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Helmut W. Erdmann wird 70 – während seines 43. Neue-Musik-Festivals, das am Sonntag startet. Foto: t&w

Multimediales Theater über eine Rache

Lüneburg. Das Festival für Neue Musik geht in Runde Nummer dreiundvierzig. Veranstalter ist – wie immer – der Gründer der Reihe, Prof. Helmut W. Erdmann, Leiter des Fortbildungszentrums für Neue Musik in Lüneburg. Der Auftakt trägt den Titel „Elektra-Reflektionen“, mit Werken von Raffaela Kraus, Luong Hue Trinh, Martín Donoso Vera, Goran Lazarević, Helmut W. Erdmann, Stefan Troschka und Dirk Schattner – Sonntag, 1. Oktober, 19 Uhr im Glockenhaus.

Die „Elektra-Reflektionen“ basieren auf einem Text von Nino Haratischwili, interpretiert von Teilnehmern des Hamburger Kontaktstudiengang „Neue Kompositionstechniken“. Angekündigt ist ein multimediales Theater. Die einzelnen Kompositionen verbinden sich absichtlich nicht zu einem durchgehenden musikdramatischen Werk. Sie sollen fragmentarisch bleiben, wie die Erfahrungen, die sie reflektieren, zerteilt beinahe, wie die Trümmer des Königspalasts, der am Ende von Nino Haratischwilis Text in die Luft gesprengt wird.

Schauspielerin Raffaela Kraus als Interpretin

Interpretin ist neben den Musikern die Schauspielerin Raffaela Kraus. Stefan Troschka übernimmt die Projektionen und die Gestaltung unter Verwendung von Zeichnungen von Erdmanns. Abgerundet wird der Abend um 21 Uhr mit elektroakustischer Musik aus Chile; Moderation: Martín Donoso Vera.

Im Glockenhaus laufen auch die nächsten beiden Konzerte. Das Programm:

▶ Montag, 2. Oktober, 19 Uhr: „Zeit kommt“, Werke Hamburger Komponisten, zum 70. Geburtstag von Helmut W. Erdmann am Tag darauf, 3. Oktober.
▶ Dienstag, 3. Oktober, 19 Uhr: Komponistenporträt von Luong Hue Trinh (Vietnam); 21 Uhr: elektroakustische Musik von Clemens von Reusner.
▶ Mittwoch, 4. Oktober, 19 Uhr im Wasserturm: „Hommage à Hildegard von Bingen“, Mirjana Petercol (Akkordeon). 21 Uhr: elektroakustische Musik des Fortbildungszentrums.
▶ Donnerstag, 5. Oktober, 19 Uhr, Glockenhaus: Helmut W. Erdmann (Flöten und Live-Elektronik) spielt Werke von Bieler, Dubrovay, Hecht und Sell, um 21 Uhr elektroakustische Musik von Krzysztof Knittel.
▶ Freitag, 6. Oktober, 19 Uhr, Glockenhaus: „Liszt and beyond the infinite…“, mit dem Pianisten Konrad Maria Engel. 21 Uhr: elektroakustische Musik aus New York.
▶ Sonnabend, 7. Oktober, 19 Uhr, Glockenhaus: „Poem“, mit dem Ensemble Musica Viva; 21 Uhr: elektroakustische Musik des Fortbildungszentrums. lz