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Katrin Schmäl arbeitet noch in Stuttgart. Foto: privat

Die Stadt schließt eine Lücke

Lüneburg. Katrin Schmäl wird zum Jahreswechsel die neue Fachbereichsleiterin Kultur bei der Stadt Lüneburg. Die 35-Jährige tritt die Nachfolge von Jürgen Landma nn an, der im Sommer in den Ruhestand ging. „Ich freue mich, kenne die Stadt noch wenig, bin umso gespannter“, sagt die Kulturwissenschaftlerin.

Gegen mehr als 140 Bewerber setzte sich Katrin Schmäl durch. Die Entscheidung traf eine Kommission aus Vertretern der Verwaltung und Mitgliedern des städtischen Ausschusses für Kultur- und Partnerschaft. Im Verwaltungsausschuss des Rats wurde dem Vorschlag bereits einstimmig zugestimmt.

Musik liegt ihr auch privat am Herzen

„Mit Katrin Schmäl haben wir eine Frau für die Kultur gefunden, die über Fachwissen und Erfahrungen verfügt. Noch dazu kommt sie von außerhalb und kann so mit einem neuen, frischen Blick auf die Kulturszene von Lüneburg schauen“, sagt Oberbürgermeister – und Kulturdezernent – Ulrich Mädge.

Katrin Schmäl stammt aus Kiel, machte ein Diplom in historisch orientierten Kulturwissenschaften in Saarbrücken und einen Master für Kulturwissenschaft und Kulturmanagement in Ludwigsburg. Aktuell ist sie Geschäftsführerin des Landesmusikverbands und der Landesmusikjugend Baden-Württemberg in Stuttgart. Die neue Kulturreferentin war auch beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken tätig und bei der Stiftung „Singen mit Kindern“ in Stuttgart. Musik liegt ihr auch privat am Herzen – sie spielt Klarinette und Klavier. Außerdem zählt sie Weltmusik und Kulturgeschichte zu ihren Interessen.

Zum Fachbereich Kultur der Hansestadt zählen rund 60 Mitarbeiter

Ihr künftiges Arbeitsumfeld ist umfangreich. Das Budget im Haushaltsentwurf für 2018 beträgt rund sechs Millionen Euro, das entspricht rund 79 Euro pro Einwohner im Jahr – für Städte vergleichbarer Größe sei das „schon eine stattliche Zahl“, teilt die Stadt mit. Im alle zwei Jahre erscheinenden Kulturfinanzbericht des Statistischen Bundesamts wird mit Daten von 2013 ein Wert von 44,11 Euro bei Orten mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern genannt.

Zum Fachbereich Kultur der Hansestadt zählen rund 60 Mitarbeiter in den drei eigenen Kultureinrichtungen Musikschule, Ratsbücherei und Stadtarchiv. Der Fachbereich Kultur ist außerdem für das Theater, die Volkshochschule, die Museumsstiftung und beim Thema Hanse gefragt. Die Kulturreferentin wirkt auch mit bei der Organisation kultureller Veranstaltungen und ist Kontaktperson für die lokale Kulturszene. oc

2 Kommentare

  1. Eins muss man dem Oberuli, unserem Kulturdezernenten, lassen, er hat ein Auge für charmante, gut ausgebildete Fachbereichsleiterinnen, denen man zutraut, dass sie 2021 einen Marschallstab aus ihrem Tornister hervorholen.

  2. Gibt es eigentlich auch einen gut ausgestatteten Fachbereich Sport in Lüneburg? Bewegung soll gesund und für die Entwicklung von Kindern unerlässlich sein.