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Yves Dudziak und Paul Brusa begeben sich in „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ auf eine abenteuerliche Mission. (Foto: t&w)

Bescherung im Theater

Lüneburg. Über ein Weihnachtsgeschenk von seinem Freundeskreis freut sich das Theater. Einen symbolischen Scheck über 15 000 Euro nahmen die Theater-Geschäftsführer Hajo Fouquet und Volker Degen-Feldmann jetzt entgegen.

„Wir sind Freunde, auf die sich das Theater in jeder Situation voll und ganz verlassen kann“, erläutert Heiderose Schäfke, Vorsitzende des Freundeskreises. „Dazu gehören einerseits die Lobbyarbeit für unser und die Solidarität mit unserem Theater wie im Oktober die Fahrt nach Hannover mit den Theaterschaffenden, wo wir lautstark die Einhaltung der Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag für die kommunalen Theater einforderten.“ Andererseits, so Schäfke, zähle immer wieder die finanzielle Unterstützung des Theaters zu den Aktivitäten.

Freundeskreis mit 600 Mitgliedern

Mitgliedsbeiträge und eine große Einzelzuwendung sorgten dafür, dass der Freundeskreis in diesem Jahr den Rekordbetrag von annähernd 40 000 Euro ans Theater fließen lässt.
Der Freundeskreis Theater Lüneburg zählt mittlerweile mehr als 600 Mitglieder. 2019 bietet er unter anderem eine zweitägige Kulturreise in die Mark Brandenburg, plant ein neues Veranstaltungsformat sowie zahlreiche Besuche von Bühnen- und Orchesterproben.

Frank Elsner (l.) und Heiderose Schäfke haben einen Symbolscheck mit ins T.3 gebracht. Die Theater-Geschäftsführer Hajo Fouquet (2.v.r.) und Volker Degen-Feldmann freuen sich. (Foto: t&w)
Die 15 000 Euro, die der Freundeskreis nun spendete, werden genutzt, um in der vor allem als Kinder-/Jugendbühne genutzten Spielstätte T.3 die Ausstattung zu professionalisieren. Dazu gehören spezielle, transportable Bühnenpodeste sowie leicht zu installierende und zu bedienende Beleuchtungstechnik. „Dies soll den Aufwand für die Auf- und Abbauten sowohl personell als auch zeitlich für viele der dortigen Vorstellungen merklich reduzieren“, sagt Intendant Hajo Fouquet.

Erfolgsmodell „T.3“

Ursprünglich sei das T.3 geplant worden, um dort Stücke mit einem besonders geringen Aufwand an Technik und Bühnenbild zu spielen, ergänzt Degen-Feldmann. „Dies lässt sich aber nicht durchhalten, weil die Regisseure und Bühnenbildner für die Umsetzung ihrer künstlerischen Konzepte einen zunehmend höheren Aufwand wünschen.“ Diese Wünsche könne das Theater mit den geplanten Anschaffungen deutlich wirtschaftlicher erfüllen.

Das T.3 ist ein Erfolgsmodell. Es hat seit seiner Eröffnung 2009 als Junges Theater Erwartungen und Zielvorgaben deutlich überboten. In der Spielzeit 2017/18 kamen mehr als 17 000 Besucher, ein Plus von mehr als 3500 Besuchern gegenüber dem Vorjahr. Heute, Donnerstag, wird – wie immer vor ausverkauftem Haus – „Peter Pan“ als Produktion des Jungen Musicals aufgeführt.

Wieder in den T.3-Spielpan kommt am Sonntag, 30. Dezember, um 18 Uhr „Rico, Oskar und die Tieferschatten“, die Bühnenfassung des Romans von Andreas Steinhöfel. Die Inszenierung von Sabine Bahnsen zählte in der vorigen Spielzeit zu den erfolgreichsten Produktionen im T.3. Paul Brusa, Yves Dudziak, Beate Weidenhammer und Jan-Philip Walter Heinzel spielen das Stück für Kinder ab neun Jahren auch am 4., 13. und 27. Januar sowie am 10. Februar .

Von Hans-Martin Koch