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Zum „Electric Summer“ laden die Norweger von a-ha. (Foto: Just Loomis)
Zum „Electric Summer“ laden die Norweger von a-ha. (Foto: Just Loomis)

Zehn Jahre unterm Himmel

Uelzen. Zehn Jahre in der Provinz, und das ist Uelzen nun mal, ein großes Open-Air-Festival zu stemmen, das ist schon eine Leistung. 2008 gründeten Ulrich Gustävel und sein Jabelmannhalle-Team das mittlerweile unter dem Titel „Open R“ laufende Festival, und sie bauten es von Mal zu Mal aus, bis hin zu vier Abenden in 2017. In diesem Sommer geht das Open R an drei Tagen über die große Bühne. Das Programm richtet sich an viele: Es gibt die internationale Pop-Spitzenklasse mit a-ha, es gibt wieder einen Tag mit vornehmlich deutschem Pop und zum Finale den Tag der Schlagerfreunde – alles vom 10. bis 12. August.

Ein Blick zurück: Zum Start kamen 32 000 Besucher, um Die Ärzte, Mando Diao, Sportfreunde Stiller und Panteón Rococó zu erleben. Ein Tagesrekord, der bisher nicht wieder erreicht wurde. 2009 kamen Amy McDonald, Silbermond, Jan Delay, Samy Deluxe und Selig, im Jahr darauf Die Fantastischen Vier, Stanfour, Culcha Candela, Ich+Ich sowie Eisblume.

2011 folgte eine kreative Pause, Gustävel bastelte am Konzept und entschied sich: mehr Komfort bieten! 2012 wurden Tribünen und Sitzplätze gebote. Gleichzeitig lief die Partnerschaft mit einem Großsponsor an, und aus dem Albrecht-Thaer-Platz wurde die Almased-Arena. 2012 war Herbert Grönemeyer als Headliner zu erleben, 2013 waren es erneut Die Ärzte.

Mit Elton John die die überregionalen Medien

Gustävel suchte neue Besuchergruppen und ließ das Festival 2014 zum ersten Mal über zwei Tage laufen. Pop mit The Bosshoss, Bosse, Frida Gold und den Baseballs an Tag eins, Schlager mit Die Höhner, Voxxclub, Santiano und Münchner Freiheit an Tag zwei. Nach dem Peter-Maffay-Jahr 2015 ging es mit den mehrtägigen Festivals weiter, und 2016 reiste zum ersten Mal ein Star per Hubschrauber an: Elton John sang in der ausverkauften Arena Hit auf Hit und flog noch am Abend nach London, bevor er tags drauf in Erfurt auftrat. In Uelzen gab es Deutschpop von Mark Forster bis Johannes Oerding und an Tag drei waren Roland Kaiser und Maite Kelly die Stars.

Spätestens mit dem Elton-John-Konzert schaffte es das Open R in die überregionalen Medien. Das war auch 2017 so, als Sting vor 10 000 Besuchern auftrat und das musikalisch beste Open-R-Konzert bisher gab. Es folgten ein nicht so richtig gut gelaufener Tag mit DJ/Elektro, dann kamen Silbermond, Rea Garvey, Gregor Meile und andere. Das Finale gehört Oldies, aber auch da hätte das Programm mehr Besucher verdient: mit Bob Geldof, Roger Hodg­son, Amy MacDonald und anderen standen Künstler der ersten Liga auf dem Plan.

Das Highlight ist der Auftritt von a-ha

Nun 2018 – wieder drei Tage, wieder komplett unterschiedliche Programme. Das Highlight ist zweifellos der Auftritt von a-ha. De Norweger Morten Harket (Gesang), Pål Waaktaar-Savoy (Gitarre) und Magne Furuholmen (Keyboard) schreiben seit 1982 Hitgeschichte von „Hunting High And Low“ über „Take On Me“ bis zum James-Bond-Titelsong „The Living Daylights“. Nachdem a-ha gerade mit einer Unplugged-Tour begeistertes Echo auslöste, steht im „Electric Summer“ wieder die rockigere Version an. Michael Patrick Kelly und Tom Gregory komplettieren den 10. August.

Tag zwei, der 11. August, ist wie in den Vorjahren „NeueTöne“ überschrieben. Sie kommen von deutschen Popgrößen, vor allem von Adel Tawil, Sarah Connor, Tim Bendzko und Julia Engelmann. Schließlich der Schlagertag am 12. August, da wird aufgeboten, was das Genre zu bieten hat: Howard Carpendale, Vanessa Mai, DJ Ötzi, Nicole, Marianne Rosenberg, Spider Murphy Gang, Bernhard Brink und die Junx. oc