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Das Recherche-Team von Policy Lab kurz vor der Abfahrt am Lüneburger Bahnhof.

Was Eva Schmidt so alles zu tun hat

Lüneburg/Brüssel. Bei einem Besuch in Brüssel hat Policy Lab mit verschiedenen Europaabgeordneten und auch mit ihren Mitarbeiterinnen Gespräche geführt. Die daraus gewonnenen Informationen wurden hier in einer fiktiven Person zusammengeführt, um möglichst konkret den beispielhaften Alltag von Parlamentariern in der EU zu skizzieren. Es handelt sich bei dieser fiktiven Person um Eva Schmidt.

Eva Schmidt ist 53 Jahre alt und bereits in ihrer zweiten Amtszeit als Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP). Sie kennt die Arbeit im Parlament daher schon seit fast zehn Jahren. Sie ist Mitglied der Europa Partei Deutschland, die Teil der Europa Fraktion ist. Ihre Heimat liegt im ländlichen Niedersachsen, wo sie auch ihre Wochenenden verbringt und gemeinsam mit ihrem Lebenspartner und der jüngsten Tochter lebt. In Brüssel ist Eva Mitglied im Ausschuss für Internationalen Handel und im Ausschuss für Landwirtschaft und regionale Entwicklung. Ihre Herzensangelegenheit ist es, ländliche, bäuerlichen Regionen in Europa zu stärken. In Brüssel beschäftigt Eva Schmidt drei Mitarbeiterinnen, die sie bei ihrer Parlamentsarbeit tatkräftig unterstützen und einen Mitarbeiter in ihrem niedersächsischen Wahlkreisbüro, der sich um die Angelegenheiten vor Ort kümmert.

Der Tag geht von 7.30 bis 22 Uhr

Der Kalender von Eva Schmidt, der hier gezeigt wird, ist nur ein kleiner Auszug aus ihren Terminen. Normalerweise geht ihr Tag von morgens 7.30 Uhr bis abends um 22 oder manchmal auch 24 Uhr. Dabei überschneiden sich auch viele Termine, insbesondere mit den Ausschusssitzungen, für die es in der Regel zwei oder drei mehrstündige Termine in der Woche gibt. Eva Schmidt muss immer gut überlegen, welche Termine für ihre konkrete Arbeit gerade die wichtigsten sind. Deshalb kann sie auch nicht immer durchgehend anwesend sein. Das ist aber auch nicht so problematisch, denn manche Themen sind für ihre Arbeit gar nicht so relevant, und außerdem können immer auch ihre Mitarbeiter an Terminen teilnehmen, wenn sie nicht kann.

Von Judith Holle