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Pendler können aufatmen: Vor allem Bahnverbindungen im Berufsverkehr sollen sichergestellt werden. Foto: A/t&w

Züge sollen weiterhin im Stundentakt fahren

Lüneburg. Der Coronavirus geht auch an dem Bahnverkehr nicht spurlos vorbei. Das öffentliche Leben ist eingeschränkt, Schulen und Kitas sind geschlossen, etliche Unternehmen und Geschäfte ebenso. Das Home-Office erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Folge: die Züge sind leerer, Mitarbeiter fehlen, weil sie zu Hause ihre Kinde betreuen müssen. Vor einigen Tagen hat die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), die für den kompletten Personennahverkehr des Landes zuständig ist, angekündigt, dass es zu Fahrplanänderungen kommen wird.

Auch der metronom hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass es die derzeitige Situation notwendig mache, das Angebot ab der nächsten Woche deutlich zu reduzieren. Mit dem Land und allen anderen Verkehrsunternehmen werde an einem Ersatzkonzept gearbeitet. „Das Ergebnis wird ein reduzierter Sonderfahrplan sein.“

Verbindungen mit Berufsverkehr sollen sichergestellt werden

Von der LNVG heißt es am Donnerstagmittag, dass die Zahl der Verbindungen im Regionalverkehr „in den kommenden Tagen an die Corona-Situation“ angepasst werden. Die Landesnahverkehrsgesellschaft hat dafür nach Rücksprache mit den Bahnunternehmen Eckpunkte vorgegeben: So sollen vor allem Verbindungen mit Berufsverkehr sichergestellt werden, damit Pendler, die auf die Züge angewiesen sind, ihren Arbeitsplatz erreichen können. Auf den Hauptstrecken soll mindestens ein Grundangebot im Stundentakt gefahren werden. „Über die Veränderungen im Detail entscheiden und informieren die einzelnen Bahnunternehmen.“

Vorhaben zu einzelnen Verbindungen möchte die LNVG machen. „Die Unternehmen können selbst am besten beurteilen, welche Veränderungen möglichst wenige Fahrgäste betreffen – und wie viel Personal sie aktuell zur Verfügung haben“, sagt Geschäftsführerin Carmen Schwabl. „Wir erwarten, dass im Berufsverkehr ausreichend Züge fahren. Es muss dort genügend Plätze geben, damit Fahrgäste Abstand voneinander halten können.“ Außerdem müssten Umsteigemöglichkeiten zu anderen Zügen gegeben sein.

  • Der Regionalverkehr auf den Hauptstrecken soll möglichst täglich von 5 bis 20 Uhr mindestens im Stundentakt gefahren werden. An jeder Station an diesen Strecken
    soll mindestens einmal pro Stunde ein Zug halten.
  • Auf allen übrigen Strecken soll montags bis freitags zwischen 5 und 9 Uhr sowie zwischen 15 und 19 Uhr möglichst ein Stundentakt bestehen. Zu den übrigen Zeiten soll mindestens ein Zweistundentakt angeboten werden. Die Bahnunternehmen können hier auch Busse einsetzen, falls es sinnvoll ist.
  • Betroffen sind die folgenden Verbindungen: Leer – Oldenburg – Bremen – Hannover, Hamburg – Bremen, Hamburg – Hannover, Bremerhaven – Bremen – Osnabrück, Osnabrück – Münster, Hannover – Göttingen, Hannover – Löhne, Hannover – Goslar, Hamburg – Cuxhaven, Wilhelmshaven – Oldenburg – Osnabrück, Emden – Rheine, Hannover – Braunschweig, Hannover – Wolfsburg, Hildesheim – Braunschweig – Wolfsburg

„Wir wissen nicht, wie sich die Situation und Krankenstände entwickeln.“ – LNVG-Geschäftsführerin Carmen Schwabl

Die Verkehrsgesellschaft geht davon aus, dass sich das Angebot auf den Schienen mit den Anpassungen um bis zu 30 Prozent verringert. Dadurch bekämen die Bahnunternehmen höhere
Flexibilität, sagt Schwabl. So würden weniger Lokführer benötigt und auch in den Werkstätten fiele weniger Arbeit an. Das sei in den kommenden Wochen wichtig: „Wir wissen nicht, wie sich
die Situation und Krankenstände entwickeln. Wir sehen die Anpassung als wichtigen Schritt, damit langfristig ein verlässliches Grundangebot gefahren werden kann.“ ap/lz

  • Das Bürgertelefon zum Corona-Virus ist unter der (04131) 26-1000 zu erreichen.
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