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Mit Regen- bzw. Sonnenschirm präsentiert sich die Steife Brise. Dreimal spielt das Improvisationstheater in Lüneburg. Foto: hammerl

Schon mal an Weihnachten denken

Lüneburg. Letzter Ferientag an den Schulen, letzter freier Tag am Theater, die Bühnen der Stadt melden sich nun stückweise zurück. Vorneweg legt das theater im e.novum seinen Plan für die zweite Häfte 2018 vor. Drei eigene Produktionen sind am Munstermannskamp geplant, zwei davon betreffen die Weihnachtszeit, an die bei heute 33 Grad kaum zu denken ist. Aufgefüllt wird das Programm von Gastspielen, darunter finden sich viele bewährte Bekannte.

„Wir werden in dieser Spielzeit 18 Jahre alt. Aber erwachsen? Sind wir noch lange nicht! Wir hören nicht auf zu beginnen“, schreibt Theaterleiterin Margit Weihe übers neue Programm. Los geht es mit dem Kommando: „Ready for Take Off!“, mit einer Werkschau am Sonnabend, 1. September. Drei Gruppen präsentieren sich ab 16 Uhr. Das Kinderensemble K1 zeigt eine öffentliche Probe für sein Weihnachtsstück „Das Gespenst von Canterville“. Das neue Kinderensemble K3 wird sich vorstellen, und das Jugendensemble J3 zeigt die Szenencollage „Glauben. Lieben. Hoffen“, die sie im Juni in der Michaeliskirche aufgeführt hat. Edina Hasselbrink, Alexander Krüger und Margit Weihe bereiten die Gruppen vor.

Zuerst spielen die Erwachsenen

Als erste Eigenproduktion kommt keine Inszenierung mit Kindern oder Jugendlichen heraus. Das Erwachsenenensemble 3 spielt „Kasimir & Karoline“. Ödon von Horvath bezeichnet sein Drama als Volksstück. Das passt, weil die Handlung auf einen Jahrmarkt führt und zu Menschen, die dort um ihr kleines Stück vom Glück kämpfen. Antjé Femfert führt Regie, die Premiere ist auf Sonnabend, 22. September, 20 Uhr gelegt. Das wird ein Top-Bühnentag in Lüneburg, denn mit „La Bohème“ startet das Theater am gleichen Abend.

Dann weihnachtet es, exakt ab 11. November. In zwei Gruppen spielt das Kinderensemble 2 das Grimmsche Märchen „Schneewittchen“. Mehr als 20 Aufführungen sind angesetzt, es steht sogar schon eine Zusatzvorstellung im Spielplan. Regie führen Kirstin Rechten und Nils Beckmann.

Ohne die Steife Brise geht es nicht

Richtet sich das Märchen an Besucher ab vier Jahren, so erhöht sich das empfohlene Einstiegsalter beim zweiten Stück zur Weihnachtszeit auf acht Jahre. Edina Hasselbrink studiert mit dem Kinderensemble 1 Oscar Wildes „Gespenst von Canterville“ ein. Ulf Manú schreibt Musik für die Geschichte, in der ein altes, arbeitsloses Schlossgespenst auf neue Gruseltaten hofft, aber bei den neuen Besitzern des Schlosses so gar nicht ankommt. Ab Sonntag, 9. Dezember, wird die Gruselkomöde gespielt. Im neuen Jahr geht es weiter, dann in anderer Besetzung.

Noch ein Blick auf die Gastspiele: Zum gefühlt 150. Mal kommen die Hamburger Improvisationsmeister der Steifen Brise. Es wird wie immer voll im Saal sein, am 7. September ebenso wie beim „Weihnachtsspecial“ am 29. und 30. November.

Zwei weitere Gastpiele haben aber Kinder als Zielgruppe im Visier: „So als ob“ heißt eine „Show übers Theater und das ganze Drumherum“ mit Sabine Dahlhaus am Sonntag, 9. September, um 15 Uhr. „Mama Muh räumt auf“ heißt es am 28. Oktober, und wie das geht, zeigt das R.A.M. Kindertheater. oc