Aktuell
Home | Blog.JJ | Blog.jj zieht um

Blog.jj zieht um

Liebe Foristen,

Blog.jj ist umgezogen. Warum? Erstens ist die Seite schneller auf mobilen Endgeräten und sie ist fokussiert auf den Blog. Und zweitens, was schwerer wiegt, sie achtet mehr auf die Kommentar-Kultur. Denn die hat im Blog.jj auf der LZ-Page arg gelitten. Oft geht es mehr um Beleidigungen, Verunglimpfungen, darum, Foristen ins Lächerliche zu ziehen oder ganz und gar am Thema vorbei zu schwadronieren. Mit dem eigentlichen Inhalt hat das herzlich wenig zu tun.

Immer wieder werden Lüneburger Politiker aufgefordert, mitzudiskutieren. Aber dass sich Parlamentarier und Lokalpolitiker in so einem Umfeld selten zu Wort melden, das kann ich gut verstehen.  Künftig steht der Blog für eine gerne harte, aber immer faire Online-Diskussion und nicht für Camouflage und Pöbelei. Wer sich zu Wort meldet, sollte dazu auch stehen.

Blog.jj finden Sie künftig unter der Adresse www.jj12.wordpress.com. Aktuell geht es um Spontaneität oder besser um SPD-Chef Gabriel.

Ich freue mich auf Ihren Besuch.

21 Kommentare

  1. Es gibt, lese ich, weltweit ungefähr Dreihundertmillionen Blog-Foren, in Deutschland wohl zwischen eineinhalb und zwei Millionen, von denen ca. 350.000 relativ aktiv sind.

    Wie wollen Sie unabhängig von der LZ-Homepage durchdringen, Herr Jenckel, und in einer Welt, die nur noch auf quantitative Parameter (hier: Frequenz, Verweildauer und Besucherzahlen, also z. B. potentielle Wähler) reagiert, Parlamentariern, Lokalpolitikern und anderen an Stadtkultur interessierten Lüneburgern begreiflich machen, es könnte sich lohnen („win-win“(!)), unter der Adresse http://www.jj12.wordpress.com mitzudiskutieren? Hier haben Sie jeden Tag ein paar hundert Leser, die, quasi als Laufkunden, mit danach schauen, wie Herr Webersinn und Herr Fahrenwaldt sich verhalten, dort werden Sie die Teilnehmer, wenn kein Wunder passiert, für lange Zeit an den Fingern einer Hand abzählen können. Wäre es nicht sinnvoller gewesen, Camouflanten, Pöbler und Reppenstedter hier etwas einzuhegen, anstatt die inzwischen gut eingeführte Anlaufstelle für Meinungsinhaber zu schließen?

    • Herr Schnell, der Blog bleibt trotzdem Teil der LZ-Welt, keine Sorge.

    • Herr Schnell, ich bin ja nicht nachtragend, aber, Zitat:Pöbler und Reppenstedter hier etwas einzuhegen,muss das sein? Beides auf einer Stufe? Verhält sich so ein Demokrat? Hier können wir einen Gang runterschalten, finden Sie nicht?

      • Nein, Sie sind ein Musterbeispiel für einen faktenlosen Pöbler und(symbolischen) linken Steinewerfer mit sinnfreien Kommentaren, die undemokratisch ihre eigene Sichtweise als einzig Richtige darstellen. Genau das macht eine Demokratie eben nicht aus! Sondern der Respekt vor der Meinung anderer. Die ist im Merkelland der Alternativlosigkeit leider totgeschlagen worden!
        Ich kann zu Ihnen nur sagen: Wer im Glashaus sitzt………..!
        Und zu Herrn Jenckel: Sie haben einen richtigen Freund im Geiste gefunden! Beraten Sie mit ihm doch mal über die Wiedereinführung von Gulags für Andersdenkende!

  2. Lieber Herr Jenckel

    SPD-Chef Gabriel und Spontaneität? Ist das wirklich was Disruptives dran? Müsste man nicht eher gähnen: Nun ist es also eeeenndlich offiziell?

    Was die Spatzen schon seit Monaten von den Dächern kotzen, ist seit gestern Realität: Martin Schulz wird SPD-Kanzlerkandidat. Damit ist die Katze aus dem Sack, das Kartenhaus liegt vollkommen devastiert auf dem Tisch. Wer jetzt überrascht ist, muß ein Volltrottel sein. Doch der Reihe nach.

    In der Politik gibt es Trends, die klar sichtbar zutagetreten – zumindest für Experten. Geübten Beobachtern (wie z.B. mir) fällt es auf, wenn sich Dinge wiederholen. Wenn ungeschriebene Regeln zu grellen Mustern anwachsen, werde ich hellhörig. So habe ich beispielsweise – nur durch gezielte Beobachtung, durch scharfes Hinschauen – herausgefunden, daß in jedem Kalenderjahr ein Altbundespräsident sterben muß. 2015 traf es Richard von Hefeweizen, 2016 hieß das Opfer Walter Scheel, und 2017, vor wenigen Tagen erst, mußte Romy Herzog ins bittere Grab beißen. 2018 ist Gauck dran.

    Wir tun also gut daran, einen Schritt zurückzutreten und die Dinge aus der Entfernung zu betrachten. Dann sehen wir etwa, daß die SPD seit mittlerweile 23 Jahren ausnahmslos Männer in die Bundestagswahl schickt, deren Namen mit einem S beginnen: Scharping 1994, Schröder 1998, Schröder II 2002 und 2005; Schteinmeier 2009, Schteinbrück 2013. Vor die Auswahl gestellt, Gabriel oder Schulz zu erkiesen, mußten sich die Sozialdemokraten natürlich – wie unter Zwang, wie behext – für Schulz entscheiden, den Mann mit dem S vorne dran. Sie können nicht anders. Sonst hätten sie schließlich bewiesen, etwas aus ihren vielen Niederlagen gelernt zu haben. 2021 wird der Kandidat der S(!)PD deshalb auch entweder Bürgermeister Scholz heißen oder Manuela Schwesig bzw. Ulla „Helmut“ Schmidt; im Rennen sind auch noch die Ministerpräsidenten Sieling (Bremen) und Sellering (Woiwodschaft Kongreßpolen), da hat sich die Weltregierung noch nicht endgültig entschieden.

    Diesmal aber: Schulz. Politische Kommentatoren aller Richtungen stellen sich nun alle dieselben Fragen: Kann er Kanzler? Hat er Chance? Ist Journalisten-Kopfi aua? Dreimal nein. Denn daß die Wahl 2017 für die Sozialdemokratie verlorengeht, ist schon jetzt so klar wie Hechtsuppe. Die Gegnerin heißt schließlich CDU. Und die fährt die entgegengesetzte Schiene, die sogenannte „M-Strategie“: Ihre Kanzlerkandidaten beginnen seit bald zwölf Jahren ausnahmslos mit einem M: Merkel (2005), Merkel (2009), Merkel (2013, nicht verwandt), Merkel (2017), Merkel. Mundus vult decipi. Merkel. Hüten wird sich die oral-, Quatsch, erfolgsverwöhnte Bundeskanzlerin vor parteiinterner Konkurrenz der S-Klasse, auch wenn diese Rivalen so erdig und basisverwurzelt sind wie der Schäuble-Wolfgang oder der Stalin-Sepp.

    Und Gabriel? Bleibt als Ehrenmann in Erinnerung. Seine Bilanz ist glänzend wie ein Streifen Schweinespeck. Er hat Respekt verdient, keine albernen Dicken- und Essenswitze. Nicht zuletzt seiner Amtsführung als Wirtschaftsminister ist es zu verdanken, daß die Supermarktkette Kaiser’s-Tengelmann heute achtzehn Sorten Leberwurst führt anstatt, wie früher, nur sieben (Achtung, drittletzter Dickenwitz in diesem Artikel!). Gabriel, der jetzt das Amt des Bundesjausenministers übernehmen wird (vorletzter Witz), möchte nicht wie der Elefant im Porzellanladen abtreten (das ist kein Dickenwitz, das ist ein Tierwitz, einen hab ich also noch), er möchte nichts anderes als seine Ruhe haben, für seine junge Familie dasein und jeden Tag fressen, fressen, fressen, bis er explodiert (das ist überhaupt kein Witz, das ist nur eine haltlose Vermutung). Seine Erbschaft heißt Schulz. So, wer schreibt diesen Artikel jetzt zu Ende? Der Typ dort drüben vielleicht, der Blasse mit den Koteletten – hallo, hierher, junger Mann! Schnappen Sie sich mal einen Stift, Freundchen, und überlegen Sie sich eine fetzige Schlußsentenz!

    Ihr Michael Ziegelwagner

  3. Herzlichen Glückwunsch Herr Jenckel zu ihrer Erkentniss. Ich hatte vor langer Zeit vor einer bestimmten Klientel gewarnt. Sie kann eben nichts anderes außer pöbeln , um von sich abzulenken. Ich wünsche Ihnen viel Glück bei ihrem Vorhaben. Ich hoffe , Politiker sind mutig genug , es hier zu wagen , ihre Meinung zu äußern. Ich sehe zumindest kein Hindernis mehr. Was ich sehe , ist eine harte Auseinandersetzung. Nicht jeder traut sie sich zu. Nur echte Demokraten schaffen das. In diesem Sinne. Es gibt viel zu tun, schaffen wir es ab, oder gehen wir es an?

    • Mein Gott, Bruns,

      „ich mache jetzt mal für ein paar tage eine kreative pause, damit sich die hiesige versammlung wieder sammeln kann und ihre künstliche echauffierung abklingt. wer jetzt noch lust hat, hier als stimmungskanone aufzutreten , kann es jetzt tun, von mir kommt kein echo.“ (Klaus Bruns, 25. Januar, 18:31 Uhr, https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/396695-hannover-statt-berlin-cdu-chef-moechte-in-den-landtag#comment-76354)

      Sie haben es tatsächlich geschafft 21 Stunden und 23 Minuten Ihr Wasser zu halten. Ich gratuliere! Im Dezember haben Sie schon vier Stunden nach Ihrer siebenten Demissionserklärung in 2016 wieder zur Tastatur gegriffen.

      P. S.: Grüßen Sie Kermit, wenn er sich wieder in Ihnen bemerkbar machen sollte (https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/396695-hannover-statt-berlin-cdu-chef-moechte-in-den-landtag#comment-76356).

    • Sehr geehrter, lieber Herr und zu Klaus Bruns,

      Sie „hatten vor langer Zeit vor einer bestimmten Klientel gewarnt. Sie kann eben nichts anderes außer pöbeln, um von sich abzulenken.“

      Woher kennen Sie diese bestimmte Klientel so gut? Weil Sie die jeden Abend und Morgen beim Zahnersatzreinigen im Badezimmerspiegel erblicken? Übrigens, hätten Sie geschrieben, „ich kann eben außer Pöbeln nichts anderes, um auf mich aufmerksam zu machen“, wäre die Auflösung Ihres feinsinnigen Rätselwortes viel schwieriger gewesen.

      • Woher kennen Sie diese bestimmte Klientel so gut?
        von der welt -online. mal eine npd-homepage, dann pro köln, dann pro nrw. jetzt afd. reicht ihnen das, oder wollen sie noch auf die,,freiheit,, warten? ein herr broder befeuert das ganze.

  4. Die Fliegenpein

    Elias Casnetti hat uns aufnotiert: „Wie soll man sie ertragen, diese Mit-Paranoiker, die genau so funktionieren wie man selbst…“? Nicht wahr, Herr Bruns? Wie sollen Sie die ertragen, die Ihnen bis aufs letzte, noch nicht ausgefallene Haar gleichen?

    Der Warner geht der Zeit voraus – der Dank kommt in sein leeres Haus, gibt das Sprichwort zu bedenken. Ja, Herr Bruns, es ist immer wieder vorgekommen, daß Sie das Schreckliche vorausgesehen haben – in der Welt, meine ich -, das dann genau so eingetroffen ist. Sie hatten nichts Besseres zu tun, als es aufzuschreiben und ins LZ-Forum hinüberzuklicken. Da Sie zu fast allem schon irgendwas gepostet haben, konnten Sie es sich ja immer beweisen, es stand schon da, lange bevor es geschah. Indem Sie Herrn Jenckel daran erinnern, wollen Sie sich so vermutlich ein Recht auf weitere Voraussagen zuschanzen.

    Diese Vernunft, Herr Bruns, die „rasende Vernunft“ des Warners, die zur Sicherung ihrer Unangreifbarkeit als überstürzte Auslegung und Vereindeutung von vermeintlich feindlichen Zeichen arbeitet und stets nach der Solidarität und den Beifall von Autoritätspersonen (Webersinn, Jenckel) schielt, wird auch Paranoia genannt. Sie ist psychologisch und vor allem sprachlich als unangreifbare Festung konstruiert. Sie ist diejenige Störung des Gemüts, da alles, was der Verrückte erzählt, zwar den formalen Gesetzen des Denkens zu der Möglichkeit einer Erfahrung gemäß ist, aber durch falsch dichtende Einbildungskraft selbstgemachte Vorstellungen für Wahrnehmungen gehalten werden. Von der Art sind diejenigen, welche allerwärts Feinde um sich zu haben glauben; die alle Mienen, Worte und sonstige gleichgültige Handlungen Andrer als auf sich abgezielt und als Schlingen betrachten, die ihnen gelegt werden. – Diese sind in ihrem unglücklichen Wahn oft so scharfsinnig in Auslegung dessen, was Andere unbefangen tun, um es als auf sich angelegt auszudeuten, daß, wenn die Data nur wahr wären, man ihrem Verstande alle Ehre müßte widerfahren lassen. – Ich habe nie gesehen, daß jemand von dieser Krankheit je geheilt worden ist (denn es ist eine besondere Anlage mit Vernunft zu rasen). Sie sind aber doch nicht zu den Hospitalnarren zu zählen: weil sie, nur für sich selbst besorgt, ihre vermeinte Schlauigkeit nur auf ihre eigene Erhaltung richten, ohne andere in Gefahr zu setzen, mithin nicht sicherheitshalber eingeschlossen zu werden bedürfen. Diese Verrückung ist methodisch.

    Ihr berühmtester Vorgänger, Herr Bruns, der größte Paranoia-Praktiker deutscher Zunge, Senatspräsident am Oberlandesgericht Dresden Daniel Paul Schreber, hat in seiner vollendeten, großartigen Paranoia alle Ereignisse um ihn herum als Wunder betrachtet, die vom verschwörerischen Willen Gottes gelenkt und gesteuert waren. Schreber gelangte darum auch bisweilen zu der Auffassung, dass Fliegen und Mückenschwärme, die ihn störten, von Gott weltordnungswidrig in seine Nähe gewundert worden waren.

    LG, Manfred Schneider

  5. Gabriel war ein Netzwerker innerhalb der SPD. Nur, was soll er verbinden, wenn die Seeheimer es nicht schaffen, sich nicht mal mit den Restbeständen der Linken, innerhalb der Spd zu verständigen? So landet man nur immer wieder am Katzentisch der CDU.

  6. Neue Berufe für die Alten

    Aufregung in Deutschland:

    Kommt die Rente mit 75? Viele haben Angst, daß sie gar nicht so lange durchhalten: Bauarbeiter, Klavierstimmer, Studenten. Was also tun, wenn nach einem langen Arbeitsleben Kreuz und Konto kaputt und es aber immer noch 40 Jahre bis zur Rente sind? Rechtzeitig umschulen! Damit die Arbeit auch im Alter noch Freude macht.

    Die Berufsempfehlung heute: WARNER und MAHNER

    besonders geeignet für: Hundebesitzer, Zahntechniker, Kommunisten, Reppenstedter

    Berufsbild:

    Anstatt als Rentner von morgens bis abends über das Wetter, die Enkel, die Jäger und gestiegene Supermarktpreise zu schamfudern, reden Sie doch zur Abwechslung mal über Globalisierung, soziale Kälte, Lobbyismus, Jugendwahn und überschätzte Intellektuelle! Dafür kriegen Sie in Talkshows schön Geld, treffen Alte, die noch ein bißchen dementer sind (eine längere Leitung haben) als Sie selbst (Wolfgang Kubicki, Alexander Gauland, Donald Trump), und kommen auf Ihre alten Tage noch ins Fernsehen.

    Was meinen Sie? Fragt Benji aus der 8c

  7. Sie finden sicher ein anderes Kassandra-Karussell

    • Karsten Konradi

      Heda Genosse Rollagen,

      Sahra Wagenknecht, Chefin der Linksfraktion im Bundestag hat Kanzlerin Merkel im »Stern« »eine Mitveranwortung« am Berliner Terroranschlag gegeben (http://www.stern.de/politik/deutschland/stern–sahra-wagenknecht-gibt-merkel-mitverantwortung-fuer-berlin-anschlag-7265304.html). Starke Worte, auch wenn Wagenknecht im folgenden die Merkelsche Mitverantwortung in ödes tagespolitisches Kleinklein aufgelöst hat – »kaputtgesparte Polizei«, »unkontrollierte Grenzöffnung«, »die von Merkel unterstützten Ölkriege der USA und ihrer Verbündeten« – und also in die weitaus banaleren Sphären der Parlamentsdebatten diffundieren ließ.

      Doch wo es auf die feinen Unterschiede nicht mehr ankommt, Genosse Rollwagen, sondern nur noch aufs Große, Ganze, Ungefähre: Hast Du nicht einst mit Sahra Wagenknecht und Frauke Petry die DDR mitbegründet, mithin die Vopos, die Stasi und die SED? Und bist Du damit nicht ursächlich mitverantwortlich für – genau! – das DDR-Gewächs Angela Merkel? In Sahras, Fraukes und Deiner Logik also geradewegs auch für den Anschlag von Berlin?
      Erforsche Dein Gewissen, Genosse Rollwagen, und stell Dich Deiner Schuld!

      Befehl zur Selbstkritik von

      Karsten Konradi

  8. Hallo Rollwagen, hier muß ich Jenckel mal recht geben: 6 Milliarden Euro Haushaltsüberschuß oder wie der Engländer sagt: 6 Billionen Pfund – selbst für einen Schwaben ist das ein beträchtlicher Batzen. Um einmal so viel Geld zu besitzen, müßte unsereins mindestens zwei Monate lang einer unehrenhaften Arbeit nachgehen, etwa als „Stern“-Kolumnist tätig werden. Klar, daß manchem angesichts solcher Summen der Atem stockt und das Hirn nach Luft japst.

    Zerebral mit Sauerstoff unterversorgte Geister äußern seit einigen Tagen die kühnsten Wünsche: Mit dem bundesdeutschen Haushaltsüberschuß sollen Schulen, Straßen und – im Ernst! – das Internet ausgebaut werden! Als wäre der Cyberspace mit seinen vermutlich mehr als tausend Homepages nicht schon geräumig genug (Kennen Sie eigentlich diese hier zum Thema Geldanlage?). Darüber hinaus schreit die Wirtschaft scheinheilig „Steuersenkung!“. Welcher Wirtschafter zahlt denn bitte sehr Steuern?
    Nein, diesen Zaster dürfen wir nicht hergeben. Sparen lautet die Devise und mit Devisen kennt sich ein Exportweltmeister aus. Der badische Bereicherungsbär Wolfgang Schäuble (100 000 DM) liegt goldrichtig: Die Staatsschulden müssen beglichen werden. Zwei Billionen Euronen prangen auf unserem Deckel.

    Sicher: In kurzer Zeit wäre der Schuldenberg wieder auf die aktuelle Höhe gewachsen. Rechnen wir mit einem konservativ geschätzten Schuldenzuwachs von 60 Euro pro Sekunde, ergibt sich folgende Rechnung: 6 000 000 000 : 60 : 60 (Sekunden) : 60 (Minuten) : 24 (Stunden): 368 (Tage*) = 3,14 Jahre bis wir wieder so hoch verschuldet wären wie jetzt. Da könnte man die Moneten ebenso gut der AfD oder SPD spenden, von denen sehen wir in drei Jahren ja auch nichts mehr. Allein: 3,14 – die Zahl π! Die Zahl des Kreises, der die Unendlichkeit repräsentiert, in welcher bekanntermaßen unser aller Herrgott verkehrt. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, Schäuble folge da einem göttlichen Plan. Wenn der Tag des Jüngsten Insolvenzgerichts wirklich nur noch drei Kalender entfernt ist, verscherzen wir es uns mit dem obersten Richter besser nicht. Bei dem stehen wir schließlich auch noch in der Kreide. Ich sage nur „Erbschuld“!
    ________________

    *Moment mal, werden Sie sagen, ein Jahr hat doch nur 365 Tage. Das stimmt, hätte aber zu einem Ergebnis von 3,17 Jahren geführt. Die Berechnung der Kreiszahl bedurfte eines Zirkelschlusses.