Mittwoch , 26. September 2018
Aktuell
Home | Kultur Lokal | Ein Fest mit Sarah, Tim und Adel
Tim Bendzko sorgte dafür, dass oft mitgesungen wurde. Foto: phs

Ein Fest mit Sarah, Tim und Adel

Uelzen. Punkt 15 Uhr kam der Regen. Und die erste Band auf die Bühne. „Die Leute haben ihre Ponchos ausgepackt, sind geblieben und haben positiv auf unsere Musi k reagiert“, erzählt Gitarrist Thomas Strauch sichtlich zufrieden im kurzen LZ-Interview: „Es passt zum Name des Albums und der Band“. Also alles „Kein Problem“ für das Quintett namens „Keine Panik“ aus Hürth.

Das Open-R-Festival in Uelzen wurde am Sonnabend unter dem Motto „Neue Töne“ fortgesetzt. Nach dem gelungenen Auftakt am Freitagabend mit a-ha standen nun deutsche Künstler auf dem Programm.

Der beste Auftritt des Tages

Etwa 15 Minuten hielt das schlechte Wetter an. Der Stimmung tat es keinen Abbruch, sie war so angenehm erfrischend wie der Wind, der über die Almased-Arena wehte. Ungewöhnlicherweise trat Top-Act Sarah Connor bereits um 16 Uhr auf, der Grund war ein weiterer Termin am Abend. Die Sängerin kam trotzdem leicht verspätet auf die Bühne, weil ihr Helikopter wegen des Windes nicht landen konnte. Und dieser sorgte auf der Bühne für Momente, die an Fotoaufnahmen im Windkanal erinnerten beziehungsweise für Situationen, die an Marilyn Monroes Film „Das verflixte 7. Jahr“ mit der berühmten Rock-Szene erinnerten. Die durch und durch professionelle Sängerin ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen. Es war mit Abstand der beste Auftritt des Tages. Die deutsche Soul-Queen stellte gut gelaunt ihr aktuelles Album „Muttersprache“ vor, auf dem es nur deutschsprachige Songs zu hören gibt.

Programm war abwechslungsreich

Poetry-Slammerin und Sänger-Newcomerin Julia Engelmann trat eine schwere Nachfolge an. Trotz sinniger Texte und witziger Konfettiduschen konnte sie das Level von Sarah Connor nicht halten. Der Mädchenschwarm Tim Bendzko brachte eine Show, in der das Publikum mitsingen konnte. Schlussakt des Abends war der ehemalige ich+ich-Sänger Adel Tawil, der einen soliden Auftritt mit guter Publikumsbeteiligung ablieferte.

Es war insgesamt ein gelungener Festivaltag. Das Programm war abwechslungsreich, kurzweilig und qualitativ hochwertig. Die Veranstaltung war gut besucht, aber längst nicht ausverkauft. Bei einem Sponsor konnte man an einem Gewinnspiel teilnehmen und Karten für nächstes Jahr gewinnen. Das heißt: Das Festival soll weitergehen. Das ist gut so.

Am Sonntag endete das Open R 2018 mit einem Tag der Schlager, angesagt waren Howard Carpendale, Vanessa Mai, Marianne Rosenberg und viele andere.


Von Elena Gulli