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Volksschule Velgen, 1949: Gemälde (Ausschnitt) von Brigitte Jerosch-Dürfeldt. Foto: Museum

Mathe sorgt für gute Zahlen

Lüneburg. Seinen dritten Geburtstag feiert das Museum Lüneburg mit einer Einladung an die Gäste. Am Donnerstag, 1. März, 11 bis 20 Uhr, gibt es kostenfreien Ein tritt, das gilt für die Dauerpräsentation wie für die drei aktuellen Sonderausstellungen: erstens „Noch einmal nach der Herkunft fragen – Provenienzforschung am Museum Lüneburg“, zweitens „Mathematik zum Anfassen“ (ab 14.30 Uhr, vorher ausgebucht) und „Fotografische Facetten Lüneburgs“.

Ab 15 Uhr haben die Besucher außerdem stündlich die Möglichkeit auf eine „Lüneburger Zeitreise“ zu gehen und bei der Führung durch das Museum die Geschichte Lüneburgs und der Region vom Erdaltertum bis heute zu entdecken. Beim „Frühlingshaften Prickeln“ stanzen Kinder ab fünf Jahren und Erwachsene von 15 bis 18 Uhr malerische Motive aus.

Mobiler Besucherstuhl für gehbehinderte Gäste

Zum Geburtstag gibt es auch nachträglich noch Geschenke. Zwei Lüneburger Unternehmen spendieren den Besuchern wiederum freien Eintritt, und zwar im April, Mai, Juni und Juli jeweils am dritten Sonnabend. Außerdem steht ein mobiler Besucherstuhl für gehbehinderte Gäste zur Verfügung. Er wird durch eine Spende aus dem Kreis der Museumsfreunde finanziert.

Noch eine Neuerung: Ab März kann das Museum außerdem ein Bild der Künstlerin Brigitte Jerosch-Dürfeldt aus Barum zeigen. Das zwei mal viereinhalb Meter große Gemälde zeigt die Volksschule Velgen von 1949. Die im Oktober 2017 verstorbene Künstlerin hatte sich gewünscht, dass ihr Werk im Museum Lüneburg zu sehen sein wird.

3000 Besucher im Januar

Im Januar zählte das Museum schon über 3000 Besucher. Der Renner ist die Mitmachausstellung „Mathematik zum Anfassen“ – in den ersten zehn Tagen experimentierten fast 1 500 kleine und große Besucher mit Würfeln, Knobeln, Funktionen und Riesen-Seifenblasen. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit der St.-Ursula-Schule in Lüneburg, die die Ausstellung nach Lüneburg holte und ins Museum brachte.

Am Donnerstag beginnt um 18.30 Uhr im Marcus-Heinemann-Saal der letzte der drei Vorträge im Begleitprogramm zur Provenienz-Ausstellung: Dr. Christian Riemenschneider spricht „Von Vereinsfahnen, Federschmuck und `Judensilber‘“ über seine Arbeit als Provenienzforscher. In den Jahren 2013 und 2014 war er in Göttingen an der Rückgabe von Kunstgegenständen an die Erben des jüdischen Sammlers Max Hahn beteiligt – ein Fall, der viele Parallelen zur Familie Heinemann in Lüneburg aufweist.

Sonderausstellung beginnt am Sonntag

Seit 2016 arbeitet Riemenschneider für den Landschaftsverband Südniedersachsen und überprüft die Sammlungen verschiedener stadthistorischer Museen, darunter Alfeld, Seesen und Hannoversch-Münden, auf unrechtmäßig entzogene Kulturgüter. Die von ihm untersuchten Gegenstände reichen von ethnografischen Objekten aus Brasilien über Traditionsfahnen der Arbeiterbewegung bis zu Silbergegenständen aus jüdischen Familien.

Ausblick: Am Sonntag, 11. März, öffnet die Sonderausstellung „Woher? Wohin? Weggehen und Ankommen im Raum Lüneburg“ als Projekt des Netzwerkes mit den kleinen Museen der Region. Erster Termin des Begleitprogramms: „Die italienische Handwerkskunst Terrazzo“, Führung mit Walter Schulz (11.3., 14.30 Uhr). ff