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Ludger Rother, Joachim Goerke und Sebastian Brandt (von links) spielen in der PianoKirche. Foto: ff

Über den Jazz in die Welt

Lüneburg. Wohl an die dreißig Alben hat Joachim Goerke schon veröffentlicht, vielleicht auch mehr. Als Jazz-Pianist mit eigenem Ensemble ist der Lüneburger dage gen (vergleichsweise) selten in Erscheinung getreten. So ist die neue CD mit dem schlichten Titel „Live in Concert“ erst die vierte – und die erste mit Trio-Besetzung.

Bisher spielte Joachim Goerke im Quartett-Kontext. Diesmal also, im Trio mit Sebastian Brand (E-Bass, E-Kontrabass) und Ludger Rother (Drums und Percussion), fehlt das Saxophon, „das war für mich eine reizvolle Aufgabe, dessen Melodien mitzudenken, in das Piano zu integrieren“. Dieses Instrument ist ein ausgewachsener D-Flügel, ein Steinway D 274, er steht in der Kreuzkirche, die bei Konzerten PianoKirche heißt. Dort spielte das Trio am 24. Januar, ein Live-Mitschnitt also. Alex Bruch (Referenz: Elbphilharmonie) nahm es auf, Joscha Blachnitzky war für Mix und Mastering zuständig.

Eigenkompositionen von Joachim Goerke

Die acht Stücke (darunter eine fünfteilige Suite, also eigentlich zwölf Tracks) sind Eigenkompositionen des Bandleaders, aber mit den jazztypischen Freiräumen. Es gibt ausgeprägte Grooves und meditative Passagen, Reflexionen über Lebenshürden und Neubeginn. Dabei pflegt das Trio, und das ist durchaus eine Herausforderung, eher die leisen, luftigen Töne, Spontanität und Transparenz, das geht zuweilen in die Ferne, zur Weltmusik. Rund die Hälfte des seinerzeit zweistündigen Konzertes fand einen Platz auf dem Album, das in Goerkes Label Sajema erscheint.

▶ Release-Konzert: Sonnabend, 16. Dezember, 20 Uhr in der PianoKirche; Eintritt frei, Spende erbeten. ff