Donnerstag , 20. September 2018
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Eine Truppe aus internationalen Künstlern setzt das thema radioaktive Strahlung im Bild um. Foto: ff

Harte Strahlung

Lüneburg. Fukushima und Radioaktivität, das sind Worte, die keinen guten Klang haben – schon gar nicht in der Kombination. So hat die Ausstellung „Harsh Astral. The Radia nts II“ in der Lüneburger halle für kunst einen dystopischen Grundton, es geht schließlich um das Erdbeben von Fukushima im Jahre 2011 mit seinen Auswirkungen auf den Kernreaktor. Eine internationale Truppe von Künstler(inne)n, darunter auch Japaner, haben sich mit Malerei, Objekten, Fotografie und Film mit der radioaktiven Strahlung beschäftigt, die nicht immer nur als unheimliche Bedrohung galt.

Theaterstücke und Performances im Fukushima-Kontext

Keine Horror-Szenarien also, sondern eher ambivalente Töne, indirekte Verweise. Marie Curie taucht auf, die als Physikerin das Phänomen der Radioaktivität beschrieb. Die Künstlerin Lucie Stahl verarbeitete ihre Erinnerungen an den 26. April 1986, das war der Tag der Tschernobyl-Katastrophe. Anderswo geht es um Theaterstücke und Performances im Fukushima-Kontext. Das Foto oben zeigt eine Arbeit von Kerstin Brätsch vor dem Hintergrund eines Filmes, der wiederum ein Tanz-Projekt über Sonnenstrahlung zeigt.

Die Ausstellung läuft bis 22. Juli. Am Sonntag, 1. Juli, gibt es ab 16 Uhr Programm: Zunächst führen die Kuratoren Stefanie Kleefeld und Henning Bohl durch die Ausstellung, im Anschluss öffnet die „Mutant Autopilot Brushes – Open Karaoke Stage“, die bereits auf der Vernissage zu erleben war.

von Frank Füllgrabe