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Hilke Lamschus (links, Salzmuseum), und Dr. Heike Düselder (rechts, Museum Lüneburg) teilen sich die Dienste von Hannah Heberlein. Foto: ff

Eine Funktion, zwei Arbeitsplätze

Lüneburg. Hannah Heberlein hat ein Funktion, diverse Aufgaben und zwei Arbeitsplätze, sie liegen rund zehn Minuten Fußmarsch auseinander: das Lüneburger Museum und das Salzmuseum, Domizile der neu gegründeten Musseumsstiftung. Für beide Häuser betreut die gebürtige Freiburgerin als Leiterin das Marketing – keine leichte Aufgabe bei so unterschiedlich gepolten Einrichtungen. Die Stelle ist seit 2015, seit der Wiedereröffnung des Museums Lüneburg vakant, nun endlich wurde jemand gefunden, der (beziehungsweise die) mehrere entscheidende Anforderungen erfüllt.

Erstens: Erfahrung. Hannah Heberlein (36) studierte Diplom-Umweltwissenschaften an der Leuphana, sattelte einen Master für Nachhaltiges Tourismus-Management drauf. Es folgte Praxis als Geschäftsführerin im Elbmarschhaus des Tourismusvereins Haseldorf. Dann zog Heberlein weiter, blieb aber in der Elbmarsch, wechselte in das Bio–sphaerium Bleckede und wohnt seit 2013 wieder in Lüneburg. Daraus ergibt sich Qualifikation Nummer zwei, die Ortskenntnis, das Gefühl für die Region und ihre Bewohner. „Ich habe hier auch schon Stadtführungen mitgemacht“, so Hannah Heberlein, „um mir Themenschwerpunkte zu erarbeiten.“

Hannah Heberlein wird auf Messen präsent sein

Dazu gehört der Spagat: Das Salzmuseum hat naturgemäß, die Fünfziger-Jahre-Präsentationen einmal ausgeklammert, vor allem ein großes Kernthema. Das Lüneburger Museum dagegen dokumentiert eine Reihe von naturwissenschaftlichen, gesellschaftspolitischen und historischen Aspekten der Stadtentwicklung, wirbt mit einer Vielfalt von Sonderveranstaltungen, von der Ausstellung bis zum Bierbrau-Kurs. Das Salzmuseum hat recht viele Besucher, das Museum Lüneburg könnte noch ein paar mehr vertragen. Vor allem geht es darum, eilige Touristen einzufangen: Die meisten, genaue Zahlen gibt es da allerdings nicht, bleiben nur einen Tag. Andere, Senioren hauptsächlich, nehmen sich etwas mehr Zeit, buchen von Freitag bis Montag.

Auf Messen wird Hannah Heberlein präsent sein, aber wohl auch mal daheim dienstlich Fernsehen gucken. Denn das Museum Lüneburg ist seit einiger Zeit regelmäßiger Schauplatz der „Roten Rosen“. ff