Aktuell
Home | Kultur Lokal | Sie bringen in Feierlaune
„It´s Christmastime“ lautet das aktuelle Motto der KlangEffekt-Sänger, die mit den Heideküken ins Kulturforum kamen. Foto: t&w

Sie bringen in Feierlaune

Lüneburg. In Kaufhäusern, auf Bahnhöfen, einschlägigen Märkten oder Cafés dudeln sie derzeit rauf und runter: die zuckrig verpoppt verpackten Schmuseschunkelweihnachtslieder. Wer trotzdem einen kräftigen Nachschlag benötigte, um in fröhliche Feierlaune zu geraten, war im Kulturforum Gut Wienebüttel genau an der richtigen Adresse. In der knapp ausverkauften Scheune lud das populäre Quartett KlangEffekt aus Amelinghausen zur bestens gelaunten, phonstarken „It‘s Christmastime“, so der Titel des rund zweieinhalbstündigen Konzerts.

Der Nachwuchs ist bekanntlich in der Adventszeit besonders erwartungsvoll. Dem wollten die Organisatoren Rechnung tragen und holten sich für „Klang­Effekt“ mit dem Kinderchor Heideküken, gleichfalls aus Amelinghausen, Unterstützung. Die jungen Sänger bereicherten das Programm mit gut geschulten Stimmen, sorgten in passender Kostümierung mit choreografischen und szenischen Einlagen für einigen Spaß.

Pop-Schiene dominiert

„KlangEffekt“, das sind Monja Siegler, Alexandra Comelius, Jonas Leonhardt und Michael Hendel. Die vier heimsten zunächst mit bekannten Musicalmelodien regionale Aufmerksamkeit ein, nun mit einem Weihnachtsprogamm, das sie in teilweise schrillem Outfit punktgenau darboten. Der auf Englisch und auch sonst vorsätzlich radebrechende Moderator Detlev Schulz-Hendel flankierte die Beiträge mit komödiantischem Touch, während die jugendliche Tänzerin Luisa Patow mit Ballett-Elementen glänzte. Besinnliche Klänge streute das präzise intonierende A-cappella-Ensemble Tonikum ein.

Alle gingen mit Schmackes an die Sache, ließen das bevorstehende Fest prächtig glitzern, inklusive reich geschmücktem Tannenbaum als Blickfang. Zwar dominierte die Pop-Schiene, aber Ausflüge in benachbarte Gefilde gönnten sich die Mitwirkenden trotzdem, zum Folk beispielsweise oder zum getragenen Welt-Evergreen „Stille Nacht“. Dazwischen gab es Bekanntes wie „Mary‘s Boychild“ oder die unverwüstliche „Weihnachtsbäckerei“, eher Nachdenkliches und ein Griff ins Volksgut-Repertoire mit „Leise rieselt der Schnee“, gelegentlich gewürzt mit einer leichten Jazz-Prise

KlangEffekt samt Begleiter bewegten sich stilsicher auf dem Terrain, garantierten dem Publikum leichtfüßig präsentierte Unterhaltung. Die Zuhörer bedankten sich mit donnerndem Applaus.

Von Heinz-Jürgen Rickert