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Lüneburg. Seit 30 Jahren garantiert das Hugo-Distler-Ensemble herausragende Konzerte für Kammerchor. Der Chor, in St. Nicolai Lüneburg begründet, wird seit 20 Jahren vom Uelzener Kantor Erik Matz geleitet und trat am Sonnabend zum doppelten Jubiläum in der sehr gut besuchten Nicolaikirche auf. Das Programm war wie immer bei dem ambitionierten Chor anspruchsvoll und dazu ideal, um die detailgenaue Stimmschulung zu zeigen, mit der Matz seine Sängerinnen und Sänger zu Höchstleistungen führt.

Im Zentrum standen zwei Zyklen für Frauen- bzw. Männerstimmen. Dabei hatten die Frauen mit Brittens „Ceremony of Carols“ den weitaus schwereren Part. Begleitet von Birthe Meyer (Harfe) sangen sie die Folge kurzer Sätze, die sehr farbig sind, rhythmisch variabel, und in die sich dissonante Fäden weben. Wesentlich direkter und melodisch schlichter sind die „Nine Carols“ für Männerstimmen von Ralph Vaughan Williams, aber Präzision – und bei der Länge Kondition – fordern sie ebenfalls.

Großer Beifall am Ende und eine Zugabe

Bereichert wurde das Konzert von Arvo Pärts „Magnificat“, dessen artifizielle Schlichtheit den Charakter meditativer Feierlichkeit erhielt, und von einem impressionistischen Harfensolo. Den Rahmen setzten zwei Vertonungen des „Veni, veni Emmanuel“-Hymnus vom Norweger Ørjan Matre und vom Schweden Jan-Åke Hillerud, beide Vertreter einer zeitgenössischen Musik, die in der Historie wurzelt. Großer Beifall am Ende und eine Zugabe. oc

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