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Warum nehmt ihr an der EU-Wahl teil?

Berichte aus Brüssel

Acht Studenten waren vor Ort

Im April war eine Gruppe von Lüneburger Studenten des Vereins „Policy Lab“ in Brüssel und tauchte für ein paar Tage in das politische und gesellschaftliche Leben der „Hauptstadt Europas“ ein. Ihr Ziel war es, etwas von der Stimmung in diesem Schmelztiegel der Länder einzufangen und für die Lüneburger die Arbeit der EU näherzubringen und greifbar zu machen. Für die LZ haben sie ihre Erfahrungen in Texte gefasst.

Lotte, 20 (Umweltwissenschaften): Die inspirierenden Menschen, die wir in Brüssel treffen durften, haben mir gezeigt: Das Vereinen vielfältiger Kräfte und diverser Ideen befähigt uns zu demokratischen Menschen. Europa ist es wert, gemeinsam daran zu wirken und es weiter zu verbessern, um ein gleiches und freies Europa zu ermöglichen.

Luisa, 19 (Betriebswirtschaftslehre): Ich gehe am 26. Mai wählen, weil mir meine Rechte als Bürger einer demokratischen Union wichtig sind. Die Möglichkeit, diese Union mitzugestalten, möchte ich nutzen, um in einem Europa nach meinen eigenen Vorstellungen zu leben.
Auch möchte ich in einer Zeit, in der extreme Tendenzen unterschiedlicher Art die Agenda bestimmen, ein Zeichen für die Demokratie setzen.

Dorothée 20 (Politikwissenschaft): Als Bernd Lange uns erzählte, dass er nach einem Krankenhausaufenthalt entgegen ärztlichen Rates zu einer Abstimmung gegangen ist, in der am Ende seine Stimme die eine ausschlaggebende war, wurde mir sehr deutlich, dass wirklich jede Stimme zählt und der Eindruck man könne eh nichts bewirken trügt.

Philipp. 20 (Rechtswissenschaft): Europa ist nicht selbstverständlich. Die vielen Jahre, in denen es in der EU Frieden und Freiheit gegeben hat, sind das Ergebnis einer großen transnationalen Politik, die ich unterstützenswert finde. Auch wirtschaftlich muss man, um mit China und den USA mithalten zu können, zusammenarbeiten, anstatt gegeneinander. Für dieses Europa gehe ich wählen!

Judith, 23 (Berufliche Bildung in der Sozialpädagogik): In Brüssel habe ich erfahren, dass gerade in der EU viel um gemeinsame Lösungen gerungen wird. Es geht nicht darum, dass eine Fraktion gegen die andere wettert, sondern es werden für jedes Thema neue Verbündete gesucht. In der EU wird ständig nach Kompromissen gesucht, immer wieder in neuen Konstellationen. Das ist ein unglaublich wichtiger Prozess für die Demokratie. Und an dieser Demokratie möchte ich mich beteiligen, indem ich bei der Europawahl mein Kreuz setze.


Tabea, 23 (Staatswissenschaften): In Brüssel wird mehr bewirkt als man so denkt. Alle, die sich für ihre Positionen einsetzen, können etwas erreichen – auch Europaskeptiker und Rechtspopulisten. Diese sorgen seit geraumer Zeit dafür, dass der Ton rauer und ein Vorankommen in der EU schwieriger wird-umso wichtiger, dass ihnen im Interesse der Gemeinschaft etwas entgegengesetzt wird.

Deshalb müssen wir im positiven Sinne entschlossener und radikaler werden!

Alle sollten die Chance am 26. Mai nutzen, die Menschen, die sich für eine starke, gerechte und soziale EU einsetzen, eine Vision für Europa haben und hochmotiviert sind, diese umzusetzen, mit ihrer Stimme zu unterstützen. Jede Stimme zählt!

Theo, 27 (Wirtschaftsinformatik): Viele europäischen Bürger nehmen Errungenschaften und Verdienste der EU mittlerweile als gegeben hin und empfinden die europäischen Institutionen als ein hinderliches, bürokratisches Monstrum oder sogar als eine Bedrohung. Der Besuch in Brüssel hat mir gezeigt, dass hier keine trockene Bürokraten willkürlich Gesetze erlassen, sondern Menschen für ihre Vision von Europa kämpfen, und das mit einer Leidenschaft, die man in der nationalen Politik oft vermisst. Sowas gilt es mit der eigenen Stimme zu unterstützen!

Kim, 24 (Staatswissenschaften): Ich gehe wählen, weil ich Verantwortung übernehmen will. Verantwortung für ein Europa, das mir die Chance gibt mich persönlich und beruflich zu entfalten. Ob ein Au-Pair Aufenthalt in Irland, eine Interrail-Reise durch den Südosten Europas oder eine Studienfahrt nach Brüssel, all diese Erfahrungen verdanke ich den Freiheiten, die wir in Europa finden. Auch weiterhin möchte ich diese Chancenvielfalt nutzen und daher mit meiner Stimme verhindern, dass noch weitere Europaskeptiker und Europagegner ins Europäische Parlament einziehen.