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Der Foto-Journalist Michael Zapf stellt in der Industrie- und Handelskammer Lüneburg aus. Foto: lz/ff

Ein Dauerporträt von Hamburg

Lüneburg. Das künstlerische Programm des Fotografen Michael Zapf lässt sich mit sieben Buchstaben beschreiben: Hamburg. Als Foto-Journalist hatte sich der gebür tige Hamburger, Jahrgang 1965, bereits nach dem Abi selbstständig gemacht. Er fotografierte für die Morgenpost, das Abendblatt und immer wieder für sich selbst, auf diese Weise entstanden nicht weniger als 67 Bücher, die Michael Zapf mit seinen Arbeiten prägte. Eine Auswahl zeigt nun die Industrie- und Handelskammer Lüneburg; Vernissage: heute, Dienstag, 19 Uhr.

Im Mittelpunkt steht die Elbphilharmonie, die nun seit einem Jahr nicht mehr als Millionengrab, sondern als Konzertstätte, Treffpunkt und architektonisches Meisterwerk zu erleben ist. Michael Zapf fotografierte die „Elphi“ in den Bauphasen, umlagert von Baukränen, und dann in repräsentativem Glanz, dramatisch an- und ausgeleuchtet. Der Fotograf streifte durch die Hafencity (beziehungsweise durch die „Noch-nicht-Hafencity“), flog mit dem Hubschrauber über die prächtigen Viertel, sah die mächtigen Schiffe. Aber die Beobachtungen gelten immer auch den kleinen Gassen, den architektonischen Details.

„Ein Dauerporträt der Stadt, das ist mein – eigentlich einziges – Thema“, sagt Michael Zapf. Neben den großformatigen, opulenten Bildbänden stehen kleinere Bücher mit anderem Konzept, zum Beispiel das märchenhafte „Die Oevelgönn`schen Kinder“, das er zusammen mit dem Grafiker und Zeichner (und ehemaligen Rixdorfer Drucker) Albert Schindehütte produzierte und das wohl nicht zufällig ein wenig an die Romantik der „Hülsenbeck´schen Kinder“ des Malers Otto Philip Runge erinnert.

Die bis 22. Dezember laufende Ausstellung wird heute, Dienstag, mit dem Club von Lüneburg um 19 Uhr eröffnet, zur Einführung spricht Kathrin Wecker. ff