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Drei vom Team: (von links.) Generalmusikdirektor Thomas Dorsch, Moritz Munck vom Studierenden-Team und Leuphana-Professor. Dr. Michael Ahlers. Foto: lz/oc

Mit Beethoven zur Party

Lüneburg. Es wird Ungehörtes geben, Beethovens „Eroica“, eine Elektroparty, Tanz und Videos auf den Wänden. Alles passiert an einem Abend im Libeskind-Bau der U niversität und vielleicht geschieht noch mehr. Das Thema lautet „StadtRaumKlang“: Zusammen kommen das Theater, vier junge Komponisten aus Hannover, Leuphana-Studierende und unter ihnen DJ Vincent Maurer, der das, was da klingt, sampeln und zur finalen Party in die Halle schicken wird. Das wird ein spannender Abend am Dienstag, 14. November, ab 20 Uhr.

Lange wurde in Ruhe geplant, aber „jetzt jagen uns die Höllenhunde“, sagt Prof. Dr. Michael Ahlers. Der Musikdidaktiker leitet ein Seminar, aus dem heraus der Abend seine Form bekommt. Das Foyer und das Forum des Zentralgebäudes werden dabei zur Bühne. Die Lüneburger Symphoniker werden spielen. Auf den Beton-Wänden werden Videos flimmern, die Studierende über die zeitgenössischen Komponisten aus Südkorea, Island, Finnland und den Iran gedreht haben: Jieun Noh, Örnólfur Eldon Þórsson, Matti Heininen und Arsalan Abedian.

Sie studieren an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und bekamen den Auftrag für vier kurze Stücke, die bei „StadtRaumKlang“ ihre Uraufführung erleben. Die Werke werden in den klassischen Part hineingeschnitten bzw. zwischen die vier Sätze von Beethovens dritter Sinfonie gesetzt. Thomas Dorsch leitet die Aufführung. Noch eine Ebene kommt hinzu: Gabriele Luque aus der Lüneburger Ballettcompagnie wird Tanzimprovisationen zur Musik zeigen.

Thomas Dorsch sieht das Projekt als Teil, „das Theater und die Universität weiter zu verzahnen, über das bestehende erfolgreiche Musicalprojekt hinaus.“ Ahlers und Dorsch starteten in einem Komplementärseminar nicht mit einem fertigen Konzept, sondern entwickelten den Abend mit Studierenden. Letztere kümmerten sich auch um multimediale Präsentationen, Pressetexte und Webauftritte für die Komponisten.

Klang, Architektur, Video, Bewegung – vieles fließt an diesem Abend ab 20 Uhr zusammen. Der Vorverkauf läuft, die Zahl der Karten ist begrenzt. oc