Aktuell
Home | Blog.JJ | Politiker mit Haltung stehen auf der Roten Liste

Politiker mit Haltung stehen auf der Roten Liste

Lüneburg, 6. Januar

Politiker, die Haltung zeigen, stehen auf der Roten Liste. Denn es sind nicht die gemeint, die glauben, da ist was passiert, ich muss reden. Die Sorte wird gerade im Online-Eskapismus  zerrieben.

Vor zwei Wochen habe ich nach dem Anschlag von Berlin unter der Blog-Überschrift „Phrasendrescher im Schlepptau des Terrors“ über hyperaktive Politiker räsoniert, die reflexartig ihren Aktionismus ausleben und mehr Schutz für alles und jeden fordern.

Dann kommt die Silvesternacht mit dem Großaufgebot der Polizei in Köln und dem Tweet über „Nafris“, was polizeiintern für nordafrikanische Intensivtäter steht. Schon rügt die Grünen-Chefin Peter die Polizei und erntet unerwartet einen Shitstorm. Darauf erklärt sie im Spiegel, was sie vorher besser hätte tun sollen: „Wenn der Eindruck entstanden sein sollte, ich würde die Polizei stigmatisieren und ihr pauschal Rassismus vorwerfen, bedaure ich das. Das war nie meine Absicht. Es tut mir leid, dass meine Äußerungen durch Verkürzung in eine Schieflage geraten sind. Ich hätte abwarten sollen, bis weitere Informationen vorliegen. Das muss ich mir eingestehen.“

Leider gilt dieser Makel heute auch für die Kommentar-Kultur, für die Welterklärer und die Terror-Experten (Wen beraten die eigentlich, wenn sie nicht im Fernsehen dampfplaudern?).

Von der Spezies erwartet ein jeder, ohne dass ausreichend Fakten vorliegen, dass sie uns aus dem Stand erklärt, warum Tragödien nicht hätten anders kommen können. Es werden Hintergründe und Abgründe aufgetan. Und mit genauso fester Stimme und Schreibe erklären die gleichen Kommentatoren später, jetzt im Besitz der Wahrheit, von der zwingenden Logik, warum es natürlich hätte doch ganz anders kommen können, frei nach dem Motto: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.

Die Tragik ist die Vermutung, dass es heute tatsächlich ums Schwatzen geht, nicht um Gehalt, ums Füllen von Sendeminuten, und wenn schon um Haltung, dann bitte um eine biegsame.

 Hans-Herbert Jenckel

165 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Jenckel,

    es gibt Wörter, die streuen wir in unsere Sätze ein, obwohl sie keinen tieferen Sinn haben. Sie sollen lediglich über Lücken im Text hinweghelfen und dabei ein kuscheliges Gefühl vermitteln. In der Linguistik werden sie, eben weil sie überall stehen könnten, Passepartoutwörter genannt (französisch für passer ‚hindurchgehen‘ und partout ‚überall‘). Der Experte ist ein solches Füllwort. Einst war damit mal jemand gemeint, der überdurchschnittlich viel von einem Gebiet versteht, der darin also erprobt ist, auf lateinisch expertus. Inzwischen allerdings wird der Experte vor allem von Medien als Titel für all die Menschen verwendet, die entweder keine anständige Berufsbezeichnung haben oder deren Beruf so kompliziert ist, dass er nicht in die dreißig Zeichen langen Untertitel auf dem Bildschirm passt. So werden diese dann zum Beispiel zu Internet-Experten, Wirtschafts-Experten oder Terrorismus-Experten, gelegentlich auch hochgeschwurbelt durch den Zusatz ,führende‘. Das klingt kompetent und soll darüber hinwegtäuschen, dass der Betreffende auch nicht mehr über die Situation weiß, als die Moderatoren und die Zuschauer. Denn seit Massenmedien allein in Deutschland täglich gefühlte dreihundert Experten verheizen, um die komplizierte Welt zu erklären, werden sie knapp. Insofern ist der Begriff längst Medienneusprech und steht nicht mehr für einen Fachmann, sondern für ‚irgendjemanden, der bereit war, mit uns über diesen Unsinn zu reden‘. Oder, wie der Medien- und/oder Internetexperte Stefan Niggemeier in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ schrieb: „Wer solche Experten kennt, braucht keine Laien.“ (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/2.1756/fernsehkommentare-zum-terror-wer-solche-experten-kennt-braucht-keine-laien-11109925.html)

    Übrigens gibt es in Lüneburg drei Steigerungsformen des Wortes „Experte“: a) LZ-Kommentator, b) Leuphana-Präsident, c) Bundeskasper.

  2. Lieber Herr Jenckel

    Sie schreiben, Politiker, die Haltung zeigen, stünden auf der Roten Liste.

    Ich habe fünf Fragen:

    A) An welche Politiker genau denken Sie, wenn Sie mit Ihrer These behaupten, es gebe welche, die Haltung zeigen und nicht zu den hyperaktiven „Phrasendreschern“ gehören, „die reflexartig ihren Aktionismus ausleben und mehr Schutz für alles und jeden fordern“?

    B) Wer führt „die Rote Liste“, auf der Politiker stehen, „die Haltung zeigen“?

    C) Eine Schwarze Liste oder Negativliste (Index) ist eine Liste von Personen oder Dingen, die gegenüber den nicht aufgeführten in irgendeiner Form benachteiligt werden sollen. Diese Benachteiligung kann sich unter anderem in sozialer Diskriminierung oder technischer Einschränkung äußern und kann sowohl dem eigenen Schutz wie der Unterdrückung dienen.

    Das Gegenstück zur Schwarzen Liste bezeichnet die „Weiße Liste“ oder Positivliste (whitelist), bei der die auf der Liste genannten Instanzen gegenüber der Allgemeinheit bevorzugt werden.

    Als Rote Liste sind mir nur die von der Weltnaturschutzunion (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources, IUCN) in unregelmäßigen Abständen veröffentlichten Listen weltweit vom Aussterben gefährdeter Tier- und Pflanzenarten bekannt und, von dieser Verwendung abgeleitet, andere Verzeichnisse gefährdeter Arten mit ähnlicher Zielsetzung.

    Meinen Sie also, „Politiker, die Haltung zeigen“, gehörten zu einer gefährdete Spezies?

    D) Ist „Haltung zeigen“ nicht, wie Oskar Lafontaine das einmal genannt hat, eine Sekundärtugend, mit der auch, sagen wir, ein Alexander Gauland, ein Björn Höcke oder eine Frauke Petry ein Transferlager für Asylbewerber außerhalb der EU-Grenzen führen könnte?

    E) Kann man folglich entweder „richtige“ oder „falsche“ Haltung zeigen? Falls ja, wie unterscheidet man zwischen beiden?

    Mit Dank vorab für Ihre Antworten: Henrike Gause aus Oedeme

    • Da kann ich leider wenig bieten:
      Beispiele für Haltung: Müntefering oder Lammert
      Für wetterwendisch Gabriel.
      Danach wird es leider schon abstrus bis gruselig.

      • http://www.zeit.de/online/2006/20/Schreiner
        mit beispielen ist das immer so eine sache herr jenckel. schreiner hat mehr haltung bewiesen als die gesamte spd-führung. meine ich zumindest. stichwort arbeit-essen. und bei abstimmungen .

      • Erwin Stademan

        @HHJ

        Mehr als gruselig. Von SED Schergen ,über Hartz4 Erfinder, Neujahrsansprachen ablesende und abgehobene Politiker/innen, die nach dem Suppenkasperprinzip handeln oder die aus Entfernung , im warmen, mit Kaffee reichlich versorgten Büro , blinde Polizeikritik immer haben, aber keine zugewanderten Fachkräfte kritisieren, die hier Anzeigen und Vorstrafen sammeln wie andere Briefmarken. Es ist ist alles dabei.
        Nur keine Politiker, die zeitnah,schnell und effektiv handeln und sich anhand von Fakten informieren und sich schnellstens bei Irrtümern und Fehleinschätzungen revidieren(Ein pos. Beispiel Helmut Schmidt).
        Plötzlich ist ein für mich aber grosser Lichtblick am Horizont zu sehen. Nämlich Boris Palmer, der die komplett realitätsferne Partei der Grünen abstraft,wie ein erwachsener Direktor den prügelnden,uneinsichtigen und beharrlich ignorierenden Schüler. Wahrscheinlich,weil er an der realitätsnahen Basis in Solingen steht. Wirkung allerdings : Gegen Null!
        Also, „weiter so!“

  3. Mehr Schutz für alles und jeden

    Sicherheit, Sicherheit über alles, über alles in der Welt. Dieses Lied singen konservative Politiker gern, da ihre Wähler im Rentenalter es gern hören. Gerda Hasselfeldt, 66 Jahre alt und Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, singt es derzeit nahezu wörtlich. „Das Ziel muss größtmögliche Sicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger sein. Dem sollte alles untergeordnet werden“, sagte sie der Zeitung Passauer Neue Presse (http://www.pnp.de/nachrichten/bayern/2350813_Hasselfeldt-Datenschutz-darf-nicht-zum-Taeterschutz-werden.html).

    Ja, der Staat sollte alles in seiner Macht stehende tun, damit seine Bürger sicher leben können. So steht es sinngemäß in Artikel zwei des Grundgesetzes: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“ Aber diese Macht ist nicht grenzenlos und darf es nicht sein. Denn dieses Recht steht nicht über allen anderen, auch wenn ein Unionspolitiker behauptete, Sicherheit sei ein „Supergrundrecht“ (Hans-Peter Friedrich).

    Damit der Staat in seinem Handeln nicht zu weit geht, gibt es viele andere Grundrechte, an die er gebunden ist: Er muss sich an Gesetze halten, er muss Freiheiten gewähren, er muss sich und seine Mittel beschränken. Diese Grundrechte sollen verhindern, dass der Staat in seinem Versuch, Sicherheit zu gewährleisten, zu einem Polizei- oder gar zu einem Überwachungsstaat wird, der seine Bürger zu Geiseln und Gefangenen macht. Denn in einem solchen Staat müssten sich die Bewohner vor den Terroristen und vor der Willkür der Polizei fürchten. Wer alles der Sicherheit unterordnen will, zerstört diese Freiheitsrechte und damit den Rechtsstaat.

    Dazu ein Zitat des früheren Verfassungsrichters Hans-Jürgen Papier:

    „Der Sicherheitszweck des Staates, der mit seinem Gewaltmonopol Frieden und Sicherheit zu gewährleisten hat, darf aber auch nicht gegen den liberalen, staatsbegrenzenden und freiheitsverbürgenden Zweck des Rechtsstaats ausgespielt werden. Das gilt umgekehrt selbstverständlich genauso. Ein Rechtsstaatsverständnis, das einseitig von der Gewährleistung der Sicherheit des Bürgers und nicht zugleich von der Staatsabwehrdoktrin beherrscht wird, gibt den Rechtsstaat selbst preis.“ (Quelle: https://www.welt.de/politik/article2055921/Wie-der-Staat-Freiheit-und-Sicherheit-vereint.html)

    Lena Bergmann

    • Das deutsche Gefühl beschreibt am besten der Kabarettist und Musiker Reinald Grebe: Sicherheit, Sicherheit und Elektrogeräte.

      • Nietzsche meinte: „Niemand lügt so viel als der Entrüstete.“

        Ich nehme an, auch diese Woche wieder werden wir hier im Blog von den beiden regionalen AfD-Pressearbeitern anonym, nämlich unter ständig wechselnden Alias-Namen eine Vielzahl herrlicher Belege für die universelle Wahrheit dieses Satzes serviert bekommen.

      • (…)
        Die Welt vor meiner Geburt,
        die Welt vor meinem ersten Schrei:
        1971 ei ei ei … Verpoorten

        Onanieren macht Blind, Onanieren macht malle,
        also rubbel nicht, mein Kind,
        der liebe Gott sieht alles .. ahaha.
        Quiz: Was ist die bürgerliche Dreifaltigkeit?
        Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit! – Korrekt!

        Fernsehkanäle gab es zwei,
        Fürs Fernweh gab’s Toast-Hawaii,
        Nennen sie jetzt 4 Bürgerliche Werte!
        Angst, Angst, Angst und Elektrogeräte!
        (…)

        Mit freundlichen Grüßen

        Ihr Rainald Grebe

      • @hhj
        das erzählen Sie mal den hinterbliebenen von Maria L. (19) oder den Hinterbliebenen der 12 Opfer von Berlin.
        meinen Sie denen ist nach comedy und so klugen und witzigen kommentaren zumute?

      • Lieber Herr Jenckel,
        die Einen sagen, es gibt eine deutsche Leitkultur – und nun rutscht Ihnen in der ganzen Aufregung der letzten Tage doch heraus, es gebe

        „ein deutsches Gefühl“.

        Ich muss ganz ehrlich sagen, ich wüßte jetzt nicht, ob Sie selbst in die Kabarettisten-Gilde übergetreten sind – oder das doch viel eher ganz ernst meinen.

        Ein deutsches Gefühl. So so.

        Ich darf Ihnen ganz offen sagen: das kenne ich nicht.
        Ihnen kann ich 2017 nur empfehlen, mal länger Urlaub zu machen und durch möglichst viele unserer europäischen Nachbarländer zu reisen.

        Sie werden staunen – nicht nur die Briten leben auf einer Insel. Auch wir hier in den deutschsprachigen Medien.

        Kleiner Lesetip am Rande, der jedem sozial denkenden Bürger gefallen dürfte und bestimmt nicht als rechtspopulistisch abgetan werden kann, da von biografisch einwandfreiem Sozialisten aus Frankreich geschrieben:

        Lob der Grenzen
        Regis Debray
        laika Verlag, Hamburg

        Viel Spaß beim Lesen.
        Das deutsche Gefühl – so so.

        • Ach, Herr Recha. Ich habe eher ein komisches Gefühl.

          • HH jenckel

            „Ich habe eher ein komisches Gefühl.“

            Ich auch Herr Jenckel und zwar seitdem tagtäglich in nichtrechten und nichtfaschistisch eingestellten und seriösen Tageszeitungen die Taten von den Hilfsbedürftigen, Frauen&Kindern ,sowie Fachkräften detailliert berichtet werden. Da kann einem schwindelig werden,gell?
            Eines findet man aber seltsamerweise nicht mehr: Die klaren Statements und Lösungen der Frau Petry ( Überprüfung ausserhalb der EU, Gefährder in eine zeitweilige Unterbringung einweisen, bis zur Klärung der Identität,islamistische Verdächtigen die Einreise verwehren, ebenso Migranten aus Marokko(!), Tunesien,Algerien,Libanon, da nicht asylberechtigt….) und Herrn Gaulandt zum Thema.

            Die waren dort mit den „komischen Gefühlen“ 1 1/2 Jahre voraus; zu einer Zeit ,wo noch ohne grossen Aufwand auf polizeilicher ,organisatorischer und auch finanzieller Ebene etwas zu retten gewesen wäre.

            Und die „rote Liste“ ist wohl jetzt mit Markus Söder, de Mayziere`, Boris Palmer ,usw.“ etwas gelichtet. Falls nicht ,aber zumindest etwas „realitätsnaher, klarer,wahrer und offener“.

          • Regina Schröter

            Jenckels Artikel ist natürlich genau das Gegenteil von dem, was Sie konstatieren, Ernesto Che Guedebray. Ein schlechter Artikel würde niemals so einen Aufruhr unter Lüneburgs antiliberalen und staatssozialistischen Nationalpopulisten verursachen. Da hat jemand mitten ins Schwarze getroffen. Voll auf die Zwölf. Und zwar mit Schlagkraft.

        • Georg Werner Harms

          Hallo Herr Michael Recha,

          etwas unmotiviert, arg dünn, dafür aber ein wenig sehr von oben herab Ihre Wortmeldung, finden Sie nicht?

          Seinen Geschichten aus dem Wiener Wald, dem bekanntesten Theaterstück des österreichisch-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth, hat der Autor den Satz vorangestellt: „Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit als wie die Dummheit.“

          Auch zu finden in:

          Lob der Dummheit
          von Lutz Walther
          Reclam Verlag, Leipzig

        • Herr Recha, viel Spaß beim Lesen und Verstehen . Letzteres nicht vergessen.

          https://www.jesus-mohammed-geht-baden.de/presse/

          • Übrigens herr Recha, sie kennen doch bestimmt den slogan: wir sind das volk. ich wollte schon mit meinem nachbarn mit einem tranzparent der pegida durch das dorf laufen. ab wieviel mitmaschierern stimmt die aussage? ist da eine zahl vorgegeben, oder reichen da zwei? ich meine, was 10000 können, können wir zwei schon lange, schmunzel.
            volksverräter soll das netteste wort 2016 sein. wieviele vom volk muss man verraten , um diesen ,,ehrentitel,, zu bekommen?

          • Gute Frage Klaus Bruns!

            Andy Warhol meinte “One’s company, two’s a crowd, and three’s a party” (Einer ist Gesellschaft, zwei sind eine Menschenmenge, drei sind eine Partei (wahlweise: Feier)). Ludwig XIV behauptete „L’état c’est moi“ (Der Staat bin ich), Sascha Spoun ist „das Studienmodell neuen Typs für die Herausforderungen der Zivilgesellschaft im 21. Jahrhundert“, Rainald Grebe „Die Stimme des Volkes“ (https://www.youtube.com/watch?v=U8n8OJr568Y) und Kim Jong-un war immer schon „das Volk“, Recep Tayyip Erdoğan wird es bald sein und Ulrich Mädge ist „die Stadt“. Sollten Sie weiter befürchten, von Herrn Runkel verhaftet und als Volksverräter einem Standgericht auf dem Gelände des alten Schlachthofs überstellt zu werden, wenn Sie mit Ihrem Hund am Kranken Heinrich entlanglaufen und skandieren „Wir sind das Volk!“, dann haben Sie zwei Möglichkeiten: A) Sie halten sich an das bekannte Goethe-Wort (das unter Anwendung des sächsischen Akzents etlicher DDR-Funktionäre so klingt): „Von der AfD lernen heißt siechen lernen“, was bedeuten würde, hier im Forum unter weit mehr als 14 verschiedenen Identitäten eine Vielzahl ähnlich Gesinnter zu simulieren — oder B) Sie ersetzen das Wort „Volk“ durch „Staatswohl“, bei dem es sich vermutlich um eine Lehnübersetzung des französischen salut public (eigentlich: ‚öffentliches Wohl‘) handelt. Im Namen dieses Staatswohls kam es in der Folge der französischen Revolution zum so genannten Terreur, dem Namensgeber von Terror und Terrorismus. Ein Wohlfahrtsausschuss, das Comité du salut public, das aus einer kleinen Gruppe von zu allem entschlossenen „Alternativen“ bestand, die sich für „die Revolution“ und also für „das Volk“ hielten, versuchte damals, die revolutionären Tugenden ohne Ansehen der Person mit der Guillotine durchzusetzen. Trotz dieser unrühmlichen Vorgeschichte schaffte es das Konzept bis in die aktuelle Politik. Allerdings wurde es auf dem Weg dorthin heftig umgedeutet. Aus dem Wohl der Öffentlichkeit, also aller Menschen, wurde das Wohl des Staates, also einiger weniger. Das Staatswohl wird heute immer dann hervorgeholt, wenn es darum geht, Bürgerrechte zu beseitigen. Die wurden ins Grundgesetz geschrieben, damit das Gewaltmonopol des Staates Grenzen bekommt und damit der einzelne und somit gegenüber dem Staat ohnmächtige Bürger sich zumindest ein wenig wehren kann. Das wollen viele Regierungen so jedoch nicht hinnehmen und bemühen dazu die abstrakte Idee des Staatswohls. Sie erheben den leblosen Staat zu einem lebendigen Wesen, dessen Wohlergehen gefälligst allen am Herzen zu liegen habe. Beispielsweise um die Überwachung durch die NSA und den Bundesnachrichtendienst zu rechtfertigen. Gleichzeitig verbietet das Staatswohl praktischerweise, dieser Überwachung etwas entgegen zu setzen, ja sogar: die genauen Umstände der Überwachung aufzuklären und öffentlich zu debattieren. Denn der Begriff ist so wunderbar schwammig und undefiniert, dass letztlich alles das Staatswohl gefährden kann. Damit knüpfen jene, die das Staatswohl als Argument gegen Bürgerrechte anbringen, direkt an die unrühmliche Tradition der französischen Revolution an: Das Wohlergehen des Staates (und seiner Diener) steht über der individuellen Freiheit der Bürger.

        • Sehr geehrter Herr Recha,

          „ein deutsches Gefühl“, zitieren Sie Hans-Herbert Jenckel. Ich sehe Sie vor mir, wie Sie mit scharf eingegrabener Spottfalte im Mundwinkel augenrollend in die Runde heischen und die grundstürzende Bedeutsamkeit Ihrer Äußerung wirken lassen. Als musisch Interessierter wissen Sie um das fokussierende Moment gedehnter Pausen. Dann kommt ein ins Vulgäre changierender Satz, dessen wirrer Inhalt ohne den geringsten Belang ist, solange er in Ton und Apodiktik nur den Anschein erweckt, hier müsse ein entschiedener Einwand getätigt werden.

          „Ein deutsches Gefühl. So so“, wiederholen Sie sich und, so stelle ich mir vor, schauen Sie wieder ernst aber mit hochgezogenen Augenbrauen in die Runde. Denn nun soll ja nicht nur die finale Demontage der Jenckelschen Wendung kommen, sondern auch die Wichtigkeit Ihres überaus geistreichen Blog-Posts auf einen Schlag vor die Augen der adorierend die Entwicklung Ihrer gewichtigen Botschaft herbeisehnenden Leser springen.

          Bevor es soweit ist, kommen zwei weitere, vollkommen unsinnige Sätze, die (für einen Mann Ihres überlegenen Intellektuellen Formats erstaunlich) allein dem pomadigen Zweck dienen, die Anti-Klimax vom Einwand über den Vorwurf und zur Geringschätzung gegenüber Jenckel hinab- und zugleich das Selbstbeweihräucherungstreppchen vom grinsenden Kritikus, zum belehrenden Bescheidwisser und zuletzt zum blasiert gönnerischen Weltmann emporzuhaspeln der seinem Schuhputzer einen Anlagetipp gibt, damit nicht auch noch Trinkgeld nötig wird.

          Und da ist sie dann schließlich, Ihre so beredt vorbereitete Pointe: „Das deutsche Gefühl – so so.“

          Entgeistert schauen Ihre Zuschauer sich in die Augen. War das zu erwarten? In drei Schritten nicht nur eine Komplettdestruktion der absolut inferioren Jenckelschen Bemühungen um Klarheit und Gelassenheit, — nein! — geradezu ein Triumph gedanklichen Durchdringens in der Form tieftsmöglicher Wesensoffenbarung!

          Dieser Sieg des Titanengeistes durch Andeutung und große Rhetorik erinnert mich an eine Episode aus meiner ganz frühen Kindheit. Als meine Eltern sich Anfang der sechziger Jahre das von Bildern der Wochenzeitschrift “Film und Frau” und anderen Blicken in die Welt der “Reichen” inspirierte Haus ihrer Träume leisten konnten, überschätzte der Schreiner der ”auf Antik gemachten” Möbel ganz erheblich den Bedarf an Buchregalen. Für Jahrzehnte wurde es so zu einer entlang leerer Zentimeter sicht- und peinlich spürbaren Wirklichkeit, dass die Familie neben dem Abitur- und dem Staatexamensgeschenk des Großvaters an meine Mutter, einer in rot gefassten Schiller-Gesamtausgabe und dem siebenbändigen Herder-Lexikon in Leder, bloss noch die monatlichen Abonnement-Romane des damals sehr beliebten Bertelsmann-Leserrings gesammelt hatte. Die medizinischen Fachbücher, mit stattlichen Folgen ungelesener, aber jährlich gebundener Zeitschriften, standen im Arbeitszimmer meines Vaters, das meine Mutter, obwohl auch Ärztin, kaum je betrat, was es leichter für mich machte, immer wieder zielstrebig im gewichtigen “Handbuch der Sexuallehre” von Albert Moll die eine Seite mit dem Bild einer exuberanten nackten Frau aufzuschlagen, welche aus mir damals ganz rätselhaften, aber die Aufregung nur steigernden Gründen als “Kaukasierin” vorgestellt wurde.

          Heute weiß ich, dass meine Eltern ein Sexualleben hatten, das man eine Generation später anerkennend als “liberal” eingestuft hätte — doch die konkreten Erinnerungen halten sich vor allem daran fest, wie potentiell erotische Erlebnisse durch die strikt katholische Erziehung ausgefiltert wurden, die sie mir angedeihen ließen, ohne selbst je am Sonntagmorgen in die Kirche zu gehen. Sonntagabend aber kam oft Herr Jagusch zu Besuch, ein ehemaliger Patient (mein Vater und auch meine Mutter gehörten zur ersten Urologen-Generation der Republik), sehr gediegen bis elegant gekleidet, mit einer teuer aussehenden Taschenuhr, zu der hin eine goldene Kette über sein Jackett führte. Herr Jagusch, der meiner Mutter Blumen mitbrachte, aber nie wie andere Besucher die Eifersucht meines Vaters weckte. Sie nahm ihm den je nach Jahreszeit klassisch geschnittenen Mantel ab, ließ ihn in einem der “Barocksessel” Platz nehmen, bot Portwein oder Wermut an – und dann sprach Herr Jagusch ausführlich. Oder plauderte er? Irgendwann benutzte ich dieses Verb, um ihn – ungenannt – in einem (ziemlich schlecht benoteten) Klassenaufsatz zu erwähnen, aber das Wort schien mir schon damals nicht ernst genug. Denn Herr Jagusch sprach von Mozart, von Goethe, ich glaube auch von Brecht und Böll, kaum vom Stadttheater, aber von Gustav Gründgens und Will Quadflieg in Hamburg, er sprach, als ginge er mit all diesen Namen ein und aus, und meine Mutter hörte mit halb-studentischer Hingabe zu, so als wollte sie jeden nächsten Moment mit dem Mitschreiben anfangen, während mir Herr Jagusch etwas umheimlich war – und eigentlich immer noch ist. Manchmal legte meine Mutter eine Schallplatte auf, die auf unserem Plattenspieler nicht länger ging als eine Arie dauern konnte, Herr Jagusch bewegte unmerklich seinen etwas zu großen Kopf und machte wie aus alter Routine winzige Dirigierbewegungen. Er siezte meine Eltern über Jahre, was ganz ungewöhnlich war – und verabschiedete sich sonntagsabends-höflich stets nach eineinhalb oder zwei Stunden.

          Er sei geistreich, wunderbar geistreich, antwortete meine Mutter das eine Mal, als ich mich traute zu fragen, warum sie so viel Zeit für Herrn Jagusch hatte, und ich war einen Augenblick lang beruhigt zu ahnen, dass er gleichsam die leeren Stellen im Bücherregal füllte – “geistreich,” legte ich mir zurecht, weil ich das Wort noch nie gehört oder gelesen hatte, das musste Reden sein aus der Fülle des Wissens, aber anders als bei meinen Lehrern aus einem Wissen und Reden-Können mit Portwein oder Wermut eben, für anbetende Hörerinnen, die sich Süßweine leisten konnten, ohne je Zeit für ein Instrument oder gar zum Schreiben gehabt zu haben. Was sich meine Mutter von Herrn Jagusch wünschte, war jene Dimension des Geistreichen, welche die Wörterbücher als “geschmackvoll,” “elegant,” “vornehm” und “kultiviert” markieren. Strömendes Wissen ohne praktische Funktion, das soziale Hierarchie voraussetzt oder herstellt.

          Daneben steht die Bedeutungsschicht von “amüsant,” “clever” oder “scharfsinnig, nach der das Wissen nicht einfach von oben nach unten strömt, sondern auf eine Pointe, eine unerwartete Wendung zustrebt, welche dem Strömen retrospektiv eine Form gibt. Mir geht es mit Pointen wie mit Witzen, beide Gattungen machen mich ganz nervös, sobald ich sie kommen sehe – aus der Befürchtung, nicht im richtigen Moment zu lachen oder die anvisierte inhaltliche Umkehrung kopfnickend oder lächelnd nachzuvollziehen. Nur sind geistreiche Pointen noch schlimmer als Witze, weil zu ihnen unvermeidlich ein Bedeutsamkeitsanspruch gehört, das heißt die Überzeugung, den Dingen und Begriffen, verborgene Aspekte abgewinnen zu können, die bisher noch niemand wahrgenommen hatte, Aspekte auch, die sich als bleibend und deshalb wahr erweisen sollen. Diese Hoch-Form des Geistreichen ist nicht nur mit Tiefe verbunden, dem zugleich Überraschenden und angeblich Wahren, sondern auch mit einer prinzipiell unbegrenzten Zeit-Investition, denn als geistreich gilt ja vor allem die Intution, dass sich Tiefe als ein Potential eröffnen könnte – welches dann entlang eines geduldigen Umgangs mit den enthüllten Begriffen und Dingen zur Wahrheit wird (oder auch nicht). Als geistreich gelten etwa Philosophen, die schon oft erzählten Geschichten und alltäglich gebrauchten Wörtern neue Bedeutungen entlocken. Unerträglich für ihre Zuhörer und Leser kann dabei vor allem die Prämisse werden, dass in der Geschichte von Wörtern Hinweise auf Wahrheiten stecken – weil diese Prämisse unzähligen, an sich banalen Details schwere philosophische Würde gibt.

          In seinen schlimmsten Momenten ist Martin Heidegger ein Champion des Geistreichen durch sein raunendes Beharren auf Phänomenen, deren Bedeutsamkeitsversprechen sich kaum je bewährt. Ein berühmter Fall aus seinem Spätwerk ist die von einer Konzentration auf Dinge als solche ausgehende Intuition des “Gevierts”: “Dingend verweilt das Ding, die einigen Vier. Erde und Himmel, die Göttlichen und die Sterblichen, in der Einfalt ihres aus sich her einigen Gevierts.” Der Satz bietet zunächst nicht mehr als jene beiden Unterscheidungen, ohne die kein Weltbild mit Göttern – neben Menschen – auskommen kann. Sie sind zweifellos gesetzt gegen die dominante Alltagssicht der Moderne von einer technischen Welt ohne Götter – doch nach meiner Erfahrung und Erinnerung entspringt diesen Motiven in all ihren von Heidegger durchgespielten Perspkektivierungen nie wirklich ein neuer, erhellender Aspekt. Hier aber setzt dann jene paradoxale Logik ein, über die geistreich Sein zu einer eigentlichen Zumutung wird: je weniger sich die Hoffnung auf überraschende Einsichten erfüllt, desto weiter wächst die Unterstellung besonderer Tiefe. Anders formuliert: gerade die banalen Passagen von Heideggers an vielen anderen Stellen singulär erhellendem Werk genießen bis heute den quasi-mythischen Ruf, ein noch nicht entbundenes philosophisches Potential zu bergen. Und nur wenig hilft seinen Lesern eigentlich die Vermutung, dass auch Heidegger selbst diesem Habitus der Selbst-Mythifizierung aufsaß – wenn er die unerträglich gewöhnlichen Faschismus-Gedanken seiner Notizbücher als den Höhepunkt eines Denkens ansah, der erst nach seinem Ableben den Lesern enthüllt werden sollte.

          Als geistreich kann allein auf die Nerven seiner Umwelt gehen – oder deren warme Bewunderung absorbieren, wer mit ungebremstem Narzissmus auf die potentielle Tiefe all seiner eigenen Intuitionen setzt, Herr Recha. Auf den Glauben an das Potential vor allem kommt es an, weil dem bloßen Verteilen und Weitergeben von Gelehrsamkeit ja jenes Ereignismoment intellektueller Tiefe abgeht, mit dem sich die Geistreichen inszenieren und ihre Welt in Spannung halten – oder langweilen. Geistreich sein setzt immer die leicht zur Zumutung werdende Vermutung voraus, dass andere am Funktionieren des eigenen (in diesem Fall also Ihren) Intellekts interessiert sind, Herr Recha – und kann sich nur unter dieser Bedingung zu einem sozialen Phänomen entwickeln. Zu einer permanenten Last wird es nur selten, weil ja niemand verpflichtet ist, geistreiches Reden von anderen ohne eigenen Gewinn auf sich zu nehmen. Meine Mutter brauchte Herrn Jagusch, um die Leer-Strecken des Bücherregals zu füllen, und Herr Jagusch hätte sich ohne meine Mutter nicht so intensiv an den imaginären Gebirgsformationen seines eigenen Geistes erfreuen können. Deshalb stimmte seine Gewohnheit, sie nie länger als zwei Stunden an seinen Lippen hängen zu lassen.

          Wer aber braucht Sie, Herr Recha, und Ihr in seiner blöden Leere jedermann beschämendes Posieren, welches „Das deutsche Gefühl – so so“, der Verachtung geschmäcklerisch in semantischen Abgründen forschender Kognitionsanalytik überantwortet?

          Ihnen kann ich 2017 nur empfehlen, mal länger Urlaub zu machen, Herr Recha. Vielleicht auf Teneriffa? Das ist – gerade für Deutsche – und verstärkt seit vergangenem September ja ein mit köstlichsten Emotionen reich behaftetes Reiseziel.

    • @Lena

      Liebe Lena, ich möchte Sie einfach in grösstmöglciher Sicherheit in unserem Land sehen. Das das wünschenswert ist, ist anhand der Vorkommnisse in den letzten Moinaten ein sehr wichtiger Wunsch von mir. Wenn ich dafür,das Sie weder vergewaltigt ,geschlagen, oder sogar ermordet werden, auf dem Bahnhof beim Rülpsen gefilmt werde, ist dies von mit gerne hingenommen.
      Ebenso ,daß vielleicht wenn so eine Tat Sie leider ereilt, der Täter innerhalb kürzester Zeit festgenommen werden kann,ist mir dies ebenso eine Fimaufnahme beim Sitzen oder Telefonieren wert , die den Täter überführt und Ihnen wochenlange ,nervenzerreissende Vernehmungen und Aussagen, aufgrund des Filmmaterials erspart bleiben, anstatt Abstreiten der Tat seitens Täters, und am Ende, wegen nicht bewiesener Schuld ein feixender Täter mit Freispruch ,incl. seiner klatschenden Gross-oder Kleinfamilie johlend das Gericht verlässt.
      Seien wir ehrlich, wer eben nicht zur linksradikalen Szene gehört,die vermummt anderen Steine und Flaschen an den Kopf wirft und unerkannt „Radikale(!) faschisten u. ä. “ bekämpft und dazu die Behördenvertreter und Beamte als ACAB -Schweine bezeichnet, angreift und schlägt , oder sonstwie kriminell ist, gehört, kann doch eigentlich nur die Ausstattung der Kameras in der Öffentlichkeit in Deutschland befürworten.Oder?
      Man wird weder beim Stuhlgang gefimt ,noch beim Geschlechtsakt, sondern in der Öffentlichkeit, in der man seit einiger Zeit als Frau permanent in grosser Gefahr ist. Das Traurige ist, man liest jeden Tag die „Warnungen vor „Überwachung“; die brutalen Vergewaltigungen an einer 19 jährigen Azubine, die Vergewaltigung in eienem Asylbewerberheim an einer Reinigungskraft und den Überfall in meiner Strasse hier, bei dem man einem Radfahrer ,der mein Nachbar ist, mit mehreren Tätern schlug,vom Fahrrad prügelte , ein Messer an die Kehle hielt und ausraubte , wird regional und überregional „nicht ein Satz“ geschrieben. Das ist doch seltsam ,oder?

      • Hallo Miriam,

        nein, das ist nicht seltsam, denn Sie haben sich die Geschichte einfach ausgedacht.

        Kai, mein Mitstudierender, hatte Ihnen vor knapp zwei Wochen, am 29. Dezember 2016 um 16:57 Uhr (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/388899-388899#comment-75361) schon geantwortet. Da nannten Sie sich abwechselnd Julia, Klaus, Peter, Nor und Bert, Jan, Ulf Martens, b.W., Alois, Ditmar Rahlfeldt, Simon, Hildegard Trautwein, Renata, Thomas Rinke, Lydia, Wieland, Brandt, Gerd Kaminski, Johannes, Andre Hebsen, Gerald, andy, Arne Wentrop, Nico Resinger, Gregor, Christina Schwieger, Linus T., Eric Gerstner, Maria, Halina, Werner, Flo, Falk, Dennis, Karen, Ralf, Markus Talman, Ingo Dahlmann und Bundeskasper.

        Miriam, nicht, was ich, sondern was SIE zu befürchten hätten, sollten SIE sich fragen. Sie brauchen sich doch nur für eine Sekunde vorzustellen, eine Type wie Sie wäre am Drücker und hätte exekutiven Zugriff auf die digitale Überwachungstechnologie. Packt Sie beim Gedanken daran nicht das kalte Grausen? Wahrscheinlich säßen Sie schon seit Monaten wegen übler Beleidigungen und Volksverhetzungen hinter Gittern. Oder meinen Sie im Ernst einer wie Sie würde sich von einer anonymen Giftspritze wie Ihnen ununterbrochen ekelhafte Widerwärtigkeiten ans Zeug flicken lassen?

        • @lena

          Zitat: „Miriam, nicht, was ich, sondern was SIE zu befürchten hätten, sollten SIE sich fragen. Sie brauchen sich doch nur für eine Sekunde vorzustellen, eine Type wie Sie wäre am Drücker und hätte exekutiven Zugriff auf die digitale Überwachungstechnologie. Packt Sie beim Gedanken daran nicht das kalte Grausen? (*Zitat Ende*)

          Nein, das Grausen ist bereits durch verantwortungslose Politiker lange ins Leben gerufen worden.
          Terror, Vergewaltigungen, Morde,Sozialmissbrauch mit Millionenschaden für den Steuerzahler und Sylvesterfeiern mit Tausenden Beamten. Aber,ich sehe es Ihnen nach,daß Sie Mörder,Vergewaltiger ,Kopf-und Rückentreter und andere Schwerkriminelle als gern gesehene Mitbürger sehen, die keinerlei Überwachung nötig haben.

          Und genau das liebe Lena,hätte es mit „einer wie MIR“ nicht gegeben.

          Danke, für die Giftspritze. Das zeigt mir immer wieder ,daß ich faktisch absolut richtig liege,wenn ich die Träumereien und Phantasien der Plüschtierwerfer, deren heile ,naive Welt logischerweise gerade in Millionen Einzelteile zerlegt wird, zum lauten und faktenlosen Verteidigen Ihrer absurden und einfältigen Theorien bringe.
          Übrigens liegen die Linke und die Grünen , die die gleiche naive Meinung vertreten wie Sie , laut Umfragewerte weit hinter der AFD, die mit 15% in Umfragen drittstärkste Kraft ist.*schmunzel*

          Und ich habe gar nichts zu befürchten,da meine Aussagen zu 100% der Wahrheit entsprechen und ich jederzeit ,sogar vor Gericht, meine Äusserungen mit Fakten und Beweisen untermauern kann.

          • Miriam
            wer wie sie gern von fakten fabuliert, sollte mich den zirkus, den sie hier bieten endlich aufhören. nicht mal die natur ist gut. selbst bio nicht. wer will schon den bandwurm ,oder gülle haben? vollpfosten von rechts haben hier bei uns mehr morde begangen als die flüchtlinge es je tun werden. wo war eigentlich da ihre entrüstung? sie sind meiner meinung nach verlogener als jede polizei erlauben sollte. sie erlaubt es aber. da haben sie ja richtig glück gehabt, oder? man stelle sich vor, sie würden genau so behandelt , wie diejenigen, die ,,sie,, gern behandeln würden. eine einsame insel , wie die afd es für flüchtlinge fordert, wäre für sie dann wohl das mindeste, oder meinen sie nicht?

        • @Lenchen

          wollen Sie das mit Menschen ausdiskutieren, die die Einzelteile Ihrer Verwandten auf dem Weichnachtsmekt zusammensammeln?

          • Liebe Miriam Richard,

            Sie haben nichts zu befürchten? Ist das nicht wieder nur eine weitere fette Lüge von Ihnen? Werden Sie denn etwa nicht seit Monaten auf den Listen im BMI als Gefährder geführt? Vielleicht müssen Sie sich schon bald an eine elektrische Fußfessel gewöhnen.

        • @lena
          Ihre ignorante Ablehnung gegenüber Überwachung ist angesichts von einem, der mit 14(!) Identitäten durch Europa reist und fröhlich Anschläge plant, den Sozialstaat ausbeutet und Steuerzahler abkassiert ,die Werte für die Deutschland und Europa steht verleugnet und dann auch noch 12 Menschen in den Tod reist, der blanke Hohn.
          Wir benötigen dringend MEHR Überwachung und das sinnvoll und durchdacht.
          Und das in ganz Europa,damit sich das, was in sich Brüssel im Museum,am Flughafen, im Bataclan und in Berlin ereignet hat, nie wiederholt.

      • Haben Sie Angst,daß man Ihre Freunde trotz Vermummung auf dem Bahnhof erkennt, wenn Sie Ihre dummdämlichen ACAB Parolen brüllen, Polizisten und Andersdenkende zusammenschlagen , sich am Bahnhofskiosk mit Flaschen eindecken und sich die Steine aus dem Gleisbett sammeln?

        • Pfui, Linus, wo lernt man denn, so ungezogen zu sprechen? Das ist ganz, ganz unartig, mein Kleiner! Zur Strafe gibt´s von der Omi heute Abend keinen Griesbrei mit Zimt und auch keinen Gutenachtkuss von Onkel andy und Tante Miriam.

          • @Lena

            Vergiß bitte morgen die Buntstifte nicht. Dann wird die Welt wieder bunt und tolerant.
            Also ganz anders,als ausserhalb der 2. Klasse.

    • @lena

      Wenn ich mir so anschaue, dass jeder, der im Zusammenhang mit dem Berlin Attentat Festgenommenen eine kriminelle Vorgeschichte hat, mehr als die Hälfte der in Köln kontrollierten Nafris polizeibekannt , oder gewalttätig war ,oder sonstwie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist war, wünsche ich mir noch sehr viel mehr Kontrollen. Gerade an den klassischen Punkten, an denen sich diese Klientel meist ganztags mangels Arbeit, Sprache ,oder Bereistschaft dazu, aufhält (z.B. Bahnhöfe).

    • „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“ Aber diese Macht ist nicht grenzenlos und darf es nicht sein. Denn dieses Recht steht nicht über allen anderen, auch wenn ein Unionspolitiker behauptete, Sicherheit sei ein „Supergrundrecht“ (Hans-Peter Friedrich).“

      Das schließt auch ein, „Schaden vom Volk abzuwenden“. Und eben das hat man seitens der abgehobenen Politikerkaste, die sich von niemandem etwas sagen lies und lässt,erst verursacht. Es fing im Frühjar 2015 an.Mit der Kritik von AFD und anderen,daß die Behauptung 300.000 sei eine Massenzuwanderung und das wäre alles eines Tages nicht mehr mit offenen Grenzen zu bewältigen, abgebügelt und die Kritiker als geistig Verwirrte oder Pöbel, oder sonstwas diffamiert wurden. Das Ergebnis war „weiter so“, und siehe heutige Situation.

  4. Lieber Ratsherr Niels Webersinn,

    wie Viele scheinen auch Sie zu glauben, Terrorismus sei eine moderne Erfindung wie die Relativitätstheorie, Haarlack und das Dolby Surround-System von Manfred Nahrstedt. Stimmt aber gar nicht! Das Böse war von Anfang an da, wie gründliche Archivrecherchen bei der Landeszeitung ergeben haben, — und es hinterließ eine blutige Spur in der Weltgeschichte…

    17 Mrd. Jahre v. Chr.
    Der Urknall
    Vor 17 Milliarden Jahren um 8.45 Uhr morgens zerreißt eine verheerende Explosion die Stille, Augenzeugen erklären später: „Es wirkte alles wie ein Film.“ Schnell wird klar, daß es sich um eine Kriegserklärung an das Nichts handelt; als Urheber werden radikal-existentialistische Religionsgründer vermutet. Am nächsten Tag titelt das liberale Wochenblatt Die Urzeit: „Nichts wird mehr sein, wie es war“. In der Tat: Wo zuvor Materie und Antimaterie harmonierten, herrscht nun ein schreckliches Durcheinander von Designerbrillen, dem FC Bayern und Pistazieneis.

    70 Mio. Jahre v. Chr.
    Der Sauriermord
    Nach unzähligen generalstabsmäßig geplanten Terroranschlägen aus dem All zerbricht das Dinosaurierimperium, Millionen Urtiere sterben. Am Brandenburger Tor trauern spontan 20000 Mikroorganismen.Viele kleine Pelztiere zeigen sich betroffen, warnen: „Es kann uns alle treffen!“ Schnell wachsen in Flora und Fauna Vorurteile gegenüber allem, was mineralisch aussieht. Reptilienorganisationen fordern die Auslieferung aller Meteoriten, Kieselsteine warnen vor übereilten Vergeltungsschlägen. Die niemals gefaßten Urheber bekennen in einem Schreiben: „Wir wollten die Welt in die Steinzeit vorbomben.“

    1700 v. Chr.
    Die Turmsprengung von Babel
    Kurz vor seiner Fertigstellung detoniert im Turm von Babel eine Bombe, als Attentäter bekennt sich die Volksfront von Babylonien. Zu weiteren Anschlägen kommt es wegen anschließender Sprachverwirrung nicht, doch auch die weltweite Solidarisierung stößt schnell an ihre Grenzen: „Jetzt sind wir alle Babylonier“ bzw. „Weolkri kjgfde kjeupün“ bzw. „Hä?“ bzw. „Du blöder Kümmeltürke kriegst gleich ordentlich auf die Fresse!“ – Die Folge: Das Land wird unregierbar, tritt seine Vormachtstellung an Ägypten ab.

    1517
    Luthers Thesen-Anschlag
    Zu einer Massenpanik kommt es 1517 in Wittenberg, als der radikalevangelische Chefterrorist Martin Luther 95 Thesen auf die vollbesetzte Wubbo-Ockels-Kapelle abfeuert. „Disiu aneslagge sey ain feyge that, eyn stich ins herzelîn der gesamiglîche christenheyd!“ empört sich der päpstliche Nuntius im Baierncourier. Luther kann zwar vor den päpstlichen Bannbullen fliehen, wird vom Papst aber mit einer todbringenden Fatwah belegt, der er knapp dreißig Jahre später erliegt. Eine Woche nach dem Anschlag öffnet zum erstenmal die Börse, der DAX fällt sofort um mehrere tausend Punkte.

    1935
    Das Giraffen-Inferno
    In Katalonien kommt es 1935 zu einer Serie von Selbstmordattentaten: Giraffen, die bis dahin als beste Freunde des Menschen galten, verbreiten durch spontane Selbstentzündungen Angst und Schrecken. In den Feuersbrünsten brennen im ganzen Land Paellas an, Uhren schmelzen, Gott stirbt (fast). In der Folge greifen Bürger wahllos Tiere mit langen Hälsen an – und solche, die sie für Schläfer halten (Murmeltiere, Siebenschläfer, Okapis). Die Maßnahmen scheinen begründet: Mindestens zwei Giraffen wurden an einer Brandschule in Florida ausgebildet. Allerdings kann sich jeder mit handelsüblichen Giraffensimulatoren selbst beibringen, wie man die gelbschwarzen Bestien ins Ziel lenkt. Die Giraffenindustrie gerät in eine nachhaltige Krise.

    2001
    Der feige Anschlag auf die Lachmuskeln
    Ben Becker startet 2001 seine Karriere als Sänger. Die Nato beschließt den Bündnisfall, Rußland bestätigt das Recht, sich gegen Terrorattacken dieses Kalibers zu wehren. „Wir werden alle jagen, die Ben Becker Unterschlupf gewähren, wie Ben Becker selbst“, so Innenminister Schily in einem Interview mit der Beckerblume. Eine weltweite Allianz gegen Ben Becker und seine Plattenfirma wird vorbereitet, diese erklärt einen „heiligen Krieg“, nachdem sich 200000 A&R-Manager gegen eine Auslieferung Beckers ausgesprochen hatten. Inzwischen wird ein Einsatz von Bodentruppen gegen Becker nicht mehr ausgeschlossen, der sich in den Prenzlauer Bergen Berlins versteckt halten soll.

    1989
    Der Angriff auf die Mauer
    Ein Terroranschlag vernichtet 1989 eines der solidesten Bauwerke aller Zeiten: die Berliner Mauer, weltweit Symbol für Frieden, Wohlstand und Zivilisation. Der Westen ist zutiefst geschockt, Rufe nach einem Vergeltungsschlag werden laut. Als erster Schritt in einem „langen Feldzug gegen den Terrorismus“ (Helmut Kohl) werden die Konten von Ingo Dubinski, Franziska van Almsick und den Puhdys eingefroren, anschließend entsendet die Bundesregierung Spezialeinheiten der Treuhand zu den Brutstätten des Terrors: Ostdeutschland wird zum Trümmerfeld, die Einwohner fliehen in Scharen nach Afghanistan und Nordafrika.

    Januar 2017
    Drei Tage Schockfrostchaos im Stadtzentrum
    Sexualexperte Runkel, Pegida-Frontfrau Wagenknecht und die AfD-CDUler im Stadtrat wollen mit elektronisch nachgerüsteten Checkpoint Charlie-Pollern und sturmgewehrtragenden Bürgerwehrbataillonen das Wetter aussperren. Gänsehautfeeling pur! Sturmtief Axel hat die aufgepeitschte Ostsee in ein Meer aus gefrorenen Tränen verwandelt. Ab heute mittag löscht eine arktische Kaltfront auch auf dem Festland sämtliches Leben aus, das nicht bei Drei unter der Heizdecke ist. Im Voralpenland kann die Temperatur auf den absoluten Nullpunkt fallen, falls sie niemand aufhält oder rechtzeitig fängt. In anderen Landstrichen rutschen alle Autos wegen überfrierender Nässe aus der Kurve – auf Youtube und im Fernsehen sicher ganz lustig. Ansonsten drei Tage nichts als Kältepanik, Plünderungen im Rathaus, Ende der Zivilisation (voraussichtl.). Unser Tip: warm anziehen. Und wieder warm ausziehen. Am besten den ganzen Tag lang bei voll aufgedrehter Heizung hin und her. So bleiben Festungsbauer und Fortifikatoren in Bewegung, und weder Grippe noch Kältetod kriegen auf dem Marktplatz eine Chance.

    (Quelle: https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/393566-afd-will-markt-zur-poller-festung-ausbauen)

    Dargereicht von Jutta Hansen

  5. Liebe Ratsherren von Mansberg und Pauly,

    für mich sind Sie beide verantwortungsethisch denkende Politiker „mit Haltung“ im positiven Jenckelschen Sinne. Daher bitte ich Sie um eine Skizze Ihrer Position zu diesem vertrackten Thema, welches die populistisch-gesinnungsethischen Terrorgewinnler vom links- und rechtsextremen Rand schamlos für ihren organisatorischen und beruflichen Aufstieg auszubeuten versuchen. Ich finde, es kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, liebe Ratsherren von Mansberg und Pauly, dass sich die Balance (von Sicherheit und Freiheit) von der Bundeskanzlerin über die gesamte Bundesregierung bis hin zur SPD seit Jahren bei all jenen großer Beliebtheit erfreut, die mehr Überwachung rechtfertigen wollen. Immer, wenn es darum geht, Bürgern wieder einige ihrer Grundrechte wegzunehmen, wird die Balance (von Sicherheit und Freiheit) bemüht. Sie soll denen eine Beißhemmung verpassen, die eben solche ihnen verfassungsmäßig garantierten Rechte einfordern. Und sie soll all die Zaghaften und Zweifelnden, die sich nicht sicher sind, ob die Bespitzelung aller Bürger nicht vielleicht doch zu irgendetwas gut ist, dazu überreden, ihre Freiheit klaglos aufzugeben.

    Wer von dem einen mehr will, heißt das sprachliche Bild der Balance, der nimmt dem anderen etwas weg. Wer Freiheit fordere, mache das Leben aller unsicherer, ja gefährlicher. Wer Sicherheit wolle, der müsse eben ein paar Freiheiten opfern. Doch es gibt diese Balance nicht, da die beiden Ideen nichts miteinander zu tun haben. Sie sind eben nicht die zwei Enden einer Wippe. Das Gegenteil von Sicherheit ist Unsicherheit. Das Gegenteil von Freiheit ist Unfreiheit.

    Die Behauptung, es gäbe und brauche irgendeine Balance (von Sicherheit und Freiheit), ist eine Lüge. Mehr Überwachung macht garantiert unfrei, ob sie sicher macht, ist unbewiesen. Es gibt vielmehr Indizien dafür, dass eine überwachte Gesellschaft alle verunsichert, denn Überwachung schürt gegenseitiges Misstrauen und Angst.

    Deutschland ist eines der sichersten Länder der Erde. Menschen sterben hier, weil sie zu viel essen und sich zu wenig bewegen. Menschen werden hier vor allem von jenen umgebracht, die zu schnell Auto fahren. Sie sterben im Vergleich dazu sehr, sehr selten, weil irgendjemand Bomben zündet, einen Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt lenkt oder in einem Ferienlager um sich schießt. Trotzdem wird jedes neue Überwachungsgesetz damit gerechtfertigt, dass nur so, nur durch diese Beschneidung von Freiheitsrechten, das Leben sicherer gemacht werden könne. Tempolimits und mehr Geld für Turnhallen und Sportvereine würden hundert Mal mehr Menschenleben retten als jedes Überwachungsgesetz.

    MEINE FRAGE an Sie, liebe Ratsherren von Mansberg und Pauly: Die Lüge von der Balance (von Sicherheit und Freiheit) hat nur eine Funktion: Sie soll die Menschen diskreditieren, die sich gegen Überwachung wehren und Freiheit verteidigen. Denn sie, so die darin verborgene Botschaft, würden irgendetwas aus dem Gleichgewicht bringen. Sind es aber nicht vielmehr die Befürworter von (analogen) Festungsanlagen und von (digitaler) flächendeckender Datenspeicherung, von Mautbrückenüberwachung und Festplattenausspähung, die die Balance zerstören – die Balance zwischen bürgerlichen Abwehrrechten und staatlicher Gewalt, die im Grundgesetz verankert ist?

    MfG, Ihr Kai Albrecht

    • Sehr geehrter Herr Albrecht,

      ich denke in dieser Frage bin ich sehr bei Ihnen. Ein Staat der sich wirksam gegen einzelne und gesamtgesellschaftlich von der Gefährdungslage der Menschen irrelevanten Terrorakt wehren könnte, wäre ein Staat mit einem so dichten Netz von Sicherheit und Überwachung, dass es nicht mehr der meine wäre. Davon abgesehen welche Ressourcen diese Überwachung verschlänge, ich würde mich unfrei fühlen wenn man jene Maßnahmen ergreifen würde, die nötig wären einen in eine Menschenmenge fahrenden LKW zu verhindern. Und es bleibt trotz aller Maßnahmen an irgendeiner Stelle ein Schwachpunkt. Gegen Menschen die so sehr hassen dass Sie sich selbst umbringen oder den Tod zumindest in Kauf nehmen, ist kein maßvolles Mittel der Verhütung machbar. Pollern wir alle Marktplätze ab, bleibt jemand der mit Waffen um sich schießt. Und an Schnellfeuerwaffen zu gelangen wäre trotz sehr harter Waffengesetze auf illegalem Wege wohl auch noch möglich.

      Was bleibt ist die Tatsache, dass der Terror für Ihr und mein Leben keine relevante Gefahr darstellt. Es wird nur in den Medien aus Gründen der Berichtbarkeit und des Nachrichtenwertes darüber berichtet. Würden wir die Gefahren nach der Eintrittswahrscheinlichkeit entlang berichten, wir würden wohl jeden Tag von Ärztepfusch, von glatten Fußböden, von Grills in Kleingärten (Monoxid), von Krebstoten durch Straßenverkehr lesen, etc. Und jeden Tag würden wir wohl vor den Gefahren von Leitern und Treppenstufen warnen – natürlich nach der Warnung vor deinem Nachbarn in seinem Golf. Das tun wir nicht, obwohl all dies uns jeden Tag massiver gefährdet als der Terror es tut. Weil es nicht berichtenswert ist und weil es alltägliches Lebensrisiko ist, dem wir uns mehr oder weniger bewusst sind.

      Der Terror will was in seinem Namen steckt – er will terrorisieren. Das gelingt durch mediale Präsenz mehr als über die eigentliche Gefährdung. Und es funktioniert durch Politikerinnen und Politiker die sich über dieses Thema zu profilieren versuchen. Wenn ich mir an einem Umgang mit Terrorismus ein Beispiel nehmen könnte, dann wäre das Utoya in Norwegen. Nachdem der Rechtsextremisten Anders Breivik politische Gegner gezielt erschossen hat, lebte Norwegen trotz Trauer ohne große Veränderung genau so weiter wie vorher. Das wäre die stärkste aller möglichen Reaktionen und danach strebe ich.

      • Lieber Herr Pauly,

        vielen Dank. Dem ist kaum etwas hinzuzufügen. beinahe nirgendwo besser als in Bezug auf den Terrorismus passen die Worte von Epiktet: „Nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen bestimmen das Zusammenleben.“ Ja, man ist versucht zu sagen, die Meinungen über die Tatsache solcher Mordanschläge SIND der Terrorismus.

        Einziger Einwand, Herr Pauly: Herr von Mansberg weist unten auf das Faktum der beängstigend schnell anwachsenden Zahl von aggressiv greinenden Schutzsuchenden hin. Mit der Dummheit der Menschen muss in der Politik aber ebenso gerechnet werden wie mit denjenigen, die sie auszubeuten versuchen (Siehe Marktplatzpoller / Wieso eigentlich keine Kinderkrankenhäuser mit Schießscharten? Oder Grundschulen mit Flugabwehrgeschützen auf dem Dach?)

        Was wollen Sie da tun (ohne den Populismus einer Sahra Wagenknecht zu kopieren)?

        • Karlheinz Fahrenwaldt

          Kriege sind die Gewalt der Mächtigen – Terror ist die Gewalt der Ohnmächtigen! Jede Bombe in Afrika produziert weitere Terroristen, jeder Soldat in Mali oder Afghanistan befeuert die Ohnmacht der betroffenen Bevölkerung.
          Stoppt die Waffenlieferungen – egal wohin!
          Alle in fremden Ländern eingesetzten Soldaten und Kriegsgeräte (z. B. Drohnen) sofort abziehen.
          Gewalt ist keine Lösung, sie erzeugt nur Gegengewalt.

          • Klar Kalle,

            raus, raus, raus und die Schwerter zu Pflugscharen. Und dann stehen wir am Spielfeldrand und schauen dabei zu, wie gierige hirnamputierte Massenmörder einen Genozid nach dem anderen mit Macheten und Holzprügeln an der eigenen Bevölkerung ins Werk setzen.

            Un das schreibt einer, der nichtmal die Verantwortung für die Folgen seiner selbstgefertigten „satirischen Themenplakate“ übernehmen will, sondern versucht, diese einer Journalistin in die Schuhe zu schieben.

      • „Was bleibt ist die Tatsache, dass der Terror für Ihr und mein Leben keine relevante Gefahr darstellt.“
        Glauben Sie den Unsinn eigentlich selbst? Dann fragen Sie mal die Hinterbliebenen aus Berlin, die Eltern von Maria L. aus Freiburg und Hundertttausende oder sogar Milionen andere Menschen in Europa ,z B. in Frankreich oder Belgien, wie relevant diese einmalig einfältige Aussage und angebliche „Tatsache“ ist.

        Wozu sollten dann andererseits die Massnahmen ergriffen werden? Und was ist *relevant?* Wenn bei einem Anschlag 60 Menschen getötet werden, oder das nächste mal 1000?
        Fakt ist dich wohl, das Deutschland ein Riesenproblem wegen naiven Realitätsverweigerern aus Berlin hat, die jeden unkontrolliert hier einreisen lassen,weil man entgegen der Schengenregelung über die Reisefreiheit in der EU , die EU Aussengrenzen nicht kontrolliert!
        Zu den befürwortern dieses Irrsinns gehören vor allem auch Linke, die jede noch so kleine 5 minütige Passkontrolle als schweres Vergehen und Einschränkung der Freiheit und Freiheitsberaubung sehen und die Länder Marokko, Tunesien, die man bereisen und am Strand liegen kann,als „Kriegsgebiete“ deklarieren.

        ( Zitat: Davon abgesehen welche Ressourcen diese Überwachung verschlänge, ich würde mich unfrei fühlen wenn man jene Maßnahmen ergreifen würde, die nötig wären einen in eine Menschenmenge fahrenden LKW zu verhindern. Und es bleibt trotz aller Maßnahmen an irgendeiner Stelle ein Schwachpunkt. Gegen Menschen die so sehr hassen dass Sie sich selbst umbringen oder den Tod zumindest in Kauf nehmen, ist kein maßvolles Mittel der Verhütung machbar. Pollern wir alle Marktplätze ab, bleibt jemand der mit Waffen um sich schießt)Zitat Ende.

        Es kommen doch nur „Frauen, Kinder, Schutzbedürftige und Fachkräfte“.
        Das hat man in Ihrer Partei , samt allen anderen Gaucklern und Träumern der anderen Parteien doch allen erzählt und Warner aus allen gesellschaftlichen Richtungen als Pöbel, Nazis und anderes bezeichnet.
        Und jetzt fangen Politiker an, lediglich an den “ Symptomen“ mit Fussfesseln und Aufstockung der Polizei samt Hund und Katze auf dem Rücken der Beamten mit unzähligen Überstunden weiter herumzudoktern,weil die Herkunftsländer solcher Terroristen und religiösen Fanatiker,sowie Ihre Verbrecher nicht mehr zurück haben wollen!

        Lerneffekt? Keiner! Die nächste Zuwanderungswelle aus Afrika ist im Frühjahr bereits angekündigt und die Debattierrunde aus Berlin hat keinen Plan,ausser der abgedroschenen Parole „Abschottung ist keine Lösung!“
        Deutschland schafft sich ab! Jeden Tag mehr!

        • Sach ma, Klaus Ernst, achtest du auch immer schön darauf, die Heizung runterzudrehen, wenn du dieser Tage deine Nachbarn mit deinen immergleichen Einfaltstiraden beglückst?

          Sonst kann´s teuer werden: https://www.titanic-magazin.de/fileadmin/content/Postkarten/01-U1-Titel-201701-Hetzen.jpg

          • Nein Jürgen.Meine Heizungsrechnung zahlst ja Du.

            Ich bin nämlich ein rechter Bier saufender ,dummer Pegidist, Hartzi ,der NPD wählt ,jeden tag stundenlang „abhängt“ und keine Ahnung hat,was hier abgeht.

            Ps: Erzähle es keinem, aber ich esse heimlich Döner und Pizza , habe keinen Job und keinen Hauptschulabschluß.

            Jetzt ist Dein Weltbild als treuer Wähler und Fan der Blockparteien wieder hergestellt,gell?

        • Ernesto
          warum dieser name? zu feige, den echten zu nennen? übrigens, die wahrscheinlichkeit vom blitz getroffen zu werden , ist höher, als vom terror. zumindest in deutschland. diese art von wahrheit ist ihnen bestimmt zu wahr, oder? was die naivität angeht, ich kenne keine größere ,als die vom rechten rand. alte rezepte sind beim essen manchmal garnicht so schlecht. für das leben taugen sie heutzutage weniger. es gibt handys, schon vergessen? schnell wird es eine umleitung, um eine abschottung geben. druck erzeugt übrigens gegendruck, wie sie gerade bemerken. wir haben leider ein problem mit der dummheit. da gibt es keine gegenbewegung. zumindest nicht bei dem rechten rand. nur weil die medien neuerdings über jeden mist berichten, ist panikmache nicht angebracht. aber ich nehme an, es gefällt ihnen diese unnötige stimmungsmache. und diese findet nur deswegen statt, weil ihre geliebte ,,lügenpresse,, geld verdienen will und muss. schon seltsam, sie glauben ihrer sogenannte ,,lügenpresse,, immer dann, wenn es in ihrem kram reinpasst. was denn nun? lügenpresse ja,oder nein?

          • Wer weiss denn ob Klaus Ihr richtiger Name ist? Das er ehrlich ist kann jeder behaupten. Und die Antifa macht Hausbesuche und wird gewalttätig. Warum den Namen nennen und sich in gefahr bringen? Geschossen wird auf Afd Büros und die Plakatkleber vor wahlen überfahren von Linksfaschisten. Und sie selbst lügen was ich die balken biegen und verdrehen tatsachen. Deshalb immer erst auf sich selbst schauen und dann auf andere.

          • @ elke 12. Januar 2017 at 05:16

            In welcher paranoiden Blase leben Sie denn … obwohl, Sie scheinen mir hier der Forenschreiberling mit den unzähligen Frauenvornamen zu sein.
            So gesehen passt „paranoid“ wohl genau richtig.

      • Sehr geehrter Ratsherr Webersinn

        Unsägliches Gejammere

        Ich kann das Gejammere um die Erfolge der AfD nicht mehr hören! Sind wir ein Volk von Waschlappen, Feiglingen und Angsthasen? Unsere Kanzlerin ist die einzige Führungskraft in Europa, die als Vorsitzende einer christlich-demokratischen Partei den wahren christlichen kategorischen Imperativ befolgte: Hilf einem Mitmenschen, der in Not ist! Hat es den barmherzigen Samariter interessiert, ob er bei seiner Hilfe um den Ausgeraubten Geld oder Zeit verliert? Er hat einfach geholfen. Wie unsere Kanzlerin. Wir sind 80 Millionen groß und wirtschaftlich stark. Natürlich schaffen wir das. Wir schaffen auch die AfD, wenn wir nur wollen.

        Mit freundlichen Grüßen,

        Dr. Jochen F. Wurster

        • „Hat es den barmherzigen Samariter interessiert, ob er bei seiner Hilfe um den Ausgeraubten Geld oder Zeit verliert?“

          Nein,aber ob der Geholfene sich mit Terror und Frauenhass,Ablehnung der Ordnung , Gesetze und Vergewaltigung bedankt hat und sich x- Identitäten zulegt, um den Samariter zu betrügen und sich mit Untertauchen der rechtlich legitimen Ausweisung zu entziehen.

          Und die AfD schafft keiner mehr ab. Die liegt seit Monaten in Umfragen vor den Linken und Grünen als drittstärkste Partei in Deutschland. Ob man das nun toll findet ,oder nicht, es ist demokratisch.

    • Friedrich von Mansberg

      Lieber Herr Albrecht,

      ich teile Ihre Einschätzungen im Kern. Nein, ein Terroranschlag wie der vor Weihnachten in Berlin – so erschreckend und verunsichernd er ist – rechtfertigt nicht die Aushöhlung bzw. Abschaffung bürgerlicher Freiheitsrechte.

      Natürlich müssen wir uns nach einem solchen Anschlag fragen, was besser gemacht werden kann, um die Menschen besser zu schützen. Da wird im Moment alles mögliche diskutiert, mit bizarren Blüten wie etwa der Idee von Pollen rund um den Marktplatz in Lüneburg. Sie haben recht: unter dem Vorwand, Menschen schützen zu wollen, wird Front gemacht, wahlweise gegen Freiheitsrechte, Geflüchtete, rechtsstaatliche Verfahren oder schlicht anders Denkende. Und kaum jemand macht sich die Mühe, zu überprüfen, was denn wirklich helfen würde.

      Wie sagte Helmut Schmidt in jener jetzt viel zitierten Fernsehansprache: bei allem müsse man einen kühlen Kopf bewahren! Also: genau analysieren, was verbessert werden kann (die Abstimmung zwischen den verschiedenen Sicherheitsorganen zum Beispiel), wo Versäumnisse der Vergangenheit korrigiert werden müssen (zusätzliche Polizisten zum Beispiel) und wo wir uns auf eine sich verändernde Welt neu einstellen müssen (endlich eine Europäische Kooperation in Flüchtlingsfragen etwa). Es wird weit mehr geben, über das zu sprechen wäre – ich bin kein Experte.

      Was wir bei allem ernst nehmen müssen: Wenn Menschen sich nicht mehr sicher fühlen, dann neigen viele wohl dazu, ihre Freiheit gegen ein größeres Gefühl von Sicherheit eintauschen zu wollen. Dann klingen einfache Antworten verlockend. Es ist also nicht damit getan, diesen Menschen zu erklären, wie sicher Deutschland statistisch gesehen ist. Vielmehr wird man sie sowohl von dem ehrlichen Bemühen, für größtmögliche Sicherheit zu sorgen als auch vom Wert unserer bürgerlichen Freiheiten immer wieder neu überzeugen müssen! Eine – in Ihren Worten – wirklich vertrackte Situation.

      Herzliche Grüße,
      Friedrich von Mansberg

      • Lieber Herr von Mansberg,

        auch Ihnen danke ich herzlich. Wie es unter intelligenten und gut informierten Menschen eigentlich auch gar nicht anders sein kann, gleicht Ihre Haltung weitgehend der von Herrn Pauly. Sie beide sehen die größere Gefahr nicht in den Massenmorden fanatisierter, feiger verbrecherischer Killer, sondern in den unüberlegten Reaktionen auf deren Massaker, durch aktionistische Politiker und durch verantwortunglose Demagogen ebenfalls fanatisierte (und vorläufig nur medial sich abreagierende) Hetzmeuten.

        Das einzige Detail, das mir an Ihren Ausführungen nicht so gut gefallen hat, ist der gedanklich unvermittelte Schritt von der hoch problematischen Sicherheitsdebatte zur stark erodierenden Europäischen Kooperation in Flüchtlingsfragen. Hier sollte immer sehr gut aufgepasst werden, dass man sich durch das allgegenwärtige Gequatsche nicht unfreiwillig zum Propagandisten des Ineinssetzens von Flüchtlingen und Kriminellen machen lässt.

        Sie betonen, es sei nicht damit getan, (hauptsächlich medial verängstigten) Menschen zu erklären, wie sicher Deutschland statistisch gesehen ist. Vielmehr werde man sie sowohl von dem ehrlichen Bemühen, für größtmögliche Sicherheit zu sorgen, als auch vom Wert unserer bürgerlichen Freiheiten immer wieder neu überzeugen müssen. Das unterschreibe ich zu hundert Prozent. Das einzige Rezept, das uns in dieser von Aufregungen bestimmten Lage nicht in den Untergang führt, ist die Sisyphusarbeit der wahrhaftigen, prinzipienfesten, geradlinigen Aufklärung über den Wert demokratischer Pflichten, Rechte und Freiheiten.

        • Friedrich von Mansberg

          Nur schnell zur Klarstellung: Gemeint ist, dass wir Europäer uns gemeinsam zu unserer (Mit-) Verantwortung für die weltweiten Flüchtlingsströme bekennen und gemeinsam nach Lösungen suchen.

          • “ Gemeint ist, dass wir Europäer uns gemeinsam zu unserer (Mit-) Verantwortung für die weltweiten Flüchtlingsströme bekennen und gemeinsam nach Lösungen suchen.“

            Der Bürger ist nicht „Wir“ und auch nicht verantwortlich für die Ausbeutung anderer Länder oder Waffenlieferungen.

            Und Lösungen auf EU Ebene kann man getrost vergssen. Die Flüchtlinge werden mit offenen Grenzen weiter nach Europa strömen, spätestens bei beginnendem Frühling.
            Und zwar nach Deutschland, Schweden ,vielleicht Austria. Die Mehrheit will zu uns. Denn hier gibt es die beste soziale Versorgung. Den Rest der EU können Sie vergessen,da hier keine Gelder für alle verschenkt werden.Es will daher niemand nach Rumänien, oder sonstwo, sondern nach Deutschland! Ob mit oder ohne Gewalt, ob mit oder ohne Verteilungsschlüssel!

      • Liebe Ratsherren Pauly und von Mansberg

        nach der anregenden Lektüre Ihrer Posts bleibt mir nicht mehr als es auf gute britische Art zu sagen:

        „Bloody brilliant, chaps!“

        Schöner und intelligenter kann man die leeren Worthülsen und die aufgeblasenen Rechtfertigungen für einen zumindest in seiner Art unnötigen Pollerbau am Marktplatz nicht dekonstruieren…

        Behrnd Detlevsen

      • Hallo Herr EX-Genosse, ihr Zitat:Es ist also nicht damit getan, diesen Menschen zu erklären, wie sicher Deutschland statistisch gesehen ist.
        ein wirklich urkomischer satz. ständig will uns die politik mit bestellten gutachten und statistiken ,,reinen wein,, einschenken. wer sie bestellt hat, wünscht sich ein ergebnis. er wird es bekommen, schließlich zahlt er dafür. tatsachen sprechen für sich. die tatsache, dass die dummheit sich immer weiter verbreitet , wird leider statistisch noch nicht erfasst. warum? könnten auch politiker darunter sein? wenn ich jedesmal nach einer schweren straftat den aktionismus der politik erlebe, frage ich mich, wer regiert uns eigentlich? trottel, die die wirtschaft nicht mehr haben wollte? herr von mansberg, sie wollen doch ein mann von welt sein, oder? warum gibt es in der spd so viele abnicker von abstimmungen innerhalb der großen koalition? weil deren politik so genial ist? oder weil die futtertröge auch in der zukunft locken? warum wird die spd immer erst kurz vor ein wahl wach und fängt an sozial zu denken? das s im logo sollte doch eigentlich einer ganzen wahlperiode zudenken geben, oder gibt es in der wirklichkeit keine sozialdemokraten mehr in der spd? woran kann man die noch erkennen, die vielleicht noch vorhanden sind?

        • „wenn ich jedesmal nach einer schweren straftat den aktionismus der politik erlebe, frage ich mich, wer regiert uns eigentlich?“ trottel….

          Ja, warum etwas tun? Völlig unnötig,einfach *weiter so!* Die paar „Kaugummidiebe“ sind ja kein Problem.

          Weiter Terroristen unkontrolliert mit weiteren für 2017 angekündigten 500Tsd. afrikanischen Zuwanderern ins Land lassen, Gefährder ,die Attentate planen und sich täglich Hasspredigten anhören ,einfach nicht weiter beachten und die, die im Baumarkt Material zum Bombenbau einkaufen ,einfach „Bastelbegeisterung “ unterstellen, dann gehen die schon von alleine und Straftäter mit X-Vorstrafen einfach ignorieren-wird schon nix passieren, „ist ja noch nie was passiert!“

          Sorry, soll das Comedy sein oder ist das Ihr Ernst? Dann würde ich schnellstens die weisse Jacke ohne Ärmel ordern.

        • Lieber Herr Bruns,

          das, was Sie Herrn von Mansberg da schreiben, ist nicht nur übergriffig im Ton als wären Sie bei Michael Recha in die Schule gegangen, sondern ist exakt die exemplarische Hitparade von billigen Veneers-to-Go-Floskeln, welche die frei in der eigenen Peer Group-Blase flottierenden Allgemeinplätze mit einer Gedankenlosigkeit reproduziert, die Sie Herrn von Mansberg und seinen Freunden vorwerfen. Nur drei Hinweise: (1) Natürlich sind die Ergebnisse von statistischen Erhebungen grundsätzlich immer überaus voraussetzungsreich und stark interpretationsbedürftig. Warum derlei Ausdeutungen vom Laien meist unverstandener Zahlenkolonnen „beim Bürger“ dennoch so beliebt sind, ist ein großes Rätsel. Friedrich von Mansberg hat mit seiner Bemerkung die Grenzen der Brauchbarkeit solchen magischen Gutachterbrimboriums aufgezeigt, mit welchem etwa Roland Wölfel von der CIMA Beratung + Management GmbH oder Ulrich von dem Bruch von der Lüneburger Heide Werbe + Reklame GmbH den temporären Bedarf an Zaubereiartikeln beim Spitzenpersonal von Kommunalverwaltungen decken. (2) Anders als Claudia Schmidt, Ulrich Blanck oder Niels Webersinn haben Friedrich von Mansberg und Michèl Pauly couragiert Haltung gezeigt und in der von Hans-Herbert Jenckel und dem Kommentator Kai Albrecht aufgeworfenen Frage eine klare Position bezogen. Sind beide trotzdem Politikerkarikaturen, in dem von Ihnen skizzierten Sinne? (3) Ulrich Mädge ist den gewaltigen Herausforderungen, die mit dem Zuzug von Flüchtlingen nach Lüneburg in den beiden letzten Jahren verbunden gewesen sind, vorbildlich unaufgeregt und hochprofessionell begegnet. Würden Sie ihn ebenfalls als Erfüllungsgehilfen von Glücksrittern respektive von Lobbyisten bezeichnen? Oder doch eher als einen bodenständigen Pragmatiker mit einem Hang zur Ungeduld mental unsortierten Schwatznaturen gegenüber?

          Und, ja, „was die volksverdummung angeht, sie findet statt. akteure sind da unterschiedlicher art. von bankern bis politikern und pressegehilfen. einer allein schafft keine volksverdummung.“ Aber viel mehr als die Banker, Politiker und ihre Pressegehilfen – die als Individuen identifiziert, mit Namen benannt und denen Ihre jeweiligen konkret beschriebenen Beiträge zur Verdummung zugeordnet werden müssten – ist das Millionenheer von Leuten wie Ihnen und mir für diese galoppierende Verdummung selbst verantwortlich, das Heer der Leute, die der Phrase mit der Phrase begegnen, anstatt sich ans Detail und ans tatsächlich Vorgefallene zu halten. Nachweisen zu können, Person sowieso habe dies oder jenes getan, was aus dem einen oder dem anderen Grund nicht in Ordnung ist, zeigt ein Bemühen um Aufklärung. Zu behaupten, Personen eines bestimmten Typus seien mit wenigen Ausnahmen so oder so, ist verdummende Stimmungsmache — und zwar unabhängig davon, was behauptet wird.

          In diesen Chor der verantwortungslos Lamentierenden und Krakeelenden einzustimmen, haben Sie nicht nötig, Herr Bruns. So etwas überlassen Sie Gunter Runkel, andy, Ernesto und Lydia Dingeldey. Sie haben Kenntnisse? Dann breiten Sie diese aus. Verkürzen Sie nicht, als wenn Sie annehmen dürften wir anderen alle, besäßen Ihre Kenntnisse auch. Auf Tatsachen und Einzelheiten kommt alles an, wenn Sie den Schwadroneuren des Untergangs entgegen treten möchten. Das können Sie! Und das können Sie viel besser als in Ihrem letzten Post.

          • Lieber Herr Schnell
            man sollte in texten nicht zuviel hinein-interpretieren. ich passe mich nur gern dem niveau an. bürger fragt und bekommt prompt eine antwort, mit der er, weil sie wie eben oft nicht ,,ehrlich,, ist, nichts anfangen kann. ich frage direkt und rede ungern um dern heißen brei. politiker sind da meistens anders gestrickt. sie müssen ja auf alles mögliche rücksicht nehmen, oder? vom stallgeruch bis zum glauben, es könnte ja ein potenzieller wähler sein, ist alles darin enthalten. ich habe meine vereinsbrille schon vor jahrzehnten weggeworfen und sehe dadurch schärfer.im übrigen steht die spd nicht zufällig so hoffnungslos im kreis herum. es würde den rahmen sprengen, wenn ich hier einzelheiten aufzählen würde, um darüber zu diskutieren. ich habe fragen an herrn von mansberg gestellt ,sie sind begründet durch meine erfahrungen mit der spd. es dürfte doch wohl leicht sein, diese so zu beantworten , damit ein alter sozialdemokrat es versteht, oder? die jungen glauben der politik doch schon eh nichts mehr. kann man schön am nichtvorhandenen nachwuchs in den parteien erkennen. nichts kommt von ungefähr. herr pauly und ich, wir kennen uns persönlich. ich schätze ihn. herr von mansberg kenne ich nicht, deswegen frage ich ihn. ich weiß, dass meine fragen unangenehm sind und es ist schwierig auszuweichen. warum laufen wohl eben auch der spd nicht nur deren wähler weg, sondern auch ihre parteimitglieder? kann sie sich noch als volkspartei bezeichnen, bei den wahlergebnissen? wie ich schon schrieb, würde ich anfangen ins eingemachte zu gehen, würde es hier mehr als den rahmen sprengen und garantiert würde es zu missverständnissen kommen. dieses forum ist dafür aber nicht gedacht. schmunzel. in der spd hat es schon immer oberlehrer gegeben, jetzt wird sie von einem lehrer geführt. ich glaube herr von mansberg kann bestimmt auch für sich sprechen und bedarf dabei keine unterstützung. um das erste missverständnis aufzuklären, ich habe die person von mansberg nicht angesprochen, sondern das parteimitglied.ich hätte meine fragen auch frau lotze stellen können. die frage ist nur, wer hätte sie hier beantwortet?

    • Liebe Ratsherren Pauly, von Mansberg und Webersinn, Pauly,

      werden Sie sich noch entschließen, Haltung zu zeigen? Von meinem künftigen Oberbürgermeister und Landtags- und Bundestagsabgeordneten wüsste ich schon gerne, wie mehr oder weniger umfassend sie die Sache mit der wehrhaften Demokratie sehen.

      Bitte seien Sie nicht scheu! Beziehen Sie Position, solange Sie es noch können!

      MfG, Ihr Kai Albrecht

      • Sehr geehrter Ratsherr Webersinn

        Jetzt bin ich aber auch noch auf Ihre Einlassungen gespannt.

        MfG, Ihr Kai Albrecht

    • Gibt es Vorteile hinter Pollern, Mauern und Gittern?

      Nicht jedem tut man einen Gefallen, wenn man ihm die Freiheit schenkt. Franz Biberkopf aus Berlin, der immer da ist, ist das unübertroffene Vorbild für alle, die auch immer da sind. In der Wildnis lebt es sich gefährlich. Im Zoo hingegen leben Tiere sicher, satt und medizinisch versorgt. Da erstaunt es nicht allzu sehr, dass Zootiere länger leben als ihre frei umherlaufenden Artgenossen. Den wissenschaftlichen Nachweis haben Forscher der Universität Lyon und der Universität Zürich kürzlich in der Zeitschrift „Scientific Reports“ (http://www.nature.com/articles/srep36361) veröffentlicht. Für mehr als 80 Prozent der 50 untersuchten Säugetierarten, darunter der Afrikanische Büffel, Rentier, Zebra, Bieber oder Löwe trifft die Beobachtung der Biologen zu. Vom Schutz vor Fressfeinden, innerartlicher Konkurrenz und Krankheiten profitieren allerdings Tiere mit einem schnellen Lebensrhythmus deutlich mehr als solche mit einem langsamen.

      Wildkaninchen erreichen hinter Gittern ein höheres Alter als ihre frei herum hoppelnden Artgenossen, während der Altersunterschied bei Primaten geringer ausfällt. Die Wissenschaftler ziehen folgende Schlüsse aus ihren Ergebnissen: Lebewesen, die früh geschlechtsreif sind, sich stark vermehren und von Natur aus vielen Gefahren ausgesetzt sind, profitieren enorm von einer geschützten Umgebung. Das zeigte sich in der Studie deutlich bei Spitzhörnchen, Wieseln, Weißwedelhirschen oder Afrikanischen Wildhunden.

      Wer sich hingegen mit der Reproduktion mehr Zeit lässt, weil er selbst am Ende der Nahrungskette steht, ist kaum Nutznießer eines Lebens im Gehege. Vor allem Primaten leben kaum länger in Gefangenschaft, manchmal sterben sie sogar früher. Trotzdem scheint das Leben in freier Wildbahn selbst für einen Löwen Gefahren bereit zu halten, die sich auf die Lebenserwartung auswirken.

      Das ist allerdings noch lange keine Rechtfertigung für ein Leben hinter Gittern, denn ein langes Leben muss kein Gutes sein. Vielmehr beweist die Studie, dass Zoologische Gärten einigen Säugern wenig bieten können. Im Fall von weiblichen Elefanten vermutlich sogar gar nichts. Denn obwohl medizinisch versorgt und gut gefüttert, sterben sowohl Asiatische als auch Afrikanische Elefantendamen früher in Gefangenschaft. Legt man das Argument des Artenschutzes einmal beiseite und widmet sich dem jeweiligen Tier, schwinden die Argumente für den Zoo-Elefanten.

      Denn wie wohl sich ein Elefant im Gehege fühlt, hängt weniger von der Größe des Geheges als von seinen sozialen Kontakten ab. Dies zeigen amerikanische Wissenschaftler in einer Studie, die in der Zeitschrift „Plos One“ (http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0158124) erschien. Leben Zoo-Elefanten wie in der Wildnis üblich in einer großen Herde mit Jungtieren, neigen sie seltener zu zwanghaftem Verhalten. Aus Tierfilmen ist jedem bekannt, dass Elefanten in großen Gruppen meilenweit wandern. So ist es nicht verwunderlich, dass die Dickhäuter neurotisch werden, wenn man sie von ihren Freunden trennt.

      MlG, Henrike

  6. Richtig, Herr Jenckel,

    „die Tragik ist […], dass es heute tatsächlich ums Schwatzen geht, nicht um Gehalt [ums Gehalt vielleicht schon], sondern ums Füllen von Sendeminuten, und wenn schon um Haltung, dann bitte um eine biegsame.“ Treuherzig stirnrunzelnde Biegsamkeit ist ein Phänomen, das sich verstärkt – nimmt man „Sendeminuten“ mal im übertragenen Sinne elektronisch gepimpter Ausdrucksvolumina – wieder in vielen verschiedenen „Sphären“ in Lüneburg findet, nicht nur in der politischen, sondern galoppierend schwadronierend auch in der wirtschaftlichen, wie ebenfalls beklagenswert überdeutlich in der „universitären“ und nicht zuletzt auf allen Ebenen der Vereinsmeierei und der um sich und die Ihren kreisenden Kreise.

    Und genau dieses Jachtern nach dem (auch dem Schändlichen), was vermeintlich Punkte „beim Wähler“ bringt, anstatt ein Mindestmaß an prinzipienfester Geradlinigkeit zu pflegen, ist das offene Scheunentor, durch welches die hereingestürmt kommen, denen alle Scham und jeder Skrupel fremd ist, solange sie nur weiter „nach oben“, in Richtung Fleischtöpfe avancieren. Wer die humanitäre Substanz unseres Grundgesetzes offensiv in Frage stellt, arbeitet mit an der Zerstörung der Vernunft!

    Übrigens ist mein privater Eindruck, dass Niels Webersinn und Karlheinz Fahrenwaldt in Lüneburg die ambitioniertesten Tänzer mit den elastischsten Beinen sind, die ganz gefährlich in den Knien federn können.

  7. Lena
    nur für sie. schmunzel
    Ich widerspreche, wie nie widersprochen worden ist, und bin trotzdem der Gegensatz eines neinsagenden Geistes. Ich bin ein froher Botschafter […] Denn wenn die Wahrheit mit der Lüge von Jahrtausenden in Kampf tritt, werden wir Erschütterungen haben, einen Krampf von Erdbeben, eine Versetzung von Berg und Tal, wie dergleichen nie geträumt worden ist. Der Begriff Politik ist dann gänzlich in einen Geisterkrieg aufgegangen, alle Machtgebilde der alten Gesellschaft sind in die Luft gesprengt – sie ruhen allesamt auf der Lüge: es wird Kriege geben, wie es noch keine auf Erden gegeben hat.“
    Nietzsche 1889 in: Ecce Homo („Warum ich ein Schicksal bin“, Abs. 1)

    • „Der Begriff Politik ist dann gänzlich in einen Geisterkrieg aufgegangen, alle Machtgebilde der alten Gesellschaft sind in die Luft gesprengt“

      Schön wär`s. Dann wäre Raum für Neues.

  8. Es gibt keine 100% Sicherheit. Wir müssen jetzt mit dem Terror leben. Es sterben mehr Menschen an Verkehrsunfällen als am Terror……bla bla bla

    Als ob dies unabänderlich wäre und die Gefahr nicht etwa von verantwortungslosen Politikern hier „hineinimportiert“ wurde. Wenn man monatelang mit 14 Identitäten hier herumreist und Menschen tötet,haben alle versagt. Der Politiker, die Behörden usw. Nur jene nicht , die auf die Gefahr ununterlassen hingewiesen haben, einschliesslich Ahmed Abdel Samad und Ahmed Mansour. Doch das sind alles nur dumme Rechte.

    • Henning Ahrens

      Ernst, du reist doch auch schon monatelang mit weit mehr als 14 Identitäten hier im Forum herum. Wer hat dich hereingelassen? Ist Merkel Schuld? Soll die Blog-Polizei dich jetzt wegsperren, weil du in der Zukunft vielleicht einmal etwas Schlimmes anstellen könntest? Und auch deshalb, weil sonst Leute wie du (und Ahmed Abdel Samad und Ahmed Mansour) angelaufen kommen und schreien, „auf die Gefahr hätten sie ununterlassen hingewiesen“ und gerade bei dir hätte man es vorhersehen müssen?

      Wer ist denn ein „Gefährder“, Ernst? Im staatlichen Sinne doch wohl jemand, von dem eine Gefahr ausgeht, vor allem eine terroristische. Klingt bedrohlich. Tatsächlich aber ist jemand gemeint, gegen den es keine gerichtsfesten Beweise gibt, den man daher nicht anklagen und nicht verurteilen kann und der nach bisherigem Rechtsverständnis unschuldig ist. Was Gefährder eigentlich sind, sagt niemand. Möglicherweise Fast-Verdächtige. Zumindest aber Menschen, die es zu beobachten und zu überwachen gilt.

      Die Steigerungsform ist der „potentielle Gefährder“. Ein Mensch, der noch nicht zum Gefährder geworden ist, es aber werden könnte. Gegen den aber schon jetzt „Maßnahmen“ ergriffen werden sollen. Potenzieller Gefährder kann jeder sein. Also eben auch du, Ernst! Immerhin kann von jedem Bürger in der Zukunft eine Gefahr ausgehen. So etwas nennt man in anderen Zusammenhängen einen Generalverdacht.

      • „Wer ist denn ein „Gefährder?“
        Schon mal jeder, der das Buch liest, in dem er in wörtlicher Rede aufgefordert wird „Ungläubige“ zu töten und danach lebt.
        Und wer das ausschliesslich sein kann,wenn er in sogenannte „Anbetungsstätten“ geht, in denen Hass gegen alle gepredigt wird , die diesen Irrsinn nicht glauben, ist keine Frage für mich. Dies hat absolutes Priorität, denn die Zeugen Jehovas oder das Rote Kreuz ,sind wohl nicht das Problem,oder wann haben Sie von denn gehört,das sie in Konzerthallen eindringen und Menschen mit automatischen Waffen töten?
        Fragen Sie doch mal Hamed Abdel Samad. Er ist vielfach in Deutschland vor oder nach Vorträgen auch für Sie zusprechen, wenn Sie ihn bitten. Der kann Ihnen sicher detailiert weiterhelfen.
        Übrigens, Gesetze kann man ändern, man muss nur wollen. Denn ich muss nicht warten,bis einer der mit einem Schlachtermesser in Angriffsposition auf mich zuläuft, mir dieses Messer ins Herz sticht.

      • „Potenzieller Gefährder kann jeder sein.“

        Ja, wir reden hier nur über potenziell gefährliche „Kaugummiatomatenknacker!“ Die sind ja auch unser grosses Problem im Land. Seit Jahrzehnten!

        Geht`s noch oder muss der Therapeut die nächsten 5 Jahre für Sie reservieren??

      • Herr Ahrens, das sie diese Politik , die dieses Land gerade zur Bananenrepublik entwickelt unterstützen und die Kritik von Herrn Ernst nicht verstehen ist traurig. Was führt ein Mensch im Schilde der sich 14 Identitäten zulegt? Der kommt mindestens mit Betrugsabsichten in das Land und gehört meiner Meinung nach direkt nach Entdeckung der zweiten Identität in Abschiebehaft, ebenso wie Menschen, die ihre Identität gar nicht erst preisgeben oder dabei Lügen. Die Politik, die dieses Verhalten duldet und durchgehen lässt, verarscht und demütigt nicht nur Ihre Bürger, die fleißig ihrer Arbeit nachgehen und somit diesen Betrügern den Lebensunterhalt finanzieren. Diese Politik gibt auch den Arschlöchern dieser Welt ein klares Signal auch nach Deutschland zu kommen und es diesen Betrügern gleich zu tun. Das aufheben des Schengen Abkommen im nationalen Alleingang von Frau Merkel ruiniert den Ruf unseres Landes als verlässlichen Partner unserer Nachbarn. Wenn für unsere Politik das Problem mit solchen Menschen erst losgeht, wenn sie Gefährder sind oder bereits die erste Gewalttat hinter sich haben ist das mir persönlich schon zu spät.

      • @Henning

        „Ernst, du reist doch auch schon monatelang mit weit mehr als 14 Identitäten hier im Forum herum. Wer hat dich hereingelassen?“

        Niemand, ich bin hier geboren und „wohne schon länger hier!“
        Nur 14 Identitäten? Damit begnüge ich mich nicht und reisen ist mir in meinem Alter viel zu anstrengend. Ich habe aber keinen Sprengstoffgürtel oder LKW,tauche mit der Kalaschnikow nicht bei Konzerten auf oder im jüdischen Supermarkt oder Museum und ich ersteche auch nicht meine Ex oder Schwester, zünde sie an oder schleife sie hinter dem Auto her, trete ihr auch nicht an den Kopf ,weil sie zu westlich oder ungläubig geworden ist.
        Und 14 mal Hartz und Tausende an Kindergeld für meine Kinder im Ausland kriege ich auch nicht.

        Meinen Sie ,ich sollte den Gleichstellungsbeauftragten anrufen?*schmunzel*

        • @Ernst

          „Ich habe aber keinen Sprengstoffgürtel usw. usf.“? Was für einen Grund habe ich, Ihnen das zu glauben? Dass Sie die Kritik von Herrn Ahrens nicht verstehen ist traurig. Was führt ein Mensch wie Sie im Schilde der sich mehr als 14 Identitäten zulegt? Der kommt mindestens mit Betrugsabsichten hier ins Forum und gehört meiner Meinung nach direkt nach Entdeckung der zweiten Identität in Abschiebehaft, ebenso wie Menschen wie Klaus und Norbert, die ihre Identität gar nicht erst preisgeben oder dabei Lügen. Die Politik, die dieses Blog.jj-Verhalten duldet und durchgehen lässt, verarscht und demütigt nicht nur Ihre Bildungsbürger, die fleißig ihrer Kommentierarbeit nachgehen und somit diesen Betrügern den Lebensunterhalt finanzieren. Diese Politik gibt auch den Arschlöchern dieser Welt ein klares Signal auch ins LZ-Forum zu kommen und es diesen Betrügern gleich zu tun. Wenn für unsere Politik das Problem mit solchen Menschen wie Ihnen, Ernst, erst losgeht, wenn sie Gefährder sind oder bereits die erste Gewalttat hinter sich haben ist das mir persönlich schon zu spät.

          • Na Peter, fällt dir wieder nichts ein, um sachlich an Oberhand zu gewinnen? Musst du wieder versuchen andere Beiträge ins lächerliche zu ziehen? Findest du das nicht kindisch? Schämst du dich nicht vielleicht auch ein wenig? Dieser Betrüger hat etliche Menschen getötet und zahllose ins Unglück gestürzt und Dir fällt nichts weiter ein als den Affen zu machen?

          • Klaus, „das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel“, meinte der große britische Mathematiker, Logiker und Philosoph Betrand Russell, Literaturnobelpreisträger und einer der Väter der Analytischen Philosophie.

            A. Was macht nun aber den Dummen aus, Klaus? Was unterscheidet ihn vom Gescheiten, vom Klugen, vom Denker? Kennzeichen des Dummen ist nicht, dass er über wenig Wissen verfügt. Das wäre nur Unwissenheit, die meist leicht behoben werden kann.

            Kennzeichen des Dummen ist vielmehr eine gewisse Begriffsstutzigkeit, ein Mangel an Urteilskraft sowie Denkfaulheit.

            Selbst wenn er es schafft, irgendwie viele Informationen in seinen Kopf hineinzubekommen (sagen wir über den Koran und den Islam), dann kann er damit wenig anfangen. Er kann damit nicht adäquat umgehen, kann sein Wissen nicht anwenden. So wie jemand, der es irgendwie durchs Medizinstudium geschafft hat, alle möglichen Krankheitsbilder aufsagen kann, aber wenn er einen konkreten Patienten vor sich hat, nicht in der Lage ist, einfachste Diagnosen richtig zu erstellen.

            Dem Dummen mangelt es also an Präzision im Denken, was meist schon mit der sauberen Begriffsbildung im Geist beginnt. Daher der Ausdruck „Begriffsstutzigkeit“.

            Er benutzt Worte, deren Bedeutung er nicht genau erfasst hat, teilweise ganz falsch oder sehr ungenau. Er sagt z.B. dumm, meint aber unwissend oder umgekehrt. Er sagt Hass, meint aber Antipathie, Zorn, Wut oder Verachtung. Er sagt Ethik, meint aber Moral.

            Er liest Wutmensch und meint, das hätte was mit einem wütenden Menschen zu tun. Er hört psychopathologische Störung und meint, damit würden kranke Menschen verhöhnt. Er liest braun-rechte Wutmenschen und meint, damit ginge die Behauptung einher, alle Strandnixen und Prozesshansel würden pauschal als solche klassifiziert. (Wenn jemand vor verwundeten Flusspferden warnt, dann behauptet er ja nicht, dass alle Flusspferde verwundet seien und er sagt nichts über die Gefährlichkeit von verwundeten oder nicht verwundenen Eisbären oder Schlangen aus.)

            Die Ungenauigkeit in der Begriffsbildung im Geist führt zwangsläufig zu einem Mangel an Urteilsvermögen, weil schon die Grundbausteine des Denkens, die Begriffe, die bereits hohe Abstraktionen darstellen, nicht richtig gebildet sind. Jeder Didaktiker weiß, wie schwer es ist, bei Schülern respektive Studenten die korrekte Begriffsbildung zu evozieren. Wenn diese fehlschlägt, dann liest man in Schüleraufsätzen z.B. solches: „Die Ureinwohner Ägyptens waren die Mumien.“

            Auch hat der Dumme Probleme in logischen Zusammenhängen zu denken und komplexe Strukturen zu erfassen. Was sich in seinem Geist abspielt, hat eher mit sich erinnern (memorieren), mit assoziieren, mit sich etwas ausmalen und mit Analogien herstellen (denken im weiteren Sinne) als mit denken im engeren Sinne zu tun, welches immer auf Erkenntnis aus ist, auf Verstehen, mithin auf Wahrheit und dem immer ein selbstkritisches Moment innewohnt.

            Wer die Wahrheitsfrage stellt, fragt immer auch: Stimmt das wirklich? Dies setzt bereits eine höhere Bewusstseinstufe voraus.

            Bei Tieren und Kleinkindern ist diese noch nicht vorhanden. Ebenso bei den Frühformen des Homo sapiens vor hunderttausenden von Jahren. Der Wahrheitsbegriff setzt also zwingend diese Differenz von wahr und falsch voraus, ja, noch mehr als das.

            Solange der Mensch im mythischen Bewusstsein verbleibt, kennt er die Unterscheidung zwischen Sein und Schein, zwischen wahr und falsch noch nicht. Gehen wir noch tiefer, dann können wir sogar konstatieren: Das mythische Bewusstsein kennt noch keine Unterscheidung zwischen a) der Welt und b) ihrer Deutung. Der Wahrheitsbegriff bezieht sich aber immer auf die Deutung der Welt, auf das Weltbild. Die Welt selbst kann nicht falsch sein, wohl aber ihre Deutung. Die Wahrheit oder Falschheit ist also in unserem Kopf, genauer: in unserer Vorstellungswelt. Wer den Begriff der Weltdeutung in seinem Bewusstsein noch nicht gebildet hat, der kann auch den Wahrheitsbegriff noch nicht bilden.

            Dass der Mythos eine Weltdeutung bietet, dass diese wahr oder falsch sein kann, kann immer nur von einem Standpunkt jenseits des Horizontes des mythischen Bewusstseins gedacht werden. Dies setzt bereits ein kritisches Bewusstsein voraus.

            Dass Homer möglicherweise nicht die Wahrheit berichtet, ist eine für das griechische Denken folgenreiche Entdeckung gewesen. Der Erste, der diese Frage stellte „Stimmt das überhaupt?“, hat einen Quantensprung in der Geistesgeschichte der Menschheit vollzogen. Dieser ereignete sich im kritischen Hinterfragen. (Titelanwärter sind Ulrich Mädge und Sascha Spoun.)

            Ist dieser Entwicklungsschritt einmal gemacht worden, ist eine Rückkehr in die Sphäre der Märchenwelt, ins mythische Bewusstsein ein für alle mal versperrt. Ein Zurück ins Paradies der Naivität und der Infantilität gibt es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr. Die Sehnsucht danach bleibt aber bei vielen, vor allem denen, die sich mit dem Denken irgendwie schwer tun, was Ihnen und Ihren Hundertnamigen Forums-Zwillingen ja nicht unbekannt sein dürfte, Klaus.

            Ab diesem Ausbrechen aus dem mythischen Bewusstsein kann sich nun das Denken im engeren Sinne entwickeln, welches ein kritisches Bewusstsein voraussetzt, zunächst nach außen, dann in der nächsten Stufe gegenüber sich selbst (Selbstkritikfähigkeit).

            Das neo-faschistische Denken, welches vor allem von Subjektivismus und Relativismus geprägt ist, sowie einer Loslösung von der Realität, versucht, diesen Schritt der Differenzierung zwischen Welt und Weltdeutung wieder rückgängig zu machen, was zunehmend zu einem Realitätsverlust und damit einhergehend zu einer Infantilisierung der Gesellschaft führte, was man auch als pathologisch diagnostizieren kann.

            Die AfD macht sich also die nie verloschene Sehnsucht nach dem Paradies der Naivität zunutze. Deshalb konnte dieses Denken auch so erfolgreich sein in den letzten drei, vier Jahren. Nicht weil es die besseren Argumente hatte, bei weitem nicht, ganz im Gegenteil, sondern weil es diese tiefe Sehnsucht bediente.

            Doch zurück zum Dummen. Dieser stellt selten die Wahrheitsfrage, viel öfter dagegen die Frage nach den vermuteten Wirkungen. Sein Geist ist oftmals angefüllt mit Pawlowisierungen, mit Reiz-Reaktions-Mustern. Bestimmte Wörter erzeugen bei ihm wie bei Pawlows Hund die immer gleichen Reaktionen. Der Dumme ist in diesen Reiz-Reaktions-Mustern regelrecht gefangen und unfähig, über Selbstfreflexion aus ihnen auszubrechen.

            B. Der kluge Dumme weiß nun zumindest um seine Schwäche in diesem Bereich des Denkens und verfügt über so viel Urteilskraft, einschätzen zu können, dass diese bei ihm nicht so sehr gut ausgeprägt ist. Er ist also sich selbst gegenüber nicht unkritisch. Er hält sich bei bestimmten Gesprächen lieber ein wenig zurück, weil er denkt „Ich muss ja nicht allen ständig demonstrieren, was ich nicht so gut kann, muss mich nicht selbst lächerlich machen“. Oder er fragt nach, gibt offen zu, dass er etwas nicht verstanden hat, und bittet um eine Erklärung, was etwas Entwaffnendes, Authentisches hat und ihn oft sehr sympathisch macht, da dies von geistiger Offenheit und gesunder Selbsteinschätzung zeugt.

            Mit solchen Menschen kann man meist recht gut auskommen. Sie sind nicht selten sehr angenehme Zeigenossen und haben andere Stärken, die sie sinnvoll einzusetzen wissen. Oftmals haben sie einen sehr feinen Charakter, haben ein gutes ethisch-moralisches Gespür. Sie können vielleicht nicht perfekt begründen und herleiten, was richtig und was falsch ist, aber sie spüren es genau, erfassen es intuitiv und haben ein freundliches Wesen.

            C. Der dumme Dumme dagegen (Ernst, Lydia, Miriam, andy, Ernesto, etc.) will seine eigene geistige Verfassung nicht wahrhaben. Er leugnet sie vor sich selbst. Nicht selten ist er vom Gleichheitswahn besessen, den er bisweilen zu einem regelrechten Fetisch ausbaut, den er götzenhaft anbetet.

            Im Grundgesetz würde doch stehen, dass alle Menschen gleich seien. Also seien auch alle gleich intelligent, gleich gebildet, gleich hübsch, gleich attraktiv, gleich klug, gleich wertvoll usw.

            Wenn man nachfragt, was er denn damit meint, wird der dumme Dumme nicht selten zornig und aggressiv, dass man es überhaupt wagt, etwas in Frage zu stellen, „was doch alle wissen“. Oder er redet dann dummes Zeug, ohne es zu merken, dass er dies tut.

            Besonders penetrante dumme Dumme halten sich sogar für klüger als alle anderen und versuchen, andere auch noch zu belehren, merken gar nicht, wenn sie es mit jemandem zu tun haben, der ihnen geistig weit überlegen ist.

            Das sind die unangenehmsten von allen: die, so will ich sie mal „Bundeskasper“ nennen, oder „die Dummdreisten“.

            Diese haben bisweilen das Talent, seltsame Diskussionsstrategien zu entwickeln, die Arthur Schopenhauer in seiner „eristischen Dialektik“ wunderbar beschrieben hat. Sie verdrehen alles und wenden Techniken an, die nicht darauf abzielen, den anderen mit Sachargumenten zu überzeugen oder gar logische Beweise zu führen, sondern ihn auszutricksen oder als Person anzugreifen. Besonders gerne machen sie andere lächerlich, schließen sie sozial aus oder versuchen sie einzuschüchtern, im Extremfall bin hin zu ehrabschneidenden öffentlichen Falschbeschuldigungen oder Aufforderungen an Jenckel, deren Beiträge zu löschen.

            Nach dem Motto: Wenn ich es schaffe, Herrn Pauly, Herrn Jenckel, Herrn Mädge oder Klaus Bruns in ein schlechtes Licht zu rücken oder auszugrenzen, dann hören andere weniger auf diese oder schenken ihnen keinen Glauben mehr. Solche Gesprächsstrategien finden wir nicht selten bei AfD-Politikern. Ganz besonders bei denen, die sich jetzt kurzfristig unfassbare Machtpositionen aufgebaut haben, die sie mit allen Mitteln zu schützen suchen.

            D. Der dumme Kluge hat eine Neigung, sich mit dem Dummdreisten über Gebühr auf Diskussionen einzulassen. Natürlich gewinnt er diese formal. Doch das nutzt ihm nichts, weil der Dummdreiste das in der Regel gar nicht bemerkt. Und wenn doch, macht er es wie die Taube, die das Schachspiel verloren hat. Kurz vor dem Schachmatt, schmeißt sie alle Figuren um, dreht sich stolz auf dem Brett hin und her und kackt dann aufs Brett.

            E. Der kluge Kluge geht solchen Personen tendenziell aus dem Weg, sobald er erkennt, womit er es zu tun hat, will sich nicht auf deren Niveau herabziehen lassen und konzentriert sich, da er weiß, dass es nicht möglich ist, den anderen zu sich hochzuziehen, lieber auf die anderen klugen Klugen, die dummen Klugen und die klugen Dummen.

  9. Hallo Herr Bruns,

    das Nietzsche-Zitat hatte ein Herr Schöder gebracht, nicht ich. Dennoch möchte ich Ihnen antworten.

    Ich glaube gerne, dass Ihnen der Gedanke gefällt, nicht nur „ein froher Botschafter“, sondern auch noch „ein Schicksal“ zu sein, wenn Sie hier im Lz-Blog „widersprechen, wie nie widersprochen worden ist, und Sie trotzdem der Gegensatz eines neinsagenden Geistes“ sind. Ist das denn nicht der heimliche Wunsch jedes echten Poeten, Herr Bruns? Träumen nicht alle davon, manchmal auch außerhalb ihrer Roman- und Theaterwelten schöpferisch oder zerstörerisch schalten zu können wie der Gott der Bibel?

    Eine nachvollziehbare Lust, Herr Bruns. Aber Sie brauchen sich nur kurz einmal auszumalen, was geschähe, wenn einer unserer beiden lieben Groschenromanautoren aus dem Forum hier die Gelegenheit erhielte, die Verhältnisse nach seinem Gusto divinatorisch zu gestalten. Ich galaube, da ist es besser, nicht auf kosmische Umschwünge zu hoffen, sondern auch weiterhin seiner täglichen kleinen Pflanz- und Pflegearbeit im Weinberg der — immer verbesserungsbedürftigen, aber unbedingt erhaltenswerten — Demokratie nachzugehen.

    Übrigens sind die Kriege, von denen Nietzsche, ein kränklicher Stubengelehrter, so leichtfertig spricht, immer nur „Geisterkriege“!

    Apropos, damit Sie sehen, dass Sie bei Ihrem unermüdlichen kleinteiligen Anarbeiten gegen die pandemische Verblödung nicht alleine sind, schicke ich Ihnen den Link zum neuesten und wirklich sehens- und hörenswerten Vortrag von Professor Dr. Martin Haase, einem Romanisten und Sprachwissenschaftler von der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg:

    https://www.youtube.com/watch?v=aP4t2UQi8No

    • Hallo Frau Bergmann
      wenn mit der lust es auch immer eine gelegenheit geben würde, würden zwar viele menschen befriedigt durch den alltag schweben, aber nicht mehr so kreativ. schmunzel. ich habe mir den Haase angetan. vieles ist ja nun wirklich bekannt. und das medien auch ihre schwachpunkte haben, was ihre ausdrucksweisen so angeht, ist sehr leicht tagtäglich zu lesen. warum ist das so? es sind die wiederholiungen , der zeitdruck geld zu verdienen und es entsteht durch die wiederholungen eine gewisse gleichgültigkeit.es wird nicht mehr darüber nachgedacht. und darauf wird von hasspredigern reagiert. deren sprache wird immer brutaler. man setzt immer gern noch einen darauf, weil es keine gegenwehr im bürgertum gibt. rechtsradikal ist eben auch in der sogenannten mitte angekommen. wer attackiert schon gern zurück? man will seine ruhe haben. dieses bedeutet , man lässt den anderen machen und wird plötzlich ganz erstaunt sein, warum man nicht alles mehr machen kann, was man sonst immer gemacht hat. sie wissen ja, hinterher hat man vorher alles besser gewusst. unsere sprache wird gern schon im mund des anderen verdreht. populismus ist ja kein neues phänomen.

  10. „Erst wenn alle gemein und niederträchtig über die Schwächen aller anderen herziehen, wenn alle wegen ihres Geschlechts, ihrer Abstammung, ihrer Rasse, ihrer Sprache, Heimat und Herkunft, ihres Glaubens, der religiösen und politischen Anschauungen und natürlich auch der körperlichen Gebrechen ausgelacht werden und keiner und keine ausgespart bleibt und wenn alle mitmachen – dann ist endlich Ruhe und Frieden. Und dann geht die Party erst los, dann wird nicht mehr gejammert und gejault, sondern gelebt und gestorben und gefeiert – da ist der Teufel los, und selbst die Götter schauen noch mal vorbei bei dieser Revolution die keine revolutionären Beamten und Henker mehr braucht.“

    Matthias Beltz (1945 – 2002)

  11. Wenigstens eine Haltung, für den Augenblick!
    Drei Experten, fünf Meinungen, keine Haltung, das ist die Lage in vielen Nachrichtensendungen.
    Die Sehnsucht nach Orientierung im täglichen News-Strom.
    Die Interpretation des Armutsberichtes, durch die klassischen Medien und deren Argumente wälzen.
    Wäre es da nicht schön, wenn die 20.00Uhr Tagesschau die Nachricht auf den Punkt bringt:
    „An diesem Bericht ist mehr herumgepfuscht worden als an Dolly Busters Möpsen“
    oder der Tagesschau-Sprecher Herrn Seehofer direkt live fragt:
    „Was macht denn der Putsch gegen Merkel, gibt’s schon einen Termin?“
    oder auf die Gefahr des 4.0 Toaster hinweist, der intelligenter wird, als mancher Verwandter!
    Wäre das eine klare Haltung?

    Sind wir bereits selbst schon Opfer eines neuen Zeitregimes und deren Herrschaft der Zahlen? Der modische Verstand der zeit-verleugnende Verstand ist? Ist diese Entwicklung mit den Kommunikationstechnologien zu verbinden?

    Wie würde jene Aussage auf das Zeitregime wirken?
    „Ich möchte eine Uhr bauen, die einmal pro Jahr tickt. Das Jahrhundert Hand schreitet einmal alle 100 Jahre, und der Kuckuck kommt auf das Jahrtausend. Ich möchte, dass der Kuckuck jedes Jahrtausend für die nächsten 10.000 Jahre herauskommt“.
    Der den Luxus der Langsamkeit gerade genießen konnte, durfte sich in den Traum wiegen, das Kostbarste aller Menschlich möglichen Güter zu besitzen, Zeit. Wäre die Antwort:“ Die sicherste Türe ist die, die man offen lassen kann?“

    • Sehen Sie´s doch einfach mal so, Ossarek Bruns:

      Oskar Lafontaine meinte, es komme auf den INHALT einer Haltung an: „Helmut Schmidt spricht weiter von Pflichtgefühl, Berechenbarkeit, Machbarkeit, Standhaftigkeit. […] Das sind Sekundärtugenden. Ganz präzis gesagt: Damit kann man auch ein KZ betreiben.“ – So „Uns Oskar“ am 15. Juli 1982 im STERN zur Diskussion um den NATO-Doppelbeschluss (hier: gekürztes BILD-Zitat)

      Dafür, was er mit „Inhalt“ genau meinte, hat er nach der Maueröffnung mal ein Konkretes Beispiel gegeben: „Der Staat ist verpflichtet, seine Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Er ist verpflichtet zu verhindern, dass Familienväter und -frauen arbeitslos werden, weil Fremdarbeiter zu niedrigen Löhnen ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen.“ – Rede auf Kundgebung in Chemnitz, 14. Juni 2005, zitiert in stern.de, 09. September 2005 (http://www.stern.de/politik/deutschland/:Fernsehdiskussion-Lafontaine-Fremdarbeiter/545712.html) oder spiegel.de, 2. August 2007 (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,497814-3,00.html) Dazu erläuterte Gregor Gysi: „Ein Linker muss nicht arm sein, ein Linker muss gegen Armut sein.“ – Gregor Gysi gegen den Vorwurf, Lafontaine sei ein „Luxus-Linker“, zitiert auf taz.de, 6. September 2005 (http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2005/09/06/a0142)

      ERGO: Haltung kann alles sein (Die Ehre der Katharina Blum, aber eben auch die Ehre der Prizzis!)

      SEQUITUR: Inhalt einer Haltung kann jedoch auch alles sein (der Einsatz für sozial Deklassierte, aber eben auch der Einsatz für sozial Deklassierte Wähler!)

      Mit anderen Worten: Die beliebteste Haltung ist die der Haltungslosigkeit. Schauen wir zum Beispiel mal auf „die neue FDP“. Was will sie eigentlich?

      + Die Einführung der Dreiprozenthürde im Bund

      + Posten in der Wirtschaft

      + Mövenpick-Hotels für alle (Privatpatienten)

      + Künftig soll die Partei nicht nur von Ärzten und Apothekern gewählt werden, die einen Mercedes oder BMW fahren, sondern auch von Ärzten und Apothekern, die einen Porsche oder Ferrari fahren

      + Die FDP-Spitze will mal wieder von richtigen Politikern angepimmelt werden – und nicht nur von Polit-C-Promis wie CDU-Generalsekretär Peter Tauber

      + Im nächsten Bundestag sollen wieder mehr karrieregeile Arschkriecher sitzen

      + Die FDP muß Nr. 1 in Grabschskandalen bleiben (Lebt Brüderle noch?)

  12. Die wissen warum sie demonstrieren( sind das AFD Anhänger?) :

    https://www.welt.de/politik/ausland/article160986150/Tunesien-moechte-das-Islamisten-Problem-nicht-zurueckhaben.html

    Aber Deutschland ist offen wie ein Scheunentor und wir haben uns alle lieb.

  13. Um als Politiker Haltung zu zeigen müsste ee/sie dafür Sorge tragen, dass man in diesem Land wieder bedenkenlos auf Weihnachtsmärkte oder Sylvester auf öffentliche Plätze gehen könnte ohne von Polizisten gesichert zu werden. Die Politik schraubt aber gerade an einer Gewalt- und Clangesellschaft, in der ohne Polizeiaufgebot und Antiterroreinheiten gar nichts mehr geht. Der Bürger soll sein Eigentum mit Einbruchschutz aufrüsten und noch herzlich Willkommen rufen. Die Presse verkommt zur Propaganda und Beschwichtigungsmaschinerie und sieht ihre Aufgabe nicht in einer abwägenden Berichterstattung, sondern in einer bewertenden aktiven Politikbegleitung. Dann wird noch so getan, als ob das der Preis der Freiheit und offener Grenzen ist, als ob wir vorher eingesperrt waren.

    • @Bert

      Zitat: „Um als Politiker Haltung zu zeigen müsste ee/sie dafür Sorge tragen, dass man in diesem Land wieder bedenkenlos auf Weihnachtsmärkte oder Sylvester auf öffentliche Plätze gehen könnte ohne von Polizisten gesichert zu werden. Die Politik schraubt aber gerade an einer Gewalt- und Clangesellschaft, in der ohne Polizeiaufgebot und Antiterroreinheiten gar nichts mehr geht. Der Bürger soll sein Eigentum mit Einbruchschutz aufrüsten und noch herzlich Willkommen rufen. Die Presse verkommt zur Propaganda und Beschwichtigungsmaschinerie und sieht ihre Aufgabe nicht in einer abwägenden Berichterstattung, sondern in einer bewertenden aktiven Politikbegleitung.“

      Genau so ist es. Und lediglich ein jämmerliches ,kleingeistiges ,halbherziges herumdoktern an Symptomen eines untergehenden Landes und Zuständen, die man hier selbst verursacht hat.
      Vom Plüschtierwerfer zum blinden Zuwanderungsdoktor, der nicht weiß ,wie er weitermurksen soll,damit er nicht bei der BTW die Wähler verliert.

  14. Sichwort Überwachung

    In Deutschland bestimmt weitgehend die Regierung den Strompreis. Mit der steigenden Zwangsumlage bezuschussen die Kunden unrentablen „grünen“ Strom. Außerdem langt die Politik über Steuern hin. Mehr als die Hälfte des Strompreises entfallen auf diese Faktoren.

    Weniger bekannt ist ihr erheblicher Einfluss auf die Netzentgelte, die fast ein Viertel der Stromrechnung ausmachen. Da Netze Monopole sind, ist es richtig, dass der Staat die Gebühren überwacht, die die Betreiber für Ausbau, Unterhalt und Rendite verlangen. Aber wie er das tut, verdient mehr Aufmerksamkeit. Bisher zahlen die Bürger jener Bundesländer, die im Norden und Osten viel des politisch gewünschten Ökostroms produzieren, besonders hohe Gebühren, weil die Netze dort verstärkt werden müssen. Das klingt plausibel, ist es aber nicht, denn verbraucht wird der Strom in der Mitte (Volker Bouffier, Hannelore Kraft) und im Süden (Boris Palmer, Horst Seehofer).

    Eine Reform des Systems hat Energieminister Sigmar Gabriel aber nun abgeblasen, weil sie die Bürger in Nordrhein-Westfalen teuer käme. Sie entscheiden mit der Landtagswahl im Mai darüber, wie stark seine SPD in das Rennen im Bund geht. Politische Kalküle wie dieses sind es, die der Energiewende Effizienz und Akzeptanz rauben.

    Heike

  15. etwas wasser auf die afd-mühle
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/die-anstalt-klage-zeit-journalisten-scheitern-vor-dem-bgh-a-1129417.html
    gibt es eine rote liste für journalisten mit haltung?

    • Aufgepasst, Herr Bruns !

      Korruption gibt es in allen Bereichen der Gesellschaft — also auch im Journalismus. Aber nicht jedes Thema, das die Spießer von der AfD „besetzen“ (S. Spoun), ist deshalb schon ein AfD-Thema. Bereits Friedrich Hebbel wusste: „Der Philister hat oft in der Sache recht, aber niemals in den Gründen.“ Doch auf die Gründe kommt alles an, Herr Bruns! Sie sehen ja an diesem Beispiel, dass dreiste Verlogenheit vor Gericht scheitert. Also bitte auch hier nicht den Fehler machen und sich auf das Niveau der pauschalisierenden Schreihälse und Jammerlappen herab begeben! Ein paar schwarze Schafe besagen gar nichts über die Herde und absolut gar nichts über ein einzelnes Exemplar daraus. Gäbe es „eine rote liste für journalisten mit haltung“, würde Hans-Herbert Jenckel sicher mit draufstehen. Doch da die Zahl der Zeitungsleute, die sich ihrem Ehrenkodex verpflichtet fühlen, noch sehr groß und die Zuverlässigkeit des Systems entsprechend robust ist, braucht niemand den aufrechten Medien- oder Pressemitarbeiter unter Naturschutz zu stellen.

      • mein lieber Claas, bleiben sie entspannt. da ich nicht bestechlich bin und ansonsten schon immer ein einzelkämpfer war, werde ich nicht auf etwas reinfallen, worauf ich nicht reinfallen will. ich benutze nur gern die gleichen waffen, wie meine gegner. gegen die eigenen waffen, sind die meisten menschen machtlos und hoffnungslos verloren. wissen sie auch warum? man kennt sie nicht wirklich. und warum? man muss sich selten mit ihnen auseinandersetzen.

      • „Politisch Verfolgten im Sinne des Grundgesetzes ist Asyl zu gewähren. Als Gäste des Landes sollen Asylanten würdig behandelt und als Mitmenschen akzeptiert werden, wozu auch das Recht gehört, ihr Auskommen selbst erarbeiten zu dürfen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Aus Gründen der Humanität ist es eine Pflicht, Kriegsflüchtlingen bei uns oder an anderen sicheren Aufenthaltsorten mit Unterkünften und dem notwendigen Lebensunterhalt beizustehen.“
        Nachzulesen auf der Seite der Partei.

    • @Klaus Bruns

      Nein,aber für Abgeordnete der Blockparteien , die wie Söder, de Mayziere`, Palmer, Peters, Beck,Seehofer usw. die zurückrudern und die lange geäusserten AFD Programmpunkte übernehmen und sie als eigene Lösungen anpreisen,als ob dies schon „unglaublich jahrelang“ so die Meinung dazu wäre.

      Plötzlich sind alle für die Entscheidung über Gewährung der Asylanträge ausserhalb der EU, für eine Obergrenze bei der Zuwanderung, für Rückführungen in Maghrebstaaten oder andere Nichtkriegesgebiete,mehr Überwachung,Fußfessel oder sogar Haft für Gefährder usw.

      Wenn da mal nicht die von der „Chefin“ und mächtigsten Frau Europas und dem Herrn Gabriel gezogene „rote Linie“ überschritten wurde.Naja, im Wahljahr ist es wohl so in Ordnung.*schmunzel*

  16. Eigentlich wollte ich mich aus diesem Sumpf heraushalten, aber einen Link habe ich doch für die vielen Experten hier im Forum.
    Vielleicht findet sich ja der eine oder andere hier wieder:

    http://www.nzz.ch/feuilleton/aktuell/nassim-nicholas-taleb-die-wohlwissenden-ld.128349

    Und : Nein Klaus, das ist nichts für Sie, bleiben Sie bei Ihrer Lektüre.

    • Hallo Norbert, wollten Sie herausfinden, ob wir (das Volk) in der Lage sind, einen völlig idiotischen Schwachsinnsartikel auch dann als solchen zu erkennen, wenn er in einer Zeitung mit klingendem Namen erschienen ist? Bei mir hatten Sie damit Erfolg! Ich habe erkannt, dass es sich bei dem von Ihnen empfohlenen Text um einen völlig idiotischen Schwachsinnsartikel handelt.

    • ha ha, haben sie zuviel davon gelesen? bundeskasper, manchmal könnte ich sie knutschen. nach bildung schreien doch alle. wer erklärt wen für gebildet? ein gebildeter? wer hat dieses ihm bestätigt? wieder ein gebildeter? usw. ich schmeiß mich weg. tatsächlich, ich musste selten so lachen.

      • Ich musste auch beim Begriff „Bildung“ selten so lachen:

        ttps://www.welt.de/politik/deutschland/article161119653/Tausende-Asylverfahren-moeglicherweise-unrechtmaessig.html

        Sind diese Zustände nun auf die Bildung oder die Unfähigkeit der Behörden und der Politik zurückzuführen, oder auf Beides?

    • Sehr geehrter Herr Doktor Kasper,

      gerade habe ich eine Wartezeit beim Flughafentransfer zu überbrücken, konnte mir so den herrlich dokumentierten Wutausbruch von Nassim Nicholas Taleb durchlesen und meinte, beinahe seine Freude daran mitempfinden zu können, mal eben kurz sämtliche Doofis, die sich für schlau halten, nach allen Regeln der herablassenden Unfairness mit Flocken aufgeschäumten Eiferspechels zu beschneien. Nur weiß ich nicht, welcher „eine oder andere hier“ sich in der Philippika „wiederfinden“ sollte. Seitdem Sie gar nicht mehr und Michael Recha nur noch sehr selten dabei sind, ist das Blog.jj-Forum frei von Intellektuellen.

      Mit nächtlichem Gruß vom Taxistand am Terminal 1 (Hamburg Airport)

  17. Die Tragik ist die Vermutung, dass es heute tatsächlich ums Schwatzen geht, nicht um Gehalt, ums Füllen von Sendeminuten, und wenn schon um Haltung, dann bitte um eine biegsame.
    wie sehen die antworten zu meinen fragen aus? ich habe die afd gefragt und die spd. wie biegsam werden die antworten sein, wenn es überhaupt welche gibt`?

    • „ich habe die afd gefragt und die spd. wie biegsam werden die antworten sein, wenn es überhaupt welche gibt`?

      Das ist unwichtig.Keine wird befriedigend genug für Ihre riesige Kompetenz und Ihre unerschöpfliche Weisheit sein. Da gibt es nur Eines (da es Ihrer Meinung nach ja überhaupt keine Probleme gibt!!!) einfach: „Weiter so.

    • @Bruns

      „Die Tragik ist die Vermutung, dass es heute tatsächlich ums Schwatzen geht“
      Ja, die meisten Kommentare von Rentnern aus 100 Seelengemeinden ohne Kentnisse über die Sachverhalte in politischen Fragen sind Geschwätz und blosse Meinungsmache.Da stimme ich zu.

  18. Sehr geehrte Frau Abgeordnete Dr. Julia Verlinden,

    am 15. September 2014 haben Sie eine von Ihnen mitverfasste Erklärung veröffentlicht, die folgende Überschrift trug: „Das Recht auf Asyl gilt ohne Kompromisse – ein Aufruf“. Darin begründen Sie eine Haltung, die einzunehmen Sie auch anderen empfehlen: Von der Unmöglichkeit, „die Gefahrenlage einer einzelnen Person und damit individuelle Realität per Gesetz weg zu definieren“ (durch „Ausweitung“ des Konstrukts „sicherer Herkunftsländer“, welches der sogenannte „Asylkompromiss“ von 1993 eingeführt hatte) gelangen Sie dahin, die damalige (und derzeitige) europäische Flüchtlingspolitik, die eine Politik der Abschottung und Ausgrenzung ist, im Ganzen in Frage zu stellen, und fordern ein Bekenntnis zu der Wahrheit: „Das individuelle Grundrecht auf Asyl lässt keinen Deal, lässt keinen Kompromiss zu.“

    Liebe Frau Dr. Verlinden, würden Sie auch heute noch etwa an Herrn Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, an Herrn Boris Erasmus Palmer, Oberbürgermeister der Stadt Tübingen, an Dieter Salomon, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg im Breisgau oder an Hans-Joachim Abegg, Bürgermeister der Gemeinde Salzhausen schreiben: „Es geht gerade in dieser Frage um eine klare Haltung, um eindeutige, eigenständige grüne Werte und Positionen – für die wir stehen, und für die es sich lohnt, sich auch gegen den Mainstream zu stellen. Das ist keine Politik aus dem ideologischen Schützengraben, sondern pure Verfassungstreue“? Was bekämen Sie wohl zur Antwort von den vier Herren? Dass die gerade keinen Bock auf eine klare Haltung in Sachen Grundrechte haben? Glauben Sie, liebe Frau Dr. Verlinden, dass Politiker, die Haltung zeigen, heute auf der Roten Liste stehen?

    MfG, Thomas Grote

  19. Sehr geehrter Herr Jenckel,

    der (oder die beiden) destruktiven Spinner, die hier seit Monaten unter hundert Fake-Namen praktisch jeden Post Ihrer Blog-Threads mit ihrem kranken AfD-Dünnschiss besudeln, nerven dermaßen, dass ich gut verstehen kann, wenn von den Leuten aus dem Stadtrat oder von der Uni sich kaum noch jemand an den immer wieder mit stinkendem Unflat torpedierten Gesprächen beteiligen möchte. Ich für meinen Teil jedenfalls habe nun endgültig genug von diesen behämmerten Psychopathen und werde Blog.jj nicht mehr besuchen, sondern meine Standzeiten künftig wieder mit Musikhören und dem Lesen von Romanen verbringen. Alles Gute!

    • Lieber Frank, vielen Dank für den Kommentar.
      Ich könnte viele Kommentare auch einfach löschen, aber was wäre das dann? Eine gepflegte Debatten-Seite, man könnte auch sagen eine bereinigte. Ein schmaler Grat. Trotzdem denke ich, und zwar auch aus den von Ihnen genannten Gründen, ich ziehe um. Die neue Seite existiert bereits als Test, heißt http://www.jj12.wordpress.com – gibt es als blog.jj auch auf Facebook. Da finden Sie solche Kommentare nicht. lg

      • Herr Jenckel
        sie weichen aus? wie ist das zu verstehen? gibt es diese seite parallel zu ihrer neuen?

        • Es gibt nur eine andere Seite.

          • Hallo Herr Jenckel,

            was heißt: „Die neue Seite existiert bereits als Test“? Muss man befürchten, sie könnte wieder abgeschafft werden? Oder funktioniert einfach noch nicht alles? Werden Sie die Stadtratsmitglieder, die Wirtschaftsführer, die Taxifahrer, die Lehrer, die Reppenstedter und die Kulturschaffenden sowie uns Unileute schriftlich informieren, wenn es ernst wird? Werden Sie sich prominente Gastautoren halten? Wie wollen Sie erreichen, dass auch im neuen Format neben praktisch allen Angehörigen der Kommunalorgane von Stadt und Kreis die Landtags- und Bundestagsabgeordneten aus Niedersachsen als Leser und vereinzelt auch als Beiträger wieder mit dabei sind? Geben Sie nach einer Übergangsphase die Kolumne bei LZ-Online dann auf? Oder machen Sie die Schröder-Ehlers und lassen dieselben Info-Container quasi Alpha-E auf drei bis vier Breitbandgeleisen zwischen Uelzen und Ashausen über Lüneburg und Deutsch Evern hin- und herjuckeln?

          • Am Ende ist nicht die Form oder eine URL ausschlaggebend, sondern nur der Inhalt. LG

          • Ein sehr schöner Satz, dessen aussagetechnische Tiefe sich dem Leser möglicherweise erst nach Stunden erschliesst. Hauptsache sie erschliesst sich überhaupt.

        • @Bruns
          Bitte schwallern Sie diese Seite nicht auch noch mit Ihren „Einzelkämpferkommentaren“ zu.

          • Mika, wie hätten sie es denn gern? soll es mehr in ihre meinungsrichtung gehen, damit sie und ihresgleichen zufrieden sind? wie ist denn nun ihre meinung? ist sie verwandt mit dem parteisoldatentum, oder eher allgemein gehalten, oder mehr gemein? mehr einfältig ,mehr intellektuell, mehr geradlinig, mehr rechter rand, usw. ob es ein button gibt ,gefällt mir? lassen sie sich doch überraschen. zitat:Da finden Sie solche Kommentare nicht. lg p.s. vielleicht erscheinen sie garnicht , weil sie nicht wissen, wie es auch anders geht. schmunzel

      • Lieber Herr Jenckel,

        ich sehe das Problem ähnlich wie Frank, würde es vielleicht aber in weniger drastische Worte gekleidet haben. Sie fragen zu Recht nach den Kriterien für´s Löschen. Das ist die Schwierigkeit, mit der jeder echte Liberalismus zu kämpfen hat. Er muss sogar die dulden, die ihn zerstören wollen und sich dabei noch über seine scheinbare Hilflosigkeit lustig machen, indem sie hier im Forum verbale Gewalt, ja, regelrechten verbalen Terror ausüben und ohne jede Bereitschaft zum Dialog (in welchem in der Regel beide Seiten dazulernen) rücksichtslos ihre primitiven Einseitigkeiten wiederholen und diese jedem hinterherbrüllen, egal, um wen es sich handelt oder worum es gerade geht. Ich bin gegen Zensur. Aber ich möchte Streitgespräche in Ihrem Blog wie in den Letzten Wochen zwischen Frau Lotze und Frau Dr. Verlinden über die Fracking-Novelle, zwischen Herrn von Mansberg und Herrn Schnell über das Audimax-Desaster oder zwischen Ihnen und Herrn Pauly über die Defizite der Jamaika-Programmatik. Und da soll nicht ständig ein und derselbe debile Nöler mit seinen müllig islamophoben Ramschmeinungen reinpöbeln, die wahllos vom Grabbeltisch rechtsextremer Massenpropaganda zusammengerafft worden sind.

        Also, Herr Jenckel, Meinungsvielfalt ja! Gerne auch Extremes aus der kleinen rechten Ecke, solange die Fähigkeit, Gegenrede zu verarbeiten, erkennbar bleibt. Satire und erhellenden Unfug jeder Art ohnehin. Aber die bösartig destruktive Dauerbeschallung durch einen unverkennbar kranken Gefährder des demokratischen Forums-Konsenses? Da sollte, finde ich, auch mal ein unwiderruflicher Platzverweis (= Abschiebung in die Wohnzimmerherkunft seiner festbetonierten Vorurteile) ausgesprochen werden können: ein homöopathisches Quantum an Illiberalität zur Sicherung der Grundlagen des Liberalen.

      • Hans-Herbert Jenckel hat recht

        er „könnte viele Kommentare einfach löschen, aber was wäre das dann? Eine gepflegte Debatten-Seite, man könnte auch sagen eine bereinigte“. Es gibt einen Namen für diese Art von „Informationsmanagement“, wie es nicht nur an manchen Hochschulen neuen Typs vom Präsidium mit eiserner Pedanterie und kontrollwahnhafter Unduldsamkeit betrieben wird. Heinrich Heine in seinen „Reisebildern“ [Zweiter Teil: Ideen. Das Buch Le Grand“, zit. nach: Düsseldorfer Heine Ausgabe (DHA), Bd. VI, Kapitel 12, S. 201, Zeilen 22 – 25] hat alles Wesentliche, was es dazu zu sagen gibt, in vier Worten zusammengefasst:

        „Die deutschen Censoren — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — —- — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — – — — — — Dummköpfe — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — –.“

        Nestroy kam wenige Jahre danach auf den gleichen Gedanken: „Die Zensur ist die schändlichere von zwei Schwestern. Die ältere heißt Inquisition. Die Zensur ist das lebendige Eingeständnis der Herrschenden, daß sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können.“ [Freiheit in Krähwinkel, 1. Akt, 14. Szene, zit. nach: Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy, Werke. Ausgewählt und mit einem Nachwort versehen von Oskar Maurus Fontana. München (Winkler) 1962, S. 667]

        Klar, die Freiheit der Meinungsäußerung, auf die sich inzwischen sogar die voreingenommenen, ungebildeten, hetzenden Arschlöcher bei Blog.jj berufen, hat immer Grenzen. Manchmal muss man Grenzen überschreiten, aber das muss sich immer gegen die Regierung oder die Starken wenden. Meinungsfreiheit darf aber nie als Waffe gegen Schwächere verwendet werden. (Rechte nutzen »Patriotic Correctness«, um sich untereinander und anderen Sprache, Verhalten und »akzeptable« Meinungen aufzuzwingen.) Es gibt kein verbrieftes Menschenrecht, andersdenkende Fremde (gleichgültig, ob Nachbarn oder Verwandte) zu beleidigen oder pauschal zu kriminalisieren. Insofern beinhaltet die Freiheit der Meinungsäußerung immer Selbstzensur.

        Aber Fremdzensur heißt Fremdenzensur, heißt Untergrenze und heißt Obergrenze, heißt pauschale Diskriminierung, heißt unterschiedslose Kriminalisierung und generelle Vorverurteilung von Leuten anderer Herkunft, anderer Hautfarbe, anderer Religion, anderen Geschlechts, anderer Kultur, anderer Bildung oder anderer Überzeugung — und ist deshalb falsch! Und kommt deshalb für Hans-Herbert Jenckel nicht infrage!

        Solange sie keine Gesetze brechen (oder andere mit ihren Hasspredigten dazu zu animieren versuchen), haben wir die brabbelnden Langweiler, die eifernden Lügner und die sich mit ihren zusammengestoppelten Rudimentärkenntnissen großtuenden Menschenverächter zu ertragen. Man muss auf sie achten, ja! Wie man ja auch darauf achten muss, nicht in die Hundehaufen auf dem Bürgersteig zu treten. Doch niemand ist verpflichtet, anders auf sie zu reagieren, als es »Die Ärzte« schon vor über zwanzig Jahren am Beispiel eines Mediums vorgesungen haben, mit dem man solche Haufen in den Abfall befördern kann (https://www.youtube.com/watch?v=cb3oEUTHfFk):

        »Hallo, und guten Tag zu Haus! Wir sinds, schaltet nicht gleich aus!
        Dies ist nur ein Lied über Zensur

        Wir propagieren weder Inzest hier noch Sodomie
        Nein, es ist Zeit für moralische Reinigung
        Wir fordern ausnahmsweise nicht einmal auf zur Gründung
        Einer terroristischen Vereinigung
        Davon kann gar nicht die Rede sein, nein, nein, nein

        Wir singen nur ein Lied über Zensur
        Ja, dies ist nur ein Lied über Zensur

        Kein Wort von Analverkehr! Nix da! Das wär ja noch schöner!
        Dies ist nur ein Lied über Zensur, wir singen nur ein Lied über Zensur

        Wir bitten niemanden, Politiker zu exekutieren
        Oder falsche Tausender zu drucken
        Wir sind auch garantiert die Letzten, wenns ums Kinderficken geht
        Oder darum, den Papst anzuspucken
        Da schwör ich Stein und Bein, nein, nein, nein

        Wir singen nur ein Lied über Zensur

        Da gibt es Leute, deren einziges Interesse
        Darin besteht, im Namen der Freiheit der Presse
        Schmutz zu verbreiten, wo Penisse die Welt gefährden
        Harmlose Vaginas zu Mörderbestien werden
        Muss das sein? Nein! Nein! Nein!

        Da sind wir stur! Ein Lied über Zensur!«

        Meine Meinung: Kevin Schnell

      • Hallo Herr Jenckel,

        das ist ja interessant. Sie ziehen um? Und parallel erfährt man ganz en passant, dass nicht mehr der Fraktionsvorsitzende die Zügel des christdemokratischen Ratsschlittens in den Fäustlingen hat, sondern dass rundrosige Herren in Heiligenthal, eben zu Landesdoktoren Notpromovierte und ihre gärtnernden Protegés, wie in den guten alten Zeiten wieder die Schwacke-Liste der OB-, der Landtags- und der Bundestagskandidaten festlegen und dem Niels nur bleibt, dem Publikum den Webersinn solcher Entscheidungen zu erläutern, die seinen eigenen Ankündigungen von vor wenigen Wochen unvereinbar zuwiderlaufen, — oder aber alle Mandate niederzulegen, zurückzutreten und sein Heil im Berliner Immobilienbusiness zu suchen.
        (https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/395814-lueneburgs-ju-chef-schwake-will-in-den-landtag-surfen)

        Werden Sie Ihren Beobachtungsposten im kühlen postmodernen WordPress-Ambiente denn als schneidiger jj-Privatier oder als wägender LZ-Angestellter beziehen? Und werden Sie da auch stets nah genug beim blitzdemontierten Jamaikaprinzen sein, um immer richtig mitzubekommen, wie die Blumeranten alten Dubberspieler mit einem ungeduldigen Einstecktuchträger Pols´schen Prozess machen?

        • Lieber Herr Fuchs, man nicht so antiquiert, Journalisten machen keinen nine to five job, schon gar nicht, wenn sie online sind. Meine Ideen für den Blog kommen mir meistens beim Joggen durchs Lüner Holz. Das Textgerüst verfasse ich dann zu Hause. Wenn Sie so wollen privat. Und entweder veröffentliche ich den Blog-Beitrag gleich. Da habe ich eine wunderbare App. Oder ich schlafe noch einmal eine Nacht drüber. Auch Kommentare und Online-Artikel gebe ich abends und am Wochenende privat frei.
          Und Blog.jj kurz um, das ist meine Meinung, deswegen sind die Beiträge auch gezeichnet. Die Kommentare zum Blog.jj allerdings sind allzuoft leider nicht kompatibel mit dem Verständnis der LZ. Deswegen fahre ich parallel, auch um ein paar Features bei Facebook und Twitter zu testen.
          LG hhjenckel

          • Hallo Herr Jenckel,

            vielen Dank für Ihre elegante Konterparade mit unmittelbar aufsetzender Riposte!

            „Die Kommentare zum Blog.jj allerdings sind allzuoft leider nicht kompatibel mit dem Verständnis der LZ“?

            „Das Verständnis der LZ“, was ist das denn? So etwas wie der personalisierte, verlagseigene „Geist Gottes“, der über dem Wüsten der Leere, der Finsternis in der Tiefe und – ähnlich den Nebeln von Hermann Hesse – über den Wassern der Einsam- und Trostlosigkeit schwebt?

            Hat dieser Anthropomorphismus, diese Vermenschlichung eines Abstraktums oder (besser) diese Entkonkretisierung eines individuellen Unwillens auch einen Namen? Findet dieser sich unter den folgenden: Wolf Christian Bergmann, Christian von Stern, Jens Wiesemann oder Christoph Steiner?

          • Hallo Herr Jenckel, werden Sie etwa rausgedrängt? Stehen LZ-Journalisten mit Haltung auch bald auf der Roten Liste?

      • Lieber Hans-Herbert Jenckel

        Wie erfahre ich, wann es „auf der anderen Seite“ losgeht? Und wie werden dort die Einlassregeln sein? Mitmachtickets bei Vorlegen des Personalausweises und eines polizeilichen Führungszeugnisses? Oder steht ein bulliger Schlägertyp an der Pforte, der willkürlich nach Lust und Laune selektiert?

        „Es gibt nur eine andere Seite“ klingt nach dem Titel des phantastischen Romans von Alfred Kubin aus dem Herbst 1908, der angeblich in wenigen Wochen „aus einer Schaffenskrise heraus“ enstanden war und 1909 mit 52 Illustrationen des Autors im Verlag G. Müller (München und Leipzig) veröffentlicht worden ist. Zentrale Themen sind der nahtlose Übergang von Traum und Realität, den Kubin bis zu einem „Traum im Traum“ ausbuchstabiert, sowie die Erkenntnis von der Dualität der Welt und der Zusammengehörigkeit der Gegensätze. Letzteres wird durch den finalen Titanenkampf der Proteusfigur Patera gegen seinen Widersacher, den amerikanischen Büchsenfleischfabrikanten Herkules Bell, veranschaulicht. Im Verlauf des in Urgewalten-Metaphorik beschriebenen Kampfes wachsen beide ineinander und werden zu einer ununterscheidbaren Masse. Am Ende steht die Erkenntnis: „Der Demiurg ist ein Zwitter“.

        Hatten Sie daran gedacht?

        LG, Sabine Mönning

        • Läuft schon im Probebetrieb- Pöbeln und Irrsinn müssen leider draußen bleiben. LG

          • Hallo Herr Jenckel

            Was ist mit Karlheinz Fahrenwaldt und Sascha Spoun? Hidden Persuaders (Vance Packard)? Leute, mit einer Neigung zur subtilen Selbstexposition? Werden Ihnen solche Grenzgänger der plakativen Satire und der thematischen Bildauswahl ein Exposé vorlegen müssen, bevor Sie über heikle Ausnahmen derartiger Publikationsbegehren im Einzelfall entscheiden?

            LG, Ferdi

          • Aber die „Experten“ die die gleiche Meinung haben wie die zahlreichen Gartenzwergexperten aus Reppenstedt und vielen demokratischen Politikexperten von Weltruf, die andere Meinungen weder zulassen ,noch die Meinung anderer als Meinung ansehen,sondern als Kot,Irrsinn oder Dreck,sind dann unter sich.

            Nochmal zm Überdenken: Zur Demokratie gehört fundamental der Respekt vor der Meinung anderer.

            Viel Spass mit den „Gleichgeschalteten“.

            PS: Die aktuelle Kamera war spannender!

    • Andreas Janowitz

      Was ein Fehler wäre. Wesshalb nicht über Bürgermeister schreiben, die unter Androhung von Gewalt gegen Kinder ihr Amt niederlegen?
      Politische Ziele über die Drohung mit Gewalt durchzusetzen enspricht wohl der Definition von „Terrorismus“. Ja wir haben ein Terrorismusproblem und es würde mich interessieren wieviele Gefährder im Zusamenhang mit dem angesprochenen Fall ausfindig gemacht wurden.

    • Warum ist z. B das hier „Dünnschiss?“

      Da wir demographische Nachhaltigkeit ernst nehmen, bejahen wir die Zuwanderung integrationswilliger und integrationsfähiger Einwanderer nach Deutschland.

      Weil wir uns der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet fühlen, muss die Einwanderungspolitik nach klaren Kriterien gesetzlich geordnet werden, z. B. in Anlehnung an entsprechende Kriterien wie in Australien oder Kanada. Entscheidend sind Sprachkenntnisse, Ausbildung, berufliches Wissen und die Erfordernisse des deutschen Arbeitsmarktes. Eine Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme – auch aus Ländern der EU – lehnt die AfD strikt ab.

      Sozialleistungen für Zuwanderer sind ohne jede Einflussnahme der EU ausschließlich nach deutscher Gesetzgebung zu gewähren. Leistungen wie ALG II (Arbeitslosengeld), Kinder- und Wohngeld sollen nur solche Zuwanderer erhalten, die in erheblichem Umfang Steuern, bzw. Sozialversicherungsbeiträge in Deutschland gezahlt haben oder deren Eltern das getan haben.

      Politisch Verfolgten im Sinne des Grundgesetzes ist Asyl zu gewähren. Als Gäste des Landes sollen Asylanten würdig behandelt und als Mitmenschen akzeptiert werden, wozu auch das Recht gehört, ihr Auskommen selbst erarbeiten zu dürfen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Aus Gründen der Humanität ist es eine Pflicht, Kriegsflüchtlingen bei uns oder an anderen sicheren Aufenthaltsorten mit Unterkünften und dem notwendigen Lebensunterhalt beizustehen.

      Ich stimme zu 100% zu, allerdings bin auch nicht mit allen Kernaussagen der AFD einverstanden.Aber das Obige ist ein klares Statement. Hätte man so gehandelt,wäre uns allen viel erspart geblieben.

    • Na Frank, halten Sie als selbsternannter Intellektueller die Meinung anderer nicht aus? Haben Sie ein Problem damit, dass die Wirklichkeit oft von ihren Ansichten abweicht und Sie dümmer vor ihrem Spiegelbild stehen, als es ihr Ego erlaubt? Gute Besserung, sie sollten in der Tat nur Foren aufsuchen, in denen ausschließlich Menschen unterwegs sind, die ihrer Meinung sind oder keine Meinung haben. Das wird Ihnen guttun.

      • Klaus, normalerweise liegt es mir, und ich denke, Frank wird das ähnlich sehen, vollkommen fern, Menschen zu pathologisieren. Damit sollte man äußerst vorsichtig sein und wenn immer möglich davon absehen. In diesem speziellen Fall erscheint es mir aber notwendig, da ansonsten nicht verständlich wird, was hier im Forum wie auch in nahezu allen westlichen Gesellschaften seit einigen Jahrzehnten so gewaltig schief läuft. Und da ich hier keine Einzelpersonen anspreche respektive diagnostiziere, sondern ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, möchte ich mir heute diese Freiheit nehmen, von meinem Grundsatz ausnahmsweise abzurücken.

        Braun-rechte Wutmenschen, Klaus, sind – und ich sage das nicht einfach so dahin – krank. Nicht körperlich, sondern geistig-psychisch. Daher ist es auch weder sinnvoll noch empfehlenswert, sich auf größere Diskussionen mit ihnen einzulassen. Warum nicht?

        Eine offene und ehrliche Diskussion setzt voraus, dass beide sich von besseren Argumenten und Fakten potentiell überzeugen lassen. Ansonsten hat die Diskussion ja gar keinen Sinn. Sie setzt die Bereitschaft zum Denken, zum Nachdenken, zur kritischen Überprüfung der eigenen Position und den gemeinsamen Willen zur Wahrheitsfindung voraus. Andernfalls sind es reine Machtkämpfe, in denen der Eine sich, dem Anderen und Umstehenden seine Überlegenheit demonstrieren und sich mit allen Mitteln durchzusetzen versucht.

        Ersteres funktioniert bei psychopathologisch gestörten Wutmenschen aber nicht. Sie haben sich partiell von der Realität abgekoppelt und schweben in einer Welt der Negation jeglicher Negationen, was natürlich ein Widerspruch in sich ist, dessen sie aber wiederum nicht gewahr werden, weil sie nicht kritisch denken, vor allem sich selbst nicht reflektieren können.

        Sie können Differenzierungen und Bewertungen von Menschen, die immer auch mit Negationen einhergehen, auch solche rein sachlicher Art, innerlich nicht ertragen, weil sie rein gefühlsgesteuert agieren und ihnen die Vorstellung, dass Menschen unterschiedlich, auch für die Gesellschaft unterschiedlich wertvoll, ja, viele sogar schädlich sind, angenehme Gefühle bereitet und dies für sie der höchste und im Grunde einzige Maßstab ist, wie sich etwas anfühlt. Ganz wie beim Tier oder beim Kleinkind.

        Braun-rechte Wutmenschen meinen, wenn sie die Vorstellung unterschiedlicher Bewertungen, damit auch der Wertigkeit, mithin das Negieren von etwas zulassen, dass dann das Negative in sie hinein käme und da dies ihr Harmoniebedürfnis und ihr Bedürfnis mit allem verbunden, mit allem eins zu sein (Verschmelzungssehnsucht) und das eigene Ich aufzulösen, konterkariert, lehnen sie dies ab, was natürlich wiederum eine Negation darstellt, die ihnen aber nicht bewusst wird, da sie nicht denken, sondern primär fühlen.

        Dem liegt ein tief gestörtes Verhältnis zum eigenen Ich, welches sich allererst aus Abgrenzung konstituiert und entwickelt, dem liegt Angst vor Bewertung, vor dem Gefühl der Minderwertigkeit sowie Realitätsverlust und schwere Traumatisierungen, die nie verarbeitet wurden, sowie die völlige Unfähigkeit der kritischen Selbstreflexion zu Grunde.

        Mit derart gestörten Personen sollte man nicht großartig diskutieren. Man muss sie behandeln. Aber das müssen spezialisierte Fachärzte machen. Dies würde wiederum voraussetzen, dass die davon Betroffenen ihre Krankheit selbst erkennen und vor sich selbst eingestehen. Einem Alkoholiker kann man nur helfen, wenn er sich a) eingesteht, ein solcher zu sein, und b) die Bereitschaft und den festen Willen aufbringt, das ändern zu wollen, was alles andere als leicht ist.

        Da dies bei den psychisch gestörten Wutmenschen fast nie der Fall ist – sie halten sich ja für gesund und die anderen für böse, zeichnen sich regelrechte Feindbilder (alle, die ihre Negation aller Negationen nicht teilen) – kann ihnen wahrscheinlich nicht geholfen werden, zumal wenn sie auch noch in der Minderheit sind und sich permanent in ihren sozialen Isolierzellen ihrer selbst gegenseitig versichern und sich so immer tiefer in die Pathologie hineintreiben. Ein Ausbrechen aus dieser Spirale wird in den meisten Fällen kaum möglich sein.

        Mit ihnen diskutieren, ist daher sinnlos und wenn man sie argumentativ aushebelt und sie der Argumentation folgen können, was allerdings fast nie der Fall ist, da sie das Denken a priori und per se abwerten, weil sie es nicht so gut können, dann schotten sie sich von einem ab, weil das ihr von der Realität partiell losgelöstes Konstrukt stören, sie in ein inneres Ungleichgewicht (kognitive Dissonanzen) bringen würde, was unangenehme Gefühle verursacht und genau die versuchen sie ja rund um die Uhr zu vermeiden.

        Da sie rein gefühlsgesteuert sind und angenehme Gefühle zum absoluten Maßstab ihres eigenen wie jedes anderen Daseins erheben, wollen sie dem, wenn immer möglich, aus dem Weg gehen. Dadurch stagnieren sie natürlich kognitiv und überhaupt seelisch, bleiben bis zu ihrem Tode im Grunde auf dem personal-psychisch-emotionalen Niveau von Kleinkindern.

        Und mit Kleinkindern kann man nicht auf Augenhöhe diskutieren. Man muss sich um sie kümmern und für sie sorgen, ihnen die Welt erklären, was aber voraussetzt, dass sie zuhören und lernen wollen. Bei kleinen Kindern ist das immer der Fall. Sie sind geradezu lern- und wissbegierig und dankbar für Anstöße und Erklärungen. Wenn sie auf kognitive Dissonanzen stoßen, bauen sie ihr Weltbild so lange um, bis es wieder zur Realität passt. Sie passen also ihr Inneres, ihre Vorstellungswelt immer mehr der Realität, der tatsächlichen Welt an, so dass eine innere Entwicklung stattfindet, sowohl kognitiv wie auch emotional.

        Genau das wollen die psychopathologisch gestörten Erwachsenen, die braun-rechten Wutmenschen, die übrigens die extrem äußersten Ränder unserer Gesellschaft inzwischen weitgehend dominieren, aber nicht. Jemand, der nicht dazulernen will, der „so bleiben will, wie er ist“, ist geistig-seelisch im Grunde schon tot. Und mit so jemand diskutieren zu wollen, ist vergebliche Liebesmüh.

        Schonen Sie also bitte Ihre Nerven und tun Sie es nicht. Reden Sie lieber mit denen, die geistig offen, die – abgesehen von kleinen psychischen Störungen, die wir wohl alle haben – innerlich weitgehend gesund sind. Das ist a) befriedigender für einen selbst und b) kann man so etwas Positives bewirken, indem man selbst von dem anderen lernt und dieser von einem, so dass beide vorankommen und sich weiterentwickeln können, was vielleicht eine Sinndimension unseres Daseins darstellt.

    • Freiheit ist die Freiheit des Andersdenkenden. Und sie ist Teil unserer Demokratie.

  20. Sind das Leugnen und Relativieren solche „Einzelfälle“ wie Gruppenvergewaltigungen ( also Fälle, die alle 30 Jahre so einmal vorkommen!) nicht auch eine Überschreitung der „roten Linie? Tip: Es war im benachbarten HH und die Täter waren………to be continued…!

    https://www.welt.de/regionales/hamburg/article160989413/Ueberfallene-Krankenschwester-kann-Taeter-beschreiben.html

  21. Andreas Janowitz

    Wie schon gesagt: der Trumpsieg bemächtigt die Schwachmaten. Gar zuviele Foreneinträge hier und anderswo untermauern dies eindrucksvoll.

    Währen sich die wackeren Streiter für Wahrheit und Aufklärung ihrer Sache sicher, würden Sie sich nicht hinter Vornamen verbergen müssen.

    • warum muss man sich dessen erst sicher sein? wenn ich eine meinung habe, kann ich sie auch mit meinem namen unterstreichen. wer es nicht tut, ist im kern ein feigling. meine meinung.

    • @Andreas

      „Wie schon gesagt: der Trumpsieg bemächtigt die Schwachmaten. Gar zuviele Foreneinträge hier und anderswo untermauern dies eindrucksvoll.“

      Wo sehen Sie einen Zusammenhang zu Trumps Wahlsieg?
      * Freiheit ist immer auch die Freiheit der Andersdenkenden!*
      Und das schätze ich an diesem Land.Man darf ungestraft weitab von linksgrüner ideologischer Verblendung, die Wahrheit und harte Realität darstellen. Auch wenn Theoretiker, Ignoranten und Realitätsverweigerer dies nicht verstehen wollen oder können.

      • Andreas Janowitz

        Die „harte Realität“ besteht eher darin, das ich für den von mir verzapften Bockmist geradestehe, während der überwiegende Teil der anwesenden Kotschleudern dafür schlicht zu feige ist… -.-
        Sähe ich mich nicht ständig mit peinlich plumpen Versatzstücken konfrontiert, würde ich meine Gegenüber ernster nehmen können und würde nicht konsequent in restringiertem Kode antworten müssen.

        Denn, tut mir leid, sowas :“Man darf ungestraft weitab von linksgrüner ideologischer Verblendung, die Wahrheit und harte Realität darstellen. Auch wenn Theoretiker, Ignoranten und Realitätsverweigerer dies nicht verstehen wollen oder können.“ ist lustig inhaltlos.

        • @andreas
          „Die „harte Realität“ besteht eher darin, das ich für den von mir verzapften Bockmist geradestehe, während der überwiegende Teil der anwesenden Kotschleudern dafür schlicht zu feige ist…“

          Wenn es Bockmist wäre,dann ja. Ist es aber nicht. Und wer definiert den Begriff Bockmist? Wer hat das Recht dem anderen zu sagen,daß er sich nicht äussern darf ,nur weil der Diskussionspartner eine seltsam definierte Ansicht über den Begriff Meinungsfreiheit und eine eingefahrene Ansicht zur derzeitigen politischen Lage hat, die er als erstrebenswert oder schön ansieht;viele andere aber nicht und der/die gegenüber, eine andere Sichtweise der Dinge?

          Und sorry, aber wer beleidigt denn hier wen? Der ungebildete böse vermeintlich Rechte oder der vermutlich sehr weit links angesiedelte Forist?
          Der Begriff „Kotschleuder“ kommt aus dem linken Lager ,wo die Umsetzung diese Begriffes tatsächlich in die Tat gegen politische Demonstranten und die Polizei eingesetzt wird.
          Und glauben Sie mir. Ich weiß, wovon ich rede. Nur ,ich war nicht mehr so dumm, beim realitätsfernen Verurteilen und blinden Ankämpfen mit allen Mitteln, im Kollektiv mitzuwirken.
          PS: Könnte es ein,daß Sie ein Problem mit selbstbewussten Frauen haben, die ihre Meinung äussern? Ich meine ,ausserhalb des linken Lagers?

        • Das sagt einer, der nie relativiert, grundsätzliche Äusserungen anderer Foristen pauschal als Kot bezeichnet oder Andersdenkende als Schwachmaten, Gesindel, Kotschleudern oder A*****löcher!?

          Diese Kommentare Ihrerseits sind ebenso sinnfrei.
          Ich frage mich ernsthaft warum hier über das zensieren diskutiert wird,wenn man klare Beleidigungen von Foristen und den entsprechenden Kritikern, die gerade z. B. die fehlende Zensur diskutieren, akzeptiert???

          PS :Solche Beleidigungen würden nicht einmal im VW Forum geduldet.

          • Andreas Janowitz

            Wer Lesen kann ist klar im Vorteil „Arthur“, „Anke“ oder wie du dich gerade sonstso nennst. Es ist faszinierend welche Energie du darauf verwendest „seriös“ zu erscheinen.

            Es liegt auf der Hand, das Leutchens, die mit Behauptungen wie: „Frau Merkel hat X,Y,Z Straftaten direkt zu verantworten!“ daher kommen, die Pfanne heiß haben.
            Oder auch „Invasions“ Paranoiker, die tatsächlich kolportieren, es gäbe eine zielgerichtete, militärisch organisierte Unternehmung und Hr. de Maiziere wäre obendrauf Teil davon.
            Ganz zu schweigen von unseren „völkisch“ gesinnten Pyromanen, die allen ernstes die Meinung vertreten Brandstiftungen trügen irgendwie zur öffentlichen Sicherheit bei.

            Was solche „Andersdenkenden“ gerne verdrängen: andere dürfen eine solche Meinungen „debil“, „verwirrt“ oder einfach nur „Sch**“ finden. Die Redefreiheit bemächtigt eben nicht nur dummes Zeugs von sich zu geben, sondern auch dieses so zu benennen, wo wir u.a. zu Trump kämen, aber das ist nun wirklich ein zu breiter Acker…..

            Bei mir mag ja so manches Zahnrädchen ins leere greifen, aber bei der Bambule die im Oberstübchen mancher Mitbürger tobt scheine ich ja geradezu als Ausgeburt an rationalem Sachverstand. -.-

  22. Der „Spiegel“ meldet gerade, dass die allermeisten der kontrollierten „Nafris“ keine „Nafris“ waren.
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/silvester-in-koeln-polizei-korrigiert-eigene-angaben-ueber-kontrollierte-a-1129870.html

    • @Herrn Hilsen

      Die Bedeutung von Nafri im Bereich der Polizei findet man im Wiki, und dazu zählen z.B. auch Syrer, ist also keine präzise geografische Herkunftsbezeichnung. Es dient den Einsatzkräften vorab als Information, auf welche Klientel man sich einstellen muss. Es waren Politiker, die 2015 großen Wert darauf legten, dass es Menschen aus den Maghreb Staaten, und keine Syrer und Afghanen gewesen sein sollen. Man unterscheidet dort gerne zwischen heiligen Flüchtlingen und dem neuerdings erfundenen Begriff Gefährder.

    • Völlig falsche Interpretation des Rückruderns. Die Polizei gibt lediglich bekannt, als was sich die Überprüften „ausgegeben“ haben. Jedenfalls waren wenig Finnen darunter, soviel ist klar.

  23. Andreas Janowitz

    s gibt eine logische Erklärung, wenn man ein paar Zahlen kombiniert. Beim BAMF gibt es in der Statistik so gut wie keine Nafris, aber sehr viele Syrer. 70-80% der Migranten kommen ohne Pass und geben sich meist in der Ersterfassung als Syrer aus, was später zu verifizieren ist. Man kann davon ausgehen, dass viele der Nafris derzeit noch als Syrer geführt werden, was sich bei genauerer Prüfung in vielen Fällen noch ändert.

  24. Fake, Fake, Fake - The Funky Gibbon

    „Miriam“ erdichtet einen „Überfall in meiner Strasse hier, bei dem man einem Radfahrer ,der mein Nachbar ist, mit mehreren Tätern schlug,vom Fahrrad prügelte , ein Messer an die Kehle hielt und ausraubte“, über den „regional und überregional ’nicht ein Satz‘ geschrieben“ wird (https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/393685-politiker-mit-haltung-stehen-auf-der-roten-liste#comment-75646). Brutal habe ein Asylbewerber eine Minderjährige in Niederbayern vergewaltigt, berichtete eine 55 Jahre alte Frau aus dem Landkreis Rottal-Inn Anfang Januar auf Facebook – unter ihrem Klarnamen. Doch die Vergewaltigung hatte nie stattgefunden: Die Frau hatte die Nachricht frei erfunden. Beides waren „Fake News“. „Fake News“ sind keine Falschmeldungen im eigentlichen Sinne: Sie sind nicht etwa einer Unaufmerksamkeit geschuldet, entstehen nicht infolge einer undurchsichtigen Nachrichtenlage. Sie sind im Übrigen auch keine bloßen Meinungsbekundungen. Sie geben sich als nachrichtliche Meldung; ihr Inhalt aber ist nicht objektiv, sondern manipulativ.

    In diesen Tagen gestalten sich „Fake News“ meist als rechtspopulistische Hetze – gegen Flüchtlinge, gegen die Polizei oder die sogenannte „Lügenpresse“. Diese Lügen werden mit politischem Kalkül über soziale Medien in Umlauf gebracht. „Es sind oft Leute, die aus der bürgerlichen Mitte kommen und sich der Gesellschaft nicht wirklich zugehörig fühlen“, meint der Stuttgarter Philosoph Philipp Hübl. „Dazu gehören durchaus Menschen, die versuchen, mit Unwahrheiten eine politische Agenda durchzusetzen.“

    Sie werden verfasst, um das Vertrauen in die Gesellschaft zu erschüttern und um die Funktionsfähigkeit staatlicher Organe und die Zuverlässigkeit von Amtsträgern in Zweifel zu ziehen. So soll durch ein verfälschtes nachrichtliches Lagebild eine Wahrnehmung gestützt werden, die in der realen Welt eines Fundaments entbehrt.

    Gegen die Frau aus dem Landkreis Rottal-Inn ermittelt inzwischen die Polizei wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat und der Volksverhetzung; sie wurde vernommen. Vielleicht wird es „Miriam“ bald ähnlich ergehen. Indem die Polizei solche mutmaßlichen Hetzerinnen vorgeht, setzt sie aber zunächst nicht mehr als ein Zeichen. Selbst wenn es zur Anklage käme: „Fake News“ gibt es viele, sie verunreinigen den schnell fließenden Informationsfluss in den sozialen Medien zu Tausenden, ob auf öffentlich zugänglichen Twitter-Konten oder in offenen und geschlossenen Facebook-Gruppen.

    Inwieweit sich die Betreiber der sozialen Medien für das über ihre Netzwerke verbreitete Gift im Nachrichtenfluss verantworten müssen, unter welchen Voraussetzungen und nach welchen Kriterien sie eingreifen sollten, ist umstritten. „Das beste gegen eine Unwahrheit ist eine Gegendarstellung“, sagt Hübl. Genau in diesem Sinne arbeitet „Hoaxmap“ (http://hoaxmap.org/), das sich des gefälschten Informationsflusses in den sozialen Medien annimmt. Über die Plattform können sich Internetuser einen Eindruck vom Narrativ der Hetzer machen. In Retrospektive zeichnet „Hoaxmap“ nach, wo der nachrichtliche Informationsfluss zu welcher Zeit und in welcher Weise manipuliert worden ist. „Fake News“, die objektiv widerlegt worden sind, sei es durch Recherchen von Lokalredakteuren oder durch polizeiliche Nachprüfungen, haben die Gründer auf ihrer Website tabellarisch erfasst, versehen mit Quellenverweisen, einem Zeitstempel und einer geographischen Markierung. So sind auf „Hoaxmap“ schon 449 verfälschte – also „gefakte“ – Meldungen aus den sozialen Medien anschaulich dokumentiert.

    Mal handeln die widerlegten Meldungen von einem Asylbewerber, der sich an einer minderjährigen deutschen Frau sexuell vergangen haben soll, mal von einer Gruppe von Flüchtlingen, die angeblich eine schwangere Frau angegriffen und bei dem Versuch, sie zu vergewaltigen, verletzt haben soll. Auch finden sich widerlegte Meldungen von Migranten, die vermeintlich Gräber schändeten oder vor einem Supermarkt wüteten, so dass der für einige Tage habe geschlossen werden müssen. Manchmal folgt am Ende der Nachricht noch der Hinweis, dass die Polizei tatenlos zusehe oder die Presse die Geschehnisse den Bürgern bewusst vorenthalten habe.

    „Facebook versteht sich zwar primär nicht als Medienunternehmen, aber immer mehr Menschen beziehen darüber ihre Informationen“, sagt die Gründerin von „Hoaxmap“, Karolin Schwarz. Der Wahrheitsgehalt spiele bei den Informationen oft keine Rolle. Hübl meint dazu, der Mensch sei eigentlich ein wahrheitsliebendes Wesen. Trotzdem haben „Fake News“ Konjunktur. „Was im Netz passiert, erscheint den Leuten oft harmlos, weil es abstrakt ist“, sagt der Stuttgarter Philosoph. „Dabei kann die Wirkung, die ,Fake News‘ auslösen, im analogen Leben schlimm sein.“

    Freiheit ist vor allem ein gesellschaftlicher Befund, für den eine Voraussetzung auch die freie und unabhängige Presse ist, die für den Wahrheitsgehalt von Informationen bürgt und im Zweifel haftbar gezeichnet werden kann. Wie könnte es auch anders sein, folgt auf die Manipulation doch geistige Verengung, also auch Unfreiheit. Vor allem im linken Milieu hat nach Beobachtung Hübls anfangs eine starke Begeisterung für das Internet vorgeherrscht. Als ein sozialer und von Hierarchien freier Raum sei es vielen als ein „Freiheitswesen“ erschienen. „Wenn aber ,Fake News‘ dazu führen, dass Menschen verfolgt werden, und wenn Hass geschürt und dadurch Wahlen entschieden werden, dann hat der Staat auch das Recht einzugreifen.“

    Wo gehetzt wird, da werden politische Agenden gesetzt, da wird politische Macht gewonnen. Das Verhältnis einzelner Politiker der AfD zu der Hetzjagd auf Flüchtlinge in den sozialen Medien ist dabei mehr als schillernd. Das zeigte sich, als der Abgeordnete der AfD-Fraktion im sächsischen Landtag, Carsten Hütter, eine kleine Anfrage (Drucksache 6/6423) stellte, um so Auskunft über eine angebliche Vergewaltigung durch einen Asylbewerber zu bekommen. Er wollte wissen, warum die Presse über den Vorfall nicht berichtet habe und ob Behörden versuchten, das Opfer zum Schweigen zu bringen, um den Fall zu vertuschen. Die Vergewaltigung sollte sich laut Hütter in einem Maxim-Gorki-Park ereignet haben. Wie sich herausstellte, gibt es schon einen Maxim-Gorki Park in ganz Sachsen nicht.

    Offenbar wollte sich Hütter mit seiner Anfrage nur sein Weltbild und damit die im Netz kursierenden Verschwörungstheorien von der „Lügenpresse“ und dem „tatenlosen Staat“ bestätigen lassen. „Dass bestimmte politische Gruppierungen mit Unwahrheiten versuchen, eine bestimmte politische Agenda durchzusetzen, ist kein neues Phänomen“, sagt Hübl. Neu sei nur, dass es heute viel leichter ist. Umso wichtiger sei heute, sofort einfache, aber grundlegende Fragen zu stellen: „Hast du Gründe für deine Behauptung? Hast du Quellen für deine Behauptung?“

    (Vergleiche: https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/fake-news-102.html)

    Zum Titel: https://www.youtube.com/watch?v=iAmx_XdQky8

    Mit lieben Grüßen von Paulina

    • Wie ist es mit den in allen regionalen und überregionalen Zeitungen fast tagtäglich berichteten und von den Sprechern der Kripo bestätigten Fällen? Nur weil Sie ALS ZEUGE SELBST nicht anwesend waren, sind diese nach Ihrer Theorie einfach nicht passiert?

      Umso wichtiger sei heute, sofort einfache, aber grundlegende Fragen zu stellen: „Hast du Gründe für deine Behauptung? Hast du Quellen für deine Behauptung?“

      Dann wären 99,999% ( auch Ihre Darstellung) null und nichtig. Es sei denn Sie persönlich waren anwesend! Und selbst das würde man ihnen nicht glauben, wenn diese Behauptung in Ihren Kreisen nicht gerne gesehen wird undnicht in den politischen Kontext passt. Also ist die Herangehensweise mit diesen Fragen völlig ungeeignet um den Wahrheitsgehalt zu ermitteln. Man muss sich zwangsläufig auf die Meldungen des DPA verlassen oder Menschen glauben, die am Wohnort Taten beobachtet haben.

      Was mich dabei immer so irritiert ,ist die Tatsache, daß vorbehaltlos alles geglaubt wird,was über die Pegida ,die AFD oder irgendjemand aus dem Osten der etwas getan, oder gesagt haben soll,in der Presse geschrieben und sofort zu 100% übernommen und als wahrhaftig angesehen wird.

      Von den Behauptungen AFD „fordert“ auf Flüchtling zu schiessen“, bis zu „.. fordert KZ`s für Flüchtlinge“, ist keine noch so haarsträbende Theorie fern,um den politischen Gegner zu diffamieren und die Menschen wieder auf Linie der erfahrenen und „guten Blockparteien“ zu bringen, für die Gewalttäter der Antifa, die „Guten“ sind.
      Nochmal für Sie ein Beispiel ,wie glaubhaft die Presse im Umgang mit den „gefährlichen Rechten „ist:

      Seit Jahren (Januar 1996) wird in Lübeck die These verbreitet, das in der Hafenstrasse in HL ein Brandanschlag verübt wurde, dessen Motiv Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit war. In allen TV Sendungen und der Presse ist BIS HEUTE diese Theorie vorhanden. In ganz Deutschland, teilweise sogar in anderen EU Ländern wird bis heute behauptet ,daß die Stadt von einem „rechsradikalen Anschlag“ heimgesucht worden ist. Dies ist weit über unsere Grenzen hinaus verbreitet worden. Das es Streitigkeiten unter den verschiedenen Nationalitäten der Bewohner gegeben haben soll , dort Drogenhandel betrieben worden sein soll und bis heute kein Täter verurteilt worden ist und deshalb sogar ein selbst dort wohnender Asylbewerber als Täter in Frage käme, ist nicht weiter im TV oder der Presse ausgeführt worden. Man unterstellt dann auch noch der gesamten Kripo und dem Richter der den nichtdeutschen Verdächtigen in der Verhandlung befragte , dort einfach Rassismus, Unfähigkeit, oder böswillige Vertuschungsversuche, usw.

      So einfach ist die Welt.

    • liebe Paulina
      die geschichte wiederholt sich doch. was ist an fake news neu? unter adolf hitler gab es am ende auch noch die passenden filme dazu. wie stabil unsere parlamentarische demokratie sein wird, wird sich in ihrem verhalten zeigen. 100% sicherheit wird es nie geben und schon garnicht durch menschen ,die menschenverachter sind. und die gibt es leider immer öfter. darum heißt es ja auch flagge zeigen. vielleicht entwickelt sich ja in unserer bevölkerung ein mehr an zivilcourage. dafür muss aber auch der gesetzgeber sorgen, indem er diejenigen, die durch ihre zivilcourage zu schaden gekommen sind, nicht im stich lässt. da hapert es leider reichlich. wir haben leider viele hausgemachte probleme. und daran sind unsere politiker leider nicht ganz unschuldig.

      • Richtig Herr Bruns, Sie schreiben es doch selber: Warum faked einer? Weil er´s kann! Hängen die Kirschen tief, pflückt man sich ein, zwei Eimer voll davon, auch wenn sie dem Nachbarn gehören. Und wenn die iPhones vom Lastwagen fallen? Dann heb ich mir ein´s auf und bin augenblicklich kommunikationstechnisch ganz vorne mit dabei, logo. Mache ich als Bauherr von Quantensprungtürmen bessere Reklame in Richtung Geldgeber, indem ich die Existenz nicht vorhandener Finanzierungspläne behaupte, dann lass ich meine PR-Fuzzies was Imposantes über solche Fantasiekonzepte zusammenfabulieren. Image ist schließlich Trumpf! Und Trump auch! Unser Bürgermeister wird überall im Lande auf seinen Reputationsgrand mit vier Trommeljungs angesprochen. Und so ist Faken natürlich weder für Herrn Althusmann noch für mich was Neues.

        In jeder Klausur, die ich schreiben muss, spicke ich – sofern dies möglich ist. Etwa Dreiviertel meiner Studienleistungen sind Betrug. In einer Klausur mit etwa 150 Teilnehmern hat der Dozent zum Beispiel allein die Prüfungsaufsicht gemacht. Da habe ich ganz dreist meine Lernunterlagen herausgeholt, neben den Fragebogen gelegt und alles, was ich konnte, abgeschrieben.

        Ansonsten spreche ich mich häufig vorher mit meinen Kommilitonen ab und setze mich so in die Reihe hinter sie, dass ich einen Blick auf ihre Klausurbögen habe. Da in den ersten Semestern fast alle Klausuren aus Multiple-Choice-Fragen bestanden, musste ich nur erkennen, an welcher Stelle sie das Kreuz setzen. Das hat sehr gut funktioniert.

        Mein Praktikumszeugnis ist zwar echt, allerdings habe ich darin den Zeitraum um sechs Wochen verlängert, um eine Anerkennung als Pflichtpraktikum in mein Notentranskript zu erhalten. Meine Hausarbeiten sind Plagiate. Jedoch aus fremder Sprache – umgeschrieben und übersetzt, sodass die Plagiatssoftware, wie sie inzwischen an fast allen Universitäten verwendet wird, sie nicht entlarvt.

        Warum mache ich das? In der Schule habe ich es verachtet, wenn Klassenkameraden gespickt haben und nicht durch eigene Leistung eine Arbeit absolvierten. Bis zum Abschluss meines Abiturs habe ich kein Mal geschummelt. Das Resultat war ein deutlich schlechteres Abi als das meiner Klassenkameraden. Es war meine Eigenleistung. Darauf konnte ich mir etwas einbilden, aber kaufen konnte ich mir davon nichts. Auch an die guten Universitäten in den beliebten Städten kam ich nicht. Ich musste mich mit dem zufriedengeben, was meiner Abiturnote entsprach, während meine Kumpels freie Wahl hatten.

        In einem Bildungssystem, in dem es nicht nach Intellekt, Interesse, Begabung oder Können geht, sondern schlicht und ergreifend um Noten, war ich mit meiner Moral also völlig falsch aufgehoben. Wer am besten auswendig lernen, das meiste an Stoff behalten und ohne Reflexion reproduzieren kann, der gewinnt. Oder wie im Fall meiner Kumpels in der Schule: Wer am effektivsten betrügt ohne aufzufliegen, der kommt am weitesten.

        An der Uni habe ich schnell gemerkt, dass das System auch hier greift. Die Klausuren bestehen fast immer aus Multiple-Choice-Aufgaben. Man lernt stumpf abstrakte Definitionen auswendig, ohne etwas davon zu begreifen. Denn: Wer das Meiste vom Foliensatz wiedergeben kann, der bekommt die beste Note. Deshalb beschloss ich, nicht mehr nach den Regeln zu spielen. Außer in Referaten oder mündlichen Prüfungen, da kann man nicht wirklich betrügen. Das ist aber auch nicht notwendig, da man in einem Referat in der Regel nie etwas Schlechteres als die Note 2 erhält.

        Ein Dozent von mir sagte mal in einem Seminar, dass er uns Studenten von heute nicht verstünde. Wäre er heute Student, so würde er auf die Barrikaden gehen und es nicht hinnehmen, in welcher Form das Wissen vermittelt werde. Er sagte, er habe in seinem gesamten Studium keine einzige Klausur schreiben müssen, und das sei auch gut so gewesen. Denn in einer Klausur, in der man nichts anwende, sondern nur Wissensstände von anderen wiedergebe, könne man das Thema nicht begreifen, da es nicht zur eigenen Erkenntnis käme. Und so könne man nichts lernen.

        Er hat recht. Man kann den Dozierenden und Universitäten allerdings nur begrenzt einen Vorwurf machen. In einer Gesellschaft, in der fast jeder ein Abitur erhält, wird auch nahezu jeder ein Studium wagen, statt nur einer schnöden Ausbildung nachzugehen. Jeder strebt nach dem Höheren. Die Folge sind abartig hohe NCs, unqualifizierte Studenten und Abschlüsse ohne Wert.

        Wer aber in der Gesellschaft seinen Platz finden will, der muss mitspielen. Ich habe erkannt, dass ich mitspielen will. Aber ich werde nicht länger fair spielen, nur um ehrenhaft unterzugehen. Ich lerne in der Regel nicht und gehe mit der Erwartung in jede Klausur, dass ich sie schiebe. Wenn beim Spicken oder Abschreiben etwas schiefgeht, wäre es nicht so schlimm, da ich sie dann einfach streichen und bei dem nächsten Termin wiederholen könnte. Aber das ist noch nie passiert. Bislang habe ich in meinem Studium nur für eine Klausur richtig gelernt, das war eine „E-Klausur“ an einem Computer. Da war es nicht möglich, abzuschreiben.

        Und einmal wurde eine Hausarbeit von mir als Plagiat entlarvt. Da war ich nicht vorsichtig genug. Ich habe zu dem Zeitpunkt nebenher an einer anderen Hochschule gearbeitet und habe dort von einem Dozenten erfahren, dass die Plagiatssoftware übersetzte Plagiate nicht erkennt. Seitdem übersetze ich Arbeiten einfach ins Deutsche und werde nicht mehr erwischt.

        Die Dozierenden sind zu faul, jedes Semester eine neue Klausur anzufertigen. Es ist verboten, aus einer Klausur den Aufgabenbogen mitzunehmen. Ich tue dies bei jeder Klausur. Ich stelle die Altklausuren immer den unteren Semestern zur Verfügung. Mir haben Altklausuren immer sehr geholfen zu verstehen, was die Dozierenden als relevant empfinden und wie Fragen formuliert werden. Und ich erstelle meine Spickzettel damit. In den meisten Fällen werden die Klausuren identisch oder sehr ähnlich gestellt. Zum Bestehen hat es bislang jedenfalls immer gereicht.

        Ich bin 25 Jahre alt und studiere Kulturwissenschaften (KuWi) an einer kleinen deutschen Universität neuen Typs.

  25. In Zeiten von Fake-News und Postfaktisch: Falschmeldungen haben eine lange Tradition
    Veröffentlicht am 2. Januar 2017 von jj

    Postfaktisch als Wort des Jahres, Fake-News als Trend. Kein gutes Jahr für Journalisten. Der Ruf ist ramponiert. Dabei sind das altbekannte Tricks. Reichtum und Ruhm werden schon seit Jahrtausenden nicht nur durch harte Arbeit, Mut und Genialität, sondern auch durch … Weiterlesen →

    • Hallo Herr Bruns,

      Sie haben Ihren Bogen gespannt und die Sehne schnalzen lassen, aber niemand weiß nun, in welche Richtung sich das Geschoss bewegt. Und so kommt Robert Gernhardt ins Spiel: „Wie ein Pfeil fliegt man daher, als ob man selber einer wär.“

      • Hallo Fabi
        hiermit dürfte eigentlich alles gesagt sein. politik lebt von polarisierung. seeheimer in der spd können locker in der cdu ,oder fdp überleben, ohne dass es jemandem auffallen würde. eine cdu reicht nun mal völlig. ob die spd es begreifen wird, da habe ich ich bei den jetzigen protagonisten so meine bedenken.
        http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sozialdemokratie-in-der-krise-gastbeitrag-thomas-beschorner-a-1129338.html
        wenn die linke die spd nicht vor sich hertreiben würde, wäre die spd schon längst geschichte. dieses würden die verantwortlichen vertreter der spd aber nie zugeben. die machtverhältnisse innerhalb der spd sorgen dafür. meiner meinung nach liegt es daran, dass die ehemalige facharbeiter-partei von verwaltung und beamtentum übernommen wurde. somit ist die spd in eine scheinwelt abgerückt, weil viele ihrer protagonisten nicht unter dem tun der spd leiden müssen. dieses tun nur die menschen , die in der sogenannten freien wirtschaft überleben müssen.

  26. Meine Güte, was für eine (ausufernde) Debatte. Aber eigentlich es ist doch toll, dass das Chaos, das Herr Zuckerberg und seine Kollegen von den anderen „sozialen Medien“ bei uns gestiftet haben, hier (fast) ungeschnitten dokumentiert wird! Ein weiterer Grund für das babylonische Kommentar-Chaos ist m. E. naheliegend: anscheinend glaubt heute niemand mehr an die Objektivität von „Tagesschau-“ oder „heute-“ Nachrichten. Und auch Journalisten mit (nicht biegsamer) Haltung stehen auf der roten Liste. Deswegen muss sich jetzt jeder selbst einen Reim auf das Weltgeschehen machen.
    Gestern starb der ehemalige FAZ-Journalist Udo Ulfkotte, von vielen wohl eher vorschnell als „rechter Hetzer“ verunglimpft. Lieber Herr Jenckel, ich schätze Ihre Geduld, Ihre Neugier, und Ihr Engagement als Blogger und Journalist wirklich sehr. Aber Ihre Äußerung „Beispiele für Haltung: Müntefering oder Lammert“ machen mich eher ratlos. Gibt es da nicht doch noch andere Vorbilder oder Beispiele, gerade auch für Journalisten? Ich habe eben ein Interview gesehen, mit Herrn Ulfkotte. Da wird einem einiges klarer, über die Abhängigkeitsstrukturen im sogenannten „Qualitätsjournalismus“. Ist es ein Zufall, dass man so etwas nicht bei der ARD oder im ZDF sieht? Kennen Sie dieses Interview / und was sagen Sie dazu? (Wer wenig Zeit hat, kann auf Minute 22:30 vorspulen): https://www.youtube.com/watch?v=bm_hWenGJKg
    (Quellen und Fakten werden in dem Interview m. E. übrigens vergleichsweise oft und präzise benannt.)

  27. hier ist etwas für die sterbende spd
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sozialdemokratie-in-der-krise-gastbeitrag-thomas-beschorner-a-1129338.html
    Sozialdemokratie in der Krise Linke Heldengeschichte dringend gesucht

  28. Ja, wo sind die Politiker mit Haltung?
    Oder meinten Sie nicht die Haltung,sondern die Sturheit, Naivität oder fehlender Beobachtungsgabe darüber, was in Deutschland für ein Wandel vor sich geht?
    Wir haben alle Arten von Politikern. Leider keine, die sich am Wähler und seiner Stimme orientieren und Schlüsse ziehen,um Änderungen vorzunehmen. Nur Duracell Klatschhasen , die schreien „Frau K, natürlich weiter so!“

  29. Kardinal zieht Trennlinie zwischen AfD und Christen

    „Grundsätzlich müssen wir jede Auseinandersetzung führen“, sagte Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, Metropolit der zugehörigen Kirchenprovinzen und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz den „Nürnberger Nachrichten“ (Montag). „Es gibt eine gewisse Bandbreite des politischen Engagements, aber da gibt es auch eine rote Linie“. Wo gelogen oder grob vereinfacht werde, „wo Parolen zur Feindschaft beitragen – da kann ein Christ eigentlich nicht dabei sein“, betonte Marx.

    Dies sei der Fall bei den Themen Ausländerfeindlichkeit, Verunglimpfung anderer Religionsgemeinschaften, einer Überhöhung der eigenen Nation, bei Rassismus, Antisemitismus, bei Gleichgültigkeit gegenüber der Armut in der Welt, „aber auch bei der Art und Weise, wie wir miteinander reden“, sagte der Münchner Erzbischof.

    Mit Blick auf die Bundestagswahl rief Marx zu einem fairen Wahlkampf auf. „Wir sagen: Verbal bitte mal abrüsten!“ Man dürfe nicht den Stil von Scharfmachern und Fundamentalisten übernehmen, mahnte der Kardinal. Er warnte in Anspielung auf den designierten US-Präsidenten Donald Trump davor, per Kurznachrichten auf Twitter große Politik zu machen. „Da setze ich doch große Fragezeichen.“

    (http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/marx-ruft-in-wahlkampf-zeiten-zum-verbalen-abruesten-auf-21705-art1474637.html)

  30. Mehr Polizei? Mehr Video? Mehr Härte? Mehr Zaubergesetze?

    Lieber „andy-Arthur-Carsten“ aliias „Tina Moeller“,

    Sie sollten bedenken, dass Religion ja nun wirklich nur eines von mehreren Unterscheidungsmerkmalen zwischen den Kulturen ist. Denn dass man, sagen wir, die Kultur der Londoner City und die der Dresdner Frauenkirche, die eines portugiesischen Fischers und die eines Zwickauer Türstehers so ohne weiteres in dieselbe Helene-Fischer-Show integrieren könnte, scheint mir wenig wahrscheinlich. Und da ist die abendländische Kultur des Trump Towers und des Northern Territory noch nicht einmal mitgerechnet.

    Oder denken Sie an den Freistaat Sachsen! Der Freistaat Sachsen ist bekanntlich ein zahlenmäßig vielleicht bescheidener (vier Millionen Einwohner sind ungefähr ein Fünftel von Mexico City, ein gutes Drittel von Istanbul, eine halbe Million weniger als Ankara, also ungefähr so viel wie die Einwohner von Kabul), aber im Vergrößerungsspiegel der Semperoper und der Frauenkirche, also den Orten, an denen die Sächsin und der Sachse sich meist aufhalten, der neben dem Freistaat Bayern bedeutendste Teil des Abendlands. Er ist das Land, in dem der Mensch, wie es der weltberühmte Honecker-Imitator Uwe Steimle ausdrückt, „in der Arbeit lebt“. Herr Steimle ist mit der kieksenden Honecker-Nummer seit 25 Jahren erfolgreich und hat sie über die Jahre ausgebaut. Er ist daran zum Kommissar gereift; inzwischen macht er den Eindruck, als könne er jeden Moment von Erich zu Margot changieren.

    In sächsischen Hallen jedenfalls jubeln die Rentner lauter denn je, wenn es zum „Schwur der Thälmann-Pioniere“ kommt und auf Steimles Kommando der ganze Saal brüllt: immer bereit. Herr Steimle steckt, wie er im Fernsehen erzählt, jetzt gern die Hände in die heimatliche Kartoffelerde, und spricht – so sächsisch wie Rudi Carell niederländisch –, das Volk werde „nur verarscht“ von den „sogenannten Volksvertretern“ und vom „Gesindel“ in Berlin, und er, Steimle, könne es gar nicht mehr ertragen zu hören, es habe lediglich eine Minderheit der Sachsen die Schnauze gestrichen voll von diesem Staat, obwohl es in Wahrheit doch die Mehrheit sei.

    Ganz schlecht ist Herr Steimle übrigens auf „die Israelis“ zu sprechen, und auf gewisse amerikanische Kreise, die die israelitischen Kreise unterstützen, was aber nun wirklich nichts mit Judenphobie zu tun hat, sondern nur mit dem von Natur aus unangepassten, ja unbequemen Naturell der Sachsen an sich und ihrem unbedingten Friedenswillen: In welcher Nummer steht geschrieben, fragt der sächsische Denker, dass Deutschland diesen Israelis U-Boote zu schenken hat? Das möcht‘sch emöhl wissn! Aber du kriescht ja keene Antword uff nischt, weil wer in dieser sögenannten Demokratie eine unbequäme Frohge stellt, in der ein Jude vorgömmt, der muss sich ja gleich in’n Staub werfn vor diesen Göring-Eckardt („so-viel-Zeit-muss sein“ [Jubel im Saal]), diesen sogenannten Politikern. Exstase, Ovulationen, Raserei des Kabaretts. Bei den Denkern von Pegida sieht Herr Steimle Boten einer neuen Zeit, wofür er von einem gewissen Lutz Bachmann sehr gelobt worden sein soll.

    Übertragen auf die Silvesternacht und die das Netz durchbrausende rechtsphilosophische Diskussion über das erfolgreiche Fahndungs- und Umzingelungskonzept „Nafri“ könnte man sagen: Wir sind gegen jede pauschale Vorverurteilung von Sachsen, denn es gibt auch dort viele anständige Menschen. Immerhin haben ihre Vorfahren, ab dem 10. Jahrhundert von Meißen herkommend, als Migranten den slawischen Raum insgesamt recht friedlich infiltriert und sich dort im Großen und Ganzen erfolgreich integriert. Es gibt natürlich bis heute, wie man allenthalben beobachten muss, einige Sachsen mit äußerst problematischem Sozialverhalten. Man erkannte sie schon oft und auch im verflossenen Jahr 2016 wieder, hier und da vor Flüchtlingsheimen spazieren gehend, bei einer Vielzahl von Straftaten und Straftatankündigungen unschwer am gänzlichen Fehlen von zivilisiertem Benehmen sowie an der schmerzhaften Phonetik ihrer Äußerungen.

    Trotzdem würde ich es für bedenklich halten und ablehnen, Menschen allein anhand des letztgenannten äußeren Kennzeichens als sächsische Intensivtäter aus der Nähe von Nichtdeutschen oder generell aus Fußgängerzonen abzudrängen. Bei einem erhöhten Aufkommen von Menschen mit diesem Kennzeichen an bestimmten Tagen (8. Mai, Walpurgisnacht, Tag des Sieges) und Orten wäre die von Herrn Steimle besonders sinnlos beleidigte Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN mit einer prophylaktischen Einkesselung allerdings grundsätzlich wohl einverstanden.

    Ein Zaubergesetz ist für uns Heutige eigentlich ein Widerspruch in sich: Entweder Zauber oder Gesetz, aber nicht beides zugleich. Das ist der Grundsatz. Der reicht vielen Mitbürgern natürlich nicht aus. Sie möchten, dass die Gesetze eine Macht entfalten, welche das ganze Leben auf die Schnelle durchdringt.

    Für jeden Zauber braucht’s auch eine Zauberin. Doch woher nehmen? Die Antwort auf diese Frage ist variabel. Manche sagten im Laufe der Zeit: Johanna von Orléans ist die Antwort oder Greta Garbo; andere: Margaret Thatcher oder Catherine Deneuve, Mutter Teresa oder Hildegard Knef. Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat angeblich diese Strahlkraft nicht, was viele vollständig ausstrahlungsfreie Menschen seit vielen Jahren kritisieren, als hätten sie ein Menschenrecht auf eine charismatische Lichtgestalt als Regierungschef_in. Bei ihrer diesjährigen Neujahrsansprache hat die Regie, man muss es sagen, das Menschenmögliche getan, um über der Kanzlerin ein irgendwie überirdisches Strahlen auszugießen, welches ich bei früherer Gelegenheit nicht bemerkte. Ein Leuchten von innen heraus, das aus den Augen direkt in die Herzen funkelte.

    Um für die Zukunft gerüstet zu sein und Gesetze zu erlassen, deren Zauber auch tatsächlich über die Pressekonferenz hinaus wirkt, führt kein Weg daran vorbei, jene Probleme zu beschreiben, für deren Lösung sie tatsächlich oder angeblich sorgen sollen. Wir leben, sagte die Bundeskanzlerin, „in einer Zeit schwerer Prüfungen“. Da hat sie recht, wenngleich mir spontan keine Zeit einfällt, in der die Prüfungen nicht schwer gewesen wären. War es 1919 oder 1932 irgendwie wesentlich leichter? Oder 1949? Oder 1961? Oder 1977? Ich persönlich erinnere mich an viele Neujahrsansprachen seit Ludwig Erhard. Sie alle folgten der Linie: Aus dem Dunkel ans Licht – stets waren die Vergangenheit schwierig, aber gut bewältigt, die vor uns liegenden Aufgaben gewaltig, die Lösungen anstrengend und die Perspektiven glanzvoll. Stets riefen hinterher die jeweils anderen und die Kabarettisten, das sei mal wieder ein totaler Flop gewesen und eine Camouflage der Wirklichkeit. Aber wehe, wenn mal ein Politiker sagt, er oder sie wüsste im Moment auch nicht weiter!
    Darf man fragen, welches „Visier“ der „vielen Jahre“ gemeint ist?

    Aber gut, nehmen wir, um das Problemfeld abzustecken, das Grundmaß dieses neuen Zeitalters der Geschichtsschreibung: die Zeit zwischen zwei Wahlkämpfen. Wie hat sich in den letzten dreieinhalb Jahren die Lage an der Wiege der abendländischen Kultur entwickelt, also bei den Faulpelzen aus Griechenland? Arbeiten die jetzt länger? Haben sie aufgehört mit dem Sirtaki-Gehupfe und zahlen dem fleißigen Sachsen zurück, was dieser ihnen einst an Reichtümern überließ? Wie hat sich die Verschuldungslage bei den Hütern des christlichen Abendlands in Rom entwickelt, zwischen der 61. und der 62. Nachkriegsregierung? Um wie viele Milliarden sind in den letzten vier Jahren die bekannt gewordenen Schäden und Strafzahlungsverpflichtungen des Fundaments der abendländischen Wirtschaft, der Deutschen Bank, gestiegen? Und wie viele Hundert Milliarden Euro neuer Schulden hat die EZB in den vergangenen vier Jahren in die Luft über Europa geblasen?

    Sind die Atomkraftwerke sicherer, die ferngelenkten Waffen ungefährlicher, die Fische zahlreicher geworden? Wurde der Regenwald aufgeforstet, sind die Gletscher gewachsen, ist das Artensterben beendet? Wurde von Deutschland die im Jahr 1970 beschlossene Verpflichtung erfüllt, die sogenannte Entwicklungshilfequote auf 0,7 Prozent (!) des Bruttosozialprodukts zu erhöhen? Das wären 24,5 Milliarden US-Dollar. Tatsächlich leistet Deutschland unter großem Stöhnen weiterhin 0,4 Prozent, also 14 Milliarden Dollar Entwicklungshilfe. Die deutschen Rüstungsexporte belaufen sich zugleich auf jährlich knapp 5 Milliarden US-Dollar, der Rüstungsetat der BRD betrug zuletzt knapp 40 Milliarden.

    Am Ende des alten Jahres, in dem kein einziges dieser Probleme auch nur ansatzweise gelöst wurde, in dem Wikipedia unter „aktuelle Kriege“ fünf „größere Kriege“ (mit insgesamt etwa 80.000 Toten) sowie neun „bewaffnete Konflikte“ (mit jeweils 1.000 bis 10.000 Toten) aufführt und in dem etwa 5.000 Bürgerkriegs- und Armutsflüchtlinge im Mittelmeer ertrunken sind, also mehr als in jedem anderen Jahr zuvor, lautet die Neujahrsbotschaft: Die schwerste aller Prüfungen sei „ohne Zweifel (!) der islamistische Terrorismus, der auch uns Deutsche seit vielen Jahren im Visier hat“. Das scheint mir, bei allem Verständnis für perspektivische Verzerrungen, eine eher kuriose Diagnose. Darf man fragen, welches „Visier“ der „vielen Jahre“ gemeint ist? Darf man fragen, was mit „Visier“ überhaupt gemeint ist, welche sinnhafte Vorstellung des islamisch begründeten religiösen Terrorismus dem zugrunde liegt? Gibt es eine empirische Vorstellung davon, welche Staaten, Gesellschaften und Menschen dieser Terrorismus seit vielen Jahren „im Visier hat“? Klärt uns jemand darüber auf, wie, warum, mit welchem Erfolg die Staaten, die es hundertmal mehr betrifft als Deutschland, darauf reagieren? Möchte die Bundesregierung mit ihren Bürgern über das Vorbild Ägypten sprechen, oder Pakistan, oder Schweden, oder Usbekistan? Haben die Traum-Mehrheit der AFD oder die Innenministerien eine leibhaftige Vorstellung von der Kraft der britannischen Verteidigung der Demokratie unter den Bedingungen eines jahrzehntelangen Bürgerkriegs?

    Ich weiß das nicht. Ich höre keine Antworten auf solche Fragen, und keine Ermutigungen, sie zu stellen. Herr Bundesminister des Innern kneift, sobald eine Kamera auftaucht, immerzu die Augen zusammen, als sei er gerade gestern Bundestrainer der Kampfschwimmer geworden, warnt vor diesem und mahnt zu jenem, und behauptet, er habe irgendetwas, an was sich sehr wenige erinnern, immer schon gesagt. Ich meine das überhaupt nicht persönlich. Es geht, verehrte Leser, nicht um Personen, sondern um Symbole.

    Den Bürgern Sicherheit ihres Lebens und ihrer Güter zu gewährleisten, ist Sinn, jedenfalls aber Legitimation des Staats. Ein Staat, der dieses Ziel aufgibt oder daran scheitert, zerfällt, wie wir an aktuellen Beispielen „gescheiterter Staaten“ sehen können. In diesem Fall übernehmen korruptive und mafiöse Systeme wesentliche Teile der gesellschaftlichen Ordnung, höhlen sie von innen her aus und installieren eine Schein-Staatlichkeit, an die niemand glaubt. Die gute alte sogenannte „Selbsthilfe“, von der der Bürger durch den Staat doch angeblich so gern abgehalten werden möchte, ist ein recht euphemistischer Ausdruck für die Herrschaft solcher Regelungssysteme. Daher kann man die romantischen Vorstellungen mancher „besorgter“ Bürger, die in Deutschland das Ende des Rechtsstaats heraufziehen sehen und sich moralisch zum Selbsthilfe-Endkampf rüsten, nur lächerlich finden. In Machtstrukturen, wie sie sie herbeifantasieren, würden diese Helden der Selbstverteidigung verglühen wie Mücken in der Flamme. Ganz schnell säßen sie wieder hinter ihren Öfen, knabberten an ihren Original-Christstollen und sparten das Bestechungsgeld für ihre neuen Herren zusammen.

    „Unser Staat tut alles, um seinen Bürgern Sicherheit in Freiheit zu gewährleisten“, spricht die leuchtende Bundeskanzlerin. Da schalten viele auf Durchzug oder versteigen sich zu hasserfüllten Äußerungen. Das ist falsch, obwohl natürlich auch nicht unbedingt stimmt, was die Kanzlerin behauptet: Unser Staat tut selbstverständlich (und gottlob) nicht „alles“, denn wenn er es täte, müsste man nicht im selben Satz das kleine „in Freiheit“ hinein schmuggeln, das natürlich alles wieder relativiert, da es ja gerade streitig ist, was unter „Freiheit“ zu verstehen sei. Dann müsste man auch nicht im nächsten Satz schon wieder ankündigen, ab sofort noch viel mehr tun zu wollen. Ein ziemlich verquerer Satz also, aus dem Instrumentenkistlein der Demagogie: Sprich Worte aus und achte darauf, dass man sie missversteht.

    Die verbreitete Ansicht, in Deutschland sei die Sicherheitslage wesentlich schlechter als früher oder besonders schlecht, ist schlicht Unfug, lieber Herr Webersinn. In vielen Bereichen strafrechtlich verfolgten Handelns ist die Lage deutlich besser geworden, in anderen hat sie sich nicht verändert. Zunahmen der registrierten Kriminalität erleben wir in einigen Bereichen, die sozial besonders auffällig und sichtbar sind. Dafür gibt es viele Gründe, die nicht dadurch einfach weggehen, dass man sie für uninteressant erklärt. Es ist zum Beispiel ziemlich naheliegend und kein bisschen „verharmlosend“, sondern einfach nur wahr, dass abweichendes, auch verbotenes Verhalten bei solchen Bevölkerungsgruppen besonders wahrgenommen wird, die als Außenseiter leicht erkennbar sind. Es ist auch nicht besonders schwierig vorherzusehen, dass ungebildete Menschen aus Afrika oder dem Nahen Osten, die schon in ihrer Heimat desintegriert, ausgegrenzt oder deklassiert waren (und sich nicht selten gerade deshalb auf den Weg machten), in einer Fremde wie der Bundesrepublik ein erheblich höheres Risikopotenzial bilden als Touristen aus Las Vegas und der Schweiz.

    Das ändert nichts daran, dass man nicht nur Erklärungen haben will, sondern vor allem Konzepte zur Verminderung des Risikos. Über solche Konzepte denken viele, die sich noch immer im Schockzustand wegen des „Wir-schaffen-das“ befinden, gar nicht erst nach. Auch das kann man erklären, aber die anhaltende Doofheit des angeblichen Schocks ist zugleich auch eines der zu lösenden Probleme. Und zwar ein besonders wichtiges und schwieriges. Frau Bundeskanzlerin sagte dazu leider nichts.

    Damit sind wir unweigerlich beim Thema „Sicherheitsgefühl“ angekommen. Das ist eine ganz außerordentlich komplizierte Sache, die sich nicht mit ein paar kriminologischen Statistiken bewältigen lässt. Die Menschen haben ja nie einen persönlichen Überblick über eine „Lage“, sie nehmen Einzelheiten wahr, bewerten sie und rechnen sie hoch. Es ist sinnlos, einem Menschen, bei dem dreimal eingebrochen wurde, mitzuteilen, die Lage auf dem Einbruchssektor sei gut und sicher. Und wer fürchtet, nachts in der Schröderstraße angepöbelt, zusammengeschlagen und beraubt zu werden, fühlt sich nicht besser, wenn man ihm mitteilt, die Gefahr durch Haushaltsunfälle sei statistisch weitaus bedrohlicher.

    Es treffen sich objektive Entwicklungen und subjektive Bewältigungsstrategien. Was wir „im Westen“ seit 50 Jahren erleben – also seit dem Zusammenbruch der rigiden kulturellen Kontrolle, die (noch verstärkt durch manche Perversionen der NS-Zeit) über uns gekommen war –, ist ein rapider Zerfall von äußeren Strukturen der Leitung und Regulation: Heimat, Kleinstadt, Kiez, Dorf, Verwandtschaft, Familie, Religion, Betrieb, Beruf, Verein, Tradition – lauter Strukturen, Autoritäten, Regelzusammenhänge, die die Menschen von außen bedrängten, aber auch von der Verantwortung für ihr Leben befreiten. Alles dahin! In wenigen Jahrzehnten haben wir alles zu Klump gehauen: Von der Religion blieb ein bisschen Folklore, von der Heimat das eine oder andere Lied oder ein Witz im Vorabendprogramm. Der Beruf ist nicht mehr Berufung, sondern Durchgangsstation. In den Dörfern wohnen die Alten und schlafen die Fremden. Die Unternehmen und Betriebe gehören heute dem einen, morgen dem andern und machen übermorgen Pickenpack. Familien sind Patchwork oder Anachronismen auf Zeit.

    Ein solches Leben muss sich ständig selbst definieren und leiten. „Selbstoptimierung“ ist ein Wort, das Sascha Spoun und Holm Keller nur im Munde führen, aber geausowenig wie die „unternehmerische Hochschule neuen Typs“ selbst erfunden haben, ein Wort, das einem Bauern, Handwerker oder Arbeiter vor 50 Jahren nicht eingefallen wäre. Es bedeutet nicht bloß, Chancen zu sehen, wo früher keine waren, sondern auch, ganz allein die Verantwortung dafür zu tragen, ob und wie das „Optimum“ erzielt und aus dem Individuum herausgeholt wird. Menschen, die sich nicht selbstoptimieren wollen oder können, sind verachtete Versager: die Langzeitarbeitslosen und Armutsdicken, die Chipsfresser und DSDS-Kandidaten, die einsamen Alten ohne Geld.

    Das hat gravierende Auswirkungen auf unser Sicherheitsgefühl und unsere Vorstellung davon, was als besonders schützenswert anzusehen ist. Alles verlagert sich von außen nach innen. Die Person, der Einzelne, die Integrität des stets prekären Lebensentwurfs werden zu höchsten Gütern. Wir erleben das als „Fortschritt“: Die Seele des Kindes vertraute man bis 1960 dem Pfarrer an und half gelegentlich mit dem Rohrstock nach und wenn Frauen „hysterisch“ wurden, kam das von den Wechseljahren oder der zu heißen Dauerwelle. Heute bestehen ganze Generationen von Mittelschichtskindern aus überbehüteten Sensibelchen, deren Gemüt und Schlaf man vor Stiefmüttern und Hexen bewahren muss (vom perversen Stiefvater einmal ganz zu schweigen).

    All dies führt uns in den Freistaat Sachsen zurück. Das rigide Außengeleitetsein – sowohl das freudig begrüßte als auch das zähneknirschend ertragene – hat in der ehemaligen DDR einen Höhepunkt erlebt. Es dauerte an bis 1989 und brach dann über Nacht zusammen: Ein außerordentlich dramatisches Ereignis, dessen sozialpsychologische Folgen und Zumutungen von den – von der eigenen Überlegenheit berauschten – Wessis kaum wahrgenommen wurde. (An der Leuphana versucht man seit zehn Jahren, wenigstens im Bildungssektor dahin zurückzukehren.) Dieses Leiden am Fehlen von klaren Anweisungen, gegen die man stänkern kann, für deren Scheitern man aber keinesfalls verantwortlich ist, diese Empörung gegen das Vakuum der Beliebigkeit, diese Sehnsucht nach gesicherten Fronten ist es, was die bessergestellten, sogenannten liberalen Schichten des Westens am Ossi noch immer als „Rückständigkeit“ wahrnehmen, als „DDR-Nostalgie“, als „Gejammere“ und emotionale Unterlegenheit im Weltverständnis.

    Und sie haben auf ihre Weise ganz ohne Zweifel recht: Selbstverständlich ist es albern, von Überfremdung zu faseln, wo man mit Ach und Krach auf drei Prozent Einwanderer kommt, und fanatisch nach einem Burkini-Verbot zu schreien, wo man ein solches Gewand mangels Anschauung von der deutschen Kittelschürze nicht zu unterscheiden vermag.

    Die anderen haben allerdings auch irgendwie recht, auf ihre Weise. Die Originalsachsen schnitzen und schnitzen, und weisen ein Investitionsgebiet nach dem anderen aus auf den Auen des Elbsandsteins. Und niemand kommt und sagt ihnen, dass alles gut ist, für jetzt und immer, und dass der Sozialismus siegt, auch wenn sie ihn bescheißen. Aber sie werden mit Jammergeschrei und Drohungen die alles zersetzende Kraft des Kapitalismus nicht aufhalten, der ein schwarzes Loch ist, in das ganze Welten hineingezogen und nach einer Reise durchs Wurmloch in Atomgröße wieder ausgeschieden werden.

    Das Sächsische an diesen Welterklärungen ist natürlich, wie es meine Art ist, auch wieder nur vorgetäuscht. Oder sagen wir: probehalber. Wir können auch gern den Oberhessen nehmen oder den niedersächsischen Schweinemäster oder den Weißbiertrinker aus der Hacker-Pschorr-Kulisse.

    Die Bundeskanzlerin hat gesagt: „Und – ja“, es sei „besonders bitter und widerwärtig“, wenn Terroranschläge von Menschen verübt würden, die in Deutschland angeblich Schutz suchten. Stimmt das? Ist es „besonders widerwärtig“, wenn Banken von Menschen überfallen werden, die bei ihnen angeblich Sparkonten anlegen wollten? Oder Tankstellen von Personen, die sich angeblich mit Schnaps und Zigaretten versorgen wollten? Oder wenn Kinder von Menschen misshandelt werden, die sie angeblich beschützen oder erziehen wollten? Genauer gesagt: Ist das jeweilige Gegenteil weniger „bitter und widerwärtig“? Hätte sie diese Anwanzung an das Lechzen des rechten Rands nach einem Zipfelchen von „Flüchtlings“-Verdächtigung nicht einfach weglassen können?

    Ja, wer da ein Konzept hätte! Anonyme Blog-Bürger, die sich „Miriam“, „Klaus“, Steffi“ oder „Bundeskasper“ nennen, behaupten, eines zu haben. Es ist ungefähr so überzeugend wie der Plan, alle Schwalben zu vergiften, damit sich die Insekten vermehren und so mittels verstärkter Bestäubung von Piemont-Kirschen und Mais der Hunger in der Welt besiegt werde.

    Ein anderes, näherliegendes Konzept ist die Vollausstattung des öffentlichen Raums mit sogenannter „Videotechnik“. Bekanntlich ist ja in England die Kriminalität dank ihrer Daueraufzeichnung auf Video zusammengebrochen. Den falschen Attentäter von Berlin hatte man nicht gefilmt, wohl aber einen Gewaltakt im U-Bahnhof, daher war die Sache klar. Manche sagen: Videotechnik verhindert keine Straftat, sondern hilft nur bei der Aufklärung. Ein merkwürdiges Argument. Diese Eigenschaft hat die Technik nämlich mit vielen anderen Dingen gemein: dem Fingerabdruck, der Ausweispflicht, dem Meldewesen, dem Autokennzeichen usw. Sehr viele von denen, die das „Verhindert-nichts“-Argument in den Raum werfen, haben selber ihre Türsprechanlagen, Tiefgaragen, Hauseingänge, Boutiquen, Tankstellen und Naturkostläden mit hochauflösender Kameratechnik bestückt. Sie wollen damit sicher nicht erleichtern, dass ihre Mörder und Räuber später schneller gefunden werden, sondern dass solche Taten gar nicht erst begangen werden. Denn der potenzielle Täter denkt sich: Hier werd wird ich gefilmt, hier zieh ich weiter. Anders ist es bei „demonstrativen“ Taten, sagen wieder andere. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Die Demonstrativität eines Bombenanschlags ergibt sich nicht aus einem Polizei-Video, sondern aus Ort, Zeit oder Ziel des Anschlags. Außerdem filmen ohnehin zwanzig Augenzeugen mit Handy.

    Worauf ich hinaus will: Es scheint mir sinnlos, solchen Konzepten mit reflexartigem Bestreiten entgegenzutreten. Das Überwachungskonzept ist in sich schlüssig und hat eine erhebliche Plausibilität. Das gilt für die analoge wie für die digitale Welt. Es muss also darum gehen, diese Plausibilität ernst zu nehmen und in ihrer Dimension zu erkennen, zu verdeutlichen und abzuwägen. Man kann nicht an der Elbchaussee oder im Grunewald wohnen und den Menschen in Neukölln, St. Georg oder in Kaltenmoor milde mitteilen, Videoüberwachung sei nicht vonnöten. Man muss die Probleme konkretisieren und mit den Menschen besprechen: Was bedeutet die digitale Erfassung von Lebensräumen? Was heißt es, wenn weite Teile des öffentlichen Raums mit Kameras, Gesichtserkennungssoftware, Mikrofonen ausgestattet werden? Welche Garantien gibt es, dass die Risiken solcher Maßnahmen die Vorteile nicht überwiegen?

    Nichts anderes gilt letztlich für das Konzept „mehr Polizei“. Es ist offenkundig, dass die heute von der Polizei erwarteten Aufgaben mit dem derzeitigen Personal nicht bewältigt werden können, ohne auf Kosten der Bediensteten und der Sicherheit zu gehen. Aber es muss über das Sicherheitskonzept dieser Polizei diskutiert werden, die ja für die Bürger da sein soll und nicht gegen sie. Es reicht nicht aus, bloß mehr Leute, mehr Härte, mehr Ausrüstung zu fordern. Das betrifft auch das nicht unproblematische Verhältnis von Polizei und Justiz, das inzwischen in bedenklichem Maße von Missverständnis und Unverständnis geprägt zu sein scheint.

    Eines scheint mir sicher: dass die erstaunliche Untergangsstimmung, die sich in endlosen Kreiseln entfaltet und die Bundesrepublik darstellt, als sei sie vom nahenden Tode gezeichnet, vollkommen daneben ist. Zaubergesetze werden wir auch 2017 nicht erleben, allerhand Verbote ins Bundesgesetzblatt zu schreiben und am nächsten Tag die nächsten anzukündigen, löst auf Dauer keine Probleme und vermeidet auch keine Furcht – weder irrationale noch rationale.

    Mit freundlichen Grüßen, Thomas Fischer

    • @Thomas Fischer

      „Zaubergesetze werden wir auch 2017 nicht erleben, allerhand Verbote ins Bundesgesetzblatt zu schreiben und am nächsten Tag die nächsten anzukündigen, löst auf Dauer keine Probleme und vermeidet auch keine Furcht – weder irrationale noch rationale.

      Richtig. Es hilft kein herumdoktern an den Symptomen. Gefährder ,Wirtschaftsflüchtlinge, Terroristen ,Schwerkriminelle und schwerkriminelle Grossfamilien ausweisen. Dann wäre der grösste Anteil des Risikos erheblich verkleinert.Mt dem Rest kann und muss ich leben.

    • Lieber Herr Stadtrat Webersinn

      das ist doch mal eine launige Gesamtbetrachtung von Herrn Professor Fischer. Darf ich von Ihnen hier demnächst lesen, wo Sie ihm zustimmen und wo Sie sagen, da halte ich mich doch lieber an Jenckel?

      Ihr Georg Wüstenhagen

    • Hallo Herr Professor Fischer
      ihr Zitat:Eines scheint mir sicher: dass die erstaunliche Untergangsstimmung, die sich in endlosen Kreiseln entfaltet und die Bundesrepublik darstellt, als sei sie vom nahenden Tode gezeichnet, vollkommen daneben ist.
      was ist für einen hartz iv empfänger daran erstaunlich? welche zukunft hat er? was ist für einen frührentner daran erstaunlich, wenn er nicht mal mehr einen kredit bekommt? ich könnte ihnen einen berg von beispielen nennen. auf derem gipfel sitz jetzt die afd. und warum? weil es bei den sogenannten intellektuellen an tatsächlichem wissen fehlt.auch eine bundeskanzlerin hat geglaubt, die stromrechnung zahlt bei bedürftigen nur der staat. es darf , solange es gut geht, weiter geträumt werden.

    • Thomas Fischer
      ihr erstaunen, erstaunt mich nicht. ich glaube nicht, dass sie irgend eine ahnung haben, was arm in deutschland eigentlich bedeutet. meine frau und meine kinder und ich durften zwei jahre von futterwurzeln leben. wir hatten ein haus gekauft und jedesmal als meine frau schwanger wurde, wurde sie und ich später arbeitslos. um das haus zu halten ,gab es futterwurzeln , die eigentlich für schweine und hasen usw. gedacht waren. warum schreibe ich ihnen das? weil ich damit reklame machen kann? nein, damit menschen wie sie etwas verstehen, was sie sonst nie verstehen werden. lg. klaus bruns.

  31. Lieber Herr Jenckel,

    es gibt ein altes Wort für teuflische Kräfte. Diabolos: Durcheinanderbringer, Chaosverstärker, Destabilisierer. Teuflische Kräfte sind auf Ihr Forum, sind auf die Medien, sind aber auch auf die westlichen Demokratien losgelassen worden. Dass unsere Umgangsformen, die Grundlagen unserer Verständigung, ja, unsere Gesellschaften insgesamt so anfällig für sie sind, hängt an einer anspruchsvollen Unterstellung: Alle Menschen sind frei und gleich. Das bedeutet, dass sie auch in der Lage sein sollten, sich selbst ein Urteil über die Welt zu bilden. Sie müssen nicht permanent durch Autoritäten belehrt, gegängelt oder gar geknechtet werden. Willensbildung, Meinungsstärke und Urteilskraft bringen sie selbst mit.

    Menschen haben starke Affekte, sie lassen sich von ihnen aber nicht beherrschen. Ist dieses Bild vom Menschen falsch? Es kommt als dreifaches Erbe aus den Quellen der Bibel, der abendländischen Philosophie und dem römischen Recht. Lassen wir uns so schnell blenden, in die Irre führen oder für dumm verkaufen? Wollen wir uns von Trollen und ferngesteuerten Computern in die Köpfe regieren lassen? In Russland, in China und in anderen Regionen dieser Welt klopfen sich mächtige Männergruppen auf die Schenkel. Sie halten dieses Menschenbild für naiv und schwach. Ihre jüngsten Erfolge scheinen ihnen recht zu geben – und uns ins Unrecht zu setzen. Leichtgläubig, lethargisch, aufs Gestern bezogen, und wenn es niveauvoll aussehen soll, wird es melancholisch und kulturkritisch. So gibt sich der Westen. Als wäre er schon untergegangen. Und dann gibt es noch die, die denken, einfach weiter so, wird schon werden. Der Teufel braucht keinen Dreizack, um zu tanzen.

    Wir haben es in der Hand. Wir lassen uns nicht von Zynikern auf der Nase herumtanzen. Zeigen wir ihnen doch eine lange Nase. Langsam wissen wir ja genug. Wir können auch anders: auf Wahrheitssuche sein, hart streiten, ohne die Würde des Gegenübers in den Dreck zu ziehen, Klartext reden, und immer wieder genau nachfragen: Woher weiß ich das? Am Ende können nur wir selbst unsere Grundeinstellungen verraten. Oder uns darin bestärken, dass wir uns nicht länger von Manipulanten und den von ihnen Verführten durcheinanderbringen lassen sollten.

    • „Am Ende können nur wir selbst unsere Grundeinstellungen verraten. Oder uns darin bestärken, dass wir uns nicht länger von Manipulanten und den von ihnen Verführten durcheinanderbringen lassen sollten.

      Genau, einfach „weiter so!“
      Kollateralschäden nennt man das. Und die Obergrenze bei unserem Problem ist Nonsens und nur für die Rechten wichtig. Fehlen uns doch Millionen Fachkräfte und die Presse lügt ununterbrochen;es ist nämlich alles in Butter und die Welt ist bunt und tolerant.
      Leider sieht das in der EU keiner mehr so. Macht nichts, weiter bis „zum bitteren Ende“, der Kanzlerin treu bleiben.
      Das erinnert an die letzten Tage der DDR 1989.
      Vorwärts immer ,rück……..! Während der Rest,die bösen Manipulanten ,Schwarzseher und Systemhasser die letzten Lebenszeichen bemerkten.

  32. Unter dem Titel „Demokratie muss sich wehrhaft zeigen“ hat Joachim Zießler heute einen Appell an die politisch wachen Bürger und an die Bundestagsabgeordneten unserer Region gerichtet:

    „Zum zweiten Mal blamierte sich die Bundesrepublik bei dem Versuch, sich als wehrhafte Demokratie zu präsentieren. Ein Verbot der NPD wäre ohnehin nicht mehr als Symbolpolitik gewesen. Weil deren Anhänger ohnehin längst eine neue Heimat bei Pegida und AfD gefunden haben. Und weil sich mitleidloser Fremdenhass und der Überdruss an der parlamentarischen Demokratie nicht verbieten lassen.

    Die Länder haben leider kein symbolträchtiges Objekt für ihre Symbolpolitik gewählt. Pleite, zerstritten, und im Lager der Rechtsextremen zur Randerscheinung herabgesunken, war die NPD den Verfassungshütern schlicht eines Verbotes nicht wert. Verfassungsfeindlich ist sie dennoch, so die Verfassungshüter. Und aus diesem Urteil sollte die Politik einen Handlungsauftrag ableiten. Es drängt sich die Änderung des Grundgesetzes auf, um die Parteienfinanzierung zu ändern. Es kann nicht länger sein, dass eine Demokratie über die staatliche Parteienfinanzierung – also über Steuergelder – ihre Feinde mitfinanziert.

    Ein solcher Schritt wäre ein stärkeres Signal an die Verfassungsfeinde in anderen Parteien als ein weitgehend folgenloses Verbot.“

    Quelle: https://www.landeszeitung.de/kommentar (18. Januar 2016, 15:04 Uhr; zwei Tage bevor in den USA ein wirrer Soziopath die Codes für das größte Nuklearwaffen-Arsenal der Erde ausgehändigt bekommt)

    Luzia Weber

  33. Wie begegnet Lüneburg dem Rechtspopulismus?

    Das Jahr 2017 startet mit einer Fortsetzung der Veranstaltungsreihe „Einwanderungsland Europa“ der Leuphana und der VHS Lüneburg. Mit der Reihe wird das Format„Wie begegnet Lüneburg der Welt?“ fortgesetzt. Bisher fanden 22 Veranstaltungen statt. Nun wurde das Programm für 2017 veröffentlicht.

    Morgen geht´s los! Mehr dazu hier:

    http://www2.leuphana.de/univativ/einwanderungsland-europa-rechtspopulismus/#more-8410

    Gepostet von Doris Vossler im Namen der „Leuphana Combo“

  34. Der Streit um die SelbstschussPretzellitis und die DDR-PetryPoller um den antifaschistischen Grenz- und Runkelschutzwall alias „Atombombensichere Marktplatzfestung Lüneburg“ hat es gezeigt: Datenschützer und Sicherheitspolitiker sprechen einfach nicht dieselbe Sprache. Wo die einen von einem „gefährlichen Eingriff in die Grundrechte“ reden, erkennen die anderen „naive Terroristenfreunde, die wohl selbst was zu verbergen haben“. Zeit zur Klärung der Begriffe!

    1984
    Jahr der feierlichen Gründung des ersten Überwachungsstaats, auf dem Gebiet des heutigen Ozeaniens. Erster Staatspräsident ist der britische Ingenieur George Orwell. Er erfindet einen Fernseher, der zugleich der Ausspähung von Privatwohnungen dient. Heute heißt die Technologie XXX-Granny-Livestream, das dahinterstehende Prinzip ist aber dasselbe.

    Abhören
    Antike Technik, mit der Sicherheitspolitiker feststellen können, ob die Bevölkerung mit der Regierung zufrieden ist, wo nachgebessert werden könnte und ob sich die Menschen mehr Privatsphäre wünschen. Findet das Abhören in einem Unrechtsstaat statt, so spricht man vom »Spionieren«, in einem Rechtsstaat hingegen von »Prävention«.

    Anti-Terror-Datei
    Datei, die zu den Systemprogrammen Ihres Computers gehört und automatisch aktualisiert wird, wenn Sie Ihre Steuererklärung online abgeben oder die Tagesschau-App herunterladen. Sorgt dafür, daß Sie niemanden zum Haß aufstacheln oder aufgestachelt werden, indem beim Surfen fortlaufend süße Katzenvideos unter die Haßpredigten (Spiegel-Leserforum) gemischt werden.

    Biometrie
    Methode der Terrorbekämpfung, bei der gewisse unveränderliche Elemente im menschlichen Gesicht analysiert werden. Bekannte biometrische Systeme sind der Schlitzaugenscanner, der Zornfaltenmesser, der Falsches-Lächeln-Nachweis, der Nasenhaardetektor und der Turbansensor.

    Bundestrojaner
    Programm, das sich als nützliche Datei tarnt, der Bundesregierung aber Zugang zu jedem privaten Rechner verschafft. Benannt nach dem gleichnamigen riesigen Holzpferd, das sich als nützliches riesiges Holzpferd tarnte, aber voll mit griechischen LKA-Beamten war. Findige Nutzer erkennen den Bundestrojaner daran, daß an einer Mail Fotos oder Texte hängen, die riesige hölzerne Pferde zum Inhalt haben. Der Bundestrojaner darf nur eingesetzt werden, wenn allerhöchste Gefahr droht, zum Beispiel bei Medikamentenschmuggel in Ochtmissen. Der Bundestrojaner ist legal, da er von der legal gewählten Bundesregierung hergestellt wird.

    Bundeshellene
    Was viele vergessen: Im trojanischen Pferd waren keine Trojaner, sondern vielmehr Hellenen – die auch keine Daten klauen wollten, sondern schöne Frauen, vor allem Helena (vgl. ELENA), die schönste Frau der Welt. Die Trojaner wären in dem Sinnbild eigentlich die privaten User, und die schöne Helena wäre SPD-Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze.

    Chips, RFID-
    Winzige funkgesteuerte Mikrosysteme, die von der Industrie unbemerkt in Kleidung, Schmuck, Personalausweise oder Gummibärchen integriert werden, um dem Verbraucher einen besseren Service zu bieten und die Sicherheit zu erhöhen. Produkte, die RFID-Chips enthalten, sind nicht zur Zubereitung von Babynahrung geeignet, sollten vor Kindern unter drei Jahren ferngehalten und sicherheitshalber von niemandem gekauft werden.

    Dionysios (Tyrann)
    Erfinder des Abhörens. Sperrte Terroristen in eine malerische Tropfsteinhöhle und konnte dank des Echos ihre Aktivitäten belauschen. Dabei wurde er unter anderem Zeuge von primitivem Filesharing, Musikpiraterie und Identitätsdiebstahl. Da sich diese Aktivitäten aber auf den Privatbereich der Höhle beschränkten, beließ er es bei einer einfachen Exekution mit Verwarnungscharakter.

    ELENA
    Gescheitertes Projekt, das die zentrale Speicherung von Arbeitnehmerdaten vorsah, wie etwa Fehlzeiten, Abmahnungen, Mundgeruch und Wehrkraftzersetzung. Das System wurde nicht eingeführt, weil die Ausstattung der Bevölkerung mit digitalen Signaturen, Bundestrojanern und XXX-Granny-Livestreams 2010 leider noch nicht flächendeckend war. So wurde das Projekt rechtzeitig beendet, bevor noch höhere Kosten als die schon ausgegebenen 13 Trillionen Euro entstehen konnten.

    Friedrich, Hans-Peter
    Nachfolger von (u.a.) Wolfgang Schäuble, vorgänger von Thomas de Maizière im Amt des Innenministers und weltweit erster Möter (halb Minister, halb Köter), der auf einer Regierungsbank sein Geschäft verrichten durfte. Friedrich kommt aus einem kleinen Dorf in Oberfranken, wo alle alles über einander wissen. Diese Nähe und Geborgenheit wollte Friedrich bis zu seinem mühsam arrangierten Rücktritt auf ganz Deutschland ausweiten.

    Gen-Datenbank
    Was viele nicht wissen: Unser Körper ist der größte bekannte Vorratsdatenspeicher des Universums. Ob wir auf Blonde oder Brünette stehen, ob wir Coke Zero oder Coke Light bevorzugen – all dies ist tief in unseren Genen eingeschrieben und festgelegt. Sollte es verrückten Wissenschaftlern eines Tages gelingen, unsere Gene an das Internet anzuschließen, würde daraus ein Wesen von unvorstellbarer Macht entstehen – ob gut oder böse, ist noch nicht ganz sicher (Mecha-Jesus, Xanos).

    Heiligendamm
    Bisher größter Triumph moderner Sicherheitstechnologie: Bei der G8-Konferenz 2007 in Heiligendamm wurde eine Staffel moderner Düsenjäger eingesetzt, um eine Gruppe Camper zu überwachen. Dient seither als Maßstab für sicherheitspolitische Effizienz. So entspricht der in Ochtmissen aufgetauchte Trojaner zur Überführung von Medikamentenschmugglern knapp 2 Heiligendamm. Wenn Ebay-Betrüger, die minderwertigen Pofel als »TOP-Zustand« handeln, ab 2013 mit der Amputation von Gliedmaßen nicht unter zwei Armen rechnen müssen, werden ca. 10 Heiligendamm gemessen. Und die 2015 offiziell eingeführte Bundesspatzenkanone wird sogar mit 300 Allerheiligendamm veranschlagt.

    Internet
    Was viele nicht wissen: Das Internet wurde vor allem erfunden, um den Kampf gegen die grassierende Internetkriminalität zu ermöglichen. Siehe auch Terrorismus.

    Ja
    Antwortpartikel, die das Leben sehr erleichtert.

    Kameraüberwachung
    Sorgt dafür, daß das Verbrechen keine Chance mehr hat, sofern es auf gutbesuchten öffentlichen Plätzen bei ausreichenden Lichtverhältnissen stattfindet. Eine Kameraüberwachung von dunklen Seitenstraßen, dunklen privaten Wohnungen und dunklen DAX-Unternehmensbüros ist aus Kostengründen leider nicht möglich.

    Lauschangriff, Großer
    Erfindung von Otto Stasi, der die komplette Überwachung von allem und jedem vorsah. Dies empfand Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) 1995 als derart gravierende Einschränkung liberaler Werte, daß sie von ihrem Amt zurücktrat. Frau Leutheusser-Schnarrenberger arbeitete später u.a. mit Hans-Peter Friedrich zusammen.

    Mobiltelefon
    Sollten Sie niemals ausschalten, da dies in einem allfälligen Terrorismus-Prozeß gegen sie verwendet werden kann. Wenn sie es einschalten, allerdings auch. Andre Hebsen empfiehlt allen Terroristen und solchen, die es werden wollen, auf die Anschaffung eines Mobiltelefons besser ganz zu verzichten.

    Nachladefunktion
    Wird für den Bundestrojaner benötigt, damit der sich »den normalen Updates auf dem Zielcomputer anpassen« kann (Alexander Schwake). Macht sich durch Pop-Ups wie diese bemerkbar: »Du verwendest zur Zeit Bundestrojaner Free Edition! Upgrade jetzt und profitiere von den vielen Extra-Features, z.B. der neuen Hausdurchsuchung!«

    Online-Durchsuchung
    Mittlerweile obsolete erkennungsdienstliche Methode. Das Facebook-Profil eines typischen Straftäters verrät doch so viel mehr!

    Panoptikum
    Ein Konzept zum Bau von Gefängnissen, von dem britischen Philosophen Jeremy Bentham erdacht. Erlaubt die permanente Überwachung der Häftlinge, ohne daß diese ihre Wächter sehen können. Spielt heute nur noch beim Bau von universitären Zentralgebäuden, Großraumbüros, Glasfassaden, Schulen und Asylantenheimen eine Rolle.

    Quellen-TKÜ
    Das brauchen Sie nicht zu wissen.

    Rasterfahndung
    Religiöses Überwachungsritual jamaikanischer Rasterfaris, bei dem Drogen, Reggaemusik und Schwulenhaß zum Einsatz kommen. Ansonsten ist das Aussortieren von Verdächtigen nach Namen, Herkunft und biometrischen Merkmalen natürlich nicht erlaubt, außer vor Diskotheken, bei der Wohnungssuche und Bewerbungsgesprächen.

    Satelliten
    Ursprünglich zur friedlichen Verbreitung von Gedankenkontrollstrahlen eingesetzt, werden die künstlichen Erdtrabanten heute überwiegend zur Überwachung mißbraucht, gegen die man sich auch mit Aluhüten nicht schützen kann.

    Schäuble, Wolfgang
    Nachfolger von Otto Schily als Innenminister. Sehr sensibel, ertrug die vielen Anfeindungen nicht, denen ein Innenminister traditionell ausgesetzt ist, und wechselte daher ins Finanzministerium. Brachte die Sicherheitsdebatte in Deutschland überhaupt erst ins Rollen.

    Schily, Otto
    Ehem. Terroristenanwalt und Nachfolger von Otto Stasi im Amt des Innenministers. Sorgte dafür, daß Terroristenanwälte auch immer genug zu tun haben. Stand später in der Kritik, weil er als Berater von Firmen auftrat, die digitale Signaturen, Bundestrojaner und XXX-Granny-Livestreams herstellen. Eine Verbindung zu seiner politischen Tätigkeit konnte ihm aber nicht nachgewiesen werden.

    Stasi, Otto
    Vorgänger von Otto Schily im Amt des Innenministers, allerdings in der damaligen DDR. Sorgte dafür, daß Kinder nicht mehr spielen durften, und zwang Nonnen dazu, sich Bilder von nackten Männern anzusehen. Benutzte außerdem unmenschliche Überwachungstechnologie wie Mikrofone und Kameras, die in Telefonen verborgen waren. Damit sich ein zweiter Fall Stasi nicht wiederholt, bedarf es heute erhöhter Wachsamkeit gegenüber Extremisten (vgl. Bundestrojaner).

    Terrorismus
    Verbrechen, das eine Erweiterung der Machtbefugnisse des Staates gestattet. Führt zur Mobilisierung aller Sicherheitskräfte. Normale Verbrechen sind demzufolge etwa Anlagebetrug, Untreue oder Nazitum; Terrorismus hingegen das Anzünden von Autos und Verstöße gegen das Urheberrecht.

    Urheberrecht
    Was viele nicht wissen wollen: Softwarepiraterie dient der Finanzierung des Terrorismus. Wer Freunden Musik kopiert, sponsert indirekt Al-Qaida; wer sich Filme herunterlädt, subventioniert damit den Bau der iranischen Atombombe. Deswegen ist der Kampf gegen Raubkopierer letztlich ein Kampf gegen den Terror bzw. Hitler. Noch sinnvoller wäre es nur, den Krieg direkt zu den Urhebern selbst, also zu den Künstlern zu tragen – und beispielsweise Juli Zeh wegzusperren.

    Vorratsdatenspeicherung
    Schöner alter Brauch, bei dem die Großmutter all die Daten, die sommers übriggeblieben waren (Liebesbriefe, Gebetsbücher, Denunziationen), in Einmachgläser packte und im Keller jahrzehntelang vermodern ließ. Besonders bei ländlich geprägten Politikern noch sehr gebräuchlich (vgl. Friedrich, Hans-Peter; Maizière, Thomas de; Provinzdackel, aufgeblasene).

    Windows
    Typischer Trojaner: Schadsoftware, die sich als Betriebssystem tarnt. Im Gegensatz zum Bundestrojaner werden die Daten nicht an eine kontrollbesessene Behörde, sondern an einen kontrollbesessenen Konzern weitergeleitet, wofür der Verbraucher jedoch selbst verantwortlich ist. Im Zweifel dürfen die Behörden bei den Konzernen anklopfen und (lieb) um die Daten bitten.

    Xanos
    Außerirdische Dämonengottheit, der laut Bundestagsprotokoll jeder Innenminister zu Amtsantritt seinen Erstgeborenen opfern muß. Thomas de Maizière und Hans-Peter Friedrich hatten allerdings nur Zweitgeborene. So opferten sie statt dessen ihren Verstand, der aber unbenutzt und daher in tadellosem Zustand war, Xanos zum Wohlgefallen. Heil Xanos!

    Ypernwachungsstaat
    Gescheitertes Projekt von Interpol zur Beobachtung der gleichnamigen Kleinstadt in Flandern. In Ypern geschehen einfach zu wenige Terroranschläge, um eine permanente Totalüberwachung der Bevölkerung zu rechtfertigen. Vgl. aber Sicherheitsdiskussion, deutsche.

    Zeh, Juli
    Schriftstellerin, deren Hobby der Kampf gegen den Überwachungsstaat ist. Schreibt dazu in einer brillant konstruierten Geheimsprache, die niemand außer ihr versteht: »Wir müssen unsere Werte, unsere Demokratie von A bis Z noch mal durchkauen, anhand der neuen Bedingungen« (DLF). Da ist selbst das LKA Ochtmissen chancenlos!

  35. In der LZ heute wieder ein exzellenter Kommentar von Joachim Zießler:

    »Angriff auf Symbole der Demokratie

    An dem Tag, an dem die NPD nur deshalb einem Verbot entging, weil sie so irrelevant ist, zeigte Björn Höcke, WER DIE DEMOKRATIE HIERZULANDE TATSÄCHLICH GEFÄHRDET: die Brandstifter von der AfD. In Dresden startete er einen Generalangriff auf die deutsche Erinnerungskultur, machte das Holocaust-Mahnmal als „Denkmal der Schande“ verächtlich, attackierte, dass die deutsche Geschichte „mies und lächerlich“ gemacht werde.

    Als er am Tag danach sogar Kritik aus seiner Partei erntet, bedient er sich der immer gleichen AfD-Taktik: Abwiegeln nach dem Tabubruch. Tatsächlich hat er seine Brandrede gegen die „dämliche Bewältigungspolitik“ genauso gemeint, wie sie seine Zuhörer verstanden hatten: als Versuch, die deutsche Demokratie und ihre zentralen Symbole verächtlich zu machen. Parallel übte er sich im völkischen Untergangsgeraune der dreißiger Jahre.

    Die Distanzierung der Parteiführung ist ebenso taktisches Geplänkel wie Höckes Zurückrudern, versuchte Frauke Petry doch erst vor kurzem, den antisemitischen Begriff „völkisch“ wieder salonfähig zu machen.

    Mit der vom Parteivorstand im Dezember verabredeten Strategie der „sorgfältig geplanten Provokationen“ will die AfD den Werterahmen dieser Republik schleichend so verschieben, dass UNMENSCHLICHKEIT WIEDER ALS NATIONALE TUGEND erscheint.«

    https://www.landeszeitung.de/kommentar, 19. Januar 2016, 18:59 Uhr

    Siehe dazu auch: http://www.sueddeutsche.de/politik/rechtspopulismus-der-anschlag-die-afd-und-ihre-masche-1.3305035

    und: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bundestagswahl-2017-afd-will-im-wahlkampf-provozieren-14582830.html

  36. @ Doris Vossler ..

    bezüglich : Einwanderungsland Europa

    «Wer halb Kalkutta aufnimmt hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta! “

    aber das werden sie nie begreifen , vielleicht in vielen Jahren wenn ihre Kinder dann die unzumutbaren Zustände in Deutschland und in Teilen von Europa anprangern.