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Dreharbeiten mit Hauptdarstellerin Robin Zakowitz im Krankenhaus. Foto: privat

Horror statt Partyspaß

Lüneburg. Mit sechzehn Jahren ist Sami Köppe als Regisseur, Produzent und Drehbuch-Autor fast schon ein alter Hase: Einige Filme hat er bereits gedreht, sogar P reise gewonnen, der jüngste ist nun nominiert für die Uelzener Filmtage. Jetzt stellt der Wilhelm-Raabe-Schüler zusammen mit seinem Team das Projekt vor, einen knackigen Kurzfilm: Sonntag, 21. Oktober, 12 Uhr im Filmpalast.

Zuletzt realisierte Sami Köppe zusammen mit seinem Team-Partner Julian Schulze ein Liebesdrama, diesmal sollte es ein Mystery-Thriller sein. Robin (Zakowitz), eine 16-jährige Schülerin, freut sich auf eine sturmfreie Bude, denn die Eltern wollen für ein Weilchen verreisen. Natürlich plant sie eine Party, leider wird nichts daraus: Eine Falle hat sich geöffnet, ein Tor zu einer Zweitwelt, und hier ist es ziemlich finster. Zu ihrem Gegenspieler wird ein Mann (Cavid Krug), der auch nicht gerade vertrauenerweckend daherkommt. Die arme Robin taumelt zwischen beiden Welten hin und her, Realität und Wahn sind irgendwann nicht mehr auseinanderzuhalten – „Between the Lines“, das ist der Filmtitel.

Filmprojekt nahm insgesamt fünf Monate in Anspruch

Die Filmemacher Sami Köppe und Julian Schulze. Foto: privat

Gedreht wurde an zwei Wochenenden, „und als wir merkten, dass in einer Szene ein grober Logik-Fehler steckt“, so Sami Köppe, „mussten wir noch einen fünften Tag im Krankenhaus Dannenberg dranhängen“. Das gesamte Filmprojekt, an dem rund dreißig Teenager vor und hinter der Kamera mitarbeiteten, nahm aber insgesamt fünf Monate in Anspruch, und zwischendurch hatte ja auch mal die Schule Vorrang. Dafür haben die Schüler/innen alles selbst auf die Reihe bekommen – nur bei den Fahrten der Crew zu den Sets, da waren schon mal die Eltern als Chauffeure gefragt.

Immerhin: Die Produktionskosten sind schon wieder drin. Equipment konnte zu großen Teilen ausgeliehen werden, den Rest streckten Sami Köppe und Julian Schulze mit ihrem Taschengeld vor. Am vergangenen Wochenende gab es bereits in der Scala eine Uraufführung vor geladenen Gästen, seither freuen sich die Filmemacher über eine schwarze Null.

Jetzt, am Sonntag, folgt also eine öffentliche Aufführung im Filmpalasts: Der Film dauert 15 Minuten, die gesamte Vorstellung aber rund eine Stunde – mit Interviews, Making of, mit Filmpassagen, die rausgeschnitten wurden, etwa, weil die Hauptdarstellerin völlig unpassenderweise plözlich kichern musste. Einlass ab 11.40 Uhr, der Eintritt ist frei, gegen eine Spende aber nichts einzuwenden; die Filmemacher bitten um Anmeldung, Kontakt unter film@btlmovie.de. ff