseinander zu setzen?“

        FRAGE 1: Wie kann man sich mit dem „wirklich sinnvoll auseinandersetzen“, was es gar nicht (oder noch gar nicht) gibt?

        Sie schreiben weiter:

        „Persönlich finde ich die momentane Entwicklung auch nicht schön, aber reicht es wirklich, alle, die nicht meiner Meinung sind, einfach herabzusetzen?“

        FRAGE 2: Wer will alle, die nicht Ihrer Meinung sind, herabsetzen? Um ehrlich zu sein, kenne ich niemanden, der Ihrer Meinung ist, aber auch niemanden, der nicht Ihrer Meinung ist. Wie denn auch, wenn ich nicht einmal Sie kenne. Und Ihre Meinung kann recht besehen auch niemand kennen, denn Sie stellen zwar vier Fragen, aber eine Meinung äußern Sie leider nicht. („Persönlich finde ich die momentane Entwicklung auch nicht schön“ kann nicht dafür gelten, da niemand wissen kann, worauf sich Ihre vagen Ausdrücke „momentane Entwicklung“ und „nicht schön“ beziehen.) Wie könnte man unter diesen Umständen also jemanden herabsetzen, der nicht Ihrer Meinung ist?

        • Hallo Flori,

          1) Die AfD hat ein Programm und hat sich zu vielen Themen geäußert, da gibt es also Ansatzpunkte. Auch bei Herrn Trump kristallisieren sich mittlerweile heute programmatische Punkte heraus, mit denen ich mich inhaltlich auseinandersetzen kann.
          2) Habe ich scheinbar miverständlich ausgedrückt – war aber denke ich, doch gedanklich erschließbar: mit „nicht meiner Meinung“ ist die im Moment vorherschende Tendenz gemeint, sich, statt sich mit der Meinung anderer (AfD, Trumpisten, Antifa, Grüne, etc….) inhaltlich argumentativ auseinander zu setzen, wird oft lediglich konstatiert, dass die anderen primitv, doof, ungebildet, radikal oder was auch immer sind, ohne auf den Inhalt einzugehen. Das trägt nicht zur Debatte bei und verschärft den Ton, bis nur noch Beschipfungen ausgetauscht werden.

          Habe ich es jetzt etwas klarer ausgedrückt?

          Übrigens ist meine angedeutete, inhaltlich Differenz mit Trump und der AfD durchaus mit etwas gutem Willen herauszulesen, oder? Und eine mangelnde Debattenkultur zu bemängeln, stellt für mich eine Meinung dar – für Sie nicht?

          • Hallo Detlev Behrens,

            1) ich kenne das „Grundsatzprogramm“ der AfD sehr gut, habe sogar mehrmals darüber geschrieben. Auch gibt es „inhaltlich“, „stilistisch“ und im Umgang mit den Medien sicher zahlreiche Parallelen zwischen dem AfD-Personal und Donald Trump. Aber das ist hier nicht das Thema.

            2) „Debattenkultur“ ist eine feine Sache! Sie schreiben: „Auch bei Herrn Trump kristallisieren sich mittlerweile (!) heute (!) programmatische Punkte heraus, mit denen ich mich inhaltlich auseinandersetzen kann.“ Immerhin, bereits vier Tage nach der Wahl, „kristallisieren sich programmatische Punkte heraus“! Sie möchten sich „inhaltlich auseinandersetzen“? Das ist doch schön. Fangen wir gleich an:

            A) Was wird die Zukunft bringen? Die soliden amerikanischen Institutionen werden einen reibungslosen Machtwechsel garantieren. Obama hat seinen Nachfolger mit Würde und Takt empfangen, und Trump hat in der Begegnung seinerseits Respekt bewiesen. Doch ab dem 20. Januar 2017 werden alle Hebel der Macht in den Händen der Republikaner liegen: das Weisse Haus, der Kongress und, sobald ein von Trump bestimmter konservativer Anwärter im Amt bestätigt ist, auch der Oberste Gerichtshof.

            B) Die Dominanz der Konservativen im Obersten Gerichtshof stellt für Amerika die größte Gefahr dar. Sie wird mit einiger Sicherheit zu einer drastischen Einschränkung der Rechte führen, die Frauen im Bereich der Geburtenkontrolle zugebilligt werden. Die Voting Rights Act, die die Wahlrechte von Minderheiten garantieren soll, und die kümmerlichen Überreste der Affirmative Action dürften zur Disposition stehen.

            C) Die Republikaner hatten sich stets gegen Obamas Gesundheitsreform gestemmt – entsprechende Schritte werden nun nicht lange auf sich warten lassen. Allerdings: Würde die Reform kassiert, dann hätten rund 20 Millionen Amerikaner keinen Zugang zu Krankenversicherungen mehr, und eine solche Maßnahme wäre mit Sicherheit alles andere als populär. Trump hat denn auch bereits signalisiert, dass mindestens zwei Kernelemente von Obamacare in Kraft bleiben werden.

            D) Die Reichen können sich auf Steuererleichterungen freuen, und aus der Dodd-Frank Act, die den Finanzmarkt auf Transparenz und Verantwortlichkeit verpflichten sollte, dürften die für die Banken unbequemsten Auflagen gestrichen werden. Illegal Eingereisten wird inskünftig ein noch kälterer Wind entgegenwehen. Am schmerzlichsten wird sich Trumps Präsidentschaft wohl im Bereich der Klima- und Umweltpolitik auswirken: Das Pariser Abkommen dürfte unterlaufen, Obamas Errungenschaften in der Förderung sauberer, erneuerbarer Energieträger und der Reduktion der Treibhausgasemissionen dürften rückgängig gemacht werden.

            E) Versucht man sich Trump auf der internationalen Bühne vorzustellen, dann sollte man sich erinnern, dass er in seiner Karriere als Immobilienmakler und «master of the deal» gelernt hat, zu verhandeln und Kompromisse zu schließen. Diese Fähigkeiten wird er zum Einsatz bringen. Er hat geschworen, das Nuklearabkommen mit Iran zu zerreißen; das wird er wohl tun, wenn Iran sich nicht zu einem gesichtswahrenden Kompromiss herbeilässt. Dazu dürfte auch Trump Hand bieten – denn ohne ein solches Abkommen könnte ein Waffengang mit Iran unumgänglich werden, und Trump hat klargemacht, dass er keinen Cent für militärische Abenteuer im Ausland erübrigen will. Er behauptete auch, er habe einen Geheimplan, um mit dem IS fertigzuwerden. Es bleibt abzuwarten, was daraus wird – möglicherweise ein Arrangement mit Putin und Assad.

            F) Und Trumps Vorhaben, einen Grenzwall im Süden zu errichten und Mexiko dafür zahlen zu lassen? Vielleicht wird dies das erste der großen Infrastrukturprojekte, die er versprochen hat. Sein Plan hingegen, die Nato-Partnerstaaten aufgrund einer Kosten-Nutzen-Rechnung zur Kasse zu bitten, war vermutlich nur Bluff. Wie sich die Beziehung zu Putin entwickelt, lässt sich nicht voraussagen. Trump mag es nicht, wenn man seine orangerote Pompadour-Frisur in Unordnung bringt, und er wird sich seinerseits hüten, Putins Federn zu zausen. Auch hier wird die Versuchung, mit einem autoritären Amtskollegen zu paktieren, beträchtlich sein.

            Ich freue mich auf Ihre Argumente, Einwände, Anmerkungen, Ergänzungen und/oder Richtigstellungen, Detlev.

          • Moin Flori,

            erst einmal danke für Ihre Ausführungen! Ich finde es sehr gut, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Meinung detailliert darzustellen.
            Um etwas kurz vorweg zu nehmen: ich vermute, Sie unterliegen der Annahme, ich sei der Präsidentschaft Trumps mehrheitlich positiv gegenüber eingestellt – ich kann Ihnen versichern, dem ist nicht so. Mir widerstrebt die Art von Herr Trump, mit Menschen umzugehen und die Tatsache, dass er seit jeher nur um seinen eigenen Vorteil besorgt ist. Da ich längere Zeit in den USA verbracht habe, kenne ich Trumps Verhalten schon etwas länger als mir lieb ist. Und ein „master of the deal“, das ist er sicher nur begrenzt. Vieles, was er erreicht hat, ist zumindest nur halblegal abgelaufen. Für mich ist das kein „deal“ im klassischen Sinne.
            Was Ihre Vermutungen, wie die Zukunft aussehen wird, angeht, da werde ich mich von Anmerkungen oder Ergänzungen fernhalten. Der Grund ist sehr einfach: persönlich kann ich nicht voraussagen, was wirklich passieren wird. Jeder meiner Ansätze ist nicht mehr als Spekulation. In einem stimme ich mit Ihnen aber überein: es wird bestimmt nicht einfach für Amerika und den Rest der Welt.

          • Tach Detlev,

            die Zeit habe ich mir gern genommen. Schade, dass SIE, der darum gebeten hat, man möge beginnen, sich mit ihm und mit Trump und mit der AfD „inhaltlich argumentativ auseinander zu setzen“, weil es bei der AfD dafür „Ansatzpunkte“ gebe und „auch bei Herrn Trump sich mittlerweile programmatische Punkte“ herauskristallisierten, „mit denen Sie sich inhaltlich auseinandersetzen könnten“ und wollten, nun, nachdem ich meine Meinung „detailliert dargestellt“ habe, — dass SIE nun den Schwanz einkneifen, NICHT, den Versuch machen, sich „inhaltlich argumentativ auseinander zu setzen“, sondern insinuieren, meine Überlegungen seien haltlos, indem SIE freimütig bekennen: „Jeder meiner Ansätze ist nicht mehr als Spekulation.“ Ja, Detlev, im Reiche der Meinungen hat JEDE Auseinandersetzung neben mehr oder weniger guten Begründungen stets eine spekulative Komponente. Sonst wäre es eben kein Meinen, sondern ein Beobachten, Beweisen und Dokumentieren mori geometrico demonstrata. Darauf, dass Sie sich zuletzt auf so billige Art von der von Ihnen selbst eingeforderten Auseinandersetzung davonstehlen würden, deuteten zwar Ihre (stets andere fordernden, aber selbst immer nur ausweichenden) Manöver von Anfang an hin, aber es ist mir jedesmal eine Freude, Leute wie Sie, die groß reden, aber klein handeln, dahin zu bringen, sich selbst als Luftpumpen zu entlarven.

            So hatten wir beide unseren Spaß: Sie, weil Sie sich einmal in den kaiserlichen Kleidern des salomonischen Ausgleichs im Forum präsentieren konnten, ich, weil ich den Umstehenden wie das Kind im Märchen zeigen und zurufen durfte: „Aber er hat ja gar nichts an!“

            P.S.: Sie „kennen Trumps Verhalten schon etwas länger als Ihnen lieb ist, da Sie längere Zeit in den USA verbracht haben?“ Ich habe mal einige Wochen im Krankenhaus verbracht, aber ein Arzt bin ich dadurch nicht geworden.

            Zu einem Statement raffen Sie sich immerhin auf, Detlev. Sie schreiben: „Vieles, was Trump erreicht hat, ist zumindest nur halblegal abgelaufen.“ Von denkbaren Spekulationen, die Sie in einer „Debatte“ hätten äußern können, Detlev, ist die Unterstellung krimineller geschäftlicher Machenschaften die am allerschwierigsten zu begründende.

  12. Für die Journalisten und Lesern die bis heute nicht verstanden haben, warum die Amerikaner Trump gewählt haben und er der richtige sein wird das Land nach vorne zu bringen.
    https://m.youtube.com/watch?v=vV0Jn8IF8_E
    Er wird unsere Politik fordern und das ist gut so, damit die Schlafmützen in die Gänge kommen. Ich befürchte nur, das unsere Pädagogen, Taxifahrer, Pastorentöchter in der Politik einem Trump am Verhandlungstisch nicht gewachsen sein werden. Ebenso, wie unsere Medien, die bis heute den Wahlerfolg Trumps nicht begreifen und in ihrem Rechts-Links Denkmustern feststecken, die für Amerika keine Gültigkeit haben. Mittlerweile bin ich überzeugt, dass Trump Amerika besser machen wird und einen neuen pragmatischen Politikstil mit einem Tempo vorantreiben wird, der uns mit der Frage zurücklässt, was eigentlich unsere Pappenheimer die ganze Zeit machen.
    Wie sagte Frau Merkel heute zu Trump:…“Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung“. Das mit der politischen Einstellung sollte sie und ihre Kabinettsmitglieder in ihrem Verhalten gegenüber AfD Politikern mal berücksichtigen.

    • Klaus
      das mit der politischen Einstellung sollten sie und ihre Kabinettsmitglieder in ihrem Verhalten gegenüber AfD Politikern mal berücksichtigen.
      Ich mag drollige Menschen. Die AfD ist mir aber zu drollig. Sie ist mir nicht zukunftsorientiert, sonder zu rückwärtsgewandt ausgerichtet. Ich erinnere an ihre Ursprünge. Den Euro abschaffen, die DM wieder einführen. Die Inflationrate der DM war bis jetzt immer weit aus höher als beim Euro. Dieses heißt: der Diebstahl bei den Ärmeren in unsere Gesellschaft , war weit aus höher. Und genau dieser Tatsache weicht die AfD mit Polemik aus.

    • Klaus,

      irgendwie macht es mich stolz, dass wir unter all den vielen, ungezählten Journalisten, unter Millionen von Lesern, unter Tausenden von Schlafmützen, Pädagogen, Taxifahrern und Pastorentöchtern in der Politik und unter den Medienschaffenden und den Pappenheimern, inklusive Frau Merkel WENIGSTENS EINEN haben, der „verstanden hat, warum die Amerikaner Trump gewählt haben und warum er der richtige sein wird, das Land nach vorne zu bringen“: SIE NÄMLICH, KLAUS. Die ganze große weite Welt rätselt. Aber Sie haben die Lösung. Sie sind der Auserwählte.

      Bitte lassen Sie die geistig minderbemittelte Menschheit teilhaben! Bitte, Klaus, erklären Sie dem still lauschenden Lüneburg, dem Oberbürgermeister, dem Landrat, dem IHK-, dem Oberlandesgerichts-, dem Regierungs- und dem Universitätspräsidenten, dem Herausgeberkollegium der Landeszeitung für die Lüneburger Heide, Herrn Tschorn aus der Sandpassage und den Studien- und Oberstudiendirektoren unserer Gymnasien, den Wirtschaftskapitänen, Herrn Peter Luths, Klaus Bruns und den deliberierenden Meisterdenkern inklusive Andrea Henkel, Klaus Hoppe und Sebastian Heilmann, „wie der Wahlerfolg Trumps zu begreifen ist“ und „warum die Amerikaner Trump gewählt haben und warum er der richtige sein wird, das Land nach vorne zu bringen“.

      Bitte geizen Sie nicht mit Ihrem überlegenen Wissen, Klaus!

      Bringen Sie´s auf den Punkt!

      Wasser den Dürstenden!

      Erbarmen!

      Klaus!

      • Ja Sandra, ich bin der einzige und ganz alleine. Lassen Sie doch einfach die Arroganz ihres Kommentar nochmal auf sich wirken, vielleicht fällt Ihnen ja noch etwas auf. Ihnen scheint es jedenfalls Befriedigung zu verschaffen, sich auf der Seite der Masse zu wähnen. Wenn Sie glauben, dass man Veränderungen und Verbesserungen erreichen kann, wenn man das Rad einfach immer nur weiter dreht liegen sie sicher falsch. Manchmal muss man halt mal die Richtung ändern oder auch mal den Fahrer austauschen. Das Trump vom Establishment und dem Gesinnungsjournalismus massiv bekämpft wurde spricht meines Erachtens mehr für als gegen ihn. Also zeigen Sie Geduld und geben Sie dem Kandidaten eine Chance, wie es Obama und Clinton schon geäußert haben. Das weitere Diffamieren und Gepöbel können Sie sich also sparen.

        • Klaus
          Lustig, sie schreiben von einer Richtungsänderung. Wie? Sämtliche Parteien fahren auf einem Gleis in nur eine Richtung. Der Kapitalismus ist nun mal so angelegt, dass es eben nicht mehrere Gleise und Richtungen geben kann. Der Fahrer wurde bei uns schon regelmäßig ausgetauscht, hat sich was relevantes dadurch verändert? Sagen sie doch mal, wo es in den letzten dreißig Jahren besser wurde. Rente? Bildung ? Gesundheitswesen? Wie ist es mit dem Niedriglohnsektor, will die AfD ihn abschaffen? Wenn, wie? Schießen sie mal los. Ich bin sehr gespannt.

          • Tja Volker, der Kapitalismus bzw. bei uns die Soziale Marktwirtschaft hat sich in den sogenannten freien, westlichen Ländern als das beständigste und erfolgreichste Gesellschaftsmodell herauskristallisiert, sicher weil es im Kern der Natur am ehesten entspricht und mit seinem ordnungspolitischen, gesetzlichen und sozialen Rahmen eben diese Natur am besten zu bändigen weiß. Bei den amerikanischen Wählen ging es daher unter den Kandidaten auch nicht darum diese kapitalistische Gesellschaftsordnung in Frage zu stellen oder abzuschaffen, sondern um die Richtung bzw. Ausgestaltung dieser Ordnung. Da muss ich Ihnen also wiedersprechen. Es gibt sehr wohl unterschiedliche Richtungen und es kann auch relevantes verändert werden. Sie bemängeln, dass in den letzten dreißig Jahren vieles nicht besser wurde und suggerieren, dass es schlechter wurde. Genau darum geht es. Trump möchte diese Richtung nicht weitergehen, sondern schwenkt den Blick zurück, auf eine sich nivellierende Mittelstandsgesellschaft. Er drückt das mit great again aus, die jedem Amerikaner die Chance gibt mit ehrlicher Arbeit seines Glückes Schmied zu werden. Jetzt wird sich auch ohne dich zeigen, ob er sein Versprechen einlösen kann. Nur so am Rande für Dich: Er will den gesetzlichen Mindestlohn auf 10$ heraufsetzen und untere Einkommen bis 25000$ Steuerfrei stellen und eine funktionierende Krankenversicherung. Das ist doch schonmal eine kleine Richtungsänderung

          • Wie will Trump die entfesselten Kräfte des globalen Wirtschaftens, der digitalen Gängelung, der technologischen Abschaffung gewöhnlicher Industriebeschäftigung und der Arbeitsplatzmigration dahin, wo Manufakturarbeit am billigsten ist, umkehren, Klaus? Wie „jedem Amerikaner die Chance geben, mit ehrlicher Arbeit – ‚again‘ – seines Glückes Schmied zu werden“?

            Wenn er da ein Rezept kennt, würde ich persönlich ihn für den Wirtschaftsnobelpreis vorschlagen.

            Inzwischen gibt es deutliche Anzeichen, dass er nicht einmal erfasst hat, wie er seinen Arbeitsplatz im Weißen Haus ausfüllen soll: http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-amerika/bei-donald-trump-gibt-es-beratungsbedarf-wie-praesident-obama-feststellen-musste-14527968.html

        • Klaus, übers Diffamieren und Pöbeln sollten wir besser nicht mit den „Schlafmützen, Pädagogen, Taxifahrern und Pastorentöchtern in Politik und Medien“ sprechen, oder? Was das betrifft sollten Sie vielleicht mal an Ihre eigene Pinocchio-Nase fassen. Die ist im Hinblick auf die ehrliche Bewertung Ihrer eigenen Arroganz, Aggression und Selbstgerechtigkeit nämlich mindestens dreimal so lang wie die jedes rotgrünversifften Gesinnungsjournalisten des Lüneburger Establishments.

          Leider haben Sie hier erneut nur wieder wortreich Ihre Gesinnung eingekleidet, Klaus. Aber MEINE FRAGEN, von denen Sie großmäulig und lautstark behaupteten die Antwort zu kennen, haben Sie NICHT BEANTWORTET. Ich wiederhole diese für Sie noch einmal und warte gespannt:

          Wie ist der Wahlerfolg Trumps zu begreifen? Warum haben die Amerikaner Trump gewählt? Warum wird er der richtige sein, das Land nach vorne zu bringen?

          • Liebe Sandra, ich möchte mich hier nicht wiederholen, aber Sie können sich oben bei meinen Antworten auf Volker und Wilhelm die Antwort auf ihre Fragen heraus filtern. Im übrigen, ob Trump der Richtige sein wird, kann man im Vorfeld nie wissen, es wird sich jetzt erst herausstellen. Die Amerikaner haben ihm allerdings die Stimmen anvertraut, die er benötigt um den Beweis zu erbringen. Die Chance sollte er nutzen.

          • Ingeborg Ollenhauer

            Lieber Klaus, leider wiederholen Sie sich ständig. Wenn man im Vorfeld nicht wissen kann, ob einer taugt oder nicht, wie kann man ihn dann wählen? Andererseits: die Deutschen hatten ja Hitler im Januar 1933 auch ihre Stimmen anvertraut, um den Beweis zu erbringen, dass er der Richtige ist. Die Chance hat er genutzt.

          • Ingeborg, der Wähler weiß im Vorfeld nie ob ein Kandidat die Aufgaben bewältigt oder nicht. Es geht immer um Zutrauen und Vertrauen. Packt er es nicht, wird er in den westlichen Demokratien und somit auch in Amerika wieder abgewählt oder des Amtes enthoben (Stichwort Misstrauensvotum). Ihr Vergleich mit 33 stammt aus einer anderen Zeit und ist unpassend. Schauen sie auf heute, dann werden Sie sehen, dass die Probleme nicht expansive Nationalstaaten sind sondern Innerstaatliche Konflikte ethnischer, religiöser und kultureller Natur, also das was Deutschland nach Merkel und Rot-Grüner verantwortungsloser Bunt und Vielfalt Politik die nächsten Jahrzehnte erwartet. Sie können auch zur ehemaligen bunten Republik Jugoslawien schauen, da bekommen sie schon mal einen Vorgeschmack, wie es auch in Europa kommen kann.

          • Ingeborg Ollenhauer

            Klaus, schauen Sie auf Putin, Erdogan, Milošević († 11. März 2006), auf die amerikanischen Suprematisten bzw. auf das National Sozialist Movement, eine der größten Vereinigungen von Neonazis in den Vereinigten Staaten, in welcher offener Rassismus und biologistisch aufgepeppter Sozialdarwinismus die zentralen Programmpunkte sind und die zur Bewegung der white nationalists gehören, zu denen sich auch gewaltbereite Gruppen wie der Ku-Klux-Klan, die Aryan Nations oder die National Alliance zählen (denen allen Trump in seinem Wahlkampf immer wider lautstark Avancen gemacht und Applaus gespendet hat) und schauen Sie auf die aggressive fremdenfeindliche Hetze und die unverhohlenen Arrondierungs- bzw. Revanchismusphantasien unter den „Reichsbürgern“, den „Identitären“, den schamfrei bekennenden Antisemiten und den Neonazis bzw. der „Neuen Rechten“ in den Reihen der radikal antiliberalen AfD, dann wissen Sie erstens, dass „innerstaatliche Konflikte ethnischer, religiöser und kultureller Natur“ nicht einfach so entstehen, sondern über viele Jahre von interessierten Lumpen systematisch geschürt und angeheizt werden müssen und Sie wissen zweitens, dass „expansiver Nationalismus“ das probateste Mittel ist, um autoritäre Regime zu stabilisieren. (Die „ehemals bunte Republik Jugoslawien“ ist nicht an ihrer „multikulturellen“ Vielfalt zerbrochen, sondern an unbarmherzig brutalen, geld- wie machtgierigen Mörderbanden in den serbischen und kroatischen Regionalregierungen, die religiöse, ethnische und „nationalistische“ Affekte, Ängste, Rachegelüste, Besitzansprüche und Bereicherungstriebe gezielt angesprochen und instrumentalisiert haben, um ihre ekelhaft räuberischen „Projekte“ durchzusetzen und sich und den ihren die hegemoniale Stellung zu sichern, unter deren verheerenden ausbeuterischen Konsequenzen alle „Nachfolgestaaten“ bis heute ächzen.)

          • Ingeborg, sie verschweigen die Jahrzehntelangen ethnischen Spannungen in Jugoslawien, sie zählen aber schon ganz richtig Gruppen auf, die man nicht zusammen in ein Land oder Wohnblock stecken sollte, wenn man seine Ruhe haben möchte. Genau das geschieht aber. Wenn es dann nicht zur Assimilierung kommt haben sie sehr schnell ein explosives Gebräu. Der Albaner, der sich im serbischen Kosovo angesiedelt hat und dort nach und nach die heimischen Serben zahlenmäßig überflügelte und verdrängte versucht heute mittlerweile die letzten Serben aus dem bereits annektieren ehemaligen serbischen Kernland Kosovo rauszudrängen.
            Der unsägliche Doppelpass wird in Deutschland dazu führen, dass so wie der Kosovo Albaner nie Serbe wurde, der Türke nie Deutscher sondern Deutschtürke wird. Seine Loyalität wird sich dieses Land nicht gewiss sein. So wie es die Sowjetunion nicht geschafft hat die Menschen der vielen Völker zu einen, oder wie die Linken 68er immer moniert haben, dass Afrika nicht funktionieren könne, weil die Grenzziehungen ungeachtet lokaler ethnischer und kultureller Zugehörigkeiten erfolgt sind, so wird auch die Matschepampe im neuen bunten Europa nicht auf Dauer friedlich funktionieren. Im nahen Osten packen es die Palästinenser bzw. Araber und Israelis nicht und in Indien, Pakistan und den arabischen Ländern bekommt man selbst mit langjähriger größter Unterstützung der Weltgemeinschaft keine nachhaltig friedlichen Strukturen aufgebaut. Nun hat der „Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin“ Deutsche die Idee das alles so schön bunt und friedlich wird, wenn nur erstmal alle an ihm genesen sind. Man erkennt doch an allen Konfliktherden, dass es ausreicht, wenn nur wenige Prozent voll entschlossene darunter sind. Die werden den Laden aus den Angeln heben und auch die gemäßigten werden sich dann schnell zu ihrer Gruppe zu positionieren wissen. Sie beschreiben schon selbst wie z.B. Bei Staaten der Feind im Außen (es muss nicht mal „expansiver Nationalismus“ sein) ein probates Mittel ist, sich im Innern zu einen. Sie verkennen nur, dass das auch im Innern seiner Gruppen. funktioniert und je differenzierter und heterogener das Innere ist je eher tritt es ein. Gerade heute sehen sie schon an einer Kleinigkeit, wie sich die scheinbar gemäßigte Integrationsbeauftragte des Bundes und stellvertretende SPD Vorsitzende, selbst positioniert, nachdem der Staat eine Razzia in den Rekrutierungsstellen der deutschen Djihadisten- und Salafistenszene macht. Anstatt Applaus zu spenden spricht sie da allen Ernstes von Willkür und der Gefahr von Verschwörungstheorien. Im übrigen ist Frau Özoguz die Dame, die auch verhindern möchte, dass Kinderehen generell in Deuschland verboten bleiben. Der Deutsche Staat setzt das Verbot übrigens bereits jetzt nicht mehr durch, wegen der Zuwanderung. Mehrere hundert unter 14 jährige Kinder, werden daher täglich nicht nur sexuell missbraucht.
            In Hamburg kauft die Polizei bereits einen Panzerwagen und Sturmgewehre und ich sage Ihnen, dass ist erst der Anfang, Sie können an Israel ablesen, wie sie sich als Land organisieren müssen, um das Sicherheitsgefühl und die Sicherheit aufrechterhalten zu können.
            Den Preis den Deutschland, seine Bürger und besonders seine Kinder für diese Politik zahlen, wird hoch sein. Trump wird ihnen da wie ein kleines Problem erscheinen, denn den können die Amis in spätestens 4 Jahren abwählen. Unsere Probleme werden wachsen.
            Wollen wir das?

          • Ingeborg Ollenhauer

            Klaus, ich verschweige gar nichts. Die „Spannungen“ auf dem Gebiet des ehemaligen Kunstgebildes Jugoslawien sind nicht Jahrzehnte, sondern Jahrhunderte alt. Die Stellvertreterkriege, die regionale Großmächte auf diesem Territorium ausgefochten haben, sind ohne Zahl und vielleicht erinnern Sie sich, dass es vom Zaren unterstützte serbische Terroristen waren (Gavrila Princip war Mitglied der Mlada Bosna), die den Anlass lieferten, um den Ersten Weltkrieg in Szene zu setzen.

            Aber, Klaus, trotzdem es auch in Deutschland und in Lüneburg vieles zu kritisieren gibt, sollten Sie aufpassen, dass Sie nicht das Kind mit dem Bade ausschütte, wenn Sie tagein, tagaus auf Ihrem Sofa auf- und abspringen, sich die Haare raufen und Alarm durch die Wohnflure schreien. Denn leider, Klaus, wie Epiktet sagt: „Nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen bestimmen das Zusammenleben“ (Epiktet). Und die Demokratie, unter allen schlechten Regierungsformen die beste (Churchill), ist eine Tatsache, die ausschließlich auf der Basis des nüchternen und vernunftgeleiteten Meinungsaustausches existiert.

            Sie Klaus, greifen – oft sehr scharf und manchmal durchaus zu Recht – die Schwächen bei uns eingewöhnter politischer Gebräuche und Praktiken an. Sie sind jedoch mehr als nur ein Kritiker der unbestreitbaren Krise der „westlichen“, also der europäisch-amerikanischen „Kultur“: Sie sind nämlich ebenso deren Symptom und Opfer. Sie können das Übel, das Sie diagnostizieren und vielleicht in Ihrem eigenen Leben erfuhren, nicht bannen, und so suchten sie Prophet zu werden, einen Weg zur „nationalen Wiedergeburt“ aufzuzeigen. Zu diesem Zweck schlagen sie Reformen vor, die rücksichtslos und brutal und gleichzeitig idealistisch, nationalistisch oder auch völlig utopisch sind. Es ist dieser sprunghafte Übergang von Verzweiflung zu Utopie, der Ihre Gedankenwelt so phantastisch, um nicht zu sagen pathologisch macht. Zornige Empörung, Übertreibung und maßlose Aufgeregtheit im Verein mit der masochistischen Lust am Ausmalen und der bösen Lust am Vorzeigen apokalyptischer Verfallsszenarien findet sich in jeder Ihrer Äußerungen, Klaus. Die Mücke soll einfach keine Mücke, sie soll ein Elefant sein! Die Elemente Ihres Schreibens bilden in ihrer Gesamtheit eine Ideologie, die Klage, Programm und Mystik zugleich ist. Ich bezeichne diese Ideologie als faschistoide völkische Ideologie, weil ihre wichtigsten Ziele die Wiederbelebung eines „mystischen“, im Wunschwahn frei erdichteten „reinen“ Deutschtums und die Schaffung von politischen Institutionen ist, die diese deutsche Eigenart verkörpern und wahren sollen.

            Es gibt ernste Probleme, Klaus, die mit unumkehrbaren (auch von inferioren medialen Propagandaprodukten wie Trump nicht zu verlangsamenden) Prozessen ökonomisch-technologischer „Modernisierung“ oder simpler: Ausdehnung zu tun haben. Migration in jeder Form gehört dazu. Das kann niemand mehr ändern oder aufhalten — es sei denn, er bombt uns in die Steinzeit zurück. „Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden die Menschen mit Stöcken und Steinen kämpfen“, meinte Einstein zu dieser Option.

            Was aber durchaus möglich ist, Klaus, ist, dass die destruktive und unverantwortliche Miesepeterei, wie Sie sie hier betreiben, indem Sie Ihr Sammelsurium an Nachrichtenfragmenten und Basta-Lösungen posten, anstatt bei Herrn Pauly oder bei Herrn Webersinn konstruktive Vorschläge mit Ruhe und Gelassenheit vorzutragen, dass diese blindwütig überhitzte Dauerempörung eine fatale Atmosphäre irrationaler Glaubensbereitschaft und erlösungsbedürftiger Führungssehnsucht schafft, welche jener Art von Unzufriedenheit gleicht, deren Träger nach 1920 in dem »Idealismus « der Hitlerbewegung ihre Rettung suchten.

    • Hallo Klaus,

      Sie schreiben, dass Sie wie viele andere Menschen auch bis heute nicht verstanden haben, warum die Amerikaner einen pöbelnden fremdenfeindlichen Rassisten, frauenverachtenden Sexisten und absolut unqualifizierten Dilettanten wie Trump zu ihrem Staatspräsidenten gewählt haben.

      Warum Leute wie Trump oder Parteien wie die AfD überhaupt gewählt werden, ist tatsächlich eine schwierige Frage. Wirklich belastbares Datenmaterial gibt es dazu nicht. Die wenigen Untersuchungen zu den Wahlerfolgen der AfD geben aber Hinweise darauf, woran es liegen könnte, dass Rechtspopulisten trotz ihrer krassen Lügen, ihrer objektiv unhaltbaren Versprechen und ihrer falschen Aussagen so viel Zulauf haben.

      Die meisten Wähler der AfD interessieren sich nicht für Fakten. Sie interessiert nicht mal, wofür die AfD inhaltlich steht. Ihre Anhängerschaft interessiert auch nicht, ob sie belogen wird. Trump konnte lügen, dass sich die Balken biegen, Trump wurde einfach weiterbejubelt. Auch Frauke Petry wurde nachgewiesen, dass ein Drittel der Sätze, die sie öffentlich (z. B. in Talkshows oder Interviews) äußert, schlichtweg gelogen sind. Ihre Anhänger kümmert das nicht. Die Wähler nehmen Lügen auch deshalb nicht als solche war, weil sie in ihr Weltbild passen. Und weil sie sich in Informationsblasen bewegen, in denen die Lüge permanent als Wahrheit ausgegeben wird.

      Irgendwann ergibt das dann alles sogar Sinn. Es ist wie mit Verschwörungstheoretikern. Einer sagte kürzlich in der WDR-Sendung Domian: „Wenn du verstanden hast, dass die Erde flach ist, kommst du automatisch zu dem Schluss, dass alles gefälscht ist.“ Der Mann glaubt tatsächlich, dass die Erde keine Kugel, sondern eine Scheibe ist (http://www.stern.de/kultur/tv/juergen-domian–irrer-anrufer-behauptet–die-erde-sei-eine-scheibe-7126860.html).

      Und andere glauben eben daran, dass die AfD, dass der Front National, dass die Ukip oder eben Donald Trump die Welt vor den Fremden, der demoskopischen Entwicklung und den Härten der Weltwirtschaft retten kann.

      Als Grundmotiv dieser Wähler wird immer wieder ihre Wahrnehmung genannt, abgehängt zu sein. Trump- und AfD-Wähler meinen, von den Regierenden nicht gesehen zu werden, glauben aber auch nicht, dass sie selbst etwas an ihrer Situation ändern können.

      Sie haben einfach das unbestimmte Gefühl, irgendetwas laufe gewaltig schief im Land. Dass Deutschland mit den vielen Zuwanderern und den globalen ökonomischen Wechselwirkungen den Bach runtergeht. Und dass sie dann die ersten die Opfer dieser Entwicklung sind.

      Sie glauben daran, dass jemand sie aus der Misere führen muss. Eine neue „Führer-Persönlichkeit“ ist aber nicht in Sicht. Dann muss es halt mit der AfD und deren unterdurchschnittlichem Personal gehen. Das hat übrigens wenig mit Geld zu tun. AfD-Wähler gelten im Schnitt sogar als Wohlhabender als etwa Wähler der Linken. Fremdenfeindlichkeit ist eben kein Klassen-Problem. Auch das hat Deutschland übrigens mit den USA gemein – Trumps Wähler stammen auch eher aus den mittleren als aus den ganz armen Schichten Amerikas.

  13. Sehr geehrter Herr Joachim Zießler,

    auch Sie charakterisieren das Votum der Trump-Wähler in Ihrem gestrigen LZ-Kommentar als einen „Aufstand der Abgehängten in den USA“, der zwei Stoßrichtungen hatte: „Trumps rassistische Ausfälle ermunterten zornige, weiße Männer zum Rückzugsgefecht weißer Vorherrschaft. Wissend, dass sie die Geburtenraten im eigenen Land bald in die Rolle der Minderheit drücken werden, soll Trump für sie versuchen, das Rad der Demografie anzuhalten. Menschen, die ihr Eigenheim in der Finanzkrise verloren, und die, deren Job Dumpinglöhnen hinterherzog, glaubten dem Demagogen, dass er die USA als Insel der Glückseligen von der Welt abkoppeln könnte. Und dass er unter den Globalisierungsgewinnern im Establishment aufräumt. Dass der Milliardär Trump als Streiter gegen die Eliten eine absolute Fehlbesetzung ist, irritierte die Protestwähler ebenso wenig wie seine oberflächliche Primitivität.“ (http://www.landeszeitung.de/kommentar)

    Jürgen Kaube, einer der Herausgeber der FAZ hat gestern (am Donnerstag) eindringlich davor gewarnt, mit der Klage über das folgenreiche Aufbegehren ungebildeter Modernisierungsverlierer die eine Hälfte der Geschichte ohne die andere zu erzählen — wie es leider, wenn es um die bedrohlich wachsende „populistische Internationale“ geht, auch von Berliner (oder Lüneburger) Politikern immer wieder gerne getan wird:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/motive-der-donald-trump-waehler-beschimpfer-irren-sich-14520799.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2)

    Diesen Kaube-Artikel übrigens adelte Herr Peter Luths, Rechtsanwalt, Vorsitzender des MIT-Kreisverbands Lüneburg und Mitglied des Landesvorstands sowie Vorstandsmitglied im CDU-Stadt- und -Kreisverband Lüneburg, indem er seinem Verfasser schriftlich zujubelte: „Viel zum Nachdenken!“ und kommentierte: „Wie die Brexit-Entscheidung der Briten zeigt auch das Ergebnis der Wahl des US-Präsidenten, dass vertraut geglaubte Grundlagen in Frage zu stellen [sind] und neue Antworten gesucht werden müssen. In GB, in den U.S.A., in der EU und hier bei uns in Deutschland.“

    Dass „vertraut geglaubte [sic!] Grundlagen in Frage zu stellen“ sind, da ist Herr Peter Luths sich sicher, welche das aber sein könnten, verrät er uns nicht. Und auch Sie, Herr Zießler, machen zwar Trumps Erfolg nicht an den „fehlenden Bildungsabschlüssen seiner Wähler fest“, doch übersehen (oder übergehen) nicht auch Sie „die Fehler der Vergangenheit – und blenden Arroganz und Selbstzufriedenheit im Anti-Trump-Lager aus“?

    Und wenn tatsächlich, wie Herr Peter Luths meint, „neue Antworten gesucht [oder vielleicht besser gefunden] werden müssen. In GB, in den U.S.A., in der EU und hier bei uns in Deutschland [und wohl zuletzt sogar in Lüneburg]“, sollte dann die „Arroganz und Selbstzufriedenheit“ im Lager der politischen Entscheider generell NICHT ausgeblendet, sondern – als die andere Hälfte der Geschichte – immer mit erzählt werden — auch wenn Herr Peter Luths das SO konkret mit dem Infragestellen der „vertraut geglaubten Grundlagen“ dann vielleicht doch nicht gemeint hat?

    Wer den Wählern Trumps ihre „Irrationalität“, ihre Widersprüchlichkeit und ihre zum Verzweifeln dumme Gutgläubigkeit (oder Glaubenswilligkeit) „verargt“, so Jürgen Kaube, der „sollte zuvor einen Moment lang nachdenken, welche Lehrstücke an Stimmigkeit die angeblich Guten zuletzt aufgeführt haben. Weltweit [also auch in Lüneburg] haben sich die Sozialdemokratie und die ‚liberals‘ als Arbeitsgruppe ‚Umverteilung nach oben‘ bekanntgemacht, weltweit der Konservatismus als Verein zum Abnicken jedweder technokratischen Reform, weltweit der Liberalismus als Interessengemeinschaft Vermögensbesitz.“

    Weiter schreibt Kaube: „Für Deutschland gilt, dass jede politische Talkshow [unter Umständen auch die der Lüneburger Stadtrats- und Kreistagssitzungen] den Populisten Wähler zuführt, weil viele die Phrasen nicht mehr anders als durch Affekte verarbeiten können.
    (…)
    Der Einwand, Trump selbst sei doch der größte Phrasendrescher, Teil der Plutokratie und bestimmt niemand, der sich in sozialen Fragen festbeißen wird, verfängt nicht. Denn er trifft zwar zu, sieht aber darüber hinweg, wie wenig es bei dem Willen, den Eliten einen Denkzettel zu verpassen, darauf ankommt, was und ob überhaupt etwas auf dem Denkzettel steht. Das galt für den Brexit, das gilt jetzt fürs Weiße Haus. Unfassbare Dummheiten, die sich eine Wählerschaft aber herausnimmt, die unter dem Eindruck steht, andere als krasse und dann eben auch krass törichte Botschaften drängen gar nicht mehr nach oben durch. Nichts individualisiert so sehr wie Widerstand gegen das Unabänderliche.

    Je mehr also Politik den Leuten einredet, es gehe gar nicht anders, und je mehr sie zugleich dauernd etwas anderes macht und sich das als Pragmatismus zugutehält, desto mehr werden Wähler zur Anhängerschaft von etwas Irrationalem bereit sein. Nach einem berühmten Wort werden sie dabei nicht zu ihrem Recht kommen, sondern nur zu ihrem Ausdruck. Aber denjenigen, die glauben oder sich gern einreden lassen, zu ihrem Recht kämen sie ohnehin nicht, ist Ausdruck offenbar genug.“

    Ich frage Sie, Herr Zießler: Ist es nicht nötig, anstatt „den“ Populismus zu beschreiben wie eine Seuche, gegen die das Antidot zu finden zwar dringlich, aber prinzipiell möglich und letztlich nur eine Frage der Zeit ist, und anstatt „die“ Populisten zu einer „Zielgruppe“ sozialpädagogischer Therapieanstrengungen zu deklarieren, die endlich lernen muss, der kühl kalkulierenden Globalisierung ins schmallippige Antlitz zu blicken, ich frage, ist es da nicht nötig, die andere Hälfte der Geschichte ebenfalls ins Auge zu fassen, zu insistieren und immer wieder auch von der blasierten und kaltschnäuzig bürgerfernen Überheblichkeit großer Teile unserer begründungs-, argumentations-, ja, eigentlich sprechunfähigen Politik- und Verwaltungsroutiniers zu reden?

    • Kevin Schnell
      Sie stehen auf Schwarmintelligenz, oder habe ich da was falsch verstanden? Wenn nicht, dann hätte ich eine Frage: Warum wählt der Schwarm Protest, obwohl er doch wissen müsste, es wird sich im Kapitalismus nichts ändern? Auch der Protest drängt sich nach dem Geld.

      • Herrn Joachim Zießler

        … von der Mantelredaktion der Landeszeitung hatte ich angefunkt. Und wer antwortet mir? Volker, der Weltweise.

        Ich „stehe“ nicht auf Schwarmintelligenz. „Gemeinsam sind wir dümmer“ titelte Spiegel Online am 17. Mai 2011. Und wer einmal in seinem Leben „Dantons Tod“ gelesen hat, wird die Worte „Volk“ und „Vernunft“ nie mehr in einem Atemzug nennen. (Ganz im Unterschied zu „Volker“ und „Vernunft“ natürlich, wo ein Verzicht auf die trennende Konjunktion zwischen den Substantiven zumindest immer denkbar bleibt.)

        Dennoch darf man fragen, lieber Herr Volker, ob nicht der einen Fehler macht, der, um de Maistre vom Kopf auf die Füße zu stellen, übersieht, dass jede Regierung das Volk hat, das sie verdient.

        lg, Ihr Kevin Schnell

        • Kevin Schnell
          Ihr Zitat ist nicht nur alt, sondern wie so oft bei Zitaten auch nicht ganz ungefährlich. Was haben Völker für eine Schuld auf sich geladen, wenn ein Volk sich etwas ,,gönnt“, was für die anderen gefährlich werden könnte?

          • Lieber Herr Volker,

            bitte aufpassen und vor dem Antworten immer genau lesen! Ich hatte den reichlich abgehangenen de Maistre-Kalauer umgedreht, um Herrn Zießler gegenüber zu wiederholen, welcher offenbar lieber in Einbahnstraßen verkehrt (darin den meisten unserer lokalen Politikschweiger gleich), als sich mit Entgegenkommenden auszutauschen, er habe versäumt, indem er die Dummheit nur auf einer Seite sucht, die Versäumnisse auf Seiten der vom Wahlverhalten Betroffenen zu bilanzieren.

            Von „Schuld“ war keine Rede, nur von Gründen oder – noch neutraler – von Ursachen.

            So verstanden heißt, jede Regierung habe das Volk, das sie verdient, „das Volk“ oder sein (Wahl-)Verhalten ist in gewisser Hinsicht „das Produkt“ seiner Regierung. So wie jede Ehefrau, die, sagen wir, von Dachtmissen nach Reppenstedt emigriert, „das Produkt“ der damit aufgekündigten Lebensgemeinschaft ist. Wenn die Amerikaner sich einen Trump gönnen, dann sagt das eben nicht nur etwas über Trump und über die Amerikaner, sondern es sagt auch etwas über die Regierung, die dieser Entscheidung vorangegangen ist.

            Die „Völker“, die mittelbar von den Folgen einer solchen Wahl in einem wichtigen Land betroffen sind, müssen diese Folgen wohl aushalten. Denn es hieße, den demokratischen Gedanken ein wenig sehr weit treiben, wenn Sie, Herr Volker, vom Wähler Mitch MacGary aus Cincinnati im Bundesstaat Ohio verlangen würden, er solle bei seinem Votum nicht nur überlegen, welcher Kandidat ihm besser zupasskommt, sondern auch noch, welcher für die Entwicklung der Krankenkassenkosten bei den Familienmitgliedern der Oedemer Ortsratsvorsitzenden Christel John die günstigeren Auswirkungen zeitigt.

    • Sehr geehrter RA Peter Luths,

      bei FAZ-Online haben Sie vorgestern, am Donnerstag, den 10. November 2016 um 16:33 (Hyperlink oben in der langen Zießler-Zuschrift von Kevin Schnell) unter der Kennung ›luths-herzbruch-bender.de‹, also gewissermaßen als Repräsentant und primus inter pares Ihrer Lüneburger Kanzleigemeinschaft folgenden Kommentar gepostet:

      »Wie die Brexit-Entscheidung der Briten zeigt auch das Ergebnis der Wahl des US-Präsidenten, dass vertraut geglaubte Grundlagen in Frage zu stellen [sind] und neue Antworten gesucht werden müssen. In GB, in den U.S.A., in der EU und hier bei uns in Deutschland. […]«

      Die »Brexit-Entscheidung der Briten« und das » Ergebnis der Wahl des US-Präsidenten« sind historische Tatsachen. Als Jurist wird Ihnen das »humesche Gesetz« bekannt sein, der metaethische Grundsatz, wonach nicht von einem Sein auf ein Sollen geschlossen bzw. niemals eine normative oder präskriptive Aussage von einer Menge rein deskriptiver Aussagen logisch abgeleitet werden kann.

      Weil jedes » Soll« oder »Soll Nicht « eine neue Verknüpfung oder Behauptung ausdrückt, muss sie notwendigerweise beachtet und erklärt werden. (»For as this ought, or ought not, expresses some new relation or affirmation, ‚tis necessary that it shou’d be observ’d and explain’d«. David Hume: A Treatise of Human Nature. Buch III, Teil I, Kapitel I)

      Aber Sie, Herr Luths, folgern aus dem Brexit und der Trump-Wahl zwei Imperative, nämlich: »[A] dass vertraut geglaubte Grundlagen in Frage zu stellen [sind] und [B] neue Antworten gesucht werden müssen. […]« Lassen wir einmal beiseite, dass »vertraut geglaubte Grundlagen« eine Vokabelfassade der grässlicheren Art darstellt, aber leicht durch »Vertrautes « ersetzt werden kann, und sehen wir auch darüber hinweg, dass Ihre Feststellungen zwar mit dem Anschein von martialischer Entschlossenheit daherkommen, jedoch beim zweiten Hinsehen von geradezu nichtssagender (und nichtswagender) Inhaltsarmut sind, so bleibt doch die Frage, woher Sie Ihr »Müssen« nehmen — und was es bedeutet.

      Geehrter Peter Luths, (1.) Warum schreiben Sie nicht unmissverständlich bzw. unzweideutig, was Sie meinen? (2.) Ist Ihr »Müssen« nicht in Wirklichkeit gar keine begründbare (moralische oder »politische«) Notwendigkeit, sondern bloß ein (sehr voraussetzungsreiches) Wünschen? Und (3.) gehört zu den Voraussetzungen Ihres Wunschdenkens nicht die Annahme, ohne Sie und Ihre Partei sei dessen Erfüllung nicht machbar? (4.) Juckt es Sie auch, den modischen Affekt gegen professionelle Politik zu nähren? Träumen Sie insgeheim auch davon, durch Massenkundgebungsseligkeit und Zusammengehörigkeitseuphorie, durch ein bei Versammlungen in Sprechchören und mit Fäusterecken ausagiertes Solidaritätssurrogat dem emotionalen Seelenzustand »des Wählers« näher zu kommen? (5.) Weniger schwammiges Gerede wagen, Herr Luths, weniger nassforsche Arroganz und » alternativlosen Pragmatismus« — oder doch, um nur weitermachen zu können wie bisher, ein klein wenig afd-trumpeleskes Heranschleimen an den vermeintlichen »Geist«, der in angeblich reiner Ungebrochenheit aus »der Hefe des Volkes« zu seinen interpretationsmutigen »Erspürern« emporwrast? (6.) Aber, Herr Luths, hören Sie den »faustischen« Menschen: » Mein Freund, die Zeichen der Befindlichkeit / Sind uns ein Buch mit ſieben Siegeln. / Was ihr den Geiſt des Volkes heißt, / Das iſt im Grund der Herren eigner Geiſt, / in dem erzürnte Bürger ſich beſpiegeln.«

      Also Herr Luths: (7.) WARUM MUSS »hier bei uns in Deutschland« Ihres Erachtens »Vertrautes infrage gestellt« und nach »neuen Antworten« gesucht werden? (8.) WAS GENAU ist das »Vertraute«, das Sie infrage stellen möchten? (9.) WELCHES SIND Ihrer Ansicht nach in etwa »die neuen Antworten«, die es zu formulieren gilt? (10.) Müssen »wir« mehr Demokratie wagen? Wie sollte sowas Ihrer Überzeugung nach konkret aussehen? Wäre die Grundvoraussetzung nicht eine »neue Aufrichtigkeit«, die sich auch vor der ehrlichen »Kommunikation« unangenehmer Wahrheiten nicht drückt und die sich vor allem in einer klaren, von Phrasen und verbalen Nebelgranaten freien Sprache beweist?

    • Joachim Zießler

      Sehr geehrter Herr Schnell,

      Sie haben Recht, das abgehobene Establishment, für das Hillary Clinton steht wie keine zweite, hat die Wahl ebenso verloren wie Trumps Parolenmaschine sie gewonnen hat.
      Eine Botschaft, die sowohl in Politik als auch in den Medien angekommen ist. Deshalb wird ja allenthalben nach Antworten auf das Unbehagen der Protestwähler gesucht.
      Mir ging es in den ersten Reaktionen vor allem darum, das für manche offenbar nicht Offensichtliche in den Fokus zu rücken: Dass derjenige, der von Sorgen und Unzufriedenheit zerfressen ist, damit nicht automatisch Recht hat. Dass Abstiegsängste Realitätsverweigerung nicht rechtfertigen. Dass die schrillsten Parolen-Brüller selten realitätsgeeignete Konzepte haben.
      In diesem Sinne und ebenso in der von Ihnen angemahnten Sichtweise werde ich weiter beleuchten, was in den USA geschieht.
      Mit freundlichen Grüßen
      Joachim Zießler

      • Sehr geehrter Herr Zießler,

        ich danke Ihnen für Ihre (späte) Antwort. Beinahe hätte ich mich sogar für mein forsches Insistieren entschuldigt, aber ich glaube, der Versuch, einen sehr gut argumentierenden Journalisten ins gut besuchte Debattenforum eines Kollegen aus dem eigenen Hause zu locken, steht nicht unter Strafe.

        Und ich glaube, dass – auch bei uns in Lüneburg – für Liebhaber der Vernunft, der Freiheit und der demokratischen Verfahren und Einrichtungen viel darauf ankommt, klug zu sein und die sich bietenden Gelegenheiten zum Gedankenaustausch mit Herrn Jenckels „gemeinem Mann von der Straße“ (der auch eine Frau sein kann) – auch bei Blog.jj – zu nutzen, wenn verhindert werden soll, dass wir uns demnächst gegenseitig die Fensterscheiben einschmeißen. Denn das zentrale Problem, sind nicht all die vielen Probleme, die jeder zur Genüge kennt, sondern die Sprachlosigkeit (oder der betrügerische Sprachgebrauch) im Angesicht dieser Probleme.

        Eine „Antwort auf das Unbehagen der Protestwähler“ ist Mut zur Wahrhaftigkeit bei allen, die qua Amt die Pflicht zum Antworten haben. Auch die „klassischen Medien“ spielen hier eine Rolle.

        Louis Begley sieht einen Großteil der Schuld für die Wahl des Reality TV-Veteranen „bei den Medien, die Trump jede Freiheit gaben, vor den Kameras zu paradieren und seine Ansichten praktisch ohne Widerspruch und qualifizierte Kritik zu verbreiten. Nicht einmal in ihren Fernseh-Duellen wurden die Präsidentschaftskandidaten auf die Diskussion essenzieller Themen verpflichtet – etwa den Klimawandel, die Bedeutung des globalen Handels als positiver Faktor in der amerikanischen Wirtschaft, die Rolle, welche die technologischen Entwicklungen bei der Erosion der traditionellen Industrien und dem damit einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen spielten. Gern hätte man gesehen, wie Trump unter entsprechendem Druck auf diese Fragen geantwortet hätte.“ (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/377207-377207#comment-73827)

        Auch ich bin dieser Meinung. Im zurückliegenden März befragte der britischen Moderator Tim Sebastian die AfD-Vorsitzende Frauke Petry während eines halbstündigen Interviews im Rahmen der politischen Diskussionssendung „Conflict Zone“ für die internationale Ausgabe der „Deutsche Welle“ über die politischen Ziele und das Programm ihrer Partei und entlarvte – einfach indem er sie sprechen machte ,ohne ein einziges Mal zu urteilen, – ihre Ausführungen als haltloses Geschwafel voller inhaltsleerer Phrasen, gespickt mit Widersprüchen, Irrtümern und Lügen (https://www.youtube.com/watch?v=anmDcVeuZwA). Wären die beiden Kandidaten, Clinton und Trump bei zumindest einer Fernseh-Debatte“ im sogenannten „town hall“-Format von einem unparteiischen Profi wie Sebastian zum Reden gebracht worden, hätte Trump sich mit Sicherheit als die hohle Nuss blamiert, die er ist, und wäre vielleicht von Clinton überflügelt worden, die auch eine miserable Wahl gewesen wäre, — aber eine berechenbare.

        Lieber Herr Zießler, ich fände es prima, wenn Sie sich künftig häufiger bei Blog.jj, eine – angesichts der Lage – erstaunlich zivilisierte Diskussionsplattform, zu Wort melden würden.

        Mit freundlichen Grüßen

        Kevin Schnell

      • Lieber Herr Joachim Zießler, Sie haben recht, natürlich ist es nicht so, daß etwas schon deshalb richtig wäre, weil viele Leute es mit lauter Stimme bekunden. Und aus dem Prinzip der Volkssouveränität folgt auch nicht, mit dem Ruf „Wir sind das Volk!“ wäre darüber entschieden, was sinnvollerweise zu tun sei. Die Mehreren sind nicht automatisch die Klügeren — und noch viel weniger sind es die zehn bis fünfzehn Prozent der Lautstarken. Nur verhält es sich in Demokratien eben so, daß „Eliten“ – gleich ob in der Politik oder sonst wo – zwar den relativ kleinen Teil „des“ Volkes, der sich grotesker Weise für „das“ Volk selbst hält, mit eingebildeter Überlegenheit als jenen „großen Lümmel“ (Heine) empfinden mögen, der die eigenen Kreise stört und Themen aufbringt, mit denen man nicht befaßt werden möchte. Doch ignorieren läßt sich in der Demokratie selbst eine skandierende Minorität „lümmelhaften Volkes“ nicht – und erst recht nicht, wenn nicht auszuschließen ist, es könnten auch solche Leute Lebenserfahrung und Sachverstand haben, welche es nicht in die professionelle Politik, nicht in die Feuilletons, nicht zu den Rotariern geschafft haben, und sei es auch nur deswegen, weil sie sich nie darum bemühten. Jedenfalls ist es nicht nur faktisch in einer Demokratie unklug, Bedenken, Einwände oder „Sorgen“ einfach deshalb abzutun, weil sie „von den falschen Leuten“ oder „im falschen Ton“ vorgebracht werden. Sondern auch normativ gehört sich derlei nicht, weil Demokratie als eine immer auf Konkurrenzwahlen gegründete – temporäre – Stellvertreterherrschaft eben nicht um dieser befristeten Stellvertreter-“Eliten“, sondern um des Volkes willen besteht.

        Fast alles spricht dafür, daß eine repräsentative Demokratie unterm Strich bessere Entscheidungen zeitigt als eine direkte Demokratie. Der letzteren fehlt nämlich eine wesentliche Leistung von Wahlbeamten und ihren Expertengruppen: unter eigenem politischen Risiko die Sichtweisen und Sorgen der Bevölkerung ins Verhältnis mit dem zu setzen, was möglich oder tunlich ist – teils aufgrund der Natur der Sache, teils aufgrund der hier und jetzt nicht zu verändernden Rechtslage, teils aufgrund überzuordnender politischer Gesichtspunkte. Und am Ende eines Prozesses, wo nur direkt Betroffene entscheiden, steht nicht zwingend eine gesellschaftlich faire Lösung. Die Summe des Eigennutzes mündet nicht automatisch im Gemeinwohl. Dieser Vorwurf richtet sich aber nicht nur an radikale Gruppen, die ihnen genehme Partikularziele erreichen wollen, er geht auch an die Adresse des sogenannten Bildungs- und Großbürgertums, das gern von einer Partizipations-Demokratie schwärmt, darunter aber oft ganz gnadenlos die Durchsetzung seiner eigenen Interessen versteht (wofür die „Schweizerische Volkspartei“ (SVP) das momentan grellste Beispiel ist). Die repräsentative Parteiendemokratie zwingt demgegenüber am Ende zur abwägenden Kompromißfindung. Doch dieser Kompromiß darf eben nicht schon am Beginn eines Meinungsbildungsprozesses stehen. Alternativen müssen zuvor beleuchtet und ausdiskutiert werden. Die temporäre und projektbezogene Mitwirkung von Nichtmitgliedern wie auch praxiserprobte Konzepte von neuen Beteiligungsformaten (Stichwort: Planungszelle (http://www.planungszelle.de)) gehören in den Methodenkanon der parteipolitischen Willensbildung.

        Wer Parteien revitalisieren will, braucht den offenen Diskurs. Der braucht eine Debattenkultur, die Meinungspluralität ernst nimmt, Unterschiede nicht zukleistert und vor allem die betriebsblinde Bunkermentalität im eigenen Funktionärskörper diskreditiert. Parteien müssen ihren schablonenhaften Jargon hinterfragen, der oft eher beliebig als identitätsstiftend ist. Sie sollten den Diskurs mit parteifernen Milieus suchen, um nicht nur im eigenen Saft zu schmoren. Parteien müssen – und zwar nicht nur in Wahlkampfzeiten – auch dort präsent sein, wo der Parteienverdruß, die kollektive Wahlverweigerung wohnt.

        Doch kann dies alles natürlich nicht heißen, Inhumanität, Rassismus, Frauen- und Fremdenfeindlichkeit, Homophonie sowie das Lügen, Intrigieren und Hetzen zu akzeptieren. Daß in den sozialen Netzwerken wie auf der Straße gepöbelt wird, was das Zeug hält, sollte also niemand mit echtem „politischem Engagement“ verwechseln. Wohlfeiles übellauniges „Politiker-Bashing“, das auch traditionellen Medien nicht mehr fremd ist, die Schrillheit des Protests und die Absurdität der verbreiteten Verschwörungstheorien, entziehen sich oft nicht nur jeder argumentativen Rationalität, sie mißachten auch die minimalste Voraussetzung vernünftigen Miteinanderumgehens: keine Gewalt, auch keine verbale Gewalt zu dulden! Wer das nicht akzeptieren möchte, verwirkt das Recht, angehört und ernst genommen zu werden. Das ist meine Meinung.

    • Sehr geehrter Herr Zießler, seit die neuen Nationalpopulisten sich auch in Deutschland nicht mehr ignorieren lassen, bietet die Öffentlichkeit ein Schauspiel der dauererregten Hilflosigkeit. Sie werden attackiert, sie werden umworben, ausgegrenzt, eingeladen, beschimpft, sie werden analysiert, auf die Couch der Sozialtherapeuten gelegt, sie werden“ernst genommen“ – und doch scheinen ihnen aus jeder Reaktion wieder nur neue Kräfte zuzuwachsen. Andererseits schaden all ihre Verstöße gegen die guten Sitten, ihre „Tabubrüche“ – und seien sie noch so vulgär -, ihre goebbelsdeutschen Vokabeln und Drohgebärden ihnen kaum. Woran liegt es, dass weder die Fehler und Schwächen der Rechtspopulisten noch das erprobte Instrumentarium des politischen Betriebs ihren Aufstieg aufhalten können?
      Eine Antwort darauf bietet das jüngste Heft der Blätter für deutsche und internationale Politik. Der „innenpolitische Umgang mit dem Rechtspopulismus“ habe, sagt der Mitherausgeber Jürgen Habermas im Interview, „von Anfang an die falsche Richtung eingeschlagen“. (Für eine demokratische Polarisierung. Wie man dem Rechtspopulismus den Boden entzieht. Jürgen Habermas im Interview. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, 61. Jahrgang, Heft 11/2016, Blätter Verlagsgesellschaft Berlin. Der komplette Text auf Englisch: https://www.socialeurope.eu/2016/11/democratic-polarisation-pull-ground-right-wing-populism/#).

      Habermas sieht dabei wohl einen Unterschied zwischen Anbiederung und Konfrontation, zwischen etwa Nicolas Sarkozy, der Marine Le Pen zu überbieten versucht, und dem Justizminister Heiko Maas im Streit mit dem AfD-Mann Alexander Gauland. Aber dieser Unterschied ist, wie der Theoretiker des kommunikativen Handelns erfrischend klar sagt, „ziemlich wurscht“. Beide Reaktionen stärkten den Gegner, weil sie ihm Aufmerksamkeit verschaffen. Schlimmer noch und grundsätzlicher: „Der Fehler der etablierten Parteien besteht darin, die Front anzuerkennen, die der Rechtspopulismus definiert: ,Wir‘ gegen das System“.

      Die Gegenstrategie heißt „Dethematisierung“, diese gelinge am besten durch die Thematisierung eines anderen, des eigentlichen Problems: „Wie erlangen wir gegenüber den zerstörerischen Kräften einer entfesselten kapitalistischen Globalisierung wieder die politische Handlungsmacht zurück?“ Zum Thema wird dieses Problem, für Habermas die entscheidende Frage der Gegenwart, durch politischen Streit, in „demokratischer Polarisierung“. Es ginge also darum zu definieren, worin die Krise liegt, statt die Definition der Lage den Populisten zu überlassen. Der scharfe Streit der etablierten Parteien darüber, wie man eine globalisierte Welt politisch gestalten kann oder ob man den neoliberalen Imperativen der Staatszurückhaltung folgen müsse, wäre dazu erforderlich. Er ist aber derzeit nicht in Sicht.

      Mit guten Gründen weist Habermas die These von einer neuen „autoritären Internationale“ zurück, von Putin über Erdoğan bis Trump. Da sei keine einheitliche Tendenz zu erkennen, „eher verschiedene strukturelle Ursachen und viele Zufälle“. Große Verschiedenheit dürfte auch die rechtspopulistischen Akteure auszeichnen, im Lager der Reinheitsversessenen herrscht große Vielfalt an Biografien, Motiven, Absichten.

      Einen Teil ihrer Kraft gewinnen die Rechtspopulisten wahrscheinlich und paradoxerweise eben aus dieser Vielfalt. Habermas empfiehl demokratischen Parteien für den Umgang mit denen, die „völkischen Parolen“ nachlaufen: „Sie sollten diese Art von ,besorgten Bürgern‘, statt um sie herumzutanzen, kurz und trocken als das abtun, was sie sind – den Saatboden für einen neuen Faschismus.“

      Das dürfte richtig sein. Aber, Herr Zießler, wird das reichen?

  14. Jetzt soziale Medien neu layouten !!!

    Aktualisieren Sie unbedingt noch heute Ihr Profilfoto, tauschen Sie Ihr Spaßtitelbild durch eine politische Botschaft aus. Jetzt ist es wichtig, jetzt kommt es auf Sie an! Aber bitte beachten Sie:

    1. Sprachlos, fassungslos? Seit vorgestern normal. Einfach nur der WOW-Smiley, aber auch „Wtf“, „Nee, oder?“, Apokalypse-Meme oder „Wer will saufen?“ – und alle wissen Bescheid: Sie sind nicht einverstanden. Man kann bei Facebook außerdem eine Emotion einstellen, nutzen Sie diese! Bei Twitter empfiehlt es sich, Posts von schockierten Ami-Promis zu sharen („This!“), die sind näher dran und finden die richtigen Worte.

    2. Beschimpfen Sie den alten Sack! Rassist, Chauvi, schlecht blondiert! Und seine Anhänger erst. Sie haben gestern bei Phoenix gesehen, was für irre Gestalten diesen Wahnsinnigen wählen, Hinterwäldler, Nazibrut, Esoterikspinner. Kein Wunder! Es empfiehlt sich direkt, ein Live-Video oder ein… wie heißt das nochmal… Vlog aufzunehmen und dann so richtig vom Ledergesicht zu ziehen. Den eigenen Kopf dabei oft ins Gesicht fallen lassen: Sind die denn alle bescheuert? Ja.

    3. Geben Sie einen Überblick über die amerikanischen Verhältnisse und erklären Sie, daß wir das hierzulande ja kaum verstehen könnten, denn die Kultur dort ist eine ganz andere, nur mit Verständnis dafür ist es möglich zu begreifen, wie das passieren konnte. Leiten Sie ihr Statement ein mit: „Wie konnte das passieren?“ und dann mindestens fünf Punkte (vgl. dieser Beitrag). Ihr nächster Post könnte dann lauten: „Was jetzt auf uns zukommt“, dann aber bis zu zehn Punkte.

    4. Holen Sie den Politikwissenschaftler in sich raus. Krise der Demokratie, überholtes Wahlsystem, die Leute haben keine Alternativen, man muß sie wieder abholen usw. Ganz wichtig auch die fortschreitende Verrohung der Gesellschaft, Suche nach Antworten, was haben wir alle versäumt? Fragen und Durchhalteparolen.

    5. Ihnen gehen die Verschwörungstheorien aus, weil offenbar doch nicht die verschwuchtelten, zionistischen Feminazis im Hintergrund die Fäden ziehen, sondern am Ende nur das Geld? Nehmen Sie nichts einfach hin! Zweifeln Sie die Wahlergebnisse an. Wenn nichts geht, geht immer noch Wahlbetrug. Außerdem auch gut: der Hinweis, erstmal abzuwarten. „Jetzt kommen erstmal ein Haufen Klagen!“ Oder: „Der Brexit hat ja auch nicht einfach so geklappt.“ Genau! Ziehen Sie Parallelen zum Brexit.

    6. Nutzen Sie die Gelegenheit, um jetzt mal endlich zu sagen, daß diese Tiffany Clinton auch nicht das Wahre gewesen wäre, und Kommunismus schon gar nicht. Werden Sie nostalgisch! Der gemütliche Sanders-Opa, der hätte doch… verdammt. Rudern Sie zurück, sagen Sie, Sie hätten schon immer dies und das empfohlen, aber die fettgefressenen Amischweine wollten es mal wieder nicht hören.

    7. Achten Sie generell auf die richtige Wortwahl, eine gute Rechtschreibung, finden Sie den richtigen Ton. Es wird von allem ein Screenshot angefertigt und von irgendwem eines Tages an das ZDF verkauft, als Zeugnis dieses historischen Tages: „Das Trumpdesaster. So reagierten damals die Menschen.“

  15. Man hat Trump, für mich ein Blender und eiskalter Geschäftsmann gewählt,weil man von den Akteuren und ihrer selbstgefälligen, arroganten,dummen, bürgerfeindlichen und undemokratischen , sowie herablassenden ,dilletantischen Politik in der Hauptstadt Washington ebenso die Nase voll hat, wie in Deutschland.
    Wenn man liest, wer alles im deutschen Bundestag sitzt und keine Berufsausbildung hat, aber andere z. B. in der AfD als Amateur, dumm ,Pöbel usw. bezeichnet, obwohl dort innerhalb der Partei Doktoren und Menschen mit abgschlossenen Studien reichlich vorhanden sind, sieht man hier wie dort in den USA klar.

    • andreas
      Sie sind drollig. Trump wird nur eine Marionette für andere sein, die bestimmen werden, wo es lang geht. Die AfD Animateure werden doch auch nur gelenkt, damit die Amateure der AfD dass machen, was sie sollen. Nützliche Esel wurden in unserer Gesellschaft schon immer gebraucht. Am Ende wird das gemacht, was der will, der das meiste Geld hat. Die Bank der Reichen, die EZB gibt die Marschrichtung an und der EuGH sorgt für die passenden Gesetze.

    • „andreas“, AfD-Mitgliedschaft schließt massive Vorurteile, Dummheit, Pöbelhaftigkeit Unbelehrbarkeit und politische Ahnungslosigkeit aber nicht aus, oder? Genausowenig wohl wie dies die Tatsache tut, dass „innerhalb der Partei Doktoren und Menschen mit abgeschlossenen Studien reichlich vorhanden sind“. Dafür gibt es sogar unter den LZ-Kommentatoren Beispiele. Wenn Sie scharf nachdenken und dabei Ihren Kopf ein wenig wiegen und kratzen, wird Ihnen vielleicht eines einfallen.

      • @ Rudi

        Zitat: „AfD-Mitgliedschaft schließt massive Vorurteile, Dummheit, Pöbelhaftigkeit Unbelehrbarkeit und politische Ahnungslosigkeit aber nicht aus, oder? “

        Schlimmer als jetzt kann es nicht werden.
        Und bei den anderen etablierten Parteien ist offensichltlich eines Ausschlusskriterium ,damit auch nur ansatzweise etwas positives reglementiert wird,nämlich Deutscher zu sein.
        Und die Ahnungslosigkeit sehe ich zu 100% bei den Merkel-Gabriel-Özdemir-Bartsch-Parteien. Ahnungsloser,realitätsferner, bürgerfeindlicher und desorientierter kann man gar nicht mehr sein.
        Selbst von hier kommt Kritik und mehr( alles Ahnungslose?):

        https://www.welt.de/politik/deutschland/article159450993/Konrads-Erben-machen-mobil-gegen-Kanzlerin-Merkel.html

        • Vielen lieben Dank, Andreas, dass Sie sich dem laut auflachenden Lüneburg ohne jede Öffentlichkeitsscheu sogleich als das gesuchte Beispiel „geoutet“ haben.

          Veranschaulichung eines Sachverhalts per Selbstexemplifikation würde der heilmann-habermasianisch deliberierende Verhaltenspsychologe und Medienhermeneutiker Ihren ridikülen Exhibitionistenstolz wohl zu Recht nennen.

          • @Rudi
            Die Menschen haben Trump gewählt. Ob es Ihnen nun gefällt,oder nicht.
            Da hilft keinZetern oder andere User beleidigen.Einfach in den Spiegel schauen, Herr Oberlehrer und LZ-Gewissen.*schmunzel*

  16. Sehr geehrter Herr Jenckel,
    nachdem ein Forum-Beitrag zu Ihrem Artikel an Herrn Zießler geschrieben wurde, da dieser diese Woche die Leitkommentare der LZ rund um die Wahl in den USA schrieb, möchte ich Sie beide ansprechen:

    Sie reagieren – wie die überwiegende Mehrheit der deutschen Politik, Presse und auch Bevölkerung – mit Ablehnung von Trump als Präsident. Dies ist mE erstens nicht verwunderlich – wo doch ein Wahlkampf ausserhalb des Erträglichen geführt wurde. (Wie das Verhalten in Politik, Wirtschaft und Medien in den USA eben so extrem geworden sind, dass sie kaum noch zu ertragen sind.)

    Und zweitens ist es durchaus genau die Frage jeder Wahl, wen man unterstützt und wen man ablehnt. Ich halte es für legitim, wenn Journalisten ihre Meinung klar äußern – und die ist eben distanziert und warnend vor dem nun gewählten Präsidenten in den USA.

    Weshalb ich Sie jedoch hiermit beide anspreche: Sie schreiben nichts darüber, was uns direkt betrifft und angeht, nämlich eine Reaktion des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker einen Tag nach der Wahl von Trump als Präsident.

    Der EU-Kommissionspräsident sagte, jetzt sei es Zeit, wo doch die USA nicht mehr „unsere Werte“ miliitärisch verteidigen wollten, dass die Europäische Union eine EU-Armee erhalte.

    Der EU-Kommissionspräsident fordert somit eine eigene Armee, die seiner Verwaltung unterstellt ist. Somit auch seinem Oberbefehl. Außerhalb der Nato. Und dies als Verwaltungspräsident, der weder von einem Parlament kontrolliert wird, noch von den Bürgern oder den Parlamenten der Mitgliedsstaaten gewählt wurde.

    Sie schreiben dazu nichts. Sie berichten dazu nichts. Sie kommentieren dazu nichts.

    Frage 1) Donald Trump wird kontrolliert, von zwei Parlamenten. Herr Juncker wird von niemandem kontrolliert.

    Frage 2) Der Nationalstaat ist schrecklich (faschistisch, nationalistisch, gefährlich). Der EU-Staat mit eigener Armee ist die Erlösung von allem Bösen und die einzige Option zur Bewahrung „unserer Werte“?

    Frage 3) Wenn die Nato uns verteidigt, wozu brauchen wir dann eine EU-Armee? Wenn die Nato uns nicht verteidigt, dann funktionieren Verteidigungsbündnisse auf Freiwilligkeit offensichtlich nicht – dann aber sollte jedes Land sich selbst verteidigen können.

    Frage 4) Die EU wird benötigt, um wirtschaftlich als „global player“ mächtig genug zu sein. So sagen es die EU-Vertreter. Gilt das nicht noch viel mehr für eine EU-Armee unter Kommando von Kommissionspräsident Juncker (oder welchem ungewählten Clanchef irgendwann einmal)?

    Ist nicht eine EU mit Armee plötzlich nicht mehr das „Friedensprojekt“, sondern kann – wie Herr Zeißler inzwischen immer kommentiert – als geostrategischer Akteur in der Welt endlich aktiv mitmachen in Konflikten und präventiv Krieg führen – Angriff ist die beste Verteidiigung -, um „unsere Werte“ zu verteidigen?

    Ist es das, was wir zur Verteidigung unserer Werte – der Menschenrechte gar – und nebenbei der Offenhaltung von Wirtschaftswegen und Ressourcenlieferungen und Versand von Exportprodukten unbedingt jetzt als Europäische Union brauchen? Weil Donald Trump so gefährlich ist?

    Und noch einen Gedanken weiter: wenn Deutschland eine EU-Armee anstelle der Bundeswehr finanziert – dann wird doch auch die deutsche Staatsräson auf diese EU-Armee übertragen werden müssen, wonach Deutschland die Existenz des Staates Isreal mit allen Mitteln unterstützt? Wenn die USA auszufallen drohen, jetzt, dann wird dies Aufgabe einer EU-Armee – das ist die logische Folge.

    Das ist alles Spinnerei von mir? Oder ist es so, dass Herr Juncker das eben mal einfach so lustig daher in die Weltöffentlichkeit gesprochen hat, so unbedacht wie Herr Oettinger ist er ja nicht. Eher spricht er solche Dinge so kurz und klar an, wie es Herr Putin auch immer macht.

    Und dazu schreiben Sie nichts? Kein Wort?
    Das macht mir Angst.

    • Hallo Lueneburger,

      hier wird ja von so einigen Kommentatoren auf sehr dünnem Eis herumspekuliert, aber mit dem, was Sie sich da in atemlosen Riesensätzen über eine von Juncker befehligte EU-Armee zusammenphantasieren, müssen Sie natürlich sofort im Teufelssumpf des idiotischen Geblubbers untergehen, — denn auf Ihrer jammervollen Oberflächlichkeit liegt ja überhaupt kein Eis, welches tragen könnte.

      Dass Herr Jenckel zu diesem hanebüchenen Unfug nichts schreibt, kein Wort, das macht Ihnen Angst?

      Sie sollten schleunigst einen Arzt aufsuchen, mein Lieber!

      Im Wartezimmer finden Sie bestimmt ein wenig Zeit, darüber zu meditieren, was die Droste Ihnen in puncto Risiken überschießender Einbildungskraft schon vor 225 Jahren durch ihre schönen Bilder vom Fenn mit auf den Weg geben wollte:

      O schaurig ist’s übers Moor zu gehn,
      Wenn es wimmelt vom Heiderauche,
      Sich wie Phantome die Dünste drehn
      Und die Ranke häkelt am Strauche,
      Unter jedem Tritte ein Quellchen springt,
      Wenn aus der Spalte es zischt und singt,
      O schaurig ist’s übers Moor zu gehn,
      Wenn das Röhricht knistert im Hauche!

      • Hallo Frau Fischer,
        genau darum schreibe ich es so: ja, schleunigst sollte mal jemand bei den EU-Verantwortlichen Fieber messen.

        Was ist überschießende Einbildungskraft, wenn ich frage, warum EU-Kommissionspräsident Juncker eine EU-Armee fordert?

        Ich schreibe nicht über Phantome, sondern eine konkrete Forderung des europäischen Verwaltungspräsidenten. Und es geht bei Armeen um Krieg und Frieden.

        Welche meiner Fragen beantworten Sie? Keine.

        Wissen Sie, 1938 konnte sich Chamberlain ebenfalls so Vieles nicht vorstellen. Und Sie konnten sich gewiss vor drei Jahren nicht vorstellen, dass die Ukraine von russischer Armee besetzt wird, wie auf der Krim geschehen.

        Und konnten Sie sich vorstellen, dass der Irak gar keine Massenvernichtungswaffen besaß, die einen Krieg der USA gegen dieses Land rechtfertigten? Oder dass die Chemiewaffeneinsätze in Syrien zuerst gar nicht von der Assad-Regierung, sondern den von „uns“ unterstützten „Rebellen“ eingesetzt wurden?

        Ja, Droste-Hülshoff’sche Moor-Phantasien sind eine passende Beschreibung, was so zischt und dampft in der sog. Geopolitik.

        Und in dieser möchte die EU-Kommission jetzt mit einer EU-Armee mitmischen?
        Oder habe ich diese Forderung von Herrn Juncker gar nur geträumt und phantasiert?

        Bestimmt nicht. Sie sollten meine Fragen für sich beantworten – um nicht später sagen zu müssen, Sie hätten von nichts gewusst, was die Führung machte…

        So weit gehe ich da inzwischen. Leider alles nicht phantastisch.

  17. Der Niedergang der amerikanischen Kultur
    Endlich ist er vorbei: Der schmutzigste Wahlkampf, den die westliche Welt je gesehen hat. Der Niedergang der politischen Kultur hat aber nicht mit dem republikanischen Kandidaten Donald Trump angefangen. In weltweit keinem Industrieland ist das Geld so ungleich verteilt wie in den USA. Große Ungleichheit bedeutet viel Kriminalität. In den USA landen mehr Menschen im Gefängnis als in weltweit keinem anderen Land.
    Was bleibt vom amerikanischen Traum von gut bezahlter Arbeit für alle Bürger. Heute bröckeln in USA die Brücken, schließen die Fabriken und mit jeder Entlassung wächst die Wut auf Washington. Vom Traum zum Alptraum: Ganz offensichtlich hatten viele die Schnauze voll von einer gekauften Politik, die Banken und Konzerne bedient und Arbeitnehmern, Arbeitslosen und Rentnern immer mehr wegnimmt. Also haben viele ihre Stimme an Trump gegeben, weil der Multimilliardär nicht auf die Spenden der Wall Street angewiesen sei und darum keine Anweisungen von ihr entgegennehmen müsste. Wie alle Rechtspopulisten hat Donald Trump bisher kein schlüssiges Programm erkennen lassen, aber seine chauvinistischen, fremdenfeindlichen und frauenfeindlichen Ausfälle im Wahlkampf und sein autoritäres Weltbild lassen für seine künftige Politik Schlimmes befürchten. Die Demokraten in den USA haben es Trump einfach gemacht, indem sie Hillary Clinton statt Bernie Sanders aufgestellt haben. Sanders hätte die Abgehängten und Benachteiligten glaubhaft vertreten können. Spätestens heute wissen wir, dass es ein Fehler war, dass die Demokraten sich nicht für einen politischen Aufbruch und damit für Bernie Sanders entschieden haben.

    • Lieber Herr Petroll,

      Sie unken vom „Niedergang der amerikanischen Kultur“? Bedienen Sie damit nicht – in populistischer Manier – dieselben Verfallsfantasien wie Ihre Widersacher aus dem rechtsextremistischen AfD-Lager? Wenn heute geraunt wird, die liberalistische Gebärunlust der Deutschen würde das Land in den Niedergang zerren, wenn den Wählern ihr Widerstand gegen einschneidende technologische ebenso wie gegen sozialexperimentelle Fundamentalreformen als Dekadenz vorgehalten wird oder wenn Neugläubige Ethnonationalisten auf den Werterelativismus schimpfen – dann regt sich eine nörgelnde Gesellschaftsverachtung, ein unfrohes Beleidigtsein, das vielleicht nicht umstandslos zu Diktaturen führen wird, wohl aber neuerlich dazu führen kann, dass der liberalen Ordnung, die sich an Vernunft, Denken und Partizipation eher als an „Emotionen“, Massenhypnose und Kollektivmaulereien orientiert, kluge Köpfe abhanden kommen.

      Übrigens: die „schmutzigen Wahlkämpfe“ haben nicht mit dem ungebildeten, abstoßend vulgären Trump angefangen. Investieren Sie 90 Minuten Lebenszeit und schauen sich den Dokumentarfilm: „Duell ums Weiße Haus. Große Wahlkämpfe“ in der Arte Mediathek an. Er ist vom 1. November bis zum 30. Januar 2017 online unentgeltlich verfügbar: http://www.arte.tv/guide/de/065879-000-A/duell-ums-weiße-haus

      Trumps Wähler sind die, welche „die Schnauze voll hatten von einer gekauften Politik, die Banken und Konzerne bedient und Arbeitnehmern, Arbeitslosen und Rentnern immer mehr wegnimmt“? Ist diese Behauptung nicht Populismus reinsten Wassers? Und befinden Sie sich mit dieser These nicht in sehr trüber Nachbarschaft? Lesen Sie die Kommentare hier im Blog. Wenn es nach „Klaus“, „Luenebuerger“, „andreas“ oder Peter Luths geht, soll klar sein, wer wirklich die Verantwortung dafür trägt, dass Donald Trump ab dem 20. Januar der nächste Präsident der USA sein wird: Arrogante liberale Intellektuelle und links-ökologische Akademiker, die in ihrer hermetischen Filter-Blase pausenlos über die Rechte schwarzer Transsexueller debattieren und dabei die Sorgen der weißen Arbeiterklasse aus dem Blick verloren haben. Mehr noch: Eben jenes Milieu offenbare sich als zutiefst heuchlerisch, weil es in Sonntagsreden zwar gern Differenz und Toleranz predige, gegenüber dem „white trash“ tatsächlich aber nur Verachtung hege. So lautet, grob gesagt, jener Erklärungsversuch, der sich derzeit wachsender Beliebtheit erfreut.

      Aber kann das stimmen, Herr Petroll, wenn die Auswertung der Statistiken zeigt, das insgesamt Clinton bei den Geringverdienern weit vorne lag? Und wenn man weiß, dass etwa auch CBS berichtete, das Einkommen selbst habe bei weißen Trump-Wählern keine erkennbare Rolle gespielt? (Vgl.: http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-und-seine-waehler-es-waren-nicht-nur-alte-weisse-maenner-a-1120865.html)

      Könnte es nicht sein, Herr Petroll, dass der Populismus – und zwar auch der bei uns – eine besonders raffinierte Strategie bei der Aufrechterhaltung der Elitenherrschaft ist?

      Denn gesellschaftlich betrachtet gehört der Milliardär Donald Trump zweifellos zur Elite des Landes; politisch hat er sich aber als Anwalt des kleinen Mannes positioniert, der – angeblich – dessen sozialen Abstieg bremsen und dafür sorgen will, dass der amerikanische Traum auch für ihn wieder Gültigkeit bekommt.

      Doch dass Trump dies, selbst wenn er es tatsächlich wollte, in einem überschaubaren Zeitraum gelingen wird, darf man bezweifeln. Die Enttäuschung seiner hochemotionalisierten Anhängerschaft ist programmiert, und die Frage ist, wie Trump darauf reagieren wird und wie sich seine Anhänger verhalten werden, wenn die in ihn gesetzten Erwartungen nicht annähernd erfüllt werden, — was sehr bald, vermutlich schon im Frühjahr 2017 der Fall sein wird.

      Andererseits beabsichtigt Trump, den Spitzensteuersatz von 40 auf 25 Prozent zu senken und das Gesundheitswesen wieder vollständig zu privatisieren. Sein finanzpolitischer Berater ist Steven Mnuchin, der 17 Jahre bei Goldman Sachs arbeitete.

      Das Vorgehen Trumps ist genauso klar wie das von Petry, Gauland, Höcke und Konsorten. Sie machen Immigranten, Lesben oder Schwule sowie Intellektuelle für das Unglück der Arbeiterklasse und des unteren Mittelstands verantwortlich und erzählen deren Angehörigen, dass er völlig in Ordnung ist, aufgestauten Hass – in Richtung dieser Sündenböcke – nach Lust und Laune auszuleben, — während sie selbst dieser Herde panisch nach Zäunen und Mauern blökender Schafe in aller Ruhe das Fell über die Ohren ziehen.

      Zuletzt, Herr Petroll: Ihre abschließende Spekulation ist ein müßiger Populismus. Ob Bernie Sanders, der Franz Müntefering der amerikanischen Sozialdemokratie, tatsächlich eine Chance gegen den Donaldismus trumpscher Brachialverlogenheit gehabt hätte, wird kein einziger Mensch auf diesem Planeten jemals erfahren.

      • Wieso gehört Trump gesellschaftlich betrachtet zweifelsfrei zur Elite des Landes? Was ist ihr Kriterium Herr Janssen? Das er nach eigenem Bekunden Milliardär ist?

        • Klaus, Sie haben schon richtig erkannt, ohne Frage bin ich ein Gegner von Trump und von allem, wofür er steht: Appelle an Unwissenheit und Vorurteile, die Drohung mit Kriegsverbrechen, Hass auf Immigranten und offenen Chauvinismus. Ich würde sogar sagen, dass ich mit Trump zum ersten Mal einen einflussreichen Politiker erlebe, den man, wenn nicht als faschistisch, dann doch sicherlich als faschistoid bezeichnen kann. Das wird besonders deutlich, seit er seine Anhänger dazu anstiftet, mit Gewalt gegen seine Gegner vorzugehen.

          Was ist mein Kriterium, um sagen zu können, gesellschaftlich betrachtet gehöre Trump zweifelsfrei zur Elite des Landes?

          Wenn Reichtum, Geldspenden an „politische Partner“ und Dauerpräsenz in Kreisen, wo hinter den Kulissen der administrativen Institutionen die Bedingungen des Geldverdienend ausgehandelt und festgelegt werden, ein Kriterium ist, dann ist das meins.

          Trump ist Teil der Korruption, unter der das politische System in den USA leidet, und kein Heilmittel dagegen. Doch die Illusion des Geschäftsmanns als Heilbringer war und ist für die quotenabhängigen Medien zu attraktiv, als dass deren „Macher“ sich diese für sie einträgliche PR-Gaukelei durch einen Blick hinter die Fassade zerstören lassen wollen. Als Projektionsfläche für unterkomplexe Hoffnungen eignet sich der bizarre Milliardär und Reality-TV-Star ideal.

          Der Hauptgrund für Trumps Popularität dürfte aber sein, dass zwar beiden Kandidaten fragwürdige Praktiken vorgeworfen wurden, sie jedoch konträr damit umgingen. Clinton verkaufte den Wähler für dumm und streitet ab, dass Spender ihrer Stiftung politische Hintergedanken verfolgt haben könnten. Trump hingegen stand unverfroren zu seinen Betrügereien. In seiner Logik qualifiziert ihn dieses für das höchste politische Amt: Weil er selbst Teil des korrupten Systems ist, kann nur er es reparieren. Seine Anhänger werten das als erfrischend ehrlich und sehen ihm seine Vergehen nach.

          Mehr dazu hier: https://www.nybooks.com/articles/2015/09/24/trump/

        • Klaus
          bei uns wird doch auch nur auf das geld geschaut, was soll ihre frage? ein einstein fällt selten vom himmel. und was bei uns alles eliten sein sollen, ist schon sehr fraglich. vielleicht ist ja ein kriterium,beim verbrechen ohne haft davonzukommen? der griff in einen damenschritt gehört wohl als verbrechen nicht dazu, oder? sollten wir es auch hier einführen? wir wollen doch die gleichen werte verteidigen, oder? clinton hat sich ein blasen lassen, wo ist da also ein problem? der gehört doch wohl zur elite, oder? wer geld hat, gehört automatisch zur elite, kann man an den sich leistenden anwälten erkennen. schmunzel.

          • Herr Bruns, in Ihrem Geist scheint Geld das wesentliche Kriterium für Elite zu sein, für mich ist es in diesem Zusammenhang höchstens Geldelite, der sich in der Höhe der monetären Werte ausdrückt. Nun gehört Trump dank der amerikanischen Wähler noch zur politischen Elite. Den allgemeinen Begriff Elite des Landes steht für mich in Zusammenhang mit Menschen, die sich mit außerordentlichen Leistungen und Fähigkeiten dem Land und seinen Bürgern gegenüber verdient gemacht haben. Die besten sozusagen. Also eher entsprechend der Eidesformel… Dem Wohle widmen, den Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden…Hat also für mein Empfinden mit der Verkehrung der Elite des Herrn Janssen wenig gemein.

      • Lieber Ratsherr Petroll

        Ist noch mit einer Antwort von Ihnen zu rechnen?

        Auch dieser Kommentator hatte sich direkt an Sie gewandt: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/377207-377207#comment-73827

        MfG, Konrad Janssen

  18. Paulina von Essen

    Lieber Herr Jenckel,

    für Sie ist unsere Unkenntnis der amerikanischen Mentalität „brandgefährlich“. Ihr Kollege Kurt Kister, neben Wolfgang Krach gleichberechtigter Chefredakteur bei der Süddeutschen Zeitung, charakterisiert Trump heute als einen Mann, der es mit offenkundigen Lügen, mit Sexismus, mit Homophobie und Fremdenfeindlichkeit in das wichtigste Staatsamt der Welt geschafft hat. Für ihn ist Trump außerdem „ein protektionistischer Nationalist, der kaum etwas von der internationalen Politik versteht“ und „der zwischenstaatliche Institutionen für überflüssig oder schädlich hält, und im Engagement Amerikas für die UN, die einst von Franklin D. Roosevelt erfunden wurden, eine Verschwörung des Establishments sieht.“ Kister schreibt weiter, es sei „kein Wunder, dass man nicht weiß, was Trump als Präsident eigentlich will und was er tun wird“, denn er verfertige seine Weltanschauung danach, wie gut das angekommen sei, was er gestern in die Mikrofone gebrüllt habe. „Und wenn morgen etwas anderes besser ankommt, dann wird er mühelos auch das vertreten.“

    Das „Brandgefährliche“ an dem Nationalisten Trump ist für Kister allerdings etwas anderes als mögliche Missverständnisse, die sich aus Mentalitätsunterschieden speisen. Der SZ-Redakteur meint, weil Trump, der Wetterwendische, kein „Weichei“ sein wolle, bestehe „leider die Möglichkeit, dass er in einer Krise sich und Amerika nicht beleidigen lassen möchte. Solche Kategorien – Durchsetzen, Gesicht bewahren, Zurückpöbeln – spielten bisher in seinem Leben eine zentrale Rolle. Es gibt in Russland schon einen Macho mit Flugzeugträgern und Atomwaffen. Von Januar an sitzt dann noch einer im Weißen Haus. Das ist eine beunruhigende Aussicht.“

    Meinen Sie nicht auch, dass dies die beunruhigendere Aussicht ist?

    Ich habe noch etwas: Zahlen, Daten, Fakten haben Trump nie interessiert. An den Erfolgen der europäischen Rechtspopulisten (das Brexit-Desaster) konnte er sehen, dass er nur reden muss wie die Leute am Stammtisch oder in den Hassforen. Damit bekommt er dann zugleich genügend Aufmerksamkeit in den Medien. Und zum anderen gibt er seinen Anhängern das Gefühl, er sei einer von Ihnen. Es ist natürlich möglich, dass sein Erfolg nun wiederum Inspiration für die Europäer ist. Was glauben Sie Herr Jenckel, wird die Spirale der Enthemmung und Verkommenheit nun auch bei uns weiter gedreht? Wird die AfD nachrüsten und das in Dreck und Schlamm stürzende Verunglimpfungs-, Provokations- und Flegelgewese jetzt für ihren Wahlkampf adaptieren — bzw. es noch rücksichtsloser „umsetzen“ als bisher?

  19. Da ist sie wieder, die besondere Beziehung USA und England, Brexit und Trump.

    London Saint Paul’s Cathedral singt „America the Beautiful“. Die Orgel braust: „Gott gab dir Seine Gnade“. Die „special relationship ist wieder erwacht.

    Ob Rüstungskontrolle oder Zielplanung, es gab immer Verbündete erster und Verbündete zweiter Klasse. Der Unterschied lag in der „special relationship“.
    Wer darf hoffen und wer muss bangen, Herr Juncker oder Boris Johnson?
    Allierte oder Allianzen?
    Für die Briten wird die Sonderbeziehung Kräfteverstärker gegen Europa sein.

    • Lieber Detlef Ossarek-Churchill

      Make Sozialfaschismus* Great Again! — Ein satirischer Themensalat —

      Beobachter der politischen Lage wie der Frauenbeauftragte Karlheinz Fahrenwaldt und der Sexualwissenschaftler Gunter Runkel (beide SPD-Renegaten der ) sind sich nach dem der Trump-Wahl einig: Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel ist auch vollschlank, ganz schön unberechenbar und mag ebenfalls hochinteressante Namen („Sigmar“, „Gabriel“) tragen. Aber als Kanzlerkandidat eignet er sich nicht. Die Sozialdemokraten müssen also mit einem anderen Mann ins Rennen um „DIE Kanzlerschaft“ (K. Fahrenwaldt) gehen. Und dieser MANN (G. Runkel) heißt vermutlich nicht Carl-Albrecht von Treuenfels, sondern eher Schulz, Scholz oder Schelz. 
      Über Schelz wissen wir nicht viel. Gerüchten zufolge emigrierte der Kemptner Camper bereits 2012 nach Kemnat bei Stuttgart, wo sich seine Spur verliert. Schulz und Scholz hingegen sind bemerkenswerte Politiker. Schulz wurde bereits 1987 Bürgermeister von Würselen und ist immer Europäer geblieben. Scholz kennt „diesen Kontinent“ (K. Fahrenwaldt) ebenfalls ganz gut. Großes Plus für ihn: Er wurde in Osnabrück geboren und kann bis heute auf der Landkarte zeigen, wo diese Stadt liegt, nämlich „mitten in Europa“ (G.Runkel).
      Schulz: Prost. Scholz: Prost. Marcel: Proust. Eine „Vorentscheidung“ (K. Fahrenwaldt) ist das noch nicht. 
      Schulz, der seinen Urlaub seit Jahrzehnten in Sulz verbringt, war schon zu Schulzzeiten Mitglied der SPD, engagierte sich laut Wikipedia und dem Institut für historische Wortspiele zunächst vor allem bei den Ouzos. 1980 war dann aber Schulz mit lustig. Scholz arbeitete zu dieser Zeit noch als Texter in einem kleinen Hamburger „Werbekontor“ (G. Runkel), bevor er ein Jahr später zusammen mit Freunden die berühmte Agentur Scholz & Friends gründete. Von ihm stammen so legendäre Headlines wie „Gewinnen Sie jetzt 10 000 DM!“, „Gewinnen Sie jetzt 20 000 DM!“ oder „Gewinnen Sie jetzt 30 000 DM!“ – aber auch für Slogans wie „Er kann. Sie kann. Erkan.“ oder „Ich bin Scholz, ein Deutscher zu sein!“ zeichnet er verantwortlich. 
      Nur in „Parenthese“ (K. Fahrenwaldt und G. Runkel) sei bemerkt, daß Schulz gern mit Schilz verwechselt wird, Scholz eher mit Schalz. Das ist jetzt zwar kein wirklich brillanter Einschub – aber was Scholz?
      Die SPD sollte einsehen – so mein Schulzwort (Fazit) –, daß weder Schulz noch Scholz noch Schelz das Zeug zum Kanzleraspiranten haben, und einen echten Überraschungskandidaten aufstellen. Gunter Runkel ist zwar eher Gender/sie/es*theoretiker_in als Sexualdemokrat. Er hätte aber Bock.
      ________________________
      * Im September 1924 bezeichnete Josef Stalin die Sozialdemokratie und den Faschismus als „Zwillingsbrüder“: „Der Faschismus ist eine Kampforganisation der Bourgeoisie, die sich auf die aktive Unterstützung der Sozialdemokratie stützt. Die Sozialdemokratie ist objektiv der gemäßigte Flügel des Faschismus. […] Diese Organisationen schließen einander nicht aus, sondern ergänzen einander. Das sind keine Antipoden, sondern Zwillingsbrüder.“ (J. W. Stalin. Werke. Band 6, Berlin 1952, S. 147)

      Liebe Grüße

      Ihr Andreas

  20. Wenn es nicht so traurig wäre, mit Angst wird Politik betrieben. Der Bürger fällt natürlich darauf rein, dafür werden die Medien sorgen. Sie wird von Lobbyisten bezahlt, die damit Geld verdienen und die Macht behalten wollen. Man stelle sich vor, es gäbe keine Politik, was würden die Medien dann machen? Vom Wetter berichten?

    • Kevin Schnell
      Auf Wunsch eines einzelnen Herrn soll der Volker sterben. Schade eigentlich, es war sehr entspannend auch mal ein Nickname zu haben. Worüber ich nur erstaunt bin, nicht jedem ist es vorgegeben mit Klarnamen hier zu erscheinen. Wer überprüft die angeblichen Klarnamen ? War der von Herrn Pols nicht angeblich falsch? Wie falsch war er denn nun wirklich? Mein lieber Kevin Schnell, sie haben mich doch erkannt, oder? Es war nicht schwer, da ich mich nicht sehr verstellt habe, schmunzel und wenn man an der Quelle sitzt, oder sitzen sie nicht an der Quelle,dann weiß man doch,wer schreibt, zumindest wenn die E-Mail Adresse echt ist? Übrigens, der demokratische Sozialismus steht bei der SPD im Programm, ist aber wohl mit Geheimtinte geschrieben worden, sonst wüssten die SPD-Mitglieder, wie sie sich eigentlich verhalten sollten. Gegenüber einem Trump müsste es doch einfach ,einfach sein. schmunzel.

      • Herr Bruns,

        alles in Ordnung. Sie sind schlicht zu singulär, als dass eine Maske Ihre Eigenart beeinträchtigen oder gar überdecken könnte.

        Noch zwei Dinge:

        1. Über Mail-Adressen und Kommentatorenidentitäten sollten wir schweigen. Denn uns geht es jederzeit und überall nur um die Sache, nicht wahr?

        2. Die Wahrheit ist immer konkret, Herr Bruns, und der Teufel steckt im Detail. Arbeiten Sie weiter daran, auf Ihre Verallgemeinerungen zu achten, sonst geht es Ihnen eines Tages, wie Herrn Gunter Runkel und Sie glauben an die Existenz abstrakter Gegenstände wie „Volk“, „Rasse“, „Werte“ und „Deutschtum“, ohne zu bemerken, dass diese Ausdrücke, die sich allem Anschein nach auf jene beziehen, nur sprachliche Irrlichter sind, die in metaphysische (oder nationaltriumphale) Sümpfe führen.

        • Kevin Schnell
          danke für ihre antwort. zu punkt 1 jaein.schmunzel.
          zu punkt 2 provozieren geht am besten mit verallgemeinerungen. ich schreibe nicht immer hier zu 100% was ich selbst denke. dieses hat einen grund. nur so kriegt man,zumindest nach meinen erfahrungen, schneller antworten, die ernst gemeint sind. an gleichgesinnte schreibt der user schneller eigene ehrliche meinungen. da fällt das hetzen usw. weg. ansonsten haben sie recht, zumindest meiner meinung nach. schmunzel

  21. Sehr geehrter Ratsherr Rainer Petroll

    Nie zuvor haben die Bürger einer reichen und unbesiegten demokratischen Supermacht das höchste Amt in die Hände eines derart unqualifizierten Kandidaten gelegt, eines Bauernfängers, eines unberechenbaren, bigotten und misogynen Scharlatans ohne jede Regierungserfahrung, ohne außenpolitische Sachkenntnis und ohne Respekt für die Verfassung und unser Rechtssystem. Nichts stützt die Annahme, dass Trump Führungsqualitäten oder irgendwelche tragfähigen Pläne hat, außer seiner dubiosen Karriere im Immobiliengeschäft und seinem Geschick, den Namen Trump in diversen Branchen – Hotels, Kasinos, Golfplätze, Kleidung, Alkoholika – zum Markenartikel umzumünzen.

    Wer ist schuld an Trumps Sieg? Zuallererst Hillary Clinton und der politische Apparat der Clintons, der – dank seiner Dominanz im Democratic National Committee und im politischen Diskurs der amerikanischen Elite – andere, glaubwürdigere und attraktivere Kandidaten von vornherein aus dem Rennen ausschloss; Kandidaten, die wahrscheinlich auch plausibler gewirkt hätten als Bernie Sanders, der kaum als Repräsentant der Demokraten gelten konnte.

    Zu keinem Zeitpunkt ist es Hillary Clinton gelungen, einen wirklich überzeugenden Grund zu formulieren, warum sie Präsidentin werden sollte. Barack Obama versprach Hoffnung und Wandel. Trump sagte: «Let’s make America great again.» Clintons Parole, «stronger together», kam spät und war offensichtlich bedeutungslos für die Wähler, die sie dringend gebraucht hätte: die weißen Arbeiter aus dem Rust Belt und aus den ländlichen Gegenden, die ihre Jobs verschwinden und ihr Einkommen infolge der Inflation hatten schrumpfen sehen – und ihre Frauen –, die auf Veränderung hofften, auf jemanden, der ihnen eine (meinetwegen illusorische) Hoffnung auf die Rückkehr der guten alten Zeit geben würde.

    Zweitens liegt die Schuld bei den Medien, die Trump jede Freiheit gaben, vor den Kameras zu paradieren und seine inferioren Ansichten praktisch ohne Widerspruch und qualifizierte Kritik zu verbreiten. Nicht einmal in ihren Fernseh-Duellen wurden die Präsidentschaftskandidaten auf die Diskussion essenzieller Themen verpflichtet – etwa den Klimawandel, die Bedeutung des globalen Handels als positiver Faktor in der amerikanischen Wirtschaft, die Rolle, welche die technologischen Entwicklungen bei der Erosion der traditionellen Industrien und dem damit einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen spielten. Gern hätte man gesehen, wie Trump unter entsprechendem Druck auf diese Fragen geantwortet hätte.

    Drittens manifestierte sich der verhängnisvolle Einfluss der Websites, die für viele Amerikaner zum Ersatz für die Berichterstattung jener etablierten Medien geworden sind, die – noch wenn sie zu krasser Vereinfachung neigten – sich doch an einen bescheidenen Ehrenkodex, wenn auch nicht immer an die Wahrheit hielten. Stattdessen fliesst nun das Gift, das rechtslastige Radio-Talkshows, Blogs und dergleichen verbreiten, ungehemmt – und es macht süchtig.

    Ich bedaure Trumps Wahlsieg zutiefst – nicht aber Hillary Clintons Niederlage. Unglücklicherweise hat sie diese verdient. Aber mein Glaube an die Institutionen des amerikanischen Staats und an den grundsätzlich guten, anständigen Charakter einer großen Mehrheit meiner Mitbürger ist nicht erschüttert.

    Louis Begley

  22. >>Die politischen Gegner des Kandidaten lachten ihn aus. Er sei ein Einfaltspinsel, hieß es, sein Weltbild manichäisch. Wenn der Mann sprach, wurde sofort klar, dass er sich aufs Showbusiness verstand. Dieser Kandidat habe keine Chance, hieß es, er werde bald wieder in der Versenkung verschwinden. <>“Tear down this wall!” (deutsch: „Reißen Sie diese Mauer nieder!“) ist eine Zeile aus einer Rede von US-Präsident Ronald Reagan in West-Berlin am 12. Juni 1987, welche den Führer der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, dazu aufforderte, die Berliner Mauer zu öffnen, die seit 1961 West- und Ost-Berlin teilte.<< WIKI

    Make America great again, war der Slogen damals und heute.
    Kaum ein Europäer versteht die US-Amerikaner, also am besten alle mal die vielen Vorurteile wieder einpacken und abwarten.
    Während seiner Amtszeit kann man ihn dann kritisieren oder loben – aber bitte nicht wieder mit: „Ich habe es ja gleich gesagt.“

    • Trump als Politiker ist die Personifikation oder das Produkt übelster unverdauter Ausscheidungen, die aus den Kloaken des Internets in sein Reden und Meinen geflutet wurden, vermengt mit grenzenloser Geltungssucht und dem vulgären Sendungsbewusstsein des selbstgerechten Spießers.
      (SIE, Norbert, sind die lärmende Liliput- oder Westentaschenversion dieser überdimensionierten Protzausgabe egozentrischen Rechthabertums. Vgl.: http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/372887-jamaika-koalition#comment-73590)

      “Most people are other people. Their thoughts are someone else’s opinions, their lives a mimicry, their passions a quotation.” Diese Einschätzung von Oscar Wilde gilt für Trump vollumfänglich, für Sie, Norbert, zumindest für den Teil, den Sie bei LZ-Online treffender Weise als „Kasper“ bezeichnen.

      Bruce Springsteen (ein US-Amerikaner) hat Trump einen verlogenen Schwachkopf genannt und sein Erscheinen eine Tragödie für die föderale Republik der Vereinigten Staaten von Amerika: http://www.rollingstone.com/music/news/bruce-springsteen-calls-donald-trump-a-moron-w441761

      SIE, Norbert (kein US-Amerikaner), zitieren aus dem Essay von Hannes Stein, verkehren aber dessen zentrale Aussage ins genaue Gegenteil, indem Sie entstellend zitieren und nach Ihrer eigenen Agitprop-Absicht arrangieren. Stein ging es gerade um die gravierenden Unterschiede zwischen Ronald und Donald: „Reagan war höflich, zuvorkommend, oft witzig. Er war ein zivilisierter Mensch. Donald Trump kann man derlei wirklich nicht nachsagen. So hat er einen behinderten Kollegen von der ‚New York Times‘ verhöhnt, indem er ihn vor der Kamera nachäffte; Trump ist der personifizierte innere Schweinehund.“ Reagan hatte bei Amtsantritt acht Jahre Erfahrung als Gouverneur des größten amerikanischen Bundesstaates, bei Trump kann man sich nicht einmal sicher sein, dass er den Namen der Hauptstadt dieses Bundesstaates kennt. Am Ende kommt Stein zu dem Ergebnis, dass es KEINE Gemeinsamkeiten Zwischen Reagan und Trump gibt. Dass die innerlich vollkommen zerstrittene Republikanischen Partei (!) „von Ronald auf den Donald“ herunterkommen ist, fasst der Welt-Autor so (wie Springsteen) zusammen: „Es ist eine Tragödie.“ https://www.welt.de/print/wams/debatte/article151090028/Vom-Ronald-auf-den-Donald-gekommen.html

      Sie (kein US-Amerikaner) sind ein Klitterer und Fälscher, Norbert. (Noch etwas, dass SIE mit Donald (US-Amerikaner) gemein haben.)

      „Kaum ein Europäer versteht die US-Amerikaner“? Kaum einer? Ausnahme: SIE, Norbert?

      „Alle mal die vielen Vorurteile wieder einpacken und abwarten“? Gilt das auch für SIE und Ihre hier verdeckt und hinterrücks lancierten, voreilig relativierende Vorurteile über Trump als den anderen Reagan, Norbert?

      „Während seiner Amtszeit kann man ihn (Trump) dann kritisieren oder loben – aber bitte nicht wieder mit: ‚Ich habe es ja gleich gesagt.'“ Das dekretiert wer, Norbert? SIE? Der besserwisserische AfD-Troll? (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/344432-trolle) Aber wer sind Sie, Norbert, dass Sie derart selbstherrlich befinden? Sind Sie vielleicht Gozer, der Vernichter, ein Gott, der (laut Dr. Peter Venkman) im antiken Mesopotamien von den Sumerern und Hethitern verehrt wurde, und nun im Begriff ist, mit der Hilfe des Halbgottes Zuul (dem Torwächter) und des Dämonen Vinz Clortho (dem Schlüsselmeister) unsere Blog.jj-Welt zu verschleimen und zu verpesten? (Vgl.: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/335832-335832#comment-70295)

      ICH sage hier und heute: Domald Trump ist ein Unglück, er ist ein ungebildeter, unqualifizierter, unfähiger, unbeherrschter, unberechenbarer, ja, ein gefährlicher Soziopath im höchsten Staatsamt der bedeutendsten Supermacht der Erde. Aufgrund gravierender zivilisierender Selbstssteuerungs- und Kontrolldefizite wird er gewaltige Fehler mit katastrophalen Konsequenzen für die Menschen seines Landes und der übrigen Welt machen.

      Daran werde ich erinnern, sobald es soweit ist, Norbert. Und dann werde ich ohne Hemmung schreiben: „Ich habe es ja gleich gesagt.“

      • >>Trump als Politiker ist die Personifikation oder das Produkt übelster unverdauter Ausscheidungen, die aus den Kloaken des Internets in sein Reden und Meinen geflutet wurden, vermengt mit grenzenloser Geltungssucht und dem vulgären Sendungsbewusstsein des selbstgerechten Spießers.<<

        Nachdem ich das gelesen hatte, habe ich mir den Rest erspart.

        Ist das schon § 103
        Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten ?
        Oder kommt da noch mehr?

        https://dejure.org/gesetze/StGB/103.html

        Ich werde mal Heiko Maas fragen.

      • Mensch Peter, rege dich ab, lasse Dich nicht allzu sehr von den deutschen Einheitsqualitätsmedien auf den Leim schicken. Vertraue dem amerikanischen Volk, das näher am Geschehen ist. Trump wird sicher nicht deinen Ideogischen Wünschen entsprechen, dafür wird er eventuell lernfähig und wendig sein um Probleme und Aufgaben praktisch zu lösen, an denen verbohrte Ideologen scheitern. Gib der Demokratie eine Chance und sei fair, sie hat gewählt.

      • Norbert, Trump als Politiker ist die Personifikation oder das Produkt übelster unverdauter Ausscheidungen, die aus den Kloaken des Internets in sein Reden und Meinen geflutet wurden, vermengt mit grenzenloser Geltungssucht und dem vulgären Sendungsbewusstsein des selbstgerechten Spießers.

        Soweit haben Sie gelesen?

        Dann haben Sie das Wichtigste doch mitbekommen! Merken Sie es sich gut, denn es könnte auf Sie ebenfalls zutreffen, nach allem, was ich hier bei Blog.jj immer wieder über SIE lesen muss.

        Und dass Sie nur das aufnehmen (oder aufzunehmen in der Lage sind), was Ihren manipulativen Giftspritzerabsichen entspricht, brauchen Sie nicht ständig zu wiederholen. Das geht allen lärmend luziferisch lamentierenden Lutz Bachmann-Lemmingen so.

        • Jetzt beruhigen Sie sich erst mal wieder, alles andere ist der Gesundheit abträglich.

          Wenn ich denn das Wichtigste mitbekommen habe, warum haben Sie den Rest dann überhaupt geschrieben?

          Sie sind scheinbar ein Intellekteitler, nach Ihrer eigenen Darstellung.
          Warum lassen Sie sich denn, mit Ihrem fundamentalen Wissen und dem klaren Blick in die Zukunft der Politik und der Menschheit, in die Abgründe unserer einfach strukturierten Stammtischdunstkreise hinab?

          Sendungsbewusstsein?
          Denn so einer wie ich ist doch keiner Beachtung würdig.

          Ich gebe Ihnen noch einen Tip : jeden Tag mit dem Hund 2x eine Stunde spazieren gehen – das beruhigt die Nerven. Auch die des Hundes.

          • Bundeskasper
            jeden Tag mit dem Hund 2x eine Stunde spazieren gehen – das beruhigt die Nerven. Auch die des Hundes.
            stimmt. aber nur in der zeit , wo man spazieren geht. schmunzel.

      • Mensch Klaus, ich lassen mich unglücklicher Weise nicht nur „von den deutschen Einheitsqualitätsmedien auf den Leim schicken“, sondern auch noch dazu von den englischen, den französischen, den italienischen und den amerikanischen Einheitsqualitätsmedien. Außerdem tausche ich mich per Mail mit Kolleginnen und Kollegen an Hochschulen und Universitäten in vielen verschiedenen Ländern auf sechs Kontinenten aus.

        Vorgestern etwa schrieb mir meine Freundin Hilary Mantel (http://hilary-mantel.com / nicht zu verwechseln mit Hillary (zwei „L“) Clinton), als Leser anspruchsvoller historischer Romane werden Sie von ihr gehört haben, das Folgende (ein Ausriss):

        As the polls were closing, I was somewhere over the Atlantic. As we flew into the light, one of the air crew came with coffee and a bulletin, with a fallen face and news that shocked the rows around. They don’t think, she said, that Hillary can catch him now. I took off my watch to adjust it, unsure how many centuries to set it back. What would Donald Trump offer now? Salem witch trials? Public hangings? The lass who had prepared us for the news was gathering the blankets from the night’s vigil. Crinkling her brow, she said, “What I don’t comprehend is, who voted for him?”

        No one we know — that’s the trouble. For decades, the nice and the good have been talking to each other, chitchat in every forum going, ignoring what stews beneath: envy, anger, lust. On both sides of the ocean, the bien-pensants put their fingers in their ears and smiled and bowed at one another, like nodding dogs or painted puppets. They thought we had outgrown the deadly sins. They thought we were rational sophisticates who could defer gratification. They thought they had a majority, and they screened out the roaring from the cages outside their gates, or, if they heard it, they thought they could silence it with, as it may be, a little quantitative easing, a package of special measures. Primal dreads have gone unacknowledged. It is not only the crude blustering of the Trump campaign that has poisoned public discourse but the liberals’ indulgence of the marginal and the whimsical, the habit of letting lies pass, of ignoring the living truth in favor of grovelling and meaningless apologies to the dead. So much has become unsayable, as if by not speaking of our grosser aspects we abolish them. It is a failure of the imagination. In this election as in any other, no candidate was shining white; politics is not a pursuit for angels. Yet it doesn’t seem much to ask — a world where a woman can live without jumping at shadows, without the crawling apprehension of something nasty constellating over her shoulder. Mr. Trump has promised a world where white men and rich men run the world their way, greed fuelled by undaunted ignorance. He must make good on his promises, for his supporters will soon be hungry. He, the ambulant id, must nurse his own offspring, and feel their teeth.

  23. Karlheinz Fahrenwaldt

    Hier treten ja die Amerikaversteher in Massen auf! Entspannt euch erstmal.
    Ich glaube, dass Noam Chomsky recht hat: Die Männerfreundschaft zwischen den Oligarchen Trump und Putin hat die Gefahr eines WK 3 gebannt und bietet der deutschen Politik die Chance zu einer Entspannungspolitik. Aber mit Merkelschem Aussitzen wird das nichts und Steinmeier hat ja jetzt was anderes vor.

    • Lieber Karlheinz Fahrenwaldt

      „Die Männerfreundschaft zwischen dem Despoten Trump und dem Autokraten Putin hat die Gefahr eines WK 3 gebannt und bietet der deutschen Politik die Chance zu einer Entspannungspolitik“?

      Diesen Unsinn glauben Sie doch nicht im Ernst? Nur weil Sahra Wagenknecht und Frauke Petry im liebevollen Beziehungsklärungsgespräch festgestellt haben, dass Sie die gleichen politischen Ziele haben, die gleiche „Zielgruppe“ adressieren und die gleichen Methoden der Ansprache bevorzugen, mit dem einzigen Unterschied, dass Petry „rassenspezifische“, Wagenknecht „klassenspezifische“ Selektionskriterien favorisiert, — nur darum glauben Sie, werden sich der jähzornige Showmaster und der komplexbeladene Geheimdienstkrämer vertragen und nicht im Affekt mal eben kurzschlüssig an den roten Knöpfen herumfingern?

      Ihr Wort in Erdogans Ohr, Karlheinz!

      Übrigens haben Sie eine ganze Reihe Fragen unbeantwortet gelassen. Wollen Sie das merkelesk aussitzen, nachdem die Leuphana Combo Sie nun doch wieder in den Kreistag gewählt hat, oder haben Sie da noch was anderes vor? Ab hier geht´s los: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/373426-die-wundersame-nebelmaschine-der-lueneburger-jamaika-gruppe#comment-73651

      LG, Ihr Hermann Kulis

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Lieber Herr Kules,
        es ist nett, dass Sie mich auf Fragen an mich in diesem Blog aufmerksam machen. Mit jj und seiner Redaktion klappt das ja nicht!
        @Hermann Kules: Sie haben scheinbar doch lieber mit dem Sams gesprochen als mit jj. Vielleicht kann mir ja das Sams die Kongruenz Wagenknecht/Pauly (wohlgemerkt: nicht der Michèl!) versus Trump/Putin erklären?
        @Jan: Ich habe mit keinem Wort die charakterliche Qualifikation des neuen US-Präsidenten beurteilt – und hätte gerne die handsignierte Klopapierrolle von Noam Chomsky!

        • Lieber Karlheinz Fahrenwaldt

          Nicht um das Kuscheln von CSU in Gestalt von Gabriele Pauly und PDS in Gestalt von Sahra Wagenknecht, die gemeinsam am Aufschwung zweifelten (http://www.zeit.de/online/2007/26/christiansen-kommentar), geht es, sondern um das Busseln von Sahra Wagenknecht, der Anführerin der ganz linken Linken, und Frauke Petry, der Vorsitzenden der ganz rechten Rechten, die Anfang Oktober in einem bemerkenswerten und inzwischen berüchtigten Doppelinterview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung so viele Gemeinsamkeiten in ihren politischen Positionen entdeckten, dass man am Ende Lechts und Rinks velwechsern konnte. Von einer „Links-Rechts-Koalition“ (Petry) wollte Wagenknecht zwar nichts wissen — schließlich sei die AfD vollkommen „nationalistisch und rassistisch“, die Linke jedoch nur zum Teil — , aber eine „punktuelle Zusammenarbeit in Sachfragen“ konnte sie sich immerhin vorstellen. Das alles erinnert einen irgendwie ans neue Südseeflair, an die mit duftigen Sommerlaunen leicht und luftig wechselnden Mehrheiten und an die jamaikanisch gewürzten Schwaden vom politischen Joint Venture berauschter Lebensfreude (Bob Marley) die durchs vorweihnachtlich hergerichtete Rathaus wehen. Finden Sie nicht, lieber Herr Fahrenwaldt?

          Hier das Geheimprotokoll des Petry-Wagenknecht-Pakts vom Oktober: http://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/2432.streitgespräch-zwischen-sahra-wagenknecht-und-frauke-petry.html

          P.S.: Auf meine Frage, warum die scharf attackierende Andrea Henkel nicht selbst antwortet, wenn auf ihre Blog.jj-Provokation repliziert wird, sondern einen Mann mit zwei Doktorhüten zum Abwiegeln ins Feuer schicken muss, hat mir das Sams leider keine Antwort geben können. Vielleicht fällt Ihnen ja eine ein, Herr Fahrenwaldt?

          LG, Ihr getreuer Hermann Kules

          • Anneliese Schuster

            Sehr geehrter Herr Kreistagsabgeordneter Fahrenwaldt,

            vielen Dank für den Hyperlink zum Petry-Wagenknecht-Interview. Das ist ja wahnsinnig interessant, aber auch wahnsinnig wahnsinnig.

            Ob ich die LüneLinken trotz dieser unangenehmen AfD-Nähe ihrer Chefin weiter unterstützen soll, weiß ich nun gar nicht mehr recht.

            Können Sie mir raten?

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Herr Kules,
            Sie sind ein Zitatfälscher! Sowohl wenn Sie mich zitieren als auch bei Sahra Wagenknechts Ausführungen. Da kann ich nicht drauf antworten!

            @Anneliese Schuster: Der Name meiner Chefin ist nicht Sahra! Und hier interpretiert jeder Aussagen von anderen so wie sie ihr*ihm in den Kram passen.

          • Lieber Karlheinz Fahrenwaldt

            als wären Sie Mitglied im AfD-Führungskreis machen Sie Ihren Kommentatorenkolleg*innen heftigste Vorwürfe, ohne diese zu belegen, und diskreditieren, ohne einen einzigen plausiblen Nachweis zu liefern, in Bausch und Bogen die vielen um Argumente bemühten Diskutanten in Herrn Jenckels Blog.jj Forum, welches wegen seiner außergewöhnlichen Debatten-Qualität mittlerweile zwischen Frankfurt, Göttingen, Hannover, Oldenburg, Kiel, Berlin und, wie es scheint, sogar in New York und in Sumte wahrgenommen, gelesen und zitiert wird.

            „Zitatfälscher“ zu sagen, ohne das „gefälschte Zitat“, also Text und Kontext mit Quellenangabe zu dokumentieren, lieber Herr Fahrenwaldt, ist nicht sehr weit entfernt von Norbert „Bundeskasper“ und Jörn „WHM“, die einem aufrechten Mann wie Michèl Pauly etwas Unwahres ans Zeug flicken möchten.

            Hinzu kommt, lieber, guter Herr Fahrenwaldt, dass SIE (von Ihrer mannhaft schweigenden Kollegin Andrea Henkel rede ich lieber gar nicht) hier im Blog sehr oft irgendwelche wirren Allgemeinheiten verkünden, als handle es sich um vom HERRN selber eingemeißelte Inschriften auf mosaischen Gesetzestafeln (letztes Beispiel: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/377207-377207#comment-73847), aber, wenn Nachfragen kommen, entweder mit irgendeinem blöden Spruch oder gleich überhaupt gar nicht reagieren.

            Das alles nenne ich destruktive Diskursverweigerung an der Grenze zu den bösen populistischen Clownerien eines Alexander Gauland (Ihre Alterskohorte), der auch immer wieder mit einer absurden Provokation um die Ecke kommt, um anderen dann vorzuwerfen, Sie hätten ihn falsch verstanden, interpretiert, wiedergegeben, usw.

            Dennoch hoffe ich, Sie widerlegen diesen Eindruck, indem Sie die Dinge hier richtig stellen, wie Sie es bisher auch getan haben. (Im Übrigen würde ich an Ihrer Stelle einmal darüber nachdenken, wo und wie Sie Ihre Stimmengewinne bei der Kommunalwahl geholt haben. Einen Großteil hier im Blog durch den Einsatz von Pauly und Petroll — und Ihnen –, denke ich. Versau´n Sie´s sich und Ihren Leuten nicht, indem Sie, statt witzig zu bleiben, nun amtsstolz pomadig Aalglattes vom hohen Kreistagsschimmel herab dekretieren! Streiten Sie mit uns! Aber mit Gründen und Argumenten, nicht mit Donald-Mertz Belehrungen!)

            LG, Ihr Hermann Kules

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Hier steht das gefälschte Zitat:

            Lieber Karlheinz Fahrenwaldt
            15. November 2016 at 12:39

            „Die Männerfreundschaft zwischen dem Despoten Trump und dem Autokraten Putin hat die Gefahr eines WK 3 gebannt und bietet der deutschen Politik die Chance zu einer Entspannungspolitik“?

          • Lieber Kreistagsabgeordneter Fahrenwaldt

            Ok, SIE haben geschrieben: »Ich glaube, dass Noam Chomsky recht hat: Die Männerfreundschaft zwischen den Oligarchen Trump und Putin hat die Gefahr eines WK 3 gebannt und bietet der deutschen Politik die Chance zu einer Entspannungspolitik.«
            http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/377207-377207#comment-73847

            ICH hatte geschrieben: »„Die Männerfreundschaft zwischen dem Despoten Trump und dem Autokraten Putin hat die Gefahr eines WK 3 gebannt und bietet der deutschen Politik die Chance zu einer Entspannungspolitik“? Diesen Unsinn glauben Sie doch nicht im Ernst?«
            http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/377207-377207#comment-73868

            Ich habe also aus IHREN »Oligarchen Trump und Putin« MEINEN »Despoten Trump und den Autokraten Putin« gemacht UND DEN FEHLER, meine Frage in Anführungszeichen zu setzen, als handle es sich um ein unverändertes Zitat. Dies war ein Versehen, das gebe ich zu und entschuldige mich.

            AM SINN IHRER AUSSAGE und AM SINN MEINER FRAGE hat dieser kleine modifizierende (oder präzisierende) Eingriff NICHTS VERÄNDERT. (Ein Oligarch (vom griech.: ὀλίγοι oligoi = „wenige“ und ἄρχων archon = „Herrscher, Führer“) ist ein Wirtschaftsmagnat oder Tycoon, der durch seinen Reichtum über ein Land oder eine Region weitgehende Macht zu seinem alleinigen Vorteil ausübt. Ein Oligarch IN DIESEM SINNE ist weder Putin noch Trump. Putin ist ein Autokrat, der sich Oligarchen zunutze macht. Trump ist (im Moment noch) ein despotischer Firmenpatriarch und Aufschneider, der sich anschickt, Autokrat zu werden.)

            Lieber Herr Fahrenwaldt, meine Oma Suse, die aus Kärnten stammt, hätte einen wie Sie, der unter solchen Umständen mit dem Vorwurf der »Zitatfälscherei« aufläuft, aber den Sinn der ihm gestellten Frage (und damit auch die Frage) ignoriert, einen »Dippelesschisser« genannt (am Ostlandring = Korinthenkacker, also – umgangssprachlich – besonders pedantische beziehungsweise kleinliche Menschen).

            Bitte benehmen Sie sich nicht, wie die Prinzessin auf der Erbse, Herr Fahrenwaldt. Beantworten Sie bitte die Fragen, die zu stellen Sie selbst den Grund geliefert haben.

            MfG, Ihr Hermann Kules

    • Karlheinz Fahrenwaldt,

      Sie treten ja auch mal als Henkel-, mal als Pauly- und mal als Manzke-Interpret in Amerika auf!

      Und nun „glauben“ Sie, „dass die Männerfreundschaft zwischen den Oligarchen Trump und Putin die Gefahr eines WK 3 gebannt hat“?

      Lassen Sie es mich so ausdrücken: Ob man sich in öffentlichen Toiletten auf die Brille setzen kann oder nicht, ist Auslegungssache. Ob Donald Trump ein unberechenbarer, geltungssüchtiger Schwachkopf ist oder nicht, können Sie mit einer von Chomsky handsignierten Rolle Klopapier nicht entscheiden.

      • Hermann Kules – auch hier irren Sie sich, oder unterstellen böswillig!

        >>Norbert „Bundeskasper“ und Jörn „WHM“, die einem aufrechten Mann wie Michèl Pauly etwas Unwahres ans Zeug flicken möchten.<<

        Ich habe explizit auf die Möglichkeit der Verwechslung zweier Parteimitglieder hingewiesen.

        Sollte Ihnen das nicht in den "Kram" passen, tut es mir leid für Sie.

        • Norbert, Sie haben NICHT nur auf die Möglichkeit einer Verwechslung hingewiesen, sondern diesen Hinweis eingesetzt, um auszudrücken, dass es eigentlich völlig egal ist, ob Pauly einer Tat zu Recht oder zu Unrecht beschuldigt wird, weil ihn im Grunde seine Parteizugehörigkeit bereits zu einem Schuldigen macht.
          Beleg: http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/372887-jamaika-koalition#comment-73346

          Alles, was zu Ihrer abstoßenden Gemeinheit zu sagen war, hat ein Kurt Wenninger im Anschluss daran (28. Oktober 2016 um 13:31 h) zusammengefasst:

          »Norbert Kasper,

          hier steckt IHRE Perfidie (= Ihre allen LZ-Foristen sattsam bekannte intrigante Bösartigkeit):

          1.) „Die Partei ist ja die gleiche….“ Mit dem Satz insinuieren Sie: Wenn einer aus einer Gruppe so ist, dann sind natürlich alle so. Das ist Ihre unredliche Methode der Kollektivstigmatisierung bzw. des in Sippenhaftung-Nehmens als eine Denunziations- bzw. sprachliche Repressionsmaßnahme gegen die Angehörigen von vermeintlichen Gesinnungsgegnern.

          2.) Dass ein gehässiger Schleicher wie Sie nicht darauf verzichten kann, das Kind polternd beim Namen zu nennen, obwohl ihn das Ganze gar nichts angeht, und das auch noch, nachdem Jenckel und andere mit möglichster Schonung für alle Betroffenen die widerliche Verleumdung durch den ebenso unbelehrbaren wie leichtfertigen und obendrein noch fettigfrech aufgeblasenen „WHM“ richtig gestellt hatten, das alles Norbert zeigt mir, wie vermutlich auch Herrn Bauer und manch einem der übrigen Leser, was für ein gewaltiger Überschuss an destruktiver Energie in Ihnen stecken muss.

          Im Übrigen fand ich es eher nicht so prall, dass Herr Jenckel seine Intervention ex post entschärft hat. Denn selbst wenn der Jörni sich darauf berufen sollte, er habe sich geirrt, ändert das nichts an dem Faktum, dass er eine Lüge verbreitet und gegen mehrfachen Leser-Widerspruch bei LZ-Online daran festgehalten hat — und dass er, wie Laura oben richtig schreibt, nur die eine Absicht gehabt haben konnte: die Rufschädigung von Pauly.

          Typen wie Sie, Norbert, und wie Jörn „WHM“ finden Sie hier unverkennbar dargestellt: https://www.welt.de/img/geschichte/mobile138384450/8917936437-coriginal-wWIDTH/A-Paul-Weber-Der-Denunziant.jpg)

          Und was das Giftzischeln von Typen wie Ihnen, Norbert, und wie Jörn „WHM“ anrichtet, sehen Sie hier: http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Bilder/Die-Allegorie-Das-Geruecht-von-1943-ist-A-Paul-Webers-181911h.jpg «

          • Herrmann Kules
            Fragen:was bringt es , wenn sie recht behalten? lohnt sich hier der aufwand? was wollen sie damit erreichen? meinen sie, sie können hier jemanden überzeugen? ich hätte da noch ein paar fragen, halte mich hier aber mal gern zurück. schmunzel. hier im forum worte auf die goldwaage zu legen, ist wie perlen vor die säue schmeißen. was meinen sie, ist meine aussage zu deftig? ist der ruf erst ruiniert……..

          • Wie gesagt, Sie unterstellen – und nicht nur Sie.

          • @Bundeskasper

            Wer mehrmals lügt (wie Petry, Gauland, Trump — und wie Sie, Norbert), dem glaubt man nicht, und wenn er auch diesmal nur die Unwahrheit spricht. Das, Norbert, ist der Preis, den anonyme Intriganten wie Sie in öffentlichen Foren zu zahlen haben: Man kann ihnen und Ihnen nicht verbieten, darin ihren bzw. Ihren kleinen denunziatorischen Geschäften nachzugehen, aber man braucht eben auch keinen Pfifferling darauf zu geben, was diese – und in diesem Falle eben Sie – äußern.

    • Hallo Karlheinz Fahrenwaldt !

      Hetzen Sie noch oder trumpen Sie schon?

      Siehe: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/Ich-trumpe-jetzt,extra12136.html

  24. Hallo Herr Jenckel,
    darf man angesichts der teils ja so diffamierenden Kommentare hier untereinander, die – speziell von Trump-Gegnern – ja schon sehr an ihn selbst erinnern, einen blog aus anderem Medienhause empfehlen?

    http://blogs.faz.net/stuetzen/2016/11/14/trumps-sieg-handgemacht-in-den-usa-7115/

    Ich denke, wer auch immer in welches Amt kommt – das ändert ja nichts an den Themen, die sich uns allen stellen, oder?

    • Tja, Michael Recha, man darf Don Alphonso, den die FAZ sich hält, um dem jungen rechtsextremen Teil ihrer Leserschaft eine kleine Spielwiese zu bieten, schon empfehlen, sollte aber auch erklären können, was ein Durchschnittsmensch wie ich mit dieser nostalgischen Jeremiade über den technologischen Wandel und seine unerfreulichen Konsequenzen für die Menschen in den alten Industrienationen anfangen soll, die überflüssiger Weise voller infamer Invektiven gegen Linke, Homosexuelle und Menschen aus fremden Ländern steckt.

      Wenn Sie nicht nur klagen und anklagen können, Michael Recha, sondern Konstruktives zu bieten haben, erklären sie mir vielleicht auch gleich noch, was Sie den Betriebsleitern von Pickenpack vor zwei Jahren geraten hätten, als sich abzuzeichnen begann, dass es zur Schließung des Standortes kommen würde.

      • Hallo Herr Müller,
        oha, geht es denn nicht einmal eine Nummer kleiner als immer gleich die rechtsextreme Keule auszupacken, wenn jemand das Milieu des – sagen wir mal – Toleranzabsolutismus dort kritisiert, wo es aggressiv intolerant bzw. bigott bzw. borniert in der Öffentlichkeit agiert?

        Wo in diesem Artikel bzw. wo generell bei diesem Autor finden Sie schändliche Schmähungen pauschal gegen Homosexuelle oder Fremde?

        Wo aber bleibt andersherum die offiziell verteidigte Toleranz, wenn gegen (sich selbst so nennende) Netzfeministinnen argumentierende Personen wie dieser blogger als Homosexuellen-Feinde abgeurteilt werden, zumal ja rechtsextrem orientiert? Damit endet doch jede weitere Beschäftigung mit der geäußerten Kritik von vorneherein.

        Als Durchschnittsmenschen können wir beide lesen, ohne gleich zu femen.

        Interessant ist übrigens, dass soziale Mißstände von der Linken per Selbstdefinition in jedem politischen Thema beklagt und angeklagt werden dürfen – aber bereits der Hinweis auf Don Alphonso in der FAZ dazu führt, dass ich nur klagen oder anklagen wolle…?

        Ich staune immer wieder, wie vorurteilsbelastet 90% aller politischen Äußerungen zumal im Internet sind. Wie sagte es eine Spiegel-Redakteurin: die Menschen wollen Schubladen von uns Journalisten, sie brauchen ja Orientierung.

        Nun gut. Staunen ist immerhin faszinierend.
        Zu Ihrer Frage:

        Wurde Pickenpack – wie das US-amerikanische Beispielunternehmen von Don Alphonso – aufgrund von Kapitalmarktaktivitäten bzw. Renditeerwartungen von Risikokapitalgebern / Private Equity-Fonds insolvent? Dann würde ich Ihre Nachfrage sachlich verstehen können.

        So kann ich nur antworten: Zur Insolvenz von Pickenpack bzw. gar zu kaufmännischen Sanierungsentscheidungen vor zwei Jahren (oder bereits viel früher?) kann ich Ihnen nichts sagen, weder kannte ich das Unternehmen, noch bin ich in der Lebensmittelbranche erfahren.

        Konstruktiv kann ich lediglich mit Blick in die Zukunft sagen, dass jede politische Äußerung, wonach Ceta oder TTIP dringend erforderlich seien, um für das produzierende Gewerbe in Europa neue Märkte zu erschließen, eben nicht die Antwort sind, die personal- oder energieintensive Tätigkeiten bei uns erhalten hilft. Im Gegenteil – Entfernungen kosten nichts, solange Energie billig gehalten wird und die Lieferwege militärisch freigehalten werden. Da werden Firmen bei uns eher schließen bzw. übernommen und verlagert werden. Das ist die Logik des freien Weltmarktes, der primär bzw. fast ausschließlich auf Eigenkapitalrendite setzt und nebenbei alle Umweltkosten externalisiert.

        Wer stand und steht noch mal für genau all diese ökologisch und sozial fatalen Entwicklungen? Die Ideengeber der sozialen Marktwirtschaft sind doch längst vergessen, seit die Nationalökonomien in supra-nationalen Zentralstaatsverwaltungen überführt werden.

        Und zwischen Hillary Clinton und Donald Trump jedenfalls bestand diesbezüglich ja offiziell kein Unterschied – sie sprachen sich beide gegen TTIP aus, aber wollen USA als Weltmarktführer… passt irgendwie nicht, oder finden Sie?

        Kleine Gegenfrage)

      • Hallo Herr Recha,

        vielen Dank für Ihre Reaktion auf meinen Einwurf. Ihre erste Frage möchte ich gleich retournieren: geht es denn nicht einmal eine Nummer kleiner, als immer gleich mit der Vorwurfskeule in Stellung zu gehen, es sei die „Rechtsextremismus- Keule“ hervorgeholt worden? Hat das Aufjaulen und das reflexhafte Hochhalten eines fettigen Geflügelschenkels als verbales Erkennungszeichen und magisches Abwehramulett nicht etwas furchtbar Infantiles? Trotzdem, ich gestehe es ein, die Vokabel „rechtsextremistisch“ hätte ich mir (und Ihnen) ersparen sollen. Was Sie mit „Milieu des Toleranzabsolutismus“ meinen könnten, ist mir leider nicht ganz klar geworden. „Repressive Toleranz“ (Herbert Marcuse)? „Verordnete Toleranz“ (Alexander Mitscherlich)? Den „Zwang zum Tolerantsein“ (Adel Theodor Khoury)? Wie auch immer, diesem „Milieu“ gehöre ich nicht zu, denn ich bin einerseits zwar für das Tolerieren von Toleranz, also für Toleranztoleranz, andererseits bin ich in vielen Fällen aber auch für Nulltoleranz, bin also häufig sehr intolerant. Zum Beispiel nenne ich Gewalt, Niedertracht, Scheinheiligkeit, Engstirnigkeit, Lumpereien und dummes Geschwätz ganz einfach „Gewalt“, „Niedertracht“, „Scheinheiligkeit“, „Engstirnigkeit“, „Lumpereien“ oder „dummes Geschwätz“.

        Rainer Meyer alias Don Alphonso ist ein bräsiger Blogger routiniert abgespulter Schalzüngigkeiten, der sich´s in der Rolle des politisch inkorrekt daherradelnden Intelligenzsimulanten bei der FAZ lauschig einrichten konnte, weil er für die Zeitung eine Art Blitzableiter- und Leserbindungsfunktion zugleich erfüllt, indem er Horden von unartigen „System“-Kritikastern anlockt, die sich beim Suhlen in der Signalwortpampe ihrer tabülebrechenden Rechthabersolidarität genauso gut gefallen wie Ihr Gastgeber und dafür akzeptieren, dass er sie entweder gelegentlich durch herablassend gönnerische Ansprache erhöht oder dauerhaft durch gnadengeizende Missbeachtung seelisch aushungert.

        Zwischen ihm und seinen Kommentatoren jedenfalls herrscht Einigkeit, dass alles des Teufels ist, was mit den Etiketten „rot“, „grün“, „links“, „bunt“, „alt“, „etabliert“ beklebt werden kann, sich mit dem Namen „Merkel“ kombinieren lässt, oder mit den Begriffssurrogaten „Gender“, „System“ oder „Multikulti“ ein Kompositum bildet. Wem es gelingt, möglichst viele dieser wachsweich wabernden Wolkenwörter in seinem Post unterzubringen, darf mit Applaus rechnen und damit, dass irgendein Spaßvogel zu „Tichy“ verlinkt, wo eine von den (zwinkerzwonker) „Qualitätsmedien“ ausgemusterte Altherrengarde selbsternannter „Journalistengrößen“ sich dem gleichen spottlustigen Schabernack hemmungslos schwammiger Schadenfreude hingibt.

        Sie, Herr Recha, möchten sich austauschen, ohne gleich zu attackieren. Versuchen wir es. Auf zu Ihren Fragen:

        1) Wo in dem von Ihnen empfohlenen Artikel finden sich Schmähungen gegen Homosexuelle oder Fremde?

        Diese Invektiven beginnen mit dem Zappa-Motto, das einen Zusammenhang zwischen dem Untergang der „heilen Welt“ von einst und dem Aufkommen von Feminismus und Homosexualität als Folge davon suggeriert. Dann folgt eine eklige Anspielung auf „billige Themen wie Sozialismus, Nutella und Feminismus“. (Wo hier, außer in dem Nebeneinander der drei Bösewichte, die Herabsetzung der Homosexualität steckt, können Sie sich leicht selbst überlegen.) Es wird ein undifferenziertes Loblied auf die handwerkliche Überlegenheit des „weißen Mannes“ gesungen und ethnische Gruppe werden pauschal als „winselnde Minderheiten“ bezeichnet. Die Minderwertigkeit der Innenlagerbuchse von Meyers (Alphonsos) Cannondale Super X wird darauf zurückgeführt, dass sie „in Fernost“ gefertigt worden ist.

        2) Inwiefern bereits der Hinweis auf diesen Don Alphonso-Blog-Beitrag bei FAZ-Online zeigt, dass Sie nur klagen oder anklagen wollten:

        Indem Sie den Artikel empfahlen, haben Sie ihn sich ein Stück weit auch zu eigen gemacht. Herr Meyer/Alphonso bietet aber nur das Klischee einer Begründungsgeschichte, die das Abstimmungsverhalten der Trump-Wähler verständlich machen soll. Diese Story mag repräsentativ sein für die Motive eines kleinen Teils von der De-Industrialisierung direkt betroffener Amerikaner. Für das Gros der Trump-Wähler, die überwiegend gar nicht aus dieser Gruppe stammen, sondern aus den unteren Schichten des Besitzbürgertums, ist sie das nicht. Und so wie Meyer sie präsentiert, ist sie nur ein jämmerliches Wehklagen, welches das Verlangen nach Propaganda-Kitsch bedient, den alle politischen Vereinfacher lieben, weil sie meinen, mit dem, was ihnen einleuchtet, Zustimmung erhalten zu können: Meyer schreibt: Es gab „wirklich gute Dinge, die profitabel waren, bis sie in die Hände des Establishments gerieten. Ein Establishment, das die Produktion nach China verlegt, wo so wenig Carbon unter dem Tretlager ist, dass ich es mit dem Finger eindrücken kann.“ Tatsächlich aber ist nicht „das Establishment“ für die diversen Standortwechsel und Produktionsverlagerungen der Firma Cannondale verantwortlich, sondern die Firmenleitung, die Geld verdienen wollte, und sich den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst hat, deren Dynamik zu beeinflussen, zu ändern oder rückgängig zu machen, keinem einzelnen Menschen mehr möglich ist. Und auch nicht die Tatsache, dass Tretlager in China gefertigt werden, sorgt für mindere Qualität, sondern doch eher wohl eine Geschäftspolitik der Firmenleitung, die glaubt, mit der betrügerischen Manipulation von Standards auf Dauer durchkommen und noch profitabler sein zu können. In Wolfsburg hat man von solchen technischen Finessen auch schon gehört.

        3) Wurde Pickenpack – wie das US-amerikanische Beispielunternehmen von Don Alphonso – aufgrund von Kapitalmarktaktivitäten bzw. Renditeerwartungen von Risikokapitalgebern / Private Equity-Fonds insolvent?

        Erstens: Das US-amerikanische Beispielunternehmen von Don Alphonso wurde NICHT „aufgrund von Kapitalmarktaktivitäten bzw. Renditeerwartungen von Risikokapitalgebern / Private Equity-Fonds“ insolvent! Cannondale, im Besitz der kanadischen Dorel Industries existiert bis heute — nur eben wieder in dem Ort Cannondale in Connecticut und nicht mehr in Bedford, Pennsylvania. Die Entlassungen aufgrund von Standortwechseln und Produktionsverlagerungen sind allesamt auf Entscheidungen von Management und Eigentümer zurückzuführen. Zweitens: Pickenpack wurde auch nicht insolvent. Nur der Standort wurde aus betriebswirtschaftlichen bzw. Rentabilitätsgründen verlegt. Dass Sie als ehemaliger AfD-Bundestagskandidat der Region darüber so wenig wissen, wundert mich allerdings sehr. (Der ehemalige Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Riess, der seit 1979 bei Pickenpack beschäftigt war, wird Ihnen alle Wissenswerte erzählen können.)

        4) Ihre Ausführungen über die „Logik des freien Weltmarktes, der primär bzw. fast ausschließlich auf Eigenkapitalrendite setzt und nebenbei alle Umweltkosten externalisiert“, sind sehr Luftig gestrickt. Wenn Sie wirklich wissen möchten, wer für „all diese ökologisch und sozial fatalen Entwicklungen“ steht, mit denen wir heute zu tun haben, müssen Sie europäische Nachkriegsgeschichte studieren und mit den Weichenstellungen durch Adenauer und de Gaulle respektive den führenden politischen Entscheidern der Gründerstaaten des EGKS-Vertrages aus Belgien, der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden anfangen.

        5)Ihrer Einschätzung, dass der von Trump proklamierte ökonomische Isolationismus und die von ihm versprochene (und von Meyer/Alphonso beschworene) Rückkehr zu den „autarken“ Wirtschaftsformen „der guten alten Zeit“ NICHT zu dem Slogan „Make Amerika Great Again“ oder zu den Träumen von den USA als Weltmarktführer passen, stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu.

        6) Generell, Herr Recha, bin ich Ihrer Ansicht, dass einem gedeihlichen Gedankenaustausch die Mäßigung im Ausdruck und eine klare Sprache dienlicher sind, als Angriffe und aggressive Polemik. Eine Voraussetzung dafür ist, dass sich die (im positiven Sinne, also um die Sache) Streitenden davor hüten, rhetorische Blendvokabeln zu adaptieren und nachzubeten. Nichts ist einfach, Herr Recha, darum ist sprachliche Genauigkeit eine Pflicht. „Toleranzabsolutismus“, „Netzfeministinnen“, „das“ Establishment, „Renditeerwartungen von Risikokapitalgebern“, überhaupt „der“ Finanzkapitalismus und „die“ Eliten, das alles sind praktisch sinnleere Imponier-, Fassaden- und Battlefield-Abstrakta, mit denen Sie in die eigene Peer Group hinein Zugehörigkeit „signalisieren“, aber kein vernünftiges Gespräch mit brauchbaren realitätskonformen Ergebniszielen führen können.

        Also: nicht den Splitter im Auge des anderen, sondern auch den Balken im eigenen als mögliche Ursache für das Misslingen von „Kommunikation“ in Erwägung ziehen. Ich bemühe mich jedenfalls darum. Was uns andernfalls droht, hat Frau Ollenhauer oben sehr gut beschrieben: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/377207-377207#comment-73915

        Zuletzt: Ich finde das Niveau und die Argumentationsbereitschaft der weit überwiegenden Zahl der Beiträge in diesem Blog hervorragend, auch wenn sie natürlich nicht alle meinen Überzeugungen entsprechen.

    • Hallo Michael Recha (AfD-Kandidat Bundestagswahl 2013),

      Detlev Behrens, der Debattenliebhaber, antwortet nicht. Daher wende ich mich mit meinen Fragen an Sie, der denkt, „wer auch immer in welches Amt kommt – das ändert ja nichts an den Themen, die sich uns allen stellen“.

      Im Gegensatz zu Ihnen bin ich und waren auch rund 116 Millionen Amerikaner der Ansicht, dass die Person sehr wohl einen entscheidenden Unterschied macht. (Nur etwas mehr als jeder vierte Wahlberechtigte (25,5 Prozent) stimmte für den Kandidaten der Republikaner. Clinton wählten 25,6 Prozent der 231,56 Millionen Stimmberechtigten.)

      Hier meine Einschätzung der „Themen (oder besser wohl: der Fragen bzw. Probleme), die sich uns allen stellen“. Was sagen Sie ganz konkret zu den einzelnen Punkten?

      A) Was wird die Zukunft bringen? Die soliden amerikanischen Institutionen werden einen reibungslosen Machtwechsel garantieren. Obama hat seinen Nachfolger mit Würde und Takt empfangen, und Trump hat in der Begegnung seinerseits Respekt bewiesen. Doch ab dem 20. Januar 2017 werden alle Hebel der Macht in den Händen der Republikaner liegen: das Weisse Haus, der Kongress und, sobald ein von Trump bestimmter konservativer Anwärter im Amt bestätigt ist, auch der Oberste Gerichtshof.

      B) Die Dominanz der Konservativen im Obersten Gerichtshof stellt für Amerika die größte Gefahr dar. Sie wird mit einiger Sicherheit zu einer drastischen Einschränkung der Rechte führen, die Frauen im Bereich der Geburtenkontrolle zugebilligt werden. Die Voting Rights Act, die die Wahlrechte von Minderheiten garantieren soll, und die kümmerlichen Überreste der Affirmative Action dürften zur Disposition stehen.

      C) Die Republikaner hatten sich stets gegen Obamas Gesundheitsreform gestemmt – entsprechende Schritte werden nun nicht lange auf sich warten lassen. Allerdings: Würde die Reform kassiert, dann hätten rund 20 Millionen Amerikaner keinen Zugang zu Krankenversicherungen mehr, und eine solche Maßnahme wäre mit Sicherheit alles andere als populär. Trump hat denn auch bereits signalisiert, dass mindestens zwei Kernelemente von Obamacare in Kraft bleiben werden.

      D) Die Reichen können sich auf Steuererleichterungen freuen, und aus der Dodd-Frank Act, die den Finanzmarkt auf Transparenz und Verantwortlichkeit verpflichten sollte, dürften die für die Banken unbequemsten Auflagen gestrichen werden. Illegal Eingereisten wird inskünftig ein noch kälterer Wind entgegenwehen. Am schmerzlichsten wird sich Trumps Präsidentschaft wohl im Bereich der Klima- und Umweltpolitik auswirken: Das Pariser Abkommen dürfte unterlaufen, Obamas Errungenschaften in der Förderung sauberer, erneuerbarer Energieträger und der Reduktion der Treibhausgasemissionen dürften rückgängig gemacht werden.

      E) Versucht man sich Trump auf der internationalen Bühne vorzustellen, dann sollte man sich erinnern, dass er in seiner Karriere als Immobilienmakler und «master of the deal» gelernt hat, zu verhandeln und Kompromisse zu schließen. Diese Fähigkeiten wird er zum Einsatz bringen. Er hat geschworen, das Nuklearabkommen mit Iran zu zerreißen; das wird er wohl tun, wenn Iran sich nicht zu einem gesichtswahrenden Kompromiss herbeilässt. Dazu dürfte auch Trump Hand bieten – denn ohne ein solches Abkommen könnte ein Waffengang mit Iran unumgänglich werden, und Trump hat klargemacht, dass er keinen Cent für militärische Abenteuer im Ausland erübrigen will. Er behauptete auch, er habe einen Geheimplan, um mit dem IS fertigzuwerden. Es bleibt abzuwarten, was daraus wird – möglicherweise ein Arrangement mit Putin und Assad.

      F) Und Trumps Vorhaben, einen Grenzwall im Süden zu errichten und Mexiko dafür zahlen zu lassen? Vielleicht wird dies das erste der großen Infrastrukturprojekte, die er versprochen hat. Sein Plan hingegen, die Nato-Partnerstaaten aufgrund einer Kosten-Nutzen-Rechnung zur Kasse zu bitten, war vermutlich nur Bluff. Wie sich die Beziehung zu Putin entwickelt, lässt sich nicht voraussagen. Trump mag es nicht, wenn man seine orangerote Pompadour-Frisur in Unordnung bringt, und er wird sich seinerseits hüten, Putins Federn zu zausen. Auch hier wird die Versuchung, mit einem autoritären Amtskollegen zu paktieren, beträchtlich sein.

      Ich freue mich auf Ihre Argumente, Einwände, Anmerkungen, Ergänzungen und/oder Richtigstellungen, Michael Recha.

      • Hallo Flori,
        grundsätzlich haben Sie recht, natürlich macht es einen Unterschied, welche Person ein Amt wie ausübt. Allerdings empfand ich es gleichermaßen bedrückend, welche Kandidaten und Floskeln die Demokraten und Republikaner als Parteien in den USA noch zu bieten haben.

        Meiner Ansicht nach macht es keinen Unterschied, wer von diesen beiden Kandidaten nun ein Amt ausübt, das für sich genommen bereits viel zu viel außenpolitische und militärische Macht in einen kleinen Kreis von Menschen legt. Das meinte ich, und da Sie mich offen nach Anmerkungen fragen:

        Für die innenpolitischen Themen der USA hätte ich mir Bernie Sanders als Präsidenten gewünscht, weil angesichts der eklatanten sozialen Probleme und Ungleichheiten, der Armut, der Gewalt und der maroden Infrastruktur in den nicht-privilegierten Gebieten dieses Landes ein Sozialdemokrat mit Unterstützung vieler insbesondere junger Menschen den USA ungefähr so hätte bewegen können, wie es (für mich Geschichte) wohl Willy Brandt in den frühen 1970er-Jahren in Deutschland schaffte. Wo damals ebenfalls zwei Milieus sich extrem emotional gegenüberstanden…

        Zu A) bis D) möchte ich nicht viel mehr antworten. Es ist US-Innenpolitik, die wir von außen betrachten und beobachten können, aber nicht umfassend beurteilen können als Nicht-Betroffene. Denn es urteilt sich moralisch sehr leicht, wenn die Folgen Dritte zu tragen haben…

        Können Sie mir zu unserem Gesundheitssystem in wenigen Sätzen schreiben, wo und wie es im Konsens jetzt zu ändern ist? Das fragen Sie mich zum US-Gesundheitssystem, das ich nur sehr rudimentär kenne.

        Was die Dominanz einer Partei angeht: ich verstehe all die Aufgeregtheit in unseren deutschen Medien nicht, dass jetzt die Welt untergeht mit DT. Wir reden nicht über Sympathie – die wäre von Belang, wenn DT oder Angela Merkel ein Wochenende bei mir verbrächten. Wir reden über politische Entscheidungen. Einer hat gewonnen, einer hat verloren – der Hype um DT ist wie der Hype um Obama vor 8 Jahren: haltlos übertrieben.

        Und wenn Sie ein völliges Durchregieren befürchten: sind nicht viele Republikaner offen gegen DT? Hat die Bush-Family nicht zur Wahl von Clinton aufgerufen – wohlgemerkt die Bush-Präsidenten-Familie, unter deren Präsidentschaften solche netten Herren wie Dick Cheney und Paul Wolfowitz die USA zu einem Totalüberwachungsstaat umbauten, den Rechtstaat und Bürgerrechte per Dekret teils abschafften und im Nahen Osten seit 15 Jahren massiv Krieg führen, offen wie verdeckt. Unsere Partner übrigens.

        Und wenn Sie befürchten, dass Umweltschutz unter Trump geringeren Wert besitzt als Geldgewinne aus Ressourcenverbrauch, dann teile ich diese Befürchung. Nur verstehe ich Obama nicht als Klimaretter, unter ihm wurde die Strategie begonnen, massiv zu fracken, um Öl und Erdgas zu gewinnen – was eine gigantische Umweltsünde darstellt, die an sowjetische Rohstofferschließungen vor Jahrzehnten erinnert.

        Kurzum: mich interessiert nicht, wer welche medialen Nebelbomben wirft. Mich interessiert, wer bereit ist, echte Bomben einzusetzen.

        Und Donald Trump wird als US-Präsident als nächster im Amt zum Mörder, weil er Drohnen einsetzen lässt, weil er tausende von Militärausbildern am Boden einsetzt, weil er Waffen liefern lässt an die Verteidiger „unserer Werte“, weil weiterhin Folter in Guantanamo als Staatsräson gilt. All diese Rhetorik wird doch weiterhin aus Washington kommen, unabhängig wer dort gewählt wurde.

        Außenpolitisch wird nun in den USA selbst ein harter Machtkampf um die Ausrichtung des Landes beginnen. Und wer – siehe oben – hier moralisch gut und schlecht anhand von HC vs. DT verteilt, der soll dies gerne tun – mit den Aktivitäten der Regierungen, die sich aktuell außerhalb der diplomatischen Protokolle jetzt so aufgeregt unterhalten, hat dies einfach nichts zu tun, soweit ich dies einschätzen kann.

        Last but not least: finden Sie es nicht interessant, dass in unseren Schulen immer die Regel gilt: wir reden miteinander, nicht übereinander.

        Und nun vergleichen Sie dies mit den europäischen Regierungschefs, die seit einer Woche mit Obama über Donald Trump reden.

        Passt irgendwie nicht zu unseren Werten, oder?

        PS: Auf meine Antwort auf Ihre copy&paste-Fragen bitte jetzt keine vorgefertigte Replik wie bei dem vorher von Ihnen angefragten Leser. Nutzen Sie die Anmerkungen zum eigenen Nachdenken, ich habe kein Interesse an „Heruntermachen aus Prinzip“. Danke)

        Grüße,
        Michael Recha

        • Hallo Michael Recha,

          auch ich möchte mich dafür bedanken, dass Sie sich die Zeit genommen haben, ausführlich zu antworten. Leider konnten Sie auf meine Notizen und Anmerkungen zur Sache wenig Konkretes entgegnen, was schade, aber kein Problem ist, da der eine eben über dieses, der andere dafür möglicherweise über jenes besser informiert ist. Mehr als schade finde ich aber, dass Sie – wie Ihr Freund Detlev auch – meine Beobachtungen mit dem Hinweis infrage stellen, über derlei Dinge können man nur befinden, wenn man Amerikaner sei. Darf ich Ihnen verraten, dass Ihnen ein Amerikaner geschrieben hat? Allein, ich halte Ihren Einwand, Außenstehende könnten die US-Innenpolitik als Nicht-Betroffene „nicht umfassend beurteilen“(…) und „es urteilt sich moralisch sehr leicht, wenn die Folgen Dritte zu tragen haben“, für generell falsch. Erstens werden auch Außenstehende die Folgen der US-Innenpoloitik zu spüren bekommen, also „Betroffene“ sein, weil Außenpolitik immer von der Innenpolitik mitbestimmt wird. Zweitens ist nicht jedes Urteilen „moralisches“ Urteilen. Drittens wäre alle (sagen wir etwa deutsche) Außenpolitik der reine Unsinn, wenn sie sich nicht zurecht zutraute, die Innenpolitik eines anderen Landes zu beurteilen. Auch Sie und ich können sehr zutreffende Ansichten über die Qualität eines Hotels in Antalya haben, obwohl wir nicht aus der türkische Großstadt am Mittelmeer stammen oder mit Menderes Türel von der AKP, dem Bürgermeister des Ortes, verwandt sind.

          Noch ein Wort zu Ihrer – für meinen Geschmack ein wenig despektierlich geratenen – Schlussbemerkung: Auf meine „copy&paste-Fragen“ habe ich auch Detlev „keine vorgefertigte Replik“ serviert, sondern auf seine vollmundigen Beschwerden reagiert, indem ich ihn darauf aufmerksam gemacht habe, wie wenig er seinen eigenen Debattenstandards genügt, die er bei anderen anmahnt — ohne darüber hinaus das Geringste zu Jenckels Thema „Trump“ zu sagen.

          Herr Recha, auf meine Art habe ich, wie Sie lesen, Ihre Einlassungen „zum eigenen Nachdenken“ genutzt. Den Vorwurf einer Neigung zum „Heruntermachen aus Prinzip“ möchte ich aber auch nicht auf mir sitzen lassen. Ich werde ihn solange als haltlose Frechheit ignorieren, bis Sie mir dargelegt haben, wie Sie dazu kamen, ihn zu äußern.

          Was Sie zum NSA-Skandal, zum Thema Fracking, zu der Umweltignoranz bei Trump, zum Thema Drohnen und Folter andeuten, kann ich unterschreiben. Nicht eiverstanden bin ich mit Ihrer Aussage „der Hype um DT ist wie der Hype um Obama vor 8 Jahren: haltlos übertrieben“. Wer Obama zum Erlöser machte, hat sicher übertrieben, keine Frage. Aber zu Beginn seiner Amtszeit gab es eine Euphorie, eine Freude einen Überschwang, was alles mich sehr stark an Gelesenes, Gehörtes und (in Filmen) Gesehenes über die durch und durch positive Aufbruchsstimmung aus den Anfangszeiten von Kennedy (und Willy Brandt) erinnerte. Der „Hype um DT“ dagegen ist ein „Hype“ der Besorgnis erregenden Roheit oder der (jedenfalls für mich) so intensiv nie erlebten Niedergeschlagenheit.

          Sie müssen auch eines darüber hinaus beachten, Herr Recha. Wer Trump nicht will, der wollte noch lange nicht Clinton. Für mich ist alles, was sie ihm voraus hatte, die Tatsache, dass sie – im Gegensatz zu ihm – nicht verrückt ist. Trump ist ein egomaner Irrer, ein materialisierter „Pennywise“, der in gewisser Hinsicht wie Stephen Kings „Es“ gegenüber Erwachsenen die Gestalt ihrer größten Albträume annimmt, während er Kindern gegenüber als Clown auftritt, weil dieser anziehend auf sie wirkt. Dieser Clown wird uns mit Irrsinn überraschen, Herr Recha. Und wenn wir jemanden wie Trump nicht „moralisch“ einordnen sollen, Herr Recha, frage ich Sie, wofür Moral dann überhaupt gut ist.

          Sie erkundigen sich nach meinen Gedanken zum Gesundheitswesen in Deutschland. Das größte Problem sehe ich in den Preisdiktaten der Hersteller, die immer mit den enormen Forschungskosten und den zahlreichen Zulassungsrunden begründet werden, aber in Wirklichkeit wohl eher mit den quasi-monopolistischen Strukturen des Marktes, den Gewinnerwartungen der Teilnehmer und den von ihnen abhängigen Verbänden und Vereinigungen im „Selbstverwaltungsnetzwerk“ zu tun haben. Im Zentrum steht für mich außerdem die Gewährleistung einer bedarfsgerechten Versorgung in ländlichen Regionen und in ausgewählten Leistungsbereichen. In Deutschland erfolgen 90 Prozent aller Facharztabschlüsse in Spezialbereichen und nur noch knapp 10 Prozent im Bereich Innere und Allgemeinmedizin. Dringend reformbedürftig ist auch die Fehlverteilung der Kapazitäten zwischen ländlichen und städtischen Regionen. Ein Vergütungszuschlag für Landärzte von bis zu 50 Prozent könnte dem abhelfen, wenn gleichzeitig überschüssige Arztpraxen in Ballungsräumen geschlossen werden. Der Aufkauf von freien Arztsitzen in Ballungsgebieten durch kassenärztliche Vereinigungen wäre eine Möglichkeit. Weiterhin muss die flächendeckende Versorgung mit Medizinprodukten sichergestellt werden, aber, um Korruption zu minimieren, müssen Produkte mit erhöhtem oder hohem Risikopotential wie Gefäßprothesen, Herzklappen oder Brustimplantate in Zukunft europaweit zentral und unabhängig geprüft und zugelassen werden. Eine ärgerliche Strafbarkeitslücke wurde vom Gesetzgeber im Jahr 2016 durch das Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen weitestgehend geschlossen.

    • Kerstin Dörbächler

      Hallo Herr Recha, Sie schreiben von den „diffamierenden Kommentaren“ die „speziell von Trump-Gegnern“ stammen würden.Leider belegen Sie Ihre Behauptung nicht. Es handelt sich schlicht um eine pauschale Diffamierung von „Trump-Skeptikern. Auch teile ich Ihre Einschätzung nicht, es sei gleichgültig „wer ins Amt kommt“. Denn in der Politik entscheidet meist nicht das WAS, sondern das Wie über Erfolg und Misserfolg. Trump tönt, er möchte Amerika wieder groß machen, worauf Obama entgegnete, Amerika sei bereits groß. Aber ist es das? Kann man ein Land, in dem ein Halunke wie Trump Präsident werden kann, wirklich für groß halten? Die Gefahren von Trumps Präsidentschaft sind offensichtlich: Nicht nur verspricht er, konservative Richter für den Obersten Gerichtshof zu nominieren; nicht nur beschwört er den gewaltsamen Rückzug in eine künstliche reanimierte Tradition, von der er selbst wohl der letzte ist, der sagen könnte, worin sie besteht; nicht nur mobilisiert er die finstersten Kreise weißer Suprematisten (einer einheimischen gewalttätigen, „christlichen“ Bewegung von Anhängern der weißen Vorherrschaft, vergleichbar den „Identitäten in Europa) und flirtet offen mit dem Rassismus der Einwanderungsfeinde; nicht nur verhöhnt er grundlegende Anstandsregeln und verkörpert die Auflösung sämtlicher ethischen Standards; sondern er betreibt in Wirklichkeit, trotz all seiner vorgeschützten Anteilnahme an den Nöten der einfachen Leute, ein brutales neoliberales Programm inklusive Steuervergünstigungen für die Reichen, weiterer Deregulierung und so weiter, und so weiter. Trump ist ein vulgärer Opportunist und er ist definitiv kein erfolgreicher produktiver und innovativer Kapitalist – er brilliert lediglich darin, Bankrott zu machen und es dann hinzubekommen, dass die Steuerzahler seine Schulden decken.

      • Hallo Frau Dörbächler,
        reicht dieses nachfolgende eine Beispiel als Beleg, worauf ich mich u.a. bezog (siehe oben), oder müssen es gleich mehrere sein, um nicht als „Einzelfall“ abgetan zu werden?

        „Trump als Politiker ist die Personifikation oder das Produkt übelster unverdauter Ausscheidungen, die aus den Kloaken des Internets in sein Reden und Meinen geflutet wurden, vermengt mit grenzenloser Geltungssucht und dem vulgären Sendungsbewusstsein des selbstgerechten Spießers.
        (SIE, Norbert, sind die lärmende Liliput- oder Westentaschenversion dieser überdimensionierten Protzausgabe egozentrischen Rechthabertums. […]“

        Sachlich, angemessen, anständig. Würden Sie diesen Kommentar so empfinden, wenn jemand Sie so anschreiben würde?

        Nun denn. Was ich bei Ihnen nicht verstehe ist, dass Sie mehr auf das Wie als das Was abheben!? Ja, es kann gut sein, dass unter DT die Reichen weitere Vergünstigungen erhalten, wenn ich mir seine bisherigen Präferenzen im Leben sowie seine Wirtschaftsberater im Wahlkampf ansehe. Aber denken Sie, dass unter Hillary Clinton das big money weniger privilegiert würde – aber derselbe Inhalt (Was) sich eben besser verpackt und nett lächelnd von Frau Clinton überreicht (Wie) besser anfühlen würde?

        Sollten Sie dies ernsthaft meinen, dann würden wir uns in diesem Punkt klar unterscheiden.

        Und zur inneren Lage vs. dem Apell aller Politiker an die super power USA, den Hort der Freiheit in der Welt, sprich der Größe des Landes kann ich nur Henning Ottmann zitieren: „Größe beweist sich an der Höhe einer Kultur, nicht an der Ausdehnung von Imperien.“ (vgl. Vorwort, S. VI, Geschichte des politischen Denkens – Die Römer, Band 2.1, 2002).

        Diese Aussage ist direkt in Verbindung zu bringen mit dem dort ebenfalls zitierten Ausspruchs Augustinus: „Was sind die Staaten anders als große Räuberbanden, wenn ihnen die Gerechtigkeit fehlt…?“

        Gerechtigkeit wird aber nicht durch Widersprüche zwischen Reden und Handeln geschaffen – und darum sehe ich aktuell weniger die Frage im Fokus, wer diese Wahl gewann, als was nun daraus an Entscheidungen folgen wird.

        Das ist meine Überzeugung, und darum halte ich all die aufgeregten Beschimpfungen für kontrapruduktiv, weil sie sich im medialen Raum um sich selbst drehen…

        Beste Grüße,
        Michael Recha

      • Kerstin Dörbächler

        Sehr geehrter Herr Recha,

        Donald Trumps Biograf David Cay Johnston hat der „Zeit“ gegenüber gestern zu Protokoll gegeben: Trump „ist nicht intelligent. Er ist nicht fleißig. Er hat kein historisches Verständnis. Er ist unglaublich ignorant. Er ist nicht selbstreflektiert. Er ist nicht freundlich. Er ist nicht warmherzig. Menschen, vor allem Frauen, sind für ihn nur Objekte. Er ist nicht seriös. Er hat keine Moral. Er hat sein Leben nichts anderem gewidmet, (…) als dem Geld, der Macht…, wollen Sie noch mehr hören? (…) Ich glaube auch, dass diese Präsidentschaft sich für gut 90 Prozent der Amerikaner wirtschaftlich negativ auswirken wird. Donald Trump denkt nur an sich, nicht an die, die ihn gewählt haben.“

        Und Peter Förster hat am 14. November 2016 um 16:52 Uhr geschrieben: „Trump als Politiker ist die Personifikation oder das Produkt übelster unverdauter Ausscheidungen, die aus den Kloaken des Internets in sein Reden und Meinen geflutet wurden, vermengt mit grenzenloser Geltungssucht und dem vulgären Sendungsbewusstsein des selbstgerechten Spießers.“ Er hat damit nur den Satz von Oscar Wilde, aus dem Samuel Beckett seinen Roman „Der Namenlose“ und Max Frisch seinen Roman „Stiller“ gesponnen hat, umschrieben und auf Trump angewendet: “Most people are other people. Their thoughts are someone else’s opinions, their lives a mimicry, their passions a quotation.”

        Für mich ergänzen sich diese beiden Einschätzungen, die man leicht um zahlreiche noch gesalzenere (von Robert de Niro etwa: https://www.youtube.com/watch?v=hFpFDyKeqyA) ergänzen könnte.

        Trump ist ein triebgesteuerter Zombie der mit den schmutzigsten Redensarten aus den „sozialen“ Medien ausgestopft ist. So sehe ich das leider auch, Herr Recha. Eine Diffamierung wäre das nur, wenn es nicht zuträfe.

        Trotzdem haben Sie recht, wir müssen uns an die Tatsachen halten und uns auf diesen Mann – diplomatisch und professionell – einstellen. Er ist die nächsten vier Jahre da. Doch gerade aus Ihrer Warte, der Sie – ebenso wie Ihre Partei (die Sie doch verlassen haben(?)) – stets unbedingte Ehrlichkeit und Transparenz (zumindest bei anderen) anmahnen, müsste es doch ungeheuer schwer fallen, wenn Sie beobachten, wie ein von sich selbst besessener Egozentriker sich anschickt, nicht nur Modellathlet für die Siegesmöglicjhkeiten des antiliberalen nationalistischen Populismus zu werden, sondern auch als ein Vorbild dafür in die Geschichte einzugehen, wie so ein Prahlhans von „Führer“ seine Schäfchen verrät, wenn er und die Seinen erst selbst zu dem „Establishment“ geworden sind, das zu bekämpfen er versprochen hatte.

        • Hallo Frau Dörbächler,
          ja, ich halte Ehrlichkeit für das entscheidende Kriterium, um „gute Politik“ zu betreiben. Transparenz ist noch etwas Anderes, das schreiben sich oft genug gerade diejenigen auf die Fahne, die nicht unbedingt ehrlich sind, aber damit vorgeben, es zu sein. Denn: erstens ist nicht alles öffentlich zu behandeln, zweitens gilt: Kontrolle ist erforderlich, aber Vertrauen ist entscheidend – womit wir wieder bei der Ehrlichkeit angelangt sind: ohne ehrliche Kritik/Selbstkritik entstehen auch keine klaren Entscheidungen.

          Und darüber können wir in Demokratien dann abstimmen.

          Was aber sehen wir? Das beliebteste Mittel, vordergründig transparent zu sein, ist die Auslassung. Das Ausblenden, das Tabu, das Verschweigen, das Uminterpretieren, die Euphemismen – es wird gar nicht so häufig direkt gelogen, eher wird vergessen, verdrängt, umgedeutet.

          Es ist schön, wenn Sie „Peter Förster“ wiederholen, und auch Kunst und Kultur heranziehen – aber Sie umgehen damit, worauf ich mich bezog: dieser Kommentator schrieb so über Trump, aber mehr noch über einen anderen Leser dieses Blogs. Und dazu – sagen Sie nun nichts mehr.

          So funktioniert es. Und da kritisiere ich eben, wie einig sich alle sind, wie schrecklich schmutzig Donald Trump denkt und spricht – doch wo sie selbst exakt dasselbe tun: Schweigen!

          Der große Brahman, wo es uns selbst betrifft?

          Darum geht es mir. Und ich bin eben kein Fan von US-Präsidenten. Weder Obama, noch Trump. Und all der Geopolitik.

          Und ich schaue mir an, worauf ich Einfluss nehmen kann – und dies ist nun einmal nicht USA, sondern Lüneburg, Niedersachsen, Deutschland, Europa.

          Und da stelle ich fest, dass wir in den Leitmedien, etablierten Parteien und gesellschaftlichen Leitinstitutionen zwar keine Nationalstaaten mehr akzeptieren (nationalistisch!), dafür aber die EU zu exakt dem Zentralstaat machen wollen, in dem sich dann Personen tummeln, denen „Geopolitik“ wichtiger ist als das populistische Volk – egal welcher Nation.

          Das läuft dann ungefähr auf folgende Ehrlichkeit bei uns hinaus: Bundeswehr als Wehrpflichtarmee zur Verteidigung ist schlecht, überholt, reaktionär – eine EU-Armee als Söldnerheer (international einsetzbar) ist hingegen modern, gut, weltoffen.

          Ebenso ehrlich ist ein Biograph, der ausnahmslos negative Attribute findet – wie kommt er dazu, so eine Person non grata überhaupt einer Biographie für würdig zu erachten? Tat er es des Geldes wegen – beruflich? Ist er so arm dran, dass er dieses abscheuliche Ekel biographieren musste?

          Last but not least – mich erschreckt viel mehr, welches Elend und welche Kriminalität wir selbst fördern, ganz aktiv, im und am Mittelmeer. Seit langen, langen Jahren. Und wie weiterhin von grenzlosen Welten politisch gesprochen wird – wissend, dass grenzenlos immer zu extremen Verwerfungen führen muss.

          Und Sie wundern sich über den Erfolg von Donald Trump?

    • Lieber Michael Recha,

      Sie denken, „wer auch immer in welches Amt kommt – das ändert ja nichts an den Themen, die sich uns allen stellen, oder?“

      Bravo! Ich stimme Ihnen weitgehend zu! Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, ethnische Zugehörigkeit, und religiöses Bekenntnis sind vollkommen gleichgültig; Verfassungstreue, Ausbildung, Erfahrung, Fleiß, Kenntnisse, Intelligenz, Temperament und generelle Eignung dagegen nicht, wenn es um die Besetzung eines hohen staatlichen oder administrativen Führungsamtes geht.

      Haben Sie nicht den Eindruck, dass Donald Trump im Hinblick auf diese Mindestanforderungen als Staatspräsident die falsche Person ist?

      • Hallo Gastleser,
        diese Frage musste ich dankenswerterweise nicht selbst beantworten, allerdings ist die Frage exakt die richtige, wenn wir Personen wählen.

        Ehrlicherweise kann ich Ihre Frage nicht klar beantworten heute, da ich nur vermuten kann – doch möchte ich Ihnen meine Vermutungen mitteilen, auch wenn ich dafür von etlichen klar Entschiedenen dafür heruntergeputzt werde:

        Donald Trump hatte Erfolg mit dem eindeutigen Überschreiten von etlichen Grenzen. Für mich ist entscheidend, dass er Dinge aussprach, die sich nur als Effekthascherei und bewusster Verletzung von etablierten Regeln erklären lassen. Und weil er dabei offensichtlich nicht die Lüge scheute („Obama nicht in USA geboren“) und sich inhaltlich gerne widerlegte, als sei nichts geschehen, halte ich ihn nicht für ehrlich, ausgewogen, zuverlässig, berechenbar.

        Wobei ich hier sagen muß: wer ist dies schon, wer solch ein Amt anstrebt? Ich meine, hat nicht Joschka Fischer (Grüne) als erster Politiker in Deutschland einen Bombenangriff in Europa als erstem Kampfeinsatz der Bundeswehr unabhängig von der Landesverteidigung begründet? Er handelte willkürlich, um seine Macht nicht bereits nach wenigen Wochen als Außenminister zu verlieren – übrigens nach Besuchen in Washington, wo er kreidebleich vor die Presse trat und danach NIE WIEDER von Abrüstung der Atomwaffen in Deutschland sprach etc. etc.

        Und wer bitte ist kein Narzißt, der dieses Amt anstrebt? Obama lernte Politik in Chicago… survival of the fittest egomaniacs.

        Trump war noch nie politisch aktiv – und nun leitet er nicht das Rathaus von New York (was ich als durchaus ambitionierte Aufgabe einschätzen würde), sondern wird Präsident der größten Wirtschaft und Militärmacht – und eines innerlich zerrissenen Landes, einer verarmten Gesellschaft, eines gigantischen Schuldenstandes, eines immensen Energieverbrauchs…

        Er ist ein Wagnis. 25 Millionen Menschen haben – wohl überwiegend wissentlich – das Experiment dem etablierten Dauergrinsen vorgezogen.

        Warum wird dies hier bei uns so simpel abgeurteilt?

        Wenn ich Ihre Kriterien ansehe:

        Herkunft finde ich wichtig (es sagt etwas über den Habitus, die Lernfähigkeit und die innere Gelassenheit), ebenso religiöse Einstellung, weil Glauben eben über jeden Verstand sich erheben kann, je nach Religion und persönlicher Eigenständigkeit. Mir wäre es ein Graus, jemanden zu wählen, der von seinem religiösen Führer geführt wird – oder sich gar als solchen sieht…!

        Verfassungstreue würde ich keinem der Kandidaten absprechen.
        Erfahrung, Kenntnisse – siehe oben – ein Experiment.
        Ausbildung, Fleiß – beides haben sie alle bewiesen. Ehrgeiz ist das Ergebnis.
        Intelligenz – Temperament – was Trump im Wahlkampf nutzte, das wird ihm ab dem 20. Januar kaum mehr weiterhelfen. Dann wird er sich beweisen müssen.

        Tja, und die generelle Eignung – wer eignet sich dazu, über Leben oder Tod eines einzigen anderen Menschen zu entscheiden?

        Ein US-Präsident entscheidet dies tausendfach.

        Erinnern Sie sich an den Gesichtsausdruck von Wladimir Putin, als er erfuhr, dass über der Ukraine die niederländische Linienmaschine mit 400 toten Zivilisten abgeschossen worden war? In diesem Moment konnte jeder, der ihn ansah, erkennen, dass er das nicht wollte – aber es seinen vorherigen Entscheidungen geschuldet war, dass dies geschehen war. Er wußte in diesem Augenblick, dass er Kleinkinder hat ermorden lassen – auch wenn es ein „Versehen“ war.

        Wer bereit ist, Krieg zu führen, ist bereit dazu, jeglich Menschlichkeit und jeden Respekt aufzugeben.

        Wer ist dazu generell geeignet?

        Und wissen Sie, was mich beunruhigt?
        Dass für die EU ebensolch ein Präsidentenamt immer gefordert wird, am besten sollen bald noch 27 Länder diese Person direkt wählen…
        Was soll solch ein Amt?

        • „Herkunft finde ich wichtig (es sagt etwas über den Habitus, die Lernfähigkeit und die innere Gelassenheit), ebenso religiöse Einstellung, weil Glauben eben über jeden Verstand sich erheben kann, je nach Religion und persönlicher Eigenständigkeit. Mir wäre es ein Graus, jemanden zu wählen, der von seinem religiösen Führer geführt wird – oder sich gar als solchen sieht…!“

          Magnus Carlsen, Wencke Myhre, Ole Einar Björndalen und Anders Breivik stammen aus Norwegen. Was sagt das über den Habitus, die Lernfähigkeit und die innere Gelassenheit der vier?

          Kennedys Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Demokraten wäre 1960 fast gescheitert, weil viele führende Parteileute befürchteten, er würde als Katholik vom Vatikan aus gesteuert werden. Willy Brandt wurde in den 60ern öffentlich Unzuverlässigkeit vorgeworfen, weil er aus einem unehelichen Verhältnis stammte und weil er sich angeblich als einen kommunistischen Priester verstehe. Hätten Sie die Möglichkeit gehabt, wäre es Ihnen ein Graus gewesen, einen der beiden oder beide zu wählen?

    • Lieber Michael Recha, liebe Landsleute, lieber Karlheinz Fahrenwaldt, lieber Klaus, liebe Brigitte Mertz, liebe wissenschaftliche Angestellte, lieber Herr Kules, liebe Eliten in den Wolkenkuckucksheimen und Redaktionsstuben, liebe Abgehobenen und -gehängten,

      „unsere“ Kanzlerin Angela Dorothea Merkel hat gestern verkündet, ihre Kanzlerschaft um vier weitere Jahre zu verlängern. Das ist zunächst einmal ihr gutes Recht, wir leben schließlich in einem demokratischen Rechtsstaat und nicht in den Staaten, die eine andere Kultur pflegen, etwa den Staaten (USA). Gleichwohl muß Merkel jetzt zeitnah liefern, was immer das bedeutet! Sie muß die Sorgen und Nöte, aber auch die Ängste und Befindlichkeiten, nicht zuletzt die Chimären und handfesten Psychosen der Bevölkerung ernst nehmen, will sie nicht weitere Glaubwürdigkeit verspielen. Denn mal Hand aufs Herz: Eine populistische Forderung der CSU oder der AfD – etwa nach einer fünfzig Meter hohen Mauer an den Grenzen zu Österreich und den Maghreb-Staaten sowie einer positiven Neubesetzung der Begriffe „Apartheid“ und „Autobahn“ – wird zu einer grundlegend anderen, wenn sie von vernünftigen, weltoffenen Menschen gestellt wird, z.B. von mir oder auch Angela Merkel, falls sie dazulernt. Alles andere stärkt den rechten Rand, der zum Glück in Deutschland marginal ist. Noch!

      Einen deutschen Donald Trump aber gilt es jetzt mit allen Mitteln zu verhindern; und die liegen nun einmal zuvörderst darin, sein Programm vollständig zu übernehmen, natürlich auf Deutschland übertragen und mit humanistischem Augenmaß. Andernfalls besteht die Gefahr, daß rechtspopulistische Rattenfänger gestärkt werden, die dann wiederum ihre menschenverachtenden Forderungen durchsetzen könnten, etwa nach einer fünfzig Meter hohen Mauer oder einer positiven Neubesetzung Dänemarks. Und Rattenfänger sind ja, wie der Name schon sagt, auf der Suche nach gutmütigen Menschenfreunden, denen sie einfache Lösungen andrehen können, worauf die lieben, in Not geratenen Trottel dann im Handumdrehen zu rassistischen, gewaltbereiten Barbaren mutieren. Dies gilt es zu verhindern, und da sind auch und gerade die Journalisten und Aufmerksamkeitsökonomen gefragt.

      Die müssen die Menschen abholen und ihnen Angebote machen. Ich habe beispielsweise gestern meine Putzfrau von der Straßenbahn abgeholt und ihr das Angebot gemacht, sie künftig für den halben Lohn arbeiten zu lassen, dafür aber doppelt so lange. Das war ein Angebot, das sie nicht ablehnen konnte, weil ich ihre Aufenthaltserlaubnis vorsichtshalber in meinem Mahagoni-Sekretär „verwahrt“ habe. Eine Win-Win-Situation, wie ich finde-finde. Es ist heutzutage einfach wichtig, daß die Menschen wieder miteinander reden, auch gerne mal im Imperativ. Alte Links-Rechts-Schemata oder ein Anruf bei der Polizei helfen da niemandem weiter.

  25. Klaus
    weil es im Kern der Natur am ehesten entspricht und mit seinem ordnungspolitischen, gesetzlichen und sozialen Rahmen eben diese Natur am besten zu bändigen weiß.
    war das jetzt ihr ernst? warum regt sich dann die afd dabei so auf und will die dm wieder einführen? hat das mit dem bändigen nicht so richtig geklappt? schmunzel.

  26. Detlev Behrens
    mein bester, mein ableben verzörgert sich noch ein bisschen, ich werde mich hier ,,langsam,, aber sicher verabschieden, bitte keine tränen, ich bin im kern zu sensibel, ich müsste glatt mitweinen. schmunzel. http://www.gutefrage.net/frage/woran-liegt-es-dass-ich-immer-mitweinen-muss

  27. Klaus
    sondern Innerstaatliche Konflikte ethnischer, religiöser und kultureller Natur, also das was Deutschland nach Merkel und Rot-Grüner verantwortungsloser Bunt und Vielfalt Politik die nächsten Jahrzehnte erwartet
    ich hoffe nur, sie glauben selbst nicht alles, was sie hier zum besten geben. ich wäre erschüttert. schmunzel.
    ich stelle mir gerade vor , nur von menschen umgeben zu sein, die arier oder afd-anhänger wären. wie langweilig. diese inzucht, einfach schrecklich. ihre suche klaus, nach den schuldigen, ist sie eigentlich schon beendet,oder kommt da noch was? kausalität war noch nie eine stärke der konservativen, egal in welcher partei sie stecken. klaus ,im kern sind sie afrikaner,der nur bla;;SS;;geworden ist. unsere gesellschaft ist gottseidank durchgemischt. einige vollpfosten sind bekanntlich immer dabei. sogar bio-germanen sind darunter. Klaus, denken sie an die bibel. wer sich selbst erhöht……. wieso muss ich als atheist auf sowas hinweisen? ob bei uns die christlichen werte einfach nicht ernst genommen werden? klaus, was meinen sie?

    • Was meine ich? Ich meine zumindest neulich verstanden zu haben, dass Sie uns mit Ihrer Einfältigkeit dauerhaft verschonen wollten. Die guten Vorszschon wieder über den Haufen geworfen? Schmunzel.

      • Klaus
        was die einfältigkeit betrifft ,nur soviel: wenn man wie sie von parteien nichts hält, afd aussage: alle abschaffen, stand so ähnlich auf plakaten, dann frage ich mich natürlich, warum dann noch eine neue partei gründen? wie groß muss die einfalt sein, dass neue amateure es besser machen werden? und dieses auch noch im gleichen system? ich habe so meine probleme, menschen wie ihnen hier das feld zu überlassen. warum weichen sie bei der frage der christlichen werte aus? haben sie erkannt, dass sie keine haben?

        • Na Herr Bruns, sie wollen also ein anderes System. Wie heißt denn ihr präferiertes System? Kann oder konnte man es schon irgendwo auf der Welt bewundern oder sind Sie noch im Stadium des Hirngespinstes?
          Ich weiche keinen Fragen aus. Ich reagiere nur nicht auf jeden und beantworte meisten Leuten keine Fragen, die die Antworten gleich mitliefern oder selbst Antworten können. Im übrigen messe ich Christliche Werte nicht an der Höhe der Zuwanderung, wie sie es scheinbar gerne hätten. Nachhaltigkeit, einer Gesellschaft, um friedlich Bestand zu haben, sind mir Lieber. Eine Gesellschaft, die in ihrer Zusammensetzung ihre Konsensfähigkeit verliert, wird nicht friedlich sein. In Deutschland wurde nach dem Krieg ein friedliches Land aufgebaut, das würde ich gerne erhalten und nicht dem Helfersyndrom mit vorgeschobenen christlichen Werten opfern. Die Opferbereitschaft einzelner geht mir ein bisschen zu weit. Manche scheinen auch zur persönlichen Traumabewältigung des 3. Reichs die heutige Auslöschung unserer Republik zu betreiben. Im übrigen bin ich weder in der AfD, noch habe ich sie bisher gewählt. Ich finde aber gut, dass sie da ist und Themen auf das Pakett hieft, bei denen die anderen versagt haben oder sich Drumherum drücken. Ich finde es auch sehr gut, das mit der Politik unzufriedene Menschen eine Partei gründen, um sich den politischen Wettstreit zu stellen. Das ist zutiefst demokratisch. Den derzeit stattfindende herabsetzende und verleumderische Abwehrkampf der etablierten Parteien und Medien ist zurzeit eher das Gegenteil.

          • Klaus
            was halten sie von einem demokratischen sozialismus? er wurde bis jetzt nie praktiziert, steht aber im programm einer sogenannten volkspartei( spd) die, als sie den kanzler gestellt hat, leider auich nicht eingeführt wurde, ganz im gegenteil. gasgerd hat ganze arbeit geleistet. die grünen waren ihm dabei sehr behilflich. die cdu und die fdp waren nicht damit einverstanden, sie wollten es noch schlimmer. und die afd, ausgerechnet rückwärtsgewandte, sollen es richten? wovon träumen sie nachts, klaus? sehen sie klaus da ich eben nicht einfältig bin, lese ich auch sogenannte programme. parteimitglieder, egal welcher partei tun dieses nur sehr selten. ist wie mit dem kleingedruckten. schmunzel.

  28. Ein Körper der hatte Langeweile, da stritten sich die Körperteile sehr heftig und mit viel Geschrei, wer wohl der Chef von ihnen sei. „Natürlich ich“, sprach das Gehirn, „ich sitz ganz oben hinter der Stirn, bin stets am denken und muss euch leiten. Ich bin Nummer eins, wer will‘s bestreiten?“ Die Beine riefen halb im Spaße: „Gib nicht so an du Wabelmasse. Durch uns kann sich der Mensch erst regen sich umtun und nach vorn bewegen. Ein Mädchenbein den Mann erregt, der Mensch wirkt durch uns erst groß, ganz ohne Zweifel: Wir sind der Boss!“ Die Augen funkelten und sprühten: „Wer soll euch vor Gefahr behüten, wenn wir nicht ständig wachsam wären? Uns sollte man zum Boss erklären!“ Und plötzlich pfiffen auch die Ohren: „Ohne uns da wär das Gleichgewicht verloren.“ Das Herz, die Nieren und die Lunge, die Nase, Arme als auch Zunge, ein jeder legte schlüssig dar: „Das er der Chef vom Ganzen war!“ Bevor man das Streitgespräch erlosch, furzte jemand: „Hey! -pffftttt-, Ich bin der Boss!“ Haha, wie alle Körperteile lachten und bitterböse Späße machten. Das Arschloch darauf sehr verdrossen, hat zielbewußt sich fest verschlossen, es dachte starrsinning bei sich: „Die Zeit, sie arbeitet für mich. Wenn ich mich weigere zu scheißen, werd‘ ich die Macht schon an mich reißen!“ Schlaff wurden Ohren, Arme, Beine, die Galle produzierte Steine, das Herz, es stockte schon bedenklich, auch das Gehirn fühlte sich leicht kränklich. Das Arschloch – nicht zu erweichen, ließ hier und da ein Fürzchen streichen. Zum Schluß, da sehen‘s alle ein: Der Boss kann nur das Arschloch sein! Und die Moral von der Geschicht‘: „Mit Fleiß und Arbeit schafft man‘s nicht. Denn warum soll die Ritze schwitzen, wenn weiter man kommt mit aussitzen. Um Boss zu werden hilft allein, ein Arschloch von Format zu sein, das mit viel Lärm und ungeniert, nichts als nur Scheiße produziert!“ …

    Weiterlesen auf: https://www.talk50plus.de/threads/der-boss-kann-nur-das-arschloch-sein-streit-der-organe-k%C3%B6rperteile-ein-anatomischer-beweis.11865/

  29. Wenn ich bei Blog.jj eins gelernt habe, dann dass jeder Klaus Trophobe ein eigenes Universum (plattdeutsch: einen Fahrenwaldt) bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat. (Außer Donald Kasper und Norbert Trump, die haben auch nachts noch recht.)

    Inge

    • Gehört dies hier auch nicht in Ihr Universum, liebe Inge?

      https://www.justice.gov/archive/ll/highlights.htm

      Der ganze Text : https://www.justice.gov/archive/ll/docs/text-of-paa.pdf

      Am 1. März 2010 verlieh Präsident Barack Obama der vorher von Repräsentantenhaus und Senat mit deutlicher Mehrheit beschlossenen Verlängerung spezieller Bestimmungen des USA PATRIOT Act durch seine Unterschrift Gesetzeskraft. Sehr lesenswert.

      Wie gesagt, der Friedensnobelpreisträger Obama nicht Trump.

      Die NSA Affäre fand übrigens auch zu Zeiten des Präsidenten Obama statt – regte sich niemand wirklich über die Schweinerei auf.

      Soll ich Ihnen noch ein bisschen über die Außenministerin Clinton erzählen?
      Besser nicht, dieser Beitrag wäre wohl zu lang.

      Ach, Inge, noch eines – wenn man, so wie ich, bis 3.00 oder 4.00 Uhr nachts arbeitet, dann darf man auch mal recht haben.

      LG

  30. Anneliese Schuster
    als ehemaliger linke, könnte ich ihnen einen rat geben. es wird nichts so heiß gegessen ,wie es gekocht wird und manchmal sind die feinheiten wichtiger als das grobe. wem würden sie denn nun ihr leben eher anvertrauen? einer angeblichen kommunistin, oder einer angeblichen nsdap-anhängerin? ich habe die begriffe mit absicht gewählt. denn darauf soll es doch angeblich hinauslaufen, oder? eine nähe wird übrigens konstruiert. schließlich sollen die einen die schmuddelkinder der nation sein und die anderen die rächer der enterbten. schmunzel.

  31. Jochen,

    wenn Sie, anstatt dem sehr geehrten Herrn Jenckel wie seinen Lesern und Kommentatoren mit dem schrillen Hetzgequietsche Ihres mit vorsintflutlichen Vorurteilen überladenen Rollwagens fortgesetzt die Nerven zu malträtieren, bis zum Morgen nach der nächsten Bundestagswahl an Ihrer Rechtschreibung feilen würden, ohne sich ein ums andere Mal in Ihrer blasierten Dummheit an uns alle heranzudrängen wie ein stolze Gescheitheit simulierender Flachwitzler, käme der LZOnline-Chef sicher mit einer halben Brausetablette aus.

  32. Klaus,

    Sie schreiben oben, dass Sie (wie übrigens sehr viele andere Menschen ebenfalls) bis heute nicht verstanden haben, warum die Amerikaner einen geschmacklosen, ungebildeten, pöbelnden, fremdenfeindlichen Rassisten, einen Homophoben und frauenverachtenden Sexisten, einen Aufschneider, notorischen Lügner und absolut unqualifizierten Dilettanten wie Trump zu ihrem Staatspräsidenten gewählt haben.

    Lassen Sie mich versuchen, Ihnen mit der gleichen Lust am Ausmalen von düsteren Zukunftsszenarios zu antworten, wie sie Ihnen zu eigen ist. Die post-politische Position, wie sie sich in dem Slogan manifestiert, man solle “einem erfolgreichen Geschäftsmann — und nicht mehr den Politikern — die Nation anvertrauen”, hat Donald Trump mit dem mentalen Stil der Reality Shows verknüpft, der wohl erst durch seine Intervention von einer spielerischen Variante zu einer neuen Form ernsthafter politischer Wirklichkeit geworden ist. (Davon, was das ungefähr bedeutet, hat uns in Lüneburg das verantwortliche Personal für den Audimax-Bau eine wässrige Ahnung beschert.) Diese Kombination hat, wie man an ihrem (ansonsten vorläufigen) Ausbleiben in Europa und Südamerika sieht, nicht den Status einer logischen oder funktionalen Notwendigkeit unserer Gegenwart, sondern muss als Trumps genuine Erfindung gelten (derer er sich möglicherweise nicht einmal bewusst ist) — jedenfalls aber als jene Erfolgsformel, die erklärt, warum die üblichen politischen Erfahrungen und Prognosen an seinem Wahlkampf zerschellt sind. Bedingung des Erfolgs von Reality Shows ist die paradoxale Begierde nach medial gelieferten Eindrücken von starker, unmittelbarer Präsenz, eine Begierde, wie sie in einer „Normalität“ entstanden ist, der es gerade aufgrund der Allgegenwart von Medien und medialer Vermittlung an Unmittelbarkeit mangelt. Anders gesagt: über Reality Shows erzeugen die Medien jene Präsenz und Resonanz, die sie selbst beständig wegspülen und zerstören. Da aber allein Präsenz und Intensität geliefert werden müssen, spielt der Bezug von Inhalten (Gesprächs-Inhalten, Rede-Inhalten, Spiel-Inhalten) zur Wirklichkeit eine weniger als untergeordnete Rolle. Lügen, Widersprüche und nicht Angängigem sind nicht mehr sanktioniert.

    Trump hat sein Talent der Resonanzerzeugung, der Publikumswirkung, aus der Gattung der Reality Shows in die Politik übertragen, was vielleicht nicht nur seine Immunität gegen die Wirkung von Skandalen, Widersprüchen und Lügen erklärt (die in seiner Welt natürlich weder den Status von Widersprüchen noch von Lügen haben) – sondern auch die immer wieder festgestellte Unmöglichkeit, seine politischen Handlungen und Entscheidungen vorherzusagen. Denn die Dimension von Projekten und Entscheidungen, von Argumenten und Handlungsstrukturen existiert nicht in seiner Welt der Dauer-Präsenz und Dauer-Resonanz, so wie es auch kaum abgeschlossene Sätze in Trumps Einlassungen bei den Fernsehdebatten gab – oder geben musste (ebensowenig wie eine mittelfristige Planung durch sein Wahlkampf- oder sein jetziges Übergangs-Team). Wie das Argumentieren und die Tradition politischer Rhetorik spätestens seit der zweiten Kandidatendiskussion zwischen Donald Trump und Hillary Clinton ganz aufgehoben schienen, geht nun wohl auch der Einzug Trumps ins Weiße Haus als das von ihm geforderte “Ende der Politik” tiefer, als wir es uns bisher vorgestellt haben. Ein Präsident, dessen (nun erfolgreiche) Strategie darin gelegen hat, sich ganz bewusst auf entscheidende Debatten nicht vorbereitet zu haben, müsste zum Ende der Politik nicht allein im neoliberalen Sinn einer Schrumpfung des Staats werden, sondern vor allem über die Aufhebung einer Mentalität von Planung, Argumentation und Handeln zugunsten der absoluten Priorität von schauspielerischer Bühnenpräsenz und Publikumsresonanz.

    So entsteht das Bild eines drohenden Zusammenbruchs von Politik, Wirtschaft und Militär in einer den Konventionen und Gesetzen einer Reality Show unterworfenen Wirklichkeit. Wie würden eine Gesellschaft und ihre Individuen auf diese Zerstörung ihrer Lebensbedingungen in der Absenz jeglicher politischen Verantwortung und Planung reagieren? Da legale und (doch weiter) politische Gegen-Strategien unter solchen Vorzeichen nicht mehr zur Verfügung stünden oder mindestens wirkungslos bleiben müssten, kann man sich eigentlich nur gewaltsamen Widerstand vorstellen, gewaltsamen Widerstand auch und vor allem seitens derer, die am meisten zu verlieren hätten. Gewaltsamen Widerstand von denen, die dann aus verschiedenen Gründen auf Parteien und Lobbies nicht mehr rechnen könnten – und das liefe auf einen Bürgerkrieg in den Vereinigten Staaten hinaus, den jene Seite siegreich beschließen müsste, welche sich die Unterstützung des Militärs sicherte.

    Nicht mehr ein Bürgerkrieg aufgrund von Klassen-Spannungen und mit dem Ziel größerer Gerechtigkeit (in der Tradition des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts) wäre das, sondern ein Bürgerkrieg um die Erhaltung von Überlebensbedingungen, ein Bürgerkrieg der durchaus egozentrischen praktischen Vernunft vor allem der Reichsten gegenüber einer auf Resonanzverstärkung als ihrem einzigem Wert fixierten Regierung mit ihrer Wählerschaft. Am Ende dieses Kriegs könnte dann die Übernahme der klassischen Funktionen des Staats durch private Unternehmen stehen – als die Realisierung einer Utopie, die in der Geschäftswelt heute schon längst kursiert und sogar floriert. Ist diese Utopie eine Katastrophen-Alternative zur Wirklichkeit gewordenen Trump-Apokalypse? Was denken Sie?

  33. Termine mit SPD-Ministern gegen Geld

    3000 bis 7000 Euro für ein Treffen mit Spitzenpolitikern der SPD: Laut Berichten des ZDF bietet eine parteieigene GmbH Treffen mit Bundesministern an. Und könnte damit gegen das Parteiengesetz verstoßen.
    ob man gern wasser predigt aber lieber wein trinkt? ob man deswegen auch mit dem katzentisch der cdu in spd-kreisen völlig zufrieden ist? hauptsache futtertröge?