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Lüner Kloster-Friedhof
Foto: t&w

Lüner Kloster-Friedhof der frommen Frauen

Lüneburg. „Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen“ heißt es schon in einem gregorianischen Choral. Im Kloster Lüne lässt sich diese Bewusstheit auf höchst an schauliche Weise betrachten. Denn wer das bis ins Jahr 1170 zurückreichende Kloster Lüne besucht, wird den Kreuzgang beschreiten und sehen, dass er einen Garten umschließt, der gar kein Garten ist, sondern ein Friedhof. Über den so zentral ins klösterliche Leben gesetzten Friedhof ist jetzt eine kleine Broschüre erschienen.

Wer den begrünten und mit Rosen bepflanzten Friedhof mit seinen eng gesetzten Kreuzen aufsucht, taucht in Klostergeschichte ein. Das Benediktinerinnen-Kloster wurde mit der Reformation zu einem evangelischen Konvent, und 1711 verfügte der Kurfürst von Hannover, dass nur noch Töchter des landsässigen Adels aufgenommen werden durften. Entsprechend sind vorwiegend adlige Namen zu lesen: von Estorff, von Bothmer, von Meding, von Plato, von der Wense und viele mehr. Zurück reicht der Friedhof bis ins 16. Jahrhundert, das jüngste Kreuz erinnert an die Äbtissin Liesel Sophie Gössling (1921-2011).

Für den Text sorgte Frank-Rainer Reich

Die Broschüre „Der Lüner Kloster-Friedhof“ listet alle Gräber auf. Darüber hinaus gibt sie kurze Informationen zum Kloster, zur Gestaltung des Friedhofs, zu den Ämtern innerhalb des Konvents. Für den Text sorgte Frank-Rainer Reich, für die Gestaltung Silke Reimers, für die Finanzierung der Rotary Club Lüneburg und die Klosterkammer Hannover. Erhältlich ist die reich bebilderte Broschüre im Kloster. oc