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Dr. Franz Peter Schmitz vom Kreis-Chorverband und Markus Cherouny vom Theater planen das Programm für Sonntag. Foto: oc

Mitsingen und genießen

Lüneburg. Der September ist ein Festivalmonat. In den Endspurt geht der Chorseptember. Das Finale am Sonntag, 30. September, bietet ein Programm vom Mitsingkonzert über Workshops bis zum großen Chor-/Orchesterhit „Carmina burana“ – alles im Libeskind-Bau auf dem Uni­gelände.

Publikum erfreut, Chöre begeistert: So lässt sich der Verlauf des Chorseptembers bisher zusammenfassen. Dr. Franz Peter Schmitz, Vorsitzender des Kreis-Chorverbands und Organisator, berichtet von erfreulicher Resonanz. Das betrifft das Singen in der Stadt und das „Magnificat“-Konzert in der von Stuhlreihen befreiten St. Michaeliskirche. „Die Chöre würden das gern wiederholen. Wir werden uns etwas einfallen lassen“, sagt Dr. Franz Peter Schmitz.

Das Programm im Libeskind-Bau ist so umfangreich, das lässt sich sicher nicht so leicht wiederholen. In weiten Teilen ist der Tag in Zusammenarbeit mit dem Theater konzipiert. Dort koordiniert Markus Cherouny die Orchesteraktivitäten.

Ein Konzert zum Mitsingen

Am Sonntagmorgen ziehen die Symphoniker um 11.30 Uhr zum Familienkonzert ins Audimax und spielen ein Konzert zum Mitsingen. Auf dem Programm stehen Volkslieder – von den Gedanken, die frei sind, bis zum Mond, der aufgegangen ist. Dramaturgin Hilke Bultmann und Generalmusikdirektor Thomas Dorsch haben Text und Musik zusammengestellt. Chordirektor Phillip Barczewski dirigiert das Konzert, bei dem das Publikum zum Chor wird. Zwei Sänger kommen als Solisten hinzu: Signe Ravn Heiberg, gerade als Mimi in „La Bohème“ gefeiert, und Sascha Littig, demnächst in „Peter Pan“ und „Bonnie & Clyde“ zu erleben. Der Vorverkauf für dieses Konzert läuft bei der Kasse des Theaters.

Die Veranstaltungen am Nachmittag sind frei, beginnend mit zwei Workshops. Anna Schwemmer wird um 14 Uhr „gesundes Singen“ vermitteln, Thomas Dorsch und Phillip Barczewski ab 14.30 Uhr ins Chordirigat einführen. Es folgt um 15.30 Uhr eine von Markus Cherouny geleitete Podiumsdiskussion zur Chorlandschaft im Lüneburger Raum. Kreis-Chorleiterin Monika Grade, Anna Schwemmer (u.a. MissTöne) und Hanne Klatt von der Städtischen Cantorei werden dabei Kernprobleme darstellen und Lösungen suchen. „Die klassischen Männerchöre haben ein Problem mit dem Nachwuchs“, sagt Cherouny. Im Rheinland aber würde manch Männerchor eine Warteliste führen. Was lässt sich daraus lernen?

„Carmina burana“ erklingt um 19 Uhr

Der Männermangel schlägt durch: Zum Vorabendkonzert um 16.45 Uhr musste der Echemer Chor sINgSPIRATION absagen – Männerstimmen fehlen. Mit dabei sind der neben dem Gemischten Chor Reppenstedt und dem Vokalensemble Vivace zwei Frauenchöre: Femmes Vocales und MissTöne.

Ein paar Tenöre mehr hätte auch das Finale vertragen können, sagt Dr. Schmitz. Aber es wird mit mehr als hundert Sängern und einem 60 Köpfe starken Orchester eine garantiert klangsatte Aufführung geben. Carl Orffs „Carmina burana“ erklingt um 19 Uhr. Thomas Dorsch wird das 65-minütige Werk leiten. Für „Carmina“ läuft der Vorverkauf auch bei der LZ-Konzertkasse – noch sind Plätze frei.

Von Hans-Martin Koch