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Katie Freudenschuss und Pawel Popolski. (Foto: nh, t&w)

Am Anfang eine Zugabe

Lüneburg. Das Format ist vertraut, fühlt sich aber dünner an – kein Wunder: Das erste Programmheft 2018 des Kulturforums Gut Wienebüttel umf asst nur drei Monate statt der gewohnten sechs. Es ist das erste nach der Ära Gebhardt Dietsch, als Herausgeber agieren nun Mathias Meyer, Simone Winkelmann und Ed Minhoff als Vorstandsmitglieder des Vereins Kulturforum. Was ist anders? Ein erster Blick auf die Übersicht sagt: Begonnen wird künftig abends fast durchweg eine halbe Stunde früher als gewohnt, also um 20 Uhr. Und: Es gibt keine ausgeprägte Winterpause im Kunstscheunen-Betrieb mehr.

Das erste Quartal ist also voller geworden. Immerhin 28 Termine bieten die ersten drei Monate, beginnend mit den Duo Florian Schroeder & Volkmar Staub, das am Sonnabend, 13. Januar, gleich eine „Zugabe“ gibt, einen kabarettistischen Jahresrückblick. Kabarett und Comedy bilden weiterhin einen Schwerpunkt des „Kufo“: Nachdem ein Sensenmann in schwarzer Kapuze „Mein Leben als Tod“ (20. Januar) referiert, folgt am 26. Januar Götz Frittrang, versprochen ist „eine Welt voll absurder Situationen und irrwitzig zugespitzter Alltagsbeobachtungen“.

Vorverkauf weiterhin über die LZ

Der Berufscholeriker Gernot Hassknecht lässt wieder seiner miesen Laune freien Lauf: „Jetzt wird`s persönlich“ heißt es am 28. Januar. Zweifel an der Zuverlässigkeit menschlicher Wahrnehmung sind auch das Thema am 2. Februar, dann fragt HG. Butzko: „Wie blöd kann man sein?“ Hennes Bender und Katie Freudenschuss, Fatih Cevikkollu, Simon & Jan, Stefan Danziger, Philip Simon und Altmeister Hagen Rether reichern das Spaß-Programm an, das Ensemble „Die Herkuleskeule“ aus Dresden kommt vier Mann hoch in die Kulturscheune und lädt zur „Ballastrevue“.

Ebenfalls in die Abteilung Comedy gehört Pawel Popolski, er schlägt zugleich eine Brücke zur Musik, Motto: „Ausser der Rand und der Band“. Herr Popolski erzählt wieder von seiner polnischen Familie, in der die Popmusik moderner Prägung – bis hin zum Technobeat – erfunden wurde, was in der gängigen Literatur von den Fachautoren nie so recht gewürdigt wird. „Der Popolski Wohnzimmershow“ läuft an gleich zwei Tagen (24./25. Februar).

Ebenfalls zweimal belegt ist die Scheune für das Projekt „Lüneburg singt!“ (28. Februar/ 1. März), hier singt das Publikum, und zwar Hits aus den verschiedensten Genres. Stichwort Popmusik: Die hat ein größeres Gewicht bekommen, Denis Fischer singt Songs von Leonard Cohen und „Goldplay Live“ spielt natürlich Coldplay. Für den Jazz, eine alte Kufo-Spezialität, stehen unter anderem die Sängerin Natalia Mateo, Bassistin Kinga Glyk und das Michael Kaeshammer Trio. Bereits am Sonntag, 14. Januar, 18 Uhr, ist First Class Session. Und den Abschluss des ersten Quartals gestaltet die NDR Info Intensivstation mit ihrer Satire-Show am 25. März.
Nicht geändert hat sich der Vorverkauf, er läuft über die Landeszeitung.

Von Frank Füllgrabe