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Joana Toader wird am Wochenende gleich zwei Chöre leiten: den Gospelchor Lüneburg und Chornetto. Foto: Stefanie Eisermann

Alle Chöre sind schon da

Lüneburg/Bad Bevensen. Es ist Frühling, und was sagt der Blick auf den Kulturkalender? Alle Chöre sind schon da. Am kommenden Wochenende sind es gleich fünf, di e vom Proben- in den Konzertmodus wechseln, einige gleich zweimal. Es mag eine Chorkrise geben, aber davon ist von Freitag bis Sonntag nichts zu spüren. Gibt es eine ChorleiterInnen-Krise? Joana Toader jedenfalls ist gleich mit zwei Chören von ihren insgesamt sechs im Einsatz. Auch Pianist Matthias Bozó wird zweimal als Begleiter auftreten.

Das Chorwochenende – fünf Chöre, sieben Konzerte – chronologisch geordnet und ohne Garantie auf Vollständigkeit:

Motettenchor St. Michaelis

Sonnabend, 21. April, 16 Uhr, Museum Lüneburg: Ein Programm unter dem Titel „Märchen und Träume“ singt der Motettenchor St. Michaelis im Marcus-Heinemann-Saal des Museums, Eingang: Wandrahmstraße. Es werden Chorstücke von Max Reger bis zu den Comedian Harmonists und den Beatles zu hören sein. Bei einigen Stücken wird der Chor von Ingeborg Henning am Klavier begleitet. Zwischen einzelnen Musikstücken liest die Schauspielerin Agnes Müller aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry. Dieser Text wurde vor 75 Jahren veröffentlicht. Schließlich haben die Besucher Gelegenheit, selber mitzusingen. Die Leitung haben Holger Lorkowski und Norbert Bernholt. Das Programm wird am Sonntag, 22. April, um 12 Uhr im One-World-Zentrum in Reins­torf noch einmal vorgetragen.

Gospelchor Lüneburg

Sonnabend, 21. April, 19 Uhr, Paul-Gerhardt-Kirche: Nach Eröffnung der Konzertsaison in Mölln tritt der Gospelchor Lüneburg nun in seiner Heimatkirche auf, in der Paul-Gerhardt-Kirche in der Lüneburger Bunsenstraße. Der Chor, der im Herbst eine USA-Tour plant, bringt einen Mix aus neuen und traditionellen Songs mit. Die Leitung hat Joana Toader, begleitet wird der Chor von Mathias Bozó (Piano), Thomas Conrad (Gitarre), Max Hentschel (Bass) und Harald Burmester (Drums). Als Gastchor wirken die Go-Zet-Singers aus Zetel unter Leitung von Christel Spitzer mit. Dieser Chor besteht aus rund 30 Mitgliedern und trägt sein Programm a cappella vor.

L‘Ohreley

Sonnabend, 21. April, 20 Uhr, Friedenskirche: Auch der Frauenchor L‘Ohreley stellt ein neues Programm vor. Mit „Sagenhaften Liedern“ sollen die Zuhörer – ein wenig wie beim Motettenchor – in die Welt der Märchen entführt werden. Es geht um Jungfrauen, Königstöchter, Feen, Hexen, Zauberer und Wassergeister. Die Atmosphäre wechselt zwischen kindlich naiv, schrecklich schaurig und traumhaft fantastisch. L‘Ohreley, seit 2002 von Karin Malangré geleitet, singt das Märchenprogramm auch Sonntag, 22. April, um 20 Uhr, wiederum in der Friedenskirche an der Wichernstraße.

BachChor

Sonntag, 22. April, 17 Uhr, Musikschule: Der 22. April wird weltweit als International Earth Day gefeiert. Der gebürtigen Kanadierin und BachChor-Leiterin Deborah Coombe ist der Tag, der sich um die Kostbarkeit einer gesunden und zukunftsfähigen Erde dreht, seit langem geläufig. Jetzt hat sie mit dem BachChor ein Programm unter dem Titel: „Sterne * Wolken ~ Meer“ einstudiert. Im Mittelpunkt steht Musik zeitgenösssischer Komponisten, Claude Bolling beispielsweise, der mit Sätzen aus seiner „Picnic Suite“ für Flöte, Gitarre und Klavier vertreten ist, gespielt von Manfred Seer, Ulf Manú und Hye Yeon Kim. Viele Lieder beschreiben die Schönheit und auch die Macht der Natur, etwa „Little Birds“, „Cloudburst“ von Eric Whitacre und „Northern Lights“ von Ola Gjeiloic. „Stars“ von Eriks Esenvalds für achtstimmigen Chor wird mit einer Glasharfe begleitet, gespielt von dem jungen, eigens für diesen Zweck gegründeten Percussion-Ensemble Wolkenbruch. Als einziger Vertreter Alter Musik ist Claudio Monteverdi mit einem Madrigal dabei. Abgerundet wird das Konzert mit Bildern, die per Beamer an die Bühnenwand projiziert werden.

ChorNettO

Sonntag, 22. April, 17 Uhr, Dreikönigskirche Bad Bevensen: „Wirbelndes Kopfkino“ verspricht der aus Amelinghausen kommende Rock-, Pop- und Gospelchor, der positive Energie und Lebensfreude stärken möchte. „Don‘t Stop Me Now!“, nennt ChorNettO das aktuelle Programm und verstärkt die Atmosphäre der Songs mit Bildern. Einstudiert wurden mit Chorleiterin Joana Toader Stücke von Queen, Leonard Cohen, Coldplay, Sarah Connor und vielen mehr. Am Klavier unterstützt Matthias Bozó den Chor, mit Percussion Manuel Hansen. oc