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Die Lüneburger SPD-Kompanie und die Mitläufer

24. November 2016

Die Jahre im Würgegriff der Sozialdemokraten. So könnte man den Enthüllungsroman betiteln, in dem Lüneburgs Grüne, Liberale und Christdemokraten von ihren Leiden in der Koalition mit der SPD berichten. Von Knebelverträgen war Sonnabend in der LZ zu lesen, als die neue Jamaika-Gruppe ihre Ziele erklärte.
Ohne Frage wird die SPD-Fraktion im Rat straff wie eine Kompanie geführt, und der eigentliche Kompaniechef ist selten der Fraktionsvorsitzende, sondern meist der Oberbürgermeister. Wer mit den Sozialdemokraten koalieren will, muss sich zur Zielsetzung bekennen.
Die Jamaika-Gruppe, die der SPD nun zeigen will, wie es auch geht, hat einen Gruppenvertrag mit Ausstiegsgarantie, keinen Knebelvertrag, sondern einen, der getragen ist von Guildo Horns „Piep, piep, piep, ich hab dich lieb“.
Die Jamaika-Gruppe will laut Sprecher Webersinn die Schulden abbauen und gleichzeitig in Schulen investieren, die Kita-Gebühren senken und das Betreuungsangebot ausweiten. Kurz, endlich sind Politiker am Werk, für die die Quadratur des Kreises kein Geniestreich mehr ist. So weit, so gut.
Beschämend aber ist es, wenn die Jamaika-Kohorte an einer sozialdemokratischen Alleinschuld-Legende für die Zustände im Rat strickt. Wo waren in der Vergangenheit die Mandatsträger von CDU, FDP und Grünen, alle demokratisch gewählt, die alle mit der SPD koaliert haben? Waren das alles nur Mitläufer in einer Art sozialdemokratischer Autokratie? Ja, dann müssten doch alle Ratsmitglieder ihr Mandat zurückgeben, die schon damals dabei gewesen sind – verführt von der Macht, aber mangels Rückgrat mucksmäuschenstill.
Nun will Jamaika eine neue Ratskultur leben. Kein gutes Beispiel dafür ist allerdings, dass der Jamaika-Gruppensprecher und neue Bauausschuss-Vorsitzende Niels Webersinn, was leicht zu googeln ist, zurzeit Geschäftsführer einer Immobilien-Firma ist, die sich auch um die Vermittlung von Grundstücken kümmert. Da könnte man eher an den Bock denken, der zum Gärtner gemacht wird. Aber: Auf LZ-Nachfrage will Webersinn den Posten zum Jahresende aufgeben, um eine Verquickung zu vermeiden. Diese Einsicht könnte man als Schritt in die richtige Richtung interpretieren.

Hans-Herbert Jenckel

177 Kommentare

  1. Die Jahre im Würgegriff der Sozialdemokraten? welche Sozialdemokraten? die in ihrem programm kostenlose kitaplätze stehen haben und mit die ersten sind, wenn kitagebühren erhöht werden sollen? und wer hat die vermieter auf den pott gesetzt, damit nicht immer mehr unternehmen an der miete pleite gehen,von den arbeitnehmern und ihren mieten ganz zu schweigen? na ja, jetzt wird ja alles besser. jamaika ist eine schöne insel dort wird gern urlaub gemacht. schmunzel.

  2. Haha, Webersinn (CDU) ist als Immobilienvermittler und Grundstückhändler zugleich Vorsitzender im Bauausschuss? Wie war denn das vorher mit seinem Parteikollegen Manzke, der jahrelang bei ungezählten „Projektfinanzierungen“ (Sparkasse) und „Projektentscheidungen“ (Bauausschuss) zugleich Interessent und Aufsichtsrat, also Auftraggeber und Auftragnehmer in Personalunion, gewesen ist und welcher inzwischen praktisch die gesamte „Parkraumbewirtschaftung“ und damit wesentliche „Konzepte“ unserer schönen Zukunft als intensivst verpestete, aber eben auch Einnahmenintensive „Autostadt“ mitbestimmt und kontrolliert?

    Aber auch darüber, wie die Beschlüsse zum Bau der grell und wahnhaft in den Bockelsberg hineinkreischenden Multimillioneneuroabsorbtionsgroteske Audimax, des friedhofsgrauen musealen Grabmonuments an der Willy-Brandt-Straße und der sogenannten Arena (Der Bahlburg-SVG-Marketingchef sitzt jetzt im Sportausschuss.) zustande gekommen sind, sollte nachgedacht werden, bevor an einer Ecke begonnen wird, schmutzige Wäsche zu waschen, und es plötzlich anfängt, an allen anderen ebenfalls furchtbar zu stinken.

    Dabei hat die CDU im Rat noch am stärksten ausgemistet und ihren Klüngel der gealterten Alternativlos-Prediger abgehalftert bzw. nur noch im Kreis- und im Bundestag sitzen oder, quasi als Reintegrationsmaßnahme, – beim Kampf um den Job des Ministerpräsidenten – in einen Lächerlichkeitsmarathon der peinlicheren Art geschickt. Bei den LüneGrünen sieht das völlig anders aus. Da sind die in Jahrzehnten „ideologisch“ geschmeidig gewordenen Propagandisten der „realpolitischen“ Hinterbühnenherrenrundenkommunikation bis auf Meihsies noch alle da und schmücken sich sogar mit goldwerten (Mädge) hanseatischen Bürgermeistertiteln. Die Lüne-SPD steht natürlich in Stadt und Kreis wie ein Salewski hinter ihrem Oberuli. Und von den beiden überall und immer beteiligten, in ihrer routinierten Opportunitätsskurrilität kaum überbietbaren FDP-Bleachern braucht man wohl nicht weiter zu reden.

    Doch wenn ich ständig lese, das Neue an sich (Trump) sei schon eine positive Qualität, Veränderung immer gut (Sascha Spoun) und Aufbruch in den brausenden Applaus von möglichst Vielen hinein (Leuchtturm-Zeinert) ein untrügliches Zeichen, auf dem richten Weg zu sein, dann sollten wir auch dem jamaikanischen Joint Venture die Chance des prä-, post- oder sogar de-faktisch deliberierenden Mehrheitensuchens geben und mit der Häme solange warten, bis unsere frischgekürten Bob Marley-Fans in Hannover dabei fotografiert werden, wie sie Stephan Weil eine Bettelpetition zugunsten der neuesten subventionierungsbedürftigen Geschäftsidee etwa von Karlheinz Fahrenwaldt und Klaus Hoppe aufdrängen.

    • Liebe Frau Mühlenberg, wenn einer in den Brunnen springt, dann muss man doch nicht gleich hinterherspringen. Wenn es besser werden soll, dann muss man sich nicht schon auf den ersten Metern verlaufen. lg hhjenckel

      • Antonia Mühlenberg

        Da gebe ich Ihnen unbedingt Recht, Herr Jenckel. Aber wer sich die dubiosen Unternehmen anschaut, denen Herr Webersinn als Geschäftsführer vorsteht, der fühlt sich eher an die Briefkastenadressen in den Panama-Papers erinnert als an solide Bau- und Immobilienfirmen mit ganz realen Geschäftsinteressen in Stadt und Kreis wie etwa die unserer vormaligen Bürgermeisterin und Fraktionsvorsitzenden Regina Baumgarten oder unseres jahrelangen Wirtschaftsausschussvorsitzenden und IHK-Präsidenten Eberhard Manzke. Trotzdem: „Principiis obsta. Sero medicina parata, cum mala per longas convaluere moras.“, wie Ossarek-Bruns, unser Blog.jj-Ovid uns gewiss mit auf den Weg geben würde: „Wehret den Anfängen! Zu spät wird die Medizin bereitet, wenn die Übel durch langes Zögern erstarkt sind.“ Allerdings war die Schrift des römischen Dichters, dem dieser Weckruf entnommen ist, Remedia amoris (Heilmittel gegen die Liebe) betitelt. Diese Heilmittel sollen dem unglücklichen Verliebten helfen, sich wieder zu entlieben. Wenn die Beziehung schon fortgeschritten ist, soll der Verliebte sich an der Geliebten übersättigen, um überhaupt therapierbar zu werden. Ist nicht genau das der Weg, den Grüne und Schwarze in Lüneburg nun unter der Leitung eines literarisch begabten Führers (Ovid schrieb in einer Frühphase Liebesgedichte, in einer mittleren Phase Sagenzyklen und in einer Spätphase Klagelieder) eingeschlagen haben, um sich aus dem erotischen Zauber der alten Tante zu lösen? Sollte den Jamaikanern um Bleichgesicht Webersinn und Rothaut Pauly, den edlen Blutsbrüdern in Geist und Tat, nicht zugestanden werden, dass sie zunächst Stoff für einen schönen Bildungs- und Entwicklungsroman liefern, bevor an den Abenteuer-, den Kriminal-, Verfalls-, Untergangs- und schließlich an den Enthüllungsroman gedacht wird? Und bedarf nicht jeder Zusammenschluss von eigensinnigen Akteuren, die gemeinsam zu neuen Ufern aufbrechen möchten, eines Gründungsmythos´ oder einer Ursprungserzählung, die teilweise auf Fiktionen aufbaut, aber dadurch gerechtfertigt ist, dass sie, indem sie das Abgelegte bzw. die andere Seite ins Unrecht setzt oder aber deren Dignität bestreitet, zusammenschweißt, Impulse setzt und Schwung verleiht und deshalb – in gewünschter oder geradezu gewollter Selbstbeschwindelung – als verbindlich wahrgenommen wird? Hat nicht auch Herr Mädge mit seinen Jungmannen seinerzeit symbolischen Vatermord begangen, um sich als die neue, scheinbar von der freudigfrischen Zukunft selbst engagierten Kraft zu inszenieren, bevor er dann nach und nach die Erfahrung ansammeln konnte, in der er inzwischen einzementiert und erstarrt ist?

  3. Sehr geehrter Herr Jenckel,

    ist es nicht sehr zugespitzt, wenn Sie schreiben, ein Gruppenvertrag ohne die Festlegung konkreter Ziele, aber mit Vereinbarungen über Modalitäten des Umgangs und der Verfahrensweisen laufe auf Guildos Devise vom gegenseitigen sich ganz arg Liebhaben hinaus? Ist nicht vielleicht das profil- UND meinungsbildende Streiten um Sachthemen mit dem Ziel, zu Ausgleich und praktikablen Ergebnissen zuerst innerhalb der eigenen Gruppe und dann im Konsens oder im Kompromiss mit wechselnden Mehrheiten zu kommen, das Mittel, sich „dem Gemeinwohl“ zu nähren, anstatt dessen Kenntnis und Erfüllung einfach von vornherein für sich zu reklamieren, — und damit den Besserwissern – gleich welcher Couleur – den Wind aus den Segeln zu nehmen?

    Zur Ihrer Stichelei, die neue Gruppe versuche die „Quadratur des Kreises“: Am Sonnabend hieß es in der LZ, im Gruppenvertrag sei die Senkung der Kita-Gebühren ausdrücklich fixiert, aber: „In kleinen Schritten“, meint Birte Schellmann, dazu zwinge die Finanzierbarkeit. Das Geld dafür könnte durch kostenpflichtiges Parken auf den Sülzwiesen generiert werden, erläutert Webersinn. Zudem sollen Konzepte entwickelt werden für zusätzliche Betreuungsangebote zum Beispiel am Nachmittag. Die Hansecard soll künftig allen Bürgern zugänglich sein per Kauf. Darüber könnte man sie auch teilweise finanzieren, so Blanck. Es gibt also offenbar nicht nur Pläne, die auf den ersten Blick widersprüchlichen Wünschen zu entsprechen versuchen, Herr Jenckel , sondern auch Überlegungen zu deren Durchführbarkeit. (http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/380674-kita-gebuehren)

    Und, ja, Herr Jenckel, man möchte dicke Bretter bohren und weiß wohl auch, dass solche Vorhaben sehr viel Fleiß, Zeit und Energie voraussetzen. Aber sollte nicht, wenn über den hohen Wert der einzelnen Ziele (Denken Sie z. B. an Ihren Fahrradstadttraum!) Übereinkunft hergestellt ist, die tätige Zuversicht ermuntert und der krittelnde Pessimismus auf ein erträgliches (und als Korrektiv vielleicht notwendiges) Maß reduziert werden?

    • Lieber Herr Schneider, Lüneburg hat einen Politikwechsel nötig. Wo zu lange dieselben Spieler am Werk sind, kann nicht wirklich Neues enstehen.
      Der Wechsel besteht aber nicht darin, zuerst mal den Oberbürgermeister zu gängeln und uns zu erzählen, wie schlimm es mit der SPD war. Solche Politiker haben vermutlich nicht den Mut, der zum Wechsel nötig ist.
      Der Wechsel besteht darin, sich den Fragen der Zukunft zuzuwenden:
      Lüneburg gibt sich als Fahrradstadt, ist aber keine. Die große Hansestadt Hamburg macht es vor, wie Fahrradstraßen aussehen. Hier fehlt der Mut.
      Lüneburg will in der Zukunftsliga mitspielen. Wo ist der Fonds für Start up, die mehr als Ideen bringen?
      Lüneburg will wachsen, aber um welchen Preis? Nachhaltigkeit spiegelt sich nicht in Beton.
      Und der Rat sollte sich darauf besinnen, dass er Teil eines Selbstverwaltungsorgans ist und kein Parlament mit Gruppen. lg hhjenckel

      • Lieber Herr Jenckel,

        für mich sind die Zukunftsthemen die Vergangenheitsthemen: Arbeit, Wohnen, Essen, Kleiden, Heizen. Vorneweg Gesundheit. Daraus ergibt sich: Umwelt-, Wirtschafts-, Bau- und Energiepolitik haben Priorität. Essentiell, wenn wir dabei nicht nur an die zur Zeit lebenden Erwachsenen, sondern auch an unsere Kinder und Kindeskinder denken, ist Bildungspolitik, die in den Stand setzt, zu denken und zu handeln.

        Ihre Fahrradstadt ist ein wichtiges Thema, weil sie helfen würde, die Umwelt zu schützen und die Gesundheit zu fördern, also Lebensqualität zu bewahren oder zu steigern. Transportnotwendigkeiten und Versorgungsanforderungen einer großen Kleinstadt wie Lüneburg muss aber auch entsprochen werden. Hinzu kommen Pflichten im Rahmen der landes- und bundesweit relevanten Infrastrukturen. Aber, Sie haben recht, es fehlt der Mut, Entwicklungen voranzutreiben, die sich jetzt noch gestalten lassen, in zwanzig Jahren aber höchstwahrscheinlich von den Umständen auf dann chaotische Weise erzwungen werden.

        „Lüneburg will in der Zukunftsliga mitspielen. Wo ist der Fonds für Start ups, die mehr als Ideen bringen?“ Gute Frage, da sehe ich auch kein Land. Der Inkubator hat hunderte von Millionen ohne nennenswerte Resultate verbrannt. Denkmal dieser irrwitzigen Geldverschwendung ist der Libeskind-Bau. Die Uni muss zur Hochschule, also zur Ausbildungseinrichtung für Lehrer und Ingenieure zurückgebaut werden. Darum herum muss die Stadt und die verbliebene Wirtschaft dafür sorgen, dass sich innovationsstarke Experimentierbetriebe ansiedeln können, die über drei Jahre kostenlos Räumlichkeiten und Strom zur Verfügung gestellt bekommen und dann ökonomisch flügge sein müssen. Begleitet wird das alles von einer starken Organisation, die Kontakte anbahnt und bei der Vermarktung hilft. Das ist nicht die Aufgabe einer Hochschule, die nicht ihren staatlich finanzierten Bildungsauftrag aus den Augen verlieren will, sondern eines privatwirtschaftlich aufgestellten, jedoch städtisch unterstützten echten Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketingbetriebs. Die Veranstaltungs- und Tourismusinstitution von Heiko Meyer und Claudio Patrik Schrock-Opitz kann man dann wieder als das bezeichnen, was sie, wie jeder weiß, ist und immer war: als Fremdenverkehrsagentur.

        „Lüneburg will wachsen, aber um welchen Preis? Nachhaltigkeit spiegelt sich nicht in Beton.“ Nein! Aber Wachstum um des Wachstums willen spiegelt sich in Betonköpfen! Die Menschen möchten anständig wohnen und in der Nähe ihres Wohnortes, in dem sie gerne wohnen, ihren Lebensunterhalt verdienen können, darum geht es. Alles andere ist Großmannssucht von Winkelwilhelministen.

        „Der Rat sollte sich darauf besinnen, dass er Teil eines Selbstverwaltungsorgans ist und kein Parlament mit Gruppen“. Ja! Aber besonders der Teil des Rates sollte beachten, dass er Teil eines kritisch beratenden, die Verwaltung kontrollierenden, in Alternativen denkenden und – einzig und allein – dem Gemeinwohl verpflichteten Selbstverwaltungsorgans ist, der sich in den letzten zwanzig Jahren als Erfüllungsgehilfe und in vorauseilendem Kadavergehorsam jede gute Idee, die nicht von ihm selbst kam, wegbeißender Jünger des Oberbürgermeisters verstanden und benommen hat.

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Lieber Herr Jenckel,
        herzlichen Glückwunsch!
        Nachdem Ihre Kollegin Michèl Pauly um seinen Job gebracht hat haben Sie aus „Vergeltung“ Herrn Webersinn durch ein Telefonat die Niederlegung seines Jobs nahegelegt? Respekt! Oder fängt Herr Webersinn jetzt bei seinem Parteifreund Manzke an! Man wird ja wohl noch spekulieren dürfen! Oder ist das zuviel Jenckel und Hyde?

        • Lieber Herr Fahrenwaldt, Ihre Verschwörungstheorien über das Ende von Pauly bei Manzke in Ehren, das hake ich mal unter roter Legendenbildung ab. Den Jobverlust hat in meinen Augen, wenn überhaupt, die Partei zu verantworten, die, so hat sich Pauly auch eingelassen, auf das Plakat mit dem Manzke-Bau gesetzt hat, was er „demokratisch“ mitgetragen haben soll.

          Herr Webersinn, der für eine neue Ratskultur stehen will, hat auch ohne unser Zutun die richtigen Konsequenzen gezogen.

          Aber ich staune, welchen Einfluss Sie mir andichten. Lg Ihr hhjenckel

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Herr Jenckel,
            Ihnen ist doch mit Sicherheit auch bewußt, dass die Presse als ganzes die vierte (oder nach den Kirchen die fünfte?) Macht im Staate ist und was die richtigen Konsequenzen im Fall Webersinn sind haben Sie ja schon bestimmt.

          • Kalle, der Hans hat geschrieben, daß der Webersinn-Niels seinen Posten laut LZ-Nachfrage zum Jahresende aufgeben will, um eine Verquickung (oder auch nur den Anschein einer Verquickung) von Wahlamt und Beruf zu vermeiden. Dann hat Hans-Herbert seine Meinung dazu gesagt: „Diese Einsicht könnte man als Schritt in die richtige Richtung interpretieren.“ Da hat er recht, find ikke. Der Michèl hat hier im Forum selbst mal beschrieben, welche Sperenzchen er machen mußte, um seinen Spagat hinzubekommen. Übrigens hatten dieselben Typen, die ihn deswegen angegriffen haben, volles Verständnis für Michael Zeinert, der als IHK-Hauptgeschäftsführer und damit als Sachwalter aller Kaufleute seines Bezirks rein gar nichts dabei findet, zugleich der Präsident eines Teils dieser Gruppe, nämlich der der Lüneburger Kaufmannschaft zu sein. Jedenfalls hat der Hans nullkommanüscht bestimmt, sondern nur etwas gemeint. Warum willst du den Zeitungsleuten auf Teufel komm raus was reinwürgen, was sie nicht getan haben, Kalle? Kaust du so schwer an deiner großen Mitschuld für die Entlassung vom Michèl? Dann fahr ein paar Monate irgendwo in die Berge oder mach ne Therapie, aber mach dich hier nicht vor all die Leutchens und deine Kollegas lächerlich, Kalle. Kann doch nich sein, daß neben der SPD-Mertz noch ne zweite rote „Lame Duck“ im Kreistach hockt, die wo vor Scham ihren Mund nicht mehr aufmachen kann, weil sonst alle anfangn hämisch zu grienen.

        • Hallo Herr Fahrenwaldt,

          ist noch alles knuschper bei Ihnen im Kopp? Üben Sie sich jetzt auch in Niedertracht und im perfiden „Bundeskaspern“, indem Sie infame Lügen verbreiten?

          Wenn einer Pauly um seinen Job gebracht hat, dann war das der ältere, lebenserfahrene Herr mit dem knallroten Doppelreiher, der den dullen Reklameschwachsinn seiner Linken Freunde nicht verhindert hat, sondern meinte, dem geistigen Lüneburg und der Familie Manzke öffentlich Aufklärungsunterricht über das Testen der Belastungstoleranzen von „Demokratieverständnissen“ geben zu müssen, indem er ihnen darlegte, wie mit seinen „satirischen Themenplakaten“ umzugehen sei.

          SIE SELBST, Herr Fahrenwaldt, UND dann HERR MANZKE SIND für die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses von Herrn Pauly VERANTWORTLICH. SIE, weil Sie Ihren Kolleg*inn*en und sich selbst nicht klargemacht haben, welche Konsequenzen die Wahl des Bildmotivs für Pauly SICHER haben würde. Und HERR MANZKE, weil er den – schwer verständlichen – Überlegungen Paulys nicht folgen wollte, der ihm klar zu machen versucht haben wird, dass er sich nicht als Diktator gerieren und den Beschluss seiner feinen Kolleg*inn*en kassieren konnte oder wollte.

          Dass über die unnötige und – im Hinblick auf das Schicksal Paulys – sehr, sehr dumme Provokation der Linken berichtet werden würde UND berichtet werden MUSSTE, Herr Fahrenwaldt, davon war auszugehen, weil es einfach zu den Aufgaben von Journalisten gehört, über Idiotien dieser bizarren Qualitätsstufe zu berichten. Dazu hat ein Herr Dörfler am 26. September alles Nötige geschrieben: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/361798-pauly-und-die-plakat-affaere-ende-eines-misstverstaendnisses#comment-72521

          SIE SELBST, Herr Fahrenwaldt, sind Ihrem Blog.jj-Publikum (und damit dem mutmaßlich größten Teil Ihrer Wähler) bis heute eine plausible Erläuterung schuldig geblieben, welcher Gedanke es gewesen ist, der SIE im Spätsommer glauben machen konnte, den absehbaren oder wenigstens höchstwahrscheinlichen Arbeitsplatzverlust Ihres Freundes Pauly für die Auswahl und das Durchsetzen (oder Dulden) eines Bildes für ein Werbeplakat riskieren zu dürfen. ALLES, was Sie bisher dazu vorgebracht haben, hat sich als unhaltbarer Blödsinn erwiesen. Herrn Kules, der es Ihnen am 27. September im Detail bewiesen hat, haben Sie einfach nicht geantwortet, wie Sie es hier im Blog immer tun, wenn Sie mit blöden Sprüchen und hergeholten Ausflüchten nicht mehr weiterkommen: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/361798-pauly-und-die-plakat-affaere-ende-eines-misstverstaendnisses#comment-72556

          Ihr Vorwurf gegen Antje Schäfer ist ungeheuerlich, Herr Fahrenwaldt. Sie werden sich, sofern noch ein Rest Anstand in Ihnen steckt, öffentlich dafür bei ihr entschuldigen.

          Davon gehe ich ganz fest aus. Bitte besprechen Sie die Sache mit Herrn Pauly. Er wird Ihnen, wenn Sie nicht alleine drauf kommen, begreiflich machen, warum diese Entschuldigung unumgänglich ist.

          • Kevin Schnell
            entschuldigen sie vielmals die störung, schmunzel, aber übertreiben sie nicht ein bisschen? waren sie bei den gesprächen, die bei die linke und bei manzke stattgefunden haben, dabei? was beweise angehen, die sind nur dann möglich, wenn zeugen ,die anwesend waren ,sich äußern . selbst dann werden zweifel bleiben. im übrigen ist das thema doch schon längst gegessen. olle kamellen gibt es zwar besonders zur fassenacht, muss das aber unbedingt sein? mein lieber Karlheinz: Wenn über einer Sache Gras gewachsen ist, kommt bestimmt ein Kamel und frißt es wieder ab. schmunzel.

          • Hallo Herr Bruns,

            ich übertreibe nicht. Wenn Herr Fahrenwaldt dabei fotografiert wird, wie er Ihnen in die Rabatten pinkelt und darauf, nachdem die Aufnahme im Agnes-Miegel-Boten erschienen ist, von Ihnen als Gärtner nicht weiterbeschäftigt wird, ist dann der Journalist dieses Reppenstedter Intelligenzblattes Schuld an Fahrenwaldts Entlassung?

            Und was Pauly, anders als Fahrenwaldt ein Ehrenmann mit Sinn für Takt, Selbstkritik und Angängiges, zu Manzke gesagt haben wird, dürfte sich wohl kaum von dem unterschieden haben, was er an verschiedenen Stellen öffentlich geäußert hat, und was eine große Zahl von Lüneburger*innen für ihn eingenommen hat – unter diesen Ulrich Löb für die LüneGrünen – mit seiner darauf basierenden Ehrenerklärung.

            Fahrenwaldt, der – unter anderen Genossen – hauptsächlich für das Aushängen des Plakats mitverantwortlich war und damit auch mitverantwortlich für den Konflikt, der zur Entlassung seines jungen Freundes geführt hat, möchte sich und anderen ganz einfach einen Sündenbock herbeilügen, der ihn davon dispensiert den entscheidenden Teil des Fehlers oder der Ursache für die schäbige Entwicklung der Angelegenheit bei sich selbst zu finden.

            Dieses Verhaltensmuster des Abwälzens ist unter unseren Freunden von der Rollwagen-Fraktion genauso bekannt wie das Mittel ins Allgemeine auszuweichen und von Herrschenden „Strukturen“, „Gesetzmäßigkeiten“ oder irgendwelchen „Gewalten“ zu faseln, wenn es doch voll verantwortliche Einzelpersonen (in diesem Fall Fahrenwaldt selbst) waren oder sind, die den Schaden an anderen voll verantwortlichen Einzelpersonen verursacht haben.

      • Herr Fahrenwaldt,

        Sie schreiben, erneut ohne zu denken, diesmal an Redaktor Jenckel:

        ► »Nachdem Ihre Kollegin Michèl Pauly um seinen Job gebracht hat haben Sie aus ›Vergeltung‹ Herrn Webersinn durch ein Telefonat die Niederlegung seines Jobs nahegelegt?«

        Ich frage:

        ► Erst bringt Antje Schäfer Herrn Pauly um seinen Job und dann drängt Herr Jenckel, weil er sich an Antje Schäfer für diese von ihr an Pauly begangene Gemeinheit rächen will, Herrn Webersinn aus seinem Job?

        Was glauben Sie, wird passieren, Herr Fahrenwaldt, wenn Jenckel mit dieser hundsföttischen Strippenzieherschweinerei durchgekommen ist? Wird dann die Linkenfresserin, Frau Antje Schäfer, dastehen und wegen dieses heimtückischen Konters neben dem Alt-Lüneburger Mark Twain bittere Tränen über das Geländer der Brausebrücke auf Onkel Toms Hütte hinunterweinen? Während Herr Jenckel sich, böse geckernd über die solcherart gelungene ›Vergeltung‹, seine ruchlosen Schmierantenhände reibt?

        Sind Ihnen vielleicht einige der betonierten Vorurteile und Propagandalügen vom hohen AfD-Rollwagen herab auf die Rübe geknallt, Herr Fahrenwaldt? Oder haben Sie zu intensiv über den Dämpfen Ihrer Wodka Gorbatschow-Vorräte inhaliert? Ich möchte zu Ihren Gunsten glauben, Herr Fahrenwaldt, Sie wollten Herrn Jenckel mit Ihrem verhuschten Gedankengegurke bloß durch die Finessenblume Ihrer kryptischen Zitierkunst zu verstehen geben, dass Sie gerade Tolstois ›Anna Karenina ‹ studieren. DA erheben sich dann natürlich zurecht die Fragen:

        5.Mose 32:35, Herr Fahrenwaldt? Nach Luther: » Die Rache ist mein; ich will vergelten. Zu seiner Zeit soll ihr Fuß gleiten; denn die Zeit ihres Unglücks ist nahe, und was über sie kommen soll, eilt herzu.«

        Auf Bairisch: »I vergilt, mein ist dyr Raach; daa werdnd s schaugn, wie s ienen geet! Lang habnd s niemer, hinst däß s kracht. S Urtl steet ja lang schoon föst.«

        Oder Roemer 12:19, Herr Fahrenwaldt? Nach Luther: »Rächet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: ›Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der HERR.‹«

        Auf Bairisch: »Röchtß enk nit selber, liebe Brüeder, sundern überlaasstß dös yn n Zorn Gottes! Es steet ja gschribn: › Mir steet dyr Raach zue; i gaa vergeltn, spricht dyr Trechtein.‹«

  4. Ein gute Gelegenheit die Jamaika Körperhaltung vor dem Spiegel auf den Prüfstand zu stellen.
    Neue Ratskultur: Leistungssteigerung durch richtige Haltung.
    Für den Anfang ein klares Bekenntnis der Jamaikaabteilung zu den Männern und Frauen im Einsatz aus dem Bundeswehrstandort Lüneburg?
    Oder würde dieses Bekenntnis bereits den Garantiefall auslösen? Den Notausstieg zu benutzen, um unbeschadet aus dem Jamaika-Vertragswerk herauszukommen.

    • Karlheinz Fahrenwaldt hat unlängst eine satirische Themen-App erfunden, um zumindest Michèl Pauly den Spiritus Rector aller karibischen Demokratieoffensiven quasi UMBEMERKT aus JEDER Nummer herauszubekommen. Vielleicht kreiert er ja demnächst auch eine Tapetentür mit satirischem Schöner Wohnen-Motiv für Ulrich Blanck und Niels Webersinn.

      Klaus-Dieter Salewski erzählt derweil immer wieder das Gleichnis vom verlorenen Sohn, um den Stadtratsmitgliedern deutlich zu machen, dass Ulrich Mädge nach den Sündern Ausschau hält, ja, dass er sich besonders dann freut, wenn sehr tief gefallene Ratspersonen zum Glauben an ihn zurück kommen und um Vergebung ihrer Sünden bitten. Sie erhalten dann Erlösung von ihren Sünden und werden für immer und ewig ein glückliches Leben in der Nähe ihres alten und neuen Gottes leben.
      Vgl. die Geschäftsordnung des Rates der Stadt Lüneburg, Lukas 15, 7: „Sehet, ich sage euch: So wird Freude im Huldigungssaal sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die die Buße nicht nötig haben.“

  5. Herr Rollwagen, Sie müssen einfach die LZ lesen oder auch mal ältere Blogbeiträge, dann würden Sie vielleicht von Ihren Vorurteilen geheilt werden.

    Aber muss nicht sein. Verschwörungstheorien sind einfach schöner. Lg hhjenckel

    • Dito
      Lieber Herr Rollwagen, Sie müssen schon im LZ-Archiv recherchieren und nicht bei Google. Lokal finden Sie da weitaus mehr.
      Gleiches gilt fürs Audimax. Keine Zeitung hat so viel und so tief über die Finanzierung des Zentralgebäudes berichtet und die Uni-Spitze genervt, ob über den Olaf-Bericht der EU-Korruptionsbehörde, den hatte sich die LZ, nicht die Uni, über die Berichte des Landesrechnungshofes, der Oberfinanzdirektion oder jüngst über den internen Statusbericht zu den wahrscheinlichen Kosten von fast 100 Mio Euro.
      Wenn Sie denn an mehr als Vorurteilen interessiert sind, kommen Sie vorbei. Am Sande 18, 1. Stock, Herr Jenckel. Tel, 740-290. LG

  6. PS: Soll ich Ihnen die Berichte von mir zum Audimax und zu den Schulden der Stadt mal zukommen lassen? Mailadresse reicht.

    • Lieber Herr Rollwagen, Sie müssen schon im LZ-Archiv recherchieren und nicht bei Google. Lokal finden Sie da weitaus mehr.
      Gleiches gilt fürs Audimax. Keine Zeitung hat so viel und so tief über die Finanzierung des Zentralgebäudes berichtet und die Uni-Spitze genervt, ob über den Olaf-Bericht der EU-Korruptionsbehörde, den hatte sich die LZ, nicht die Uni, über die Berichte des Landesrechnungshofes, der Oberfinanzdirektion oder jüngst über den internen Statusbericht zu den wahrscheinlichen Kosten von fast 100 Mio Euro.
      Wenn Sie denn an mehr als Vorurteilen interessiert sind, kommen Sie vorbei. Am Sande 18, 1. Stock, Herr Jenckel. Tel, 740-290. LG

    • Na, Herr Rollwagen, ohne Traute unterwegs?

    • Hallo Herr Rollwagen,

      meines Erachtens ist das Zukunftsthema Nr. 1 nicht die Schuldensituation der Kommunen, sondern die politische „Kultur“ im Lande. Für deren Gefährdung sind Sie eine repräsentative Figur. Denn Sie sind jemand, der immer wieder anonym und in unverzeihlich unverschämter Weise an den stellvertretenden Chefredakteur der Landeszeitung (aber auch an sehr junge Studentinnen) heranfährt, ohne dass erkennbar wäre, was Sie (diesen oder) jenem Mann eigentlich voraus haben außer einem gerüttelt Maß fehlenden Benimms und einer riesigen Portion Dreistigkeit. Wie soll man mit jemandem wie Ihnen, der weder über Jenckels Schreiberei, noch über Lüneburg und auch nicht über die Finanzsituation von Stadt und Kreis das geringste zu wissen scheint, aber trotzdem lärmt, als habe er die Weisheit mit Löffeln gegessen, eigentlich vernünftig umgehen? Ich habe keine Ahnung, wie das gehen kann, werde es aber trotzdem einmal probieren:

      Praktisch alle Kommunen in Deutschland sind hoch verschuldet (beim öffentlichen Bereich durch Kredite und Kassenkredite, beim nicht-öffentlichen Bereich durch Wertpapierschulden, Kredite und Kassenkredite, also durch die Geldschulden, die durch die gewährten Bürgschaften und die eingegangenen kreditähnlichen Rechtsgeschäfte der Kommunen sowie durch öffentliche Fonds, Einrichtungen und wirtschaftliche Unternehmen ergänzt werden). Ubiquität ist im Einzelfall keine Entschuldigung, aber es ist die Normalität. Auch stehen dem in der Regel immobile Sicherheiten gegenüber, welche die negativen Posten meist um das mehr als Tausendfache im Wert übersteigen.

      Gefährlich ist eigentlich vor allem die Entwicklung der Kassenkredite, worauf Herr Jenckel immer wieder hingewiesen hat, in vielen verschiedenen Zusammenhängen (Gebühren, Audimax, Wohnungsbau, Ausgabenpolitik, Mieten, etc.) auch hier im Blog. Wenn Sie sich durchklicken werden Sie Jenckels gesalzene Attacken auf das sozialdemokratische Haushaltsgebaren leicht finden. Kassenkredite sind eine Art kommunaler Liquiditäts- oder Dispokredit. Sie stiegen 2014 bundesweit auf 49 Milliarden Euro. Die Kommunen in Baden-Württemberg, Sachsen und Bayern waren nahezu frei von Kassenkrediten, während die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und das Saarland im Durchschnitt über 1.000 Euro je Einwohner verbuchten. Zwar sinken die Zinsausgaben seit Jahren infolge der EZB-Politik, ein zukünftiger Zinsanstieg würde diese Kommunen aber umso schwerer treffen.

      In Niedersachsen gibt es acht kreisfreie Städte: Braunschweig, Delmenhorst, Emden, Oldenburg (Oldenburg), Osnabrück, Salzgitter, Wilhelmshaven und Wolfsburg. Von diesen Städten haben sich mit Salzgitter (1.774 Euro je Einwohner) und Wilhelmshaven (1.067 Euro je Einwohner) zwei Städte sehr hohe Kassenkreditbestände aufgebürdet. Zudem sind für Osnabrück (821 Euro je Einwohner) hohe Kassenkreditniveaus festzustellen. Die Städte haben mithin in der Vergangenheit merklich über ihre Verhältnisse gelebt und sind damit als konsolidierungsbedürftig einzustufen. Mit Braunschweig, Emden, Oldenburg (Oldenburg) und Wolfsburg sind vier kreisfreie Städte zum 31.12.2014 kassenkreditfrei.

      In der Gruppe der kreisangehörigen Städte und Gemeinden gibt es in Niedersachsen einen besonderen Gemeindetyp: die großen selbstständigen Städte. Es handelt sich konkret um die Städte Celle, Cuxhaven, Goslar, Hameln, Hildesheim, Lingen (Ems) und Lüneburg. Die großen selbstständigen Städte liegen hinsichtlich ihres Aufgabenportfolios zwischen den kreisfreien Städten und den „normalen“ kreisangehörigen Städte und Gemeinden. Zu den großen selbstständigen Städten kann auch die Stadt Göttingen gerechnet werden, da sie hinsichtlich ihrer Bevölkerungszahl und ihres Kreiszugehörigkeitsstatus am ehesten mit den großen selbstständigen Städten vergleichbar erscheint.

      Die mit Abstand höchsten Kassenkredite der hier betrachteten acht Städte hat zum 31.12.2014 die Stadt Cuxhaven mit immensen 6.472 Euro je Einwohner. Hierbei handelt es sich um ein Niveau, das darauf schließen lässt, dass die Stadt in den letzten Jahren in geradezu exzessivem Ausmaß über ihre Verhältnisse gewirtschaftet hat. In Anbetracht von in der Vergangenheit stetig gestiegener Kassenkreditbestände scheint diese Praxis bis einschließlich 2014 auch noch nicht beendet worden zu sein. Das Recht auf Selbstverwaltung ist untrennbar verknüpft mit der Pflicht zur Selbstverantwortung. Unter letztere fällt auch die Eigenverantwortung in finanziellen Angelegenheiten. In Krisensituationen sind daher in erster Linie die Entscheidungsträger vor Ort gefordert, die notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen (d.h. Einnahmen erhöhen und/oder Ausgaben senken) einzuleiten, um den Trend zu stoppen bzw. umzukehren. Die haushaltspolitischen Fehlentscheidungen der Vergangenheit sind zu korrigieren. Es sind regelmäßige Haushaltsüberschüsse zu erwirtschaften, um mit dem Abbau der Kassenkreditschulden beginnen zu können. Auf die Bürger werden dabei sicherlich unangenehme Einschnitte zukommen. Je länger eine ernsthafte Haushaltskonsolidierung jedoch herausgezögert wird, desto tiefer werden die erforderlichen Einschnitte letztlich ausfallen (müssen). Neben den städtischen Entscheidungsträgern erscheint im Falle von Cuxhaven auch die Kommunalaufsicht in der Pflicht, mit Nachdruck eine unverzügliche Konsolidierung des städtischen Haushalts einzufordern.

      Beträchtliche Kassenkreditschulden finden sich des Weiteren in LÜNEBURG (1.254 Euro je Einwohner) und Celle (1.138 Euro je Einwohner). Auch wenn diese Niveaus im Vergleich zu Cuxhaven noch gering erscheinen, so sind sie dennoch als sehr hoch einzustufen und zeigen, dass auch dort über die eigenen Verhältnisse gelebt worden ist. Zu LÜNEBURG ist zu sagen, dass die Pro-Kopf-Kassenkredite im Kernhaushalt von 2011 (2.002 €); 2012 (1.738 €); 2013 (1.334 €) auf 2014 (1.254 €) um insgesamt -37,4% zurückgeführt worden, aber immer noch viel zu hoch sind (vgl.: Göttingen 2011: 1.429 €, heute 150 €). Hildesheim weist mit 674 Euro je Einwohner hohe Kassenkreditschulden auf, wenngleich die Bestände deutlich verringert worden sind. Goslar und Lingen (Ems) sind kassenkreditfrei.

      • Hallo Herr Rollwagen,

        vielen Dank für Ihre Antwort.

        Meine Zahlen habe ich mir selbstverständlich nicht ausgedacht, sondern von einer verlässlichen, oft von mir frequentierten Seite per copy und paste für Sie in der Hoffnung zusammengestellt, Sie würden begreifen, worauf es ankommt. Und dass Sie googeln können, damit war zu rechnen. Die von Ihnen ergänzten Zahlen stammen aus dem Haushaltsplan des gerade abgelaufenen Jahres, in dem noch etwa zehn Millionen für Flüchtlinge vorgesehen waren, die aber nicht gebraucht wurden, weil keine mehr kamen.

        Jeder weiß, Herr Rollwagen, dass Schulden nicht schön sind und abgebaut werden müssen. Aber von „An-die- Wand-fahren“ könnte eben nur dann die Rede sein wenn die Ausgaben für Kassenkredite sehr schnell stiegen, weil im Gleichschritt die liquiden Mittel versiegen würden. Das ist auch unserer Kämmerin Gabriele Lukoschek bekannt. Und auch sie wird nicht behaupten, diese Möglichkeit sei ausgeschlossen. Aber was bringt es, herumzulaufen, Gesichter zu schneiden und – wie in der Offenbarung des Johannes – endzeitliche Entscheidungsschlachten, im finanzpolitischen Armageddon zu beschwören? Macht Ihnen das Spaß, als kreischende Kassandra durch harmlose Blog-Foren zu wettern?

        Dass „Schulden […] auch immer eine Umverteilung von unten nach oben und eine Abwälzung der Lasten auf kommende Generationen“ bedeuten, ist nicht mehr als dummes Propagandagewäsch. Es kann so sein, es kann aber auch anders sein. Wenn ich Ihnen fünf Euro pumpe, dann kann ein armer Schlucker sich heute ein Bier und ein halbes Mettbrötchen leisten und das Geld morgen, nachdem er so gekräftigt meine schöne Gaststube, wie vereinbart, gereinigt hat, von seinem dann erhaltenen Mindestlohn an mich zurückzahlen.

        Lüneburg ist eine sehr reiche Stadt mit Schulden, Herr Rollwagen. Nie in der Geschichte dieser Stadt war der allgemeine Wohlstand so groß wie heute. Miese Stimmung unter diesen Umständen „ergibt“ sich nicht, sie muss mit aller Macht gewollt sein und hergestellt werden.

        Was Sie über Jenckel schreiben, zeugt von Unkenntnis und von nicht begründbaren Vorurteilen. Anders als Sie, Herr Rollwagen, „ätzt“ Jenckel nicht, sondern betreibt und fördert eine ausgewogene Berichterstattung im Blatt, das sehr viele – auch soziale – Funktionen hat, aber bestimmt nicht die, Skandale herbeizureden, Zeter und Mordio zu schreien oder gar eine Revolution von links oder von rechts vorzubereiten. Eine kritisch unterrichtende Begleitung der Zeitereignisse wird mit der LZ versucht, die sich lokal im Wesentlichen auf das Geschäft der Nachrichten-, Sport- und Veranstaltungsberichterstattung sowie auf Kleinanzeigen der Region beschränkt und örtliche Begebenheiten gelegentlich in satirisch-feuilletonistischer Form „aufspießt“. Darüber hinaus bemühen sich die Redakteure in der oft oppositionsfreien Zone der Selbstverwaltungen in Stadt und Kreis, die fehlende Öffentlichkeit und die fehlende kritische Sichtweise der Rathaustätigkeiten im ausgewogenen Konzert der beteiligten und der betroffenen Stimmen herzustellen.

        Digital geht mehr. Sie selbst loben das liberale Wesen des Online-Chefs: „Immerhin gibt es auf dem JJ-Blog so erhellende Beiträge wie den von Herrn Pauly.“ Ja, Herr Rollwagen, und auch so verdunkelnde wie die von Ihnen. Und beide Textsorten werden freigeschaltet! Pauly ist ein – auch von Jenckel gelobter – hochintelligenter Ehrenmann, der sich um Rechtschaffenheit und Wahrheit bemüht — ohne immer recht zu haben. Sie, Herr Rollwagen, sind leider nichts von alledem, außer dass Sie auch nicht immer recht haben. Pauly sucht das Streitgespräch, Sie suchen Streit. Mit Pauly kann selbst der „Zauberlehrling“ Jenckel um den Charakter und die Auslegung von Fakten ringen, während um jemanden wie Sie jeder lieber einen großen Bogen macht, weil Sie nur beschädigen, verletzen und zerstören wollen.

        Und genau deshalb endet unsere Brieffreundschaft an dieser Stelle: Irgendein Schriftsteller hat mal notiert, wenn er die Texte eines bestimmten Kollegen laut lese, bekomme er sofort Mungeruch. Mit Ihren Texten, Herr Rollwagen, geht es mir schon so, wenn ich sie still lese.

  7. Sehr geehrte Ratsmitglieder, Schellman, Blanck und Webersinn,

    der LZOnline-Chef Jenckel nennt es „beschämend“, wenn die Jamaika-Kohorte an einer sozialdemokratischen Alleinschuld-Legende für die Zustände im Rat stricke und fragt: „Wo waren in der Vergangenheit die Mandatsträger von CDU, FDP und Grünen, alle demokratisch gewählt, die alle mit der SPD koaliert haben?“

    Wenn ein Vorgang beschämend ist, dann zeugt er laut Duden von schlechtem, würdelosem, oder gar erbärmlichen Verhalten, er ist schändlich und setzt den, der damit konfrontiert ist, in peinlichste Verlegenheit.

    „Wo warst du Adam?“ ist der Titel eines 1951 erschienenen Romans von Heinrich Böll. Der Autor stellte diesem Werk zwei Mottos voran. Das erste entstammt den Tag- und Nachtbüchern von Theodor Haecker: »Eine Weltkatastrophe kann zu manchem dienen. Auch dazu, ein Alibi zu finden vor Gott. Wo warst du, Adam? „Ich war im Weltkrieg“.«

    In welchem „Alibi-Krieg“ waren Sie, Frau Schellman, Herr Blanck und Herr Webersinn, als Ihre Parteikollegen unter den Knebelverträgen der Lüneburger SPD zum stummen, leidvollen Aushalten gezwungen waren?

    MfG, Friederike Danckwardt

    • wie wäre es, wenn man auf dem teppich bleibt? diese ,,dämliche,, anmache ist nur dazu zu gebrauchen, dass der einfache bürger sich mit grausen abwendet. wozu soll dieser unfug gut sein? beschämend ist das verhalten , stimmt. aber nicht nur von der spd und jamaika, sondern die tatsache, es scheint niemand mehr in der lage zu sein, etwas dazu zu lernen. da nehme ich herr jenckel nicht aus. ob das an der front liegt, wo die hiesigen protagonisten sich befinden? ich möchte als bürger informationen, die echt sind und keine andere meinungen lesen, wofür ich auch noch bezahlen soll. satire ist nett, sollte aber gekennzeichnet sein. nicht jeder hat studiert und erkennt sie.
      ich weiß, ich bin unbequem und bezahles es mit meiner gesundheit. ich gebe sie aber gern dafür her. Friederike Danckwardt , damit sie mich nicht missverstehen, es geht hier nicht gegen sie. MfG, Klaus Bruns

      • Friedel Dankwardt

        Lieber Klaus Bruns,

        „es scheint niemand mehr in der lage zu sein, etwas dazu zu lernen. da nehme ich herr jenckel nicht aus“?

        Natürlich nicht, Herr Bruns. Die einzige Ausnahme werden natürlich Sie sein.

        Wenn einer den Finger in die Wunde der kollektiven Heuchelei legt, dann ist das keine Anmache, Herr Bruns, und wenn ich meine Hand hineinlege und um Antworten bitte, dann ist das keine dämliche Anmache.

        Sie möchten „als bürger informationen, die echt sind und keine andere meinungen lesen, wofür ich auch noch bezahlen soll“?

        Blog.jj ist ein Meinungsforum, in welchem der Gastgeber mit zugespitzten Thesen in seinen Glossen zum Meinungsstreit einlädt. Wenn Ihnen das nicht passt, Herr Bruns, ziehen Sie sich ein Kissen unter den Kopf und machen Sie ein Nickerchen, aber lassen Sie anderen ihren Spaß. Und dann: Bezahlt wir hier nur mit Lebenszeit und Metadaten.

        „satire ist nett, sollte aber gekennzeichnet sein. nicht jeder hat studiert und erkennt sie.“

        Darüber sollten Sie sich mal mit Karlheinz Fahrenwaldt austauschen. Der hatte im August sogar angenommen, selbst ein Eberhard Manzke würde seine spöttisch anprangernden „Themenplakate“ goutieren können.

        „ich weiß, ich bin unbequem und bezahle es mit meiner gesundheit.“

        Herr Bruns, glauben Sie mir, einem erfahrenen Indianerhäuptling von Witz und Charakter wie Ihnen, kann die wilde Natur nichts anhaben. Halten Sie sich bitte immer vor Augen, dass Sie für die vitale Lebensfreude beinahe aller Reppenstedter UND Lüneburger eine hohe Verantwortung tragen, dann werden Sie so alt wie Jopi Heesters.

        • meine liebe Friedel Dankwardt
          sollte ich in ihrem kommentar vielleicht etwas spöttisches herauslesen? so alt wie jopi? blind und taub? im übrigen lerne ich ständig dazu. auch hier. auch ein grund, hier zu bleiben. schmunzel. MfG

    • Sehr geehrte Frau Dankwardt,

      zu dem zeitpunkt der Gruppe mit der SPD war ich noch nicht Ratsmitglied und hatte somit keinerlei Anteil an der Entscheidung.

      Herzliche Grüße, Niels Webersinn

  8. oh, es kommt hier mal wieder zur stimmungserhellung einiger protagonisten, indem man den anderen versucht herabzusetzen. herr pauly hat seinen posten verloren, weil er jamandem auf die füße getreten hat. die reaktion darauf war doch zu erwarten, oder? klüngel lässt sich eben ungern auf die füße treten. was die jamaikaner betrifft, mir bricht das herz. soviel rückgrat hatte ich nun wirklich nicht erwartet.schmunzel, oder doch? die egomanenpflege im rat war doch offentsichtlich. manchmal reicht eben der olympische gedanke, nur dabei gewesen zu sein. wovor hat man in der politik eigentlich schiss? verantwortung wird doch selten dort großgeschrieben und übernommen und dieses ist doch kein zufall. alle, die sich hier so künstlich aufregen, dürfen sich gern an die eigene nase fassen.
    was ich nicht verstehe, warum man söldnern noch verständnis entgegen bringen soll, sie werden für das schießen auf andere menschen bezahlt. reicht das nicht? die wirtschaft gibt dort doch die befehle, schließlich sollen deren kreise und wege nicht gestört werden.

    • Hallo Herr Bruns, die meisten ihrer Kommentare lese ich ganz gerne und muss manchmal auch etwas schmunzeln darüber. Sie sind scharfzüngig beinhalten häufig eine Menge an Wahrheit und offensichtlich auch Lebenserfahrung. Auf jeden Fall sind Sie ein guter Beobachter und denken gern um die Ecke nach der es dann aber wieder geradeaus geht. Sie kennen Verflechtungen und Verfilzungen offensichtlich recht gut und sprechen sie treffend an. Auch mir sind derartige Seilschaften in Lüneburg durchaus bekannt. Aber sie wurden schon immer von irgendwo gedeckt, vielleicht sogar gefördert (?) von unsichtbarer Hand. Ein Polit- und Wirtschaftsdschungel wie es ihn überall gibt. Kommunal, regional, Landesweit, Bundesweit und Weltweit.

      Alle die hier hin und wieder, regelmäßig oder auch übermäßig Kommentare ablassen (ich schließe mich selbstverständlich ein). Auch Herr Jenckel muss hier einbezogen werden, wie auch Kollegen aus seiner Redaktion, kritisieren und prangern an. Kritik ist auch wichtig und in unserem Land zum Glück nahezu uneingeschränkt möglich (Recht auf Meinungsfreiheit).

      Da Sie zu nahezu allen Themen etwas bei zu tragen haben erhält man aber irgendwie den Eindruck Sie seien allwissend. Und daraus entspringt meine große Hoffnung Herr Bruns. Ich lese natürlich weiterhin gerne (fast immer) ihre Kommentare, aber ich warte schon sehr lange auf Lösungsvorschläge von ihnen. Sie können unsere Gesellschaft und vielleicht sogar die Welt bestimmt besser machen. Warum schenken Sie uns diese Chance nicht? Mit einem verschmitzten zwinkern… Heidi

      • Liebe Heidi
        solange man sich weder hier noch im rat auf einen vernünftigen umgangston geeinigt hat, damit meine ich das dämliche freund-feindbild, sind vorschläge für die katz. ich frage mich schon lange, was parteiendenken dort zu suchen hat. sie sollen dienen und nicht herrschen. wird ständig vergessen. Heidi , was meinen sie, wie sinnvoll ist es unter diesen bedingungen, sich mühen und gedanken zu machen? natürlich hätte ich vorschläge zu machen, die einen werden sich dann aufregen, weil sie etwas von ihren pfründen abgeben müssen, den anderen wird es wiedermal nicht reichen. prioritäten zu setzen gehört nun mal in der politik dazu. bei mir wäre es die jugend und die umwelt. auf beides können wir nicht verzichten , alles andere ergibt sich dann aus deren folgen, wie zum beispiel strassen , gebäude, usw. ich bin der meinung, unsere politik geht von falschen prioritäten aus, dieses haben wir dem lobbyismus zu verdanken. MfG .

  9. Moin „Jochen R.“,

    Galilei soll gesagt haben (Brecht hat es ihm in den Mund gelegt): „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Wer die Wahrheit kennt und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“

    Da ich Sie nicht für einen Verbrecher halte, möchte ich Sie fragen, ob Sie sich die peinlich vorlauten Dokumente Ihrer mangelhaften Kenntnisse auch bei Hagemann in Melbeck nach Schema F von der Stange schreinern lassen.

  10. Herrmann Kules
    25. November 2016 at 12:16

    Herr Fahrenwaldt,

    Sie schreiben, erneut ohne zu denken, diesmal an Redaktor Jenckel:
    Hallo Herr Kules, was meinen sie, ist es klug, jemanden für dumm zu verkaufen, wenn man von ihm eine antwort erwartet?

  11. Kevin Schnell
    hallo, wer hat pauly eigentlich gezwungen, bei manzke anzufangen? ich frage mich, wer hat da auf was gehofft? was den sündenbock angeht, es ist bekanntlich immer der überbringer der nachricht, schmunzel.

  12. Sehr geehrter Stadtrat Webersinn

    Ich zitiere: „Die Jamaika-Gruppe will laut Sprecher Webersinn die Schulden abbauen und gleichzeitig in Schulen investieren, die Kita-Gebühren senken und das Betreuungsangebot ausweiten. Kurz, endlich sind Politiker am Werk, für die die Quadratur des Kreises kein Geniestreich mehr ist.“

    Klingt schwierig das.

    Was würden Sie einer neugierigen Lüneburgerin entgegnen, die Ihnen mit dieser Jenckeliade schwerster Bedenkenträgerei dumm kommt?

    Liebe Grüße, Juliane Möller

    • Klingt schwierig das.
      krieg der sterne? Joda wäre begeistert. was meinen sie, wer wird demnächst den todesstern in lüneburg lenken? der ob wird nicht ewig leben, obwohl er gern den jedi-ritter spielt. schmunzel.

      • Antworten Sie eigentlich immer für andere, wenn diese und nicht Sie direkt und mit Namen angesprochen werden, Herr Bruns? Haben Sie sich das von Herrn Fahrenwaldt abgeschaut? Der wirft sich auch gern ins Zeug und gibt den Pressesprecher für Henkel, Pauly oder Petroll. Nur wenn er selbst etwas gefragt wird, hat er plötzlich nichts mehr zu sagen.

        • Juliane Möller
          hat er plötzlich nichts mehr zu sagen.
          sowas passiert mir garantiert nicht. schmunzel
          höchstens, wenn mein sogenannter ,,diskussionspartner,, zu frech wird und zu dumm kommt. ich könnte auf ihr zitat eine antwort geben, wie man die quadratur des kreises auflöst. da sie aber diese antwort nur gern von herrn fahrenwaldt hören wollen, halte ich mich jetzt zurück. schmunzel

          • Herrn Niels Webersinn hatte ich angeschrieben, Herr Bruns, nicht Herrn Karlheinz Fahrenwaldt. Herr Webersinn möchte Kommunalpolitik machen und die Verantwortung für seine Themen und deren Folgen vielleicht selbst übernehmen, Herr Fahrenwaldt möchte Kommunikationspolitik machen und die Verantwortung für seine Themenplakate und deren Folgen anscheinend anderen in die Schuhe schieben.

  13. Na da hat der Leiter des Lokalressorts aber mal einen Skandal aufgedeckt: Der künftige Bauausschussvorsitzende arbeitet im Immobilienbereich. Günter Wallraff wäre stolz. Infolge dieser Skandalaufdeckung zog der Beschuldigte die Reißleine, gibt seine Abberufung bekannt. Das saß. Endlich wurde die Selbstgerechtigkeit Jamaikas aufgedeckt.

    Okay, jetzt könnte man einwenden, dass die Firma des Herrn Webersinn nie mit den Themen des Bauausschusses in Kontakt kam, da Sie meines Wissens gar nicht in Lüneburg tätig ist. Man könnte auch sagen dass es das NKomVG vorsieht bei den jeweiligen Entscheidungen nicht an den Beratungen teilzunehmen, sofern das eigene Unternehmen direkt davon betroffen wäre (z.B. bei Vergaben an das Unternehmen), dass es aber mitnichten so ist, dass Geschäftsführer per se von politischen Beratungen im gesamten Geschäftsfeld ausgeschlossen werden. Den Autor dieser Zeilen eingeschlossen, der selbst Geschäftsführer im Bereich Immobilien war. Man könnte auch erwähnen, dass andere Ausschussvorsitzende schon geschäftlich viel enger an der Politik waren: z.B. die letzten beiden Wirtschaftsausschussvorsitzenden, die beide Unternehmer in Lüneburg sind – von Namen her bekannt. Das war und ist natürlich kein Thema für die Landeszeitung. Woran liegt’s? An der neuen Seite in der Landeszeitung. Nach Seite 3, nach der Leserbriefseite und der Kinderseite jetzt ganz neu: Die Schlagseite.

    Der Chefredakteur Herr Jenckel – den ich ja sehr schätze – hat doch glatt ein paar Kleinigkeiten für nicht ganz so berichtenswert gehalten. Beispiele gefällig?
    Thema Geschäftsordnung und „Gängelung“ des Oberbürgermeisters: Da wird schlichtweg behauptet der Geschäftsordnungsentwurf wolle den doch von allen Lüneburgern so geliebten Oberbürgermeister „gängeln“. Dass man ihm in der Sachaufklärung weiterhin alle darlegungsrechte belassen wollte und ausschließlich in der POLITISCHEN Argumentation auf das Rederecht eines jeden anderen Ratsherren beschränken wollte, wird ausgelassen. Dass die jetzige Geschäftsordnung bei der noch- und nochmaligen Einräumung von besonderen Rederechten des OB sogar von der Mustergeschäftsordnung vom Städtetag (dem Mädge vorsteht) abweicht – zu Gunsten der Oberbürgermeisters – ist nicht weiter erwähnenswert. Nur die Rückkehr zu Regelungen wie sie der Städtetag vorschlägt – die wäre ein Skandal.
    Thema „Selbstbedienungsladen“. Ein gravierender Vorwurf. Als ich das Wort „Selbstbedienung“ 2012 aussprach, genehmigte sich der Rat eine Fraktionskostensteigerung um durchschnittlich 315% und der ganz neutrale geliebte Ratsvorsitzende Kolle (SPD) erteilte mir für diese Unflätigkeit einen Ordnungsruf. Also, der Rat vervierfachte(!) sich die Fraktionsentgelte. Doch nicht für alle Fraktionen: Jene Fraktionen über 10 Personen (was rein zufällig nur die Mehrheitstragenden Fraktionen SPD und Grüne waren) bekamen einen nie begründeten „Bonus“ von 200 EUR, wobei andere Ratsmitglieder stets nur 20,- EUR zusätzlich ins Fraktionsbudget brachten. Das bedeutete SPD und Grüne waren mit mehr als 400% und mehr als sagenhaften 500% die größten Nutznießer der damaligen Neuregelung, CDU, Piraten, Linke und FDP/RRP stellten sich in Relation schlechter. Der heutige Kronzeuge dieser „Bereicherung“ des Rates, Herr Zentgraf, äußerte sich zu diesem tiefen Griff in die kommunale Kasse wie? Genau: Gar nicht. Einziger Kritikpunkt war der Doppelverdienst von Fraktionsvorsitzendem und Bürgermeister (widerum nur in der Mehrheitsgruppe zu finden). Diese alte Regelung gilt übrigens bis heute fort. Achso – es sei denn der Jamaika-Vorschlag kommt durch. Denn diese Regelung des Nebeneinanders zweier zusätzlicher Aufwandsentschädigungen von Fraktionsvorsitz und Bürgermeister fiele im Jamaika-Vorschlag weg – das spart, sofern es zuträfe, dem Stadtsäckel jährlich mal eben 3600,- EUR. Aber das Jamaika da kürzen würde ist nicht erwähnenswert. A pro pro. Jamaika, diese Selbstherrliche Gruppe, stellt doch glatt 2 von 3 Bürgermeistern. Okay, man könnte erwähnen dass Jamaikas Vorschlag (den ich mittrage, nur um da Klarheit zu schaffen) die Bürgermeistersaläre von 500,- EUR auf 300,- EUR senken würde. Aber in der LZ ist das nicht erwähnenswert – passt es doch nicht in die steile Argumentation des „Selbstbedienungsladens Rat“. Dann kommen wir zu den Fraktionsvorsitzenden. Erneut eine dreiste Selbstbereicherung? Aber Hallo! Da kostet die Novelle gegenüber der alten Regelung den Steuerzahler satte 10,- EUR monatlich mehr. Das sind 120,- EUR im Jahr. MEHRKOSTEN. (gut, das wird 30x ausgeglichen durch die Kürzung bei den Bürgermeistern, aber das nur nebenbei). Da erhält Jamaika-Frontfrau Schellmann (FDP) satte 10,- EUR mehr als bisher. Da erhalten Niels Webersinn und Ulrich Blanck mal eben WENIGER als im Vorschlag der Verwaltung zur Novelle. Dreist, oder? Gut, dass da der tapfere Ritter Salewski des Weges reitet und zur Mäßigung ruft. An dieser Stelle könnte man erwähnen dass er selbst in der Runde der Fraktionsvorsitzenden (aus der er auszugsweise berichtete, darum tue ich das hier auch) vorschlug, dass je Fraktionsmitglied dem Fraktionsvorsitzenden mehr zustünde, den kleineren Fraktionen jedoch genau so viel. Profiteure wären Blanck, Webersinn und vor allen anderen Salewski selbst. Aber er hat einen genialen Trick wo das Geld hergekommen wäre: aus dem Stadtsäckel. Das muss doch bitteschön drin sein, oder? Pillepalle, gar nicht erwähnenswert. Gut dass er gegen die Selbstbedienung ins Feld zieht. Tapferer Genosse! Sein Mut wurde auch belohnt, dazu kommen wir gleich noch. Er wurde schließlich auch gestützt von vier, fünf oder gar sechs Leserbriefen. Okay, man könnte recherchieren dass drei dieser Leserbriefschreiber für die SPD zur Wahl standen oder sogar in z.B. den Ortsrat gewählt wurden. Aber sie sind doch trotzdem einfach nur besorgte Bürger, gelle?

    Bleiben wir bei den Fraktionskosten, die 2012 um 315% erhöht wurden. Da greift Jamaika bei den Sachmitteln so richtig zu, oder? 592,50 EUR pro Monat erhielten demnach sowohl CDU als auch Grüne für Räume, Büroausstattung, Veranstaltungen, Presse, etc. Das ist gegenüber heute eine Veränderung um – ich überschlage es kurz – 0,00 EUR. Exakt der alte Wert. Mehr erhielten AfD und Linke (+50,- EUR monatlich gegenüber der alten Regelung), wobei auch die Verwaltung eine Mehrausstattung vorsah.
    Und jetzt, damit mir nicht der Vorwurf des Weglassens gemacht wird, kommen die Mehrkosten: Bezahlte Stellen für Fraktionen. Da soll – jetzt haltet euch alle fest – jede Fraktion eine 450,- EUR Stelle neu bekommen. Kostenpunkt dafür sind zwar nicht die behaupteten 80.000,- EUR sondern (inklusive Lohnnebenkosten) nur 40.000,- EUR insgesamt pro Jahr über alle Fraktionen. Aber wer ist schon so kleinkariert und rechnet nach? Man könnte auch erwähnen dass in allen anderen Städten unsere Größe, aber auch in merklich kleineren Städten (wie der Heimat des OBs Goslar/Vienenburg) die Ratsfraktionen ein vielfaches an personellen Mitteln bekommen. Man könnte argumentieren dass Herr Zentgraf in anderen Städten (jüngst äußerte er sich zu Hannover in der Zeitung dazu) die Höhe der bezahlten Gehälter (teilweise mehrere tausend Euro pro Fraktion pro Monat) anderswo auch gar nicht kritisierte. Man könnte auch einwenden dass der Vorschlag von Jamaika (anders als die bisherige Entschädigungssatzung) an JEDEM PUNKT unterhalb der Empfehlungen der niedersächsischen Entschädigungskommission bleiben, der Herr Zentgraf angehört. Aber das war für die LZ nun wahrlich kein Bericht wert. Schön dass der tapfere Gunter, ein blauer Ritter von brauner Statur, der jahrelang parteipolitisch an Mädges Seite ritt und daher auch noch heute vom OB geduzt wird, wenigstens in der LünePost zu Wort kam. Um die Selbstbedienung zu geißeln. RECHT so! Okay, man könnte jetzt einwenden dass Herr Runkel in den Besprechungen zur Entschädigungssatzung nicht etwa gegen die 450,- EUR Jobs argumentierte, sondern dass die AfD vielmehr wollte dass diese Jobs auch die Fraktionsmitglieder SELBST bekommen sollten. Also Aufwandsentschädigung + Gehalt. Aber sowas zu berichten? Also da muss man doch wirklich mal beim Wesentlichen bleiben!

    Kommen wir mal zum „Kompaniechef“ Mädge. Da wird eingeräumt dass er und nicht der SPD-Fraktionsvorsitzende die „Kompanie“ führt. Gemeint ist die SPD-Fraktion und/oder die Mehrheitsgruppe. Dass der Oberbürgermeister gemäß NKomVG der Neutralität verpflichtet ist, er nicht für eine Fraktion arbeiten darf, das wären doch Kleinigkeiten. Nicht berichtenswert. Dass er in seiner ganzen Neutralität zur Vorbereitung der konstituierenden Ratssitzung auch noch ganz offiziell inmitten der SPD-Fraktion saß – nicht erwähnenswert. Dass dort die Ratssitzung durchchoreografiert wurde – gibt doch Wichtigeres zu schreiben. Er agiert doch stets zum Wohle Lüneburgs. Ist an einem reibungslosen Sitzungsverlauf interessiert. Wen interessiert es da schon, dass die von Jamaika eingereichten Antragsentwürfe – obwohl vor Wochen vorab abgegeben –nicht ins Ratsinformationssystem eingebracht worden sind. Wichtiger ist es doch, dass Jamaika mit dem Geschäftsordnungsentwurf Unruhe stiftete, schließlich läge dieser der SPD nicht vor (okay, ich hab zwar gesehen wie sie den Entwurf bekommen haben – vorab von Webersinn direkt und persönlich – aber der ist wohl beim gehen runtergefallen). Aber immerhin wurde vom OB dann alles dafür getan, Rechtsunsicherheiten zu beseitigen. Da wurde die Kommunalaufsicht gefragt ob man denn die Redezeit so wie Jamaika es will neu regeln könne. Die Antwort des Innenministeriums ging zwei Fraktionsvorsitzenden zu. Als ich (Pauly, Linke) Mädge dann bat dass ich es auch erhalte zur Vorbereitung der Sitzung erwiderte er „Ob ich Ihnen das schicke, überlege ich mir noch.“ Die Überlegung fiel negativ aus – bis heute erhielt ich die Rechtsgrundlage für Mädges angedrohtes Veto zur Geschäftsordnungsänderung NICHT. Das ist übrigens ganz klar eine Verletzung der Rechte der Fraktion und eine Rechtsverletzung durch den Oberbürgermeister (wenn Fakten offengelegt werden, dann allen Fraktionen und nicht einzelnen). Darauf angesprochen zuckte der OB in der Ratssitzung kurz mit den Schultern. Einen Bericht oder auch nur eine beiläufige Erwähnung ist diese demütigende Rechtsverletzung nicht wert.

    Kommen wir noch einmal zu Herrn Salewski, dem tapferen Retter des Stadtsäckels der sodann darum bat mehr daraus erhalten zu dürfen: Ihm wurde erneut eine besondere Ehre zu Teil. Er wurde als einziger Vertreter der Stadt in den Aufsichtsrat der Süderelbe AG berufen – benannt durch den Oberbürgermeister. Kleinkarierte Rechtsverdreher könnten jetzt argumentieren, dass die Stadt nach Kommunalverfassungsgesetz angehalten ist nur in jenen Gesellschaften beteiligt zu sein, wo entsprechend der Stärke der Fraktionen/Gruppen in Aufsichtsräte entsandt werden kann. Man könnte sagen, dass eigentlich dort, wo nur eine Person zu benennen ist, der Rat jemanden WÄHLEN müsste. Aber das ist doch nur Rechtsverdrehertum und kompliziert. Der Herr Salewski wurde dort einfach gesetzt – die Rechte des Rates untergraben. Nichts wesentliches, gell?

    Dass es in der Stadtverwaltung einige personelle Abgänge gegeben hat in den letzten Monaten, übrigens umso mehr je näher man an das Büro des OB kam – ist keine Recherche wert, oder? Man mutmaßt doch bitte nicht. Vermutlich haben Sie schon vor der Wahl gewusst dass Jamaika kommt und sind davor geflohen. Keine Spekulationen bitte, gell? Naja, manchmal sind Fragen erlaubt, oder Herr Jenckel? Fragen ob nicht ein ehemaliger Geschäftsführer dessen Partei einen Bau seines Ex-Chefs plakatierte sich nicht vielleicht mittels dieses Plakats eines missliebigen Arbeitsverhältnisses auf diese Weise entledigt hat. Das sind Fragen, die sind journalistisch doch erlaubt, oder? Pressrechtlich in Ordnung war wohl ihre Formulierung. Was dieser Vorwurf, äh, diese FRAGE für die berufliche Zukunft des Betroffenen bedeuten kann, ist ja nun wirklich nicht wesentlich. Das muss jemand aushalten können, gell?

    Nur weil manchmal Ironie oder Zynismus über das Internet nicht so gut herauskommen:
    Herr Jenckel, den ich ja sehr schätze, hat all das obige für nicht berichtenswert erachtet – oder er wusste es nicht. Oder beides. Ich ahne, dass wir auch nichts dergleichen auf irgendeiner Seite der gedruckten LZ lesen werden. Dafür hat die Landeszeitung eine ganz neue Seite entdeckt: Die politische Schlagseite. Ich ganz persönlich sehe das Weglassen sämtlicher obiger Informationen, die die Vorwürfe der „Schikane gegen den OB“ oder den „Selbstbedienungsladen“ doch mindestens relativieren würden, für höchst fraglich an. Haben Sie sich Herr Jenckel, selbst je gefragt ob sie das Wirken des Oberbürgermeisters, als dessen Pressesprecher sie anfingen, wirklich objektiv bewerten können? Wenn Sie daran berechtigte Zweifel haben, wie wäre es Sie täten das, was Sie von Herrn Webersinn implizit eingefordert haben und halten sich in denjenigen Feldern zurück, in denen eine Befangenheit zumindest nicht ausgeschlossen werden kann?

    • Ein Roman. Ein Roman. Endlich.
      Mir fällt da Karl Kraus ein: es trifft nur, was auch zutrifft oder so ähnlich. Danach handelt es sich offenbar um einen Volltreffer.
      Aus Lübeck, nach einer eiskalten Radtour, grüßt der durchgefrorene Online-Chef jj mit dem Schlachtruf: Pauly for Präsident, die Posaune der LGFC, denn das ist die eigentliche neue Gruppe im Rat: Linke, Grüne, FDP, CDU und Michel der Architekt.

    • Recht umfangreich und man muss schon sehr aufmerksam lesen, aber umso informativer und sehr interessant ihr Beitrag Herr Pauly. Die ein und andere Person im/aus dem Rat kenne ich durch Zufall persönlich und deren – soll ich jetzt Arbeits-, Verhaltensweisen oder Charakter schreiben? – …na ja manches überrascht mich nicht. Es passt zu meiner persönlichen Einschätzung der jeweiligen Person.

      Meine große Bitte, mein Wunsch an Sie Herr Pauly. Berichten Sie doch bitte regelmäßig darüber wie Rats- und Ausschusssitzungen wirklich verlaufen sind. Ich denke es gibt genügend Bürger die diese Hintergrundinformationen sehr interessieren und zu schätzen wissen. Ich halte es für die Meinungsbildung und auch Entscheidung bei einer Wahl für unerlässlich diese Informationen zu haben. Natürlich nur soweit Sie nicht gegen Geheimhaltungspflichten verstoßen und sich ggf. selbst schaden würden. Ich freue mich auf diese Berichte!

      • Heidi, wenn sie gestatten, möchte ich sie gern hier mal in schutz nehmen, vonwegen naivität. wer glaubt, im leben geht alles mit rechten dingen zu , ist tatsächlich naiv. wovon lebt denn derjenige, der der juristenprominenz einen überflüssigen vortrag hält? es grüßt sie der till eulenspiegel. p.s. deren jahrgang scheint nichts zu taugen. meiner war besser. konnte man am wein erkennen. schmunzel

    • Otto-Karl Susemelk

      Sehr geehrter Herr Jenckel,

      Ratsherr Michèl Pauly hat in seinem Blog.jj-Post von heute Nacht, 26. November 2016, 02:58 Uhr, nicht nur eine lange Reihe kritischer Punkte aufgezählt, sondern eine lange Reihe kritischer Punkte von erheblichem Gewicht, die, sofern ich richtig lese, im Vorwurf, wenn schon nicht tendenziöser, dann zumindest stark selektiver Berichterstattung aus dem Huldigungssaal durch die Landeszeitung und speziell durch Sie kumulieren. Obgleich Paulys Anspannung beim Schreiben in beinahe jedem seiner Sätze deutlich zu erkennen ist, wahrt er die Contenance, bleibt bei der Sache und vermeidet, obgleich er immer Ross und Reiter nennt, Rollwagen-Rabulistik, die zu verletzen und in Misskredit zu bringen sucht, und unterlässt jeglichen Angriff auf persönliche Umstände oder Eigenschaften von Personen –– mit Ausnahme von Ihnen, dem er seine Interimsbeschäftigung als Pressesprecher der Stadt Lüneburg (2000-2005) nach achtzehn Jahren Journalismus bei LZ und Welt (1982-2000) und vor weiteren sechzehn Jahren als Geschäftsführender Redakteur der Landeszeitung (2005-heute) zu bedenken gibt, wenn es um die Bewertung des Wirkens von OB Mädge geht.

      Sie wissen, Herr Jenckel, dass Pauly die Professionalität des Oberbürgermeisters generell genauso schätzt wie die Ihre. Und Sie wissen auch, dass Sie dem jungen Ratstalent ganz leicht eine Lektion über journalistische „Objektivität“ erteilen könnten. Natürlich: „Ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein, auch nicht mit einer guten“ – dieses Credo der Tagesthemen-Legende Hanns Joachim Friedrichs gilt sicher auch Ihnen und Ihrem Team als Leitlinie Ihrer Arbeit. Alle Seiten zu Wort kommen lassen, ein Thema ohne Rücksicht auf eigene Interessen verfolgen, das Gesagte hinterfragen, ohne zu werten, denn am Ende kann und soll der Leser selber denken, – und das Streben nach Erkenntnis, ja nach Wahrheit: alles zwar ein kaum einlösbarer, ein idealer Anspruch, aber, dass ein völlig unparteiischer Journalismus nicht denkbar und kein Journalist ohne Beeinflussung ist, dass jeder täglich gegen das Neutralitätsprinzip verstößt, sollte niemanden davon abhalten, nach einem solchen Ideal zu streben – und sein Scheitern stets so gut wie möglich zu dokumentieren. Andererseits gibt es keinen Sachverhalt ohne blinden Fleck, keine objektive Tatsache ohne subjektive Perspektive. Die Johanniskirche von allen Seiten zugleich hat noch kein Mensch jemals gesehen. Mit welchen Politikern Parlamentskorrespondenten befreundet sind, welche Aktien Börsenjournalisten im Depot liegen haben, für welche Konzerne freie Journalisten PR machen – all das kann man herausfinden. Auch ist es schwer vorstellbar, dass Journalisten Akteure eines Themas sind, dem sie sich professionell widmen. Sie können am Abend nicht Wahlkampf für eine Partei machen, deren Innenleben sie tagsüber in der Zeitung kommentieren. Doch der Journalist als Mensch ohne eigene Meinung, als objektive Instanz ist nicht realistisch – und in letzter Konsequenz womöglich auch gar nicht erstrebenswert. Moderner, publikumsfreundlicher Journalismus braucht eine ergebnisoffene Recherche ebenso wie klare, pointierte Standpunkte. Es ist besser, eine gut begründete Meinung zu äußern, als eine schlecht begründete Objektivität zu behaupten. ( An „Heidis“ Zuschrift oben sehen Sie, wie leicht Medienkritik einrastet, auch wenn sie bloß polemisch oder sogar völlig undurchdacht daherkommt. In ahnungsloser Naivität wird „echte“ Authentizität von denen erwartet, die „ganz nahe dran“ sind: „Meine große Bitte, mein Wunsch an Sie[,] Herr Pauly. Berichten Sie doch bitte regelmäßig darüber[,] wie Rats- und Ausschusssitzungen wirklich verlaufen sind.“)

      Kein Artikel, keine Reportage oder Analyse entsteht ohne den wirkenden Hintergrund einer persönlichen Geschichte und ohne die individuellen Grundüberzeugungen des Autors. Auch Michèl Paulys Günter Wallraff, einer der engagiertesten und bekanntesten Investigativjournalisten in Deutschland, glaubt nicht an Neutralität: „Journalisten, die behaupten, sie seien unparteiisch, machen sich und anderen was vor: Entweder wissen sie nicht, wie stark sie an bestimmte Interessen gebunden sind, oder sie verschweigen es bewusst.“ Für ihn ist das „Gemeinmachen“ eine Chance, den Kern einer Geschichte zu erreichen: „Ich bin gerne bereit, meine Distanz aufzugeben, wenn ich dadurch der Wahrheit näherkomme – anstatt in einer Pseudo-Distanz zu verharren und abgehoben über die Wirklichkeit hinweg zu schreiben.“

      Trotz dieser Einwände gegen Paulys Forderung, Sie möchten „sich in denjenigen Feldern“ journalistisch zurückhalten, „in denen eine Befangenheit zumindest nicht ausgeschlossen werden kann“, bin ich der Ansicht, dass Sie sich, wenn Sie sich von Ihrer „eiskalten Radtour“ durchs winterliche Lübeck erholt und die durchgefrorenen Ohren wieder zum Glühen gebracht haben, hinsetzen und des Linken Ratsherren Liste durchnumerieren und vom ersten bis zum letzten Punkt beantworten sollten. Das sind Sie nicht nur beiden, unserem jetzigen und unserem künftigen Oberbürgermeister, schuldig, sondern auch Ihren Lesern –– aber vor allem dem von Ihnen selbst initiierten außergewöhnlich hohen Debattenstandard Ihres eigenen Forums für Lüneburger Lokalpolitik und Stadtkultur.

      Ganz ehrlich, Herr Jenckel, der Gruß des Online-Chefs jj („mit dem Schlachtruf: Pauly for Präsident, die Posaune der LGFC, denn das ist die eigentliche neue Gruppe im Rat: Linke, Grüne, FDP, CDU und Michel der Architekt“) ist als Pausensnack beim Warten bis zum Eingang des regulären Bescheids schon sehr mäßige (an Fahrenwaldt´sche Sägemehlstullen erinnernde) Kost, als finale Entgegnung auf einen berechtigter Weise von Bitterkeit und Sarkasmus nicht ganz freien Wortbeitrag eines weithin und über alle Parteigrenzen hinweg respektierten Politikers wäre diese Flapsigkeit (durch Ihr negatives Beispiel) verheerend.

      Ihr Otto-Karl Susemelk

      _______________________

      P. S.: Ein Wort noch zu Bernhard Zentgraf und dessen Verein, den Pauly mehrfach erwähnt. Zentgraf ist kein neutraler, sondern meist ein bestellter (und bezahlter) „Gutachter“, der „wissenschaftliche Autorität“ dort suggerieren soll, wo meist weder von Wissenschaftlichkeit noch von rein fachlich verdientem Ansehen die Rede sein kann. Seine Urteilskompetenz ist angemaßt und seine Urteile sind oft fragwürdig bis flagrant parteiisch („Wes Brot ich fress, des Lied ich sing“). Für wen spricht der Bund der Steuerzahler?

      Im September 2016 waren saison- und kalenderbereinigt rund 43,46 Millionen steuerpflichtige Erwerbstätige mit Wohnsitz in Deutschland registriert. Nur durch die enge Zusammenarbeit bei der Akquise mit der Hamburg-Mannheimer Versicherung (heute ERGO Lebensversicherung AG) konnte der Bund der Steuerzahler (BdSt) die Anzahl seiner Mitglieder vor dem Jahr 2000 einmal auf 430.000 steigern. Seit 2001 verliert er netto jährlich 10.000 Mitglieder. Der Trend weist stabil nach unten und der Verband hat kein Konzept, um ihn aufzuhalten. Vor 15 Jahren hatte er also etwas mehr als 400.000 Mitglieder, heute ist es noch eine knappe Viertelmillion. Das sind weniger als 0,6 % der deutschen Steuerzahler.

      Der Politikwissenschaftler Rudolf Speth hat sich in einer von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie 2008 intensiv mit dem Interessenverband beschäftigt. Er schildert eine beinahe symbiotische Zusammenarbeit mit der Assekuranz. Sein Hauptvorwurf lautet, der „Steuerzahlerbund“ buhle mit seiner medienwirksamen, oft symbolisch inszenierten Kritik am Steuersystem, am staatlichen Ausgabenverhalten und an der Finanzierung von Parteien und Parlamenten um die öffentliche Aufmerksamkeit und arbeite dafür vor allem mit Boulevard-Medien zusammen. Er sei keineswegs „repräsentativ“ für die Anliegen „der“ Steuerzahler, sondern nur für einen mikroskopisch kleinen Teil von ihnen und betreibe daher mit seinem Namen massiven „Etikettenschwindel“. Zudem betreibe er reine Klientelpolitik, da er sich vor allem um die Belange seiner Mitglieder kümmere, eben 0,6 % der deutschen Steuerzahler und fast ausschließlich kleine Unternehmer und Gewerbetreibende sowie Selbständige. „Die [sozialstaatsfeindliche] Grundsatzbotschaft lautet schlicht: Der Staat soll schlank sein. Die Politik muss sparen“, kritisiert der Privatdozent. (Mehr dazu: http://www.boeckler.de/pdf/p_arbp_161.pdf)

      Diplom-Volkswirt Bernhard Zentgraf hat seit Anfang Oktober 2012 den Vorsitz des heute etwa 30.000 Mitglieder zählenden Landesverbandes Niedersachsen inne. Dort waren im September rund 3,85 Millionen steuerpflichtige Erwerbstätige registriert, was bedeutet, dass Herr Zentgraf für knapp 0,8 % der Erwerbstätigen in Niedersachsen Klientelpolitik macht.

      • Lieber Herr Susemelk,
        vielen Dank für Ihre ausführliche Beurteilung. Ich habe aber eine andere Sicht als Sie.

        Wer mir empfiehl, weil ich vor mehr als zehn Jahren eine Station meines Berufslebens bei der Stadt als Pressesprecher verbracht habe, ich sollte nicht über Ratspolitik schreiben, der schreibt eigentlich: einmal Dieb, immer Dieb.

        Der unterschlägt, dass in der Regel ganz andere Redakteure bei der LZ über Ratspolitik schreiben. Der unterschlägt, dass ich einen Kommentar und keinen Bericht geschrieben habe, der unterschlägt, was alles zum Thema auch in der LZ gestanden. Nur nicht an dem Tag. Der kapriziert sich auf einen Kommentar, weil das in seine Argumentationskette passt und unterschlägt einfach die laufende Berichterstattung generell, die sich über einen längeren Zeitraum hinzieht. Der tut so, als wolle er argumentieren und will eben doch nur diskredieren. Der hat keine gute Absicht.

        Und: einmal Dieb, immer Dieb. Das genau ist der Jargon und die Gesinnung, gegen die die Linke sonst zu recht kämpft. Hier passt eben das Gegenteil besser in die Argumentationskette.

        Ich schätze Herrn Pauly, der hier im Blog auch schon mit einem bemerkenswerten eigenen Beitrag zu Wort kam. Ich schätze ihn, weil er für mich der Ratspolitiker ist, der im Stoff steht. Er kann, wenn er es geschickt anstellt, und das kann er, mit der Jamaika-Gruppe eine Mehrheit mobilisieren – auch in seiner Sache.

        Was Herr Pauly schreibt, klingt, ob sarkastisch oder nicht, gut, weil Herr Pauly reden und schreiben kann. Trotzdem ist es kein Sachbericht, schon gar kein Tatsachenbericht, sondern ein Meinungsbeitrag. In der Sache, in meinen subjektiven Augen, teils löchrig wie ein Schweizer Käse.
        LG Ihr Hans-Herbert Jenckel

        • Otto-Karl Susemelk

          Lieber Herr Jenckel,

          gestern Nacht hatte ich nicht die Zeit, mich kürzer zu fassen, da ich eigentlich an einem Referat gearbeitet habe, welches ich heute Morgen vor der versammelten Berliner Juristenprominenz meines Jahrgangs zu halten hatte. Nun möchte ich klarstellen, wo wir uns missverstanden haben:

          1. Ich halte Herrn Paulys Angriff auf Sie für eine unüberlegte und unredliche Frechheit. „Unüberlegt“, weil es in diesen Wochen und Monaten darauf ankommt, dass alle zur Selbstdistanzierung und zum Nachdenken fähigen Menschen sich NICHT der plakativen und verrohenden Inversionsrhetorik von geistig auf den Hund gekommenen Rattenfängern wie Gunter Runkel und Konsorten bedienen. „Unredlich“, weil er dem ehemaligen Mädge-Mann abspricht, was er dem ehemaligen Manzke-Mann zuerkennt: die Fähigkeit, zwischen verschiedenen Loyalitäten zu differenzieren. „Frechheit“, weil Pauly, der es gerade selbst hat auskosten dürfen, weiß, wie in effigie hingerichtet wird. Das ist wohl das Schema christlicher Prägungen. Um unsere Sünden und die der unsrigen vergessen zu machen, suchen wir uns gerne einen Gottessohn, den wir stellvertretend ans Kreuz nageln können. Mehrheiten lassen sich eben auch durch Banalisierung, Stigmatisierung und Brutalisierung organisieren, wenn Volksverdummung zum Programm wird.

          2. In meiner Bemerkung über „Heidis“ (in ihrer bodenlosen Naivität repräsentative) Zuschrift hatte ich meine überall vorspitzende Ansicht über Paulys Entgleisung resümiert: „oben sehen Sie, wie leicht Medienkritik einrastet, auch wenn sie bloß polemisch oder sogar völlig undurchdacht daherkommt“.

          3. Mir ist bewusst, dass einem aufmerksamen LZ-Leser ausnahmslos keiner der von Pauly erwähnten Umstände entgangen sein kann. Wer da (wie „Heidi“ z. B.) wähnt, von einem, der hinter dem Rücken mit der verlogenen Kampfplattitüde von der „Lügenpresse“ liebäugelt, zu erfahren, „wie es eigentlich gewesen“, der macht im Grunde nur öffentlich bekannt, wie sehr er von einem führungsentschlossenen Vorurteil an die Leine genommen zu werden wünscht, anstatt sich den Mühen des Selberlesens und -denkens zu unterziehen.

          4.) Ja, Herr Jenckel, Sie haben heuer wieder einen Meinungsbeitrag, keinen Bericht geschrieben, wie auch am 19. September, als Sie Paulys Fall kommentierten und alle Eventualitäten durchspekulierten (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/361798-pauly-und-die-plakat-affaere-ende-eines-misstverstaendnisses), und was Herr Pauly schreibt, ist ebenfalls „kein Sachbericht, schon gar kein Tatsachenbericht, sondern ein Meinungsbeitrag“ und ein Klagelied obendrein, aber trotzdem, Sie sagen es selbst, Sie schätzen den Autor, den Redner und den geschickt organisierenden Politiker Pauly, der Tatkraft, Aufrichtigkeit, Menschenkenntnis und Intelligenz besitzt. Kurz: Sie halten ihn nicht für bösartig, sondern für polemisch. Und das, was er hier abgeladen hat, ist in Ihren Augen „teils löchrig wie ein Schweizer Käse.“

          5.) Antworten Sie ihm! Zeigen Sie „Heidi“ und mir die Löcher. Blog.jj ist ein „Dialog-Forum“, kein „Beleidigte Leberwurst-Forum“, in dem erst heftig geschimpft und auf Nachfrage dann ebenso heftig geschwiegen wird. Möchten Sie denn Salewski, Fahrenwaldt, Pols, Blanck und Schmidt-Jortzig vormachen, wie es NICHT geht? Oder möchten Sie ihnen signalisieren, dass bei Blog.jj auf eine zum Mitmachen einladende Weise gestritten wird, die man trotz aller Zuspitzungen und trotz allen Bruns´schen Schabernacks sachorientiert und darum beispielhaft und vielleicht sogar demokratiefördernd nennen kann? Sind die hundert kalt kalkulierenden Manipulateure und Karrieristen unser Problem? Oder sind es die hundert Millionen „Heidis“, „Klausis“ und „Rollwagen“, die ihnen hinterherlaufen, weil sie von ihnen versprochen bekommen, sie dürften von morgens bis abends recht behalten?

          P. S.: Einen sinnentstellenden Schreibfehler möchte ich korrigieren: Nach Ihrer Zeit als Pressesprecher der Stadt haben Sie nicht „weitere sechzehn“, sondern „weitere elf Jahre“ als geschäftsführender Redakteur der Landeszeitung (2005-heute) gearbeitet.

      • Otto-Karl Susemelk
        was den schlachtruf angeht, ich musste tatsächlich schmunzeln. aber ,ihre meinung ist auch nur eine meinung. ich ertappe mich auch , herrn jenckel seine stadtsprecher-zeit nachzutragen. natürlich bleiben dabei zweifel. aber es sind eben nur zweifel und keine tatsachen. dass ratsmitglieder ,oder der rat es nicht gut finden , wenn jemand aus ihrer mitte plaudert , ist doch nicht neu. warum ist das so? hat man angst erwischt zu werden, wobei auch immer? huston, wir haben ein problem. der dumme und der intelligente hat bei der wahl nur eine stimme. damit muss man erstmal zurechtkommen. mangel an verbindlichen volksbefragungen zeigen die angst von sogenannten intelligenten vor das böse und dumme. beides ist aber nunmal im menschen verankert. weder wegdiskutieren noch verbote werden da helfen. wirklich intelligente kommen damit klar und machen sich nicht gleich dabei in die hosen. das MEINUNGEN einseitig sein können und sie oft auch sind, liegt in der natur der sache. niemand muss sie übernehmen. MfG

    • Hallo
      Michèl Pauly
      vorsicht, wie du erahnen kannst, sogenannte nestbeschmutzer werden nicht gern gesehen, aber in bestimmten kreisen gern gehört. ich hoffe, du kannst deren echo ab. ich würde wahrscheinlich ähnlich handeln wie du, bei mir wäre es aber ohne rücksicht auf verluste und wie ist es bei dir? hier schließe ich mich gern bei Heidi an. politiker mit rückgrat sind leider sehr selten in der politik geworden. ich schätze dich als dino ein. sie haben sehr lange gelebt. schmunzel

    • Lieber Herr Pauly,
      ich möchte auf zwei Punkte Ihrer Ausführungen eingehen, zum einen auf das Rederecht des Oberbürgermeisters und zum anderen auf die Fraktionskosten.

      Rederecht: Der Herr Mädge ist sozusagen basisdemokratisch vom Volks als Oberbürgermeister gewählt worden und nicht als Verwaltungsfachangestellter in gehobener Stellung. Ich habe mir unter diesem Gesichtspunkt einmal die Geschäftsordnungen in Sachen Rederecht des Oberbürgermeisters aus Celle, Oldendurg und Braunschweig angesehen.

      Braunschweig wäre für Sie ein besonderer Härtefall. Zu finden unter
      https://m.braunschweig.de/politik_verwaltung/politik/stadtrecht/1_01_Geschaeftsordnung.pdf
      Da steht unter § 36/Redezeit/Absatz 4: „Die Regelungen zur Redezeit gelten nicht für den Oberbürgermeister.“ Stellen Sie sich mal vor, so ein Blankoscheck stünde in der Lüneburger Geschäftsordnung.

      In Celle heißt es: „Die Oberbürgermeisterin der Oberbürgermeister und die weiteren Beamtinnen und Beamten auf Zeit sind jederzeit auf ihr Verlangen zum Gegenstand der Verhandlung zu hören.“ Da darf jeder nur einmal sprechen. Ausnahme? Genau: der Oberbürgermeister.

      In Oldenburg heißt es: „Außerhalb der Reihenfolge der Wortmeldungen wird das Wort nur zu Anträgen zur Geschäftsordnung (§ 13) sowie an die Oberbürgermeisterin/den Oberbürgermeister und an die Beamtinnen und Beamten auf Zeit erteilt.

      In all diesen Niedersächsischen Städten wird also ähnlich verfahren wie in Lüneburg, hier klingt das nur redundanter. Nur in keiner dieser Städte will man meines Wissen den Oberbürgermeister auf einen Verwaltungsbeamten zurückstutzen.

      Nun zu den Fraktionskosten.
      Da behaupten Sie, die LZ habe geschrieben, dass Geschäftsführer 80 000 Euro kosten würden, das ist schlicht unwahr, richtig ist: die Fraktionskosten steigen nach der Kalkulation der Verwaltung insgesamt um rund 86 000 Euro, „als Kostentreiber schlagen dabei die zusätzlichen externen Fraktionsgeschäftsführer mit mehr als 40 000 Euro zu Buche.“ So stand es in der Zeitung. In der Vorlage der Gruppe zur Entschädigungssatzung werden die 450-Euro-Kräfte explizit als „externe Geschäftsführer“ tituliert, also keine Erfindung der LZ. Ja und die Kosten mit Nebenkosten belaufen sich auf rund 42 000 Euro, glaubt man der Verwaltung. Aber wer tut das schon.
      Die eigene Auslegung ist doch am Ende im schöner, deswegen aber nicht wahr. LG hhjenckel

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Hallo Herr Jenckel,
        haben Sie auch das Mannsbergsche Dopplersyndrom? Oder Bloggeranfängerfehler? 😉
        In Lüneburg können nur reiche Stadratsmitglieder und Fraktionen mit über 10 Abgeordneten sich Mitarbeiter mit Minijob leisten. Das ist nicht demokratiefördernd. Das gilt auch für den Kreistag.

        • für einen Artikel in der kommenden Ausgabe der TITANIC suchen wir einen Mann, der den gleichen Namen wie der künftige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier trägt – oder zumindest sehr ähnlich heißt. Das scheint zu 99 % auf Sie zuzutreffen. Bei Interesse bitte mit Angabe der Telefonnnummer eine kurze Mail an info@titanic-magazin.de unter dem Betreff „Frank-Walter Steinmeier“ schicken. Wir melden uns schnellstmöglich. Uns und der deutschen Nation wäre geholfen! Präsidiale Grüße:

          TITANIC

          • liegt die titanic nicht tief unter wasser? es soll ein stimmingskanonenblatt geben, was ich auch so nennt.da sie präsidale grüße verschicken, dann wissen sie bestimmt auch, ob sie für den namen anständig geblecht haben, oder? wie kann man sich nur mit einem namen beglücken, der bewiesen hat, trotz panzerung , eben nicht unsinkbar zu sein? gibt es in der politik und bei der presse tatsächlich unsinkbare?

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Liebe TITANIC *Blubbblubb*,
            vielen Dank für das Angebot, aber leider muss ich mit dem Verweis, dass wir einen eigenen präsidialen Kandidaten haben, ihr Angebot ablehnen. Aber wenn Sie eine Bundeskanzlerin suchen würde ich mich schon bereit erklären zu kandidieren (Adenauer war ja auch schon über 70 😉

      • Sehr geehrter Herr Jenckel,

        die Regelung in Oldenburg sollte sinngemäß auch in die von Jamaika vorgeschlagene GO. Denn das Rederecht zur Aufklärung oder zur Einführung von Themen sollte ja unangetastet bleiben. Lediglich die politische Stellungnahme zur Abwägung sollte – so wie bei jedem anderen Ratsmitglied auch – regelmäßig nur 5min betragen. Also all das was der Oberbürgermeister als Verwaltungschef vorträgt, bliebe unangetastet. Wägt er politisch ab, hat er „nur“ die gleichen Rechte wie andere Ratsmitglieder.

        Die vorgetragenen anderen Regelungen lehnen sich an den einen oder anderen Paragrafen der Mustergeschäftsordnung an – die man gut finden kann aber nicht muss. Woanders habe ich auch noch nicht gehört, dass das besondere Rederecht dazu missbraucht wurde Personen, teils persönlich, anzugreifen so wie in Lüneburg. Auch wurde die Regelung „das letzte Wort hat der Antragssteller“ untergraben. Die Frage ist also, wie werden die jeweiligen Regelungen gelebt. In Lüneburg gibt es, begründet im teils cholerischen Verhalten unseres Oberbürgermeisters, eben Bedarfe dies gesetzeskonform spezifischer zu regeln.

        Was Sie zu den Fraktionskosten schreiben, beschreibt doch genau was ich meine. Den „Kostentreiber“ Fraktionsgeschäftsführung habe ich oben anerkannt. Aber woher kommt der Rest? Wie setzen sich die 86.000 EUR Fraktionskosten denn zusammen? subtrahieren wir mal die 42.000 EUR für Fraktionsgeschäftsführung. Bleiben 44.000,- EUR behauptete Mehrkosten. Ich komme auf 1440,- EUR höhere Fraktionskosten PRO JAHR wenn ich die Kostensätze einsetze! Bleibt ein ganz schönes Delta zwischen Summe und Wahrheit, oder? Oder kann es sein dass der Verwaltungsseitige Vorschlag jedem Ratsmitglied 20,- EUR monatlich mehr zu zahlen als bisher in diese Summe einflossen? Dies zu trennen in der Argumentation, darauf bestand doch Herr Zentgraf, dessen Kommission sich um die Aufwandsentschädigungen bemühte. Wenn wir also über Fraktionskosten reden, ist die Summe 85.000,- EUR schlichtweg falsch. Mit aufgerundeten 45.000,- EUR wäre der Effekthascherei genüge getan gewesen. Die zusätzlichen Aufwandsentschädigungen auf Basis des Verwaltungsvorschlags würden übrigens auch diese Summe nicht erklären.

        Und um nur mal zu erläutern, was bisher gezahlt wurde für Bürokosten, politische Darstellung der Arbeit, Nebenkosten, Fraktionsausstattung UND Personal: meine Fraktion erhielt in den letzten 5 Jahren 295,- EUR. Oder um es direkt zu sagen: Es gab nicht die Möglichkeit auch nur einen Minijobber anzustellen der Terminkoordination, Abrechnung oder Ablage machte, geschweige denn Aufbereitung oder eine „wissenschaftliche Arbeit“. Selbst das Halten eines Büros war de facto nur in Bürogemeinschaften möglich.

        Selbst der Bund der Steuerzahler schreibt übrigens während einer Globalkritik an Fraktionskosten: „Organisatorische Unterstützung bei Sekretariatsarbeiten scheint ab einer gewissen Größe unvermeidbar.“ Jetzt wird man zugestehen dass ein 450,- EUR das Minimum für Sekretariatsaufgaben darstellt und diese schon schwerlich abdeckt. Quelle: „http://www.steuerzahler-niedersachsen-bremen.de/2007/671b252/index.html“

        • Herr Pauly, da bin ich gespannt, wie das begründet wird. Ich vermute mal, dass die digitale Zukunft für jedes Ratsmitglied auch nicht kostenlos zu haben ist. Vielleicht Tablets, WLAN für alle. Aber das wird sicher noch offengelegt. Grundsätzlich aber wäre auch ich sehr enttäuscht, wenn sich da so ein gewaltiger Rechenfehler eingeschlichen hat. Dann haben wir bei Ihnen nicht nur einen Vertrauensverlust in die Presse, sondern auch in die Verwaltung zu verbuchen. lg hhjenckel

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Herr Jenckel,
            wenn man das fast papierlose Arbeitsverfahren der Stadtratsmitglieder einführt, muss es auch einem Hartz 4 Empfänger möglich sein, an Abstimmungen teilzunehmen und nach Auskunft der Kreistagsverwaltung ist alleine die Einsparung bei der Papierbeschaffung höher als die Anschaffung der Technik für die Kreistagsabgeordneten (und nebenbei wird auch noch die Umwelt entlastet).

          • WLan scheidet aus, da es dies ohnehin schon im Rathaus technisch vorgehalten gibt und Endgeräte daran angeschlossen werden können – siehe WLan-Strategie.

            Tablets wären eine Erklärung, wenn ja wenn es nicht schon in der alten Satzung die Regelung gegeben hätte: Wer Digital statt Analog nimmt, erhält pro Jahr 100,- EUR extra (für das Tablet oder andere Endgeräte oder Druckkosten). Da diese wegfielen, aber von der Summe her einem Tablet entsprachen (Tablets sind sogar eher günstiger, da Tablets pro Jahr weniger kosten als 100,- EUR bei geschätzt 3 Jahren Nutzungsdauer) passt es auch hier nicht.
            Leider schleichen sich solche „Rechenfehler“ gar nicht mal so selten ein wenn es der Gegenargumentation unliebsamer Anträge dient – auch bei größeren Haushaltspositionen als den Ratsaufwendungen. Und genau das ist ein Grund weshalb man einen starken Rat als Gegengewicht und Kontrollinstanz benötigt, der sich auch selbst ernst nimmt.

        • Henning Graubmann

          Sehr geehrter Herr Jenckel, sehr geehrter Herr Pauly,

          ich wiederhole mich gerne, um die Rechtslage zu dokumentieren:

          Für das Rederecht des Oberbürgermeisters bzw. seiner Vertretung gilt laut Niedersächsischem Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) vom 17. Dezember 2010, § 87 (Teilnahme an Sitzungen):

          Absatz 1, Satz 2 f.: Die Hauptverwaltungsbeamtin oder der Hauptverwaltungsbeamte und die anderen Beamtinnen und Beamten auf Zeit (…) sind auf ihr Verlangen zum Gegenstand der Verhandlung zu hören. (…) [Das gilt] auch für Sitzungen des Hauptausschusses.
          (…)
          Absatz 2, Satz 1: Die Hauptverwaltungsbeamtin oder der Hauptverwaltungsbeamte nimmt an den Sitzungen der Ausschüsse der Vertretung, der Stadtbezirksräte und der Ortsräte teil; im Übrigen gilt Absatz 1 entsprechend.

          Robert Thiele (http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/373577-ulrich-maedge) hat daher recht, der Oberbürgermeister bzw. seine Vertretung „können zu jedem Gegenstand der Tagesordnung reden. Wie ausführlich und umfänglich, das ist ihnen überlassen.“

          Punkt.

          • Ich denke, das ist so. Deswegen finde ich die schnörkellose Geschäftsordnung in Braunschweig so bemerkenswert: Die Redezeit gilt da für alle – nur nicht für den OB. LG jj

          • Die Frage der „Ausführlichkeit“ ist Interpretation und steht so nicht im Gesetz. Tatsächlich darf JEDES Ratsmitglied zu jedem Gegenstand sprechen. Dieses Recht soll auch nicht beschnitten werden. Es ist jedoch gesetzlich nicht festgelegt dass mit diesem Recht zu jedem Thema zu reden eine Redezeitbeschränkung gleichsam unmöglich wird. Vielmehr ist bereits ausgeurteilt das eine Geschäftsordnung die Redezeiten prinzipiell beschränken darf. Und da sowohl jedes „normale“ Ratsmitglied als auch der HVB dieselbe Grundlage haben des „zu jedem Punkt reden dürfens“ erschließt sich mir nicht der Argumentationsstrang weshalb eine Beschränkung bei den einen zulässig und bei den anderen verboten sein solle.

            Herr Thiele hat hin und wieder Argumentationen die sehr weit weg vom Text des Gesetzes sind. Das wäre aber etwas ausführlicher zu erläutern.

            Da grundsätzlich der Rat politisch abwägt – nur darum gibt es ihn ja – würde es dem Gleichbehandlungsgrundsatz im Rat auch nicht gerecht, wenn unbegrenzt zur politischen Stellungnahme von einem Ratsmitglied geredet werden dürfte wohingegen alle anderen Ratsmitglieder dieses Recht nicht eingeräumt bekämen. Dies würde die Meinungsbildung verzerren (was in Lüneburg auch regelmäßig der Fall ist). Von daher hat jedes Recht auch zulässigerweise Grenzen und genau diese müssen in Lüneburg wegen des maßlosen Verhaltens einer Person auch gezogen werden.

          • Henning Graubmann

            Sehr geehrter Herr Pauly,

            „ausgeurteilt“ (Doch, was heißt das schon?) ist, dass eine Geschäftsordnung die Redezeiten von Ratsmitgliedern prinzipiell beschränken darf. § 87 Abs. 1 Nr. 2 f und Abs. 2 Nr. 1 NKomVG bleiben davon unberührt. HVBs „sind auf ihr Verlangen zum Gegenstand der Verhandlung zu hören“. Dass OB Mädge seine starke Stellung gelegentlich missbraucht und aus der Rolle fällt, um peinliche politische Lehrstunden zu erteilen und um indoktrinäre Tiraden an den Mann (oder die Frau) zu zetern, ist bekannt, aber nicht jus­ti­ti­a­bel. Die Beschränkung seiner Redezeiten (sowie seiner Lautstärke) und die Bestimmung seiner Redeinhalte (Information vor Expression und Appellation!) müssen politisch durchgesetzt, vereinbart und in der neuen GO kodifiziert werden, juristisch, wenn Sie nicht die vorzeitige Abwahl betreiben wollen, ist da nichts zu machen.

    • Lieber Herr Pauly,

      in Ihrem langen Blog-Beitrag von Sonnabendnacht , den 26. November 2016 um 02:58 Uhr nutzen Sie Übertreibungen, Verzerrungen, Auslassungen und Hervorhebungen, um Ihre Mitteilungen zu Ihren Gunsten und zum Nachteil der von Ihnen Attackierten darzustellen. Ich bin nicht der Ansicht, dass dieses Vorgehen Ihr Bestreben glaubwürdiger macht, einen Politik- und Politikstilwechsel im Rat einzuleiten und konstruktiv zu begleiten.

      Sie behaupten, Herr Jenckel habe die augenblickliche berufliche Tätigkeit von Niels Webersinn skandalisiert. Das ist nicht wahr. Jenckel erwähnte sie nur.

      Sie behaupten, Herr Jenckel habe die Tatsache, dass es schon in der Vergangenheit problematische Überlagerungen von privaten und öffentlichen Interessen gegeben hat, bewusst verschwiegen. Das ist nicht wahr. Es bestand einfach kein Anlass daran zu erinnern. Das war und ist, anders als Sie behaupten, immer wieder Thema für die Landeszeitung, hat hier aber nichts zu suchen, weil vergangenes Unrecht gegenwärtiges nicht mildern würde und Herr Webersinn sich gar nichts hat zuschulden kommen lassen.

      Sie behaupten, Herr Jenckel habe Berichtenswertes unterschlagen. Das ist nicht wahr. Wenn Herr Jenckel über einen Tanzabend berichtet, braucht er Theateraufführungen, Partys und Sportwettkämpfe nicht zu erwähnen.

      Sie behaupten, indem Herr Jenckel beabsichtigte Beschränkungen des oberbürgermeisterlichen Rederechts als „Gängelung“ bezeichnet, wolle er vertuschen, dass Sie zwischen „Sachaufklärung“ und „politischen Einlassungen“ unterscheiden. Das ist nicht wahr. Jenckels allerdings stark zugunsten des OBs wertende Wortwahl betont nur, dass sie die von Ihnen vorgenommene Unterscheidung – ebensp wie die Kommunalverfassung – nicht kennt. Ob die Lüneburger GO besondere Rederechte des HVB explizit macht oder nicht, ist vollkommen wurscht. Der OB hat diese Rechte.

      Sie behaupten implizit, Herr Jenckel mache Ihnen den Vorwurf, den Rat als einen „Selbstbedienungsladen“ anzusehen. Das ist nicht wahr. Jenckel hat Ihnen dies niemals vorgeworfen. Darum ist Ihre ausführliche Suada über die Entschädigungssatzung und die beantragten finanziellen Zuwendungen für Fraktionsgeschäftsführer auch deplatziert. Sie haben das Recht, Ihre Gründe in allen Einzelheiten öffentlich darzulegen. (Ich nehme an, er würde Ihnen oder Webersinn sogar die Möglichkeit geben, Ihre Positionen und Ihr Programm in einem eigenen Blog-Artikel zu skizzieren, wenn Sie ihn darum bäten und akzeptierten, dass Salewski oder von Mansberg Ihnen in der darauffolgenden Woche an gleicher Stelle entgegnet.) Aber Sie haben nicht das Recht, von Jenckel zu verlangen, dass er das alles für Sie tut.

      Sie behaupten, Herr Jenckel operiere bewusst mit falschen Zahlen. Das ist nicht wahr. Auch beim Nennen der mutmaßlich viel zu hoch angesetzten Fraktionskosten hat Jenckel sich vertrauensvoll auf Angaben aus dem Rathaus gestützt, vielleicht zu vertrauensvoll, wie er inzwischen eingeräumt hat.

      Sie behaupten implizit, Herr Jenckel mache SPD-Reklame, indem er parteinahe Leserbriefschreiber bevorzuge. Das ist nicht wahr. Auch Sie, Herr Fahrenwaldt und Herr Petroll sind immer wieder mit Ihren Zuschriften im Print vertreten. Warum sollte Jenckel über die spinnerten Zuwendungsbegehren und über die in sich verknoteten Vorstellungen des flotten, aber schlecht informierten Gunter Runkel im redaktionellen Teil der LZ berichten?

      Sie behaupten, Herr Jenckel verschweige der Öffentlichkeit bewusst die vielen kleinen Verfahrenstricks und -fußangeln, mit denen sich die Fraktionen im Rat das gedeihliche Auskommen zu Nutz und Frommen der Kommune untereinander schwer machen. Das ist unwahr. Dass etwa von Jamaika eingereichten Antragsentwürfe – obwohl Wochen vorab abgegeben – nicht ins Ratsinformationssystem eingebracht worden sind, ist ein Detail, das wohl nur im Zusammenhang mit nachweisbar systematischen Behinderungen Ihrer Gruppe zu einer berichtenswerten Story reifen könnte. Mit Rechtsverletzungen durch den OB oder Herrn Salewski umzugehen, gibt es für Ratsmitglieder sicherlich andere Möglichkeiten, als einem Journalisten vorzuwerfen, sich nicht vor deren förmlicher Feststellung in den Streit zu mischen.

      Was sagen Sie, Herr Pauly?

  14. Sehr geehrter Herr Jenckel,

    der Titel des großen Enthüllungsromans über den Lüneburger Politikbetrieb könnte, schreiben Sie, wenn es nach den Zeugnissen der Grünen, der Liberalen und der Chrsitdemokraten in unserer Stadt geht, „Die Jahre im Würgegriff der Sozialdemokraten“ lauten. Aber, gab es nicht auch immer wieder wunderbar glückliche Augenblicke herrlichster Eintracht und herzendurchsonnter Gemeinschaftlichkeit in tief empfundenen Zugehörigkeitswonnen? Hier ein Bidbeleg für die Wirklichkeit solcher Momente ungeknebelter Würgelosigkeit:

    http://www.leuphana.de/fileadmin/_processed_/csm_1105_gsl_totale_e6af393d5a.jpg

    Meine Frage, Herr Jenckel: Sollte nicht, um den Verdacht langweilender Einseitigkeit bei potentiellen Lesern zu zerstreuen, als Motto oder als Untertitel für das avisierte Schlüsselwerk „Dabeisein ist alles“ gewählt werden? Wollen Sie nicht einmal mit Frau Schellman, Herrn Blanck und Herrn Webersinn darüber sprechen?

    • Ich danke für den guten Gedanken. LG jj

    • Henning Ahrens
      die idee ist nicht schlecht, bekomme ich als parteiloser auch eine einladung, oder muss man zu den o,5% ,,parteigehörigen ,,gehören? das parteien keine lösung für probleme sind, hat deren politik seit jahrzehnten bewiesen, oder?

  15. Friedrich von Mansberg

    Spannende und aufschlussreiche Debatte, die Sie da angestoßen haben, Herr Jenckel.

    Zwei Aspekte scheinen mir besonders deutlich zu werden: Zum einen macht die sehr detaillierte Argumentation von Herrn Pauly zum Thema Entschädigungssatzung noch einmal klar: der Architekt dieses Satzungsentwurfs war er selber. Die „Jamaika“ Gruppe ist eben sehr wohl gelenkt von Herrn Pauly. Wichtiger aber ist doch die inhaltliche Seite: Wollen wir wirklich in der jetzigen Zeit mehr Geld aus dem Stadtsäckel in die Finanzierung der Fraktionen im Rat stecken? Brauchen die Fraktionen „Geschäftsführer“? Ist da nicht anderes wichtiger? Ich jedenfalls, der ja ebenfalls Teil dieses Stadtrates (und der bösen alle anderen gängelnden SPD) bin, bin der festen Überzeugung, wir sollten die geringen finanziellen Spielräume im städtischen Hauhalt für anderes, wichtigeres einsetzen!

    Der andere, eigentlich wichtigere Punkt ist: Geht es vielleicht auch um Inhalte? Was ist in Lüneburg in den letzten Jahren entschieden worden, und zwar gemeinsam, oft einstimmig? Bildung (Bildungsfonds, Schulsanierung, Museum, Musikschule), Kultur (Kulturbäckerei, Kulturberatung), Wohnungsbauprogramm (alle außer den GRÜNEN waren dafür), Integration von Flüchtlingen (alle waren voll des Lobes für den OB), Verkehr – das ließe sich fortsetzen. Und das ist alles das Ergebnis von Gängelung und Unterdrückung durch Herrn Mägde und die SPD? Ich glaube, da haben wir alle zusammen (!!) manches richtig gemacht.

    Jetzt sollten wir im neuen Rat über Inhalte streiten, die richtigen Schwerpunkte setzen und den Menschen in Lüneburg zuhören – ganz ohne Fraktionsgeschäftsführer. und Geschäftsordnungsdebatte! Das ist nämlich viel wichtiger!

    • Gute Idee, Friedrich von Mansberg, die Textgenese eines großen literarischen Wurfs für ganz gewöhnliche Durchschnittsblogger durch die parallele Präsentation von Ur- und Druckform so unmittelbar nachvollziehbar zu machen.

      — Aus „noch einmal“ wird das noble „einmal mehr“; aus dem „Architekten“, dem Planer und Gestalter, wird der „Organisator“, der Motor und Manager: eine Neigung zum Veredeln und Verschärfen wird deutlich.

      — Aus einer „spannenden und aufschlussreichen Debatte“ wird „eine spannende und lehrreiche Diskussion“, also aus dem eher Informellen, dem jeder entnimmt, was er möchte, wird das eher Förmliche, das einem pädagogischen Zweck dient.

      — Aus einem ganzen Strauß offener Fragen: „Wollen wir wirklich in der jetzigen Zeit mehr Geld aus dem Stadtsäckel in die Finanzierung der Fraktionen im Rat stecken? Brauchen die Fraktionen „Geschäftsführer“? Ist da nicht anderes wichtiger?“ wird eine Fortifikation apodiktischer Gewissheiten: „Ich bin dagegen, mehr Geld aus dem Stadtsäckel in die Finanzierung der Fraktionen zu stecken. Wir brauchen keine Fraktionsgeschäftsführer mit fragwürdigen 450€ Verträgen.“

      — Aus einer zaghaften Annahme im zweiten Absatz: „Ich glaube, da haben wir alle zusammen (!!) manches richtig gemacht.“ wird ein entschiedener Fanfarenstoß mit Ausrufezeichen am Ende: „Wir haben gemeinsam ziemlich viel richtig gemacht! “

      — Aus der Mahnung, den „Menschen in Lüneburg“ zuzuhören und die „richtigen Schwerpunkte“ zu setzen, in der Urfassung wird in der Finalversion die Warnung auf „lähmendes Gezänk über Geschäftsordnung und Rederechte“ besser zu verzichten, ohne das Warum näher zu begründen.

      Sie haben zwischen 13:40 Uhr und 16:14 Uhr mit viel Ehrgeiz und schönem Poetenglück an Ihrer kostbaren kleinen Blog-Preziose gefeilt und poliert, Herr von Mansberg. Dabei wurde aus einem tastenden, nachdenklichen Wägen ein imperatorisch auftrumpfendes Konstatieren und Fordern.

      Bravo, bravo! Da capo! Do it again, Sam! (Lang anhaltender Applaus und mehrere Vorhänge im Uwe Inselmann-Haus zeigen Ihnen, dass Ihr deliberierendes Ringen mit der widerspenstigen Materie des markigen Fassadenvokabulars nicht ohne kunstsinnige Anerkennung geblieben ist.)

      • Friedrich von Mansberg

        Charmante Interpretation der Tatsache, dass mein Text doppelt erschienen ist. Lag aber tatsächlich schlicht daran, dass ich Blog-unerfahrener Schreiber technische Probleme hatte und deshalb einen zweiten Versuch unternommen habe. Seien Sie unbesorgt, ich bin heute noch genauso nachdenklich wie gestern.

        • hallo ehemaliger genosse, ich dachte mir es schon, den eigenen text zu behalten, ist nicht immer einfach. da trommelt ein herr lindner darüber, dass die wirtschaft digital nicht vorbereitet ist. es gibt schlimmeres. politiker. schmunzel. nachdenklich sind sie also. finde ich gut. zu welchen erkenntnissen sind sie denn gekommen? hilft ein freund-feindbild beim dienen? die blogerfahrung kommt mit der zeit. also nicht gleich erschrecken. übrigens, im gegensatz einer ratssitzung , ist es hier nicht ratsam ,um den heißen brei zu reden , er ist hier, im gegensatz zur eine ratssitzung, nicht sehr beliebt.

        • Keineswegs bin ich besorgt Herr von Mansberg. Bleiben Sie gerne weiterhin nachdenklich. Und was die Blog-Unerfahrenheit betrifft macht mir das auch keine Sorge. Schließlich sagte unsere Bundeskanzlerin vor nicht allzu langer Zeit dass das Internet für uns alle ja noch Neuland ist. Wenn so ein Satz aus einem derart berufenen Munde entspringt… Dann muss das wohl stimmen.

  16. Friedrich von Mansberg

    Eine spannende und lehrreiche Diskussion haben Sie da angestoßen, Herr Jenckel.

    Aus meiner Sicht scheint zweierlei deutlich zu werden: Herr Paulis detaillierte Antwort zeigt einmal mehr: Der Entwurf zur Entschädigungssatzung ist von ihm. „Jamaika“ wird von ihm organisiert und gelenkt. Erstaunlich genug. Was aber die Sache selbst angeht: Ich, ja auch Mitglied des Rates und jener die anderen unterdrückenden SPD-Fraktion, ich bin dagegen, mehr Geld aus dem Stadtsäckel in die Finanzierung der Fraktionen zu stecken. Wir brauchen keine Fraktionsgeschäftsführer mit fragwürdigen 450€ Verträgen. Wir sollten die kleinen finanziellen Spielräume im Etat der Stadt für Sinnvolleres einsetzen.

    Zum anderen: Gehr und ging es nicht in erster Linie um Inhalte? Was haben wir denn in den vergangenen Jahren gemeinsam, oft einstimmig im Rat entschieden: Bildung (Bildungsfonds, leider ohne die CDU, Schulsanierung, Musikschule, Ausbau der Kitas, Museum), Kultur (Kulturbäckerei, Kulturberatung, Let’s Rock), Wohnungsbauprogramm (nur die GRÜNEN haben nicht mitgemacht), Integration (Alle waren voll des Lobes für den OB) und Verkehr, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen – wir haben gemeinsam ziemlich viel richtig gemacht! Und jetzt wollen alle nicht mehr verantwortlich sein, sondern sind nur von der SPD und Herrn Mägde gegängelt worden?

    Können wir also uns also bitte im neuen Rat über Sachthemen streiten, ohne lähmendes Gezänk über Geschäftsordnung, Rederechte (Ich finde es sowieso falsch, Politik damit zu machen, anderen das Reden zu verbieten!) oder Entschädigungssatzung? Es gibt wirklich wichtigeres zu tun!

    • Friedrich von Mansberg
      hallo
      Es gibt wirklich wichtigeres zu tun! Und das wäre? Ihre Auflistung in Ehren, dabei sind aber einige Klopper die mehr als überflüssig waren. Die beliebige Liste wird wohl auch nicht ohne Klopper auskommen, oder? Sie ist eben nur beliebig, wie die ganze Politik. Sie soll bei beliebten eben beliebig rüberkommen, um nach belieben wiedergewählt zu werden. wann gibt es kitaplätze, die kostenlos angeboten werden? Wer soll euch in der Zukunft wählen, wenn ihr unglaubwürdig rüberkommt? Die Jugend? Die Alten wählen meistens nach Gewohnheit, solange sie es sich leisten können. Auch das wird sich ändern. Hartz iv wird dafür sorgen.

    • Interessant verkürzte Argumentation:

      1. Wenn die dreiste Maßschneiderung der Entschädigungssatzung für die SPD aus 2011/2012 aufgehoben werden soll, damit meine ich eine bestehende Satzung die gegen die Empfehlung der Entschädigungskommission war, die nie rechtssicher war, die einen nicht begründeten „Sprung“ bei den Entschädigungshöhen über dem 10. Ratsmitglied macht, dann sollen wir darüber nicht mehr reden? Wenn derzeit einzelne Ratsmitglieder weit über 1000,- EUR AUFWANDSENTSCHÄDIGUNG pro Monat erhalten können (was aufgehoben werden soll, was ausdrücklich vom Gesetzgeber nicht gewünscht ist, da das die Ehrenamtlichkeit beeinträchtigt) dann sollen wir darüber nicht reden? Wenn wir diejenigen Mittel weniger erhöhen als die Verwaltung es vorschlägt, von denen bekannterweise 1/3 auf den Konten der Ratsparteien landen, dann sollen wir darüber nicht reden? Ich sage Ihnen eines: Wir müssen über diese Entschädigungssatzung reden. Und zwar ganz intensiv! Die Demütigung vom 8. Dezember 2011 gehört besprochen, skandalisiert und abgeschafft!

      2. Wenn Lüneburg weiterhin als einzige Stadt dieser Größe keinerlei personelle Mittel für Fraktionen zur Kontrolle der Verwaltung und zur Ausgestaltung gangbarer Alternativen bereitstellt, dann sagen Sie man solle den „Etat für Sinnvolleres nutzen“? Die aktive Kontrolle der Verwaltung, die ich bekanntermaßen der SPD in Gänze abspreche, ist Geldverschwendung? Erlauben Sie dazu eine andere Meinung.

      3. Wer den Linken Vorschlag zur Ausgestaltung einer Entschädigunssatzung sehen will, hinter dem ich auch vollkommen stehe, findet diesen hier: http://www.stadt.lueneburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=4258

      4. Wenn Sie mich versuchen als heimlichen Drahtzieher von Jamaika darzustellen, dann werben Sie indirekt darum, selbst nicht mehr zu gestalten. Ich habe Herrn Salewski das Angebot gemacht inhaltliche Themen gemeinsam anzugehen. Er wollte dies in die SPD-Fraktion tragen, was er vermutlich auch getan haben wird. Ohne Gespräche kann es schwerlich eine Zusammenarbeit geben. Und dass ich bei den konstituierenden Ordnungen (Hauptsatzung, Geschäftsordnung, Entschädigungssatzung) Gespräche mit Jamaika geführt habe, das habe ich nun mehrmals, ich glaube sogar auf Video, erklärt. Darum verfängt eine vermutete Verschwörung dazu irgendwie nicht. Gerne hätte ich dazu auch mit der SPD gesprochen, nur wollte man dort leider keine Diskussion dazu führen.

      • Sehr geehrter Ratsherr von Mansberg,

        oben hat einer Herrn Jenckel daran erinnert, dass Blog.jj ein DIALOG-FORUM und kein Behauptungsraushau- und Schweigendabwarte-Forum ist. Letzteres entspräche nämlich mehr dem Muster der donaldesken Petry-Fischerei im Trüben, die auf maximale Gift-Injektionen in den öffentlichen Kommunikationskreislauf setzt, um sich anschließend über die vernunftzersetzend ertrumpten Aufmerksamkeitsgewinne zu freuen und erst dann kosmetisch zurückzurunkeln, wenn mindestens eine Dementishoweinladung bei Anne Will rausgesprungen ist.

        Sie, sehr geehrter Herr von Mansberg, haben eröffnet; Herr Pauly hat reagiert und ebenfalls gezogen; nun ist es wieder an Ihnen uns zu zeigen, ob Sie die offene Spielweise (etwa durch das Gambit überholter Positionen) oder ob Sie das geschlossene Taktieren (etwa die abwehrende Königsindische Variante) bevorzugen.

        Wir sind auf Ihren nächsten Move sehr gespannt.

        Die Leuphana-Combo, i. A. Doris Vossler

    • Sehr geehrter Herr von Mansberg,

      erfreulich, dass es (nach Frau Lotze) noch einen zweiten Sozialdemokraten gibt, der technikaffin genug ist, um von Breitbandausbauplänen gehört zu haben und sich der Blog.jj-Möglichkeiten zu erinnern. Gesanglos war er und beklommen / So lange Zeit – nun dicht er wieder! Laufen Sie nur bitte nicht gleich wieder davon, wenn reagiert wird. Denken Sie daran: Wie Tränen, die uns plötzlich kommen, / So kommen plötzlich auch die Lieder. Hier treffen Sie Ihre Wähler und die, die Sie nicht gewählt haben, aber vielleicht beim nächsten Mal wählen werden, wenn Sie mit guten Argumenten belegen konnten, dass Sie eine gute Wahl wären.

      Diesmal bleiben Sie aber leider noch etwas sehr weit hinter den Erwartungen zurück, die ein mündiger Bürger an einen bloggenden Dramaturgen und professionellen Adepten der großen Arie stellt.

      Inwiefern?

      Herrn Paulys »detaillierte Antwort zeigt einmal mehr: Der Entwurf zur Entschädigungssatzung ist von ihm. ›Jamaika‹ wird von ihm organisiert und gelenkt«? Schlecht gedacht und schnell geschossen, Herr von Mansberg. Herrn Paulys detaillierte Antwort zeigt keineswegs, was von ihm ist und wer organisiert. Sie zeigt nur, dass er – genau wie Sie, Herr von Mansberg – gut informiert ist und dass er – anders als Sie, Herr von Mansberg – mit der Idee von der Rückkehr zu demokratischen Prozeduren sympathisiert, mit der Rückkehr zur Sacharbeit und zu Beschlüssen, die in Überzeugungen und nicht im Umstand der Fraktionszugehörigkeit wurzeln. Ist ein Leben in der Freiheit des Denkens und Tuns ohne einen »Lenker« (oder Strippenzieher) für Sie nicht Vorstellbar, Herr von Mansberg? Noch nie von Improvisationstheater gehört? Oder von Kehlmanns Entlarvung all der zum routinierten Stumpfsinn verkommenen Regietheatermythen? (http://www.fr-online.de/spezials/kehlmann-rede-im-wortlaut-die-lichtprobe,1473358,2725516.html)

      Sie, und Ihre Fraktion, Herr von Mansberg, hinter der die geballte Kompetenz der Stadtverwaltung steht, auf die Sie über den OB Zugriff haben, brauchen »keine Fraktionsgeschäftsführer mit fragwürdigen 450€ Verträgen«. Die Mitglieder aller anderen Fraktionen bleiben dann Bittsteller, die, wenn sie nicht von Haus aus Experten sind, zusehen können, wie sie ein Thema durchdringen. Vielleicht sollten Sie mit den kreglen Südseeinsulanern einmal ein Rastafari-Tütchen rauchen und über die Millionensubventionen für den Theaterbetrieb nachdenken, der kaum drei Prozent der Lüneburger »einbindet«, und wie man den zusammenstreichen und dann diese »kleinen finanziellen Spielräume im Etat der Stadt für Sinnvolleres einsetzen« könnte?

      »Geht und ging es nicht in erster Linie um Inhalte?« Nein, Herr von Mansberg, es ging und geht in erster Linie um Menschen! Und »in den vergangenen Jahren« ist natürlich »gemeinsam«, aber meistens eben nicht »einstimmig im Rat entschieden« worden. Bildung, Bauen, Wohnen, Energie, Verkehr, Kultur, Umwelt: es gibt eine lange Liste von Entscheidungen, die auf der Basis ungenügender Diskussion und fehlender Erwägung von Alternativen eher durch den Rat gepeitscht als vom Rat getroffen wurden.

      Und zuletzt spielen Sie in der Manier eines verknitterten Altherrenpopulismus, der an die staubigsten Disziplinierungsappelle der Adenauerzeit gemahnt, das Verlangen nach »Sachthemen« gegen »lähmendes Gezänk über Geschäftsordnung, Rederechte oder Entschädigungssatzung aus«? Gibt es in der Politik ein gewaltigeres Machtinstrument als die Hoheit über Geschäftsordnung und Rederechte, Herr von Mansberg? Wer das Stück auswählt, der bestimmt den Spielplan, das ist im Rathaus genauso wie im Theater.

      Sie finden es falsch, »Politik damit zu machen, anderen das Reden zu verbieten«? Haben Sie das auch schon einmal zum Oberuli gesagt, wenn der Herrn Pauly das Mikro ausgeschaltet hat? Jetzt kommen Sie uns bloß nicht noch mit »Es gibt wirklich wichtigeres zu tun!«, der Haupt- und Staatsphrase aller fetten Prediger der Magerkeit!

      Lieber Herr von Mansberg, Melodisch könn´Sie weiter klagen / Von großem Lieben, größerm Leiden, / Von Herzen, die sich schlecht vertragen / Und dennoch brechen, wenn sie scheiden, — meine Stimme als Wähler können Sie jedenfalls mit dieser Zumutung von einer floskeldünnen Tendenzkomödie vorläufig nicht erobern.

      • Paulina von Essen

        Mein Name ist Paulina, nicht „Pauina“, Herr Jenckel. Fragen Sie Herrn Bruns. Bei dem war ich schon mal zum Abendessen geladen.

        Bei Herrn von Mansberg möchte ich mich für die vielen Flüchtigkeitsfehler entschuldigen. Wenn man einen Text so rasend schnell runtertippt wie wir beide, lässt sich sowas nicht vermeiden.

    • Nicht immer wirkt doppelt besser oder nachdrücklicher Herr von Mansberg. Es vermittelt eher den Eindruck einer gewissen Hilflosigkeit. Hilferufe so zu sagen. Aber das ist immer so wenn etwas zerbricht, bzw. zusammenbricht. Dann kommen die Fragen: Was hab ich denn falsch gemacht? Ich habe doch nichts falsch gemacht. Ich hab doch immer getan… Aber trotzdem muss etwas nicht wirklich einvernehmlich gewesen sein, denn sonst gäbe es nicht den Bruch. Und der überrascht bekanntlich besonders dann, wenn der vermeintlich schwächere ihn herbeiführt. Und dann ist es zu spät für Rechtfertigungen. Man hätte eher auf einer anderen Basis miteinander reden müssen.

  17. Friedrich von Mansberg,
    Michèl Pauly
    wie wäre es , mit dem dienen zu beginnen? dieses setzt aber vernunft voraus. na, wer von euch hat sie nicht? vernunft ist eine tolle gabe. übrigens sagt der volksmund: pack schlägt sich, pack verträgt sich. war es zu deftig? also, miteinander reden soll zur gabe der vernunft gehören. nun zeigt mal, was ihr könnt. übereinander herfallen könnt ihr ja schon, wie wäre es mal mit dem miteinander zu probieren? denke ich an merkel und ihre,,SPD,,in der nacht, bin ich um meinen schlaf gebracht. schmunzel. wenn ihr so weiter macht, wird das mit dem guten schlafen nie was.

    • hallo, was ist nun?Mögen hätt ich schon wollen,
      aber dürfen habe ich mich nicht getraut. mit der nummer kommt man nicht weit.ob der ob grünes licht gibt, für eine rot rot grüne ampel? ob die grünen ihre schwarzen füße, die immer öfter gelb leuchten, in unschuld waschen können?ob die dunkel-roten füße ,wenn sie mit den hell-roten füßen zusammentreffen, noch immer rot sein werden? man weiß es nicht. man weiß ja nicht mal, ob schwarze füße auf die dauer schwarz bleiben. der wähler ist verwirrt. das ende vom lied ist die afd. und niemand hat dafür natürlich schuld. es sind bestimmt nur die gene. schmunzel

  18. Salve tribunus plebise Friedrich von Mansberg vs. Salve tribunus plebise Michel Pauly

    Ave Jenckel, morituri te salutant!

    Lasset die Spiele beginnen.

    Was wird geboten?

    Ab alio amentatas hastas torquere, Abducet praedam, qui occurit prior, Abyssus abyssum invocat, Actio recta non erit, nisi recta fuerit, Admoneri bonus gaudet, pessimus quisque rectorem aperrime patitur, Alii simul delinquunt, censores sumus, Aliena vitia in oculis habeamus, a tergo nostra, Animus impleri debet, non arca, Audacter calumniare: Semper aliquid haeret.

  19. Friedrich von Mansberg

    Vielen Dank für umfangreiche Reaktionen, Hinweise, Fragen.

    Nein, ich laufe nicht wieder davon und reagiere gerne.

    Das stimmt: Es geht um Menschen. Und die Themen, die für die Menschen in Lüneburg wichtig sind. Wenn wir wissen wollen, welche das sind, müssen wir ihnen zuhören. Hoffentlich werden wir dabei gemeinsam besser! Ich habe aber den Eindruck, dass „Jamaika“ da gerade wichtiges überhaupt nicht wahrnimmt: kein Wort zu bezahlbarem Wohnraum, kein Wort zur Integration von Geflüchteten zum Beispiel. Dass es mir um Inhalte, also um Themen geht, das ist keine Phrase, sondern genau darin sehe ich unsere Aufgabe!

    Nein, es ist niemals richtig, jemandem das Reden zu verbieten. Natürlich auch nicht Herrn Pauly. Ich kann mich in zehn Jahren Ratsarbeit auch nicht daran erinnern, dass das geschehen ist – und wenn, dann wäre es falsch. Es wird allerdings auch nicht dadurch richtiger, dass nun anderen das Wort per Geschäftsordnung verboten werden soll. Überhaupt: Ich teile die Einschätzung der Ratsarbeit der vergangenen Jahre nicht. Da geht und ging es demokratisch zu, und ich habe jederzeit frei denken – und sprechen – können. Wir haben gemeinsam Entscheidungen getroffen, die vielleicht nicht jedem gefallen, aber deswegen sind sie noch lange nicht undemokratisch zustande gekommen!

    Ja, eine Geschäftsordnung ist wichtig, eine Entschädigungssatzung muss beschlossen werden. Ich bin allerdings der festen Überzeugung, dass dies keine politischen Kampfinstrumente sein sollten. Mit der bestehenden Geschäftsordnung können wir im Rat gute Politik machen oder schlechte – das liegt an uns! Ich würde gerne damit loslegen.

    Schließlich, lieber Herr Pauly: Nein, es geht mir wirklich nicht um Verschwörungstheorien. Ich bin nur immer noch und wieder erstaunt über diese Verbindung über alle politischen Überzeugungen hinweg, geeint scheinbar nur in dem Ziel, den OB zu behindern. Auf die inhaltliche Arbeit freue ich mich sehr und hoffe, dass wir da manche Gemeinsamkeit finden werden!

    • Sehr geehrter Herr von Mansberg, sehr geehrter Herr Jenckel,

      „Nein, es ist niemals richtig, jemandem das Reden zu verbieten“, deklamieren Sie, Herr von Mansberg, in ganz hohem Ton, wiederholen damit eine Ihrer Lebensmaximen aus Ihrem vorangegangenen Blog-Statement und meinen es mit der Verteidigung dieses noblen demokratischen Grundsatzes offenbar so ernst, dass Ihre Wortwahl unterschwellig sogar an Perioden über die Meinungsfreiheit erinnert, wie sie in Art. 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zu finden sind und ihrem Sinne nach durch Art. 5 Abs. 1 Satz 1 1. Hs. Grundgesetz (GG) gewährleistet werden.

      Bravo!

      Sehr geehrter Herr von Mansberg, sehr geehrter Herr Jenckel, darf ich mir erlauben, vor dem Hintergrund dieses großen Bekenntnisses zu fragen, wo die Zuschrift von Herrn von Mansberg vom 27. November 2016 von 13:40 Uhr abgeblieben ist? Dabei handelte es sich nur vordergründig um eine „Doppelung“ des obigen von Mansbergschen Textes vom 27. November 2016 von 16:14 Uhr, wie Fahrenwaldt (28. November 2016 at 16:36) oder Otto (27. November 2016 at 18:51) meinen, sondern um eine Vorform des über knapp drei Stunden in gewissenhaftester Bastel- und Formulierungsarbeit glücklich vollendeten Schriftstücks, wie ein textkritisch arbeitender Blog.jj-Philologe mit aller angebrachten Sorgfalt und Ironie nachgewiesen hat. Es handelt sich also um ein Denkmal poetischer Ursprünglichkeit, das ermöglicht, eine Reihe aufschlussreicher „tonaler“, stilistischer und folglich gedanklicher Veränderungen im Vergleich mit der Endfassung zu erkennen und so dem mit sich selbst ringenden Geist eines bedeutenden Lüneburger Sozialdemokraten zuzusehen und dabei in den Genuss „kulturellen Lernens“ zu gelangen, welches Friedrich von Mansberg allzeit ein riesengroßes Anliegen ist, zumindest in seiner Rolle als Chefdramaturg am Theater Lüneburg, der bereits mehrfach als Regisseur in Erscheinung trat, und seit 2011 außerdem als Stellvertreter des Intendanten und zudem als Mit-Initiator des Semestertickets Kultur begrüßt und gewürdigt werden kann.

      Übrigens hatte Herr von Mansberg die kleine werkgenetische Analyse in einer launigen fünfzeiligen Morgenzuschrift, die seinen generösen Humor unterstrich und etwas vom „Neuland des Internets“ murmelte, selbst als „charmant“ charakterisiert.

      Sehr geehrter Herr von Mansberg, sehr geehrter Herr Jenckel, ich frage Sie beide:

      1. Warum sind die drei Posts (von Mansbergs Ur-Version, der komparatistische Versuch und von Mansbergs Dankesbillet) gestern Nachmittag aus dem Thread genommen worden?

      2. Ist Satire gestattet, aber, wenn sie eine sozialdemokratische Lichtgestalt der intellektuellen Prominenz im geistigen Lüneburg betrifft, nicht erlaubt?

      3. Gilt nicht, sofern einem Spieler kein Unrecht widerfahren ist, für jeden geposteten Beitrag das Prinzip „berührt, geführt“?

      4. Wie wollen Sie, lieber Herr von Mansberg und lieber Herr Jenckel, die Fahne der Redefreiheit und der Glaub- und Vertrauenswürdigkeit eigentlich glaub- und vertrauenswürdig hochhalten, wenn Sie einen kleinen sarkastischen Schabernack nur deshalb still und heimlich löschen, weil er sich die Freiheit der freien Rede nahm?

      5. Ist der ganze Vorgang – im Kontext des politischen Moralisierens hier – nicht zum Lachen? Handelt es sich nicht um eine Tartufferie der traurigeren Sorte?

      MfG, Ihr Kevin Schnell

      • Lieber Herr schnell, den älteren der beiden Mansberg-Texte habe ich gelöscht, weil sich Foristen fragten, warum der Text, zwar leicht paraphrasiert, zweimal vorhanden ist. Das war wohl eher einem Versehen als einer Absicht geschuldet. Ich kann ihn aber gerne wieder aktivieren, wenn es der Wahrheitsfindung dient. lg hhjenckel

        • Hallo Herr Jenckel, bitte aktivieren, wir wollen doch die bürger befragen, oder?

        • Ich bitte darum. Es bleibt sonst ein Geschmäckle, welches – aus den oben aufgeführten Gründen – dem (haltlosen) Gekrähe von Kumpanei in die diskreditierenden Absichten spielen würde. Dass das (lustiger Weise) zweimalige Vorhandensein der (ähnlichen, aber eben nicht gleichen) Mansberg-Intervention „eher einem Versehen als einer Absicht geschuldet“ war, steht außer Frage, aber ebenso steht außer Frage, dass, NACHDEM das Faktum dieses zweimaligen Vorhandenseins explizit zum Thema und damit zu einem Teil des Diskussionsverlaufs insgesamt gemacht worden ist, es nicht mehr angehen kann, dass einer der Texte gelöscht wird, egal ob dieses Löschen „eher einem Versehen als einer Absicht geschuldet“ war. Denn wo wollten Sie andernfalls mit der „redaktionellen Kosmetik“ des Blog-Singsangs anfangen und wo damit aufhören?

    • Hallo herr von Manzke, ich habe mir mal die liste der spd für die kommunalwahl 2016 angeschaut und niemanden entdeckt, den ich als facharbeiter bezeichnen würde. sie wissen doch bestimmt, die spd wurde mal von ihnen gegründet. was meinen sie, warum findet man in der spd kaum noch welche? hat es eine stille übernahme gegeben, oder war es der spd einfach nur egal? ob es vielleicht daran liegt, dass man den kontakt zu den einfachen leuten immer mehr verloren hat?MfG

      • Als das Wünschen noch geholfen hat

        Eine Bitte vorab: Unterlassen Sie es künftig, wenn Sie schon anonym unterwegs sind, eine Mail-Adresse des Theaters Lüneburg zu kapern, denn dann taucht das Logo des Theaters auf. Das hat aber nichts mit Ihrer Meinung am Hut. Nun das Problem: Leider zitieren Sie einen Artikel komplett, der hinter einer Bezahlschranke liegt, zitieren heißt aber nicht komplett abschreiben. Ich kürze. Wenn es nicht gefällt, lösche ich gerne. lg hhjenckel.

        Lieber Klaus Bruns,

        der einzige Enthüllungsroman, in dem von Mansberg von Manzke nur ganz schwer zu unterscheiden war, stand vor acht Jahren, am 31. Oktober 2008 im Hamburger Abendblatt. Ganz große Prosa! „Vom Winde verweht“ ist gar nichts dagegen, genausowenig wie „Die wunderbare Reise des kleinen Niels Webersinn mit den Immobiliengänsen“.
        In dem Abendblatt-Artikel heißt es: »Lokalpolitiker sollen mögliche Interessenkonflikte offenlegen, das fordert Uelzens Bürgermeister Otto Lukat (SPD). Mit seinem Vorstoß für einen Verhaltenskodex für Kommunalpolitiker hat er für eine hitzige Debatte gesorgt. Lüneburger Mandatsträger wehren sich gegen Vorteils-Unterstellung.
        Unter anderem wird Eberhard Manzke, CDU-Ratsherr, Wirtschaftsausschuss-Vorsitzender, Inhaber der Manzke-Unternehmensgruppe und Präsident der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg und Mitglied des Kreditausschusses der Sparkasse Lüneburg erwähnt, der laut Abendblatt sagt. „Der einzige Interessenkonflikt, wenn Unternehmer politisch arbeiten, ist der, dass sie ihre Firma belasten, indem sie ihr Zeit rauben – und ihrer Familie.“ Und weiter: „Wir sind kein Bauunternehmen, bekommen keine Aufträge von der Stadt und beteiligen uns nicht an Bau-Ausschreibungen. Mein Unternehmen kann also keine Vorteile generieren. Sonst hätte ich das auch nicht gemacht. Ich habe es mir sehr wohl überlegt, als ich in den Rat ging.“
        Erwähnt wird auch Friedrich von Mansberg, der gehe ganz offen mit seiner Lage um. Er leite den Kulturausschuss und sei zugleich Tenor und Dramaturg am Theater, das die Stadt mit Millionen bezuschusst. Sein Vater, Architekt, hat das Haus in den Neunzigern umgebaut und wird das neue Kindertheater bauen. „Sobald es im Ausschuss zum Thema Theater kommt, gebe ich den Vorsitz ab, weil ich befangen bin. Für mich ist es sogar doppelt sinnvoll, eine klare Trennung zu vollziehen.“ Außerdem wir Bauunternehmer Karl-Heinz Hoppe aus Bleckede zitiert, der Jahrzehnte im Kreistag sitze und den Ausschuss für Hochbau und Energiesparmaßnahmen leite. „Während meiner Zeit als ehrenamtlicher Bürgermeister von Bleckede hat meine Firma den Zuschlag für den Bau des Feuerwehrhauses bekommen“, berichtet er von sich aus. „Sobald unser Angebot vorlag, habe ich mich dem Ausschuss bei diesem Thema ferngehalten.“
        Quelle: http://www.abendblatt.de/region/lueneburg/article107469103/Transparenz-ist-fuer-alle-Politiker-sehr-wichtig.html
        Jetzt aber ab in die Heia, Herr Bruns! Gone with the Wind. Vivien Leigh schluchzt uns am Ende des Films Mut zu: After all… tomorrow is another day. (Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=R-OoIvgtuzs)
        Paulina von Essen

        • Paulina von Essen

          Lieber Herr Jenckel,

          ja, ich bin anonym unterwegs, wie viele hier.

          Ja, ich habe eine Mail-Adresse des Theaters Lüneburg gekapert. Ich werde es nicht wieder tun.

          Ja, ich habe einen Artikel aus dem Hamburger Abendblatt komplett zitiert, weil er mir, so wie er gedruckt worden war, einen einmalig erheiternden Eindruck unverfälscht dokumentierter Scheinheiligkeit zu vermitteln schien — vor dem Hintergrund der hier bei Ihnen hin- und herwogenden Schaukämpfchen hundertmal besser als jede Satire das alles herausarbeiten könnte. Insgesamt ist der Text nicht viel länger als Ihre gelungene Paraphrase. Als Studierende habe ich freien elektronischen Zugriff auf archivierte Zeitungen und Zeitschriften, andere nicht. Das hatte ich nicht berücksichtigt und entschuldige mich für diese Gedankenlosigkeit.

          Versöhnliches, aber ehrlich gemeintes Schlusswort: Sie machen hier einen Superjob! Ihr Blog.jj-Forum gehört auf lokaler und regionaler Ebene zum Besten, was Tageszeitungen in Deutschland zu bieten haben (= mein Forschungsgebiet). Frau Lotze, Frau Dr. Verlinden und Herr Pols sollten Sie und Ihr Team endlich bei Staatsministerin Aydan Özoğuz für den CIVIS Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt vorschlagen!

          Mit lieben Grüßen, „Paulina“

          • hallo Paulina, ich hatte mein angebot ihnen gegenüber hier vor ganz kurzer zeit erneuert, es erschien nicht. der verdacht, sie könnten es nicht sein, war beim verantwortlichen hier einfach zu groß, schmunzel. was ihren vorschlag angeht, finde ich soweit in ordnung, man sollte aber die hiesigen protagonisten, die anständig ihre kommentare abgeben, dabei nicht vergessen, oder finden sie nicht? dieser blog ist nur so gut, wie ihre teilnehmer es zulassen. schmunzel. also, eine ehrennadel wäre nicht schlecht. man muss nur beim anstecken aufpassen, sie piken.

          • Hallo Klaus Bruns,

            haben Sie gestern Maischberger gesehen? Dort war unter anderen Sascha Lobo zu Gast, dessen Haare an den Wurzeln schwarz wachsen, aber an den hochgegelten Spitzen rot gefärbt sind. „Lügenpresse“ war das Thema der Sendung, in der wüst durcheinander behauptet wurde und es nur einen einzigen Satz gab, der NICHT von pauschalisierenden Voreingenommenheiten durchtränkt war. Und dieser Satz stammte von Sascha Lobo: „Vorsicht vor voreingenommen pauschalisierenden Verallgemeinerungen wie „Lügenpresse“, mit denen nichts beschrieben, aber alles beschädigt wird.“

            Das sollte heißen, die Wahrheit ist immer konkret, Herr Bruns! Bei jeder Darstellung des Gegebenen, die einem nicht passt, von „Verschwörung“ und „Lüge“ oder unredlichen Absichten zu reden, heißt, sich der Prüfung von Fakten, dem kritischen Diskurs und freien Wettstreit der Meinungen zu entziehen. Für Pressekritik taugt das genausowenig wie für Politikerkritik hier im Blog. Statt ständig nur anzudeuten und generelle Statements über „Politiker“, „Parteien“, „Studierte“, usw. zu posten, sollten Sie, wie „Paulina“ es Ihnen oben vorgemacht hat, von Ihnen belegte oder wenigstens prinzipiell belegbare Einzelheiten nennen (oder zitieren), aus denen DANACH Allgemeineres geschlussfolgert werden kann. Von Mansberg adressieren oder von Manzke zu schreiben, ist eben NICHT egal. Das ist auch NICHT „eigentlich bei beliebigen parteien egal, wen man anspricht“. Wenn Sie nicht den Mut (oder im Augenblick nicht die Kenntnisse) haben, um eine generelle These beweiskräftig zu unterfüttern, sollten Sie lieber auf Ihren Post verzichten. Denn mit Sätzen wie: „In der Politik ist Logik Mangelware.“, „Parteimitglieder sind Erfüllungsgehilfen von Lobbyisten.“ oder „Politiker sondern nur Sprechblasen ab.“ betreiben Sie das Geschäft der Verdummung und der Zerstörung der Vernunft, was beides Sie selbst beklagen, Herr Bruns. ZEIGEN Sie also immer wie Sie Ihre Urteile aus vorliegenden Daten und Tatsachen gewonnen haben. (Da und da, zu der und der Zeit hat Herr X einen Gegenstand Y aus dem Regal bei Karstadt genommen und das Kaufhaus verlassen, ohne zu bezahlen. Herr X ist ein Ladendieb. —> Das ist ein Beispiel für eine vertretbare Verallgemeinerung. Wenn A zutrifft, und wenn gilt, dass A und B gleich C, dann trifft C zu, wenn auch B zutrifft. —> Das ist das Schema eines anderen Beispiels.)

            Hier geht es zur Realsatire der gestrigen Maischberger-Show:

            http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/maischberger/videos/vorwurf-luegenpresse-kann-man-journalisten-noch-trauen-102.html

      • hoppla, herr von manzke, war das jetzt ein versehen, oder meinte ich nicht herrn von mansberg? oder ist das eigentlich bei beliebigen parteien egal, wen man anspricht? sind deren floskeln doch nicht immer gleich?

  20. Sehr geehrter Herr Jenckel,
    bitte werden Sie wieder objektiver.

    Sie berichteten bisher nichts über Aufwandsentschädigungen von 1.000 Euro monatlich für Ratsmitglieder, zumal sprunghafter Erhöhung ab dem 10. Ratsmitglied – zugunsten primär der SPD. Das lese ich nun als Herr Paulys Beitrag.

    Dafür haben Sie seit der Kooperation von CDU, FDP und Grünen unter Abstimmung mit der LINKE-Fraktion mehrfach leicht spöttisch bis hämisch über diese Akteure geurteilt in ihren Kommentaren.

    Letzteres ist Ihre persönliche Angelegenheit, ich halte es momentan für eher unfair und nicht sehr souverän für einen langjährig erfahrenen Journalisten wie Sie. Meine Meinung.

    Schwerer wiegt allerdings: Sie kennen als Journalist viele Hintergründe in dieser überschaubaren Stadt – doch Sie berichten darüber nur sehr selektiv sachlich. Warum?

    Sie werfen nun z.B. Herrn Webersinn persönliche Verstrickungen vor – nachdem Sie selbst doch bestens wissen, wie seit 25 Jahren mit persönlichen Verstrickungen zwischen Rathaus und lokalen Unternehmern gearbeitet wird: auf lange Sicht immer wieder zuungunsten der Stadt Lüneburg und damit uns Steuerbürgern, wenn die Vertragspartner (aufgrund hoher Schulden als Ko-Investoren vor Jahren eingebunden), dann Jahre später ihre Veto-Position wirtschaftlich geltend machen. (Beispiele muss ich nicht nennen, oder?)

    Sie können hierzu mehrfach Beispiele nennen – Sie tun es nicht. Und was werfen Sie Herrn Webersinn nun vor, was Sie Herrn Claassen, Herrn Manzke, Herrn Sallier, Herrn Hoppe oder Frau Baumgarten, um nur einige Namen zu nennen, die in Lüneburg immobilienwirtschaftlich und lokalpolitisch aktiv sind/waren und daher alle zumindest mittelbar mit dem Rathaus eigene Interessen verbinden/verbanden, so niemals unterstellt hätten?

    Und was ist mit dem öffentlichen Theater? Gibt es keine persönlichen Interessensverstrickungen zwischen Ratsmitgliedschaften und Unternehmensgeschäftsführung? Oder ist dies nicht völlig akzeptabel, wenn die betreffenden Akteure um ihre besondere Verantwortung um Integrität wissen, und ihre Kompentenz in die Lokalpolitik einbringen, ohne davon gleich persönlichen Profit auf Kosten der Öffentlichkeit zu ziehen?

    So oder so – ich kann nicht auf den einen hauen, aber den anderen streicheln für die gleiche Tat.

    Kurzum: was soll also das Ablenken der SPD von den sie bisher begünstigenden Geschäftsordnungen etc.? Was sollen ihre Vorwürfe an Kommunalpolitiker, die andere Vorschläge machen, als sie bisher von der Lüneburger SPD kamen, SOBALD diese etwas anders machen wollen als die SPD? Ist das fairer Journalismus? Oder nicht Teilnahme am lokalpolitischen Ringen um Vorteile?

    Natürlich ist es schwierig, Abstand von eigenen politischen Vorlieben zu halten. Aber kann man nicht frei von Untertönen oder Vorwürfen an die Akteure schreiben: wenn Neues entstehen soll, das besser ist als Bisheriges, dann macht hier oder dort nicht diesen oder jenen Fehler. Punkt.

    Meinung. Dennoch sachlich.

    Und es ist nun einmal zweifelsfrei so, dass nach 25 Jahren in Lüneburg sich eine krasse Unwucht entwickelt hatte, die nun wieder neu ausbalanciert werden soll. Natürlich muss Herr von Mansberg hier im Blog von der SPD-Unwucht ablenken. Und es ist sehr mühevoll, wenn Herr Pauly wieder und wieder die neuen Ansätze objektiv erläutern muss.

    Interviewen Sie doch gerne eimmal Herrn Peter Koch, vormals Sozialdezernent, was dieser als erfahrener langjähriger früherer Dezernent zu den vorliegenden Vorschlägen sagt.

    Das würde mich jedenfalls mehr interessieren als die wiederholten Meinungskommentare, dass alle nun so gemein zur SPD seien, obwohl doch alle zuvor mit ihr paktierten – was so eben auch nicht stimmt. Doch auch das wissen Sie, aber schreiben es nicht so differenziert, wie es angebracht wäre, meinem Empfinden nach.

    Ich warte jedenfalls weiter auf den Tag, an dem ich von der Lüneburger SPD eine selbstkritische Aufarbeitung ihrer bisherigen Politik höre. Wer dazu nicht in der Lage oder willens ist, hat für die Zukunft wenig anzubieten. Das gilt dann wiederum für alle, nicht nur die SPD – und gewiss, wir können die Radfahrer-Mentalität der letzten Dekade genau denjenigen vorwerfen, die damit nun aufhören möchten. Doch was bringt dies für die Zukunft?

    Ich wünsche mir jedenfalls mehr Radfahrer auf den Straßen, und nicht im Stadtrat.
    Über alle, die dies genauso sehen, freue ich mich.

    • Lieber Herr Recha,
      vielen Dank für Ihre Anregungen und Ihre Einschätzung. Das ehrt.

      Leider geht es nicht so schön weiter. Sie verwechseln Berichte und Kommentare, einen Blog und die gedruckte LZ, zwei grundverschiedene Formen und zwei grundverschiedene Medien.

      Im Blog finden Sie keine Berichte, sondern Kommentare. In der LZ finden Sie Berichte, Glossen, Interviews, Reportagen und eben Kommentare. Auch von mir zur neuen Jamaika-Gruppe, oder zur SPD und zum Oberbürgermeister.
      Und das ist wechselweise mal für den einen, mal für den anderen nicht schmeichelhaft.

      Was die Geschäftsordnung und die Fraktionskosten angeht, auch von Herrn Pauly angemahnt, da antworte ich Herrn Pauly.

      Was Ihre Vergleiche angeht, da muss ich leider sagen: Sie hinken schwer. Herr Claassen oder Herr Salier zum Beispiel haben nie im Rat gesessen konnten mithin auch nicht Bauausschuss-Vorsitzende sein. Für den Fall wäre auch der Bock zum Gärtner geworden.
      Und nur darum ging es am Ende des Blog/Kommentars. Herr Webersinn hat im Gegensatz zu Ihnen sofort erkannt, dass es zu Verquickungen kommen könnte und gibt die Geschäftsführung der Immobilien-Firma ab.
      Von mir als richtiger Schritt gelobt.

      Und zum Schluss: Hier im Blog will ich eines nicht, berichterstatten. Hier ist von mir und Ihnen Meinung gefragt. Und wir sind nicht einer Meinung. Das ist gut so. LG hhjenckel

    • Georg Werner Harms

      Hallo Herr Michael Recha,

      dass Sie sich über alle die freuen, die Ihrer Meinung sind, ist menschlich, aber leider auch genau das Übel, das Sie Herrn Jenckel, Herrn Mansberg und „der“ SPD in Ihrer langen Klageschrift vorhalten.

      Drei Eigentümlichkeiten zeichnen Ihre heutige Wortmeldung (28. November 2016, 13:57 Uhr) aus:

      1. Sie vergreifen sich im Ton.

      2. Sie haben sehr wenig bis gar keine Ahnung von dem, worüber Sie schreiben.

      3. Sie versuchen (destruktive) Emotionen zu mobilisieren, anstatt (konstruktive) Überlegungen und Vorschläge anzuregen.

      Ich habe in den letzten beiden Wochen alle Ihre Blog-Posts hier im Forum gelesen und bin zu der Überzeugung gekommen, dass Sie kein einziges Mal etwas sachlich Fundiertes zu sagen hatten oder fähig gewesen sind, einen eigenständigen Gedanken zu artikulieren. Ausnahmslos alle Ihre Äußerungen bewegen sich am Gängelband einer vage rumorenden Unzufriedenheit, die nach jeder ihr zukömmlich scheinenden Phrase greift, ohne in der Lage zu sein, die eigene Existenzberechtigung anders zu begründen als durch den Hinweis auf ihr reines Vorhandensein. Mit anderen Worten: Sie fühlen sich berufen, Unmut auszudrücken und zugleich bei sich und unter anderen zu intensivieren, einfach weil Sie ihn zu empfinden meinen und deshalb auch bei anderen vermuten. Was Sie unternehmen, um die leere Blase Ihres kleinen Missvergnügens mit „Inhalten“ (oder, wie Ihre professionelleren Brüder in Sachen Eigenvermarktung das nennen, mit „Content“) zu füllen, ist aufs Geratewohl von allen Seiten des im Augenblick Bereitliegenden herbeigerafft (hier zu 99 % aus den Beiträgen Ihrer Vorredner) und ergibt ein von den Nebeln erkünstelten Eifers durchwogtes Ideensurrogat das platt wie eine Landstraße ist, auf welcher Allerweltsgedanken in Alltagskleidern gravitätisch umherstolzieren.

      Nur ganz am Rande für Sie, Herr Recha, den ich aufgrund seiner Papageiennatur leider für beinahe vollständig lernunfähig halte, mehr aber für die vielen anderen Leser hier im Forum werde ich nun meine oben formulierte Diagnose unterfüttern und damit auch begründen:

      1. „bitte werden Sie wieder objektiver“ → abgesehen davon, dass nicht zu begreifen ist, was Sie sagen wollen, ist „objektiv“ ein Adjektiv (Eigenschaftswort), das semantisch keine Steigerung erlaubt, da die Teilhabe an dieser Eigenschaft nur ganz oder gar nicht, aber nicht in variierendem Maße möglich ist.

      2. Jenckel „berichtete bisher nichts über Aufwandsentschädigungen von 1.000 Euro monatlich für Ratsmitglieder“ → Die LZ hat über die Jahre viele Male über den Streit um die „Satzung der Hansestadt Lüneburg über die Entschädigung der Ratsfrauen und -herren, Ortsratsmitglieder und ehrenamtlich Tätigen vom 15.12.1994 in der Fassung der achten Änderungssatzung vom 08.12.2011“ berichtet. Blog.jj ist ein Meinungs- und Debattenforum (Start 20. Juni 2014), in welchem Jenckel durch zugespitzte Glossen zum Gedankenaustausch anregt — und dabei voraussetzt, dass Debattenteilnehmer, die ernst genommen werden möchten, wissen, was Sache ist. (Die, die, wie Sie, ohne informiert zu sein, nur maulen oder provozieren möchten, werden (zur Freude der übrigen) natürlich nicht davon abgehalten, sich nach Kräften zu blamieren.) Das Erreichen von „1.000 Euro monatlich“ ist der unwahrscheinliche Extremfall einer beinahe ausgeschlossenen Häufung von Ehrenämtern, Funktionen und „Einsatzzeiten“. (Herr Pauly wird uns allen hier sicher gerne eine Liste der tatsächlichen Einnahmen von Ratsmitgliedern erstellen, wenn Sie ihn darum bitten.)

      3. „Herrn Paulys Beitrag“ → Auch Herr Pauly schreibt hier Meinungs-, keine Forschungsbeiträge.

      4. „mehrfach leicht spöttisch bis hämisch über diese Akteure geurteilt“ → Jenckel hat in seinen Blog.jj-Kommentaren schon über praktisch alle Lüneburger Politiker gespöttelt. Er hält sich (und zumindest ich, obwohl ich seine Ansichten selten ganz teile, bin ihm dankbar dafür) an die Devise von Richard Brinsley Sheridan: „Es ist unmöglich, witzig zu sein ohne ein bißchen Bosheit. Die Bosheit eines guten Witzes ist der Widerhaken, der ihn haften lässt.“

      5. „ich halte es [das Spötteln] momentan für eher unfair und nicht sehr souverän […] Meine Meinung.“ → Eine Meinung zu haben ist eine feine Sache, eine feinere ist es, sie auch begründen zu können. → Da lesen Sie weiterhin Jenckels Texte. Dann lernen Sie veilleicht, wie das geht.

      6. „Sie [Jenckel] berichten darüber [viele Hintergründe in dieser überschaubaren Stadt] nur sehr selektiv sachlich“ → Ein Vorwurf ohne Beleg ist von einer Schmähung nicht zu unterscheiden.

      7. „Sie [Jenckel] werfen nun z.B. Herrn Webersinn persönliche Verstrickungen vor“ → Falsch. Jenckel erwähnt – ohne Vorwurf – mögliche Verquickungen.

      8. „Verstrickungen zwischen Rathaus und lokalen Unternehmern (…) auf lange Sicht immer wieder zuungunsten der Stadt Lüneburg“ → Das ist eine schwere, gerichtsrelevante Anschuldigung. Leider ohne jeden Beleg.

      9. „Beispiele muss ich nicht nennen, oder?“ → Doch, das müssen Sie, wenn Sie sicht nicht allein als den Sabbelphillip bekannt zu machen wünschten, der Sie wohl sind.

      10. „Sie [Jenckel] können hierzu mehrfach Beispiele nennen – Sie tun es nicht.“ → Sie stellen eine Behauptung auf und verlangen von jemand anderem, Sie zu validieren? Beweisen Sie uns mal, dass Sie kein Ladendieb sind, Herr Recha.

      11. „ist dies nicht völlig akzeptabel, wenn […] Akteure […] ihre Kompentenz in die Lokalpolitik einbringen, ohne davon gleich persönlichen Profit auf Kosten der Öffentlichkeit zu ziehen?“ → Wenn die politischen Gremien einer kleinen Stadt wie Lüneburg nicht nur mit Studienräten, Ex-Polizisten und „wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen“ von Frau Schröder-Ehlers gefüllt werden sollen, wird das wohl so sein. Trotzdem darf man einen christdemokratischen Hoffnungsträger wie Herrn Webersinn fragen, der einen neuen Geist demokratischer Reinheit und uneigennütziger Wahrhaftigkeit im Rathaus einziehen lassen möchte, ob der Bauausschussvorsitzende im jungfräulich revitalisierten Kommunalkollegium gleich wieder ein Immobilienmakler sein sollte.

      12. „Und was ist mit dem öffentlichen Theater?“ → Das Theater, besser die Theater Lüneburg GmbH ist ein kommunaler Betrieb, der hälftig von der Stadt und dem Landkreis Lüneburg getragen wird.

      13. „So oder so – ich kann nicht auf den einen hauen, aber den anderen streicheln für die gleiche Tat.“ → Aber Sie tun es trotzdem die ganze Zeit. Sie haben eine Meinung. Jenckel hat eine Meinung. (Wobei Ihre ohne Halt und Substanz ist, doch Jenckels, wie Sie selbst mehrmals hervorheben, auf umfassenden und detaillierten Kenntnissen ruht.) Dennoch prügeln Sie ununterbrochen Jenckels Pelz und karessieren dabei mit Hingabe Ihr dickes Fell.

      14. „Was sollen [I]hre [Jenckels] Vorwürfe an Kommunalpolitiker, […] SOBALD diese etwas anders machen wollen als die SPD? Ist das fairer Journalismus?“ → Sie, Herr Recha, behaupten hier einfach einen Verhaltenszusammenhang, ohne diese Behauptung belegen zu können, und verlangen dann eine Rechtfertigung für das von Ihnen frei erfundene Behauptete vom derart Konfrontierten. Ist das faire Anschwärzeritis?

      15. „Kann man nicht frei von Untertönen oder Vorwürfen an die Akteure schreiben: wenn Neues entstehen soll, das besser ist als Bisheriges, dann macht hier oder dort nicht diesen oder jenen Fehler. Punkt.“ → Kann „man“ das, Herr Recha? Wie wäre es gewesen, Sie hätten es einmal dem stellvertrenden Chefredakteur der Landeszeitung gegenüber versucht? „Meinung. Dennoch sachlich“, Herr Recha!

      16. Die „krasse Unwucht“ ist „zweifelsfrei“. Herr von Mansberg „muss natürlich“ von der „SPD-Unwucht ablenken“. Herr Pauly muss „wieder und wieder die neuen Ansätze objektiv erläutern“. → Mag sein, dass es ist, wie Sie annehmen, Herr Recha. Aber da Sie weder Ihre Präferenz für Pauly noch Ihr abschätziges Votum in Richtung von Manberg begründen, machen Sie leider nur die unglaubwürdige Figur eines belfernden und schamfudernden Meckermännchens.

      17. „Interviewen Sie [Jenckel] doch gerne eimmal Herrn Peter Koch“. → Warum? Warum nicht Klaus Bruns?

      18. „Das würde mich jedenfalls mehr interessieren als die wiederholten Meinungskommentare“. → Die LZ hat eine verkaufte Auflage von 29.363 Exemplaren, kann Online als E-Paper gelesen werden und ist im Internet unter http://www.landeszeitung.de seit 2000 mit Artikeln, Videos, Pageflow-Stories und Galerien präsent. Sie sehen, Herr Recha, Ihre Vorlieben in Ehren, aber Sie sind nicht der einzige LZ-Liebhaber, dem Herr Jenckel und sein Team gerecht werden müssen. „Die wiederholten Meinungskommentare“ bei Blog.jj, dem Forum für Meinungskommentare, entgehen Sie schon mit einem einzigen Mausklick.

      19. „Sie [Jenckel] […] schreiben […] nicht so differenziert, wie es angebracht wäre, meinem Empfinden nach.“ → Dass Ihr Empfinden keine „objektive“ Instanz sein kann, merken Sie vielleicht nicht, Herr Recha. Aber „objektiv“ muss es so sein, denn meinem Empfinden nach trifft nicht zu, was Sie behaupten. Und, Herr Recha, auch Sie selbst schreiben bei weitem „nicht so differenziert, wie es angebracht wäre, MEINEM Empfinden nach.“

      20. „Ich warte jedenfalls weiter auf den Tag, an dem ich von der Lüneburger SPD eine selbstkritische Aufarbeitung ihrer bisherigen Politik höre.“ → Darauf warten nicht nur Sie. ICH warte aber auch auf den Tag, an dem ich von der Lüneburger AfD eine selbstkritische Aufarbeitung ihrer bisherigen Politik höre. Denn „wer dazu nicht in der Lage oder willens ist, hat [höchstwahrscheinlich] für die Zukunft wenig anzubieten.“

      21. „die Radfahrer-Mentalität der letzten Dekade“ → Was Sie damit meinen, erschließt sich mir nicht. Im übertragenen Sinne, den Sie hier wohl meinen, ist ein „Radfahrer“ jemand, der sich Vorgesetzten gegenüber um eigener Vorteile willen unterwürfig verhält, Untergebene jedoch schikaniert. Bitte nennen Sie mir einige [oder wenigstens eine(n)] derjenigen, denen man ein derartiges Verhalten „vorwerfen [könnte], die damit nun aufhören möchten.“ Und erläutern Sie bitte, inwiefern es etwas für die Zukunft bringt, wenn wir NICHT „genau denjenigen vorwerfen“, was wir ihnen gegebenen Falles vorwerfen könnten, nämlich Korruption und Schikane. ICH wünsche mir nämlich SOLCHE Radfahrer weder auf den Straßen noch im Stadtrat.

      • zu Ihrem Punkt 2 kann ich sagen: Das war kein unwahrscheinlicher Extremfall. In der alten Satzung als die Grünen noch 12 (später noch 11) Ratsmandate haben, erhielt der Fraktionsvorsitzende 500,- EUR. Als Bürgermeister erhielt er ebenfalls 500,- EUR. Diese beiden durften zu 80% nebeneinander behalten werden (gegen die Entschädigungskommissionsempfehlung). Macht 800,- EUR. Grundentschädigung 200,- EUR hinzu macht 1000,- EUR. Plus Fahrtkosten macht 1028,- EUR monatlich. Hinzu kommen Sitzungsentgelte (20,- EUR pro Sitzung bei mindestens 6 Sitzungen monatlich, alleine schon 3 Fraktionssitzungen pro Monat). Und dann kamen noch Entschädigungen für Aufsichtsräte und ähnliche Gremien hinzu. Vor Steuern, wobei einige hundert Euro davon steuerfrei waren. Gemeint war Andreas Meihsies (Grüne, jetzt SPD-Unterstützer geworden) der also regulär monatlich 1028,- EUR + x bekommen hat, wobei „x“ regelmäßig weit größer als 120,- EUR gewesen sein dürfte. Kein unwahrscheinlicher Extremfall sondern Maßschneiderung.

        Heute haben wir einen Ratsherren der gleichzeitig auch noch Kreistagsmitglied, Ortsratsmitglied und sogar Ortsbürgermeister ist. Diese Entschädigungen stehen auch nebeneinander und behindern meines Wissens auch die Stelle der Person im öffentlichen Dienst nicht. Und genau dort haben wir eine Art „Quasi-Gehalt“ für einzelne Kommunalpolitiker. Genau das sollte aber nicht passieren.

        • Georg Werner Harms

          Vielen Dank, Herr Pauly,

          mir sind diese Fälle bekannt, doch Herr Recha hatte Ihnen nur im Tone der Empörung nachgeplappert, ohne eine Ahnung, worum es geht. Das herauszustellen, darauf kam es mir an. Und übrigens ist mir, ehrlich gesagt, absolut schleierhaft, wie man leitender Beamter vom Dienst (LBvD) bei der Leitstelle bei der Polizeidirektion Lüneburg sein kann und außerdem Kreistags-, Stadtrats- und Ortsratsmitglied sowie obendrauf noch Ortsbürgermeister und Vorsitzender im Verkehrsausschuss, zusätzlich aber auch Ausschussmitglied im Ausschuss für Feuerwehr und Gefahrenabwehr, im Sportausschuss der Stadt und im Sportausschuss des Kreises sowie im Betriebs- und Straßenbauausschuss des Kreises plus beschließendes Mitglied im Aufsichtsrat der DIENLOG GmbH und beschließendes Mitglied im Verwaltungsrat der GfA Lüneburg – gkAöR.

          Auch bei unseren umtriebigen Bundestags- und Landtagsagenten wäre dringend mal nachzufragen, wie sie ihre vielen Mandate eigentlich unter einen Hut bringen, ohne alle Aufgaben zusammen zu vernachlässigen, anstatt sich auf eine zu beschränken und die dann richtig zu machen.

          Nicht nur im Hinblick auf bewusst vermiedene Ämterhäufung scheint mir Frau Dr. Verlinden (MdB) eine strahlende Ausnahmegestalt zu sein.

          • Ich bin anderer Meinung bezüglich Michael Recha. So wie ich Herrn Recha kenne, ist er überaus gut darüber informiert was in Lüneburg passiert und kann das einordnen. Bei Julia Verlinden gebe ich Ihnen Recht.

          • Georg Werner Harms

            Sie sind anderer Meinung, weil Sie Herrn Recha gut kennen? Das klingt mir sehr nach dem Standardeinwand von „Heidi“, Brigitte Mertz, Klaus Bruns, Karlheinz Fahrenwaldt und Michael Recha selbst, dass einer, der ganz nahe dran ist, besser beurteilen könne, was Sache ist, als einer der aus der Ferne beobachtet. Herr Recha hatte diese Gedankenfigur vorletzte Woche mehrmals gebracht, um – ohne selbst irgendetwas Weiteres zur Sache beitragen zu können – diejenigen zur Ordnung zu rufen, die mit vielen guten Gründen ihr Entsetzen über die Wahl des infantilsten Kaspers ausgedrückt hatten, der jemals die politische Bühne einer Weltmacht betreten hat.

            Nähe und Zugehörigkeit erzeugen aber KEINESWEGS automatisch größere Urteilskompetenz, Herr Pauly. Ich brauche nicht mit dem Schlachter im Bett gelegen zu haben, um die Qualität eines Koteletts beurteilen zu können. Wäre es NICHT so, wäre all Ihr Anargumentieren gegen die pomadig behauptete Überlegenheit der edlen Gralsritter in der Tafelrunde um König Oberuli ohne jede Aussicht auf Erfolg. Dann könnte NIE der rationale Streit mit Gründen und Faktenwissen zum Ziel führen, sondern nur der brachiale Kampf mit den irrationalen Mitteln eines aggressiv behaupteten Kennerschaftsvorrangs aufgrund von Gnade und ordinationsliturgischem Eingeweihtsein.

            ICH, Herr Pauly, kenne Herrn Recha NICHT persönlich. ICH halte mich an das, was ich hier von ihm lese. SIE haben eine Meinung, ICH habe eine andere Meinung. SIE stützen (in diesem Fall) Ihre Meinung, indem Sie etwas kurz mal behaupten – gegen alle Evidenz des von Herrn Recha hier schriftlich Abgelieferten. Ich stütze (im selben Fall) mein Meinung, indem ich etwas ausführlich begründe. Gründe sind mir lieber als Behauptungen, Herr Pauly, ganz gleich, von wem sie kommen, denn wer begründet, will herausfinden, ob er recht hat, wer behauptet, will recht haben.

      • Georg Werner Harms
        17. „Interviewen Sie [Jenckel] doch gerne eimmal Herrn Peter Koch“. → Warum? Warum nicht Klaus Bruns?
        ja, warum eigentlich nicht? hat das vielleicht damit zu tun, wenn man nicht in der öffenlichkeit steht, ist man automatisch nicht so wichtig, um damit geld zu machen? man weiß es nicht. ich welcher zeitung wird schon mal ein einfacher bürger zum politischen ausgiebig befragt? dafür werden lieber die sprechblasenprotagonisten innerhalb der politik befragt. diese eigentore sorgen übrigens bei uns für den zeitungsschwund.die seele des menschen ist sehr einfach gestrickt. die menschen, die glauben, auch mal zu denen da oben zu gehören, lassen die da oben natürlich in ruhe. die menschen, die glauben , auch mal wichtig genommen zu werden, verhalten sich dann da anders.

  21. ich bin immer wieder begeistert und leider auch immer wieder gleichzeiitig enttäuscht, wenn ich von schuldenabbau lese. diese forderung beinhaltet ein ende unser wirtschaftssystems ohne gleichzeitig zu sagen, wie das neue aussehen soll. man stelle sich vor, alle haben ihre schulden zurückgezahlt, was dann? wie lange wird das geld dann noch seinen wert behalten? was machen die,. die ihr überschüssiges geld verliehen haben, um mit zinsen noch reicher zu werden? ob die dann mit ihrem geld ihre wände tapezieren werden, wenn niemand mehr ihr geld haben will ? das achte weltwunder,zins und zinseszins, würde sich in luft auflösen. unsere eurokrise ist doch garnicht vorbei, wurde doch nur zugedeckt und zwar von der ezb, die erkannt hat, man hatte es in der vergangenheit wohl schwer mit der geldgier übertrieben , deswegen jetzt der negativzins. der eine ist arm, weil der andere reich ist, soll dieses in der zukunft etwa nicht mehr gelten? was soll denn anstatt dafür kommen? alle reich, oder alle arm? henry ford hat von revolution gesprochen, wenn der bürger unser geld und wirtschatssystem endlich wirklich begreifen würde. schmunzel

  22. Hans-Herbert Jenckel
    ich sehe das mit der redezeit für den ob anders. ist er denn jemand ,der über alles schwebt? nein, er gehört einer ratsfraktion an. solange er parteimitglied ist, sollte seine redezeit eingeschränkt sein, wäre er neutral, sprich parteilos, wäre die situation eine völlig andere. man sollte in der politik öfter es mit der logik probieren, ich weiß, sie ist dort mangelware. es wäre doch schön, es zu ändern, oder? wenn man sich auf einen parteilosen bürgermeister geeinigt hat, kann man sich hinterher nicht beschweren, wenn er redet. schmunzel

  23. Lieber Ratsherr Niels Webersinn,

    haben Sie zu all dem hier Erörterten auch eine Meinung? Es würde mich freuen, diese hier zu lesen.

    Ihr Georg Wüstenhagen

    • Herr Webersinn hatte eigentlich zugesagt, zu antworten. lg hhjenckel

    • Lieber Ratsherr Niels Webersinn,

      ich fände es – wie viele hier im Forum und draußen auf der Straße und in ihren Wohnstuben – auch gut, wenn Sie Herrn Jenckels Angebot („Gastbeiträge sind willkommen!“) als Einladung auffassen würden und die von Ihnen initiierte und als Gruppenführer maßgeblich mitgestaltete neue, frische Ratspolitik und Politikkultur bei Blog.jj einmal in einem kleinen programmatischen Essay für ganz durchschnittliche Menschen und „Lüneburgernde“ wie z. B. Andrea Henkel, Ulrich Mädge, Julia Verlinden, Peter Luths, Brigitte Mertz, Michael Recha, Sascha Spoun und mich pointiert, prägnant und durchaus popularistisch, aber eben nicht populistisch (also gemeinverständlich und meinetwegen auch für die Sache werbend, aber nicht agitierend oder vereinnahmend) darlegen würden.

      Mit herzlichster Zuversicht auf das von Ihnen Angekündigte wartend vorab Ihr Ihnen sehr gewogener Werner Fuchs aus Kaltenmoor

      • Au ja, lieber Herr Webersinn. Bitte erklären Sie mir, welche Politik ich mit Ihnen in den Rat gewählt habe.

      • mein lieber, kostenlos sind politiker schwer zu bekommen. außer es steht reklame in eigener sache im vordergrund. dazu muss aber das thema passen. bei diesem thema sind schüsse ins eigene knie selten zu vermeiden. schmunzel. da nützt auch kaltenmoor nichts mehr. schmunzel

  24. Mit knapper Mehrheit soll auf der letzten Stadtratssitzung, innerhalb der Linken und Teilen der Jamaika-Gruppe, die Einführung einer neuen Protokollsoftware beschlossen worden sein.
    Obwohl anwesende Juristen ihre Bedenken anmeldeten und auf der Anwaltshotline nachfragten, will „Die Linke“ die Einführung des neuen Systems durchsetzen.
    Für die Mikrofone des Präsidiums und für den Saal wird der Wahrheitsgehalt von Fakten technisch überprüft und drei Sekunden nach Unwahrheiten ertönt ein Summer.
    Haben Sie Herr Webersinn hierüber Erkenntnisse? Wenn ja, würden Sie jene Fragen mit Hilfe der neuen Protokollsoftware beantworten?

    „ Niemand ist weiter von der Wahrheit entfernt als derjenige, der alle Antworten weiß“

  25. Georg Werner Harms
    Sie sind anderer Meinung, weil Sie Herrn Recha gut kennen? Das klingt mir sehr nach dem Standardeinwand von Klaus Bruns?
    ich sehe das nicht so, wie kommen sie darauf? mit mir ist selten einer einer meinung, schmunzel.

  26. Wie die meisten Enthüllungsromane enden (auch die Meta-Enthüllungsromane, welche enthüllen, was in bloß möglichen, also – vorläufig noch – fiktiven oder ungeschriebenen Enthüllungsromanen steht bzw. stehen könnte):

    (⚔)☠ @@#☠ „?!@?!¾&$$☠ $$@~!!!!

  27. Kevin Schnell
    ich habe noch etwas vergessen, ich habe mir maischberger und andere selbstdarsteller abgewöhnt. die politiker, die dort gefragt werden, sind übrigens für sprechblasen schon sehr bekannt. antworten geben sie keine, warum man sie fragt, ist mir schleierhaft. ich würde an stelle eines journalisten, sie nicht mehr fagen und sie bitten ,doch den platz frei zumachen und zwar für denjenigen, der wirklich was zusagen hat. da werden aber kaum noch politiker erscheinen können, oder sie müssten ihr verhalten ändern.ob sie das tun? sie müssten dann ja glatt verantwortung für ihr gesagtes übernehmen. alles ist relativ, auch die sogenannte wahrheit.

  28. Kevin Schnell
    ihr zitat:. Von Mansberg adressieren oder von Manzke zu schreiben, ist eben NICHT egal. Das ist auch NICHT „eigentlich bei beliebigen parteien egal, wen man anspricht“. Wenn Sie nicht den Mut (oder im Augenblick nicht die Kenntnisse) haben, um eine generelle These beweiskräftig zu unterfüttern, sollten Sie lieber auf Ihren Post verzichten. Denn mit Sätzen wie: „In der Politik ist Logik Mangelware.“, „Parteimitglieder sind Erfüllungsgehilfen von Lobbyisten.“ oder „Politiker sondern nur Sprechblasen ab.“ betreiben Sie das Geschäft der Verdummung und der Zerstörung der Vernunft, was beides Sie selbst beklagen, Herr Bruns.
    ich hatte gerade viel zu tun, aber jetzt mein bester zu ihrer attacke. mut ist für mich keine fragestellung, entweder hat man sie, oder man hat sie nicht. kenntnisse sind voraussetzungen, um immer in die nähe der wahrheit zu kommen. konkret ist da selten etwas. und das parteimitglieder erfüllungsgehilfen von lobbyisten sind, haben sie nur geschrieben, was ich nicht besser hätte schreiben können. ausnahmen bestätigen da übrigens die regel. ich rede hier von politikern in vormachtstellungen und nicht von derem fußvolk. und was die volksverdummung angeht, sie findet statt. akteure sind da unterschiedlicher art. von bankern bis politikern und pressegehilfen. einer allein schafft keine volksverdummung. wer dieses in frage stellt, hilft bei der verdummung nur mit. und was manzke und mansberg angeht, sie sind mir völlig egal, (so wie ich ihnen.)( und ich bin da nicht der einzige).

    • Herr Bruns, Herrn von Mansberg sind Sie nicht egal, sonst hätte er sich den Bloggern hier, zu denen Sie gehören, nicht dreimal gestellt. Und mir sind Sie auch nicht egal, sonst würde ich mich nicht mit Ihnen unterhalten.

      Das, was Sie mir gerade geantwortet haben, ist exakt die exemplarische Hitparade von billigen Veneers-to-Go-Floskeln, welche die frei in der eigenen Peer Group-Blase flottierenden Allgemeinplätze mit einer Gedankenlosigkeit reproduziert, die Sie Herrn von Mansberg und seinen Freunden vorwerfen. Nur zwei Hinweise: Michèl Pauly hat oben ein sehr in Einzelne gehendes Argumentationsgefecht mit Hans-Herbert Jenckel, Professor Graubmann und anderen angestoßen. Ist Pauly auch eine Politikerkarikatur in dem von Ihnen skizzierten Sinne? Ulrich Mädge ist den gewaltigen Herausforderungen, die mit dem Zuzug von Flüchtlingen nach Lüneburg im letzten Jahr verbunden gewesen sind, vorbildlich unaufgeregt und hochprofessionell begegnet. Würden Sie ihn ebenfalls als Erfüllungsgehilfen von Glücksrittern respektive von Lobbyisten bezeichnen? Oder doch eher als einen bodenständigen Pragmatiker mit einem Hang zur Ungeduld mental unsortierten Schwatznaturen gegenüber?

      Und, ja, „was die volksverdummung angeht, sie findet statt. akteure sind da unterschiedlicher art. von bankern bis politikern und pressegehilfen. einer allein schafft keine volksverdummung.“ Aber viel mehr als die Banker, Politiker und ihre Pressegehilfen – die als Individuen identifiziert, mit Namen benannt und denen Ihre jeweiligen konkret beschriebenen Beiträge zur Verdummung zugeordnet werden müssten – ist das Millionenheer von Leuten wie Ihnen und mir für diese galoppierende Verdummung selbst verantwortlich, das Heer der Leute, die der Phrase mit der Phrase begegnen, anstatt sich ans Detail und ans tatsächlich Vorgefallene zu halten. Nachweisen zu können, Person sowieso habe dies oder jenes getan, was aus dem einen oder dem anderen Grund nicht in Ordnung ist, zeigt ein Bemühen um Aufklärung. Zu behaupten, Personen eines bestimmten Typus seien mit wenigen Ausnahmen so oder so, ist verdummende Stimmungsmache — und zwar unabhängig davon, was behauptet wird.

      In diesen Chor der verantwortungslos Lamentierenden und Krakeelenden einzustimmen, haben Sie nicht nötig, Herr Bruns. So etwas überlassen Sie Gunter Runkel, andy und Lydia Dingeldey. Sie haben Kenntnisse? Dann breiten Sie diese aus. Verkürzen Sie nicht, als wenn Sie annehmen dürften wir anderen alle, besäßen Ihre Kenntnisse auch. Auf Tatsachen und Einzelheiten kommt alles an, wenn Sie den Schwadroneuren des Untergangs entgegen treten möchten. Das können Sie! Und das können Sie viel besser als in Ihrem letzten Post.

    • Anneliese Schuster

      Sehr geehrter Herr Klaus Bruns aus Reppenstedt am Kranken Heinrich,

      Sie sind seit vielen Jahren der unumstrittene Chefkommentator bei LZOnline und Blog.jj sowie ständiger Gastautor in den Leserbriefspalten der gedruckten Landeszeitung. Mit den Ergebnissen Ihres immensen und meist sehr gehaltvollen Publikationsfleißes haben Sie sich eine Machtposition erobert, die es Ihnen gestattet, auch erfahrenste Redakteure für kleine Nachlässigkeiten zu geißeln und sie an das hohe Ethos journalistischer Rechtschaffenheit zu erinnern. Aber, Herr Bruns, darf, wer selbst im Glashaus sitzt, um einmal mit Eckhard Pols, dem Vorgänger von Niels Webersinn, zu sprechen, mit den dicken Steinen der herablassenden Besserwisserei herumwerfen? Können Sie Ihren Leserinnen und Lesern, können Sie denn den Bürgerinnen und Bürgern Lüneburgs, Deutsch Everns und Bienenbüttels versichern, dass Sie sich Ihrer Verantwortung immer bewusst sind bei Ihrer täglichen Arbeit, Herr Bruns? Arbeiten Sie an jedem Tag des Jahres daran, mit Ihren Besinnungsaufsätzen, Ihren Anmerkungen, Zurechtweisungen und Ihre kritischen Kommentaren den politischen Diskurs, von dem unsere Demokratie auch in Lüneburg lebt, zu befördern und zu bereichern? Können Sie reinen und guten Gewissens versichern, dass Ihre Recherchen immer so tief sind, dass Ihre Veröffentlichungen und Kommentare die Sachkenntnis atmen, die den Themen gerecht wird? Was bedeutet Ihnen Fairness? Darf man darauf vertrauen, dass es keine Kumpeleien, keine Kumpaneien mit den Mächtigen gibt? Sehen Sie Ihre Arbeit jederzeit so selbstkritisch wie Sie es von denen erwarten, die Sie kritisieren?

      Blicken Sie auf Ihren Kollegen Michael Recha, blicken Sie auf Ihren Freund Karlheinz Fahrenwaldt: Es scheint mir, auch Reppenstedter Chefkommentatoren und ihre Lüneburger Kompagnons sind nicht immer davor gefeit, nur in eine Richtung zu schauen, statt in alle möglichen. Die Selbstbefragung der Kritikerzunft unter den LZ-Bloggern stellt gerade heraus, dass Kommentatoren mit Führungsanspruch wie Sie, Recha und Fahrenwaldt auch bei uns zuweilen versucht waren und sind, in die Echoräume des politischen Gleichklangs zu fliehen und Meinungen, die ihnen nicht behagen, oder die sie nicht teilen, abzuwerten oder sogar zu ignorieren. Und dass es auch im Blog.jj-Forum nicht so einfach ist, strikt die Grenze einzuhalten zwischen Berichten, Aufklären und Belehren. Das verlangt eben auch von Leitfiguren unter den Kommentatoren eine permanente Selbstprüfung, eine Selbstvergewisserung über die Kriterien der eigenen Arbeit.

      Was dagegen nämlich „Lügenpresse“ wirklich bedeutet, das weiß ich, Herr Bruns. Ich habe es erlebt, jahrzehntelang, Amt Neuhaus in der DDR. Wer die Medien, die Landeszeitung heute und hierzulande zur „Lügenpresse“ umdeutet, Herr Bruns, dem geht es nicht um Diskussion, sondern um Denunziation; nicht um Unvoreingenommenheit, sondern um Meinungshoheit.

      Sie sagen, einer allein kann die Vernunft nicht zerstören, Herr Bruns. Richtig! Aber einer alleine kann sie auch nicht davor bewahren. Auf Sie kommt es eben vor allem auch an, Herr Bruns. Lassen Sie uns im Angesicht der destruktiven Energien des Populismus nicht in Angst und Eskapismus verfallen. J e d e r kann etwas tun, um die offene Gesellschaft zu stärken. Zur Überwindung der Vertrauenskrise in unsere demokratischen Institutionen können auch Sie und Ihre Kommentatorenkollegen ihren Beitrag leisten. Und zwar, indem sie weiter wach sind und ihre Arbeit machen, mit Verstand und Scharfsinn, Offenheit und Vorurteilslosigkeit. Es sind dieselben Fähigkeiten und Talente, die sie auch gegen ihre Verächter in der Hand halten: Es sind schließlich dieselben Talente, die den seriösen Medien am Ende ein Überleben gegen die Konkurrenz digitaler Stammtische und der dort betriebenen Urteilsinzucht sichern werden.

      • Anneliese Schuster
        J e d e r kann etwas tun, um die offene Gesellschaft zu stärken.
        stimmt, aber selten anonym. wussten sie, dass ich vom hiesigen forumswächter ,,gebeten,, wurde, nicht anonym hier zu erscheinen? ich hatte es mir mal kurzfristig gegönnt, um meine these , dass menschen, die sich anoym äußern ,es anders tun und sogar ihre meinungen zum teil eine andere sind, zu bestätigen. was auch sehr interessant war, ist die feststellung , derjenige ist oft sehr entspannt bei der sache. und der grund ist einfach, wenn seine äußerung unfug waren und dieses eben von anderen belegt wurde, war es automatisch ja das zweite ich, was durch die anonymität erst erzeugt wurde.man kann also weiter dann ganz entspannt in den spiegel schauen und trotzdem immer noch glauben, ein toller hecht zu sein. fairness steht übrigens bei mir ganz hoch im kurs, deswegen halte ich auch nichts davon, mit einem anonymen, der mir dadurch unfair begegnet, tiefgründiger zu kommunizieren.

        • Paulina von Essen

          Lieber Herr Bruns,

          alles nur Ausflüchte, die davon ablenken sollen, dass Sie sich Ihren eigenen Fixierungen nicht stellen wollen. Da unterscheiden Sie sich kein bisschen von Norbert „Bundeskasper“ oder Karlheinz Fahrenwaldt. Der „Content“ variiert, aber das den Blick einengende Stahlkorsett, in das Sie alle drei hineingeschmiedet sind, ist identisch.

          Drei Punkte:

          A) Die Anonymus- Diskussion hatten wir schon viele Male. Ob einer hier mit „Klarnamen“ oder unter einem Pseudonym schreibt, ist ganz gleichgültig. Auf Jamaikanisch: Es geht um die Sache, nicht um die Befindlichkeiten von Personen. Herr Harms hat es oben Herrn Pauly erklärt: Es nützt gar nichts, wenn einer sich hinstellt und sagt, der, der gerade eine Waggonladung dummes Zeug in Jenckels Forum gekarrt hat, ist „eigentlich“ ein kluger Kerl. Wer hier denunziatorischen Mist ausbreitet, hat sich als einer bekannt gemacht, der denunziatorischen Mist ausbreitet, und bekommt, sofern überhaupt jemand auf dergleichen reagieren möchte, dies auch geschrieben. Ob er Recha heißt oder sich Rächer nennt, ist dabei egal. Und wer auf halb oder ganz kriminelle Weise andere Personen in den Dreck ziehen will, wie Herr WHM das mit Pauly probiert hat, wird eben aussortiert. Jedem ist es frei gestellt, die Möglichkeiten zu nutzen, für seine Positionen zu werben und sich unter eigenem oder angenommenem Namen zu engagieren, zu erklären oder zu blamieren, Herr Bruns. Wenn Ihnen das nicht passt, suchen Sie sich einfach ein anderes Betätigungsfeld.

          B) Mit mir haben Sie sehr lange immer wieder Tiefgründiges ausgetauscht und mich sogar zu sich Nachhause eingeladen, obwohl ich unter dem Namen meiner Greifswalder Uromi schreibe. Wo ziehen Sie die Grenze zwischen guten und bösen „Anonymen“, Herr Bruns? Kann es nicht wieder nur anhand der Sachen oder „Inhalte“ geschehen? Und haben nicht Sie selbst bei Eigenbedarf immer wieder die Weisheit auf Lager, Namen seien Schall und Rauch?

          C) Es gibt tatsächlich Menschen mit einem spielerischen Talent, Herr Bruns, die Freude dabei haben „in Stimmen“ zu schreiben und, ähnlich Herrn Gantenbein, ein berühmter Schweizer Kollege von Herrn Jenckel, „Geschichten auszuprobieren wie Kleider“. Dieses Talent besitzen Sie leider nicht, Herr Bruns. Oder anders ausgedrückt, Sie sind in den 66 Jahren Ihres Reifens zu einem norddeutschen Original wie Heidi Kabel, Otto Waalkes oder Heiko Meyer herangereift, das einfach nicht mehr aus seinen Eigenarten heraus kann. Wenn Sie versuchen, den Volker zu geben, dann fragt sich jeder sofort, wer Sie dazu gebracht haben könnte mit aufgemalten Strumpfnähten, rotem Tanga und Push Up Bra durch die Grapengießer zu paradieren.

          Übrigens sind Sie ein schönes Beispiel dafür, Herr Bruns, dass man, auch wenn man unter seinem Geburtsnamen schreibt, alle paar Tage und manchmal sogar innerhalb weniger Minuten, die widersprüchlichsten, ja, sich vollkommen ausschließende Dinge äußern und trotzdem weiter ganz entspannt in den Spiegel schauen kann, — weil man es nämlich selbst gar nicht bemerkt, in welchem gärenden Blubbersumpf matter Sprüche und abgenutzter Redensarten man herumrudert?

          • hallo paulinchen, so wie ich ihren kommentar deuten kann, sind sie verschnupft , wie so mancher angeblich intellektuelle hier? hm, nur so ist es doch möglich, von ihnen und anderen herauszubekommen, wie sie wirklich denken. einen rat, unterschätzen sie nie einen bürger. übrigens, alter schützt vor torheit nicht , auch wenn man sich rita nennt. ich habe sie eingeladen um zu sehen und um zu hören, wie echt sie wirklich sind. herr jenckel kommt nicht zu mir, weil er angst hat , kompromittiert zu werden, welcher grund war bei ihnen nochmal? ausreden , sind ausreden, auch von sogenannten inellektuellen. ich ziehe grenzen, wenn sie menschenverachtend sind. merken sogenannte intellektuelle eigentlich, wenn sie es werden? sie merken es ja nicht mal, wenn man auf ihre argumente eingeht. muss man brüllen, damit sie es mitkriegen?

      • Anneliese Schuster

        Sehr geehrter Herr Klaus Bruns,

        leider beantworten Sie keine einzige meiner Fragen, noch beziehen Sie sich auf irgend eine andere Einzelheit des von mir an Sie Geschriebenen. Stattdessen machen Sie ein völlig neues Fass auf, mit dessen Inhalt ich aber überhaupt nicht das Geringste anzufangen weiß. Ich bedanke mich für Ihr erneut bewiesenes Desinteresse an einem echten Gespräch und verbleibe mit dem Hinweis, dass Konzentrationsschwächen, die in Ihrem Fall schon altersbedingt sein könnten, sich zwar nicht heilen lassen, doch dass ihr Fortschreiten verzögert werden kann – auch mit Heilkräutern, der richtigen Ernährung, Tanztherapie, Tai Chi und vielen weiteren, sanften Hilfen.

        • . J e d e r kann etwas tun, um die offene Gesellschaft zu stärken.

          ich kann ja verstehen, wenn man seinen eigenen text nicht behalten kann, es liegt bestimmt an deren länge, oder was meinen sie Anneliese? ich kenne die psyche des menschen, sie hatten doch nur vor zu verurteilen und sonst nichts. oder war das nur ein versehen? damit meine ich ihre behauptung:leider beantworten Sie keine einzige meiner Fragen, noch beziehen Sie sich auf irgend eine andere Einzelheit des von mir an Sie Geschriebenen.

        • Anneliese Schuster
          Ihre Frage:Was bedeutet Ihnen Fairness? Meine Antwort: fairness steht übrigens bei mir ganz hoch im kurs, deswegen halte ich auch nichts davon, mit einem anonymen, der mir dadurch unfair begegnet, tiefgründiger zu kommunizieren.
          Ihre Antwort:Leider beantworten Sie keine einzige meiner Fragen, noch beziehen Sie sich auf irgend eine andere Einzelheit des von mir an Sie Geschriebenen.
          Anneliese Schuster, es soll eine Schule geben, dort kann man lernen ,seinen Namen zu tanzen. Tai Chi ist es nicht, also vorsicht.
          jetzt frage ich sie: was halten sie von fairness und was verstehen sie darunter?

  29. Hallo Herr Bruns, ein Lektüretipp für die Weihnachtszeit, damit Sie das Maulen besser verstehen, das alles zusammenrafft, was ihm zupass zu kommen scheint, um unter dem Joch der Miesepeterei zu stöhnen und große Rollwagen voll von Bosheit und Empörung in Online-Foren zu kippen, lesen Sie Eugène Ionesco:

    Die Bevölkerung einer kleinen, zivilisierten Stadt verwandelt sich Schritt für Schritt in eine Rotte von schnaubenden Nashörnern. Gerade die ordentlichsten Mitbürger sind als erste dabei. Das Stück „Die Nashörner“ wurde 1959 in Düsseldorf in einer deutschen Verhältnissen angepassten Version uraufgeführt, noch vor dem französischen Original. Der Erfolg war enorm, bald avancierte es zur beliebten Schullektüre: Drama des Absurden! Es handle, so wurde uns beigebracht, von „Herdentrieb und Konformismus“ in einer Diktatur. Das ist nicht falsch, verharmlost das Drama aber. Denn eigentlich zeigt es, wie eine bürgerliche Gesellschaft Stück für Stück ihr Wutlevel anhebt, also das, was Peter Sloterdijk und sein der AfD zuarbeitender Schüler Marc Jongen den „thymotischen Zustand“ nennen.

    „Ich koche innerlich“, brüllt eines der Nashörner. Dazu kommt der Übertritt in eine eigene Wahrheitssphäre. Die Presse, die über die Tiere berichten will, wird delegitimiert: „Alle Journalisten sind Lügner.“ Wer die verwandelten Mitbürger als „Saupack“ bezeichnet, muss sich zurechtweisen lassen: „So spricht man nicht zu Lebewesen.“ Man hat genug von Moral und Gutmenschentum: „Das Humane ist überholt.“ Vielleicht haben die Wutbürger einen Grund? Man sollte „mit ihnen sprechen“, „man muss immer versuchen zu verstehen“, heißt es. Wut und moralischer Relativismus gehen eine giftige Verbindung ein. Mit dem begriffslos schnaubenden Hass bricht die gesellschaftliche Kommunikation zusammen, und das ist viel, viel gruseliger als die Frage nach dem Konformismus.

    Eugène Ionesco: Die Nashörner. Aus dem Französischen von Clemens Bremer und H. R. Stauffacher. Fischer Taschenbuch, 112 S., 7,99 Euro.

  30. hallo ihr lieben, schuhe die man sich anzieht, sollten passen und nicht drücken. schmunzel. jeder der mir gerade so nett erklärt hat, ich sollte doch genauer werden, wie genau hätte man es denn gern? darf man die anonymität dieser protagonisten zur besseren verständigung aufheben? zum beispiel ,der eiserne Gustav ist bis nach paris gereist. bei ihm wusste man, wer er war. worum geht es denn hier nun wirklich? möchte man den politikerstand etwas verbessern? oder ist es nur ein meinungsforum, um seinen mitmenschen den eigenen standpunkt darzulegen,oder??????????????????????????
    ich mache jetzt das, was mir paulina schon gestern empfohlen hat, ich gehe in die heia. schmunzel. ich werde ,wenn es gewünscht wird, jedem einzelnen meiner ,,mahner“ noch eine antwort zukommen lassen. es ist vorweihnachtszeit,da ich atheist bin, darf ich euch daran erinnern, ohne selbst daran zu glauben, es gibt eben für mich wichtigeres und meine zeit wird immer knapper.

    • Hallo Herr Bruns, hören Sie doch mal auf mit Ihrer angeblich so knappen Zeit zu kokettieren, Ihrer grausamen Überlastung, Ihren angekündigten und dann nicht durchgezogenen Rückzügen…machen Sie fröhlich weiter, geben Sie statt Ihrer bloßen Andeutungen, wissend zu sein, mal ordentlich „Butter bei die Fische“ und bringen Sie uns Außenstehende mal wirklich „auf Stand“!
      Sie brauchen die Öffentlichkeit wie die Luft zum atmen, denn man merkt doch deutlich, dass für Sie Reppenstedt doch in Wahrheit viel zu klein und die meisten von uns doch viel zu fern der Wahrheit sind…schmunzel

      • Detlev Behrens
        sie sind auf dem holzweg, mein rückzug kommt in raten. ich hoffe, sie können es erwarten. brauchen sie ein freies feld?

    • Sehr geehrter Herr Bruns

      Michael Recha, Friedrich von Mansberg, Karlheinz Fahrenwaldt, Peter Luths, Edzard Schmidt-Jortzig minor und Sie, Herr Bruns. sollten sich vielleicht – ohne sogleich wieder schimpfend oder von oben herab in Abwehrstellung zu gehen und entrüstet auszurufen: „Ich? Ich doch nicht!“ – das Gespräch zwischen Herrn Joachim Zießler von der Landeszeitung und Herrn Dr. John Seidler sorgfältig durchlesen, in welchem betont wird: „Alle Verschwörungstheoretiker beschäftigten sich obsessiv mit den Medien, von deren vermeintlichen Lügen sie sich die Bestätigung der angenommenen geheimen Wahrheit, also ihres eigenen Weltbildes, erhoffen.“

      Nur eine winzige Transferleistung muss von Ihnen allen bei der Lektüre erbracht werden, Herr Bruns: Wenn es heißt, dass „die Echoräume der sozialen Medien Anhänger einer bestimmten Meinung in ihrem Weltbild bestätigten“, dann gilt das eben NICHT NUR für die Echoräume der sogenannten „sozialen Medien“, SONDERN AUCH für die Echoräume der politischen Parteien und Fraktionen und Interessen in Lüneburg GENAUSO WIE für die Echoräume der Isolierzellen des eigenen Überlegenheitsbewusstseins, in die sich Menschen zurückgezogen haben, die klarer, unmittelbarer bürgernäher und ehrlicher zu sehen und zu urteilen glauben als die meisten anderen Zeitgenossen. Und, Herr Bruns, immer daran denken, was Sie auf dem Papierstreifen gelesen haben, den Sie während Ihres letzten Besuches im China Restaurant Jumbo (Lindenweg 12) aus Ihrem Glückskeks gefummelt hatten: „Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen“.

      Hier geht’s zum lesenswerten Interview, das unausgesprochen dazu auffordert, die genannte Übertragung vom Besonderen ins Allgemeinere zu erbringen:
      http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Landeszeitung-Lueneburg-Suechtig-nach-der-Medienverschwoerung-Dr-John-Seidler-erklaert-Echoraeume-der-sozialen-Medien-bestaerken-Anhaenger-in-ihrem-Weltbild-5214206

      MfG, Ihre alte Rita Böttjer (Sie, über dreißig Jahre jünger als ich, erinnern sich vielleicht an mich?)

      • meine liebe Rita Böttjer. es gibt so manchen unfug ,der intellektuell seine kreise zieht, wie zum beispiel der satz: wer sich verteidigt, klagt sich an. unfug wird nicht dadurch besser, wenn er intellektuell rüberkommt. da sie mich ja nicht ernsthaft verletzen wollten, verzeihe ich ihnen , schmunzel. obenherab von einem schwerbehinderten frührentner in frage gestellt zu werden, ist kaum noch zu verzeihen, oder? fehdehandschuhe trage ich gewöhnlich nur bei besonderen anlässen. schmunzel

  31. Gustav, Schulz & Friends

    hallo Klaus Bruns, wir möchten uns hiermit gern von Ihnen verabschieden. kämpfen Sie für die freiheit des geistes. das andere kommt dann fast von allein. genauigkeit wird nie überbewertet, selbst wenn sie nicht mal unterbewertet wird. was wir damit sagen wollen, weniger dummes Zeug reden, sondern selbst nach den Maßstäben kommentieren, die Sie anderen anempfehlen. tschüss.

    • Gustav, Schulz & Friends
      was haltet ihr von einer ehrlichen entschuldigung ? damit meine ich euch. wieso glaubt ihr, ich tue etwas ,,zufällig,, ungenaues? übrigens dummes zeug liegt sehr oft im auge des betrachters und kommt manchmal erst nach jahrzehnten zum vorschein. ihr wisst , ich mag studenten , schmunzel.

  32. Sehr geehrter Ratsherr Michèl Pauly

    auch an Sie möchte ich gerne zwei Fragen richten: Oben ist von einer jungen Studentin, die schon seit vielen Monaten, ich glaube, seit fast zwei Jahren, unter dem Pseudonym „Paulina von Essen“ immer wieder sehr intelligente Kommentare bei Blog.JJ schreibt, ein Zeitungsartikel aus dem Hamburger Abendblatt von Oktober 2008 beinahe komplett zitiert worden: https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/381629-die-spd-kompanie-und-die-mitlaeufer#comment-74218

    Diesen Artikel können Sie, ohne an der Bezahlschranke hängen zu bleiben, auch komplett lesen, wenn Sie oben in die Suchleiste Ihres Computers „Transparenz ist für alle Politiker sehr wichtig – Hamburger Abendblatt“ eingeben und dann das erste Suchergebnis anklicken.

    In diesem Artikel werden Eberhard Manzke, Friedrich von Mansberg und Karl-Heinz Hoppe vorgestellt, wie sie sich dagegen verwahren im Nebeneinander und Zugleich ihrer politischen Mandate und ihrer geschäftlich-beruflichen Bemühungen einen Interessenkonflikt zu erkennen.

    Vor dem Hintergrund Ihrer eigenen Erfahrungen als Mitarbeiter der Firma Manzke, der gleichzeitig mit seinem Arbeitgeber im Stadtrat und in verschiedenen Ausschüssen zusammensaß, außerdem vor dem Hintergrund der Überlegungen, die sich an das Bekanntwerden der Tatsache, dass der neue Bauausschussvorsitzende Webersinn ein Maklergeschäft betreibt, dessen Geschäftsführung und „Partnern“ auch in den öffentlichen Bauaktivitäten von Stadt und Land die Möglichkeiten des gewinnbringenden „Engagements“ nicht verborgen bleiben wird, und vor dem Hintergrund, dass es im Kommunalwahlprogramm der LINKEn heißt: „im Rat und Kreistag sind Kriterien gegen Korruption im Zusammenhang mit öffentlichen Vergabeverfahren zu erarbeiten, an die sich sowohl Verwaltung als auch Politik strengstens zu halten haben. Jeder Verstoß dagegen muss sofort veröffentlicht werden. Alle bekannt werdenden Verstöße sind in ein Korruptionsregister einzutragen (Punkt 4.1, Bulletpoint eins: http://www.dielinke-lueneburg.de/index.php?id=43885), vor dem Hintergrund all dessen frage ich Sie, lieber Ratsherr Pauly:

    1. Gehen Sie in Ihrer Polemik nicht ein wenig weit, wenn Sie Herrn Jenckel eine berufliche Affiliation vorhalten, die vor elf Jahren endete, während Sie, Herr Webersinn, Herr von Mansberg, Herr Hoppe, Herr Manzke und noch einige andere Spezialisten und Praktiker der vollkommen uneigennützigen Unterscheidungskunst sich über hochgradig konfliktschwangere Zwangsverhältnisse Gedanken zu machen hätten, weil sie entweder noch darin stecken oder gerade eben erst daraus entkommen sind?

    2. Halten Sie es – auf lokaler Ebene – für möglich, den Missbrauch von politischen Mandaten zum mittelbaren Verfolg von persönlich-privaten wirtschaftlichen Interessen abzustellen? Sind „Verquickungen“ auf lokaler Ebene nicht gerade besonders naheliegend? Wie müsste eine solche Regelung aussehen, die z. B. „Kriterien gegen Korruption im Zusammenhang mit öffentlichen Vergabeverfahren“ enthält? Inwieweit wäre sie auf das Vertrauen in die Geltung und die Beachtung der Gebote von Sitte und Anstand angewiesen? Inwieweit ließe sie sich festschreiben und ihre Einhaltung sich durchsetzen?

    MfG, Rita Böttjer

    • Sehr geehrte Frau Böttjer,

      vielen Dank für den ausführlichen Kommentar. Natürlich war mein Einwand gegen Herrn Jenckel eine bewusst betriebene Polemik. Aber wie an fast jeder guten Polemik, ist auch etwas dran. Sie fragen mich wie ich etwaige Verquickungen von Personen wie Herrn Manzke bei Ratsangelegenheiten bewerte. Und ich sage: Dazu kann ich objektiv gar keine Aussage treffen. Da ich als Mitarbeiter ganz subjektiv mit ihm zu tun hatte und auch auf „seiner“ Seite saß, kann ich dazu nicht objektiv sein. Ich versuche es auch nicht. Und genau diese fehlende Objektivität werfe ich auch jemandem vor den ich gerade als „im OB-Verteidigungsmodus“ empfinde und der als Pressesprecher die Seite, das Handeln und die Beweggründe des Oberbürgermeisters erfahren hat, nie aber die oftmalige Ohnmacht des Rates am eigenen Leib erfahren hat.

      Beim Angriff auf Herrn Webersinn habe ich ein anderes Problem, das Sie wohl auch verstehen können werden: Wenn jemand wegen seines politischen Engagements für seinen Beruf kritisiert wird und droht da Schaden zu nehmen, reagiere ich allergisch. Wenn ehrenamtliche Ratsmitglieder für ihr politisches Engagement drohen Schaden zu nehmen, wird die Hürde für berufstätige Menschen in Räte zu gehen umso größer, da immer „Gefahr“ droht. Das habe ich selbst erfahren. Doch wenn wir nur diejenigen in die Räte lassen, die aufgrund ihrer Einkommensart grundsätzlich unverdächtig der wirtschaftlichen Interessen sind, dann bekommen wir einen Rat voller Polizisten, Lehrer und Soldaten. Es gab Fraktionen, da waren diese Berufsgruppen fast in der Mehrheit.

      Zum Thema Immobilien: Ich war ja nun selbst indirekt in diesem Bereich tätig. Natürlich kann es passieren (in anderen Jobs übrigens auch) dass irgendwann mal eine Entscheidung kommt, bei der eine Begangenheit gegeben ist. Befangenheit entsteht für mich dort, wo das eigene Unternehem oder der eigene Arbeitgeber oder die eigene Familie unmittelbare wirtschaftliche Vor- oder Nachteile aus einer Vergabe der Stadt hat. In diesen Fällen muss sich ein Ratsmitglied für befangen erklären – an möglichst früher Stelle. Rein rechtlich aber spätestens dann, wenn es um die unmittelbare Vergabe geht. Konkretes Beispiel: Der Rat plant den Verkauf eines Gebäudes. Dazu werden Vergabekriterien entwickelt. Diese Kriterien werden öffentlich. Daraufhin bewirbt sich das Unternehmen des Ratsmitgliedes X. Spätestens jetzt, wenn die Entscheidung der Vergabe ansteht (üblicherweise durch Verwaltungsausschuss, nicht durch den Bauausschuss) hat sich Ratsmitglied X der Mitwirkung zu enthalten. ICH sage: wenn Ratsmitglied X ahnt, dass das eigene Unternehmen Interesse an dem behandelnden Gebäude haben KÖNNTE, dann SOLLTE dieses Ratsmitglied sich bereits am Anfang des Prozesses für befangen erklären. So habe ich es gehalten in meiner Tätigkeit – auch bei Themen an dessen Ende ich oder meine Firma gar kein Interesse hatten am Ende des Tages. Ich glaube mich konsequent aus allen Entscheidungen herausgehalten zu haben, bei denen mein Arbeitgeber irgendwann hätte einen wirtschaftlichen Vorteil haben können. Und ich sage auch: Eine Einmischung als Ratsmitglied in die Entscheidungsfindung wurde von mir übrigens nie verlangt von meinem damaligen Arbeitgeber.

      Was Herrn Webersinn selbst angeht: Meiner Kenntnis nach hat sein Unternehmen noch nie mit einer Liegenschaft der Hansestadt Lüneburg zu tun gehabt. Und soweit ich das Geschäft verstehe, steht dies auch nicht an. Eine besonders herausragende Rolle oder zusätzliche Informationen erhält der Bauausschussvorsitzende übrigens auch nicht. Die Informationen, die der Vorsitzende des Bauausschusses erhält, erhält JEDES Ratsmitglied. Und eine herausragende Rolle ist die Einladungsgestaltung und der Erteilen des Wortes in der Sitzung meiner Meinung nach nicht. Insofern sehe ich die Kritik an einem Bauausschussvorsitzenden aus der Immobilienbranche für weitgehend fehl am Platz. Ein kleines bisschen verstehen könnte ich diese Kritik wenn es um die Mitwirkung im Verwaltungsausschuss ginge. Aber selbst da muss die einzelfallbezogene Befangenheit gelten und kein „Generalverdacht“.

      Wer Einfluss nehmen will auf politische Entscheidungen, tat dies in den vergangenen Jahren gewiss nicht durch Teilhabe im Rat, sondern durch Bekanntschaft mit Personen der Verwaltung. Vielleicht auch durch Spenden an Parteien. Hier beginnt Korruption. Eine Art der Wohlfühlkorruption beginnt auch bei Einladungen zu netten Essen, Empfängen, etc. Manchmal beginnt Korruption aber auch durch erwünschtes Verhalten des wirtschaftlichen Akteurs bei anderen Themen. Wenn etwa der Eigentümer einer schnieken Fläche, sagen wir mal eines lokal tätigen Energiekonzerns, auf der man als Stadt gerne preisgünstigen Wohnraum schafft, einen „extrem fairen“ Kaufpreis für dieses Grundstück anbietet, vielleicht schaut man dann einmal weniger hin wenn der Energieversorger „einzigartig stark differenzierte“ Preise bei der Fernwärme anbietet? Diese Art der moralischen Einflussnahme und des Lobbyings halte ich für viel gravierender als die Relevanz von Ausschussvorsitzen. Aber – das gestehe ich gerne ein – ich bin in dieser Frage als Ratsherr und Nichtverwaltungsmitglied, als jemand der im Ersten Arbeitsmarkt tätig war – vielleicht auch beeinflusst. Das einzuschätzen obliegt Ihnen, nicht mir. Aber eines bitte ich Sie: Wenn ich von Lobbyeinflüssen getrieben bin und nicht mehr vermag dies einzusehen oder auch nur für möglich zu halten: Dann jagen Sie mich gefälligst aus dem Rat!

      • Lieber Herr Pauly, hier noch einmal für Sie meinen Kommentar, den ich am 27. Oktober, als die Jamaika-Koalition sich öffentlich erklärte.

        Es geht nicht
        um Blockaden

        Von Hans-Herbert Jenckel

        „Jamaika im Rat, das ist ein lokalpolitisches Beben in Lüneburg, ein Systemwechsel zu SPD und X. Die Sozialdemokraten, gefühlt immer am Drücker, finden keinen Partner und geraten in die Defensive in einer zersplitterten Opposition. Da ist Feuer unterm Rathausdach.

        Die schwarz-grün-gelbe Gruppe will mehr Demokratie wagen, sie ist aber auch ein Aufbegehren gegen die Dominanz des Oberbürgermeisters. Seit einem Vierteljahrhundert regiert Ulrich Mädge die Stadt mit komfortablen Ratsmehrheiten im Rücken. Neben ihm wirkt eigentlich alles klein, zuletzt die Grünen. Bisher ist es, aus Angst oder Respekt, stets bei geschwätzigen Hinterzimmer-Rebellionen geblieben.

        Das es jetzt anders kommen soll, auch dafür ist Mädge ungewollt der Motor. Er hat vielleicht zu oft ausgeteilt. Jamaika ist die Quittung. Bringt das auch Farbe ins Spiel?
        Die Gruppe will den Rat öffnen, die besten Ideen und nicht betonierte Mehrheiten walten lassen. Ob‘s gelingt, ob Jamaika im Rat nur Episode bleibt – das steht in den Sternen. Sicher ist: Es wird knirschen oder krachen. Wenn Verkrustungen aufbrechen – gut so.

        Wer immer der Architekt dieses Jamaika-Bündnisses ist, ihn hat hoffentlich auch getrieben, auf Augenhöhe mit OB und Verwaltung die kommunale Selbstverwaltung im Sinne des Gesetzes zu führen. Denn nur daran kann sich auch diese neue Gruppe messen lassen:
        das Beste zum Wohle der Stadt zu suchen. Es geht nicht darum, alte Rechnungen zu begleichen, Mädge aus Prinzip zu gängeln oder gar Blockade-Politik zu treiben. Es geht um Lüneburg, nicht um Befindlichkeiten.

        Das gilt natürlich auch für den Oberbürgermeister.“

        Ich habe meine Meinung in den letzten fünf Wochen nicht geändert. Das blenden Sie aus, passt nicht in Ihre Argumentationskette. Wer eine neue Ratskultur leben will, der sollte sich nicht an alten Gewohnheiten orientieren. LG Ihr hhjenckel

        • Es gehört zu den Privilegien von parteiischer Politik bestimmte Wahrheiten zu thematisieren die in die Argumention passen und anderes eher zu ignorieren was die Kommunikation noch differenzierter aber auch noch schwerer verständlich machen würde. Darum habe ich Wesentliches dieses zitierten Kommentars außer Acht gelassen um an geeigneter Stelle unausgesprochene Wahrheiten umso stärker zu thematisieren. Wenn sie Fragen, ob ich diesem Kommentar bei meiner Schelte gegen Sie mit einbezogen habe, lautet die Antwort “Nein“. Ebenso wie sie alles Gesagte oder Geschriebene überall von mir oder Anträge auch nicht einbezogen haben. Aber jetzt beachten Sie so etwas wie die bestehende Entschädigungssatzung mehr und alles was ich tun muss, ist meine Selektion in der Argumentation einzugestehen. Damit kann ich leben. So funktioniert ein meinungsbasiertes Forum doch, oder?

          • So verstehe ich es. Wahrheit gibt es im Journalismus nicht in Reinkultur. Wir müssen versuchen ihr nahe zu kommen , wenn es um unsere Befindlichkeit geht, schreiben wir einen Kommentar.

            Sie als Politiker können argumentieren und agitieren zugleich. Das ist Ihr Privileg.

            Unser Privileg war es lange, also vor der digitalen Revolution, die Agenda, worüber wir gemeinsam reden, weitgehend zu setzen. Ich lege Wert auf das Präteritum. LG hhjenckel

          • Hallo Michèl
            Es gehört zu den Privilegien von parteiischer Politik bestimmte Wahrheiten zu thematisieren die in die Argumention passen und anderes eher zu ignorieren was die Kommunikation noch differenzierter aber auch noch schwerer verständlich machen würde.
            mein lieber, kennst du faule ausreden? für wen seit ihr da? für euch selbst, als selbstdarsteller ? oder für die bürger? dienen beginnt, sich selbst ehrlich zumachen. dienen heißt nicht, nur für die eigene klientel da zu sein. parteien haben deswegen ein problem, weil sie nur noch klientelpolitik betreiben. sie wollen wiedergewählt werden. du weißt, ich mag dich, auch weil du klug bist. lasse das klienteldenken mal weg. eure hartz iv fraktion hatte euch in der vergangenheit nicht nur probleme bereitet, sondern auch noch die richtung vorgeben. von wem wollt ihr gewählt werden? nur von hartz iv empfängern? sie sind gottseidank bei uns noch nicht die mehrheit. MfG.

          • „parteien haben deswegen ein problem, weil sie nur noch klientelpolitik betreiben“?

            Woher wissen Sie das, Herr Bruns? Haben Sie sich´s selbst ausgedacht oder haben Sie´s aus der brisanten neuen Studie der Bertelsmann-Stiftung aus Gütersloh?

            Aus der neuesten Studie, die die Bertelsmann-Stiftung heute in Gütersloh vorstellt, geht hervor, daß die Zahl der fragwürdigen Studien, die die Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh vorstellt, in den letzten Jahren stark angestiegen ist. Die Gütersloher Forscher überprüften mehrere hundert Studien der Bertelsmann-Stiftung auf dubiose Inhalte und wurden in mehreren hundert Fällen fündig. Der Vorstand der Bertelsmann-Stiftung (Gütersloh) wollte sich zu den einzelnen Ergebnissen nicht äußern, bezeichnete die Studie jedoch in einer ersten Stellungnahme als höchst fragwürdig. Eine Studie über die umstrittene Studie ist bereits in Arbeit und soll in zwei Wochen in Gütersloh vorgestellt werden.

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Herr Jenckel,
            entspannen Sie erstmal (am besten mit Deichkind: https://www.youtube.com/watch?v=cnEQja0jBXs&index=18&list=RDMMg9CQ1o5do78
            Da ist alles drin: Jamaika, Visionen, Show, Rhythmus und Pepp!

          • Lieber Karlheinz Fahrenwaldt

            Sie machten sich neulich als »Hörzu«-Leserbriefschreiber zur ZDF-Krimiserie »Der Kriminalist« Luft: »Der Sender sollte einmal die Auswahl seiner Autoren überdenken. Die neuen Folgen haben eine sehr, sehr schlechte Ausdrucksweise: ›Fuck!‹ und ähnliches. Den Rest möchte ich gar nicht wiederholen. Vielleicht geht es in Berlin so zu, woanders kenne ich das nicht.« Mit Verlaub, aber da sind Sie, Herr Fahrenwaldt, in Ihrem Leben wohl noch nicht sehr weit herumgekommen, z.B. bis zum Albert-Schweitzer-Familienwerk Jugendhaus in der Alec-Moore-Straße. Was man dort zu hören bekommt, da hauts Eana glatt – wie man bei mir Zuhause in Waldmünchen, Oberpfalz sagt – auf die Fotzn.

            Abgefuckt: Gertraud Alt

          • Sehr geehrter Herr Pauly, sehr geehrter Herr Jenckel,

            ich habe zwei Einwände:

            1. Sie, Herr Pauly, nehmen für sich in Anspruch, in einer Auswahl von Aspekten nach von Ihnen vorgenommenen Gewichtungen und zu „parteiischen“ Zwecken über ein Thema reden zu dürfen, noch dazu mit dem Argument, ein bestimmter Grad an Feinheit in der Darstellung würde zu Verständnisschwierigkeiten führen? Bei wem, Herr Pauly? Das, was Sie da beschreiben, nenne ich taktische Kommunikation, die von paternalistischer Anmaßung durchtränkt ist. Beweist Ihr manipulatives Manövrieren nicht exakt die herablassende Haltung dem vermeintlich begriffsstutzigen Außenstehenden gegenüber und den kalkulierend instrumentellen Umgang mit Informationen, welches beides Sie Herrn Mädge und Herrn Salewski vorwerfen? Und gibt es nicht einen Unterschied zwischen (a) einem Journalisten, der in einem pointierten Meinungsbeitrag aus der Perspektive des Beobachters auf die eine oder andere denkbare Schwierigkeit bei einem politischen Vorhaben hinweist und (b) einem Politiker, der versucht, durch eine verzerrende Präsentation von Fakten die Glaubwürdigkeit dieses Journalisten zu untergraben, weil dieser angeblich nicht jede Einzelheit erwähnt hat, die nach Meinung jenes Politikers hätte erwähnt werden müssen?

            2. Sie, Herr Jenckel, verwässern Ihre Ansprüche vorschnell, wenn Sie zugestehen, Wahrheit gebe es im Journalismus nicht „in Reinkultur“. Wahrheit gibt es nämlich durchaus, wenn Sie sich darauf beschränken zu schreiben, was der Fall ist, was sich verifizieren lässt. Die Scheune brannte. Der Unfall geschah. Das Betrugsdezernat ermittelte. Sie stellten Herrn Webersinn eine Frage. Er teilte Ihnen daraufhin dieses oder jenes mit. Welche Schlüsse aus derartigen Geschehnissen zu ziehen sind, ist eine ganz andere Frage. Da sind Stimmigkeit, das Zusammenpassen der Einzelheiten, also der höhere Grad an Wahrscheinlichkeit das Maß für die Richtigkeit der einen Geschichte eher als die der anderen. Aber: „Wenn es um unsere Befindlichkeit geht, schreiben wir einen Kommentar“? Als Journalist? Nein, den schreiben Sie, wenn Sie ins Weltgeschehen eingreifen und etwas verändern wollen. Und alles was Sie dazu berechtigt, dass Ihr Kommentar gedruckt und gelesen und besprochen wird und größeren Einfluss gewinnt als „das Gequatsche der Schwiegermutter“ – wie Adorno das einmal ausdrückte – ist schlicht, dass es Ihr Job ist, für den Sie bezahlt werden, uns auf der Grundlage Ihres Wissens, Ihrer Erfahrung, Ihrer Fertigkeiten, Ihres Berufsethos, Ihrer Urteilsfähigkeit und Ihrer durch jahrelange erstklassige professionelle Arbeit erlangte Vertrauenswürdigkeit eine – natürlich subjektive – aber aufgrund ihrer Qualität eben bedenkenswerte und orientierende Meinung mitzuteilen. Je klarer, schärfer umrissen und entschiedener diese Meinung und die wichtigsten sie stützenden Gründe vorgetragen werden, umso besser. Es ist eine Hauptaufgabe von Qualitätsjournalismus Schneisen durch den Dschungel der Nachrichten zu schlagen und gangbare Wege zu weisen. Ob er sie dann auch geht oder andere ansteuert, entscheidet zuletzt natürlich immer der mündige Leser und Bürger allein. Ist es nicht genau dieses Bedürfnis nach Festigkeit, Geradlinigkeit und Bestimmtheit in der Einseitigkeit von Gesprächsangeboten, welche im Wettbewerb mit anderen ebenso einseitigen stehen, das auch im Stadtrat und im Kreistag dafür gesorgt hat, dass endlich der Morast der altväterlich wohlwollend behaupteten „Alternativlosigkeiten“ verlassen und wieder offen über deutlich in ihren Unterschieden profilierte Vernunftpositionen gestritten wird?

          • Sie erklären das natürlich weitaus umfassender. Das verlangt auch nicht nach Widerspruch.

            Aber ich bleibe dabei, wir versuchen nach bestem Wissen und Gewissen zu berichten, und doch bleibt es eben eine Annäherung an das Geschehen. Wie subjektiv, das hängt zum einen von der eigenen Disposition ab und zum anderen von der Fähigkeit beim Schreiben Freund und Feind auf Distanz zu halten, um möglichst objektiv zu berichten.

            Was aber Herr Pauly will, ist eine umfassendere und keine auswählende Berichterstattung, er will im Grunde Protokolle in der Zeitung lesen, aber dafür haben Zeitungen nur in Ausnahmefällen Platz. Und vor allem: Das ist im Grunde nicht das Wesen der Zeitung.

            Lg hhjenckel

          • Ein bisschen Größenwahnsinn kann nicht schaden

            lieber Herr Fahrenwaldt, was diese holmende Jubelhymne des kellernden Großraumschaumschlagens mit Jenckel zu tun haben sollte, müssen Sie mir bitte noch kurz erläutern. Neben Verbalblasen blubbernden Berufseuphorikern wie Sascha Spoun, Michael Zeinert und Ulrich von dem Bruch kommen Sie ja auch einmal vor: „…leben Sie den Traum, dafür muss man kein Genie sein…“, wird Ihnen, der mit seinen Talenten haushalten muss, begütigend zugerufen. Und auch daran, wie Sie Ihr Auskommen am Ostlandring aufbessern können, indem Sie Natur und Umfeld mit satirischen Themen plakatieren, ist von den Deichkindern gedacht worden: „Kaufen Sie kein Weed, Mann, kaufen Sie Jamaica. Bauen Sie kein Reihenhaus, bauen Sie ein´ Vorort und herrschen dort als glücklicher Warlord.“

            Gutes Gelingen wünscht: Hauke Haien

          • Karlheinz Fahrenwald

            @ Frau Alt: Ich lese die LZ online, die Blätter für deutsche und internationale Politik und die Apothekenrundschau (wegen Tinitus und überhaupt!), eine Zeitung oder Illustrierte des Springerverlages erreich mich nicht. Sie müssen einem Geisterschreiber aufgesessen sein. Ich treibe mich zwar öfter im, am und am Jobcenter umzu herum, aber das Jugendhaus in Ihrer Straße kenne ich nicht. Jede Jugend hat ihre eigene Spreche. Seit Prince ist beispielsweise Matherfucker ein Kosewort.

            @ Herr Haien: Auch Sie sollten sich Deichkind ganz entspannt anhören und nicht in jeden gesungenen Satz persönliche Befindlichkeiten hineininterpretieren.

            @ Herr Kules: Leider kann ich Ihren Wunsch nicht erfüllen, da wir in einem Land leben, in dem jeder seine Meinung frei äußern kann. Man muss dann halt damit leben, als Verschwörungstheoretikern, Vaterlandsverräter oder Spinner bezeichnet zu werden. Sie können aber zum Sams gehen und Ihren Wunsch seiner Wunschmaschine vortragen. Möglicherweise reicht Ihnen ja deren Antwort. Und wenn Frau Schäfer meint, dass ich eine ehe- oder ehrverletzende Aussage getroffen habe, bleibt ihr ja der Weg zum Gericht unbenommen und dann kann der Richter entscheiden!

          • Hallo Herr Fahrenwaldt

            Nicht Frau Schäfer meint, sondern ich meine, dass Sie sich mit Ihrer beleidigenden Falschbeschuldigung ehrverletzend verhalten haben. Wenn Sie ihr den Weg vor Gericht empfehlen, statt die Dame für Ihre verlogene Frechheit um Verzeihung zu bitten, dann zeigen Sie nur, dass Sie keine Scheu haben, sich in Sachen Anstand auf einem Niveau mit propagandistischen Pestposaunen wie Petry, Pretzell und Poggenburg zu bewegen.

            Schade! Unsere Konversation endet damit unwiderruflich an dieser Stelle.

            Hermann Kules

        • Sehr geehrter Herr Pauly,

          eine Einschränkung der Pressefreiheit gibt es in Lüneburg nicht. Dass einzelne Politiker, Unternehmer, Verbandsgeschäftsführer und Universitätspräsidenten immer mal wieder zum Telefon greifen und versuchen, Kritik zu unterdrücken – geschenkt. Auch journalistische Freiheit muss immer wieder neu erobert oder zumindest verteidigt werden. Vielleicht meinen Sie was anderes: Eine Art „freiwillige Gleischaltung“, wie Evelyn Roll das schon vor 10 Jahren genannt hat. Der Übergang vom distanzierten, kritischen Beobachter zum Teilnehmer an einer Kampagne für das vermeintlich Wahre, „den Zeitgeist“, „den Volkswillen“, die „Lückenschlussnotwendigkeit“, „die Imageaufwertung des Standortes“ und dergleichen pseudolegitimierende Dampfplaudervokabeln mehr ist ja mittlerweile mancherorts Usus, weil man glaubt, die Welt in Schwarz und Weiß einteilen zu können. Zu dieser neuen Journalisten-Haltung des Aktivisten, der vermeintlichen kollektiven Bedürfnissen „nachspürt“ und ihnen „engagiert“ zu entsprechen versucht, passt, dass jeder, der dagegen – oder nicht uneingeschränkt dafür – ist, manchmal sogar von den eigenen Kollegen – und zwar nicht nur wenn sie in einem „Förderverein“ sitzen – angegriffen wird.

          Dass Parteien, Behörden und Unternehmen „mauern“, zumal wenn es um heikle Informationen geht und dass ihr „Management“ Interviews verweigert- oder nur ein meist wenig aussagekräftiges „Statement“ aushändigt, ist eine unerfreuliche Realität. Kein Mensch schafft es, wenn er geohrfeigt wird, auch die andere Wange hin zu halten. Vielleicht kommt man dafür in den Himmel, aber auf Erden kommt man so nicht weiter. Man soll nichts Unmögliches verlangen, auch nicht von Firmen, Fraktionsvorsitzenden und Dienststellen, sondern nur das, was gesetzlich geregelt ist. Zu erwarten, dass Journalisten mit dem Presseausweis einen permanent gültigen Hausdurchsuchungsbefehl ausgehändigt erhalten haben, ist doch Quatsch. Vor die Aufdeckung hat der Herr die Anstrengung gesetzt. Das ist der Job von Redakteuren, die Schweigsamen zum Reden und die Verschlossenen zum Aufsperren zu bringen. Das ist das Spiel. Gewiss, zu große Nähe zu Informanten birgt die Gefahr des Verbogenwerdens oder des Sichverbiegens. Und wer sich schmeicheln darf, ganz nahe dran zu sein, übernimmt allzu leicht die Sichtweisen der Vorbeter. Denken Sie an sich und Herrn Recha, Herr Pauly. Das muss man wissen, und sich damit ständig neu auseinandersetzen. Sich manchmal gewaltsam losreißen, Freunde und Mitarbeiter kritisch angehen. Zu gutem Journalismus gehört auch der Mut, etwas einsam zu sein, eigenbrötlerisch und eigensinnig. So sehe ich Hans-Herbert Jenckel, als einen, der die Courage hat, einen Standpunkt zu vertreten, welcher unter Umständen nicht nach jedermanns Geschmack, aber klar artikuliert und plausibel begründet ist. Vielleicht sollten Sie es auch einmal probieren, Herr Pauly. Das passt vielleicht nicht zu den plakativen Fahrenwaldtschen Themenbildern vom angeblichen Kumpel-Journalismus, hilft aber bei der Wahrheitsfindung. Jenckel ist kein Mitläufer der Lüneburger SPD-Kompanie. Er ist ein durch und durch integrer Berichterstatter mit dem Mut, ein bissiger Kommentator und ein scharfzüngiger Aufklärer zu sein. Wo, Herr Pauly, wären eigentlich Lüneburgs Jamaikaner heute ohne Jenckels Blog.jj und die in dessen Atmosphäre liberaler Streitkultur ausgefochtenen Debatten?

          Wenn ich das Hin und Herr zwischen Ihnen und Jenckel gedanklich richtig mitvollzogen habe, Herr Pauly, dann haben Sie nach und nach jeden Aspekt Ihres Vorwurfs der Parteilichkeit an Jenckel zurücknehmen müssen und gestehen zuletzt sogar ein, sich in Ihren Darlegungen „politisch“ verhalten zu haben, also die Sachverhalte hier im Forum nach Ihren „Kommunikations“-Interessen „akzentuiert“ zu haben. Diese Aufrichtigkeit ehrt Sie. Sie haben einem freien, mutigen und meinungsstarken Journalisten bescheinigt, dass er genau das tut und getan hat, was seine Aufgabe war, ist und bleibt: nach bestem Wissen zu informieren und sich damit das Vertrauen seiner Leser zu verdienen, aber eben auch nach Maßgabe seines (!) Gewissens und seiner (!) Überzeugungen zu kommentieren und damit reflektierten Zuspruch oder Widerspruch herauszufordern — aber unter keinen Umständen blinde Gefolgschaft zu verlangen.

          Was ich jetzt noch vermisse, Herr Pauly, ist eine öffentliche Entschuldigung des LINKEn Kreistagsabgeordneten Karlheinz Fahrenwaldt für seine eheverletzende und verleumderische Bezichtigung, die LZ-Redakteurin Antje Schäfer habe die Kündigung Ihres Beschäftigungsverhältnisses verursacht oder mitverursacht.

          • Wenn ich das richtig verstehe, werfen sie mir parteiische Argumentation vor. Aber habe ich das je geleugnet? ich bin Parteipolitiker. Der Unterschied zu anderen wie Hr. v. Mansberg ist, so behaupte ich, ich gestehe dies ein. Auch öffentlich. Ich bestehe aber ebenso darauf, dass die Kritik zur Unvollständigkeit in der Berichterstattung zur Entschädigungssatzung oder auch zu Webersinns Geschäftsführung richtig war und bestehen bleiben kann. Bis heute wurde in der Prinz-LZ nicht geschrieben, welche Mehrkosten der neue Vorschlag der Entschädigungssatzung wirklich hat, eine falsche Zahl wurde unwidersprochen stehengelassen. Der Vorwurf der Selbstbedienung bei jenen die auch bei sich selbst sparen wollten blieb unwidersprochen stehen und wurde durch SPD – Leserbriefschreiber noch bestärkt. Bei Webersinns Tätigkeit wurde außer acht gelassen dass seine Firma bislang keine Lüneburger Grundstücke anfasste. All das gehört aus meiner Sicht – zumindest nach Bekanntwerden – auch berichtet. Und wer von Parteipolitikern erwartet stets alle Argumente zu rezitieren die die Gegenüber darlegen, der wird sich am Ende nur vom Gegenüber betrügen lassen.

          • „Was ich jetzt noch vermisse, Herr Pauly, ist eine öffentliche Entschuldigung des LINKEn Kreistagsabgeordneten Karlheinz Fahrenwaldt für seine EHRVERLETZENDE und verleumderische Bezichtigung, die LZ-Redakteurin Antje Schäfer habe die Kündigung Ihres Beschäftigungsverhältnisses verursacht oder mitverursacht.“

            Hermann Kules

          • Herrmann Kules
            da sie sich ja so vehement für die lz einsetzen, eine frage: warum hat die lz ihren hinweis auf überparteilichkeit abgeschafft? wurde es zu unglaubwürdig? schmunzel. ich frage sie und keinen mitarbeiter der lz aus gutem grund.oder sind sie etwa einer? schmunzel
            ich bin gespannt auf ,,ihre ,, antwort und will sie hier jetzt wirklich nicht zusätzlich von einem anderen haben.

          • Sehr geehrter Herr Pauly,

            Sie sind Parteipolitiker und Sie haben einen Standpunkt, den Sie vertreten, und Sie tun NICHT so, als sei dies nicht der Fall, sondern stehen zu Ihren Überzeugungen.

            Sehr gut! Deshalb genießen Sie meine Sympathie, obgleich ich nicht immer mit Ihnen einer Meinung bin. Aber ich bewundere Ihre Courage, Ihre Aufrichtigkeit und Ihr Bemühen um rational nachvollziehbare Argumente, also um begründete (oder zumindest prinzipiell begründbare) Thesen und Schlüsse.

            Das Gleiche alles in allem würde ich anführen, wenn ich meine ebenso hohe Wertschätzung von Hans-Herbert Jenckel erläutern sollte.

            Dass über die berufliche Situation von Herrn Webersinn nicht in aller Ausführlichkeit berichtet wurde, halte ich für vertretbar, da er sich, selbst wenn er sein Geschäft in Lüneburg betriebe, solange KEINEN Vorwurf zu machen hätte, bis er sich dabei ertappte (oder andere ihn dabei ertappten), wie er etwa in Vergabeverfahren Insidervorteile zum Zwecke der privaten Bereicherung nutzte. Ich persönlich halte erstens Herrn Webersinn für einen Ehrenmann und zweitens habe ich nicht den Eindruck, dass ihm jemand von der LZ einen Vorwurf wegen seiner Geschäftsführertätigkeit gemacht hätte.

            Ihre Entrüstung über die angebliche Unvollständigkeit in der Berichterstattung zu Webersinns Geschäftsführung, zu den Mehr- oder Wenigerkosten der neuen Entschädigungssatzung, zur falschen Zahlenangabe aus dem Rathaus und zum SPD-Vorwurf, die Jamaikaner hegten Selbstbedienungsabsichten kann ich – teilweise – trotzdem verstehen. Allerdings habe ich meine Kenntnisse über die polemischen Versuche ALLER Seiten, ihr Verhalten in der ersten Ratssitzung durch selektive, aber auch übertreibende Präsentation von Daten zu rechtfertigen, NUR aus der LZ — Print und Online. Dann kann es doch mit dem Hinweis auf Auslassungen und Einseitigkeiten DER LZ-REDAKTEURE nicht so weit her sein.

            Warum nutzen Sie oder Herr Webersinn nicht das Angebot Jenckels und schreiben den nächsten Blog.jj-Aufmacher, in welchem Sie oder Herr Webersinn Ihr Programm vorstellen und einige für dessen Umsetzung notwendige formelle Änderungen in gebotener Kürze erläutern? Information vor Agitation, Herr Pauly! Und eine Woche später darf Herr Salewski antworten, auch ohne zu agitieren, aber mit dem Mut zur Klarheit. Dann haben wir vielleicht für zwei, drei Wochen im Forum die demokratische Öffentlichkeit räsonierender Privatleute, die nicht nur Sebastian Heilmann so sehnlich wünscht.

            Noch ein Wort zu Ihrem letzten Satz, Herr Pauly: „Wer von Parteipolitikern erwartet, stets alle Argumente zu rezitieren, die die Gegenüber darlegen, der wird sich am Ende nur vom Gegenüber betrügen lassen.“

            Könnte LzOnline-Chef Jenckel nicht mit vollem Recht dasselbe für sich in Anspruch nehmen? Wo kämen wir da hin? Müssen wir nicht auf unseren Sprachgebrauch achten, Herr Pauly? Parolen, Phrasen und Behauptungen sind KEINE Argumente! Jene sollen wir nicht „rezitieren“, wenn wir uns nicht vor den Rollwagen der Volksverdummer spannen lassen möchten, das Eingehen auf diese aber zu verweigern, heißt die Pforte ins Reich der Hölle aufstoßen.

        • Hallo Ratsherr Pauly,

          Sie haben „Wesentliches“ des von Jenckel Geschriebenen „außer Acht gelassen, um an geeigneter Stelle“ von Jenckel „unausgesprochene Wahrheiten umso stärker zu thematisieren“?

          Wenn gefragt werde, ob Sie ausgewogene bis deutlich mit Ihren Projekten sympathisierende Kommentare von Jenckel bei Ihrer Jenckel-Schelte mit einbezogen hätten, lautet die Antwort “Nein“?

          Wird mit diesem, Ihrem Eingeständnis des „strategischen“, besser gesagt des bewusst „verfälschenden“ Schreibens von Ihnen dann nicht aber alles hier von Ihnen Geäußerte zweifelhaft? Auch auf der von Ihnen und den Jamaikanern beabsichtigten Änderung der Entschädigungssatzung ist ja hier oder in der Landeszeitung nicht Herr Jenckel herumgeritten, sondern Sie und anschließend Herr von Manberg und dann wieder Sie. Ein reichlich unerfreuliches Bild, das Sie in Ihrem leichtfertigen Umgang mit „selektiver Argumentation“ und Ihr unbelehrbar lügenhaft eine Journalistin diskreditierender Kollege Fahrenwaldt in diesen Tagen bei Blog.jj abgeben, finden Sie nicht?

          Was sagen Sie dazu?

        • Ergänzung: Hoffentlich ist Ihr Benehmen im schriftlichen Austausch nicht als vorbildlich und beispielgebend für den „neuen Geist“ der für wechselnde Mehrheiten offenen, sachnah und unvoreingenommen wägenden und von Parteiegoismen und persönlichem Vorankommen absehenden „Kultur demokratischer Fairness“ gemeint, die sich vorrangig an den Kriterien der Mehrung von Gemeinwohl, Frieden und sozialer Gerechtigkeit orientiert, Herr Pauly.

      • Lieber Herr Stellv. Chefredakteur Hans-Herbert Jenckel,

        Travis Brandberry, Co-Autor des Bestsellers „Emotionale Intelligenz 2.0“ und zugleich mein privater Lifestyle-Coach rät mir Folgendes, wenn ich dauerhaft als Verstand und Herzen gewinnender Sympathieträger rüberkommen will:

        „Begegnen Sie anderen Menschen nicht mit einer vorgefertigten Meinung. Gehen Sie offen auf sie zu und geben Sie ihnen eine ehrliche Chance. Und zeigen Sie auch die Bereitschaft, mal von Ihrem eigenen Standpunkt abzuweichen.

        Was aber nicht heißt, dass Sie sich wie ein Blatt im Wind an die Meinung Ihres Gegenübers anpassen sollen. Im Gegenteil: Leute, die scheinbar keine eigene Meinung haben, wirken schnell langweilig. Daher: Wechseln Sie nicht ständig Ihre Meinung. Und haben Sie auch den Mumm, Ihren Standpunkt offen zu vertreten.

        Last, but not least: Zeigen Sie Leidenschaft. Egal ob für Ihren Beruf oder für Ihr Hobby. Denn wer für eine Sache brennt, wirkt automatisch anziehend. Sympathiegewinn garantiert!“

        Lieber Herr Jenckel, ist nicht damit auch der Kern von gutem Meinungsjournalismus ausgesprochen? Muss dieser sich nicht etwas zutrauen, um eine Existenzberechtigung zu besitzen? Habe den Mut, eine dezidierte und gut durchdachte Meinung zu haben? Richte dich nicht nach deinen Befindlichkeiten und nicht nach dem Wind des Vorherrschenden, sondern nach den Resultaten deiner Überlegungen und deinen sich daraus ergebenden Gründen? Versuche die Agenda, worüber wir gemeinsam reden, weitgehend zu setzen, aber verschließe dich substantiellen Einwänden, Ergänzungen und Modifikationen nicht? Zeige die Position des Gegners nicht von ihrer schwachen, sondern von ihrer stärksten Seite, um sie dann zu widerlegen? Beweise Augenmaß, aber eben auch Leidenschaft? — Geht es nicht darum?

  33. Die SPD hat das grösste Verarmungsprogramm der Nachkriegsgecshichte ins Leben gerufen und aus dem Berater ,Herrn Peter Hartz einen Multimillonär, aus den betroffenen die Verlierer der Gesellschaft gemacht gemacht, die nicht mal einen Kinobesuch im Quartal leisten können. Von den Taten mit der Groko(EZB- Rettungspakete, Gesundeitsreform mit alleiniger Zahlung der Patienten, z. B. Brille, oder Zahnerstaz) mal ganz abgesehen Sorry, abwählen

    • Eigentlich ist es hier nicht das Thema und hat auch keinen Bezug zum Artikel, dennoch eine kleine Ergänzung zu ihrem Beitrag.

      Interessant sind die Ergebnisse der damaligen Hartz-Kommission (die CDU/CSU war damals insgeheim sicher froh dass die rot-grüne Koalition ihr diese „Drecksarbeit“ abgenommen hat) erst so richtig wenn man sich ein wenig mit der Person Peter Hartz beschäftigt. Nicht nur weil er keine „weiße Weste“ hat, sondern besonders auch in Bezug auf seine Herkunft und der Mitgliedschaft in der SPD und IG Metall. Da erscheinen die Ergebnisse seiner Kommission dann schon heuchlerisch. Denn sowohl die SPD als auch die IG Metall verstehen sich in ihrem Grundatz doch eigentlich als Vertreterorganisationen der Arbeiter und sozial schwächeren.

      Für weitere Infos zu Peter Hartz siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Hartz

      • Sie haben vollkommen recht, Heidi: der Fall des Peter Hartz´, der am 25. Januar 2007 wegen Untreue und Begünstigung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung sowie zu einer Geldstrafe von 360 Tagessätzen à 1600 € (insgesamt also 576.000 €) verurteilt wurde, ist hier nicht das Thema und hat auch keinen Bezug zum Artikel.

        • Rüdiger Hartmann

          @Orkan Bilek
          Zitat:

          …..ist hier nicht das Thema und hat auch keinen Bezug zum Artikel.“

          O doch lieber Herr Bilek, denn e geht um eine für den normalen Bürger nicht zumutbare Partei, die weder sozial ,noch demokratisch ist, obwohl die diesen Namen trägt und weitaus mehr Mitläufer (Hartz,Ackermann , Bertelsmann und Co,)und Kumpane hat, als man denkt, da diese im Hintergrund agieren;und das nicht um für den Wähler und Bürger etwas politisch sinnvolles zu erarbeiten oder zu ermöglichen. Siehe Entscheidungen bei entscheidenden sozialen Themen.
          Deshalb passt der Kommentar sehr gut zum Thema. Er zeigt sehr deutlich die seit Jahren vorherrschende unsoziale Einstellung der Partei, die offensichtlich geworden ist.

          • Die SPD ist nicht unsozial geworden, sie hat mit ihrem Hartz vier Programm nur verspätet auf die veränderte Zeit reagiert, in der die Solidargemeinschaft der Nation, die aus einem Nehmen und Geben bestand, sich in einer gewollten Auflösung befindet. Unser Gesellschaftssystem der sozialen Marktwirtschaft basierte auf Vertrauen und der Bereitschaft die sozialen Systeme in der Regel nicht in Anspruch zu nehmen, solange man noch zwei gesunde Hände zum Arbeiten hat. Bevor jemand bis in die 70er und 80er zum Sozialamt ging musste schon viel passieren. Eher wurde Spargel gestochen, auf dem Kartoffelroder gearbeitet oder die Familie beansprucht, als die Gemeinschaft zu beanspruchen. Mit zunehmender Beanspruchung der sozialen Sicherungssystme durch Menschen, insbesondere aus aller Herren Länder, die selbst nichts zur Solidargemeinschaft beisteuern und denen wiederum nichts abverlangt wurde, wurden die Systeme überfordert und die Selbsheilungskräfte der Gemeinschaft funktionieren halt nur, wenn man sich als Gemeinschaft empfindet und nicht als zusammengewürfelter Haufen, in dem Solidarität maximal im Clan gelebt wird. Man kann jetzt aller Orten beobachten, dass der gesellschaftliche Kit immer weniger aus einem nationalen und kulturellem Zusammenhalt besteht, sondern das die wachsende Multikulti Gesellschaft nur noch versucht wird, über Gesetze, Regeln, staatliche Kontrolle zusammenzuhalten. Das das nicht funktionieren wird, gerade mit unserem Sozialsystemen ist klar. Bassam Tibi hat mal die Frage gestellt, was eine vierköpfige Afrikanische Familie in Deutschland noch zum arbeiten bewegen soll, wenn sie zusammen mehr staatliche Leistungen erhalten als ein pensionierter Professor Pension. Wo kein Verständnis ist, der Gemeinschaft zu dienen und ihr etwas zu geben, wird der Staat nur mit Druck und Androhung von Sanktionen den Laden am laufen halten und das wird gerade die Treffen, die sich immer solidarisch gezeigt haben und nun gepresst werden.

  34. Wie sozialdemokratisch die SPD ist, kann man hier im Artikel über Hartz nachlesen. Offensichtlich hat Peter Hartz nicht alleine die Sanktionsregeln erarbeitet. Aber solcher Journalismus wird oft ignoriert.Gern gesehen sind die Beiträge, die unsere „Stammpolitiker“ im glänzenden Licht erscheinen lassen.

    https://deutsch.rt.com/inland/39902-namensgeber-fur-sozialabbau-peter-hartz/

  35. Hans-Herbert Jenckel

    Die Bezeichnung „Imperfekt“ ist für das Präteritum des Deutschen weniger geeignet, weil die synthetisch gebildete Vergangenheitsform hier – anders als im Romanischen – nicht oder nicht ausschließlich die „unvollendete Vergangenheit“ bezeichnet. Daher wird in der deutschen modernen Linguistik die Bezeichnung „Präteritum“ bevorzugt
    nur zur erklärung, nicht jeder hatte latein, der eine zeitung liest. und nicht jeder hat zeit , die erklärung zu suchen.
    bei hart aber fair, ist der moderator immer so nett, es zu erklärung. warum wohl? MfG

    • Was ist schlimmer als Intellektuelle, Herr Brus? Feinsinnige Intellektuelle. Im Polen der Nachkriegszeit galten sie als „Fäulnis des Westens“. Der Ausdruck könnte auch von Gauland, Erdoğan oder Putin stammen. Wer den Essay „Verführtes Denken“ liest, merkt, welche Parallelen es zwischen Weltanschauung und Rhetorik der neuen Autoritären und der alten Kommunisten gibt. Zu feinsinnige Intellektuelle wurden im Polen der Nachkriegszeit von den Kommunisten für die „Fäulnis des Westens“ gehalten. Das könnte auch von Gauland, Erdoğan oder Putin stammen. Aber nicht auch von weniger „feinsinnigen“ Intellektuellen wie Fahrenwaldt oder Ihnen, Herr Bruns?

      Czesław Miłosz, 1980 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet, zeigt in seinem berühmten Essay, wie viele Intellektuelle seiner Zeit für die autoritäre marxistische Ideologie empfänglich wurden. Im Zentrum des Buches stehen vier Autoren-Porträts, die exemplarische Formen von Anpassung und Selbstzensur repräsentieren. Beeindruckend ist die menschenfreundliche Nachsicht, mit der Miłosz die „Verführten“ zeichnet und ihr Denken dennoch scharf kritisiert.

      Die Porträts helfen zu verstehen, was Menschen in die Arme der Autoritären treibt, etwa, wie er schreibt, ein „Bedürfnis nach brutalen Wahrheiten“. Über Tadeusz Borowski, Auschwitz-Überlebender, großer Schriftsteller und als Journalist der Diktatur sehr ergeben, schreibt Miłosz: „Den Hass, wie er in ihm existierte, kann man mit einem Flusshochwasser vergleichen, das alles um den Fluss herum zerstört. Es schreitet nutzlos voran. Wie erleichternd muss es für ihn gewesen sein, als man ihm sagte, dass er diesen gewaltigen Fluss nur in die angeforderte Richtung lenken muss, sodass man damit eine Mühle betreiben könnte. Der Hass wird plötzlich nützlich, Hass im Dienste der Gesellschaft!“ Kurz vor Erscheinen des Buches, 1951, beging Borowski Selbstmord.

      Auch die pauschalisierende Verachtung von Geist und Bildung, von „Genauigkeit“ und „Differenzierung“ kann ganz leicht auf die Mühlen des Hasses gelenkt werden, Herr Bruns, im – angeblichen oder sogar tatsächlich vermeinten – „Dienste der Gesellschaft“ (die heute ja gerne wieder „Volk“ genannt wird).

      Czesław Miłosz: „Verführtes Denken“. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1953. 238 Seiten; nur noch antiquarisch zu erwerben, aber in der Stadtbücherei zum Ausleihen erhältlich.

      • Lukas Latz
        mein lieber, man wird gern verführt, man braucht sich nur bemühen. da ich weder bestechlich bin , noch außerhalb der reize meiner frau, verfänglich bin, war ihr kommentar an den falschen gerichtet. schmunzel. geist und bildung sind wichtig, viele leute verwechseln es.

  36. Flori
    So kritisiert Konrad Adam in der seriösen Tageszeitung Frankfurter Allgemeine: „Die Parteien besitzen Macht, haben aber verlernt, mit ihr verantwortlich umzugehen. Sie verengen das Gemeinwohl auf ihr Gruppeninteresse, das sie dann abermals mit höchst persönlichen Vorteilen verwechseln“ (FAZ 3.9.1992).
    https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/fileadmin/Redaktion/Institute/Sozialwissenschaften/Politikwissenschaft/Dokumente/Alemann/text_prob-demokratie.html

    • Klaus, mir scheint, Sie nähern sich mit jedem Ihrer Posts immer weiter Ihrem eigentlichen ideologischen Heimathafen an:

      „Die AfD kokettiert bis heute damit, als Anti-Establishment-Partei von der Presse systematisch ignoriert und falsch dargestellt zu werden. Dabei stand das, was die Pegida-Demonstranten und die AfD-Anhänger heute rufen, schon vor zehn Jahren in Adams Kommentaren von FAZ und Welt.“

      http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-01/adam-afd-islam/komplettansicht

      • Flori
        der schein trügt, hier ist mal wieder ein beweis, wie gefährlich es ist , zitate aus dem zusammenhang zu reißen. Vortrag

        für die internationale Konferenz „Krise der politischen Parteien“
        veranstaltet vom Colegio de Mexico in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Mexiko
        ob das goethe-institut schon von der afd unterwandert wurde? schmunzel mexikaner sind sowieso alles afd-anhänger. sie lieben trump. hm hm.

    • „Die Parteien besitzen Macht, haben aber verlernt, mit ihr verantwortlich umzugehen. “

      Das kann man wohl sagen. Besonders die „Vorzeigepolitiker“, die immer den Finger heben ,um den Moralapostel für Deutsche zu spielen, wenn es darum geht, alles „nationale und rechte“ abzulehnen und zu bekämpfen:

      http://www.mopo.de/hamburg/politik/wirbel-um-gemeinsame-bilder-die-ex-gruene-und-der-rocker-boss-25131050

  37. Lieber Ratsherr Niels Webersinn,

    dies ist mein zweiter Ermunterungsversuch: Ich fände es – wie viele hier im Forum und draußen auf der Straße und in ihren Wohnstuben – auch gut, wenn Sie Herrn Jenckels Angebot („Gastbeiträge sind willkommen!“) als Einladung auffassen würden und die von Ihnen initiierte und als Gruppenführer maßgeblich mitgestaltete neue, frische Ratspolitik und Politikkultur bei Blog.jj einmal in einem kleinen programmatischen Essay für ganz durchschnittliche Menschen und „Lüneburgernde“ wie z. B. Andrea Henkel, Ulrich Mädge, Julia Verlinden, Peter Luths, Brigitte Mertz, Michael Recha, Sascha Spoun und mich pointiert, prägnant und durchaus popularistisch, aber eben nicht populistisch (also gemeinverständlich und meinetwegen auch für die Sache werbend, aber nicht agitierend oder vereinnahmend) darlegen würden.

    Mit herzlichster Zuversicht auf das von Ihnen Angekündigte wartend vorab Ihr Ihnen sehr gewogener Werner Fuchs aus Kaltenmoor

  38. Hans-Herbert Jenckel
    beim Schreiben Freund und Feind auf Distanz zu halten, um möglichst objektiv zu berichten. ein lustiger gedanke. versuchen sie doch mal, einen wirklich ,,linken,, bei springer, oder im öffenlichen rechtlichen medien-spektakel unterzubringen.da nützt das objektive rein garnichts. sie wissen doch, ruft man nach dem bürgermeister von wesel, kommt das echo esel. schmunzel

  39. Lieber Ratsherr Niels Webersinn,

    hier wird Ihr „Projekt“, Ihr „Baby“, verhandelt. Nebenbei werden „Verquickungen“ erwogen, alte Verquickungen werden plakativ thematisiert, gegenwärtige Verquickungen werden satirisch plakatiert und künftige Verquickungen werden thematisch saturiert.

    Und Sie, lieber Herr Webersinn, haben dazu wirklich nichts zu sagen?

    LG, Katja Fricke

    • Katja Fricke
      herr webersinn ist wohl gerade beschäftigt, geld zu suchen, um die zusätzlichen kosten bei der leuphana bezahlen zu können. schmunzel